[Mitmachthread Menekaner] Das Gebet der Einigkeit

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Callista Anisa Ifrey
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Registriert: Dienstag 29. Juli 2014, 20:36

[Mitmachthread Menekaner] Das Gebet der Einigkeit

Beitrag von Callista Anisa Ifrey »

Einige Tage hatte sie nun im Tempel verbracht, jenen die sie antraf Trost und Mut versucht zu schenken.

Selbst das Gebet gesucht in jeder freien Minute und den Kontakt zur Mara. Doch zu oft war es still geblieben, es war die Bürde die die Mara ihren Kindern auferlegt hatte.

Sie alle sollten nachdenken und in sich gehen, die Wege sehen die Momentan so verschlungen im Dschungel lagen und für viele noch mit dickem Geäst zugewachsen waren.

Nun war es daran den richtigen Weg zu wählen, jenen zurück eine Gemeinschaft zu sein, die Kinder der Wüste. Die Erwählen der Mara und vor allem geschlossen hinter dem Emir zu stehen und all dem was Sie ihm auftrug.

So hatte sie wieder eine lange Nacht des Gebetes und der Meditation hinter sich als am morgen schon die ersten Strahlen der Sonne über Menekur aufgingen.

In jenem Moment wo die Sonne durch die Fenster des Tempels strahlte war eine Idee gewachsen. Noch klein und zart wie eine geschlossene Kaktusbluete aber sie hoffte, dass jene mit dem richtigen Wasser und der richtigen Zuneigung bald erblühen würde.
So eilte sie durch den Tempel und suchte Dinge zusammen, die sie dafür brauchen würde.

Zum Glück war der Tempel vom Großteil der Zerstörung verschont geblieben und so fand sie schnell das, was sie brauchte und baute es oben vor dem Altar auf.

So würde man so man den Tempel betritt folgendes vor dem Altar entdecken.

Ein Kelch gefüllt mit dunkler Hennafarbe und einer Zeichnung eines Kopfes wo zwischen den Augen ein dunkler großer Punkt mit einzelnen Strahlen davon ausgehend aufgemalt ist. Darunter steht: So Zeigen wir zu wem wir gehören.

Daneben fand sich eine Schale mit kleinen Kugeln aus Ton, in deren Mitte ein Loch ist, um sie aufzufädeln. An der Seite der Schale lag ein kleiner Dolch und ebenso ein Zettel wo zu lesen ist: Die Ewigkeit und Unendlichkeit eines Kugel, kein Anfang kein Ende. Verziere eine der Kugeln mit deinem Zeichen und deinen Wünschen. Und lege sie dann zurück.

Am Schluss der Reihe lag ein Buch, unscheinbar wirkte es und auch nicht groß, daneben sind einige Kohlestifte gelegt worden, teilweise sehr kleine und abgebrochene aber auch einige heile sind noch dabei. Wenn man das Buch aufschlug steht auf der ersten Seite:

Wir sind ein Volk
Einig unter der Sonne der Mara
Die uns das Leben gegeben
Sie hält ihre mütterliche Hand über uns
Zeigt uns den rechten Weg
Auch wenn wir ihn einmal verlassen haben
Gibt uns Mut und Kraft
Liebe und Einigkeit
Gab uns einen Führer
In Form unseres geliebten Emirs
… (Schreibe hier die nächsten vier Zeilen nieder auf das es so lang werde wie unser Glauben reicht)

Nachdem sie dies alles vorbereitet hat ging sie hinaus, die Robe der Mara kleidete sie als sie ein Stück hinab zu der Brücke über der Oase schritt. In den Händen hatte sie aus mehreren Pergamentblättern einen Trichter gebildet.
Auf der Brücke angekommen setze sie jenen an ihre Lippen, hoffend dass ihre Worte, sich mit dem Wind und dem guten Echo des Berges, über die Stadt, unter ihr ,ausbreiten würden und so sprach sie:

Kinder der Wüste
Kinder der Mara
Komment und lasst uns beten
Komment alle und seht was uns ausmacht
Seid einig und vereinigt euch
Zu einem Großen.
Von der heutigen 14 Stunde bis
Zum letzten Tag der Woche zur 19 Stunde
Wollen wir eine Kette bilden
Bestehend aus Gebeten und Wünschen
Auf das die Mara uns erhört
Ich erwarte euch mit liebe
Jeden einzelnen ob klein oder groß
Denn wir sind EINS
Amali Rana

