Was waren sie überhaupt? Eine von Wahnsinn und Fanatismus getriebene Kreation? Eine nach Perfektion strebende Rasse mit festen Regeln welche ein jeder unter ihnen einhalten musste?
Abgestumpft? Grausam? Genügsam? Hasserfüllt?
Von allem etwas würde es wohl ganz gut beschreiben, zumindest war in jedem von ihnen etwas von jenen Dingen zu finden in Manchen von Ihnen, trat das Eine mehr hervor, in Andren das Andere.
Wie eine Krankheit wessen Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt war. Der eine hatte nur nur ein paar vereinzelte Rötungen, wieder Andre dazu einen Ausschlag der bereits erste Schuppen hervor brachte. In einzelnen Fällen faulte gar die Haut am noch lebendigen Leibe vor sich hin.
Als Runenloser war man ein Nichts, das unterste Glied der Nahrungskette welches sich erst beweisen musste um seinen Platz zu erhalten welcher von allen Geschwistern anerkannt werden würde. Als Runenträger war man ein integriertes Mitglied der Gemeinschaft, man hatte sich als nützlich erwiesen, man hatte gezeigt das Vaters Hass hell in einem loderte und jener Hass trieb einen an.
Doch alle hatten das gleiche Ziel weswegen sie alle Hand in Hand arbeiteten und sich gegenseitig ergänzten. Der Hass welcher gegen Jene gerichtet war welche sich Vater entgegen stellten zeigte sich bei jedem anders unter ihnen. Manche waren einfache Sammler wieder andere waren dafür da gesammelte Dinge zu verarbeiten und sie den Geschwistern zur Verfügung zu stellen welche am effizientesten damit umzugehen vermochten.
Viel möchte man meinen, hatte ein Letharf in seinem meist eher kurzen Leben was in den wenigsten Fällen über 100 Winter hinaus ging zu erwarten.... oder besser gesagt in seiner Existenz, in welcher er Vater auf Erden diente und das Ende unaufweigerlich voran trieb.
Das Anhäufen von Reichtümern wie es die Menschlinge all zu gern taten um sich Wohlstand und eine Gesicherte Zukunft aufbauen zu können gab es unter ihnen nicht wenn einer von ihnen im Dienste des Vaters seine Existenz ließ, wurde er ausgeschlachtet um selbst nach seinem Ableben mit den Hinterlassenschaften der Gemeinschaft noch dienlich zu sein.
Der Nutzen und die Effizienz stand immer an vorderster Stelle und ebenso die Wahl des Weibchens was eines der wenigen Dinge war die ein Männchen besitzen durfte welche wohl nach diesen Kriterien ausgesucht wurde. Aron selbst hatte sich bereits eine Lethra genommen von welcher er überzeugt war sie würde seinen Ansprüchen gerecht werden.
War ihr Wille stark genug um unter Vaters Augen die Perfektion zu erreichen welcher alle unter seinen Geschwistern, manche mehr manche weniger nacheiferten? War sie diszipliniert genug keine Fehler zu begehen die auf ihn zurück fallen würden? War ihr Körper akzeptabel und gesund um ihm und Vater männlichen Nachwuchs zu gebären? Dies waren alles Dinge welche in seine Entscheidung eingeflossen war, welche ihn seine Wahl trafen lassen.
Bisher hatte sie seine Erwartungen erfüllt und Aron wusste sie würde dies auch weiterhin tun solange er ihre Erwartungen erfüllen würde. Nun eigentlich gab es keine offensichtlichen Erwartungen welche sie an ihn stellen durfte. Eine Lethra durfte nur hoffen das sie ein Letharf erwählte, welcher ihren Wünschen welche sie niemals hätte laut äußern dürfen entsprach.
