Das erste was er hörte war das verzerrte Zwitschern eines Vogels.
Das Sonnenlicht, das durch das Laubdach des Waldes fiel, blendete ihn unangenehm für einen Augenblick als er sich aufraffte.
Ein Stück Pilz lag neben ihm als er zu sich kam und ein aufgeschlagenes Buch lag nicht weit davon, wie heruntergefallen oder achtlos ins Gras geworfen.
"Höchst ungewöhnlich.", dachte er bei sich.
Er analysierte kurz die Lage, sofern es ihm die Auswirkungen des Giftes möglich machten. Noch immer musste er viel seiner Willenskraft dafür aufwenden um die Auswirkungen des Giftes zu neutralisieren.
"Ich muss mich getäuscht haben und versehentlich den falschen Pilz genommen haben."
Er nahm das Buch zur Hand und schlug beim Lesezeichen auf.
"Nebelwaldpechling", verlautete der Eintrag. Bei genauerer Betrachtung des Pilzes fiel ihm auf, dass sich die Fleckung geringfügig von der Beschreibung im Buch unterschied. Er hatte - womöglich aus Unachtsamkeit - wohl einen falschen Nebelwaldpechling gewählt. Wäre er nicht ein Elidhrim, er wäre mit Sicherheit tot gewesen. So machte ihm das Gift lediglich zu schaffen.
Er klopft sich die Kleidung sauber und ging zurück nach Ered Luin, um sich zu Hause zu waschen und zu meditieren bis sich die Wirkung des Giftes verflogen hätte.
"Eigenartig.", ging es ihm über die Lippen.
Er konnte sich nicht mehr erinnern wo sein haus gelegen war. Überhaupt bemerkte er jetzt, dass er beachtliche Lücken in seiner Erinnerung hatte.
Sein Verstand suchte nach einer logischen Erklärung. Und in gewohnter Manier fand er sie bald:
Das hochpotente Gift des falschen Nebelwaldpechlings geht mit einer starken Entfaltung von Haluzinogenen und einer beachtlichen Beeinträchtigung des Erinnerungsvermögens einher. Hätte er die Wirkung nicht am eigenen Leib - wenn auch abgeschwächt - gespürt, es wäre ihm spätestens dann klar gewesen als er den Eintrag in seinem Buch weitergelesen sah.
Insofern konnte ihn auch der nackte Zwerg auf dem Pegasus, mitten in Ered Luin, nicht sonderlich überraschen. Nicht einmal ein Zucken einer seiner äußerst feinen Augenbrauen konnte es ihm entlocken. Die haluzinogene Wirkung trat voll in Kraft, aber der vernunftorientierte wissenschaftliche Verstand Galadirions vermochte die Täuschung sofort zu erkennen und rational zu erklären. Denn es wäre unwahrscheinlich einen Sindarin sprechenden Zwergen in der hohen Stadt anzutreffen, und geradezu unlogisch eine so störrische Kreatur auf einem so edlen Tier anzutreffen. Und selbst ein Laie wusste, dass Y´vesliv Fey´ulayn kein Zwergenname war.
Dennoch konnte auch Galadirion eine Gewisse Bewildertheit nicht gänzlich von sich abschütteln und trat eher verhalten auf. Es war ihm mitunter als habe er ganz wesentliche Teile seiner Existenz vergessen. Nichtmal einfache Floskeln wollten ihm einfallen.
Er zog sich zur Meditation zurück um seine Kräfte neu zu bündeln und seine Gedanken zu sammeln. Am Morgen würde er weitersehen und damit beginnen ein Gegengift zu suchen um die Bekämpfung des Giftes voranzutreiben.
Der Widerhall des Lieds
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Gast
Meeresbiologische Betrachtungen und Untersuchungen der Maritimfauna in der epipelagialen Peripherie des Hafenbeckens zu Ered Luin
Untersuchungen und Beobachtungen durch Galadrion en'Noenas
. . . haben Untersuchungen aufgezeigt, dass im Freiwasserbereich des Hafenbeckens nur eine begrenze Artenvielfalt vorhanden zu sein scheint.
