Piraten Ahoi - El Escondite, Rache ist suess
- Svetlana Ethered
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- Registriert: Dienstag 21. August 2012, 04:55
Piraten Ahoi - El Escondite, Rache ist suess
El Escondite – oder auch: Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren…
Die Abfahrt war hektisch, sonore Befehle wurden über das Deck gebrüllt, während ich oben stand, und der Mannschaft beim hin und her laufen beobachtete.
Ständig bereit, einzugreifen wenn es nötig wäre zwar, aber ebenso den Vorteil des 3. Maat genießend.
Mit Argusaugen beobachtete ich die Frischlinge während mein Blick sich hin und wieder verengte.
Welcher Matrose hat Angst vorm Klettern?
Die pure Angst machte sich in einigen Gesichtern breit, was mich dazu brachte, Jaron zu erklären, ich würde Kletterunterricht in der Takelage anberaumen.
Das mondgesichtige Mädchen und das … war‘s nun jetzt ein Mädchen oder ein Kerl?
Wenn Mädchen, dann ein sehr gewöhnungsbedürftiges, und wenn ein Kerl dann ein sehr… femininer.
Egal, beide würden im Laufe der Fahrt noch leiden, wenn ich sie durch die Takelage scheuchte.
Sie mussten die Angst verlieren, im Sinne der Mannschaft und, um ohne zu zögern die Befehle des Käpt’ns ausführen zu können.
Ich sah ihm an, wie unzufrieden er war, wobei der Unterschied zwischen grimmig und wütend eher geringfügig erkennbar war.
Wer die Schlange angreift, sollte sich nicht am Schwanz vergreifen, sondern direkt am Kopf.
Der Tod seines Sohnes war der Ausschlaggebende Grund, warum er die Mannschaft gerufen und zum Vollstrecken der Rache geschickt hatte.
Felipe war Tod…
Egoistischer Weise könnte ich jetzt sagen: Gott sei Dank nicht Juan… Aber Perera war Perera.
Ein leises seufzten entwich meiner Kehle, und erst als wir die Tückischen Stellen vor Cabeza passiert hatten (durch die uns Carlos, wie ich neidfreier Weise zu geben muss, gut geführt hatte), fiel ein wenig der Anspannung ab.
Den Rest der Anspannung wurde ich los, als ich in der Takelage hing, um mit Nameha die letzten Segel zu lösen.
Ich liebte es.
Die Mannschaft musste sich einspielen, sie mussten sich kennenlernen und genau wissen, wo ihr Aufgabengebiet war, und wo das der anderen war.
Es musste ein Hand-in-Hand arbeiten sein, auch wenn sie vielleicht privat das ein oder andere Problemchen hatten.
Jedes Private Problem galt als völlig irrelevant, solange sie hier auf der Toro waren, und wir unterwegs waren.
Wer mit wem und wer mit wem nicht mehr, interessierte mich nicht im geringsten. Nicht an Board.
Nel stellte sich am ersten Abend als recht zuverlässig heraus, zumindest was seine Aufgabe als Bootsmann anging.
Wenn er so blieb, konnte ich zufrieden sein, auch wenn ich zwischendurch skeptisch war.
Jean hatte die Vorräte gut aufgefüllt, kam seiner Aufgabe sehr gewissenhaft nach.
Yvette hatte sich vorbildlich um die kulinarischen Vorräte gekümmert.
Jose bekam endlich mal alle Hände voll zu tun, auch wenn ich bisher nicht persönlich mit ihm sprechen konnte.
Melina hatte die ersten kleineren Reparaturen nach dem Angriff machen müssen, aber das sah alles in allem gut aus.
Nora hatte sich als stille aber durchaus gelehrige Steuermanns –Schülerin heraus gestellt.
Dieto war genervt… vermutlicher weise…
Also, alles in allem, ein guter Start. Holprig, aber gut.
Die Route sagte, bis zur Ankunft würde es ruhig bleiben.
Dann würde die nächste Prüfung auf uns warten.
Und ich hatte ein mulmiges Gefühl im Bauch.
Erst Medusen, dann Geister…
Was kommt jetzt? Aber frei nach dem Motto: Schlimmer geht immer, hatten wir keine andere Wahl.
Die Toro hatte gerufen, der Blutpackt trieb, ob gewollt oder nicht.
Mannschaft Ahoi!
[OOC: Alle Eventteilnehmer sind eingeladen, auch was zu schreiben]
Die Abfahrt war hektisch, sonore Befehle wurden über das Deck gebrüllt, während ich oben stand, und der Mannschaft beim hin und her laufen beobachtete.
Ständig bereit, einzugreifen wenn es nötig wäre zwar, aber ebenso den Vorteil des 3. Maat genießend.
Mit Argusaugen beobachtete ich die Frischlinge während mein Blick sich hin und wieder verengte.
Welcher Matrose hat Angst vorm Klettern?
Die pure Angst machte sich in einigen Gesichtern breit, was mich dazu brachte, Jaron zu erklären, ich würde Kletterunterricht in der Takelage anberaumen.
Das mondgesichtige Mädchen und das … war‘s nun jetzt ein Mädchen oder ein Kerl?
Wenn Mädchen, dann ein sehr gewöhnungsbedürftiges, und wenn ein Kerl dann ein sehr… femininer.
Egal, beide würden im Laufe der Fahrt noch leiden, wenn ich sie durch die Takelage scheuchte.
Sie mussten die Angst verlieren, im Sinne der Mannschaft und, um ohne zu zögern die Befehle des Käpt’ns ausführen zu können.
Ich sah ihm an, wie unzufrieden er war, wobei der Unterschied zwischen grimmig und wütend eher geringfügig erkennbar war.
Wer die Schlange angreift, sollte sich nicht am Schwanz vergreifen, sondern direkt am Kopf.
Der Tod seines Sohnes war der Ausschlaggebende Grund, warum er die Mannschaft gerufen und zum Vollstrecken der Rache geschickt hatte.
Felipe war Tod…
Egoistischer Weise könnte ich jetzt sagen: Gott sei Dank nicht Juan… Aber Perera war Perera.
Ein leises seufzten entwich meiner Kehle, und erst als wir die Tückischen Stellen vor Cabeza passiert hatten (durch die uns Carlos, wie ich neidfreier Weise zu geben muss, gut geführt hatte), fiel ein wenig der Anspannung ab.
Den Rest der Anspannung wurde ich los, als ich in der Takelage hing, um mit Nameha die letzten Segel zu lösen.
Ich liebte es.
Die Mannschaft musste sich einspielen, sie mussten sich kennenlernen und genau wissen, wo ihr Aufgabengebiet war, und wo das der anderen war.
Es musste ein Hand-in-Hand arbeiten sein, auch wenn sie vielleicht privat das ein oder andere Problemchen hatten.
Jedes Private Problem galt als völlig irrelevant, solange sie hier auf der Toro waren, und wir unterwegs waren.
Wer mit wem und wer mit wem nicht mehr, interessierte mich nicht im geringsten. Nicht an Board.
Nel stellte sich am ersten Abend als recht zuverlässig heraus, zumindest was seine Aufgabe als Bootsmann anging.
Wenn er so blieb, konnte ich zufrieden sein, auch wenn ich zwischendurch skeptisch war.
Jean hatte die Vorräte gut aufgefüllt, kam seiner Aufgabe sehr gewissenhaft nach.
Yvette hatte sich vorbildlich um die kulinarischen Vorräte gekümmert.
Jose bekam endlich mal alle Hände voll zu tun, auch wenn ich bisher nicht persönlich mit ihm sprechen konnte.
Melina hatte die ersten kleineren Reparaturen nach dem Angriff machen müssen, aber das sah alles in allem gut aus.
Nora hatte sich als stille aber durchaus gelehrige Steuermanns –Schülerin heraus gestellt.
Dieto war genervt… vermutlicher weise…
Also, alles in allem, ein guter Start. Holprig, aber gut.
Die Route sagte, bis zur Ankunft würde es ruhig bleiben.
Dann würde die nächste Prüfung auf uns warten.
Und ich hatte ein mulmiges Gefühl im Bauch.
Erst Medusen, dann Geister…
Was kommt jetzt? Aber frei nach dem Motto: Schlimmer geht immer, hatten wir keine andere Wahl.
Die Toro hatte gerufen, der Blutpackt trieb, ob gewollt oder nicht.
Mannschaft Ahoi!
[OOC: Alle Eventteilnehmer sind eingeladen, auch was zu schreiben]
-
Gast
Auf, Kopf in den Nacken legen und einfach unbeirrt klettern. Sie war flinker, als die meisten Pack-Kameraden es ihr zutrauen wollten und so ließ sie die Gliedmaßen gewähren und mimte das Kletteräffchen, begann in schwindelnder Höhe an den Seilknoten zu knibbeln und fühlte sich recht verwegen, den süßen Geschmack der Racherede ihres Kapitäns noch immer auf den Lippen, bis... ja bis sie den Fehler machte und abgelenkt dem herabbaumelnden Tau nachblickte.
HERAB!
Merde, dort unten bewegten sich winzige Gestalten wie Ameisen, sie spürte den zerrenden Wind, der knatternd an den Kopftuchenden zog und ihr die Haare des Zopfes ins Gesicht drückte. Dann erst kam die Realisation: ein wenig verspätet aber dafür umso heftiger!
Fille, t'es morte quand tu tombes...
Dann war da die Anziehungskraft und sie spürte wie ihr Griff um das Holz etwas nachließ, der Körper sich unweigerlich nach vorne beugte und die Beine zu Butter wurden. Es war nur der Bruchteil eines Lidschlags, ehe der Überlebensinstinkt einsetzte und sie sich mit beiden Armen um den Mast krallte. Kalter Schweiß rann ihr den Rücken herab, während sie unten Namehas Stimme hörte und nur langsam, benommen und bebend den Abstieg wieder wagte.
Glanzleistung, Quin!