Erwartungen.... ja Erwartungen wurden viele an einen Lethyren gestellt, sie waren jene welche eine Führungsposition von Vater zugesprochen bekamen und so gab es nur wenige unter ihnen welche dem gerecht wurden was sie dafür zu leisten hatten um der Perfektion und den Anforderungen Vaters gerecht zu werden.
Aron hatte bereits seine erste Prüfung absolviert, die vielen zerstörten Körper welche in den Höhlen lagen, in welche man ihn brachte ließen darauf schließen das die Erfolgschance nicht die Beste war der Perfektion als Lethyr näher zu kommen. Dennoch überlebte er jene Prüfung, zwar war sein Körper von Dornen durchbohrt, dass Fleisch an seinem Leib hatte einige Verbrennungen erlitten und doch erfüllte er jene Aufgabe welche ihm gestellt wurde.
Schmerzen, Folter, Selbstverstümmelungen waren nichts abnormales unter seinem Volke. Schmerzen schüren den Hass, wie ein Lagerfeuer in welches man neues Holz hinein wirft und dessen Flammen darauf hin höher schlagen und die Hitze fast schon unerträglich wird.
Die Wochen vergingen während er damit beschäftigt war sich weiter darin zu üben mit Vaters Stimme auf das Lied ein zu wirken und seinen Willen diesem widerspenstigen Ding aufzuzwingen. Seine Lethra dagegen hätte man als geschmeidiges Kätzchen betiteln können, so wie er es von ihr verlangte so er in ihrer Nähe verweilte.
Er hatte kein Verlangen danach sie biegen oder brechen zu müssen um an sein Ziel zu gelangen und solange er dazu keinen Grund hatte, ließ er sie gewähren und sich eigenständig entwickeln..... natürlich nur solange dies in die Richtung ging, in der er sie sehen wollte. Ab und an prüfte er sie mit Banalitäten, ließ sich neue Erfolge von ihr vorführen oder beobachtete einfach ihr Verhalten welches sie an den Tag legte.
Die letzten Tage waren ruhig und so konnte er sich einer anderen Aufgabe zuwenden. Eine Aufgabe welche ihm die ehrenwerte Lethry gestellt hatte und welche bereits einen Wochenlauf gekostet hatte in welchem er sich mit der Aufgabe auseinander setzte.
Einen Stab sollte er erschaffen, einen Stab eines Junglethyren würdig, welcher das aufzeigte was er gelernt hatte, welcher das widerspiegelte was er war.
Durchaus kein leichtes Unterfangen und doch half sie ihm der Perfektion näher zu kommen.
Aron würde nicht eher damit aufhören jenes Werkzeug zu formen ehe es nicht die Perfektion erreicht hätte welche von seinen Geschwistern anerkannt worden wäre und welches die eines Menschlings der dazu im Stande war im Lied zu wirken an Perfektion und Vollkommenheit überstiegen hätte.
Durchaus auch die ehrenwerte Lethry hatte ihre Reize doch Aron kannte seinen Stand und so war sie der Mond auf der Wasseroberfläche welchen ein Affe versuchte zu greifen. Doch er war kein Affe welcher beim Fischen nach dem Mond auf der Wasseroberfläche in seiner Schusseligkeit selbst hinein fiel. Aron griff sich lieber das was in seiner Reichweite war, ob nun Melonen oder Kokosnüsse, beides erfüllte seinen Zweck und der Mond würde gewiss des Nachts seinen Weg erleuchten.
Die Luft war trocken und kalt, die alten Gemäuer in welchen ein Bücherregel nach dem anderen und aufeinander stand wurde nur von wenigen Kerzen fahl beleuchtet, während ein einzelner Schatten in spastischen Bewegungen an die Wände geworfen seiner Arbeit nach ging.
Aron war seit Tagen nicht aus der Bibliothek heraus gekommen, die Bücher stapelten sich bereits bis zur Decke und er hatte Chaos erschaffen, Chaos in dem nur er sich zurecht fand und in welchem andere klar bei Verstand gewesene Geschwister in den Abgrund gestürzt wären.
