Zelte am Waldrand

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Isdaniel Nifar

Zelte am Waldrand

Beitrag von Isdaniel Nifar »

In einer großen Runde um das kleine Feuer in der Mitte saßen die Elfen. Erst vor wenigen Stunden hatten sie sich hier am Waldrand niedergelassen, die neuen Zelte im Blick. Verwunderung und viele Worte hatte diese Nachricht unter den Edhil ausgelöst - nun waren sie gekommen um zu schauen wer sich dort niedergelassen habe. Doch ihre Gespräche am Lagerfeuer wurden unterbrochen als jene beiden Frauen zu ihnen stiessen denen diese Zelte zu gehören schienen. Es dauerte eine Weile bis Isdaniel eine der beiden erkannte. Lange hatte er sie nicht mehr gesehen - und doch war sie eine der Menschen die in seinem Gedaechtnis hängen geblieben waren.
Lange sprachen sie an diesen Feuer - tauschten ihre Meinungen aus - die Elfen berieten sich und schließlich kam man überein. Man würde einen Mond lang beobachten was die Menschen dort taten und dann erneut zusammentreffen und beraten. Die Elfen verschwanden daraufhin wieder im Wald.

Doch sobald einer Frauen den Wald betrat könnte ihr das Gefühl kommen das ihr ein paar Augen folgen. Doch wenn immer sie sich umdrehte war dort nur der Wald und die Tiere. An dem einen oder anderen Tag mag man jedoch auch Isdaniel dort am Waldrand antreffen. Nie direkt bei den Zelten, sondern immer einige Schritte im inneren des Waldes. Schweigend und wartend auf einen der Baumstämme sitzend. Als käme er gerade einen weiten Weg und würde dort nur kurz rasten.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Sie erkannte Isdaniel sofort, aber die anderen waren ihr fremd. Zuviel Vertrauen war ihr verloren gegangen und so lehnte sie eine ganze Weile lang nur an ihrem Mustang und beobachtete jene. Sie nahm das wort an sich und erklärte Isdaniel warum sie dort waren und sie lauschte fasziniert dem Singsang der Stimmen von den anderen Elfen. Auch eine Waldelfin konnte sie erkennen und leise schwang ihr Herz erfreut jene wunderbaren Geschöpfe noch einmal sehen zu können.

Offen und vollkommen ruhig trat sie an Isdaniel heran. Sie wusste Trotzigkeit war hier nicht angebracht. Sie versprach Isdaniel und den anderen, den Wald, der sie im Grunde beschuetzte zu schuetzen mitsamt allem Leben darin. Sie versprach dies auch für die anderen von den ihrigen. Sie wusste, würde eine jener ihr Wort brechen, würde man sie dort vertreiben und sie würde in tiefe Ungnade fallen, aber ihr Vertrauen auf die anderen von den Zelten war tief und unerschuetterlich.

Oftmals stand sie einfach mitten im Wald, sich bewusst seiend das sie beobachtet wurde und lauschte still der Natur. Ihr Blick war jedesmal ruhig in die Ferne gerichtet und sie liess das Leben des Waldes auf sich wirken.

Wald du meine liebste Heimat

Flüsterte sie leise in den Wind und beobachtete mit sanften Lächeln wie eine Rehmutter ihr Kitz ableckte und sauberwusch damit. Oftmals würde ein Elf sie auch dabei beobachten wie sie in der Nähe von kranken oder verwundeten Tieren schlief und jene mit so wenig Menschenhand wie nur möglich pflegte. Sah sie Jäger im Wald schoss sie aus einem Versteck heraus Warnschuesse von Pfeilen. Dabei jedoch immer achtend das sie kein Tier oder Baum damit traf. Meistens flohen die Jäger gleich, bei jenem Hagel von Pfeilen. Manchesmal musste sie aber auch hervortreten unerkannt durch eine Maske und eine andere Sprache sprechen.

Sie hatte ihr Wort Isdaniel gegenüber gegeben und sie würde es niemals brechen. In der Natur war es einfach. Beschuetzte man die Natur, so beschuetzte sie einen ebenfalls. Eine Hand wusch die andere und oftmals früher hatten die Wälder sie schon beschuetzt. Fand sie ein Tier dem sie nicht mehr helfen konnte, so erlöste sie es mit traurigem Blick von den Qualen, jedoch nahm sie sich niemals Fleisch davon, sondern begrub das Tier mit Mühe. Jagen ging sie wo anders, weit weg, auch Holz sammelte sie, wenn sie es mal tat, weit weg und auch dann nur so wie sie es gelernt hatte. Sie nahm sich nur tote Äste. Am Tage liefen die Pferde nahe bei den Zelten herum, weit genug vom Waldrand entfernt und doch nah genug um schnell bestiegen zu können. Auch die anderen folgtem dem Versprechen.
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Lamentinu Celebren
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Beitrag von Lamentinu Celebren »

