Vom Schlachtfeld ins Hospital, der Weg eines Heilers

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Gast

Vom Schlachtfeld ins Hospital, der Weg eines Heilers

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Eilig stürmt der schwer Gerüstete Krieger Dalnar aus dem Arbeitszimmer und eilt die Treppe zum Innenhof der Burg hinab. Den etwas zerknitterten Brief welchen er bei sich trägt drückt er schnell einem Boten in die Hände und jagt ihn aus der Burg. Ob das Schreiben je ankommt kann er wohl nur hoffen. Viel zu nah sind die Feindlichen Soldaten und der Weg, welchen der Bote zu bestreiten hat, war weit. Aber darüber blieb ihm jetzt keine Zeit seine Gedanken zu verschwenden. Er Eilt auf die Brüstung der massiven Mauern und blickt über das weite Land der Baronie. Deutlich kann er schon die Banner der Feindlichen Truppen erblicken und noch deutlicher sah er dass die Bauern und Einwohner des Dorfes nicht früh genug in der Festung sein würden.
Sein Blick wandert hinter sich zum Innenhof der Festung wo sich die Truppen bereits aufstellen und die letzte Kontrolle ihrer Ausrüstung vornehmen. In ihren Augen sieht man eine Mischung aus Angst und Entschlossenheit, Glaube und Ungewissheit. Er muss sich wohl nichts vormachen und denken das jene Soldaten die er dort unten sieht nicht auch wüssten, das dies vielleicht die letzte Schlacht ist, in welche sie ziehen. So erhebt der Krieger ein letztes Mal das Wort vor den Soldaten der Baronie um ihnen Mut und Tapferkeit zuzusprechen:

Kameraden, Schwertbrüder hört mich an.
Ich weiß sehr wohl wie ihr euch heute fühlt.
Ein jeder von euch sorgt sich um Frau, Kind und Familie.
Ein jeder von euch, würde sich am liebsten von einem Barden
den Ausgang der Schlacht bei Wein besingen lassen.

Doch heute stehen wir hier versammelt um unsere letzte große Schlacht zu schlagen.
Und Kameraden, sagt mir, warum sollen nicht wir es sein die besungen werden
in den Liedern der Barden?
Wieso solltet ihr glauben ein Sieg sei ausgeschlossen?
Weil wir weniger sind?
Weil unsere Waffenkammern leer sind?

Es kommt nicht auf das Schwert oder den Pfeil an.
Es kommt auch nicht auf die Menge der Schwerter an.
Es kommt darauf an WER die Schwerter führt.
Und ihr alle meine Kameraden führt die Schwerter mit
reinem Herzen und wahrem Glauben.

Ich erzähle euch was der Barde von dieser Schlacht erzählen wird.
Die tapfersten Soldaten die unsere Baronie je gesehen hat zogen in diese Schlacht.
Und glaubt mir, jeder Mensch der an dieser Schlacht beteiligt war, war so mutig wie
ein Paladin der mit Licht erfüllt wurde. Jeder von ihnen strahlte so sehr das selbst die
Herrin kurz weg schauen musste um den hellen Strahl der von ihnen ausging zu erblicken.

Das wird es sein was er unseren Kindern und Kindeskindern erzählen wird.
Und jetzt lasst uns der Herrin Göttliche Gunst erbitten und das sie auch unsere Angehörigen
unsere Baronie und unseren Kampf schützen mag.


Langsam geht er auf ein Knie hinab und senkt den Kopf. Geschlossen tun es ihm die Truppen im Burghof gleich und verharren auf einem Knie mit gesenktem Haupt. Mit ruhiger aber deutlicher und fester Stimme beginnt er dann erneut zu sprechen:


Temora Lichtbringerin der Menschen,
Bewahrerin des Guten und
Hüterin der Gerechtigkeit.

Beschütze uns in dieser schwersten Stunde.
Gib uns die Stärke im Geiste und im Körper unsere Ehre zu verteidigen.
Denn so verteidigen wir die Unschuldigen.

Schicke uns den Blitz und den Donner und den Sturm,
denn mit deiner Macht werden wir Siegen.

Auf dem Pfad der Gerechtigkeit sind wir gelaufen und wollen wir gehen.
Weiße du uns den Weg und wir bleiben nie stehen.