Vermutlich hätte sie den ganzen Tag einfach mit gesenktem Haupt beschämt sonstirgendwo verbracht. Möglichst Nel aus dem Weg gehen, der sich vielleicht auch noch über ihren peinlichen Auftritt in der Takelage geärgert hatte - immerhin war es hier nun seine Aufgabe solche Fehltritte zu bemerken und im Zweifelsfall zu ahnden. Vermutlich hätte sie versucht Yvette irgendwo unter Deck zur Hand zu gehen und sich nicht mehr nach oben getraut, bis man das Ziel der Reise dann erreicht hatte aber glücklicherweise war da noch ein kleiner Lichtblick: die ominöse Ausbildung zur möglichen Navigatorin.
Was auch immer da über sie gekommen war, als sie dem Kapitän begeistert von ihrem bisherigen Wissen im Umgang mit Sextant und Fernrohr berichtet hatte, dieser wiederum entschied sie dem Steuermann zu unterstellen und jener, Carlos Viento namentlich, war neben Jaron wohl einer der Gesellen, die in ihren Kopf lugen konnten.
Sie brauchte ihn nicht lange zu suchen, er war logischerweise am Steuer und schien sich auch nicht daran zu stören, dass sie ihm plötzlich fast im wahrsten Sinne des Wortes am Rockzipfel hing. Im Gegenteil, nach wenigen Momenten richtete er seine Befehle recht freundlich, doch konkret und direkt an seinen neuen... nunja... Steuer-Navigations-Stift.
Die frische Nervosität, welche sie ereilte, als sie kurz danach nicht nur mit all den hohen Herrschaften der Toro im Besprechungsraum stand, sondern auch ins Vertrauen gezogen wurde, was Karte und Ziel betraf, fühlte sich ganz anders an, als die eisige Panik am Mast - eher kribbelig und wärmend aufregend. Ein wenig wie...
.... nicht an ihn denken, nicht hier, nicht jetzt!
Etwas später hatte sie das Steuer tatsächlich fest in den Händen und gröhlte mit zitternder, mühsam beherrschter Stimme grimmig ein etwas schiefes "Johohohoho... jo... hohoho!" vor sich her. Neuer, innerer Befehl:
NICHT ÜBER DIE SCHULTER SEHEN!
Konzentriere dich auf das Steuer, den Kurs und um den Kraken werden sich Andere kümmern... müssen.
Es funktionierte!
------
Oh forty fathoms deep he walks
With rusty keys his locker locks
Just like hes half asleep he stalks
Forty fathoms deep
Forty fathoms deep he owns
Each sleeping sailor's soggy bones
The Kraken - Hans Zimmer
HERAB!
Merde, dort unten bewegten sich winzige Gestalten wie Ameisen, sie spürte den zerrenden Wind, der knatternd an den Kopftuchenden zog und ihr die Haare des Zopfes ins Gesicht drückte. Dann erst kam die Realisation: ein wenig verspätet aber dafür umso heftiger!
Fille, t'es morte quand tu tombes...
Dann war da die Anziehungskraft und sie spürte wie ihr Griff um das Holz etwas nachließ, der Körper sich unweigerlich nach vorne beugte und die Beine zu Butter wurden. Es war nur der Bruchteil eines Lidschlags, ehe der Überlebensinstinkt einsetzte und sie sich mit beiden Armen um den Mast krallte. Kalter Schweiß rann ihr den Rücken herab, während sie unten Namehas Stimme hörte und nur langsam, benommen und bebend den Abstieg wieder wagte.
Glanzleistung, Quin!
Vermutlich hätte sie den ganzen Tag einfach mit gesenktem Haupt beschämt sonstirgendwo verbracht. Möglichst Nel aus dem Weg gehen, der sich vielleicht auch noch über ihren peinlichen Auftritt in der Takelage geärgert hatte - immerhin war es hier nun seine Aufgabe solche Fehltritte zu bemerken und im Zweifelsfall zu ahnden. Vermutlich hätte sie versucht Yvette irgendwo unter Deck zur Hand zu gehen und sich nicht mehr nach oben getraut, bis man das Ziel der Reise dann erreicht hatte aber glücklicherweise war da noch ein kleiner Lichtblick: die ominöse Ausbildung zur möglichen Navigatorin.
Was auch immer da über sie gekommen war, als sie dem Kapitän begeistert von ihrem bisherigen Wissen im Umgang mit Sextant und Fernrohr berichtet hatte, dieser wiederum entschied sie dem Steuermann zu unterstellen und jener, Carlos Viento namentlich, war neben Jaron wohl einer der Gesellen, die in ihren Kopf lugen konnten.
Sie brauchte ihn nicht lange zu suchen, er war logischerweise am Steuer und schien sich auch nicht daran zu stören, dass sie ihm plötzlich fast im wahrsten Sinne des Wortes am Rockzipfel hing. Im Gegenteil, nach wenigen Momenten richtete er seine Befehle recht freundlich, doch konkret und direkt an seinen neuen... nunja... Steuer-Navigations-Stift.
Die frische Nervosität, welche sie ereilte, als sie kurz danach nicht nur mit all den hohen Herrschaften der Toro im Besprechungsraum stand, sondern auch ins Vertrauen gezogen wurde, was Karte und Ziel betraf, fühlte sich ganz anders an, als die eisige Panik am Mast - eher kribbelig und wärmend aufregend. Ein wenig wie...
.... nicht an ihn denken, nicht hier, nicht jetzt!
Etwas später hatte sie das Steuer tatsächlich fest in den Händen und gröhlte mit zitternder, mühsam beherrschter Stimme grimmig ein etwas schiefes "Johohohoho... jo... hohoho!" vor sich her. Neuer, innerer Befehl:
NICHT ÜBER DIE SCHULTER SEHEN!
Konzentriere dich auf das Steuer, den Kurs und um den Kraken werden sich Andere kümmern... müssen.
Es funktionierte!
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Oh forty fathoms deep he walks
With rusty keys his locker locks
Just like hes half asleep he stalks
Forty fathoms deep
Forty fathoms deep he owns
Each sleeping sailor's soggy bones
The Kraken - Hans Zimmer
-
Gast
Als sie die letzte nacht kaum geschlafen hatte vor Aufregung, betrat sie endlich am Tag des Auslaufens das Schiff. Die Nervosität versuchte sie zu unterdrücken, so gut es ging. Dann endlich ging es los, die Befehle wurden über Deck gebrüllt und die Leute machten sich an die Arbeit. Und ich hatte mal so garkeine Ahnung, was wie sein sollte, geschweige war.
Wo zum Henker ist Achtern und was ist Steuerbord?
Setzt die Segel wurde dann über Deck gebrüllt.
Aye! da kann ich was mit anfangen.
Ich kletterte also in die Takelage hinauf und kämpfte mit den Knoten. Es war fast wie auf Bäume klettern, nur höher und sie schaukelten. Aber es gefiel mir da oben, den Wind in meinem Gesicht zu spüren.
Eine kurze Einweisung von Nameha im Laden der Kanone und die drei wichtigen Regeln folgten. Regel nummer eins: Passe auf den Rumpf auf. Regel nummer zwei: Passe auf den Mast auf. Regel nummer drei: Passe auf die Segel auf. Alles drei, wichtige Dinge die wir auf hoher See brauchen.
Ich habe auch gleich am ersten Tag meinen Seekraken im Wasser gemacht, als das Vieh meinte mich von Bord ziehen zu müssen.
Eine Erfahrung die ich kein zweites mal brauche. Anschliessend konnte ich tun, was meine eigentliche Aufgabe an Bord war. Die Rehling hatte bei dem Angriff des Kraken was abbekommen und musste ausgebessert werden.
Fazit des ersten tages war also: Ich viel Todmüde in die Hängematte und hatte vor lauter Aufregung sogar vergessen etwas zu essen. Und das, obwohl der Käptn der Meinung war, ich sei zu dürr.
Wo zum Henker ist Achtern und was ist Steuerbord?
Setzt die Segel wurde dann über Deck gebrüllt.
Aye! da kann ich was mit anfangen.
Ich kletterte also in die Takelage hinauf und kämpfte mit den Knoten. Es war fast wie auf Bäume klettern, nur höher und sie schaukelten. Aber es gefiel mir da oben, den Wind in meinem Gesicht zu spüren.
Eine kurze Einweisung von Nameha im Laden der Kanone und die drei wichtigen Regeln folgten. Regel nummer eins: Passe auf den Rumpf auf. Regel nummer zwei: Passe auf den Mast auf. Regel nummer drei: Passe auf die Segel auf. Alles drei, wichtige Dinge die wir auf hoher See brauchen.
Ich habe auch gleich am ersten Tag meinen Seekraken im Wasser gemacht, als das Vieh meinte mich von Bord ziehen zu müssen.
Eine Erfahrung die ich kein zweites mal brauche. Anschliessend konnte ich tun, was meine eigentliche Aufgabe an Bord war. Die Rehling hatte bei dem Angriff des Kraken was abbekommen und musste ausgebessert werden.
Fazit des ersten tages war also: Ich viel Todmüde in die Hängematte und hatte vor lauter Aufregung sogar vergessen etwas zu essen. Und das, obwohl der Käptn der Meinung war, ich sei zu dürr.
-
Ernst von Eichengrund
- Carlos Viento
- Beiträge: 282
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Schiffstagebuch – C.V. - El Tiburón- 1. Steuermann - Tag 1:
Geschwindigkeit: 8 Knoten.
Wetter: Ruhig bis Mild
Windstand: Nordöstlich - Guter Reisewind
Viecherlage: Akzeptabel.
Der Antritt war geordneter als beim letzten Mal, die Fragensteller waren die gleichen. Severin neigt dazu zu übergenau zu sein, Adoraner Genauigkeit wahrscheinlich, frage mich wann er mal dafür was einstecken muss. Wünsche es ihm nicht. Käpt'n ist immer noch gereizt, annerven ist keine Option, einfach lächeln und Nicken. Sein Sohn ist jünger als ich erwartete, scheint seinem alten ähnlich, nur etwas... nahbarer.