Nachdenklich vor sich hin summend wanderte sie durch den Wald. Sie traute den Edain nicht so recht.. seit einer ihrer Spaziergänge sie nur wenige Schritte neben jenen Ort geführt hatte, an dem nun diese Zelte die Landschaft verunstalteten, und dieser im Rahaler Kerker endete, blickte sie jeden Adan mit äußerster Skepsis entgegen. Diese Bess, die sich Erinna nannte, hatte das goldene vom Himmel versprochen.. es klang in ihren Ohren zu sehr danach, den Edhil nach dem Mund zu reden. Sie würde ihre Augen und Ohren offen halten.. eine Chance räumte sie jdem Wesen ein, doch sollte sich ihre Skepsis bestätigen, so würde sie nicht zögern, eine Versammlung einzurufen und diese zu teilen..
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Die halbe Nacht war sie damit beschäftigt wiedereinmal zu packen. Wütend war sie und bitter enttäuscht. Sie waren mit Städterpack unter einem Hut gesteckt worden, mit hungrigen und wilden Panthern und Wölfen. Was brachte ein Versprechen wenn die andere Seite Wunder erwartete. Was brachte ein Versprechen wenn die andere Seite von vornherein eh nicht wollte. Hatten diese Elfen sie nur als Versuchszweck benutzt, nur um zu sehen wie Menschen reagierte? Nur um mal mit diesem Volk der MEnschen gesprochen zu haben und zu beweisen wie ach so weise die Elfen waren? Wie weit höher sie doch über den Menschen standen?

Von Vornherein hatten sie ihre Ziele offen dargelegt. Dieses Volk das erwartete das man ihnen zuhörte, tat es selber nicht. Phrasen Metaphern das war alles was sie wohl konnten. Wütend pfefferte sie ein Fell in eine Kiste. Sie wollte doch nur endlich Ruhe haben und Frieden und dieses Volk verwehrte es ihnen. Sie wollte doch nur zu der Stelle blicken können, wo Seymour verbrannt wurde, wenn der Nebel sich gegen Abend etwas lichtete und auch das wurde ihr nun verwehrt. Man hatte sie im Grunde das zweitemal ihres Sohnes beraubt.

Sie mussten schon wieder umziehen, man duldete sie nicht auf dem Land der Grafschaft, denn das war es. Das Elfenland ging nur bis zum Waldrand. Im Grunde hatten die Elfen gar nichts zu sagen hinter dem Waldrand richtung Meer. Eigendlich war es an dem Grafen gewesen zu erlauben oder zu verbieten. Dieses Volk, das so selbstherlich und arrogant war, ja das waren sie, das hatte sie gestern das erstemal so richtig gezeigt bekommen, nahm sich heraus über fremdes Land zu bestimmen. Auch wenn Eluive den Boden erschaffen haben soll, so hat Eluive auch die Menschen geschaffen und auch die Elfen, aber die wagten es sich sich höher zu stellen und auch noch über die Menschen zu bestimmen nur weil sie vielleicht 50 oder 100 Sommer älter waren.

Dieses Volk hatte ja auch geduldet das einst ein Rahaler Ahad nahe des Elfenwaldes zog. Wäre Liella gestern dabei gewesen, wäre das alles anders ausgegangen, da war sich Erinna sicher. Das Wort eine Hinrah, wenn auch ehemals, zählte scheinbar nichts mehr und sie schwor sich ein, jetzt da sie eh nicht mehr dort leben durfte, am Rande des Waldes, würde sie auch nicht mehr danach sehen ob Holzfäller und Jäger dort durch gingen. Sie war so enttäuscht, bitter enttäuscht, dass sie am liebsten einen anonymen Aushang machen würde ud schreiben würde das der Wald frei zur Rodung und Jagt wäre, nur um zu sehen ob die Elfen dann sie nicht wieder zurück holen würden. Es lebten drei Völker dort im Wald. Hochelfen, Waldelfen und Tiefländer und jene waren nicht im Stande den Wald frei zu halten, einfach weil sie im Wald lebten und erst dann etwas bemerkten wenn etwas auch im Wald geschah. Ihr Versprechen war eindeutig gewesen, wer aussen wohnt, konnte auch schon von aussen her verjagen, so das Jäger und Holzfäller gar nicht erst den Wald betreten konnten. Die ach so weisen und intelligenten Elfen sahen das nicht einmal. In Erinnas Augen waren sie in ihrer Achtung um viele Stufen gesunken.

Sie hatten sich ihr gestern als arrogant, selbstherlich, ungeduldig und agressiv gezeigt und das war nicht das was sie von den Elfen kannte. Sie wurden nur amüsiert belächelt, wie Kinder die sich um eine Figur stritten. Sie wurden mit Barbaren im Grunde gleichgesetzt. Diese eine Waldelfe hatte sie gefressen. Wer unser Lied Eluives nicht mag hat bei uns im Wald nichts verloren. Was bildete die sich eigendlich ein? Intollerant mit Voruteilen und Rassenhass bestückt wie sie waren. Ja Rassenhass war das im Grunde. Menschen die in Frieden mit den Elfen leben wollten, nur einzig nicht das Lied Eluives auf sich spüren wollten wurden vertrieben. Menschen die versuchten als Gruppe eine Gruppe aufzubauen, die von aussen her den Wald beschuetzen konnten wurden vertrieben, denn vertrieben worden waren sie wiedermal.