Gib uns die Kraft auf das wir uns bewähren,
denn wir verteidigen der Schwachen Ehre.


Er verharrt für einen Moment im Stillen in jener Pose ehe er sich erhebt und sein mächtiges Schwert in die Höhe reißt. Die Sonnenstrahlen der Mittagssonne lassen das Schwert dabei aufblitzen und es erscheint als würde die Lichteine Herrin selbst in die Klinge einfahren.

Und nun Kameraden, zeigen wir diesen Ehrlosen Verbrechern das ein reines Herz und wahrer Glaube mehr wiegt denn 1000 Schwerter.

Mit diesen Worten fährt ein Jubel durch die Soldaten und auch sie reißen die Schwerter hinauf.


Kurz darauf führt der Ritter die Truppen aus der Burg hinaus. Sicher empfahl ihm sein taktischer Beistand die sicheren Mauern der Burg nicht zu verlassen. Wofür hatte man sonst eine solche Festung wenn man sich deren Mauern nicht zu Nutze machte. Aber dies würde auch bedeuten dass man einen Großteil der Menschen, welche außerhalb der Mauern lebte, den Feinden wehrlos ausliefern musste. Die meisten würden nicht früh genug die Schützenden Mauern der Burg erreichen und er konnte ihnen niemals beim Sterben zusehen. So führt er das Heer hinaus auf das offene Feld und sie Positionieren sich schützend vor dem Dorf während die Menschen in die Burg fliehen.

Es waren nur wenige Minuten, doch erschienen sie ihm wie endlose Stunden, des Wartens bis die Truppen des feindlichen Heeres am anderen Ende des Hügels aufmarschierten. Beiden Seiten sind sich bewusst dass es keinen Grund mehr für Diplomatisches Gerede gibt. Zu viel Leid haben die Truppen des Dunklen Banners bereits über die Baronie gebracht.

So lassen sich die Truppen des Dunklen Banners auch nicht lange bitten und Stürmen, ob ihrer zahlreichen Überlegenheit, Siegesgewiss vor….
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 22. Oktober 2014, 14:53, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

BOGENSCHÜTZEN FEUER!!!

Laut ertönt der Befehl über das Schlachtfeld und nur wenige Sekunden später hört man das Surren von hunderten Pfeilen die sich ihren Weg in die Reihen der Feinde suchen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht und qualvollen Schreien gehen die ersten Soldaten des Dunklen Banners zu Boden.

Gleich ertönt erneut das Surren der Pfeile und die zweite Welle von Pfeilen geht auf das feindliche Heer nieder.

BOGENSCHÜTZEN ZU DEN SCHWERTERN!!!

Ertönt die laute und deutliche Stimme Dalnars erneut. Zu nah waren die Feinde als das er ausschließen konnte die eigenen Männer zu treffen. Einigen Schützen ist die furcht deutlich aus dem Gesicht zu lesen. Nicht oft mussten sie selbst zum Schwert greifen und doch stehen sie Tapfer und Entschlossen an der Seite der Schwertkämpfer.

Ein lautes Klirren ertönt als die ersten Schwerter auf die Schilde der Feinde krachen.

Für die Lichteine Herrin, lehrt sie Ehrfurcht und Demut!!!

Ertönt die Stimme erneut als er selbst sich in das Kampfgetümmel stürzt. En klirren ertönt als er den Schwerthieb des Feindes mit dem fein verzierten Schild, auf dem das Wappen der Baronie prangt, abwehrt. Sogleich sucht sich das Schwert des Kriegers seinen weg an den Kopf seines Feindes. Ein lautes Scheppern erklingt und sein gegenüber geht zu Boden.
Unzählige seiner Feinde streckt der Krieger so nieder wobei er selbst die Wunden die er erlitten hat nicht verspürt.
Ein blick zur Rechten….. die Flanken…. schießt es ihm durch den Kopf.

Die Flanken, haltet die Flanken sie dürfen uns nicht einkreisen!!!

Laut brüllt er die Worte über das Schlachtfeld doch scheint es schon zu spät, die Flanken des Dunklen Banners legen sich bereits um die Flanken des Heeres der Baronie. Wie eine Schlinge am Galgen beginnt das Dunkle Banner das Heer der Baronie immer weiter einzuengen.

