Studien und ein Spaziergang im Hain

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Serendo Radil

Studien und ein Spaziergang im Hain

Beitrag von Serendo Radil »

Nach langer Zeit wanderte Serendo wieder durch den dichten und unberührten Wald Vernementons. Er genoss sichtlich die Ruhe und den Frieden, welches scheinbar in jenen Tagen kaum wo vorzufinden war. Der Wind streifte sanft durch das Gäst der Bäume. Fast schien es, als würde er Serendo auf seiner Wanderung begleiten und ihm zusammen mit den zwitschernden Vögel ein kleines Wanderlied bereiten.
Der Druide nutzte die Gunst der Stunde und lies los von den Geschehnissen der letzten Tage. So lauschte er den alten Bäumen und dem sanften Lied des Windes. Frei von quälenden Gedanken, dem Drang irgendwie Handeln zu müssen, streifte er umher. So vergaß er gänzlich die Zeit und sein Ziel, so er eins hatte.
Übermannt von der Herrlichkeit jenes Friedens, den Gesängen der Tiere und des Windes, wie der uralten Bäume, lies er sich, die Arme ausspreizend und dem Rücken vorran, fallen.
Der Blätter behangene Ast eines Baumes fing den Fall Serendos sanft auf und legte ihn ebendso so sanft zu Boden.
So blickte der mehr und mehr in Trance wirkende Druide genn Baumkronen und der Sonne. Welche nur Zackhaft durch das dichte Blattwerk schien. Nach eine Weile der Ruhe und dem lauschen des Windes und allen anderen Geräuschen schienen alle Wahrnehmungen und Geräusche zu einem Ganzen zu verschmelzen.
Was er sah, was er wahrnahm schien nun nicht mehr zum greifen nahe zu sein. Doch konnte er den Wind auf seiner Haut fühlen, die Vögel sehen und hören. So fern die Eindrücke schienen. So nahe waren sie auch. Das Lied Eluive's verband alles. Wohin er auch blickte. Was er auch fühlte. Immerwärend nahm er den sanften und perfekt klingenden Gesang "Mutters" war. Jener Augenblick der Hingabe war so vollkommen. Es schien als könnte Serendo jeder Wahrnehmung eine Strophe, einen bestimmten Abschnitt jenes Gesanges zuordnen.
Er lauschte und versuchte zu verstehen.
Der Druide bemerkte, dass sich ein Teil des Gesanges sich im Grunde stehts wiederholte. Ob er nun auf einen Vogel blickte oder auf einen Grashalm. Die Melodie des Lebens war überall.
Doch hörte er genauer hin. So teilte sich eben auch diese Melodie in vier weitere Teile. Nur gering schienen sich diese Teile, in jenem Augenblick des Friedens und der Ruhe, zu unterscheiden. Er verharrte auf jenem Teil des Liedes. Nach einer Weile des Lauschen und der Studie vermochte er Bodenständigkeit, Lodern, Gleichmässig-, wie Geradlinigkeit doch auch stetige Beständigkeit deuten. All diese Eigenschaften steckten in diesem Stück des Liedes. Das eine mehr das andere weniger.
Doch waren diese vier Wahrnehmungen nicht die einzigen Sinneseindrücke. Dieser Augenblick war nur zu ruhig und zu friedlich, als das sich der Gesang aufbrodelnd und unschmiegsam aufbäuchen tat.
Serendo lauschte und konzentrierte sich nur noch auf jenes Stück des Liedes.
Er verfiel dem anschmiegsamen, geradlinigen und gleichmässigen Teil. Dieser erschien ihm besonders vertraut.
Zunächst konnte er die Teile nicht genau zuordnen. Obwohl sie ihm alle sehr vertraut waren. Er schenkte dem Lied wohl lange nicht mehr so intensiv seine Aufmerksamkeit.
Ihm überkam der Drang nach der Quelle, jener anschmiegsamen Melodie, suchen zu müssen. Kam es ihm doch so vor als würde vom Westen her intensiver wirken.

Einige Zeit verging. Serendo kannte den Wald Vernementons sehr gut. Er achtete wenig darauf wo er sich gerade befand. Einzig und allein dem Lied schenkte er seine Aufmerksamkeit. Und jenem folgte er immerwärhend. Je weiter genn Westen er ging, desto intensiver wurde es. Bis er schließlich an dem Waldrand und der Uferböschung kam.
Dort stand er nun. Vor dem riesigen Wasserfall. JenerWasserfall der die Quelle, des sich spaltenden Flusses, formte. Welcher Vernementon wie ein sanfter Schleier umhüllte.
Serendo blickte dem Wasserfall empor. Sein drang nach dem Ursprung jenes anschmiegsamem und gleichmässig klingenden Stückes zu suchen, war nun sichtlich befriedet. Er hatte es gefunden. Und fing an zu begreifen, wo nach er überhaupt gesucht hatte.
Dieser Teil des alles formenden Liedes schien alle anderen Formen der Melodie, sanft zu umhüllen. Soch anzuschmiegen und in einen scheinbaren Schlaf zu wiegen. Das Lied war so rein und frei von anderen Einwirkungen wie nirgens wo anders. Serendo blickte nun unwillkürlich in sich hinein. Und eben jenes Stück begann sich nun mehr und mehr in Serendo zu emfalten.
Ruhe und grenzenlose Freiheit breitete sich in ihm aus. Jedem Punkt gleichermaßen an sich konnte er spüren. Und schien es als würde er für einen Augenblick anschmiegsam und verschmelzend mit dem stetigen Strom, des Wassers und des Liedes, fließen.
Sichtlich genoss er jenen Augenblick. Stunden vergingen auf denen er regungslos auf einem Stein am Ufer des Flusses verharrte und dem Wasser, wie dem Lied lauschte.

Stunden des Lauschens und der Studie.
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