Wir dulden keinen weitren Clan

Oh Erinna wäre am liebsten aufgesprungen und hätte den Elfen jeweils mit der Faust ins Gesicht geschlagen um sie mal aufzuwecken aus ihrem Schlaf der Arroganz und Rassenfeindlichkeit. Statt dessen stand sie nur mit Tränen in den Augen auf und ging in ihr Zelt. Die halbe Nacht packte sie zusammen, Lyanna half ihr. Xinthra schlief schon und sie wollte sie nicht wecken. Sollen diese Elfen doch sehen wie sie ihren Wald beschuetzen konnten. Sie würden es eh erst merken wenn das Lied Eluives zu ihnen singen würde wenn ein Tier im sterben war oder ein Baum halb abgehackt und dann war es eh zu spät. Dummes Volk dachte sie bei sich. Dumm davon das sie sich in ihrem Wald versteckten und von der Welt nichts mehr mitbekamen. Bei Kriegen da waren sie schnell aus ihrem Loch gekrochen und sahen amüsiert lächelnd zu, nur um wieder einen kleinen der Vielfalt des Menschen gesehen zu haben von dem sie auf die gesamte Menschheit schlossen. Ein neuer Platz wurde nach stundenlanger Suche gefunden, vielleicht würden sie ja da endlich mal Ruhe haben.
Xinthra

Beitrag von Xinthra »

Ihr Schlaf war sehr unruhig gewesen in dieser Nacht. Diese komische Spiegelgeschichte wollte ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Wahrscheinlich war es aber auch die Wut darüber, wieder verjagt zu werden, oder auch beides. Jedenfalls wühlte dieser Abend sehr in ihrer Vergangenheit und sie sagte Dinge, die sie sonst vielleicht niemandem erzählt hätte. Als wäre sie in einem Traum, sprach sie von den Bildern, die sie sah. Da war wieder das brennende Haus ihrer Eltern. Sie hörte wieder die Schreie der beiden. Nach all der Zeit, endlich hatte sie es geschafft, diese Bilder aus ihren Träumen zu verbannen, kamen sie wieder hervor und waren noch deutlicher. Die Bilder wanderten weiter, und so kam sie auch wieder an die Stelle des Traums, in der man sie als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrennen wollte, die Flammen die nach ihr griffen, die Schmerzen.. sie wachte auf, schweißgebadet blickte sie sich im halb leeren Zelt um. Es mochte weit nach Mitternacht gewesen sein, Erinna lag schon neben ihr und schlief, so drehte Xinthra sich ihr zu und blickte sie an. Langsam verschwanden die Bilder wieder, ihr Herz beruhigte sich und sie schlief wieder ein.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Wut und hass machte sich breit in ihrem inneren.
" Wir dulden keinen weiteren clan an unserer Grenze " waren die worte, welche man nach fast vier Stunden gespräch mal eben so ganz beiläufig einwarf.

Ronya hatte sich mühe gegeben, sie besorgte Nachmittags noch eigens Möbel und baute das Zelt um.
Anschliessend lief sie zu einer nahen Quelle und holte frisches Wasser.
Als dann die Elfenprozession am waldrand erschien, wahrte sie die form und blieb höfflich.