Und dann… plötzlich ein fürchterlich Schmerzhaftes ziehen im Bein des Ritters. Zu spät kann er das Schild zur Seite Reißen. Das Schwert seines Feindes hat sich schon den weg in sein Knie gesucht und eine tiefe Wunde gerissen. Er sackt kurz ein und ist nur für eine Sekunde unachtsam. Eine Sekunde für welche der Feind ihn schnell und schmerzhaft Straft. Ein lauter Knall und der Streitkolben eines anderen schlägt in seinen Helm ein. Ein solch gewaltiger Schlag das dieser gar den Helm weit über das Schlachtfeld schleudert. Der Krieger sinkt auf die Knie und fällt vorneweg mit dem Gesicht auf den Blutgetränkten Acker der Baronie……
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 22. Oktober 2014, 14:52, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

……Zwei Burgfrauen vor einer Bühne. Sagt die eine über den Spielmann im engen Gewand: "Der hat aber ein tolles Organ." Darauf die andere: "Stimmt, aber singen tut er auch nicht schlecht!"

Mit einem grölenden Lachen lässt der etwas aufgequollen wirkende, dickliche Mann die geballte Faust auf den Tisch krachen. Die Bierkrüge machen dabei einen Satz und das Bier verteilt sich auf dem ohnehin schon klebrigen Tisch. Der klebrige Tisch und der verdreckte Boden scheint den Mann aber ebenso wenig zu stören wie die Tatsache dass er wohl der einzige ist der gefallen an seinen Witzen findet. Selbst die Männer an seinem Tisch halten sich mit ihrem Gelächter etwas zurück. Im Gegensatz zu ihm scheinen sie sich sehr wohl bewusst darüber zu sein das sie bislang einzig der schwere Zweihänder, welcher neben dem Mann am Tisch lehnt, vor mehr Ärger bewahrt hat.

Was ist der Unterschied zwischen den Göttern und einem Historiker? Der Unterschied besteht darin das die Götter die Vergangenheit nicht mehr ändern können!

Erneut schlägt der Mann mit der Hand auf den Tisch und Amüsiert sich köstlich über seine eigenen Witze. Für die anderen an seinem Tisch scheint wohl die Grenze der Unterhaltung erreicht als ihr Kumpane sich über die Götter lustig macht. Bemerkbar macht sich dies dadurch dass sich der Tisch langsam leert und Stuhl für Stuhl frei wird.
Den schon recht angetrunkenen dicklichen Mann scheint das aber nicht zu stören. Vielmehr entschließt er sich einfach lauter zu sprechen um die Menschen am Nachbartisch zu unterhalten.
Erwartungsgemäß lässt es auch nicht lange auf sich warten bis ein hoch gewachsener kräftiger Mann an den Tisch herantritt. Er lehnt sich auf den klebrigen mit Bier verschmierten Tisch und richtet das Wort mit ernster Stimme an den Mann.

So dicker Trunkenbold, wir haben nun genug deiner schlechten Witze und Gotteslästereien gehört. Pack dein Zeug und verschwinde!

Der dickliche Mann auf dem Stuhl hebt den Blick etwas an um sein gegenüber in voller Größe zu erblicken. Genüsslich leert er dann erst seinen Bierkrug ehe er ein breites Grinsen aufsetzt. Für die fülle des Mannes erstaunlich schnell holt er dann aus um seinem gegenüber mit aller Kraft den Bierkrug an den Schädel zu schlagen. Von dem Schlag selbst und vor allem der Kraft die in jenem lag überrascht sinkt der hoch gewachsene Mann zu Boden. Der dickliche erhebt sich daraufhin langsam von seinem Stuhl und stellt sich neben den am Boden liegenden. Er Platziert einen rauen Tritt in die Seite des Mannes und lässt den Henkel des Bierkruges den er noch in der Hand hat auf seine Brust fallen.

Ich soll mein Zeug packen sonst was?


Bringt er mit einem breiten Grinsen hervor.
Eine Antwort die wohl nicht zu erwarten ist aufgrund des Zustandes des Mannes, wartet der dickliche gar nicht erst ab und wendet sich dem Tisch zu. Dort greift er den schweren Zweihänder der an jenem Lehnt und wendet sich dann dem Ausgang zu.

Verweichlichtes Pack, die Rechnung übernimmt unser Wohltäter hier am Boden. Er wollte ja schließlich dass ich gehe.