Weitere Nachforschungen haben eine überraschende Anzahl an Fremdkörpern pergamentarischer oder gröberer Natur gezeigt. Die am häufigsten vorgefundenen Fremdkörper stellen Pergamente und kleinere Kisten dar. Gelegentlich traf ich in meinen untersuchungen auf löchrige Stiefel. Ein besorgniserregender und verwundernder Umstand war das Antreffen toxischer Belastungen des Hafenbeckens durch gläserne, versiegelte Behälter mit der Aufschrift "Piratenrum". Untersuchungen meinerseits haben gezeigt dass es sich hierbei um ein konzentriert wirkendes Betäubungsmittel handelt. Eine Verseuchung des Hafenbeckens hat sich bisher nicht gezeigt, die Behälter sind in der Regel versiegelt. Es ist dennoch empfehlenswert gefundenes Gift auf angemessene Weise zu entsorgen um größeren Schaden an der Harmonie der Tiefsee oder Verzerrungen in ihrem Klanggefüge zu vermeiden.
Unter den am weitesten verbreiteten Fischen findet sich an erster Stelle der Ered Luiner Breitbarsch. Im Schnitt sind 84 von 286 Fischen Vertreter diese oder einer anderen barschartigen Spezies der Stachelflosser. Gemeinsam mit den Karpfen (55 von 286 Fischen) ergibt sich eine Gesamtanteil der barschartigen Stachelflosser von 139 oder anders gesagt 48,6013986013986%. Die barschartigen Stachelflosser der Barsche und Zander machen folgerichtig den größten Anteil der Fische im Hafenbecken aus. Genaue Ursachen hierfür müssen untersucht werden.
[img]http://s30.postimg.org/4hh6oq06p/barsch_323802.png[/img]
gemeiner Ered Luiner Hafenbarsch der barschartigen Stachelflosser
Unter den anderen Fischarten im periphären Epipelegial verteilen sich die Anteile beinah gleichartig auf die Karpfen (karpfenartige) und Forellen (lachsartige) mit 75 respektive 72 Exemplaren bei 286 beobachteten Fischen. In der logischen Schlussfolgerung also 26,22377622377622% und 25,17482517482517% oder insgesamt 51,3986013986014% des Bestandes im Hafenbecken.
Ein höchst interessanter Umstand, dass die Barschartigen sich in dieser Umgebung so überaus zahlreich auffinden lassen. Möglicherweise speisen sie sich effektiver aus den Energien des Liedes im Wasser als die anderen Arten, begünstigt durch die geringe Salinität.
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Gast
Gedanken und Betrachtungen zur Entwicklung einer wirkungsvollen non-lethalen Verteidigungstechnik bar jeder Waffe
Lebid-Lim
Praktische Anschauungen und Ausführungen durch Überlegungen, Studien und Übungen von Galadrion en'Noenas
. . . vermuten wir deshalb die Essenz des Lieds als Überbleibsel der göttlich gewirkten Primärenergie und dem Schöpfungsgedanken, im Blut und dessen Kreislauf, im Gegensatz zum Klang des Liedes, wie wir ihn wahrnehmen können und der sich in der neuralen Cirkulation findet. Wird die Essenz des Liedes durch das abstoppen des Blutkreislaufs gestört, vergisst das neurale Netz den Klang des Liedes. Es kommt zur Disharmonie; Fehlklänge bilden sich und es kommt zum Schaden für den Betroffenen und den entsprechenden Körperteil, wie wir durch zahllose Beispiele wissen.