Beitrag von Amali Rana »

Ineinander verschlungene, sich helfende Hände zierten ihre Kugel neben ihren Initialen.
Um diese fanden sich menekanische Zeichen ein:

Schenke uns Kraft, Mut und Zusammenhalt.

und auch die Sonne, die auf allen Stirnbereichen der Menekaner nach und nach ihren
Weg fanden, spiegelt sich auf der Kugel wieder.

Es war eine schöne geste, wie sie fand.

Und auch das Gebet wurde von ihr mit vier weiteren Zeilen vervollständigt.

Wir sind ein Volk
Einig unter der Sonne der Mara
Die uns das Leben gegeben
Sie hält ihre mütterliche Hand über uns
Zeigt uns den rechten Weg
Auch wenn wir ihn einmal verlassen haben
Gibt uns Mut und Kraft
Liebe und Einigkeit
Gab uns einen Führer
In Form unseres geliebten Emirs

Amalis Handschrift folgt weit darunter:

Schenke uns allen die Möglichkeit unseren Weg wieder vereint zu gehen
wir sind deine Gläubigen, du unsere Göttin
Wir sind eins – wir stehen füreinander ein
lass uns ein Teil von einem Stück des ganzen werden das Veränderungen bringt

Im Anschluss zog sie sich zurück in ein Gebet.
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Delilah Janaan
Beiträge: 58
Registriert: Donnerstag 6. November 2014, 21:49

Beitrag von Delilah Janaan »

"Unglück und Zerstörung sind nicht immer das Ende.
Wenn das Gras verbrannt, die Mauern zerstört und die Herzen gebrochen sind,
wird die Hoffnung es wieder spriessen lassen, Stein für Stein neu aufbauen und sanften Trost spenden.
Gemeinsam stehen und hoffen wir für einen Neuanfang, Hand in Hand, Seite an Seite.
Wir, Deine Kinder!"


Ihre Kugel, neben der Amali's liegend und auf weitere Gefährten wartend, wird geziert von einem Funkenregen, der sich zu einer züngelnden Flamme vereint. Eingebettet in die Funken finden sich die Zeilen: Schenke jedem Sohn und jeder Tochter unseres Volkes einen Funken Zuversicht.

Noch ein ganze Weile wird sie im Anschluss auf ihrem Kissen verweilen, die Augen geschlossen und mit dem Geist tief versunken in ein Gebet.
Zuletzt geändert von Delilah Janaan am Freitag 12. Dezember 2014, 15:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Tooru Weidenhang
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Beitrag von Tooru Weidenhang »

Nach einem langen Tag des aufräumens mache sie sich wie jeden Tag auf in den Tempel. Ungewohnt das es diesmal am Abend und nicht früh am morgen war. Schnell entdeckte sie die bereitgelegten Utensilien und lächelte sanft unter ihrem Schleier.

Es machte ihr Mühe die Kugel zu verzieren wo sie nur mit links zeichnen konnte und der Gegendruck der rechten Hand mit welcher sie die Kugel hielt nur sehr gering war. Sehr fein zeichnete sich bald ihr Zeichen auf der Kugel ab. Es war ein T dessen rechtes Ende in einem leicht gebogenen Skorpidschwanz endete. Der Rest der Kugel war ob ihrer momentanen Unfähigkeit richtig zu Zeichnen eher wie ein kindliches Bild gehalten. Es waren minimalistisch gezeichnete Menschen und Tiere - wohl Lamas - und sie alle trugen ein einfaches lächeln auf den Lippen, über ihnen die Sonne Menekurs.

Sie vermied Kopftücher oder Turbane oder sonstige explizite Erkennungsmerkmale eines Menekaners an die Figuren zu zeichnen. Ihre Wünsche für Menekur, und ob der neutralität der gezeichneten Figuren wohl auch für den ganzen Kontinent der dahinter im Norden lag, war wohl Zufriedenheit und das Wohl aller Lebewesen, egal ob Mensch oder Tier. In ihren noch schlecht ausgeführten menekanischen Lettern stand ebenso darunter: "Friede und Gesundheit"

Als sie die Kugel betrachtete war es ihr schon ein wenig peinlich, aber in anbetracht dessen das dies war was sie fühlte und ob ihrer Verletzung ohnehin nichts besseres zu stande kriegen würde belies sie es so.

