Mit einem leisen Seufzen, wurde der beim Aufsitzen spürbare Schmerz im Rücken quittiert.
Völlig schweißgebadet und immernoch nicht wieder ganz Herr seines eigenen Atems, bemühte er sich dem Bild vor seinen Augen einen Sinn zu verleihen..
Nur langsam klärte sich der Blick, und irgendwann begann es ihm auch zu dämmern wo er war.
Ein großer Tisch.. vor ihm Bücher, ein gar unendlicher Berg an Papieren.. Hier und dort ein Eselsohr..
Besonders mitgenommen hatte es das kleine Papierschiffchen, auf dem er scheinbar seine Nachtruhe verbracht hatte.
Es war wirklich kein Ersatz für ein Kissen gewesen, vor allem aber spiegelte der Zustand des kleinen Spielobjektes wieder, wie er sich fühlte.
Völlig zerknittert, nur noch ein kläglicher Schatten von dem was es einmal gewesen war.
Mit einem weiteren äußerst tiefen Atemzug, geschlossenen Lidern, bemühte er sich noch einmal darum, zumindest wieder über die eigenen Atemzüge die Kontrolle zurück zu erlangen.
Frische Luft.
Gewiss würde das helfen den vergangenen Traum abzuschütteln.
So rasch wie möglich, dennoch nicht hektisch und vor allem leise, lies er die Hallen der dunklen Burg hinter sich. Kaum den kleinen Gebirgspass verlassen, hinter einer Brücke verweilte er erneut für einen tiefen Atemzug. Die klare kühle Luft war etwas wunderbares, der Blick der braunen Augen ruhte auf dem eingefrorenen Boden vor sich und mit einem Male gab er dem Gefühl nach, die Verschnürrung der Stiefel zu lösen um aus diesen zu schlüpfen und sie mit den Händen wieder aufzunehmen.
Unweigerlich huschte ein warmes Lächeln über seine Lippen, kaum das er den gefrorenen Boden unter den Füßen spürte.
Der Traum hatte nur noch Nebelschwaden, kleine Schatten hinterlassen,... die sich bisher recht hartnäckig hielten.
Eine geraume Weile war er durch die Eislandschaft geschlendert, bis er vor einer kleinen Hecke verweilte.
Zunächst war ihm gar nicht klar, was hier seine Aufmerksamkeit erregt hatte, bis ihm die kleine Knospe auffiel.
Recht unscheinbar und voller kleiner Eiskristalle, sah es so aus, als sei die kleine Blüte vom plötzlichen Schnee überrascht worden.
Ihr Vorhaben einmal eine große, hübsche, voll ausgereifte Blüte zu werden, war mit einem Schlag aufgehalten worden..
Mit den Fingerspitzen zeichnete er die kleinen eisigen Knospenblätter nach....
Und so konnte der eine oder andere in den frühen Morgenstunden eine Gestalt ausmachen:
Die Kleidung so dunkel wie die Nacht selbst.. In der Rechten ein paar Stiefel, in der Linken eine ungewöhnliche kleine Blüte.
Jemand, der wohl den herannahenden Tag ganz besonders willkommen hieß.
[Event] Der Ruf in der Dunkelheit
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Gast
Irgendwie scheint unser Adeptus Althan eine andere Taktik seit Tagen mit Magister Githago zu fahren. Er wird ermuntert zu Kampfsport, Waldlauf am frühen Morgen und abendliches Trinken von Met. Ziel scheint es anscheinend zu sein ihn fertig bzw müde zu machen, so dass er von wichtigen Dingen im Orden abgelenkt oder nur erschöpft jenes registriert.
Jeden Abend, bis auf den gestrigen, wird er sicher stellen dass er müde ins Bett fällt, auch dabei etwas nachhelfend durch die Manipulation des Geistes.
Training, Training und nochmals Training...
Ja, der Adeptus scheint unerbitterlich was jenes betrifft und sei es nur deswegen, um den Magister ständig daran zu erinnern, dass er seine alte Form bald wiedererlangen muss...
Sein Besuch im Konzil des Phönix und das Gespräch mit jener Frau die er als Nyome kennt war interessant, er wartete nun auf ihre Antwort...