Mit diesen Worten lässt er die Taverne hinter sich und tritt hinaus in die Nacht auf die dunkle kaum beleuchtete Straße. Es war sicher nicht die beste Gegend der Stadt hier. Vielmehr gab es wohl nur sehr wenige Straßen die einen schlechteren Ruf hatten. Aber was sollte er schon befürchten. Er hatte ohnehin schon alles verloren was von Bedeutung war... vor vielen Monden schon an jenem Tag an dem er eigentlich Sterben sollte…
Gast

Beitrag von Gast »

Und Dalnar, fühlst du dich nun besser? Bist du Stolz auf das was du getan hast? Hat es dein Leid gelindert oder dein Herz erfreut?

Ruhig und gelassen erklingt die Stimme hinter ihm. Es war eine jener Stimmen die man in dieser Gegend ganz sicher nicht erwartete.
Dalnar dreht sich langsam um und wendet sich dem Mann zu den er beim hinaustreten aus der Taverne gar nicht wahrgenommen hat. Dabei stütz er sich deutlich auf seinen Zweihänder um das Rechte Bein zu entlasten. Als er sich dem Mann zugewendet hat verzieht er das Gesicht und macht deutlich seine Abneigung offenkundig. Er scheint nicht viel übrig zu haben für jenen Mann der gekleidet in einer Priesterrobe Temoras vor ihm steht.

Ach, das wäre mir ja nun ganz neu wenn es euch Interessieren würde wie ich mich fühle.

Er macht sich gar nicht erst die Mühe den Versuch zu starten um den Spott und die Abneigung welche deutlich in seiner Stimme liegen zu verbergen. Vielmehr untermalt er jene Abneigung weiter mit einem abfälligen Gesichtsausdruck.

Das hier ist nicht was die Herrin für dich vorgesehen hat Dalnar. Das weißt du.

Der Priester deutet mit einer ruhigen Bewegung zur Taverne womit er wohl seine Worte zusätzlich unterstreichen will.

Dalnar wendet den blick kurz vom Priester ab und schaut zur Taverne. Für einen Moment scheint der stämmige Mann tatsächlich nach Worten zu ringen. Der Farbe welche in sein Gesicht steigt mag man jedoch schnell entnehmen das dieses ringen weniger von Gerührtheit kommt denn von steigender Wut.

HAH!! Ist das so ja? Welche großen Pläne hat deine Herrin denn mit einem verkrüppelten wie mir! Welche Pläne hatte sie denn als sie mir auf dem Schlachtfeld den letzten Funken Ehre nahm als sie jeden meiner Männer sterben ließ AUSSER MICH???


Der etwas dickliche Dalnar scheint bei seinen Worten deutlich um Fassung zu ringen. Die weißliche Verfärbung der Knöchel seiner zur Faust geballten Hand zeigen deutlich dass er bemüht ist seine Wut zurück zu halten.

Ach ja, vergessen wir nicht die Träume mit denen sie mich jede Nacht aufs Neue Quält!
Ja doch ihr habt recht Priester, wirklich sehr besorgt eure Herrin….
Eure Herrin schert sich einen Dreck um mich, und wenn sie es tut, dann scheint sie mich wohl zu Hassen. Also erspart mir euer leeres Gerede.


Mit diesen Worten macht Dalnar kehrt und verschwindet Humpelnd auf den Zweihänder gestützt im Dunkeln der Gassen.

Der Priester schaut ihn mit bedrückter und etwas mitleidiger Mine nach.

Dalnar setze keine Fragezeichen wenn die Herrin einen Punkt setzt.

Die letzten Worte des Priesters hallen Dalnar hinterher, ungewiss ob er jene noch vernommen hat ehe er irgendwo in eine etwas heruntergekommene Herberge einkehrt.
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 15. Oktober 2014, 18:07, insgesamt 2-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