Dem Buch widmete sie sich eben und ergänzte hier folgende Zeilen:
Denn der Glaube an dich ist was uns Stärke verleiht,
der Glaube an dich ist auch welcher uns an uns selbst glauben lässt,
das vereinte Menekur überstrahlt alles dunkel dieser Welt denn wir sind eins,
unsere Herzen voll Tatendrang, Zuversicht und Liebe für dein Werk.
Zum Schluss zeichnet sie sich noch jene Sonne auf die Stirn wie es am Altar gezeigt ist.

"Mein Leben und meine Liebe für Menekur - Abeer Eluive.' waren ihre leisen vernehmbaren Worte.
Eine tiefe Verneigung vor dem Abbild der Mara ehe sie den Tempel wieder verlässt und sich weiter an die Arbeit macht die Straßen Menekurs zu reinigen.
Zuletzt geändert von Tooru Weidenhang am Freitag 12. Dezember 2014, 19:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Jala Taj
Beiträge: 64
Registriert: Sonntag 7. September 2014, 16:45

Beitrag von Jala Taj »

Als Jala ihre Perle zu den anderen legt, glimmt diese in feurigem Rot und strahlt ein wenig mehr Wärme ab. Die Zauberin hatte sich entschieden einen schwachen Zauber hineinzuweben und einen Teil ihrer Konzentration darauf zu verwenden, ihn aufrecht zu erhalten. So würde sie das Kleinod als ewige Flamme auch später gemahnen und erinnern und jeden, der sie sieht - denn jede Magie vergeht, wenn sie keinen mehr hat, der sie speist. Geritzt hatte sie die Perle mit einem achtstrahligen Stern, einem Zeichen dem sie wohl große Bedeutung beimaß.

In stillem Andenken an schwerere Tage schrieb sie:
Kein Volk der Welt
Hat Schmerz verdient.
In deinem Licht
Erkennen wir.
Gast

Beitrag von Gast »

Die Prehaatim erklärte was sie sich ausgedacht hatte und ein warmes Gefühl breitet sich in ihrem Herzen aus. Das Klang gut. Das konnte die Mara neda unbeindruckt lassen.

Delilah malte mir die Sonne zwischen den Augenbrauen mittig über dem Nasenrücken auf die Stirn. Es gefiel mir!

[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/562ac4-1418422565.png[/img]



Später dann als ich zur Ablösung kam nahm ich meine Tonkugel in die Hand. Grübelnd sahs ich da. Was für ein Bild, welche Worte konnte meine Hoffungen, meine Wünsche nur wiederspiegeln?

Ich konnte mich einfach nicht auf die Kugel konzentieren. Das Gefühl der Mara nahe sein zu wollen und die Bilder der letzten Tage waren so present, das ich irgendwann aufgab und mit dem Buch auf den Beinen zu beten begann immer wieder formten meine lippen die Worte

Wir sind ein Volk
Einig unter der Sonne der Mara
Die uns das Leben gegeben
Sie hält ihre mütterliche Hand über uns
Zeigt uns den rechten Weg
Auch wenn wir ihn einmal verlassen haben
Gibt uns Mut und Kraft
Liebe und Einigkeit
Gab uns einen Führer
In Form unseres geliebten Emirs
Schenke uns allen die Möglichkeit unseren Weg wieder vereint zu gehen
wir sind deine Gläubigen, du unsere Göttin
Wir sind eins – wir stehen füreinander ein
lass uns ein Teil von einem Stück des ganzen werden das Veränderungen bringt
Unglück und Zerstörung sind nicht immer das Ende.
Wenn das Gras verbrannt, die Mauern zerstört und die Herzen gebrochen sind,
wird die Hoffnung es wieder spriessen lassen, Stein für Stein neu aufbauen und sanften Trost spenden.
Gemeinsam stehen und hoffen wir für einen Neuanfang, Hand in Hand, Seite an Seite.
Wir, Deine Kinder!
Denn der Glaube an dich ist was uns Stärke verleiht,
der Glaube an dich ist auch welcher uns an uns selbst glauben lässt,
das vereinte Menekur überstrahlt alles dunkel dieser Welt denn wir sind eins,
unsere Herzen voll Tatendrang, Zuversicht und Liebe für dein Werk.
Es liegt nun an uns alles das wieder zu finden was uns zusammen hält.
Die Liebe zu Dir in unseren herzen.
Unsere gemeinsame Geschichte die uns lehrte das durchhalten sich lohnt.
Und die vielen durch liebe geschaffen Verbidungen zwischen unsern Häusern.
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 12. Dezember 2014, 23:44, insgesamt 4-mal geändert.
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Thahida Atiika Yazir
Beiträge: 874
Registriert: Mittwoch 21. Mai 2014, 16:36