Wie in der Natur, so gibt es im Körper Knotenpunkte von Lied und Liedenergie. In meinen Versuchen der Übung des waffenlosen Kampfes konnte ich durch Anwendung des Nestorwissens folgende Hypothese logisch schlussfolgern:
Eine kritische Schwächung bis hin zu einer temporären Paralyse eines Angreifers kann erwirkt werden wenn man den Fluss der Essenz des Liedes durch den Blutkreislauf bei gleichzeitiger Hyperstimulation eines Neural- oder Klangknotens erwirkt. Die rasche und entschlossene Stimulierung eines geeigneten Knotenpunktes ist die empfohlene Vorgehensweise, die sich in Versuchen am meisten bewährt hat. Meine Versuchreihen zeigten eine Wahrscheinlichkeit von 99,997644% für eine gewünschte zeitweise Inkapazitierung des Agressors bei korrekt angewandter Grifftechnik auf. Ein flinkes Eingreifen ist deshalb die empfohlene Methode aus der sich der Name der Technik ableitet:
Lebid-Lim, der flinke Finger.
[img]http://loftartsupply.com/wp-content/uploads/2012/05/leonardo-da-vinci-anatomy.4-300x251.jpg[/img]
Der Ansatzpunkt für die erfolgreiche und korrekte Anwendung des Lebid-Lim befindet sich am rem na-rhenc lenn und ungefähr 5 cm unterhalb der Schulter und einen Zoll oberhalb der Achselhöhle. Ein kräftiger, rascher Druck mit dem Daumen wird empfohlen.
Um dem Gebrauch des Armes des Ziels entgegenzuwirken kann zusätzlich ein Handkantenschlag oder gleichsam rascher Druck in der Ellenbeuge angewandt werden.
Für den Gebrauch in der Konfliktsituation empfiehlt es sich die Bewegungsabläufe zu wiederholen und zu verinnerlichen.
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Gast
Als sich Galadrion endlich wieder seinem Kernstudiengebiet widmete, waren einige Tage ins Land gezogen. Durch stete Meditation waren die Auswirkungen des starken Giftes fast gänzlich abgeklungen. Das Gift war unlängst aus dem Körper verdrängt worden und die Gedächtnislücken wurden weniger und kleiner. Jetzt hatte er seine Sachen wieder in Ordnung gebracht, sein Zimmer in Ered Luin wiedergefunden und sich der Pflege der Künste und weiterer Meditationsübungen gewidmet. Auch kleinere Studien über den unbewaffneten Kampf oder das Hafenbecken in Ered Luin nutzte er um seinen Geist zu bündeln und zu erfrischen.
Es war schon spät in der Nacht als Galadrion sich den Übungen im Herstellen unterschiedlicher Tinkturen widmete. Mit Hilfe der Bücher und seinen eigenen Aufzeichnungen, die er in seiner Wohnung wiederentdeckt hatte, legte er sich die Zutaten bereit und begann sie ordnungsgemäß vorzubereiten und zu verarbeiten, so man sie zu einem Trank verbinden vermöge.
Er war nicht lange daran, da kam gwathel Dina'dae von der Jagd herein - und nur die Sterne am Himmel wissen woher gwador Lethalon kam.
Das Alae war allgegenwärtig und die Harmonie war groß zwischen ihnen.
Gemeinsam ließen sie die Ereignisse des Tages revue passieren und besprachen sich über die weiteren Studien der Pflanzen und Tinkturen bevor man allgegenseitig zur nächtlichen Meditation voranschritt.
Es war schon spät in der Nacht als Galadrion sich den Übungen im Herstellen unterschiedlicher Tinkturen widmete. Mit Hilfe der Bücher und seinen eigenen Aufzeichnungen, die er in seiner Wohnung wiederentdeckt hatte, legte er sich die Zutaten bereit und begann sie ordnungsgemäß vorzubereiten und zu verarbeiten, so man sie zu einem Trank verbinden vermöge.
Er war nicht lange daran, da kam gwathel Dina'dae von der Jagd herein - und nur die Sterne am Himmel wissen woher gwador Lethalon kam.
Das Alae war allgegenwärtig und die Harmonie war groß zwischen ihnen.