….. Schreckhaft reißt Dalnar die Augen auf. Die Feuchtigkeit des Untergrundes zieht durch seine Rüstung welche an vielen Stellen zerbeult und durchschlagen ist. Er versucht den Kopf leicht anzuheben, doch nur widerwillig gibt der, von Blut durchtränkte und klebrige Boden ihn frei. Am ganzen Körper schmerzt ihn jede seiner Bewegungen. Besonders schmerzhaft ist jedoch der stechende Schmerz in seinem Knie als würde jemand voller Freude mit seinem Schwert in der Wunde bohren. Einzig der pochende Schmerz in seinem Kopf lenkt ihn etwas von seinem Knie ab. Von schmerzen begleitet senkt er den Blick etwas um seine Rüstung zu betrachten und stellt schnell fest das ein Großteil des Blutes in dem er liegt sein eigenes sein muss. Aus den Arm- und Beinschienen sickert langsam das Blut und an den unzähligen Rissen und Schnitten in der Rüstung bilden sich langsam ebenfalls Bluttropfen.
Er hob den Blick und versuchte sich einen Überblick über das Schlachtfeld zu verschaffen. Das weite Feld welches als Schlachtfeld gedient hatte war soweit er blicken konnte von Leichen bedeckt. Eine erschreckende Stille herrschte welche nur ab und an durch ein leises Stöhnen oder Würgen durchbrochen wurde.

Ein schabendes Geräusch wie wenn ein Schwert eine Kettenrüstung durchdringt, gefolgt von einem kurzen Aufschrei lässt ihn den Kopf herumreißen nur um gleich schmerzlich an seine Situation erinnert zu werden als der stechende Schmerz seinen ganzen Körper durchfährt. Was er sieht lässt ihn erschaudern, sofern man in seiner Situation noch durch irgendetwas erschreckt werden kann. Ein Trupp von 4 Männern schritt über das Schlachtfeld. Einer der Männer war in eine Tiefschwarze Robe mit goldenen Runenzeichen gekleidet und die anderen Drei trugen Rüstungen des Dunklen Banners. Sie durchschritten das Schlachtfeld und betrachteten die gefallenen Männer. Der in Tiefschwarzer Robe gekleidete betrachtete jeden der sich noch irgendwie Regte und fällte dann mit einer abfälligen Handbewegung das Todesurteil welches auch eiligst durch einen der Drei Begleiter ausgeführt wurde. Dabei schien es sie recht wenig zu interessieren ob es sich dabei um einen Krieger der Baronie oder gar einen des eigenen Banners handelt.
Dalnar tastet etwas unbeholfen mit der Hand neben sich in der Hoffnung sein Schwert zu finden. Bei der Bewegung wird einer der Gerüsteten auf ihn aufmerksam und deutet zu ihm während er in Richtung des Berobten spricht. Dieser nickt leicht und wendet sich, nachdem er mit einer wegwischenden Handbewegung noch ein Todesurteil gefällt hat, zu Dalnar um. Als er etwas näher kommt und Dalnars Rüstung erkennt setzt sich ein erfreutes Grinsen auf die Gesichtszüge des Mannes.

Sieh an, ist das tatsächlich die Rüstung eines Ritters? Das ist ja mal eine Abwechslung zu dem ganzen einfachen pack was hier so herumliegt.

Der Spott des Mannes war deutlich in seinen Worten zu hören als er zu Dalnar spricht.

Und Ritter, hast du auch einen Namen? Damit wir wenigstens wissen von wem wir reden wenn wir Heute Abend in der Taverne über deinen Tod lachen?

Die Begleiter des Mannes begannen zu lachen und ihre Rüstung schepperte während sich ihr Brustkorb vom Lachen hebt und senkt. So plötzlich wie sie zu lachen begannen verstummten sie jedoch auch wieder als der Mann sie mit einer Handbewegung zu Recht wies.

Dalar stöhnte als er die Faust um den Schwertknauf ballt und sich mühevoll versucht auf die Knie aufzurichten. Vor Schmerzen verzieht er das Gesicht als er sich auf das Verwundete Knie kniet und mit dem Schwert abstützt um die Balance zu halten.

Naja, da kommt wohl keine Antwort mehr, was soll es, ob er es nun ist oder nicht….

Mit dieser Feststellung machte der Mann wieder eine abfällige Handgeste in Richtung einer seiner Begleiter. Dieser nickt daraufhin nur sacht und macht einen Schritt auf Dalnar zu.

Ich bin Dalnar Esheim,
Hüter der Kriegsherr und Hüter der Baronie.
Ritter der Lichtbringerin Temora
Hüterin der Gerechtigkeit und Bewahrerin allen Guten.