Mein Stand als Steuermann hielt mich auf dem Achterdeck. Reiseroute wurde mit den Pereras, Jaron und Lana durchgeführt. Kurs Südwestlich, dann schlenker nach Norden zum Umschiffen der verzeichneten Viecher, dann Südsüdwestlich weiter nach El Escondite.
Zwei neue Lehrlinge die ich direkt zum Rudergang beorderte. Wer Navigieren und Kartographieren will, muss auch lernen wie man lenkt.
Quinith, genannt Quin. Der Kapitän nennt sie Pummelchen, finde aber was zum anfassen muss nichts damit zu tun haben das man ein Pummel ist. Sie hat Schiss, merkt man. Sie braucht Ablenkung und habe ihr 'das Lied' beigebracht, scheint vorerst zu funktionieren. Nora... eine andere Sache. Weiblich weich und schlank wie grazil, wie beim tanzen. Hat eine höhere Ration bekommen, mal sehen ob man das irgendwie abzweigen kann damit das 'Pummelchen' nicht zu sehr vom Fleisch fällt. Beide aber sehr gelehrig. Stellen fragen, Wissbegierde ist wichtig in der Mannschaft um was zu lernen. Jose übernimmt ebenfalls zuweilen das Steuer als Rudergänger, gut wen erfahrenes dabei zu haben, der das schon gemacht hat.
Ach ja: Wieder ein Kraken.... kleiner als beim letzten Mal, aber immer noch ein Kraken. Ich hasse Kraken. Wieder hat deines dieser Mistviecher das Steuer blockiert, scheint aber nicht beinträchtigt worden zu sein. Als wüssten die Viecher das man Schiffe damit stoppen oder verlangsamen kann. Segel und Masten nicht beeinträchtigt. Melina hat die Schäden repariert. Ich hasse Kraken immer noch.
Knotengeschwindigkeit wird alle 3 Uhrengläser gemessen, vorwiegend gleichbleibend, der Kraken hat ein wenig Zeit gekostet, dennoch dürfte die Fahrt nicht allzulange dauern. Befehl an alle Rudergänger weitergegeben. Wo ist eigentlich Sim? Ablösungen sind schwierig als einziger nomineller Steuermann. Ständig auf Abruf. Hoffe dennoch auf ruhige Nacht.
Ausbildung wird weitergehen. Ansprache vom Käpt'n erwartet. Frage bleibt, wie wir zu Beginn vorgehen - Ruhig oder alles einfach nur in Schutt und Asche schiessen.
Sollte Matteo was mitbringen von der Fahrt... und für seine Aufpasserin. Mal sehen was die Prise abwirft. Spielzeug eher nicht. Hoffnung auf brauchbares Geschmeide. Erstmal schlafen.
Geschwindigkeit: 8 Knoten.
Wetter: Ruhig bis Mild
Windstand: Nordöstlich - Guter Reisewind
Viecherlage: Akzeptabel.
Der Antritt war geordneter als beim letzten Mal, die Fragensteller waren die gleichen. Severin neigt dazu zu übergenau zu sein, Adoraner Genauigkeit wahrscheinlich, frage mich wann er mal dafür was einstecken muss. Wünsche es ihm nicht. Käpt'n ist immer noch gereizt, annerven ist keine Option, einfach lächeln und Nicken. Sein Sohn ist jünger als ich erwartete, scheint seinem alten ähnlich, nur etwas... nahbarer.
Mein Stand als Steuermann hielt mich auf dem Achterdeck. Reiseroute wurde mit den Pereras, Jaron und Lana durchgeführt. Kurs Südwestlich, dann schlenker nach Norden zum Umschiffen der verzeichneten Viecher, dann Südsüdwestlich weiter nach El Escondite.
Zwei neue Lehrlinge die ich direkt zum Rudergang beorderte. Wer Navigieren und Kartographieren will, muss auch lernen wie man lenkt.
Quinith, genannt Quin. Der Kapitän nennt sie Pummelchen, finde aber was zum anfassen muss nichts damit zu tun haben das man ein Pummel ist. Sie hat Schiss, merkt man. Sie braucht Ablenkung und habe ihr 'das Lied' beigebracht, scheint vorerst zu funktionieren. Nora... eine andere Sache. Weiblich weich und schlank wie grazil, wie beim tanzen. Hat eine höhere Ration bekommen, mal sehen ob man das irgendwie abzweigen kann damit das 'Pummelchen' nicht zu sehr vom Fleisch fällt. Beide aber sehr gelehrig. Stellen fragen, Wissbegierde ist wichtig in der Mannschaft um was zu lernen. Jose übernimmt ebenfalls zuweilen das Steuer als Rudergänger, gut wen erfahrenes dabei zu haben, der das schon gemacht hat.
Ach ja: Wieder ein Kraken.... kleiner als beim letzten Mal, aber immer noch ein Kraken. Ich hasse Kraken. Wieder hat deines dieser Mistviecher das Steuer blockiert, scheint aber nicht beinträchtigt worden zu sein. Als wüssten die Viecher das man Schiffe damit stoppen oder verlangsamen kann. Segel und Masten nicht beeinträchtigt. Melina hat die Schäden repariert. Ich hasse Kraken immer noch.
Knotengeschwindigkeit wird alle 3 Uhrengläser gemessen, vorwiegend gleichbleibend, der Kraken hat ein wenig Zeit gekostet, dennoch dürfte die Fahrt nicht allzulange dauern. Befehl an alle Rudergänger weitergegeben. Wo ist eigentlich Sim? Ablösungen sind schwierig als einziger nomineller Steuermann. Ständig auf Abruf. Hoffe dennoch auf ruhige Nacht.
Ausbildung wird weitergehen. Ansprache vom Käpt'n erwartet. Frage bleibt, wie wir zu Beginn vorgehen - Ruhig oder alles einfach nur in Schutt und Asche schiessen.
Sollte Matteo was mitbringen von der Fahrt... und für seine Aufpasserin. Mal sehen was die Prise abwirft. Spielzeug eher nicht. Hoffnung auf brauchbares Geschmeide. Erstmal schlafen.
- Jaron Sylva
- Beiträge: 280
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Episode 12 - Im Luv
Auf Kaperfahrt unter der Totenkopfflagge
Episode 12 - Im Luv
14. Lenzing 254
In den cabezianischen Gewässern und dem Südmeer
Die Bedenken, welche mir [url=http://forum.alathair.de/viewtopic.php?p=537451#537451]seit der Jahresmitte[/url] Kopfzerbrechen bereitet hatten, waren weitestgehend verflogen.
Die Mannschaft hatte sich gut betragen und mich nur zweieinhalb innere Tode sterben lassen, als es hieß, Anker zu lichten und Kurs auf das Ziel von des Alten Zorn zu setzen: Escondite.
Gewiss, die 'Kinners' würden mich nie vollends zufriedenstellen können, denn kaum einer von ihnen war wirklich bis ins Mark mit der See verbunden. Das lag keineswegs daran, dass der Cabezianer oder Wahl-Cabezianer schlechthin eine Landratte wäre, mitnichten, zählten unsere Kaperschiffe doch zu den gefürchtesten ihres Schlags in der bekannten Welt! Vielmehr musste ich das beste daraus machen, dass wir eine hohe Zahl an Ausfällen hatten - natürlich, bei einem Gewerbe wie dem unseren - und die Zahl an Landratten und Leichtmatrosen jene alteingeseßener Seeleute an Bord in der Regel überstieg. Es war mir ein Dorn im Auge, aber im Sinne Raul Vincente Pereras musste es auch damit funktionieren.
Und immerhin - wenn es hart auf hart kam, war selbst der mieseste Seemann unter den Kameraden wertvoll, und wenn nur als Weichziel für den Gegner.
Während ich die Berichte des Quartiermeisters über den Lagerbestand und täglichen Verbrauch an Proviant durchging, schüttelte ich den Kopf. Vielleicht ging ich zu hart mit ihnen ins Gericht. Die beiden frischgebackenen Bootsmänner zum Beispiel, Nel und Dieto, hatte ich regelrecht kielgeholt; so gut wie keine freie Minute, seit wir Anker gelichtet hatten. Aus eigener Erfahrung wußte ich jedoch, dass es das Richtige war; Feuertaufen formen erst einen ordentlichen Seemann aus einem schon formidablen Piraten.
Und Piraten, cabezianische Freibeuter unter Pereras Flagge, das waren sie alle - nur ich brauchte mehr Seeleute, denn Piraten, Hasardeure und Schläger.. davon konnte ich dem Käptn genug liefern.
Tiefe Falten auf meiner Stirn begleiteten die Sichtung der weiteren Berichte des zurückliegenden Tages und guter Teile der Nacht. Schadenberichte im Zuge des Kraken-Zwischenfalls von den Bootsmännern und dem Zimmermann, eine Auflistung der wenigen und venachlässigbaren Verwundeten vom Schiffsarzt... Papierkram, der sich eben wie immer nach dem Durchlaufen sämtlicher Ebenen schließlich bei mir kumulierte. Als Stellvertreter des Käptns oblag es mir, alles ins Reine zu bringen und dem Alten dann Bericht zu erstatten. Er mochte es ordentlich und straff. Ähnlich wie sein jüngster Sohn Juan, der uns nun auf dieser Fahrt begleitete, die als Infernal und Rache an den Mördern seines Bruders dienen sollte.
Das Schlagen der Schiffsglocke riss mich aus meinen Gedanken und ließ mich die Berichte auf später verschieben. Meine Wachschicht begann in Kürze.
Vielleicht sollte ich wirklich weniger Trübsal blasen, dachte ich bei mir, als ich dzum Achterdeck hinaufstieg. Eigentlich machten die Jungs und Mädels ihre Sache gut.
Das sollte mich aber nicht daran hindern, sie noch etwas zu schleifen.
Schließlich galt es, ein rivalisierendes Piratennest auszuradieren, das wir den Seekarten nach zu urteilen noch im Verlauf der morgigen Abendwache erreichen würden.
Ein Klopfen auf Holz.. und da stand er oben...
"Steuermann, das Handlog, wenn ich bitten darf."
Der Nachthimmel war klar und der Wind steif.