Doch Chaos ist kein Abrund, Chaos ist eine Leiter. Viele versuchten sie zu erklimmen, scheiterten und durften es nie wieder versuchen. Sie zerbrechen an ihrem Sturz, während andere sich weigerten sie zu erklimmen.
Aron Verstand war bereits in einer Lebhaften Fantasie gefangen welche ihn nicht aufhören ließ das Puzzle was diese Bibliothek in ihrem geordneten Zustand war zu zerlegen und neu für seine Bedürfnisse zusammen zu setzen. Getrieben von Vaters Stimme welcher er sich seit seinem Eintreten hin gab und dem Willen das perfekte Werkzeug zu schaffen ohne Nahrung ohne Wasser was seinen Geist nur noch mehr zermarterte und ihn kurz vor den Abgrund des Wahnsinns brachte.
Doch er ließ sein Ziel nicht aus den Augen.... Perfektion.... Sehen... Gift....Regeln....Macht.
Jene Worte hallten immer und immer durch seinen gepeinigten Schädel während die Augen fast wie ins Jenseits davon schweifen, vor sich hin zuckten und den letzten Funken Verstand verloren.
Eindrücke, Gedanken, Abwägungen und Wahnsinn vermischt ergab den Namen welcher letzten Endes seine spröden und ausgetrockneten Lippen begleitet von einem schier von Wahnsinn gezeichneten Lächeln verließ.
Mael'hen - Das giftige Auge – Aus Obsidian geformt, von vergifteten Adern durchzogen und mit letharischen Runen besetzt.
[img]http://www11.pic-upload.de/05.09.14/735b8feri7x1.jpg[/img]
Wie ein Blitz der seine Schädeldecke durchbrach und seinen Körper spaltete getroffen, sackte er mit einem Bild vor seinen Augen letzten Endes doch in sich zusammen und verlor das Bewusstsein. Als er am nächsten Tag erwachte war das Bild noch immer da und er hatte das Gefühl zu wissen was er benötigte um jene einmalige Kreation herzustellen.
Das Bild war noch immer in seinem Kopf gefangen wie in Ketten gelegt klammerte er sich daran und ging es an die benötigten Teile zu beschaffen. Viele seiner Geschwister waren in der Lage, ihm dabei zu helfen, denn jeder hatte seine eigenen Stärken und Schwächen welche sich gegenseitig ergänzten und ausmerzten.
100 Obsidian zur Staberstellung.
2 Albtraumaugen für die Beobachtung seiner Umgebung.
1 Extrakt aus Obsidian und Efeu was den Stab giftig macht und sich ein jeder daran vergiftet wer nicht dagegen geschützt ist.
7 Letharische Runen, für jeden der Sieben ersten eine eigene Rune als Zeichen des letharischen Grundgerüsts.
1 Kristall zur Speicherung von Energie welche über die anderen Bestandteile an den Stab und Aron weiter gegeben werden.
Jene Bauteile würde er zusammen setzen um, das zu erschaffen was es noch nie gegeben und was ihn einen Schritt weiter an die Perfektion unter Vaters Augen bringen würde.
Mael'hen – Das giftige Auge
- Aron'deryl
- Beiträge: 1172
- Registriert: Dienstag 13. Mai 2014, 23:36
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Gast
Ich schloss meine Augen und atmet einmal tief durch. Meine Lippen bewegten sich langsam und nach einer Weile wurden aus einem Flüstern eine deutliche, kehlige Stimme. Ich gleitete in mein Element, ließ mich von dem übernehmen was ich war und wurde umschlungen von der Präsenz, die mich ausmachte.
So drückten sich meine Finger durch und ein leises Knacken ging durch meine Knochen, als ich die Augen wieder aufriss und die Äderchen in meinen Augen rissen.