Voller Stolz und Ehrgefühl Donnert Dalnar jedes seiner Worte über das Schlachtfeld. Es scheint als wolle er allein mit seinen Worten seine gegenüber niederstrecken und tatsächlich hält der Gerüstete der auf ihn zukam ihn zu vollstrecken inne. War es auf den Zügen des Gerüsteten die Unsicherheit die einkehrte, so kehrte auf den Zügen des Berobten nur ein hämisches Grinsen ein und er begann mit vor Spott triefender Stimme zu sprechen..

Ohh… Held der Schlacht und Hüter deiner wunderschönen Stadt!
Sieh dich um auf den einst so saftig grünen Wiesen deiner Baronie.
Das einzige was hier noch saftig ist, ist der matschige vom Blut deiner
Männer getränkte Boden.
Wo ist deine Lichtbringerin jetzt und wo war sie in der Schlacht?
Wahrscheinlich lässt sie sich von einem ihrer Lakaien beglücken
während du hier ihren Namen voller Stolz schreist.


Bei diesen Worten fällt es Dalnar sichtlich schwer die Fassung zu wahren. Die Knöchel seiner Faust färben sich Weiß als er die Fäuste ballt um die Wut zu kontrollieren. Doch mit jedem Wort des Berobten kocht die Wut in ihm weiter auf bis auch alle Disziplin diese nicht mehr zu bändigen weiß.

Frevler, hüte deine Zunge oder ich werde sie dir mit eigenen Händen herausreißen.
Ich werde dir die Macht meiner Herrin schon zeigen.


Mit aller Kraft stemmt er sich mit diesen Worten auf das linke Bein und macht aus der Hocke heraus einen Satz nach vorne. Gezielt und für sein gegenüber unerwartet trifft er mit der Schulter den Brustpanzer des Gerüsteten Kämpfers der sich ihm zuvor genähert hatte. Von der Wucht des Aufpralles überrascht taumelt dieser zurück und kommt ins Schwanken. Den Rest tut das Gewicht der Rüstung sowie der weiche Boden hinzu so das der Kämpfer zum fallen kommt. Mit den letzten Kräften in den Armen reißt Dalnar seinen schweren Zweihänder mit. Wahrscheinlich wäre er auch erfolgreich gewesen und hätte auch den Berobten in all der Überraschung überwältigt. Jedoch endet sein Vorstoß abrupt als er sich auf sein rechtes Bein stützt um den nächsten Schritt zu machen. Ein stechender Schmerz strahlt von seinem Knie aus und durchströmt sein Bein bis in den Rücken. Als wäre das Bein nur lebloses Fleisch und Knochen ohne jegliche Muskeln sackt er sofort zur Seite weg. Damit muss der Berobte nicht einmal einen Schritt zurück machen sondern kann sich voller Schadenfreude an dem Anblick des vor ihm zusammensackenden Ritters erfreuen. Mit einem scheppern landet Dalnar mit dem Gesicht vor dem Berobten im Blutdurchtränkten Boden.
Der zweite Gerüstete der bislang teilnahmslos neben dem Berobten stand macht daraufhin einen Satz nach vorne und zieht dabei sein Schwert. Geübt führt er es in Richtung Dalnars Kopf und dort wäre es wohl auch eingeschlagen wenn ihm nicht der Berobte Einhalt gebot.


Lass diesen kleinen vom Licht verblendeten Wurm am Leben.
Sein Tod wäre ihm doch ohnehin nur eine Erlösung. Er soll ruhig
mit dem Wissen weiterleben das nur er diese Schlacht überlebt hat.
All seine Freunde, Gefährten und Untergebene sind Tod oder werden
noch abgeschlachtet. Nur du sollst mit dieser Scham und diesem Hohn
leben dummer Ritter.


Einzig ein Stöhnen war von Dalnar zu vernehmen welches noch von Leben zeugte. Aber dies reichte dem Berobten auch schon. Sichtlich begeistert von dieser Strafe die er sich hatte einfallen lassen winkte er die beiden Gerüsteten mit einem Grinsen zurück.

Los, es wird sicher noch andere geben die darauf warten dass wir uns ihrer annehmen.
Den Rest könnt ihr so abschlachten, ganz gleich wer es ist….