Episode 12 - Im Luv
14. Lenzing 254
In den cabezianischen Gewässern und dem Südmeer
Die Bedenken, welche mir [url=http://forum.alathair.de/viewtopic.php?p=537451#537451]seit der Jahresmitte[/url] Kopfzerbrechen bereitet hatten, waren weitestgehend verflogen.
Die Mannschaft hatte sich gut betragen und mich nur zweieinhalb innere Tode sterben lassen, als es hieß, Anker zu lichten und Kurs auf das Ziel von des Alten Zorn zu setzen: Escondite.
Gewiss, die 'Kinners' würden mich nie vollends zufriedenstellen können, denn kaum einer von ihnen war wirklich bis ins Mark mit der See verbunden. Das lag keineswegs daran, dass der Cabezianer oder Wahl-Cabezianer schlechthin eine Landratte wäre, mitnichten, zählten unsere Kaperschiffe doch zu den gefürchtesten ihres Schlags in der bekannten Welt! Vielmehr musste ich das beste daraus machen, dass wir eine hohe Zahl an Ausfällen hatten - natürlich, bei einem Gewerbe wie dem unseren - und die Zahl an Landratten und Leichtmatrosen jene alteingeseßener Seeleute an Bord in der Regel überstieg. Es war mir ein Dorn im Auge, aber im Sinne Raul Vincente Pereras musste es auch damit funktionieren.
Und immerhin - wenn es hart auf hart kam, war selbst der mieseste Seemann unter den Kameraden wertvoll, und wenn nur als Weichziel für den Gegner.
Während ich die Berichte des Quartiermeisters über den Lagerbestand und täglichen Verbrauch an Proviant durchging, schüttelte ich den Kopf. Vielleicht ging ich zu hart mit ihnen ins Gericht. Die beiden frischgebackenen Bootsmänner zum Beispiel, Nel und Dieto, hatte ich regelrecht kielgeholt; so gut wie keine freie Minute, seit wir Anker gelichtet hatten. Aus eigener Erfahrung wußte ich jedoch, dass es das Richtige war; Feuertaufen formen erst einen ordentlichen Seemann aus einem schon formidablen Piraten.
Und Piraten, cabezianische Freibeuter unter Pereras Flagge, das waren sie alle - nur ich brauchte mehr Seeleute, denn Piraten, Hasardeure und Schläger.. davon konnte ich dem Käptn genug liefern.
Tiefe Falten auf meiner Stirn begleiteten die Sichtung der weiteren Berichte des zurückliegenden Tages und guter Teile der Nacht. Schadenberichte im Zuge des Kraken-Zwischenfalls von den Bootsmännern und dem Zimmermann, eine Auflistung der wenigen und venachlässigbaren Verwundeten vom Schiffsarzt... Papierkram, der sich eben wie immer nach dem Durchlaufen sämtlicher Ebenen schließlich bei mir kumulierte. Als Stellvertreter des Käptns oblag es mir, alles ins Reine zu bringen und dem Alten dann Bericht zu erstatten. Er mochte es ordentlich und straff. Ähnlich wie sein jüngster Sohn Juan, der uns nun auf dieser Fahrt begleitete, die als Infernal und Rache an den Mördern seines Bruders dienen sollte.
Das Schlagen der Schiffsglocke riss mich aus meinen Gedanken und ließ mich die Berichte auf später verschieben. Meine Wachschicht begann in Kürze.
Vielleicht sollte ich wirklich weniger Trübsal blasen, dachte ich bei mir, als ich dzum Achterdeck hinaufstieg. Eigentlich machten die Jungs und Mädels ihre Sache gut.
Das sollte mich aber nicht daran hindern, sie noch etwas zu schleifen.
Schließlich galt es, ein rivalisierendes Piratennest auszuradieren, das wir den Seekarten nach zu urteilen noch im Verlauf der morgigen Abendwache erreichen würden.
Ein Klopfen auf Holz.. und da stand er oben...
"Steuermann, das Handlog, wenn ich bitten darf."
Der Nachthimmel war klar und der Wind steif.
Zuletzt geändert von Jaron Sylva am Dienstag 28. Oktober 2014, 17:16, insgesamt 2-mal geändert.
Jaron "Lysander" Sylva, Kapitän der Namenlosen
"Krieg, Handel und Piraterie,/Dreieinig sind sie, nicht zu trennen."
Mephistopheles, Faust II
"Krieg, Handel und Piraterie,/Dreieinig sind sie, nicht zu trennen."
Mephistopheles, Faust II
-
Jacqueline Perera
- Beiträge: 1109
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Tagebuch
Tag 1
Alles aufgefüllt und eingetragen, der Küper macht seine Arbeit gut.
Jean - Küper, das passte, sie harmonierten ziemlich gut, dafür das sie sich kaum kannten.
Yvette - Smutje, sie kocht wunderbar alleine der Duft wenn man in die Kombüse tritt.
Jose - Schiffsarzt, wie auch schon bei ihr selbst erprobt, sie wusste sie konnte sich auf sein Handwerk verlassen,
wer unter seiner Fuchtel ein Bein verlor konnte sich sicher sein das es sauber abgetrennt wird!
Die Maat's alle samt Qualifizierte Leute! Carlos brachte uns wunderbar aufs offene Meer. Jaron wieder dabei zu haben tat genauso gut, ich war froh das er wieder da war. Lana, ich hatte schon lange nichtmehr wirklich mit ihr gesprochen, bis an jenem Abend und ich musste zugeben das es für mich ein Amüsement war. Die Matrosen, nun die machten was sie konnten, taten es mehr oder minder recht gut...bis auf der gerangel in den Seilen, aber das sollte nicht direkt ihr Problem sein ihr Zuständigkeitsbereich war woanders.
Man merkte das sich alle erst einleben mussten, aufeinander einstimmen, der Trubel auf Deck als die Krake sich auf der Toro verirrte....sprach für sich.
Jaqc, keine Ahnung wie er sich hierher verirrte, der Rumfahne zu Urteil schlug ihm das alles ziemlich auf den Magen, scheiße....aber was soll ich anderes tun?
Nel, er machte eine gute Figur auf seinem neuen Posten, wobei er immer eine gute Figur machte, in fast allem.....
Jeder ging seiner Arbeit nach, keiner versäumte etwas, alle lernten dabei...man lernt ja nie aus!
Warten wir die nächsten Tage ab....kommt Zeit....kommt Rat.
Ich genieße die erste Nacht, einfach fast alleine auf Deck, keiner der die ganze Zeit was von mir will. Angenehm.
Tag 1
Alles aufgefüllt und eingetragen, der Küper macht seine Arbeit gut.
Jean - Küper, das passte, sie harmonierten ziemlich gut, dafür das sie sich kaum kannten.
Yvette - Smutje, sie kocht wunderbar alleine der Duft wenn man in die Kombüse tritt.
Jose - Schiffsarzt, wie auch schon bei ihr selbst erprobt, sie wusste sie konnte sich auf sein Handwerk verlassen,
wer unter seiner Fuchtel ein Bein verlor konnte sich sicher sein das es sauber abgetrennt wird!
Die Maat's alle samt Qualifizierte Leute! Carlos brachte uns wunderbar aufs offene Meer. Jaron wieder dabei zu haben tat genauso gut, ich war froh das er wieder da war. Lana, ich hatte schon lange nichtmehr wirklich mit ihr gesprochen, bis an jenem Abend und ich musste zugeben das es für mich ein Amüsement war. Die Matrosen, nun die machten was sie konnten, taten es mehr oder minder recht gut...bis auf der gerangel in den Seilen, aber das sollte nicht direkt ihr Problem sein ihr Zuständigkeitsbereich war woanders.
Man merkte das sich alle erst einleben mussten, aufeinander einstimmen, der Trubel auf Deck als die Krake sich auf der Toro verirrte....sprach für sich.
Jaqc, keine Ahnung wie er sich hierher verirrte, der Rumfahne zu Urteil schlug ihm das alles ziemlich auf den Magen, scheiße....aber was soll ich anderes tun?
Nel, er machte eine gute Figur auf seinem neuen Posten, wobei er immer eine gute Figur machte, in fast allem.....
Jeder ging seiner Arbeit nach, keiner versäumte etwas, alle lernten dabei...man lernt ja nie aus!
Warten wir die nächsten Tage ab....kommt Zeit....kommt Rat.
Ich genieße die erste Nacht, einfach fast alleine auf Deck, keiner der die ganze Zeit was von mir will. Angenehm.
- Juan Aurelio Perera
- Beiträge: 7
- Registriert: Donnerstag 2. August 2012, 04:53
Maldito cabrío!
Was auch immer der Alte noch im Hinterstübchen gelagert hatte - es stank bis zum Himmel und schwärte wie eine schlecht versorgte, eiternde Wunde.
Naturalemente hatte auch die Vorfreude über Ganadors unausweichliches, hässliches Ende etwas mit dem goldblitzenden Grinsen auf der Fratze des Capitanos zu tun, doch da war noch mehr dahinter als nur die Rache für Felipes Tod.
"Nur" die Rache für Felipes Tod...?!
Er hatte seinen Halbbruder nur selten zu Gesicht bekommen und recht innig war ihr Verhältnis nicht gewesen, zumindest nicht für Außenstehende. Jedes Kind Rauls aber lernte über kurz oder lang nicht nur die Vorzüge des Nachnamen "Pereras" kennen und es langte ein Blick in Gracias Antlitz oder damals in Felipes stets verwegene Mimik um zu erkennen, dass sie beide mit dem gleichen Los lebten, wie er:
Stets versuchte man es einer gottgleichen Vaterfigur Recht zu machen und nahm Niederlagen dabei eher bissig und irgendwann nur noch sarkastisch hin. Zynismus war sein Freund, Galgenhumor der tägliche Kumpane und er hatte es Felipe nie angeneidet, dass er, durch die verlorenen Jahre unter dem Bann der Medusen, der Jüngere von beiden war. Für ihn bedeutete dies das ersehnte Leben als Freibeuter und eigener Kapitän, seit er die Tempestad übernommen hatte. Felipes Los hingegen war die plötzliche Rolle als Inselverwalter und Herr der Toro, wann immer es den eigentliche Platzhirsch zu einem mal kürzeren oder längeren Ausflug trieb.