Beitrag von Thahida Atiika Yazir »

Ich hob meinen Blick in den Himmel, einmal durchatmen, einmal für einen Moment den Schmerz zu vergessen die durch meine Finger strömten, ich schloss meine Augen, atmete nochmals tief durch und mein Blick sank sich wieder, ich war bei den Aufräumarbeiten bis hoch zum Tempel gegangen, dort stand ich vor diesem Ehrwürdigen Tempel. Ich war bisher nur dort wenn eine Hochzeit war und doch war ich eingeschüchtert von diesem Gebäude, viel hörte ich schon davon doch selber nutzte ich ihn nie für mich selber, vielleicht war es mal an der Zeit dieses zu ändern und so wusch ich meine Füße und tritt in die Heiligen Hallen.

Er war leer ich war ganz allein und diese Stille, es war warm und fühlte sich so gut an, ich fühlte mich geborgen, sicher, es war einfach nur schön hier zu sein und langsam ging ich weiter bis nach vorn. Callista sprach immer so voller Güte und ich mochte ihre Art, sie war warmherzig und hatte immer einen Rat wenn man sie etwas fragte.

Langsam ging ich weiter und erblickte die dunkle Hannafarbe, weiter wanderte mein Blick zu den Tonkugeln und als ich weiter nach rechts schaute sah ich die schon bemalten Kugeln welche aufgezogen wurden. Ich legte meinen Kopf weiter nach Recht und entdeckte das Buch, vorsichtig blätterte ich es durch und ich spürte wie ein warmes Lächeln sich auf meinen Lippen bildete.

Ich gehörte nicht zu den Menekanern welche den Glauben so verinnerlichte aber ich gehörte zu denen welche glaubten das unsere Mara immer schützend über uns Wacht, egal in welcher Lage wir sind.
Als ich verstanden hatte was dort gemacht wurde, wollte ich mich ebenso beteiligen, ich legte die Tonkugel in meine Hand und malte mit der dunklen Hannafarbe einen großen Stern drum herum viele kleine Sterne und fädelte die Kugel langsam ein.

Dann malte ich mir so gut es ging eine Sonne auf die Stirn.

Nach einiger Zeit überlegte ich welche Worte ich schreiben könnte um das zu beschreiben was in mir vorging, gerade in diesem Moment.


Du bist immer da wenn wir die Schwerter gegen einen Feind heben müssen,
Du bist der große Stern der über uns kleinen Wacht,
Du bist das Licht das uns alle noch heller strahlen lässt.
Du schenkst und Kraft wenn unsere uns ausgeht.
Zuletzt geändert von Thahida Atiika Yazir am Freitag 12. Dezember 2014, 22:39, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Mein Kopf schreckte in die Höhe und ich blinzelte. Das Buch vor mir auf dem Tisch hatte einen seltsamen Abdruck in meinen Zügen hinterlassen und die wischende Hand, die sich über mein Gesicht zog, machte es leider nicht besser. Es war schrecklich, ich konnte kaum schlafen und auch schmeckte keine Nahrung, die ich mir hinein zwang, damit mir nicht schwarz vor Augen wurde. Es war nun das gefühlt hundertste Buch, welches ich durchstöberte. Natürlich stand nirgends etwas von Geschichten über eine Person, die über 40 Jahre älter wurde, in so kurzer Zeit. Es stand nirgends ein Heilmittel und auch nicht irgendwas, was dem eventuell ähneln könnte. Die Zeit drückte mir die Kniekehlen und ließ mich fallen, obwohl ich noch fest auf beiden Füßen stand. Ich warf das Buch in die Ecke der Bücherei des Palastes, zu den anderen Zwanzig und verließ diese Räumlichkeiten, die mich nur nach mehr in den Wahnsinn trieben.