Gemeinsam ließen sie die Ereignisse des Tages revue passieren und besprachen sich über die weiteren Studien der Pflanzen und Tinkturen bevor man allgegenseitig zur nächtlichen Meditation voranschritt.
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 2. Oktober 2014, 10:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
Von den Essenzen des Knoblauchs und des Ginseng. Eine abschließende Betrachtung der Entgiftungstinkturen aus den Klängen von Knoblauch und Ginseng sowie einige Anmerkungen zu deren Gewinnung und Verarbeitung. Von Galadrion en-Noenas
[img]http://media.nicks.com.au/media/imported-cms/image_200721217113838620.gif[/img]
...hat sich gezeigt, dass eine Verarbeitung den Wirkungsgrad um bis zu 76% steigern kann. Vom bloßen Zerstampfen der Reagenzien mit Mörser und Stößel hin bis zur aufwendigen Konzentration durch einen mehrstufigen Destillationsapparatus (siehe Anhang Fig. iib) als wirkungsvollste Verarbeitung lässt sich die gewonnene Tinktur zur Milderung und Heilung kleinerer bis schwerer Vergiftungen verwenden.
In den Fasern des Knoblauchs und des Ginsengs sind Klänge des Liedes enthalten, die sich, im Zuge einer erfolgreichen Extrahierung und Neuzusammensetzung durch die Bereitung eines entsprechenden Pulvers oder einer Tinktur, bei Ergänzung zu einer entgiftenden Harmonie fügen.
Diese Essenzen erklären darüber hinaus auch den für die beiden Reagenzien durchaus typischen Geschmack und Geruch. Diese eben angesprochene Harmonie nimmt in der Klangstruktur des Anwenders Gifte und Fehlklänge wie ein Schwamm in sich auf und bindet sie dauerhaft. Das Seelenlied des Anwenders wird so bei der Entgiftung unterstützt und die Liedstrukturen durch die harmonisierenden Klangessenzen zurück in die Gefilde des göttlichen Wohlklangs geführt. Schwerwiegende und dauerhafte Fehlklänge können so verhindert und behoben werden.
Meine zweiwöchige Versuchsreihe hat dabei in der Analyse folgende Essenzen in den Reagenzien nachgewiesen: ...
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Gast
Meeresbiologische Betrachtungen und Untersuchungen der Maritimfauna in der epipelagialen Peripherie des Hafenbeckens zu Ered Luin
Untersuchungen und Beobachtungen durch Galadrion en'Noenas
. . .einzelne Exemplare von daeraew urheviad vegorbon-norn na-‘aear ‘rúnen im Umraum des Hafenbeckens zu Ered Luin. Mit dem bloßen Auge sind sie nördlich des Kais sichtbar unter guten Wetterverhältnissen. Die Wahrscheinlichkeit für schlechtere Wetterverhältnisse im Tal ist gering, so dass nach meinen Berechnungen in einer Mehrzahl der Fälle gute Voraussetzungen für eine Sichtung bestehen. Die Tiere sind durch verkümmerte Seit- und Rückflossen gekennzeichnet, womöglich eine Anpassung an das typische Verhalten der Spezies.
Im Gegensatz zu der Mehrzahl der anderen Bewohner des Peripherepipelagials sind sie ausschließlich Bodenwohner, die nach meinen Beobachtungen mehr als zwei Drittel ihrer Tagesaktivität damit verbringen Beute aus dem Hafengrund aufzutreiben. Dazu dienen den Tieren nicht nur eine Art Läufe am Rumpf, sondern ein spezielles Kauwerkzeug mit konischem Verlauf, hart genug um etwa Muscheln zu zerbersten. Darüber hinaus. . .
Betrachtungen zur Fertigung und Anwendung von Gift und den giftähnlichen Tinkturen aus den Essenzen
Untersuchungen und Beobachtungen durch Galadrion en'Noenas
. . .Sorgfalt. Unverzichtbare Bestandteile im Umgang mit der charakteristisch-gelben Tinktur sind entsprechende Vorkehrungsmaßnahmen und eine angemessene Schutzausrüstung.