Mein Fokus lag auf den Runen des Bruders und ich ignoriert die Tatsache, dass ich dazu noch nicht bereit war. Ich gab diese Schwäche nicht zu und die Erhabene war für mich nicht greifbar. Also lernte ich, lernen durch Taten! Und so riss ich den Dolch über meine Handfläche, ließ das Blut über die Runen träufeln und vertiefte mein Gebet, meine Stimme wurde kehliger, fernab meines normalen Klanges und meine Augen waren nicht mehr die meinen. Mein Blick war ein Anderer und jede Bewegung die ich tat, wirkte gelenkt.
So musste der Bruder noch einen Tag warten, bis ich mich durch das Axorn quälte und jeder Schritt Schmerzen erzeugte und mich daran erinnerte, dass ich für so Dinge nicht bereit war. Mir kam es vor als würde jede Bewegung einen Knochen brechen und Sehnen reißen. Ich konnte kaum atmen, als ich die Runen für Aron'deryl bei der Bank bereit legte. Aber nun konnte er fortfahren.
Denn ich gehe meinen Weg nicht nur für mich selbst, sondern für mein Volk und all das um mich herum, für die letzte große Schlacht und das Ende. Das Ende, der Sieg, über alles Leben.
"Höllenqualen sind den Gläubigen vorbehalten."
So drückten sich meine Finger durch und ein leises Knacken ging durch meine Knochen, als ich die Augen wieder aufriss und die Äderchen in meinen Augen rissen.
Mein Fokus lag auf den Runen des Bruders und ich ignoriert die Tatsache, dass ich dazu noch nicht bereit war. Ich gab diese Schwäche nicht zu und die Erhabene war für mich nicht greifbar. Also lernte ich, lernen durch Taten! Und so riss ich den Dolch über meine Handfläche, ließ das Blut über die Runen träufeln und vertiefte mein Gebet, meine Stimme wurde kehliger, fernab meines normalen Klanges und meine Augen waren nicht mehr die meinen. Mein Blick war ein Anderer und jede Bewegung die ich tat, wirkte gelenkt.
- Die Hand, die selten fehlt,
sie zeigt den tiefsten Punkt
in ihrem Weg, immerrührend,
auf unsren letzten wahren Grund!
Ein Gebet, ein Ziel, eine Waffe,
welches uns zu helfen vermag,
für die Garde der letzten Zweifler
Marschbefehl zum morgigen Tag!
So musste der Bruder noch einen Tag warten, bis ich mich durch das Axorn quälte und jeder Schritt Schmerzen erzeugte und mich daran erinnerte, dass ich für so Dinge nicht bereit war. Mir kam es vor als würde jede Bewegung einen Knochen brechen und Sehnen reißen. Ich konnte kaum atmen, als ich die Runen für Aron'deryl bei der Bank bereit legte. Aber nun konnte er fortfahren.
Denn ich gehe meinen Weg nicht nur für mich selbst, sondern für mein Volk und all das um mich herum, für die letzte große Schlacht und das Ende. Das Ende, der Sieg, über alles Leben.
"Höllenqualen sind den Gläubigen vorbehalten."
Zuletzt geändert von Gast am Sonntag 14. September 2014, 15:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
Er hatte ihre Essenz gefordert, ein Test, eine Probe wie viele, die sie jeden Tag zu bestehen hatte. Interessant was daraus entsprungen war. Unruhig, wie in einem Käfig gefangen tigerte sie durch den Wohnbereich. Im Grunde war es simpel, sie wusste was er plante, wusste was er noch benötigte. Auf dem Weg nach Rahal wurde sie aufgehalten. Menschen – so unnötig und doch musste man ihren Vorstellungen Nahrung geben um sie zu lenken. So verharrte sie also, hörte sich an was der Mann wollte und ging nachdem es erledigt war ihres Weges. Das Haus jenes sie ansteuerte gehörte einem der Diener, er schien geeignet ihr genau das zu liefern was es benötigte.
