Lange Zeit stand er einfach nur da, die Augen geschlossen, die Sinne geschärft und befühlte mit seinem Geiste die komplexe Struktur der Barriere. Mal von der inneren, mal von der äußeren Seite. Er versuchte zu verstehen und die Klänge des Liedes nachzuvollziehen, er lauschte tief in sich hinein. Manchmal schien es ihm, als hätte die Ganzheit, das Vollkommene, was diesen mächtigen Zauber ausmachte, sich ihm für einen Bruchteil einer Sekunde offenbart, nur um dann wieder den Fängen seines Verstandes zu entschlüpfen.
Das sollte also die Lösung sein....... und auch wenn er sie allzu oft misstrauisch beäugt hatte, war er doch auf einmal froh, dass die Wächter vor den Toren noch immer ihren Dienst taten.
So stark und widerstandsfähig die Barriere auch wirken mochte, wusste er inzwischen doch ob der Anfälligkeit des Liedes. Die Noten und Klänge waren so leicht zu manipulieren......... das stellte er selber oft genug fest.
Doch seine Gedanken führten ihn weiter und Aldred versuchte, wie er es sooft tat, sich in den Gegenüber hineinzuversetzen. In diesem Fall den Gegenüber der Akademie. Mehr als diese zwei kümmerlichen und doch zugleich entblößenden Anschläge waren geplant, da war er sicher. Was also würde er anstelle des Feindes tun? Dieses neue Hindernis aushebeln musste dessen erstes Ziel sein...........und so ließ er seine Gedanken schweifen, seiner Phantasie freien Lauf und die Wellen des Misstrauens brandeten gegen all die schroffen Felsen der Küste, die bisher den fruchtbaren, grünen Auen der Akademie ihren Schutz geboten hatten.
Die Barriere
-
Aldred Ravenor
Die Versammlung
Welch seltsamen Eindruck hatte die Arcomaga auf ihn gemacht..... lange nicht so beherrscht und unnahbar wie sonst, sondern aufbrausend und emotional. Aber die ganze Versammlung war merkwürdig gewesen und beschlossen war auch noch nichts. Das würde im Hohen Rat geschehen. Also wozu war sie gut gewesen?
Außer dass er sich mal wieder in eine verzwickte Lage gebracht hatte. Aldred sah es als seine Pflicht an, Schaden von der Akademie abzuwenden und seine Hilfe anzubieten, auch wenn ihn das nicht nur einer nicht zu unterschätzenden Gefahr, sondern möglicherweise der widerlichen Gesellschaft von Alatars Anhängern aussetzen würde. Schwächliche Sekte, die sich nur mit ihrem Gott im Rücken stark fühlte, sich anbiederte, kroch und flehte, nur um von ihm benutzt zu werden. Wurden ihre Dienste nicht mehr benötig, ließ ihr dunkler Herrscher sie fallen, warf sie einfach weg und ersetzte sie durch das nächste willenlose Werkzeug. Zurück blieben gebrochene Seelen, leere Hüllen und ein erbärmlicher Abklatsch des Geschöpfes, das sie mal waren. Alles hing von Seiner Gunst ab. Und sie liebten Ihn noch dafür. Leise lachte Aldred auf. Er verließ sich lieber auf seine eigene Stärke, auf seinen eigenen Willen und folgte seinen eigenen Anweisungen. Meist gab er sich gleichgültig, doch hatte er nichts als Verachtung übrig für diese Speichellecker des Verlorenen Sohnes.
Manches Mal sehnte er sich nach dem Leben seines Vaters. Ein kleines Einkommen, eine liebe Frau und ein paar Kinder.......... doch er wusste, dass er seine Fähigkeiten nicht ungenutzt lassen wollte. Er strebte nach Höherem und seine Pläne waren ehrgeizig. Sollte sich der Verdacht des Rates bestätigen und die Anschläge waren tatsächlich in Rahal geplant worden, dann würde er mit Freuden diese lästigen Fliegen ans Messer liefern. Das wäre ein wichtiger und ein erster Schritt............so wartete er denn ab, was der Rat wohl entscheiden mochte.
Außer dass er sich mal wieder in eine verzwickte Lage gebracht hatte. Aldred sah es als seine Pflicht an, Schaden von der Akademie abzuwenden und seine Hilfe anzubieten, auch wenn ihn das nicht nur einer nicht zu unterschätzenden Gefahr, sondern möglicherweise der widerlichen Gesellschaft von Alatars Anhängern aussetzen würde. Schwächliche Sekte, die sich nur mit ihrem Gott im Rücken stark fühlte, sich anbiederte, kroch und flehte, nur um von ihm benutzt zu werden. Wurden ihre Dienste nicht mehr benötig, ließ ihr dunkler Herrscher sie fallen, warf sie einfach weg und ersetzte sie durch das nächste willenlose Werkzeug. Zurück blieben gebrochene Seelen, leere Hüllen und ein erbärmlicher Abklatsch des Geschöpfes, das sie mal waren. Alles hing von Seiner Gunst ab. Und sie liebten Ihn noch dafür. Leise lachte Aldred auf. Er verließ sich lieber auf seine eigene Stärke, auf seinen eigenen Willen und folgte seinen eigenen Anweisungen. Meist gab er sich gleichgültig, doch hatte er nichts als Verachtung übrig für diese Speichellecker des Verlorenen Sohnes.
Manches Mal sehnte er sich nach dem Leben seines Vaters. Ein kleines Einkommen, eine liebe Frau und ein paar Kinder.......... doch er wusste, dass er seine Fähigkeiten nicht ungenutzt lassen wollte. Er strebte nach Höherem und seine Pläne waren ehrgeizig. Sollte sich der Verdacht des Rates bestätigen und die Anschläge waren tatsächlich in Rahal geplant worden, dann würde er mit Freuden diese lästigen Fliegen ans Messer liefern. Das wäre ein wichtiger und ein erster Schritt............so wartete er denn ab, was der Rat wohl entscheiden mochte.