Schlußendlich hatte die Insel Felipes Leben gefordert und dies wiederum sorgte dafür, dass er, Juan Aurelio Perera, nach wie vor eher zu seinem Leben als Kind der Freiheit auf See stand.
Ganador aber sollte bezahlen und dies teuer!
Für den Verrat, welchen er als engster Vertrauter Rauls begangen hatte, für die Jahre hinter Gittern in Rahals Kerkern - allen voran für den Mord an seinem Bruder. Egal welcher oder welche Perera den Wortbrecher erwischten, er würde langsam und mit verdammt viel Blut und Schmerz bezahlen.
Die Familie wusste, wie man mit Verrätern umhing... oder?
Die Blicke ruhten wieder einmal auf der Rothaarigen, deren Nachname und Herkunft in Felipes Schreiben geklärt worden war.
Warum um alles in der Welt ließ Padre sie nach wie vor leben, stellte sie sogar als Quartiermeisterin vor und trug ihm zu, das Geheimnis um deren Identität noch nicht zu verbreiten? Sollten sie doch wissen, dass sie die Tochter eines Eidbrechers war, eines Usurpators namens Joaquin Amado Perera und danach könnte man sie immernoch als bizarres Windspiel vom Mast baumeln lassen.
Da war es wieder, das seltsame Grinsen, als Raul den Blick seines Sohnes bemerkte und dieser war sich langsam sicher, dass da andere Pläne im Bezug auf die ungeliebte Cousine bestanden.
Nur... welche?
Was auch immer der Alte noch im Hinterstübchen gelagert hatte - es stank bis zum Himmel und schwärte wie eine schlecht versorgte, eiternde Wunde.
Naturalemente hatte auch die Vorfreude über Ganadors unausweichliches, hässliches Ende etwas mit dem goldblitzenden Grinsen auf der Fratze des Capitanos zu tun, doch da war noch mehr dahinter als nur die Rache für Felipes Tod.
"Nur" die Rache für Felipes Tod...?!
Er hatte seinen Halbbruder nur selten zu Gesicht bekommen und recht innig war ihr Verhältnis nicht gewesen, zumindest nicht für Außenstehende. Jedes Kind Rauls aber lernte über kurz oder lang nicht nur die Vorzüge des Nachnamen "Pereras" kennen und es langte ein Blick in Gracias Antlitz oder damals in Felipes stets verwegene Mimik um zu erkennen, dass sie beide mit dem gleichen Los lebten, wie er:
Stets versuchte man es einer gottgleichen Vaterfigur Recht zu machen und nahm Niederlagen dabei eher bissig und irgendwann nur noch sarkastisch hin. Zynismus war sein Freund, Galgenhumor der tägliche Kumpane und er hatte es Felipe nie angeneidet, dass er, durch die verlorenen Jahre unter dem Bann der Medusen, der Jüngere von beiden war. Für ihn bedeutete dies das ersehnte Leben als Freibeuter und eigener Kapitän, seit er die Tempestad übernommen hatte. Felipes Los hingegen war die plötzliche Rolle als Inselverwalter und Herr der Toro, wann immer es den eigentliche Platzhirsch zu einem mal kürzeren oder längeren Ausflug trieb.
Schlußendlich hatte die Insel Felipes Leben gefordert und dies wiederum sorgte dafür, dass er, Juan Aurelio Perera, nach wie vor eher zu seinem Leben als Kind der Freiheit auf See stand.
Ganador aber sollte bezahlen und dies teuer!
Für den Verrat, welchen er als engster Vertrauter Rauls begangen hatte, für die Jahre hinter Gittern in Rahals Kerkern - allen voran für den Mord an seinem Bruder. Egal welcher oder welche Perera den Wortbrecher erwischten, er würde langsam und mit verdammt viel Blut und Schmerz bezahlen.
Die Familie wusste, wie man mit Verrätern umhing... oder?
Die Blicke ruhten wieder einmal auf der Rothaarigen, deren Nachname und Herkunft in Felipes Schreiben geklärt worden war.
Warum um alles in der Welt ließ Padre sie nach wie vor leben, stellte sie sogar als Quartiermeisterin vor und trug ihm zu, das Geheimnis um deren Identität noch nicht zu verbreiten? Sollten sie doch wissen, dass sie die Tochter eines Eidbrechers war, eines Usurpators namens Joaquin Amado Perera und danach könnte man sie immernoch als bizarres Windspiel vom Mast baumeln lassen.
Da war es wieder, das seltsame Grinsen, als Raul den Blick seines Sohnes bemerkte und dieser war sich langsam sicher, dass da andere Pläne im Bezug auf die ungeliebte Cousine bestanden.
Nur... welche?
Und das Schiff mit acht Segeln
Und mit fünfzig Kanonen
Wird beflaggen den Mast!
Dreigroschenoper -B.B.
Und mit fünfzig Kanonen
Wird beflaggen den Mast!
Dreigroschenoper -B.B.
- Svetlana Ethered
- Beiträge: 425
- Registriert: Dienstag 21. August 2012, 04:55
Die Hängematte erschütterte, wankte hin und her.
Unruhig, während das Bild des Sonnenunterganges verblasste und einem Sturm Platz machte, der aufzog. Die Bewegungen kamen vom Sturm…?
In weiter Ferne hörte ich eine Stimme:
„Lana…..“
Ich krallte mich in die Hängematte aber das schaukeln wurde stärker…
Hin und her…
Hin und her…
„Verdammt noch mal, Lana!“
Das Bild der Hängematte und des Sonnenuntergang-Sturmes verblasste, und es wurde dunkel.
Ich schob die Hand unter den Kopf, tastete nach der Pistole oder dem Messer unter meinem Kopfkissen.
Das Kopfkissen war aber hart. Und es war keine Waffe darunter.
Blinzelnd schlug ich die Augen auf.
Mein Kopf lag auf Severins Arm (also kein Kopfkissen, das erklärte die fehlende Fluffigkeit), und Melinas Gesicht war nahe zu meinem gebeugt.
„Amiga, endlich bist du wach, herrjeh, deine Wache beginnt“, erklärte sie mit einem Grinsen, für das ich sie jetzt schon hasste.
„Kaffee?“, war meine Gegenfrage, auf die sie den Kopf schüttelte.
„Feuer in der Küche?“, wieder ein schütteln von Melinas Blondschopf.
„Yvette?“, meine letzte Hoffnung, aber auch ein drittes Mal schüttelte sie den Kopf.
Ich hasste es!
Neben mir begann es zu brummen und zu regen, der Mann neben mir entzog mir seinen Arm, so dass ich mich gezwungen sah, den Oberkörper aufzurichten.
Ein leises, zufrieden klingendes Schnaufen entwich von meinem Mann, der sich wieder zusammenrollte und mir den Rücken zudrehte.
Na toll!
Ich erhob mich, was blieb mir auch anderes übrig, und streckte mich. Erstmal halbwegs klar im Kopf werden, bei so wenig schlaf.
Wache… Also wieder in die Rüstung zwängen, nach einer Katzenwäsche.
Während das Blonde nachtstörende Weibsbild sich in ihre Ecke verkroch um sich noch ein wenig Schlaf zu gönnen, schlurfte ich durchs Lager, entzündete das Feuer in der Küche, warf neues Holz aufs Lagerfeuer und setzte einen Kessel Wasser auf.
Yvette wollte sich um das Frühstück kümmern, also konnte ich ihr zumindest was das angeht, ein wenig helfen.
Mein Blick huschte durchs Lager.
Abführ-Gruben… check
Tisch für Karten…check
Küche in Ordnung…check
Brennholz für die Küche…check
Größeres Holz für das Lagerfeuer….check
Verpflegung für alle.. check
Wasser für die Meute…check
Gegend erkundet, Fleisch und Felle gejagt… check
Eigentlich fehlte noch das Zelt, das ich haben wollte, aber ich würde Dieto später noch mal drauf ansetzen. Hatte ich ihm gestern nicht schon die Aufgabe gegeben?
Ich kniff die Augen zusammen.
Ja, doch. Ich würde fragen, was damit ist.
Hier und da aus den Ecken der kleinen Hütten schnarchte es, Mücken surrten um die Köpfe herum, in der Hoffnung, geeignete Stellen zum Stechen zu finden, selbst verteilt mitten im Gras sah ich den ein oder anderen Schopf heraus blitzen.
Was konnte ich über die Neuen sagen?
Ich traute keinem von denen, nicht weiter, als ich sie werfen konnte.
Was erzählten sie, warum sie hier waren?
Einen Steuermann hatten wir,
eine Putzfrau,
ein Prinzesschen in abgefetzten Kleidern, eine, die nicht wusste warum sie da war,
einen, der aus Zufall da war und sich uns anschließen wollte…
Nur wenige wirkliche Seeleute, die zumindest auf Herz und Nieren geprüft werden konnten.
Weichgespülte Landratten.
Ein leises seufzten entfuhr meiner Kehle.
El Capitano würde begeistert sein. Waren das diejenigen, die der Käpt’n eigentlich hatte töten wollen?
Glaubte ich nicht.
Das hieß im Umkehrschluss, es musste noch mehr geben, was wir nur noch nicht entdeckt hatten.
Also noch wachsamer sein.
Ich wusste schon, wieso ich die Wachen von unseren Leuten besetzt haben wollte. Aber das war auch recht schnell in der Einteilung gegangen.
Dieto die erste, Melina die zweite und ich die dritte.
Jetzt konnte ich beim Wachwerden der anderen, noch alle beobachten und mir ein besseres Bild machen.
Einige der neuen haben gestern gut mitangepackt, andere waren eher mit ihrem frechen Mundwerk aufgefallen.