Neben Handschuhen erweist sich in der Mehrzahl der Fälle eine lederne Maske als Schutz vor den giftigen und teils ätzenden Dämpfen als ein gutes Werkzeug beim Auftragen der Tinktur auf Pfeile oder andere Waffen. Nach meinem derzeitigen Erkenntnisstand lässt sich die Primärreagenz mit einem gewöhnlichen Dolch gut für die Bereitung der Tinktur . . .
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Gast
Er blickte sich verwirrt in den nicht ganz rechteckigen Schluchten um. Eine sah für ihn so aus wie die andere. Es war wie nichts, was er zuvor gesehen hatte. Eine interessante, aber beklemmende Erfahrung so in der Fremde zu irren, ohne die Orientierung der natürlichen Landschaft oder einer aus der Natur in die Natur gewachsenen Stadt nach Art Ered Luins. Er hatte noch nie darüber nachgedacht, aber nun fand er die dichte Anhäufung von Häusern und die immense Masse an Menschen gleichermaßen interessant, wie abschreckend.
Die Gugel ins Gesicht gezogen versuchte er sich etwas Ruhe in der Unruhe der Gassen Adorans zu verschaffen. Der viele Unrat auf den Straßen und die unnatürliche Art der Menschen so zu leben, stieß ihn ab und faszinierte ihn doch aus wissenschaftlicher Neugier heraus. Er war heilfroh als er eine wegweisende Schwalbe erkannte und die gwe-edhil Faen'iell und Elin'thilion im Wirrwarr der Gassen auftauchten, die schon mehr an diese Umgebung gewohnt waren als er und die ihm den Weg zum Hospital weisen konnten.
Er hatte darauf gepocht den Fall zu übernehmen und es gab ihm viel Energie als sein Mentor Lethalon von den Nestryn ihm die Genehmigung gegeben hatte sich um die Patientin im königlichen Lehrhospital zu kümmern. Gemeinsam hörten sich die beiden Ithryn und der Nestor nun die Krankheitsgeschichte an, vernahmen von den Aufzeichnungen der letzten Tage her vom Verlauf des Fehlklangs und machten sich ein Bild darüber.
Die Vorgehensweisen wurden von den Elfen erläutert und erklärt. In den Lehrbüchern war dies die empfohlene Methode da es in alten Zeiten vorgekommen sein soll, dass Elfenheiler versehentlich noch von den Angehörigen der Patienten aus einem Schutzreflex und Unwissen heraus angegriffen oder sogar verletzt worden sein sollten.
Galadrion hatte den Fall schon in Ered Luin genau studiert und in der Analyse und im Vergleich alter Fälle aus den Aufzeichnungen der Nestryn heraus einige geeignete Methoden ausgewählt und vorbereitet.
Doch als er versuchte den Klang der Gerv zu erspüren war es als würde ihm der Boden unter den Füßen weggezogen werden. In seinem Inneren wurde die Harmonie schlagartig gestört, Zweifel kamen auf. Versagensängste, ganz irrationele Gefühle überwältigten den sonst so nüchternen und sachlichen Nestor aus Ered Luin, so dass er selbst kaum wusste wie er diese Gefühle beherrschen oder wie er mit ihnen umgehen sollte. Erschrocken trat er zurück und erstarrte. Es war als wäre alles Wissen wie weggeblasen und Galadrion musste alle Kraft aufwenden um die äußere Ruhe zu wahren. Der Blick wanderte durch den Raum, vorbei an den beiden Liedwirkern, die noch die Klänge ganz intuitiv erforschten, vorüber am Hopsitalpersonal und den besorgten Angehörigen und auf das Gesicht der ordentlich betäubten Patientin. Für Galadrion war das alles nur ein Augenblick, doch für die Außenstehenden muss es eine halbe Ewigkeit gewesen sein, die er dort starr verharrte.