Ich war lange nicht mehr wirklich entspannt, ich war gereizt, verletzt, körperlich, seelisch. Ich wollte schreien und jeden anmeckern für Dinge, die einfach nicht nötig gewesen wären. Ich war übermüdet und fühlte mich betrogen. Ich wollte eigentlich nur schlafen und für eine ganze Weile nicht mehr aufstehen. Doch ich ging hinaus, setzte mein Lächeln auf, welches weitaus schwächer war als gewöhnlich und zog in Richtung Tempel empor. Es war mitten der Nacht und keiner war zu sehen, der beste Moment um sich in ein Gebet zu vertiefen. Auch wenn ich zürnte und mich vor Müdigkeit benahm wie ein hysterisches Kind, brachten die Hallen Eluives wieder Ruhe in meinen Leib.

So ging ich vor dem Altar auf die Knie, legte meine Handflächen auf den kalten Steinboden und senkte meine Stirn ab. Auch wenn ich mit dieser die Fliesen nicht ganz berührte, merkte ich wie es kalt wurde. Lange Zeit war es einfach nur still und ich verharrte und dann, dann liefen die Tränen über meine Nasenspitze hinab zum Boden. Tropfende Laute drangen an mein Ohr und ich presste die Augen zusammen. So intensiv, dass ich kaum noch etwas sehen konnte, geschweigedenn fühlen. Ich betete die Mutter an, ich betete das sie mir die Liebe meines Seins nicht nehmen solle, ich betete für mein Volk, mein ach so geliebtes Volk, ich betete für meinen Emir. Dabei fiel mir jeder Atemzug so schwer, weil ich mir vor kam als wäre jedes Wort bereits zu spät...
  • [img]http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/darksadnessbyxrlkypzobu.jpg[/img]

Stell dir vor, es gibt den Himmel nicht,
Es ist ganz einfach, wenn du's nur versuchst.
Keine Hölle unter uns, über uns nur das Firmament.

Stell dir all die Menekaner vor, Leben nur für den Tag.

Stell dir vor, es gäbe keine Länder, das ist nicht so schwer.
Nichts, wofür es sich zu töten oder sterben lohnte
Und auch keine Religion.

Stell dir vor, all die Leute lebten ihr Leben in Frieden.

Du wirst vielleicht sagen, ich sei ein Träumer, aber ich bin nicht der einzige!
Und ich hoffe, eines Tages wirst auch du einer von uns sein,
und die ganze Welt wird eins sein.

Stell dir vor, es gäbe keinen Besitz mehr.
Keinen Grund für Habgier oder Hunger,
Ein Leben in Brüderlichkeit.

Stell dir vor, all die Menekaner, sie teilten sich die Welt, einfach so!

Du wirst vielleicht sagen, ich sei ein Träumer, aber ich bin nicht der einzige!
Und ich hoffe, eines Tages wirst auch du einer von uns sein,
und die ganze Welt wird eins sein.
Zuletzt geändert von Gast am Samstag 13. Dezember 2014, 02:05, insgesamt 3-mal geändert.
Jussuf

Beitrag von Jussuf »

Jussuf hatte in seinen Glaubenspflege sein Leben lang vernachlässigt. Es war nicht so, dass er nicht glaubte. Eluive ist gegenwärtig, das war zweifelsfrei.

Aber seit den letzten Ereignissen sah er die Notwendigkeit, dass er auch Maras Nähe suchte.

Deshalb ging er in der letzten Zeit oft zum Tempel, übte das Beten. Aber selber Gebetszeilen erfinden, traute er sich nicht zu, sodass er eine Perle nahm und um sie herum einen Gürtel zeichnete, bevor er sie zu den anderen gab.

Abschließend malte der das Symbol der Zugehörigkeit auf seine Stirn, drehte sich nach vorne und schaute die Statue an.