Würden wir also sehen, wie es weiter ginge. Bisher hielt sich ein stetiges, mulmiges kribbeln in meiner Bauchgegend. Ich scheute den Kampf nicht, keine Frage. Aber ich wusste eigentlich immer gern, was auf mich zukommt. Letzteres verschwieg der Käptn, ich war mir ganz sicher, da würde noch mehr folgen. Egal auf welche Art und Weise.
In diesem einen Punkt musste ich Juan Recht geben. Beim Alten wusste man nie, woran man war, und was einen noch im schlimmsten Falle erwarten würde.
Als Yvette aufstand, begann der Tag gut zu werden.
Kaffee, verdammt stark und ein bisschen süß, und was zu essen zwischen den Zähnen, machte alle wieder munter.
Kräfte sammeln für einen neuen Tag in Ungewissheit.
Unruhig, während das Bild des Sonnenunterganges verblasste und einem Sturm Platz machte, der aufzog. Die Bewegungen kamen vom Sturm…?
In weiter Ferne hörte ich eine Stimme:
„Lana…..“
Ich krallte mich in die Hängematte aber das schaukeln wurde stärker…
Hin und her…
Hin und her…
„Verdammt noch mal, Lana!“
Das Bild der Hängematte und des Sonnenuntergang-Sturmes verblasste, und es wurde dunkel.
Ich schob die Hand unter den Kopf, tastete nach der Pistole oder dem Messer unter meinem Kopfkissen.
Das Kopfkissen war aber hart. Und es war keine Waffe darunter.
Blinzelnd schlug ich die Augen auf.
Mein Kopf lag auf Severins Arm (also kein Kopfkissen, das erklärte die fehlende Fluffigkeit), und Melinas Gesicht war nahe zu meinem gebeugt.
„Amiga, endlich bist du wach, herrjeh, deine Wache beginnt“, erklärte sie mit einem Grinsen, für das ich sie jetzt schon hasste.
„Kaffee?“, war meine Gegenfrage, auf die sie den Kopf schüttelte.
„Feuer in der Küche?“, wieder ein schütteln von Melinas Blondschopf.
„Yvette?“, meine letzte Hoffnung, aber auch ein drittes Mal schüttelte sie den Kopf.
Ich hasste es!
Neben mir begann es zu brummen und zu regen, der Mann neben mir entzog mir seinen Arm, so dass ich mich gezwungen sah, den Oberkörper aufzurichten.
Ein leises, zufrieden klingendes Schnaufen entwich von meinem Mann, der sich wieder zusammenrollte und mir den Rücken zudrehte.
Na toll!
Ich erhob mich, was blieb mir auch anderes übrig, und streckte mich. Erstmal halbwegs klar im Kopf werden, bei so wenig schlaf.
Wache… Also wieder in die Rüstung zwängen, nach einer Katzenwäsche.
Während das Blonde nachtstörende Weibsbild sich in ihre Ecke verkroch um sich noch ein wenig Schlaf zu gönnen, schlurfte ich durchs Lager, entzündete das Feuer in der Küche, warf neues Holz aufs Lagerfeuer und setzte einen Kessel Wasser auf.
Yvette wollte sich um das Frühstück kümmern, also konnte ich ihr zumindest was das angeht, ein wenig helfen.
Mein Blick huschte durchs Lager.
Abführ-Gruben… check
Tisch für Karten…check
Küche in Ordnung…check
Brennholz für die Küche…check
Größeres Holz für das Lagerfeuer….check
Verpflegung für alle.. check
Wasser für die Meute…check
Gegend erkundet, Fleisch und Felle gejagt… check
Eigentlich fehlte noch das Zelt, das ich haben wollte, aber ich würde Dieto später noch mal drauf ansetzen. Hatte ich ihm gestern nicht schon die Aufgabe gegeben?
Ich kniff die Augen zusammen.
Ja, doch. Ich würde fragen, was damit ist.
Hier und da aus den Ecken der kleinen Hütten schnarchte es, Mücken surrten um die Köpfe herum, in der Hoffnung, geeignete Stellen zum Stechen zu finden, selbst verteilt mitten im Gras sah ich den ein oder anderen Schopf heraus blitzen.
Was konnte ich über die Neuen sagen?
Ich traute keinem von denen, nicht weiter, als ich sie werfen konnte.
Was erzählten sie, warum sie hier waren?
Einen Steuermann hatten wir,
eine Putzfrau,
ein Prinzesschen in abgefetzten Kleidern, eine, die nicht wusste warum sie da war,
einen, der aus Zufall da war und sich uns anschließen wollte…
Nur wenige wirkliche Seeleute, die zumindest auf Herz und Nieren geprüft werden konnten.
Weichgespülte Landratten.
Ein leises seufzten entfuhr meiner Kehle.
El Capitano würde begeistert sein. Waren das diejenigen, die der Käpt’n eigentlich hatte töten wollen?
Glaubte ich nicht.
Das hieß im Umkehrschluss, es musste noch mehr geben, was wir nur noch nicht entdeckt hatten.
Also noch wachsamer sein.
Ich wusste schon, wieso ich die Wachen von unseren Leuten besetzt haben wollte. Aber das war auch recht schnell in der Einteilung gegangen.
Dieto die erste, Melina die zweite und ich die dritte.
Jetzt konnte ich beim Wachwerden der anderen, noch alle beobachten und mir ein besseres Bild machen.
Einige der neuen haben gestern gut mitangepackt, andere waren eher mit ihrem frechen Mundwerk aufgefallen.
Würden wir also sehen, wie es weiter ginge. Bisher hielt sich ein stetiges, mulmiges kribbeln in meiner Bauchgegend. Ich scheute den Kampf nicht, keine Frage. Aber ich wusste eigentlich immer gern, was auf mich zukommt. Letzteres verschwieg der Käptn, ich war mir ganz sicher, da würde noch mehr folgen. Egal auf welche Art und Weise.
In diesem einen Punkt musste ich Juan Recht geben. Beim Alten wusste man nie, woran man war, und was einen noch im schlimmsten Falle erwarten würde.
Als Yvette aufstand, begann der Tag gut zu werden.
Kaffee, verdammt stark und ein bisschen süß, und was zu essen zwischen den Zähnen, machte alle wieder munter.
Kräfte sammeln für einen neuen Tag in Ungewissheit.
- Enrique Fernandez
- Beiträge: 35
- Registriert: Samstag 21. Juni 2014, 18:36
Erschöpft sank Enrique neben der Kanone nieder. Eher automatisiert statt bewusst suchte die Hand den Weg zur Mantelinnentasche und friemelte wie gewohnt eine dünne Zigarre hervor. Er rauchte viel während der letzten Tage aber er hatte ja auch deutlich mehr zu tun. Träge spähte er durch die Luke, sein Blick galt der Insel el Escondite auf welcher seine Kameraden unter dem Kommando des Kapitäns den Feind bekämpften. Enrique selbst hatte sich die Erlaubnis eingeholt auf dem Schiff zu bleiben um sich um die Kanonen zu kümmern. In seinem neuen Posten als neuer zweiter Kanonier wollte er sich schließlich beweisen. Außerdem sank das Risiko abgestochen oder erschossen zu werden doch das würde er weder sich selbst noch seinen Kameraden gestehen. Ein Grinsen huschte über seine Züge als er an das Lob zurück dachte welches er vom ersten Maat für das Abfeuern der beiden Salven erhalten hatte. Dabei fehlte es ihm noch deutlich an Übung vor allem was Geschwindigkeit beim Nachladen wie auch das genaue Anvisieren eines Ziels anging. Doch seine Kameraden hatten das vortrefflich ausgeglichen als sie ihn an den Kanonen unterstützten. Bei Gelegenheit würde er einen der Veteranen an Bord ansprechen und um Unterricht bitten denn wenn es mal zu einem richtigen Kampfeinsatz kommen sollte musste er erfahrener sein.
Einen Augenblick lang schloss er die Augen und genoss den schweren Tabakgeschmack seines Rauchwerks. Das Gemeinschaftsgefühl auf der Toro war außergewöhnlich. Natürlich gab es auch hier eine strenge Rangordnung und man musste aufpassen wenn die Offiziere und Bootsmänner unterwegs waren. Doch bei den ganzen Verschwörungen, Intrigen und Meutereien die er während seiner letzten Seereise auf dem Schiff seines Vaters erleben musste war es ein Segen vertrauen zu können. Vertrauen in einen Haufen individueller Chaoten vereint unter der schwarzen Flagge. Leise musste er auflachen. „Loco haste la muerte, eh?“ sprach er ruhig zu sich selbst und musste breit Grinsen. Auch das Sie da war freute ihn obwohl sie bisher noch keine Gelegenheit hatten zu sprechen seid sie auf See waren und er davor selbst viel unterwegs war. Ob sie ihm das Übel nahm? Wahrscheinlich würde ihr Temperament wieder etwas überkochen sobald sie etwas Zeit für sich hatten aber das genoss er auch so an ihr. Und solange sie auf der Toro unterwegs waren kam es vermutlich eh nicht dazu.
Ruhig sog er den letzten Rest seines Rauchwerks ein und schnipste den Stummel durch die Luke hinaus ins Meer. Er hatte lang genug geruht und es gab noch einige Kanonen zu säubern und zu sichern. Ebenso wollte er die Pulver- und Kugellager noch auffüllen bevor der Kapitän zurück kam und der nächste Einsatz der Kanonen anstand. Erst nach Abschluss dieser Arbeit konnte man ihn beobachten wie er sich mit einer Pulle Rum ein ruhiges Plätzchen an Deck suchte und das vom Kapitän verordnete Zielwasser zu sich nahm.