"Gwador Nestor, wir sind Ithryn. Was ist zu tun? Wir kennen nicht das Wissen der Nestry. Du musst etwas sagen".
Die plötzliche Dringlichkeit in der Stimme des Gwador Ithron und der besorgte Blick der Gwathel rüttelten ihn wach. Reflexartig und mit der mühsam aufrechterhaltenen nüchternen Ruhe sprudelt die nach den Aufzeichnungen korrekte Methode aus ihm heraus. Das verinnerlichte Buchwissen quoll aus ihm heraus. Er hörte es selbst kaum recht und es war ihm einen Moment als wüsste nicht recht wie ihm geschah. Die Ergebnisse des Liedvergleiches durch die Ithryn hatte er nur unterbewusst wahrgenommen. Ihm war schlagartig bewusst geworden dass er noch nicht bereit gewesen war. Wie gelähmt stand er da. Hospitalschüler huschten eilig umher, dirigiert von den gwe-edhil ithryn, angeleitet durch Galadrions reflexartige Anordnung, die er zuvor in der Fallanalyse in Ered Luin ausgewählt hatte. Es war ihm als sei er herausgerissen aus der Umgebung und diesem Augenblick in der Zeit.
Langsam aber sicher übermannte Galadrion seine Gefühle. Die innere Ausgeglichenheit kehrte allmählich zurück und er geriet wieder in Einklang mit sich selbst. Er tat einen Schritt voran und zur Mitte des Raumes und konnte noch bei den letzten Handgriffen helfen.
Noch immer gehemmt durch den inneren Schock nahm er allmählich das Gespräch mit Torjan auf. Man verständigte sich und innerlich war Galadrion heilfroh dass die beiden gwe-edhil Ithryn mitgekommen waren. Es war mehr ihnen als ihm selbst zu verdanken, dass die junge Frau noch lebte. Sie, die sie als einzige im Raum auch die innere Unruhe des Nestors Galadrion gespürt hatten, hatten an diesem Abend unglaubliches geleistet.
Galadrion würde am Folgetag noch einmal sehen, dass die in korrekterweise ausgeführte Methode den gewünschten Behandlungseffekt haben würde.
Der Weg aus der Enge der Menschenstadt heraus war äußerlich wie innerlich befreiend für Galadrion. Er atmete auf als er wieder im Nebelwald stand. Was würde Mentor Lethalon nur sagen?
Eines war ihm klar: Er würde sich von nun an viel stärker um die Grundlagen kümmern und sich in den Aufzeichnungen und Büchern der Nestryn vertiefen.
Die Gugel ins Gesicht gezogen versuchte er sich etwas Ruhe in der Unruhe der Gassen Adorans zu verschaffen. Der viele Unrat auf den Straßen und die unnatürliche Art der Menschen so zu leben, stieß ihn ab und faszinierte ihn doch aus wissenschaftlicher Neugier heraus. Er war heilfroh als er eine wegweisende Schwalbe erkannte und die gwe-edhil Faen'iell und Elin'thilion im Wirrwarr der Gassen auftauchten, die schon mehr an diese Umgebung gewohnt waren als er und die ihm den Weg zum Hospital weisen konnten.
Er hatte darauf gepocht den Fall zu übernehmen und es gab ihm viel Energie als sein Mentor Lethalon von den Nestryn ihm die Genehmigung gegeben hatte sich um die Patientin im königlichen Lehrhospital zu kümmern. Gemeinsam hörten sich die beiden Ithryn und der Nestor nun die Krankheitsgeschichte an, vernahmen von den Aufzeichnungen der letzten Tage her vom Verlauf des Fehlklangs und machten sich ein Bild darüber.
Die Vorgehensweisen wurden von den Elfen erläutert und erklärt. In den Lehrbüchern war dies die empfohlene Methode da es in alten Zeiten vorgekommen sein soll, dass Elfenheiler versehentlich noch von den Angehörigen der Patienten aus einem Schutzreflex und Unwissen heraus angegriffen oder sogar verletzt worden sein sollten.