Jetzt im nachhinein dachte Ronya erneut über den abend nach.
Jetzt erst bemerkte sie auch das diese Elfen von anfang an schon unfreundlich waren und es hinter einer lächelnden Maske versteckten.
Ronya zuckte zusammen als ihr der erste fehler unterlief und sie vergass sich und die anderen den elfen vorzustellen.
Isdaniel wies drauf hin und die gruppe stellte sich den Elfen vor.
Doch jetzt nachdem dasganze vorbei war, fiel ihr auf das die elfen selber sich nicht vorstellten.
Hätte sie ebenso drauf hinweisen sollen ?
Nein sie hielt es für besser den Mund zu halten.
Dann im laufe des abends gröhlte ein lautes " Hossa " über die Lichtung.
Verwundert schaute Ronya zu Erinna, denn sie kannte jenen Bass.
Was bei allen Göttern hatte Falk hier zu suchen ?
Auch das war schnell geklärt - die elfen hatten ihn zu diesem gespräch geladen.
Nicht das Ronya den Clan nicht mochte, sie Respektierte den Clan solange er sie respektierte.
Doch empfand sie es als eine erneute beleidigung das die elfen einen dritten zu einem treffen einluden und dies nicht mal vorab erwähnten.
Ihre Nachricht war doch wohl eindeutig gewesen.
Dann diese Zauberei.
Xinthra verfiel wie in eine art Starre und gab vor der ganzen Runde einige dinge von sich die vielleicht grade mal Erinna von ihr wusste und die sie wirklich nur den Menschen anvertraute die Ihr etwas bedeuteten.
Es musste Hexerei sein , auch wenn die elfen sich 100 mal dagegen wehrten es sei keine magie im spiel gewesen.
Den ganzen abend wurde sie ausser von Isdaniel von den anderen Elfen mehr oder weniger ignoriert.
Er war der vernünftigste von allen.
Er schien sie als einziger als Führerin der gemeinschaft anzuerkennen und er war durch und durch freundlich und erlich.
Doch seine begleiter ?
Sie hatten vorurteile, schlimmer noch sie benahmen sich feindlich.
Mehr als einmal an jenem abend und auch bei den treffen zuvor hatte Ronya beteuert das sie nicht wie die stadtmenschen waren.
Das sie ein anderes leben wollten als jene und das sie genug vom todbringenden Krieg der beiden Reiche Rahal und Varuna hatten.
Doch auch das schien diese elfen nicht zu kümmern.
Sie vergleichen ihre Gruppe hier mit einem Rudel wölfe und stellten diese achso von inteligenz zeugenden " Was wäre wenn ....... " Fragen.
Verdammt woher sollte sie jetzt denn wissen was sie in einer situation irgendwann einmal tun würde.
Die elfen hatten gut lachen sie lebten ja wer weis wie lange.
Doch Ronya und die anderen sie hatten nur ein normales menschenalter zu bestreiten und das würden sie so teuer wie es nur geht verkaufen wenn ihre zeit gekommen war.
Elfen !
" Lasst uns packen " meinte Ronya zu den anderen, nachdem die Spitzohirgen Gäste fort waren.
" Wenn ich jemals einen unsere Elfengäste im wald blutend liegen sehe, dann trete ich höchstens nochmal nach aber hilfe brauch keiner von denen mehr erwarten ."
Ärgerlich packte Ronya ihre sachen zusammen.
Sie würde igrendwann wenn der Clan sich endlich zusammengefunden hatte, die Hinrahs einladen, vielleicht ergab sich dann eine ruhige Minute mit Falf über das eine oder andere was heute schief gelaufen war, sprechen.
Ronya hegte keinen groll gegen Falk.
Er war zwar nicht von ihr eingeladen worden doch dafür konnte er ja nichts.
Im verlaufe des abends war sie sogar mehr als einmal recht froh das er da war, denn er schaffte es einige male zu vermitteln wenn das gespräch in eine missverständliche Richtung verlaufen sollte.
Doch dann am ende, platze Ronya der geduldsfaden.
Vor allem diese Waldelfin und ein später hinzugekommener Elf trieben die sache mehr und mehr auf die Spitze.
Die Waldelfe jammerte davon das sie ebenfalls vertrieben wurden mit ihrem volk und gleichzeitig benahm sie sich aber so das man kaum noch fragen musste warum dies passierte.
Ronya wollte fast schon drauf hinweisen das es kein wunder war wenn die menschen sie verjagten wenn sie sich denen gegenüber so benahm wie jetzt grade.
Doch ihre vernunft obsiegte und sie hielt die Klappe.
Wieder und wieder kamen phrasen aus der Ecke der elfen die vor reiner ablehnung und feindlichkeit gegen alles menschliche nur so trieften.
Wo war diese Toleranz denn von denen die Elfen sprachen?
Wo war diese weishheit die Ronya an Liella kennengelernt hatte.
Hier war sie nirgens zu finden denn diese vertreter des Spitzohrigen Volkes waren einfach nur Intolerant und Feindlich gegen scheinbar alles fremde.
Respekt - dieser begriff fiel auch des öfteren am Abend.
Genauso wie das wort Vertrauen , setzen die Elfen voraus das sie und ihre Kriegerinnen respekt und vertrauen gegenüber die elfen aufbrachten.
Und scheinbar war es auch das was Ronya so wütend machte.
Sie erwarteten Respekt und vertrauen und was gaben sie ?
Ronya und ihre gruppe sollten ihr innerstes nach aussen kehren.
Von ihren sorgen und ängsten berichten und im grunde wollten die elfen jedes Detail aus dem leben derer wissen die sich hier niederlassen wollten.
Doch was gaben sie ?
Sie forderten respekt und vertrauen - WOFÜR ?
Respekt und vertrauen - beides verdient man sich und das geht sicher nicht über Nacht.
falk genoss Ronyas respekt udn das wusste er, doch vertrauen hatte sie denoch nicht zu ihm, dafür kannte sie ihn zu wenig.
Doch die elfen forderten beides blind ohen dafür etwas zu geben oder zeigen das dies gerechtfertigt.


Ronya war während sie über das alles nachdachte endlich fertig geworden mit Packen und belud nun die Pferde.
Sie würde sich mit Falk treffen wollen die nächste Tage um ihm denoch auch wenn es am ende eh nichts brachte, denoch zu danken das er versucht hatte zu vermitteln.
Missmutig fiel Ronyas Blick in Richtung Wald.
" Sollte ich jemals einen Elfen auf unserem späteren Clansland erwischen, dann wäre es besser er kann schnell laufen "
Sie brummte es laut und insgeheim hoffte sie sogar das die elfen irgendwo noch im Nebel standen und es hören konnten.
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Lamentinu Celebren
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Beitrag von Lamentinu Celebren »