Einen Augenblick lang schloss er die Augen und genoss den schweren Tabakgeschmack seines Rauchwerks. Das Gemeinschaftsgefühl auf der Toro war außergewöhnlich. Natürlich gab es auch hier eine strenge Rangordnung und man musste aufpassen wenn die Offiziere und Bootsmänner unterwegs waren. Doch bei den ganzen Verschwörungen, Intrigen und Meutereien die er während seiner letzten Seereise auf dem Schiff seines Vaters erleben musste war es ein Segen vertrauen zu können. Vertrauen in einen Haufen individueller Chaoten vereint unter der schwarzen Flagge. Leise musste er auflachen. „Loco haste la muerte, eh?“ sprach er ruhig zu sich selbst und musste breit Grinsen. Auch das Sie da war freute ihn obwohl sie bisher noch keine Gelegenheit hatten zu sprechen seid sie auf See waren und er davor selbst viel unterwegs war. Ob sie ihm das Übel nahm? Wahrscheinlich würde ihr Temperament wieder etwas überkochen sobald sie etwas Zeit für sich hatten aber das genoss er auch so an ihr. Und solange sie auf der Toro unterwegs waren kam es vermutlich eh nicht dazu.
Ruhig sog er den letzten Rest seines Rauchwerks ein und schnipste den Stummel durch die Luke hinaus ins Meer. Er hatte lang genug geruht und es gab noch einige Kanonen zu säubern und zu sichern. Ebenso wollte er die Pulver- und Kugellager noch auffüllen bevor der Kapitän zurück kam und der nächste Einsatz der Kanonen anstand. Erst nach Abschluss dieser Arbeit konnte man ihn beobachten wie er sich mit einer Pulle Rum ein ruhiges Plätzchen an Deck suchte und das vom Kapitän verordnete Zielwasser zu sich nahm.
-
Jacqueline Perera
- Beiträge: 1109
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Küper, Smutje und Schiffsarzt werden einen Zettel überreicht bekommen.
Ahoi Küper,
Jean, ich brauch eine aktuelle Liste mit allem was wir nun haben damit wir richtig wirtschaften können.
Gracias
Quartiermeister
Ahoi Smutje,
Yvette, sag mir was du benötigst damit wir's vom Schiffslager holen können.
Gracias,
Quartiermeister
Ahoi Schiffsarzt,
Jose, sag mir was du brauchst damit wir dein Lager hier richtig auffüllen können.
Gracias,
Quartiermeister
Zuletzt geändert von Jacqueline Perera am Mittwoch 29. Oktober 2014, 12:37, insgesamt 2-mal geändert.
- Carlos Viento
- Beiträge: 282
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Schiffstagebuch – C.V. - El Tiburón- 1. Steuermann - Tag 2:
Geschwindigkeit: 0 Knoten - Vor Anker
Wetter: Mild
Windstand: Laues Landlüftchen
Viecherlage: Vorwiegend Fellig
Standort: El Escondite.
Das Einschiffen gestaltete sich gewohnt lautstark und dramatisch. Kurz vor den scharfen Klippen galt es das Schiff aus dem Wind zu holen. Quin macht sich und führt die Befehle als Rudergängerin gut aus. Könnte eine gottverdammte Steuerfrau aus ihr machen. Aber es soll die Navigation sein, schön und gut. Kanonensalven kündigten uns an und donnerten auf die Insel hernieder. Ein guter Einstand. Die Beiboote wurden zu Wasser gelassen, einige blieben zurück zur Sicherung des Schiffes. Der Grossteil fuhr mit. Musketen entblösst und Messer gewetzt.
Landgang. Für ein Schmugglernest etwas mickrig. Zelte und vereinzelte zusammengezimmerte Bretterbuden. Die Bevölkerung, ein zufällig zusammengewürfelter Haufen. Sie hatten zuerst die Nerven sich uns entgegenzustellen, lebensmüde Narren. Aber nicht ganz so lebensmüde wie zuerst gedacht. Sie liessen ab von ihren Waffen und fügten sich.
Einteilung in Gruppen erfolgte durch den Ersten. War Teil seiner Suchmannschaft. Haben einen alten Kerl gefunden, Jonte, ehemaliger Steuermann, könnte interessant werden. Alte Schule wie Jaron sagte, 'Recht sou' pocht mir im Kopf herum, immer wenn ich den Namen nur denke. Vielleicht leiden wir alle an solchen Ticks. Jonte half uns einige Mädels die sich in einem Haus verschanzt haben rauszulocken. Einfaches Spielchen. Aber neue Weiber bedeuten auch Ärger. Deren Gebiet ist nicht abgesteckt und die Hunde buhlen hechelnd und sabbernd um ihre Gunst - wenn sie sie nicht sogar offen zwingen. Nebensache. Beobachten und abwarten heisst die Devise.
Dann erfolgte das sammeln der Fundstücke. Waren doch einige. Viele schlichtweg Kanonenfutter, ein paar Interessanter als die anderen, aber das ist Geschmackssache. Mir wars generell zu laut. Der Erste ordnete an das ich mich um die gelernten Seefahrer kümmern sollte. Alte Fragen, neue Antworten. Mal sehen was man mit dem Frischfleisch anfangen kann.
Hoffnung auf Geschmeide hat sich deutlich gemindert. Zwar faselte irgendwer was von einem Schatz, aber bei den vielen Stimmen ist der Wahrheitsgehalt wahrscheinlich eher dem Seemannsgarn anzusiedeln. Abwarten. Jeder Tag bringt neue Überraschungen. Wieso schreib ich das eigentlich?
Geschwindigkeit: 0 Knoten - Vor Anker
Wetter: Mild
Windstand: Laues Landlüftchen
Viecherlage: Vorwiegend Fellig
Standort: El Escondite.
Das Einschiffen gestaltete sich gewohnt lautstark und dramatisch. Kurz vor den scharfen Klippen galt es das Schiff aus dem Wind zu holen. Quin macht sich und führt die Befehle als Rudergängerin gut aus. Könnte eine gottverdammte Steuerfrau aus ihr machen. Aber es soll die Navigation sein, schön und gut. Kanonensalven kündigten uns an und donnerten auf die Insel hernieder. Ein guter Einstand. Die Beiboote wurden zu Wasser gelassen, einige blieben zurück zur Sicherung des Schiffes. Der Grossteil fuhr mit. Musketen entblösst und Messer gewetzt.
Landgang. Für ein Schmugglernest etwas mickrig. Zelte und vereinzelte zusammengezimmerte Bretterbuden. Die Bevölkerung, ein zufällig zusammengewürfelter Haufen. Sie hatten zuerst die Nerven sich uns entgegenzustellen, lebensmüde Narren. Aber nicht ganz so lebensmüde wie zuerst gedacht. Sie liessen ab von ihren Waffen und fügten sich.
Einteilung in Gruppen erfolgte durch den Ersten. War Teil seiner Suchmannschaft. Haben einen alten Kerl gefunden, Jonte, ehemaliger Steuermann, könnte interessant werden. Alte Schule wie Jaron sagte, 'Recht sou' pocht mir im Kopf herum, immer wenn ich den Namen nur denke. Vielleicht leiden wir alle an solchen Ticks. Jonte half uns einige Mädels die sich in einem Haus verschanzt haben rauszulocken. Einfaches Spielchen. Aber neue Weiber bedeuten auch Ärger. Deren Gebiet ist nicht abgesteckt und die Hunde buhlen hechelnd und sabbernd um ihre Gunst - wenn sie sie nicht sogar offen zwingen. Nebensache. Beobachten und abwarten heisst die Devise.
Dann erfolgte das sammeln der Fundstücke. Waren doch einige. Viele schlichtweg Kanonenfutter, ein paar Interessanter als die anderen, aber das ist Geschmackssache. Mir wars generell zu laut. Der Erste ordnete an das ich mich um die gelernten Seefahrer kümmern sollte. Alte Fragen, neue Antworten. Mal sehen was man mit dem Frischfleisch anfangen kann.
Hoffnung auf Geschmeide hat sich deutlich gemindert. Zwar faselte irgendwer was von einem Schatz, aber bei den vielen Stimmen ist der Wahrheitsgehalt wahrscheinlich eher dem Seemannsgarn anzusiedeln. Abwarten. Jeder Tag bringt neue Überraschungen. Wieso schreib ich das eigentlich?
- Carlos Viento
- Beiträge: 282
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Jaron wird eine Kladde überreicht in der offenbar mit Mühe ordentlich geschrieben wurde. Ganz offensichtlich eine Liste. Natürlich fehlen einige Tintenkleckse und schnell geschriebene Berichtigungen nicht.
Ahoi Erster,
Hier die Liste der gelernten Seefahrer "Fundstücke" die du wolltest.
Rodriguez Avaiol - War nach eigenem Angaben mal Käpt'n auf 'nem Schiff. Ihm fehlt ein Bein und ein Auge, hat aber keine Beschwerden und Krankheiten soweit. Takelage geht angeblich, sollte man ausprobieren ob das stimmt. Hab ihm gesagt er soll sich von Jose untersuchen lassen, wie das mit Bein und Auge ist.
Vorerst eingeteilt zum Holznachlegen am Lagerfeuer.
Naldo Pareja - War vorher Matrose auf dem Oberdeck eines Schiffes Namens Delaranda, klingt für mich nach Takelagenäffchen und Schrubber. Erwähnte das er seine Crew verliess weil 'Sie sich ausbeuten liess'. Sollte man im Auge behalten, klingt nach Meuterei oder Desertieren. Keine Gebrechen ausser Einäugigkeit.
Vorerst als Wasserholer eingeteilt - Lana sagte er hat erst versucht Salzwasser statt Süsswasser anzuschleppen. Wurd' geklärt.
Jonte - War Steuermann auf der Sütter Deern, keine gebrechen soweit. Hat die Insel erkundet und hat sich einige Stellen gemerkt. Irgendwo solls im Nordosten eine Höhle geben. Da er uns bis jetzt nicht angeschmiert hat, glaub ich ihm.
Vorerst zu Nora geschickt und soll mit ihr eine Umgebungskarte der Insel anfertigen.
Leona; Leonid; Leandro - War Kanonier auf der Jolly Roger und vorher wohl im Krähennest. Könnten ihn als Pulveraffen gebrauchen, um mal zu sehen was er kann, soll sich mal Fernandez ansehen, auch wenn der selber noch Grün ist. Ansonsten keine Gebrechen oder Krankheiten. Schien kräftig.
Vorerst zum Gruben ausheben zu Lana geschickt. Für... die wichtigen Geschäfte... du verstehst.