Galadrion hatte den Fall schon in Ered Luin genau studiert und in der Analyse und im Vergleich alter Fälle aus den Aufzeichnungen der Nestryn heraus einige geeignete Methoden ausgewählt und vorbereitet.
Doch als er versuchte den Klang der Gerv zu erspüren war es als würde ihm der Boden unter den Füßen weggezogen werden. In seinem Inneren wurde die Harmonie schlagartig gestört, Zweifel kamen auf. Versagensängste, ganz irrationele Gefühle überwältigten den sonst so nüchternen und sachlichen Nestor aus Ered Luin, so dass er selbst kaum wusste wie er diese Gefühle beherrschen oder wie er mit ihnen umgehen sollte. Erschrocken trat er zurück und erstarrte. Es war als wäre alles Wissen wie weggeblasen und Galadrion musste alle Kraft aufwenden um die äußere Ruhe zu wahren. Der Blick wanderte durch den Raum, vorbei an den beiden Liedwirkern, die noch die Klänge ganz intuitiv erforschten, vorüber am Hopsitalpersonal und den besorgten Angehörigen und auf das Gesicht der ordentlich betäubten Patientin. Für Galadrion war das alles nur ein Augenblick, doch für die Außenstehenden muss es eine halbe Ewigkeit gewesen sein, die er dort starr verharrte.
"Gwador Nestor, wir sind Ithryn. Was ist zu tun? Wir kennen nicht das Wissen der Nestry. Du musst etwas sagen".
Die plötzliche Dringlichkeit in der Stimme des Gwador Ithron und der besorgte Blick der Gwathel rüttelten ihn wach. Reflexartig und mit der mühsam aufrechterhaltenen nüchternen Ruhe sprudelt die nach den Aufzeichnungen korrekte Methode aus ihm heraus. Das verinnerlichte Buchwissen quoll aus ihm heraus. Er hörte es selbst kaum recht und es war ihm einen Moment als wüsste nicht recht wie ihm geschah. Die Ergebnisse des Liedvergleiches durch die Ithryn hatte er nur unterbewusst wahrgenommen. Ihm war schlagartig bewusst geworden dass er noch nicht bereit gewesen war. Wie gelähmt stand er da. Hospitalschüler huschten eilig umher, dirigiert von den gwe-edhil ithryn, angeleitet durch Galadrions reflexartige Anordnung, die er zuvor in der Fallanalyse in Ered Luin ausgewählt hatte. Es war ihm als sei er herausgerissen aus der Umgebung und diesem Augenblick in der Zeit.
Langsam aber sicher übermannte Galadrion seine Gefühle. Die innere Ausgeglichenheit kehrte allmählich zurück und er geriet wieder in Einklang mit sich selbst. Er tat einen Schritt voran und zur Mitte des Raumes und konnte noch bei den letzten Handgriffen helfen.
Noch immer gehemmt durch den inneren Schock nahm er allmählich das Gespräch mit Torjan auf. Man verständigte sich und innerlich war Galadrion heilfroh dass die beiden gwe-edhil Ithryn mitgekommen waren. Es war mehr ihnen als ihm selbst zu verdanken, dass die junge Frau noch lebte. Sie, die sie als einzige im Raum auch die innere Unruhe des Nestors Galadrion gespürt hatten, hatten an diesem Abend unglaubliches geleistet.
Galadrion würde am Folgetag noch einmal sehen, dass die in korrekterweise ausgeführte Methode den gewünschten Behandlungseffekt haben würde.
Der Weg aus der Enge der Menschenstadt heraus war äußerlich wie innerlich befreiend für Galadrion. Er atmete auf als er wieder im Nebelwald stand. Was würde Mentor Lethalon nur sagen?
Eines war ihm klar: Er würde sich von nun an viel stärker um die Grundlagen kümmern und sich in den Aufzeichnungen und Büchern der Nestryn vertiefen.