Noch eine ganze Weile saß sie im Mondenschein und dachte nach. Fragte sich, ob die Edain es denn wirklich nicht verstanden hatten, was sie hatte zeigen wollen... bei einigen hatte sie geglaubt, eine Ahnung in ihnen aufsteigen zu sehen, die ihr Hoffnung machte. Doch gerade Ronya schien ihre Fehler nicht einmal zu bemerken..
Hätte sie die Beleidigungen und Abwertungen von ihr in eine Zahl gefasst, die ihr und ihrem Volk aus jenem Munde zu teil wurden, so wäre die Zahl mindestes jene gewesen, die zwei Monde Tage zählten... wenn nicht noch mehr. Und sie spürte nicht, registrierte nicht, was sie dort tat... dabei begannen sogar oft genug ihre Kameradinnen ob dessen unruhig zu werden, wie sie sich ausdrückte. Wahrlich, sie hatten jene zur Anführerin gewählt, die das lauteste Mundwerk hatte, statt jene, die die weisesten Entscheidungen traf. Beim besten Willen, das konnte sie nicht verstehen.
Dreimal hatte sie zu einer Geschichte gegriffen, zu Bildern, um ihnen Dinge vor Augen zu führen, von denen sie lernen konnten... und dreimal hatte sie das Gefühl, dass der Geist zu eng war, um jene zu verstehen.

Zunächst die Geschichte von der Hirtin und den Schafen, und dem Wolf, der über Nacht kam. Sie hatte versucht zu verdeutlichen, was schief gelaufen war in deren Augen, ohne es direkt auszusprechen, ihnen die Chance zu geben, den Irrtum zu erkennen und zu entschuldigen. Nichts dergleichen geschah. Und als sie dann direkt aussprach, man habe doch fragen können.. Ausreden, kein... wir haben in dem Moment nicht daran gedacht, wir hatten gerade andere Sorgen, verzeiht. Was ist höflicher Umgang? Verstanden hatten sie es nicht.

Dann jenes mit dem hungrigen Panther oder Wolf. War es nicht offensichtlich, dass das Tier egal war,dass es ihr nicht darum ging, Charaktereigenschaften aufzuzeigen? Zwei Dinge wünschte sie, dass sie verstanden werden mochten... Bedenken ob dessen, dass man nicht wusste, ob es sich um eine Gefahr handelt oder nicht...
und zum Anderen, der Hunger. Eine Sippe Krieger brauchte Holz, und sie brauchte Nahrung. Das Elfenvolk würde jenes ihnen nicht geben und es sich verbitten, jenes zu nehmen. Verstanden sie denn nicht, das jenes Bedenken auslöste?

Doch ihr wichtigstes Bild war der Spiegel gewesen. Zum Einen wollte sie ihnen ermöglichen, einmal ihr Handeln zu reflektieren. Aber wichtiger war ihr, dass jene selber erkannten, welche Wünsche und Bedürfnisse in ihnen steckten.. sie hatte nicht vorgehabt, die Vergangenheit aufzuwühlen, sie wollte eine Momentaufnahme. Xinthra wünschte sich Anerkennung, und sie konnte diesen Wunsch verstehen.. würden all jene sich Anerkennung wünschen, so wären sie anders mit ihrem Volk umgegangen, davon war sie überzeugt. Noch stärker, als sie gehofft hatte, hatte jene sich auf ihr Bild eingelassen, und so sprach das Geschehen eine deutliche Sprache: Es zeigte, was passiert, wenn sich jemand einem anderen öffnet, in dem er ihm zuhört. In Ruhe alle Zeit der Welt gibt. Auch wenn es nicht das war, was angenehm für die eigenen Ohren war, was den anderen belastete... bei jenem Regiment der Ronya wurden ihre Kameradinnen zum Teil unterdrückt. Ihr Wort wurde abgewertet, ihnen der Mund verboten.. nein, das war kein Fundament für eine Gemeinschaft... jene, für die sie sich doch ausgab stark zu machen. Und wenn sie schon nicht in der Lage war zu erkennen, dass einer, der eine Gruppe leitet, zwar Entscheidungen oder Richtungen in letzter Instanz bestimmt, doch stets dabei auf Basis dessen, was seine Schäfchen wünschen... wie sollte sie dann einem anderen Volk, Seite an Seite, mit Achtung begegnen?

Sie wünschte, jene, die ihr untergeben waren, würden erkennen, würden gemeinsam einen Weg finden, und jenes unkontrollierte Sturmgebraus in einen Wind verwandeln, der seine Wege mit bedacht wählte und auch wusste, was es hieß, einmal zu verweilen. Und der wusste, wie man ein Hindernis umweht, statt es niederwalzen zu wollen.

Lange noch blickte sie auf den Wasserfall. Sie war traurig, dass die Samen, die sie zu streuen versuchte, so wenige Früchte trugen... doch Pflanzen brauchten Zeit zum Reifen, vielleicht würde jene zumindest für einige von ihnen reichen, vielleicht mochte jedoch für die Eine oder Andere ein Menschenleben zu kurz sein...
Lysira`thoron`elen

Beitrag von Lysira`thoron`elen »

Erneut bauten Edain an ihrem Wald, in dem sie lebten. Nicht noch einmal würde sie zulassen, dass das erste was ihr Volk am Morgen wahrnahm, der Klang von Menschen war. Und schon gar nicht solche welchen das natürliche Wesen der Edhil und Lindil ablehnten.
Hatten diese.. Menschen denn überhaupt keinen Anstand?!
Sie drangen in einen anderen Lebensraum ein, und wollten das die jenigen, die schon dort waren, sich anpassten. Diese Impertinenz, so etwas konnte auch nur einer Adaneth einfallen.