Dalnar sammelte alle Kräfte zusammen und riss den Kopf aus dem Matsch hoch und versuchte sich zu drehen um einen besseren Blick zu haben. Mit einem Rumpeln viel er daraufhin aus seinem kargen Strohbett welches er in dem billigen Tavernenzimmer bezogen hatte. Er verzerrte das Gesicht schmerzerfüllt und brüllte voller Wut als er auf seinem Knie landete und er erneut jene Schmerzen vom Schlachtfeld spürte.
Gast

Beitrag von Gast »

Ein Traum, wie fast jede Nacht erlebte er auch diese wieder seine Schande vom Schlachtfeld. Verflucht seien die Götter, warum tun sie ihm das an fragte er sich Tag für Tag. Sein Blick wanderte zum Fenster und für einen Moment schien er Friede zu finden als er die wundervolle Morgenröte erblickt welche den Himmel färbte. Als ihn jedoch erneut der Schmerz im Knie durchfährt wendet er den Blick vom Fenster ab seinem Knie zu. Vorsichtig versucht er sich aufzurappeln und bemerkt daher auch nicht gleich den Schatten der sich vor ihm auf den Boden abbildet. Es schien als bilde sich dort der Schatten eines Vogels ab, aber woher kam dieser? Erneut blickte er zum Fenster und dort sah er auch die Herkunft des Schattens. Ein Adler hatte sich in das geöffnete Fenster auf den Rahmen gesetzt. Lautlos und binnen Sekunden schien der Adler dort erschienen zu sein. Ungewohnt ruhig und keineswegs schreckhaft saß der Adler im Fenster und schien Dalnar zu betrachten. Fast schon beunruhigend, durchdringend ruhte der Blick des Adlers auf ihm.
Dalnar nahm einen der Krüge die er vor dem Schlafengehen noch geleert hatte und schleuderte diesen in Richtung des Adlers. Obwohl er eigentlich ein geübter Werfer war und in der Taverne eigentlich immer die Köpfe der anderen Gäste traf verfehlte er den Adler. Auch der zweite und der dritte Krug verfehlte das Ziel und unbeeindruckt davon verweilte der Adler auf der Stelle.

Musst du mich jetzt auch schon am Tag Quälen, reicht es dir nicht in der Nacht?

Wut und Trauer schwingen in Dalnars Worten, welche er dem Adler entgegen wirft, mit. Der Adler jedoch scheint still zu verharren und wartet den Moment ab bis Dalnar sich beruhigt hat. Nur um dann sein prachtvolles Gefieder auszuweiten und gen Himmel zu gleiten.

Dalnar blieb zurück, leer aber ruhig. Irgendwie fühlte er sich wohl. Er fühlte sich als sei er nicht allein. Vielleicht war es alles etwas viel die letzten Tage? Dieser Priester, wieder einmal sein Traum und dann der Adler. Er Atmete tief durch und ein langgezogener Seufzer entrann ihm. Einer jener Seufzer die oft unmittelbar von einer Erkenntnis gefolgt werden das es Zeit ist etwas zu ändern….


….ruhigen Schrittes tritt Dalnar aus der heruntergekommenen Taverne heraus auf die kleine Gasse. Kurz wandte er den Kopf nach links und rechts um die Gasse für einen Moment mit suchendem Blick zu durchschweifen. Insgeheim hatte er wohl gehofft das der Priester welcher ihn vor einigen Tagen aufsuchte hier nur auf ihn wartete und mit offenen Armen empfangen würde. Doch schnell überkam ihn die Erkenntnis das die Herrin es ihm so einfach nicht machen werde.

Leise seufzt er und wendet sich humpelnd in Richtung Tempel-Viertels um die Kirche aufzusuchen. Zumindest vermutete er jenes Viertel in der Richtung, denn aufgesucht hatte er es schon lange nicht mehr…
Nach guten 3 Stunden des planlosen Umherirrens musste er sich eingestehen das er schlicht nicht die geringste Ahnung hatte wo er diesen verdammten Tempel zu suchen habe. Wieder mal von Selbstmitleid und Vorwürfen der Welt gegenüber übermannt beschloss er wie ein trotziges Kind wieder seine geliebte Taverne aufzusuchen. Dort wusste er was er hat und was ihn erwartet.

Kaum umgekehrt vernahm er aus einer Seitengasse drohende Worte.