Wie er schon vermutet hatte, auch Lilian von Nebelpass war sicher verwahrt und würde bestätigen, dass auch sie sich seltsam verhielt.
Jeden Abend, bis auf den gestrigen, wird er sicher stellen dass er müde ins Bett fällt, auch dabei etwas nachhelfend durch die Manipulation des Geistes.
Training, Training und nochmals Training...
Ja, der Adeptus scheint unerbitterlich was jenes betrifft und sei es nur deswegen, um den Magister ständig daran zu erinnern, dass er seine alte Form bald wiedererlangen muss...
Sein Besuch im Konzil des Phönix und das Gespräch mit jener Frau die er als Nyome kennt war interessant, er wartete nun auf ihre Antwort...
Wie er schon vermutet hatte, auch Lilian von Nebelpass war sicher verwahrt und würde bestätigen, dass auch sie sich seltsam verhielt.
Zuletzt geändert von Gast am Dienstag 7. Januar 2014, 09:33, insgesamt 3-mal geändert.
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Der Erzähler
Tiefweiße Nachtgewächse, so wild und unterkühlt
Von einem Irrlicht angelockt und ans Ufer gespült
Hektisch tasten deine Hände, nach dem was du begehrst
und deine Sinne warten fiebernd auf das Glück das du erfährst
Die Nacht wird dir zu diensten sein. Sieh wie sie dich grüssen
Die Unendlichkeit, sie liegt vor dir und die Welt zu deinen Füßen
(Lyriks Megaherz)
Eine innere Schwere presste ihn in die weichen Laken seiner Ruhestätte. Betäubend breitete sie sich in seinem Körper aus, als wären seine Knochen aus Blei gegossen worden. Leise, unverständliche Worte flüsterten wie eine unharmonische Symphonie und ließen die Last der Müdigkeit wie einen Nachtalp auf seiner Brust ruhen, der ihm den Atmen aus den Lungen saugte.
Das Wissen nicht mehr alleine in dieser Hülle aus Fleisch und Knochen zu wohnen, beschlich ihn, wie schon so oft in den letzten Tagen und biss sich schmerzhaft an ihm fest. Ein Zittern erfasste den fiebernden Leib, der erneut in einem Moment aufkeimender Panik, versuchte den Eindringling wie ein faulendes Organ abzustoßen.
Grüne Haarsträhnen verklebten an Stirn und Schläfen, als sich zwei weitere, unverständliche Stimmen in seinen Kopf schlichen und das Flüstern zu einem chaotischen Gesang erhoben. Gedankenfetzen und Bilder tauchten aus dem Nebel seines Bewusstseins auf, das ihm mehr und mehr zu entgleiten drohte, während eine aufsteigende Hitze in seinem Inneren zu einem alles verschlingenden Inferno heran reifte.
Aus den Tiefen seiner Seele erklang der Aufschrei seiner eigenen Sterblichkeit, ließ sie aufplatzen wie die Haut einer überreifen Frucht und die Zeit zerfiel in der Dunkelheit.
Ganz hinauf und noch viel weiter, durch das Dach dieser Welt
Die grossen Illusionen, du der glorreiche Held
Auf weißen Wogen durch die Nacht, so hoch wie noch nie
steigst du zu den Sternen auf, um zu leuchten wie sie
(Lyriks Megaherz)
Ein Wispern grub sich durch die tiefschwarze Stille die ihn umfangen hatte, umgarnte ihn mit dem vertrauten Klang der Sehnsucht, die schon so lange in ihm nistete. War dies nun das Ende?
Ein dumpfes Grollen erhob sich als Antwort, tief wie ein Donnerschlag, der ihn erbeben ließ. Die Stille zeriss wie ein seidenes Laken und die einsickernde Zeit trug den zweiten grollenden Schlag mit sich.
Hörst du es... kannst du es spüren...
Feiner Staub rieselte aus den Fugen der dunklen Steinwände und die gesamte Ordensburg durchfuhr ein anhaltendes Zittern, als der Meeresboden aufbrach. Sand und Korallensplitter wirbelten auf und verdunkelten das Wasser zu einer zähen Brühe. Gewaltige Blasen platzen unter der Brücke aus der Wasseroberfläche hervor, als sich Felsplatten knackend gegeneinander schoben und sich in die Höhe türmten. Versteckt in der Dunkelheit grub es sich aus dem Wasser hervor und schob sich dem Nachthimmel entgegen, um unter dem ohrenbetäubendem Krachen von splitterndem Gestein langsam Form anzunehmen.