"Mara, du kennst uns. Wir streiten uns immer. Und genauso immer halten wir zusammen, wenn große Ereignisse passieren."

Dann breitete er seine Arme aus.

"Aber so sind wir, so hast du uns erschaffen!"

Er ließ seine Arme sinken, drehte sich um und verließ den Tempel.
Gast

Beitrag von Gast »

Aida ging in den Tempel jeden Tag. Aber in den letzten Tagen hatte sich etwas an ihr verändert. Das immer leichte Lächeln der Zufriedenheit war verschwunden.
Sie ging um das Gefäß mit den unbemalten Perlen herum, griff hinein und zog ihre Hand wieder heraus, so dass die mitreisenden Perlen wieder sicher in die Schale fielen. Dann nimmt sie eine Perle heraus und wiegt sie in der Hand. Dann schaut sie auf Jalas Perle, die Wärme ausstrahlt. Sie drehte sich um, schaute nach vorne und spricht leise.

"Ich bin nicht fähig, Wärme in diese Kugel zu zeichnen."

Sie öffnete ihre Hand und ließ die Kugel herunterfallen. Die Kugel rollte nach vorne, bis sie von den Stufen gestoppt wurde.

"Auch darin bin ich unfähig."

Sie drehte sich wieder zurück, und bemalte ihre Stirn nach Muster mit der Hennafarbe.

Dann schaute sie in das Buch und ergänzte vier Zeilen:


Mit unseren Bemühungen, unsere Stärken über unsere Schwächen zu stellen
Mit unseren Bestrebungen, eine Kette der Einheit zu bilden.
Mit unserer Hoffnung, dass wir unsere Fehler rechtzeitig erkennen.
Haben wir das Ziel, dass Mara stolz ist auf uns.


Dann verließ sie den Tempel.
Gast

Beitrag von Gast »

Langsam...einen Schritt vor den anderen setzend, ab und an zieht der Schmerz der Wunde welche noch am verheilen ist, das Bein empor. Der Blick wandert über die Sanddünen, eine sanfte Windbrise schleicht in weichen Bewegungen über den Sand dieser wiederum umspielt die nackten Füße welche dort verweilen. Die Mundwinkel heben sich zu einem warmen Lächeln empor während sie all das was dort steht, lebt, wächst, gedeiht, passiert, kommt und vergeht...betrachtet.

Das Leben....es ist ein nehmen und geben, das eine kann nicht ohne das andere existieren alles hat seine Gegensätze und würden jene nicht vorhanden sein so würde das Leben aus einer endlos werdenden Schleife bestehen...wahrscheinlich würde es das Leben nicht einmal geben...denn gehört zu jenem nicht auch der Tod?

Hass gegen die Liebe
Trauer gegen die Freude
Alter gegen Jugend
Böse gegen Gut
Feind gegen Freund
Dummheit gegen Klugheit....


War es Dummheit die uns beflügelte, war es der Hass der uns lenkte...war es Alatar selbst der versuchte unseren Hass zu schüren in dem er Frevelhafte Gestalten unsere Kinder der Wüste berührte? Nicht Haut an Haut sondern mit den Sinnen, der Seele....

Angst gegen Mut...

Ist es der Mut der uns nun wieder zusammen rafft?

Pessimismus gegen Optimismus...

Ist es der Optimismus der uns hoffen lässt das die Göttin selbst vielleicht erbarmen hat mit dem Volk und dem Emir?

Tod gegen Leben....

Sollte es tatsächlich ihr Wunsch sein Leben zu nehmen wo sie doch eigentlich sonst immer schenkt? Natürlich gehört das Leben zu dem Tod...doch war sie so verschlagen?

Unwissenheit gegen Wissen...

Man muss nicht immer verstehen was sie tun....folgen muss man, vertrauen....

Misstrauen gegen Vertrauen...

Vertrauen auf etwas was man in seinem Herzen trägt schon seit der Geburt, zweifeln darf man nicht, akzeptieren muss man es, denn es ist ihr Wille!