Lysira setzte sich an das Lagerfeuer und starrte hinein. Sie lies ihre Gedanken schweifen. Erneut fühlte sie die Wut und den Hass, den diese Anführerin ausstrahlte. Nein, die Anderen hatten recht gehabt, als sie sagten sie würden diesen Zeltbewohnern nicht trauen. Lysira hatte vom ersten Moment an gemerkt das diese Edain nicht bemüht waren, sie zu verstehen, alles was sie wollten, war ihre Ideen und ihren Willen zu bekommen, alles Andere war ihnen egal.

Als sie später noch Lamentinu getroffen hatte, und diese ihr mitteilte das auch die Edhil sie nicht akzeptieren und sie zum Wegziehen aufgefordert hatten, war sie erleichtert. Denn Lysira hatte die blasierte Art dieser Edain nicht weiter ertragen und war frühzeitig gegangen.
Aethain Indren´va

Beitrag von Aethain Indren´va »

Der Nächte Mond rauscht weit in seinen Bahnen
Und Etharon schaut schweigsam seinem Weg
Von dort manch Wissen lässt sich ahnen
Des Nebels Dach im Wald ist nur ein Steg


Wahrhaft ist der Menschen Sicht nur kurz und Weisheit, die sie kaum
gekannt, wird fort genommen durch ein jähes Ende, Alter und den Tod. In
Ängsten quälen sie sich Tag um Tag und wähnen sich durch große Worte
sicher vor den Schrecknissen in ihrer Welt. Mag einer auch nur
unglückselig sein, schon bald sind es mehrere und mehr.
Den Frieden suchen wollten sie, doch selbstgerecht und vermessen
sprachen sie in Worten. Tod und Leid, so lautete ihr Lebenswandel bis an
diesen fernen Ort und Ruhe wollten sie und Stille vor dem Sturm der ihrer
Tage Zelte schlug. Der Wald liegt friedlich, kein Hass, kein Gram soll er
erfahren. An seinem Saum die Wiesen sind ein weites Tor.
Mag weilen dort, wer unser Worte weise Achtung schenkt und weiser mag
das Urteil von uns Alten wahrlich sein. Vielmehr als eine unter diesen es
auch nur erkennen mochte. Ihr Gram und Hass auf böse Dinge mehr,
nahm jede Ruhe von ihr fort. Sie stürmte und ward kaum verstummt, als
neuer Gram und Ungemach ihr Stürmen schon erneut entfacht.
Der Wald liegt friedlich, kein Hass, kein Gram soll er erfahren.
Kehre heim an ferne Orte, wenn dein Herz zurück gewonnen hat, was es
verlor. Nicht ewig wirst du stürmen können, denn auch du selbst wirst
dereinst dich verlieren, im Sturm der mit dir stürmt.

Für lange Zeit fällt kein Wort mehr und er sieht zum Himmel hinauf.

"Ithil adlanna", flüstert er leise "Der Mond geht unter."
Isdaniel Nifar

Beitrag von Isdaniel Nifar »

entspannt sass Isdaniel am Ufer des kleines Sees und beobachtete wie der Wind seichte Wellen auf der sonst so glatten Wasseroberfläche erzeugte.
Es war bizarr. Die Gespräche mit den Edain verliefen auf eine Weise die ihn bei weiten nicht zu frieden stellte und ihn lange an diese Ort in seine Gedanken versunken fesselte.

Bei dem Treffen wirkte Ronya freundlich und offen viel freundlicher als die bei dem Gespräch einige abende zu vor und dennoch war es eine Hülle hinter die er schauen wollte. Bewusst hatte man sich dazu entschieden das Treffen hier vor dem Wald abzuhalten - der Eindruck von Ronya den Aethain von seinem Treffen berichtet hatte und den auch Isdaniel von dem Tag davor mitnahm war die Grundlage dafür gewesen. Isdaniel hatte geahnt das es in einem der Zelte stattfinden würde - auch wenn ihm und vorallem den Lindil der Wald lieber gewesen wäre - schließlich ging es um eben jenem. Aber das waren die Menschen und man mochte ihr dies zugestehen.

Erwartet hatte er auch - den Menschen typisch - das sich der der meint das sagen zu haben - sich immer den größten Stuhl gab. Als ob dies ein Zeichen von Wissen und Weisheit wäre. Auch wenn es Unterscheide gab - in solchen Gesten waren sich die Menschen gleich. Bewusst unterbrach er sie und stellte zunaechst den anderen Edhil die Menschen vor die Ihnen gegenüber sassen. Er verzichtete auch darauf sich selbst und die anderen Edhil vorzustellen. Bei dem Auftreten dieser Edain bisher, sollte dies kein Gespräch zwischen gleichen werden. Ronya machte vom ersten Moment an den Eindruck als wäre es ihr Wald und als gehe es eigentlich nur um ein simples Zustimmen - eine andere Antwort würde nicht möglich sein - sie hatten ja alles richtig gemacht.

