Tödliche Gedanken

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Gast

Tödliche Gedanken

Beitrag von Gast »

Als er begonnen hatte mit dieser Art von Leben war er mit seinen Brüdern zusammen, die wachsende Macht die von ihnen ausging ließ ihn immer wieder in Trance verfallen. Dann der Höhepunkt: Das anheimfallen des Glaubens an Kra'thor. Anfänglich war es beflügelnd, später zehrte es mehr und mehr an seinen Kräften, seinem Willen und seiner Motivation. Die Ewigkeit als Last zu ertragen raubte ihm den Willen zu existieren.

Dieser Abend war von einigen Dingen geprägt die er schon eine Weile vor sich hergeschoben hatte, die er jedoch durchaus als Schuldschein auf seinem Kerbholz hatte. Anfänglich hatte er Unterstützung empfangen von Albertus, einem Mann der sich bereits etabliert hatte. Die geliehene Rüste von ihm, hatte er ihm im Gemeinschaftsraum der Diener hinterlegt samt all seinem Gold..Er sollte es bekommen.. denn für das bevorstehende war klar, das weder Rüste noch Gold ihm nutzen sollten.

Er hielt seine Gedanken davon ab, zu sehr einkehr in seinem Geiste zu nehmen ehe er sich an den Ort begab, an dem er an der Seite von vielen Skelleten einst geschworen hatte Kra'thor zu dienen. Der Gedanke an die bevorstehende Konsequenz jagte ihm einen Schauer über den Rücken.

Als er nunmehr die magische Barriere passierte und in die Geisterstadt einkehrte, lehnte er sich gegen die Wand eines zerfallenen Hauses und kreuzte seine Arme ineinander. Mehrere Male atmete er tief ein, bevor er sich das erste Mal erlaubte seine Gedanken für längere Zeit einzug in seinem Geiste zu gewähren und sie dem Herrn auf dem Silbertablett zu servieren:

"Ich bin diesem Leben überdrüssig. Mein weiterer Dienst sei verweigert. Mein Versprechen an dich gebrochen. Mein Glaube an dich und diese Sache zerronnen."

Er zögerte einen Augenblick ehe er diese Worte laut aussprach und damit nicht nur die Aufmerksamkeit der Skelletkrieger auf sich zog. Die Strafe für seine Ungehorsamkeit folgte prompt. Sie machten sich wie Schakale über ihn her... zerfetzten sein Fleisch in ettliche Stücke und zogen ihm dieses von seinen Knochen ab.

Endlich hatte ihn der Tod ereilt... und endlichkonnte er ruhen in der Dunkelheit.
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