Nun ist er doch gekommen… der Tag vor dem ich mich fürchtete und den ich zur selben Zeit ersehnte… verspricht er doch Erlösung vor der Ungewissheit und doch… was ist, wenn mir genommen was mir wichtig sei? Was wenn… nein ich will nicht darüber nachdenken und lasse meinen Blick wandern … das steinerne Ankh erhebt sich vor mir und um mich herum die traute Umgebung der Kirche… warum bin ich in diesem Moment hier? Warum bin ich nicht an dem Orte wo sich ihr Schicksal entscheidet?
Sie will es nicht… sie sagte mir, dass sie es mir ersparen wolle. Ihre Augen zeigten mir, wie ernst es ihr war… ich bin nicht dort…
Ich sollte ihr beistehen, mich für sie einsetzen… ich bin nicht dort…
Sie will es nicht, ich muss ihre Wünsche respektieren… ich bin nicht dort…
Es erspart mir die Qual es hören zu müssen, was sie über sie sagen… ich bin nicht dort…
Ich kann nichts tun… das weiß ich und doch nagt in mir der Zweifel… sollte ich nicht dort sein?
Nein… das sollte ich nicht…
Erhöhen würde sich die Qual, das Leid und auch die Last auf ihren Schultern… ich kann nichts tun… ich kann nur hier sein… hier in den Mauern der Bewahrerin zu Varuna… hier sein und beten… beten, auf dass sie mich erhöre…
Hoffnung… es gibt mir Hoffnung zu beten.
Ihr Licht soll nicht verlöschen! Lass es wachsen… bitte lasse es nicht vergehen, sondern erblühen… beende die Qual und die Zweifel… ich bitte dich…
Ich habe keine Kraft mehr zu schreiben…
Ich kann nur noch beten…
Beten…
Hoffnung.
Aus dem Tagebuch von Sanjana Valeth