Isdaniel war extra am abend zuvor zu der Festung der Hinrah gereist um mit Falk zu sprechen. Er wollte mehr über Ronya erfahren und mit Sicherheit wusste der Clan mehr. Falk erzaehlte ihm jene Geschichte von Ronya die sie auch selbst bei diesem Treffen nocheinmal lange erzaehlte. Sie war immer bemüht lange zu erzaehlen wo sie herkam. Auch wo sie hingeht erzaehlte sie - er liess sie berichten. Er hatte Falk gebeten ebenfalls zu erscheinen - war doch auch er betroffen. Bewusst verschwieg er dies - solange sie nicht lernte zuzuhören würde er sie nicht dafür unterbrechen.

Lange lauschte Isdaniel ihren Worten - und doch führten sie nur im Kreis. Das sie jetzt hier war, das sie niemanden stören würde mit ihrem Clan, das sie eigentlich nur geflohen waren. Sie würden den Wald schützen, adere Menschen daraus vertreiben, nie selbst etwas daraus entnehmen. Viele Worte aber es ergab kein Bild von einem Weg. Vielmehr glich die Beschreibung jemanden der versuchte sich durchzuschlängeln. Hier ein Wort in die Richtung - dort ein Wort in jene Richtung
Nie fragte sie was denn für die Edhil wichtig sei. Was die Erwartung der Edhil war? Wer diese Edhil überhaupt waren, was ihr Interesse an diesem Wald war? Ihr Interesse galt nur ihren eigenen Zielen. Nie schien sie darüber nachzudenken ob das der richtige Weg ist. Nie schien ihr in den Sinn zu kommen in kleinen Schritten zu laufen. Sie waren auf der Flucht - gern mochte man ihnen für eine begrenzte Zeit hier Zuflucht geben. Doch das war ihr bei weitem nicht genug, sie wollte noch während sie auf der Flucht war einen Clan gründen. Groß, zahlreich, von vielen Kriegerinnen und alle würden nie etwas aus dem Wald entnehmen. Es war bizarr - sie musste doch selbst sehen das diese Geschichte nicht glaubwürdig ist.

Er bewies viel Geduld mit dieser Ronya - versuchte ihr den Weg zu zeigen. Schließlich entschloss er sich ihr zunächst mal zu erzaehlen um was den Edhil ginge. Er haette erwartet das dies ihre erste Frage gewesen wäre - aber sie war eben doch nur ein Mensch. Mit verwunderung musste er zur Kenntnis nehmen das sie daraufhin sofort aufsprang und das Gespräch beendet. Was war so erstaunlich aus dem Satz das die Edhil keinen zweiten Clan akzeptieren würden. War dies nicht das selbstständliche? Schon damals bei dem Clan der Hinrah waren es lange schwierige Gespräche. Doch Falk besass Weisheit und vermochte auch die Lage der Edhil zu verstehen - so fand man einen Kompromiss. Doch Ronya hatte sich nichtmal die Mühe gemacht zu ergründen wie damals die Hinrah in den Nebelwald kamen. Jeden Hinweis auf den Weg der Hinrah blockte sie ab - dabei hätte sie von Falk viel lernen können.

Nun wollte diese kleine Gruppe weiter ziehen und er bedauerte es für Erinna und ihre Freundin Xinthra. Er hätte ihnen gerne die Gelegenheit gegeben auszuruhen und sich zu erholen. Er kannte Erinna - sie lebte nach den Wurzeln des Clans und auch Xinthra schien vo Einsicht geprägt.

Nun begann der schwere teil des Weges. Bisher hegten die Edhil ein Band der Freundschaft mit ihren Nachbarn, sei es die Hinrah oder die Grafschaft. Wenn diese Rona es nun schaffte eine Gruppe von Kriegerinnen zusammenzuführen - dann würden sie den ersten Nachbarn unweit ihrer Tore haben bei dem dieses Bande nicht bestand. Der Weg würde steinig werden.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Sie ballte ihre Hände und verkroch sich in den Wald. Eine Weile wanderte sie bis sie zu der Stelle kam wo einst das alte Dorf der Waldelfen war, dort setzte sie sich auf einige umgefallene Baumstämme und blickte auf das Meer. Still sass sie einfach nur da und lauschte der Natur, die vielleicht bald nicht mehr existieren würde wenn noch mehr Städter herkamen. Das sie wieder umziehen mussten weil die Elfen sie nicht dort duldeten am Rande des Nebelwaldes hatte ihr einige schlaflose Nächte beschert und dann auch noch der Streit mit Xinthra der das entgültige Aus zwischen den Beiden brachte war ein wenig viel der Geschehnisse. Lyanna gab sich alle Mühe sie abzulenken und sie war dankbar dafür.
Xinthra

Beitrag von Xinthra »

Was hatten die Elfen da nur angerichtet..