Noch einige Momente verweilte sie an Ort und Stelle, die Augenlider niederschlagend, ein tiefes Einatmen folgt während sie die Drehung in Richtung Tempel vollzieht. Als jene Wimpern sich wieder empor schlagen schreitet sie langsam die Treppenstufen hinauf, wieder setzt sie einen Fuß vor den anderen.
Sie lässt sich wieder auf das Kissen nieder, die Schienbeine voran sich mit den Fußballen abstützend. Die Hände greifen wieder zu der Glaskugel und sie beginnt ihre Zeichnung zu vollenden.

Vergangenheit gegen Zukunft....

Manchmal darf man nicht zurückblicken auf all die Fehler die begannen wurden, manchmal ist es Wichtig in die Zukunft zu blicken....
Doch wenn die Zukunft mit dem Tod eines all geliebten Menschen beginnt....fragt sich.....




Ruhe gegen Sturm...


ob dies erst der Anfang war....die sogenannte Ruhe...vor dem Sturm?



Unsere Bestimmung ist, die Gegensätze richtig zu erkennen,
erstens nämlich als Gegensätze,
dann aber als Pole einer Einheit.
(Hermann Hesse)
Gast

Beitrag von Gast »

Als sie den Tempel betrat sah sie sofort, dass sich etwas verändert hatte. Langsam ging sie nach vorne und betrachtete die Utensilien. Sie begann damit, sich das Zeichen auf die Stirn zu malen ehe sie zu den perlen griff. Langsam formten sich auf ihrer Perle klein aber doch erkennbar alle Familienwappen, dennoch erkannte man, das ein Platz leer war, dort wurde ein einfacher Kreis gemalt wo vielleicht einmal das Wappen hinein sollte. Sie wusste nicht welchen Wappen die Masari hatten und so beschloss sie einfach an zu deuten das es noch eine weitere Familie gab die dazu gehörte auch wenn sie nicht wusste wie das Wappen einst aussah, so wusste sie doch, das Callista alle vereint gesehen hatte in ihren Visionen. Sie ließ die Perle dann zu den anderen gleiten.

Anschließend betrachtete sie das Buch, dabei wurde eine Hand auf ihren Bauch gelegt und sie lächelte leicht als sie dann ihre Zeilen niederschrieb.

Du gibst das Leben, du nimmst es auch.
Du webst die Fäden die uns alle miteinander verbinden.
Nun werden wir die Fäden selbst verstärken um eine Einheit zu sein.
Damit du stolz auf uns bist.

Gast

Beitrag von Gast »

Die Hände gleiten zusammen, sich aneinander legend. Die Augen schließen sich, ein tiefes Einatmen folgt ehe die Lippen sich lautlos zu Bewegen beginnen.


Heilige Mara, Mutter der Schöpfung,
Vorbild der Vergebung,
Licht der gar unendlichen Liebe.
Schenke uns die Kraft in jenen schweren Zeiten
den Richtigen Weg zu wählen.
Schenke uns die Kraft einander zu stützen,
zu halten und über Fehler hinweg zu sehen.
Schenke uns den Weitblick welchen wir
benötigen um eben jenes Ziel nicht
aus den Augen zu verlieren.
Gib mir die Kraft mich zu öffnen und
wieder frei zu sein von den Fesseln welche
meinen Geist zu halten scheinen.
Auf das ich nicht im Weg stehe.

Heilige Mara, führe das Volk zueinander,
so das sie ihre Wurzeln wieder von neuem
anerkennen und zu lieben lernen.
Rette unseren geliebten Emir, er ist das
Sinnbild unseres Volkes und seine Liebe
zu der Yazir Tochter noch so frisch.
Nehme ihnen nicht was sie so sehr
benötigen in solch schweren Stunden.
Einander....
Nur wenn wir gemeinsam sind,
nur wenn wir gemeinsam laufen,
nur wenn wir gemeinsam Freud,
als auch Leid teilen, einander halten,
uns greifen und nicht gegeneinander stehen,
dann sind wir eine Einheit.

Abeer Eluiv



In einer weichen, gleichmäßig sanften Bewegung erhebt sie sich, wendet sich und schreitet aus dem Tempel hinaus. Noch einige Momente verweilt der Blick auf der Stadt, ein seichtes Lächeln erhellt die Züge ehe sie ihren Weg fortsetzen wird.
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