Knock – Knock!
Zweimal wurde die behandschuhte Hand gegen das Holz der Tür geschlagen, doch auch die spitzen Ohren vernahmen erst nach einer Weile eine Reaktion. Kein Wort wurde gewechselt bis sie nicht im Innenraum des Hauses war. Mit knappen, kehligen Worten hatte sie ihr Anliegen vorgetragen, sah dem 'Mann' nach und drehte sich gen der 'Snacks' im Haus um. Blutrot, wie frisch entnommen lag es vor ihr auf dem Teller doch gerade als sie die Hand heben wollte versuchte der.. Teddy?! sie zu beissen. Ein genauerer Blick offenbarte das dieses 'Tier' nicht aus flauschigen Fellen gemacht war und sofort war die kleine Lethra auf den Angriff eingestellt. Grollend, drohend entwich der Kehle ein raubtierhaftes Knurren, sie war bereit dem Bären seine Grenzen aufzuzeigen. Genau in diesem Moment kehrte der Mann zurück.
Hier....
Nur dieses Wort und sie schalt sich in Gedanken während der Knurrlaut sofort abebbte. Sich seitlich bewegend trat sie von dem Teddy fort, jenen aber im Auge behaltend. Dann sah sie zu dem Mann, musterte die Flüssigkeit und zog einen der Pilze hervor jene nur im Axorn zu finden waren. Noch während sie die Phiole mit der Flüssigkeit bei sich verstaute erklang ein Scharren von der Türe her. Sie war spät, 'er' hatte sie gefunden. Eine fließende Bewegung und die Lethra war an der Türe eine Hand an dem Holz während der Blick dann bei dem pilzbestarrenden 'Mann' hing. Anstatt das jener jedoch öffnete bewegte sich der 'Teddy' in ihrem Rücken. Einen Angriff erwartend wirbelte sie herum, fixierte das Vieh mit ihren raubtierhaften Augen und hatte die Finger an den Waffen. Als der 'Teddy' jedoch nur als Türöffner fungierte nahm sie die Möglichkeit wahr, huschte nach einem letzten Blick hinaus und wendete sich dem wartenden, schattenhaften Wesen zu..
Zusammen erledigten sie in Rahal was zu erledigen war dann zog es sie hinaus aus dem Reich. Hin zu den Ruinen des alten Varunas. Hier wahren sie zu Hause, hier konnte man sie antreffen. Voller Energie schnellte der trainierte Körper empor, stand dem Schattenwesen mit dem sie zusammen kämpfte in nichts nach. Sie wusste die gestählte Waffe durchaus einzusetzen und zu Zweit ging das gesuchte Wesen bald schon zu Boden. Zufrieden wurden die Zähne gebleckt, die Lethra verstaute die Waffen und folgte den Anweisungen ihres Letharfen ohne Fragen zu stellen. Klar war das die Augen unversehrt bleiben sollten und ihren Weg zum Axorn finden mussten. So griff sie also entsprechend vorsichtig um die schwarzen, sich trübenden Augen herum und hielt den Augapfel mit einer Hand fest. Ihre zweite Hand arbeitete sich an der haltenden Hand entlang mit dem scharfen Messerchen bis hin zum Nerv um jenen sodann zu durchtrennen. Sofort gab der Augapfel nach und konnte jetzt ohne weiteres aus der Augenhöhle entnommen werden. Gut das sie die Lider zuvor bereits durchtrennt hatte so ging dieser Vorgang relativ flüssig von statten und die Augäpfel blieben unversehrt. Jetzt leistete die Flüssigkeit des Rabendieners ihren Dienst. Vorsichtig gab sie die Augen hinein und verschloss die Phiole wieder. Mael'hen würde seine Augen bekommen. Schwarz, bodenlos die schlimmsten Alpträume bergend. Ganz dem Wesen gleich dessen Augen nun eine neue Bestimmung erhalten würden.