In den Nächten nach diesem Treffen gelangten wieder diese Träume in Xinthras Kopf, die sie hatte bis vor wenigen Wochen. Jemand anders hatte diese Träume weggeschoben, aber dieser Jemand hatte sich seitdem auch wieder entfernt. Vielleicht war es auch das, das es den Träumen erleichterte, wieder zurückzukehren. Nur wenige hatten vorher davon gewusst, und nun wussten es gleich alle im Lager, und noch die Elfen. Dass da keine Magie im Spiel war, konnte sie sich hinterher zwar schon vorstellen, aber irgendwie war die Sache schon komisch gewesen. Es floß einfach aus ihr heraus, wie ein gebrochener Damm der den angestauten Fluß freigab. Als sie erzählt hatte, zitterte sie nur noch, und Ronya war wütend gewesen. Wütend über die Elfen, die ihrer Meinung nach Magie benutzt hatten. Doch erst dieser Tage bemerkte Xinthra, dass die Elfen nur der Auslöser waren. Angefüllt hatte sich der Stau sicher nicht wegen ihnen. Es war alles was sie bislang hier erlebt hatte, die Summe daraus, das hatte sie weit mehr mitgenommen als Xinthra je hätte zugeben wollen.

Und so musste kommen was kam. Ob es nicht sowieso bald dazu gekommen wäre, wusste sie nicht. Wahrscheinlich wäre es aber so gewesen. Und so packte sie ihre Sachen, denn sie wollte Erinna nicht weiter mit ihrer Anwesenheit Schmerzen zufügen. Unterschlupf fand sie in einem spärlich eingerichteten Zimmer in der Varuneser Herberge. Sie ging durch, was sie noch alles hatte. Das Holz hatte sie zurückgelassen, die Federn die sie gesammelt hatte, die Kleider.. Aber war das wichtig? Es waren nur Dinge. Dinge sind ersetzbar. In dieser Nacht hatte sie wieder einen Traum.

"Verbrennt sie!" riefen die Leute, die vor ihr standen, gut einen Meter entfernt. Sie war an einen hölzernen Mast gebunden, trug noch das Nachthemd, welches sie in den letzten Nächten immer am Leib hatte, als man sie aus dem Bett riß. "Hexe, elende Hexe!" riefen die Leute. Und als sie die Augen kurz schloß um sie wieder zu öffnen und in die Gesichter der leute zu blicken, erschrak sie. Jedes Gesicht war das von Erinna. Im Chor, zugleich, riefen sie.. "Brenne!" Dann wurde das Feuer entzündet. Es ward heiß, ihr Nachthemd fing Feuer, die Menge gröhlte und schrie während das Feuer sie langsam verzehrte. Xinthra jedoch weinte, sie blickte so lange auf die Menge, wie es ihr Leid gestattete. Sie weinte nicht um sich, dass sie verbrannte, sie weinte nicht wegen der Schmerzen die sie erlitt. Nein, sie hatte keinen Schmerz. Jene Menge dort, die Gesichter, die ihr entgegenbrüllten, das war der Ausdruck ihres Schmerzes. Was kann mehr weh tun als ein gebrochenes Herz? Jetzt wusste sie es. Ein Herz zu brechen, wenn das eigene dabei bricht.

Tagsüber gab sie sich normal, doch wenn Eldir bei ihr war dann fühlte sie das bischen Geborgenheit, welches er ihr gab, als ihr Freund. Mit ihm konnte sie sogar lachen, vergaß ihre Trauer und schob sie sogar beiseite. Heute, wenige Tage nach dem Vorfall, schlief sie schon wieder viel besser. Der Abstand tat ihr wirklich gut, und vermutlich war das auch mit Erinna so, denn sie hatte sogar mit ihr gesprochen, wenn auch kurz. Zu bedeuten hatte das allerdings eher nichts. Sie hatte verstanden, dass sie Erinna für immer verloren hatte, dass sie, und nur sie daran schuld hatte. Langsam erreichte dies auch ihr Herz und ihren Kopf. Vielleicht wäre dies für das Zusammenleben in der Gruppe auch besser so. Das mindeste was Xinthra nun hoffen durfte war, dass die beiden Freunde wurden. Dafür würde es viel Zeit brauchen.

Doch vorher musste sie noch etwas anderes erledigen. Da war eine Sache, von der bisher nur Erinna, Ronya und Eldir wussten. Selbst den Elfen hatte sie nicht alles erzählt. Aber das sollte sich ändern. Sie würde sich in den Nebelwald begeben und nach diesem Isdaniel suchen. Vielleicht könnte er, oder einer der anderen Elfen, ihr helfen, zu verstehen, was mit ihr geschehen war, und ihren Geist zur Ruhe bringen, ihr Herz ordnen. Sie wusste nicht wie, aber sie hoffte, dass es möglich sei. Zur achten Abendstunde wollte sie sich in den Wald begeben und dort warten, vielleicht ein, zwei Stunden an der Stelle verharren, wo ihre Zelte gestanden hatten. Vielleicht käme er ja vorbei.
Isdaniel Nifar

Beitrag von Isdaniel Nifar »

nocheinmal begab sich Isdaniel zu dem ehemaligen Zeltplatz, setzte sich auf einen der Baumstämme am Waldrand und blickt auf die großen Stellen eingedrueckten Grasses. Diese Wunden würden schnell heilen - aber war der Preis der richtige gewesen?
Gedankenversunken sass er da wohl eine Weile, bis er Xinthra dort entdeckte.
Xinthra

Beitrag von Xinthra »

@Isdaniel: siehe PN
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