Federica "Fee" Inez - Ausguck auf der Fortuna. Sagte sie 'könnte auch navigieren und steuern'. Gebrechen und Krankheiten - natürlich - Fehlanzeige. Wirkte ein wenig eintönig musste mal selber drüberschauen.
Vorerst zum Wasserreichen rumgeschickt.
Hoffe du kannst was damit um.
Steuermann

Ahoi Erster,
Hier die Liste der gelernten Seefahrer "Fundstücke" die du wolltest.
Rodriguez Avaiol - War nach eigenem Angaben mal Käpt'n auf 'nem Schiff. Ihm fehlt ein Bein und ein Auge, hat aber keine Beschwerden und Krankheiten soweit. Takelage geht angeblich, sollte man ausprobieren ob das stimmt. Hab ihm gesagt er soll sich von Jose untersuchen lassen, wie das mit Bein und Auge ist.
Vorerst eingeteilt zum Holznachlegen am Lagerfeuer.
Naldo Pareja - War vorher Matrose auf dem Oberdeck eines Schiffes Namens Delaranda, klingt für mich nach Takelagenäffchen und Schrubber. Erwähnte das er seine Crew verliess weil 'Sie sich ausbeuten liess'. Sollte man im Auge behalten, klingt nach Meuterei oder Desertieren. Keine Gebrechen ausser Einäugigkeit.
Vorerst als Wasserholer eingeteilt - Lana sagte er hat erst versucht Salzwasser statt Süsswasser anzuschleppen. Wurd' geklärt.
Jonte - War Steuermann auf der Sütter Deern, keine gebrechen soweit. Hat die Insel erkundet und hat sich einige Stellen gemerkt. Irgendwo solls im Nordosten eine Höhle geben. Da er uns bis jetzt nicht angeschmiert hat, glaub ich ihm.
Vorerst zu Nora geschickt und soll mit ihr eine Umgebungskarte der Insel anfertigen.
Vorerst zum Gruben ausheben zu Lana geschickt. Für... die wichtigen Geschäfte... du verstehst.
Federica "Fee" Inez - Ausguck auf der Fortuna. Sagte sie 'könnte auch navigieren und steuern'. Gebrechen und Krankheiten - natürlich - Fehlanzeige. Wirkte ein wenig eintönig musste mal selber drüberschauen.
Vorerst zum Wasserreichen rumgeschickt.
Hoffe du kannst was damit um.
Steuermann
-
Gast
... und dann war da noch der Kuchen!
Gut, im Grunde lag es ganz offensichtlich nicht an der herrlichen Bananencreme im Törtchen, welche da im Mund den Gaumen sanft umschmeichelte oder an dem köstlichen Duft, den das kleine Gebäckstück zuvor schon in ihrer Hand verbreiten konnte, sondern eher an der Person die ihr jenes zugesteckt hatte. Beiläuft, ungeniert und so nonchalant, dass sie im ersten Moment dachte es hätte sich um ein Stück Holz oder etwas Seil gehandelt. Nur das Seilfasern und Holzsplitter eben nicht so angenehm rochen!
Das Köpfchen realisierte irgendwann auch, was die Nase längst gemeldet hatte und so stand sie da, das Küchlein in der Hand und kam nicht umhin ihr "Merci" recht gerührt und ergriffen leise in Richtung Gönner zu flüstern. Es wurde mit einem eher verschmitzten Zwinkern quittiert und auch dies fühlte sich stimmig und gut an.
Da die graurosaleberwurstfarbenen Windungen unter der Schädeldecke immer dazu tendierten noch ein wenig länger an Informationen zu nagen, hatte sie das Gebäckstück bereits herabgemümmelt, als der Wunsch langsam zu entstehen begann, ja sich erst einmal konkreter definierte:
"Du möchtest gern hier bleiben, beim Steuer und du willst hier auch lernen, n'est-ce pas?"
"Ja... du doch auch."
"Das liegt daran, dass wir nur eine Person sind, nämlich du... ich. Idiota!"
"Sag dieses Wort nicht, es stimmt mich traurig..."
"Bon, dann sag ich eben: red mit dem Kapitän, du Heulsuse und zögere nicht!"
Ja, es galt nun nur noch den rechten Moment abzuwarten und dieser war eben nicht gegeben, als sie unter der Führung Carlos' die Riffe und felsenmaulartigen Untiefen vor der Insel umschipperte, er war nicht in Aussicht, als sie sich gegen das Steuer stemmte, um es zurück zu reißen und dennoch so unglaublich richtig am Platz fühlte.
Richtig am Platz, das war es!
Es hatte mit dem süßen Geschmack der plötzlichen Freiheit vor wenigen Mondläufen begonnen, war zum Gemeinschafts- oder gar Familiengefühl im Bunde des Packs gewachsen und nun schien es fast so, als hätte sie - Quinith, die Nichtschwimmerin, Höhenangstmemme, unter-Deck-Verbannte - endlich einen Ort auf dem schwarzen Schiff gefunden, welcher sie nicht mehr geistig in die Vergangenheit beförderte und stattdessen ihren alten Charakter weckte, ihr regelrecht zurückgab, was verloren schien: Selbstwert und Selbstachtung.
"Weil du... weil ich mich einfach nicht schlecht anstelle, hierbei."
Nüchterne Ratio, wie Recht du doch hast.
Es galt abzuwarten, bis nach all dem Durcheinander an Land und dem bizarren Zusammentreffen mit den recht wirren Gestalten der Gestrandeten endlich am Morgen danach Zeit für einen kurzen Schwatz mit dem Kapitän war.
Geäußert wurde ein neuer, doch echter Herzenswunsch...
Gut, im Grunde lag es ganz offensichtlich nicht an der herrlichen Bananencreme im Törtchen, welche da im Mund den Gaumen sanft umschmeichelte oder an dem köstlichen Duft, den das kleine Gebäckstück zuvor schon in ihrer Hand verbreiten konnte, sondern eher an der Person die ihr jenes zugesteckt hatte. Beiläuft, ungeniert und so nonchalant, dass sie im ersten Moment dachte es hätte sich um ein Stück Holz oder etwas Seil gehandelt. Nur das Seilfasern und Holzsplitter eben nicht so angenehm rochen!
Das Köpfchen realisierte irgendwann auch, was die Nase längst gemeldet hatte und so stand sie da, das Küchlein in der Hand und kam nicht umhin ihr "Merci" recht gerührt und ergriffen leise in Richtung Gönner zu flüstern. Es wurde mit einem eher verschmitzten Zwinkern quittiert und auch dies fühlte sich stimmig und gut an.
Da die graurosaleberwurstfarbenen Windungen unter der Schädeldecke immer dazu tendierten noch ein wenig länger an Informationen zu nagen, hatte sie das Gebäckstück bereits herabgemümmelt, als der Wunsch langsam zu entstehen begann, ja sich erst einmal konkreter definierte:
"Du möchtest gern hier bleiben, beim Steuer und du willst hier auch lernen, n'est-ce pas?"
"Ja... du doch auch."
"Das liegt daran, dass wir nur eine Person sind, nämlich du... ich. Idiota!"
"Sag dieses Wort nicht, es stimmt mich traurig..."
"Bon, dann sag ich eben: red mit dem Kapitän, du Heulsuse und zögere nicht!"
Ja, es galt nun nur noch den rechten Moment abzuwarten und dieser war eben nicht gegeben, als sie unter der Führung Carlos' die Riffe und felsenmaulartigen Untiefen vor der Insel umschipperte, er war nicht in Aussicht, als sie sich gegen das Steuer stemmte, um es zurück zu reißen und dennoch so unglaublich richtig am Platz fühlte.
Richtig am Platz, das war es!
Es hatte mit dem süßen Geschmack der plötzlichen Freiheit vor wenigen Mondläufen begonnen, war zum Gemeinschafts- oder gar Familiengefühl im Bunde des Packs gewachsen und nun schien es fast so, als hätte sie - Quinith, die Nichtschwimmerin, Höhenangstmemme, unter-Deck-Verbannte - endlich einen Ort auf dem schwarzen Schiff gefunden, welcher sie nicht mehr geistig in die Vergangenheit beförderte und stattdessen ihren alten Charakter weckte, ihr regelrecht zurückgab, was verloren schien: Selbstwert und Selbstachtung.
"Weil du... weil ich mich einfach nicht schlecht anstelle, hierbei."
Nüchterne Ratio, wie Recht du doch hast.
Es galt abzuwarten, bis nach all dem Durcheinander an Land und dem bizarren Zusammentreffen mit den recht wirren Gestalten der Gestrandeten endlich am Morgen danach Zeit für einen kurzen Schwatz mit dem Kapitän war.
Geäußert wurde ein neuer, doch echter Herzenswunsch...
- Jaron Sylva
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Logbuch
Toro de la Muerte, unter Kapitän R. V. Perera
29. Goldblatt 257
Kurs Nord-Nordost, um drei Glasen der Abendwache zwei Strich nach West
6 Knoten Fahrt
Brise bis steifer Wind
Haben die Gepressten von Escondite an Bord genommen. Werden in Wachen eingeteilt,
wer sich als unnütz oder faul erweist, geht über Bord. Befehl des Alten.
Männer sind in guter Stimmung, obwohl die Beute mager ausfiel. Nur Habseligkeiten und
wenige Schätze Kapitän Ganadors und seiner Männer.
Immerhin dessen Kopf für die Kajüte des Alten.
Hat kurzen Prozess gemacht mit dem Verräter, Meute war begeistert.
Hundswache übernommen. Weitestgehend ereignislos. Gab kleine Querelen in der
Mannschaft, harmlos, lasse ihnen Freilauf. Haben es sich verdient.
Morgen wird La Cabeza in Sicht kommen.
Handlogg alle drei Glasen.
Erster Maat
Jaron "Lysander" Sylva, Kapitän der Namenlosen
"Krieg, Handel und Piraterie,/Dreieinig sind sie, nicht zu trennen."
Mephistopheles, Faust II
"Krieg, Handel und Piraterie,/Dreieinig sind sie, nicht zu trennen."
Mephistopheles, Faust II