Na komm schon Möchtegern Seelsorger trenn dich von deinem Klingelbeutel. Deine Herrin wird´s schon verstehen. Die Götter Predigen doch alle das teilen mit den Armen.

Voller Spott und gefolgt von einem hämischen Lachen wurden die Worte gesprochen und ehe eine Antwort kam konnte man auch schon hören wie es zu einem kurzen Kampf kam. Kurz, da er schnell beendet wurde als man vernehmen konnte wie scharfer Stahl sich tief in das Fleisch schneidet. Ein stöhnen gefolgt von schnell näher kommenden Schritten lies darauf schließen das wohl nur einer der beiden noch im stande ist zu laufen. Eilig kam dieser dann auch aus der dunklen Gasse hinausgestürmt und rempelte Dalnar grob an das dieser, ob des ohnehin unsicheren stand, stark ins wanken kam. Etwas überrumpelt fasst sich Dalnar und schaut dem vermummten kurz nach ehe er in die dunkle Gasse eilt.
Schnell erblickt er auch einen berobten auf dem Boden liegen. Er Eilt zu ihm und sinkt mit schmerzverzerrtem Gesicht auf die Knie. Instinktiv zerreist er die Robe an der stelle der Stichwunde. Gelernt hatte er dies alles in seiner Ausbildung, anwenden musste er es aber noch nie. Meist war er es der von Heilern zusammengeflickt wurde.
Schnell schnitt er ein Stück Stoff aus seiner Robe und presst diese auf die stark Blutende Wunde. Viel war nicht hängen geblieben nach all den Jahren doch handelte er ohne zu denken und kontrollierte wie tief der Stich war und ob die Klinge die Organe des Mannes verletzt hatten. Glücklicherweise war der berobte wohl früh genug zurückgewichen so das die Klinge nur Haut und Fleisch verletzten konnte. Mit viel druck presste er den Stofffetzen auf die Wunde und löste seinen Umhang. Diesen schnitt er länglich in Stücke um dem Mann einen provisorischen Verband anzulegen.
Erst nachdem die Blutung so gestillt wurde atmete er einmal tief durch.

Wenn es später noch Blutet erschreckt nicht, das ist gut da es die Wunde reinigt und so einer Entzündung vorbeugt. Aber ihr müsst einen Heiler aufsuchen der euch das Näht.

Ein leises Stöhnen war vom berobten zu vernehmen als dieser den Kopf hebt.

Danke Dalnar, die Herrin muss dich geschickt haben.

Dalnar erschrickt kurz als er seinen Namen vernimmt und schaut nun zum ersten Mal in das Gesicht des Mannes. Vor ihm lag jener Priester den er den ganzen Tag am suchen war.
Mit einem stottern entgegnet er ihm dann.

Herr, ähm, Priester, verzeiht ihr überrascht mich, ich suche euch den ganzen Tag.

Mit leicht verzerrtem Gesicht lächelt der Priester und nickt sacht.

Ja Dalnar, ich weiß. Aber wie bei allem im Leben findet man die Dinge nicht immer dann wenn man sie sucht, sondern wenn es an der Zeit ist.
Die Herrin nutzt uns als ihr Werkzeug. Sie lenkt unsere Wege wenn wir uns vertrauensvoll in ihre Arme geben. Heute war ich ihr Werkzeug um dir deinen Weg zu zeigen.


Sanft legt der Priester seine Hand auf Dalnars Schulter.

Ein Hammer kann sich auch nicht den Nagel aussuchen den er einschlagen muss. Dies entscheidet der Mensch. Und so wie der Hammer des Menschen Werkzeug ist, sind wir das Werkzeug der Herrin. Dalnar, es ist an der Zeit das du deine neue Aufgabe in den Reihen der Herrin antrittst. Sie kann dir den Weg nur weisen, gehen musst du ihn schon selbst mein Freund.

Leicht nickt Dalnar bei diesen Worten.

Ich danke euch für eure weisen Worte Priester. Ich weiß ich war ein Dickkopf, aber ihr habt Recht. Jede Aufgabe welche die Herrin vergibt ist eine Ehrenvolle Aufgabe. Ich verspreche euch, ich werde meine Aufgabe annehmen und der Herrin ein gutes Werkzeug sein.

Beide lächeln leicht und erheben sich. Für beide war das Ziel nun der Heiler, für den einen als Patient, für den anderen als Lehrling…..
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