Mein Herz schlägt...
Ein grünes Licht erglomm in der Dunkelheit und schenkte dem Ort wieder Stille.
[img]http://judithfegerl.net/wp/wp-content/uploads/2010/11/irrlicht-led-500x375.jpg[/img]
Von einem Irrlicht angelockt und ans Ufer gespült
Hektisch tasten deine Hände, nach dem was du begehrst
und deine Sinne warten fiebernd auf das Glück das du erfährst
Die Nacht wird dir zu diensten sein. Sieh wie sie dich grüssen
Die Unendlichkeit, sie liegt vor dir und die Welt zu deinen Füßen
(Lyriks Megaherz)
Eine innere Schwere presste ihn in die weichen Laken seiner Ruhestätte. Betäubend breitete sie sich in seinem Körper aus, als wären seine Knochen aus Blei gegossen worden. Leise, unverständliche Worte flüsterten wie eine unharmonische Symphonie und ließen die Last der Müdigkeit wie einen Nachtalp auf seiner Brust ruhen, der ihm den Atmen aus den Lungen saugte.
Das Wissen nicht mehr alleine in dieser Hülle aus Fleisch und Knochen zu wohnen, beschlich ihn, wie schon so oft in den letzten Tagen und biss sich schmerzhaft an ihm fest. Ein Zittern erfasste den fiebernden Leib, der erneut in einem Moment aufkeimender Panik, versuchte den Eindringling wie ein faulendes Organ abzustoßen.
Grüne Haarsträhnen verklebten an Stirn und Schläfen, als sich zwei weitere, unverständliche Stimmen in seinen Kopf schlichen und das Flüstern zu einem chaotischen Gesang erhoben. Gedankenfetzen und Bilder tauchten aus dem Nebel seines Bewusstseins auf, das ihm mehr und mehr zu entgleiten drohte, während eine aufsteigende Hitze in seinem Inneren zu einem alles verschlingenden Inferno heran reifte.
Aus den Tiefen seiner Seele erklang der Aufschrei seiner eigenen Sterblichkeit, ließ sie aufplatzen wie die Haut einer überreifen Frucht und die Zeit zerfiel in der Dunkelheit.
Ganz hinauf und noch viel weiter, durch das Dach dieser Welt
Die grossen Illusionen, du der glorreiche Held
Auf weißen Wogen durch die Nacht, so hoch wie noch nie
steigst du zu den Sternen auf, um zu leuchten wie sie
(Lyriks Megaherz)
Ein Wispern grub sich durch die tiefschwarze Stille die ihn umfangen hatte, umgarnte ihn mit dem vertrauten Klang der Sehnsucht, die schon so lange in ihm nistete. War dies nun das Ende?
Ein dumpfes Grollen erhob sich als Antwort, tief wie ein Donnerschlag, der ihn erbeben ließ. Die Stille zeriss wie ein seidenes Laken und die einsickernde Zeit trug den zweiten grollenden Schlag mit sich.
Hörst du es... kannst du es spüren...
Feiner Staub rieselte aus den Fugen der dunklen Steinwände und die gesamte Ordensburg durchfuhr ein anhaltendes Zittern, als der Meeresboden aufbrach. Sand und Korallensplitter wirbelten auf und verdunkelten das Wasser zu einer zähen Brühe. Gewaltige Blasen platzen unter der Brücke aus der Wasseroberfläche hervor, als sich Felsplatten knackend gegeneinander schoben und sich in die Höhe türmten. Versteckt in der Dunkelheit grub es sich aus dem Wasser hervor und schob sich dem Nachthimmel entgegen, um unter dem ohrenbetäubendem Krachen von splitterndem Gestein langsam Form anzunehmen.
Mein Herz schlägt...
Ein grünes Licht erglomm in der Dunkelheit und schenkte dem Ort wieder Stille.
[img]http://judithfegerl.net/wp/wp-content/uploads/2010/11/irrlicht-led-500x375.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Freitag 12. Dezember 2014, 21:58, insgesamt 1-mal geändert.