Knock – Knock!
Zweimal wurde die behandschuhte Hand gegen das Holz der Tür geschlagen, doch auch die spitzen Ohren vernahmen erst nach einer Weile eine Reaktion. Kein Wort wurde gewechselt bis sie nicht im Innenraum des Hauses war. Mit knappen, kehligen Worten hatte sie ihr Anliegen vorgetragen, sah dem 'Mann' nach und drehte sich gen der 'Snacks' im Haus um. Blutrot, wie frisch entnommen lag es vor ihr auf dem Teller doch gerade als sie die Hand heben wollte versuchte der.. Teddy?! sie zu beissen. Ein genauerer Blick offenbarte das dieses 'Tier' nicht aus flauschigen Fellen gemacht war und sofort war die kleine Lethra auf den Angriff eingestellt. Grollend, drohend entwich der Kehle ein raubtierhaftes Knurren, sie war bereit dem Bären seine Grenzen aufzuzeigen. Genau in diesem Moment kehrte der Mann zurück.
Hier....
Nur dieses Wort und sie schalt sich in Gedanken während der Knurrlaut sofort abebbte. Sich seitlich bewegend trat sie von dem Teddy fort, jenen aber im Auge behaltend. Dann sah sie zu dem Mann, musterte die Flüssigkeit und zog einen der Pilze hervor jene nur im Axorn zu finden waren. Noch während sie die Phiole mit der Flüssigkeit bei sich verstaute erklang ein Scharren von der Türe her. Sie war spät, 'er' hatte sie gefunden. Eine fließende Bewegung und die Lethra war an der Türe eine Hand an dem Holz während der Blick dann bei dem pilzbestarrenden 'Mann' hing. Anstatt das jener jedoch öffnete bewegte sich der 'Teddy' in ihrem Rücken. Einen Angriff erwartend wirbelte sie herum, fixierte das Vieh mit ihren raubtierhaften Augen und hatte die Finger an den Waffen. Als der 'Teddy' jedoch nur als Türöffner fungierte nahm sie die Möglichkeit wahr, huschte nach einem letzten Blick hinaus und wendete sich dem wartenden, schattenhaften Wesen zu..
Zusammen erledigten sie in Rahal was zu erledigen war dann zog es sie hinaus aus dem Reich. Hin zu den Ruinen des alten Varunas. Hier wahren sie zu Hause, hier konnte man sie antreffen. Voller Energie schnellte der trainierte Körper empor, stand dem Schattenwesen mit dem sie zusammen kämpfte in nichts nach. Sie wusste die gestählte Waffe durchaus einzusetzen und zu Zweit ging das gesuchte Wesen bald schon zu Boden. Zufrieden wurden die Zähne gebleckt, die Lethra verstaute die Waffen und folgte den Anweisungen ihres Letharfen ohne Fragen zu stellen. Klar war das die Augen unversehrt bleiben sollten und ihren Weg zum Axorn finden mussten. So griff sie also entsprechend vorsichtig um die schwarzen, sich trübenden Augen herum und hielt den Augapfel mit einer Hand fest. Ihre zweite Hand arbeitete sich an der haltenden Hand entlang mit dem scharfen Messerchen bis hin zum Nerv um jenen sodann zu durchtrennen. Sofort gab der Augapfel nach und konnte jetzt ohne weiteres aus der Augenhöhle entnommen werden. Gut das sie die Lider zuvor bereits durchtrennt hatte so ging dieser Vorgang relativ flüssig von statten und die Augäpfel blieben unversehrt. Jetzt leistete die Flüssigkeit des Rabendieners ihren Dienst. Vorsichtig gab sie die Augen hinein und verschloss die Phiole wieder. Mael'hen würde seine Augen bekommen. Schwarz, bodenlos die schlimmsten Alpträume bergend. Ganz dem Wesen gleich dessen Augen nun eine neue Bestimmung erhalten würden.