Kein zurück

Geschichten eurer Charaktere
Antworten
Gast

Kein zurück

Beitrag von Gast »

Endlich kommst du,
Endlich folgst du dem Wunsch in dir.
Jener Drang führt dich her denn er will nicht mehr schweigen,
Schweigen


Beinahe erschien es, als hätte er dort auf sie gewartet, selbst wenn es unmöglich war. Sie hatte kurzfristig entschieden, nach Bajard zu gehen. Kein Gedanke, den sie lange reifen ließ, über den sie mit anderen gesprochen hätte um ihn dann zu verwerfen und am Ende wieder aufzugreifen. Nein, nicht diesmal. Es war ein schneller Entschluss, der sofort umgesetzt wurde. Sie brauchte jetzt etwas, das noch genau so war, wie sie es in Erinnerung hatte. Nach der Plage und der damit einhergehenden Veränderung war das in Adoran wirklich schwer zu finden.

Und dann war da er.

Sie betrat die Taverne in der Mitte des Fischerdorfes, wohl wissend, dass sie um diese Uhrzeit leer sein würde. Zu Beginn bemerkte sie ihn nicht einmal, so sehr war sie darauf fixiert den vertrauten Weg zur Wirtin zu gehen und einen Krug Apfelwein zu erhalten, der wirklich immer gleich schlecht schmeckte. Erst als sie sich an ihren üblichen Tisch setzen wollte, sah sie ihn. Er saß dort, ruhig, die Bierflaschen vor sich zu einem großen Teil noch unberührt und machte sich an dem Platz breit, den sie unter anderen Umständen für sich beansprucht hätte. Es war eine merkwürdige Abweichung von der Regelmäßigkeit ihres Weges, als sie seine Einladung vernahm. Welcher Mann der noch bei klarem Verstand war lud denn eine Fremde zu sich an den Tisch ein? Und doch folgte sie den Worten, nahm ihm gegenüber Platz und ließ sich in ein Gespräch verwickeln.


Ja, ich rief dich,
Dass die Glut in dir Flamme wird.
In dir weicht jeder Zweifel von selbst,
Du kommst und du lieferst dich aus ganz von selbst
Und nun ist die Stunde hier
Endlich konntest du dich entscheiden,
Entscheiden.


Was hatte sie dazu bewogen mit ihm zu gehen? Was hatte sie dazu bewogen, einmal mehr von der Routine abzuweichen, einfach nur weil er sie darum bat? Sie wusste es nicht, aber bereuen konnte sie es, selbst im Nachhinein auch nicht. Ganz im Gegenteil, es war die wohl beste Entscheidung, die sie im Laufe der letzten Monate getroffen hatte. Die Ruhe des nächtlichen Waldes tat ihr gut, aber noch eher tat es ihr gut jemanden um sich zu haben, der verstand. Gleichgültig was er sagte, gleichgültig wie er es sagte, sie hatte ständig das Gefühl, dass er besser verstand was in ihr vorging als es eigentlich der Fall sein dürfte. Er fasste ihre Zweifel in Worte, fasste in Worte, was sie bewegte und ängstigte.

Er schien ihre Zweifel zu kennen, schien genau zu wissen was er sagen, was er zeigen musste, um sie zu beseitigen, fort zu wischen als hätten sie niemals existiert. Auf der anderen Seite brachte sie das, was er sagte und zeigte auch in eine Zwickmühle. Ein solches Geheimnis wollte bewahrt werden, schuf Vertrauen. Und doch erschuf es eine gewisse Entscheidung, zwang sie, eine Wahl zu treffen. Eine Wahl, vor der sie sich immer und immer wieder gedrückt hatte, der sie sich eigentlich entwinden wollte. Worte zu sprechen, die sie nicht aussprechen wollte.

“Vertraust du mir?”
“Vertrauen? - Nein.”

Vertraute sie ihm? Jetzt, wo sie es wusste? Jetzt, wo sie sein Wort hatte? Er würde sie beschützen, so sagte er. Würde nicht zulassen, dass ihr etwas geschah. Er würde es wissen. Würde es ahnen. Vertrauen… Nein, vertrauen konnte nur die Zeit bringen. Aber Zeit… davon hatten sie beide wohl genug. Also würde sie es lernen. Wie schnell, das hing von ihm ab. Und von den Geheimnissen, die sie geteilt hatten.
Zuletzt geändert von Gast am Sonntag 22. Juni 2014, 23:30, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Es war eine typische Nacht in Bajard. Der trouble des Tages hatte sich gelegt und die schrägen Gestalten hatten die Straßen des hölzernen Dorfes schon lange wieder verlassen.
Das Wetter schien Tangron wohl gestimmt, kaum eine Wolke verdeckte den bereits dunklen Himmel, welcher durch unzählige kleine Lichter erleuchtet schien. Wie die Hoffnungsfunken der Menschheit, glänzten sie auf der tief schwarzen Hülle, welche den Himmel umschlossen hatte. Spendeten Trost und gaben Hoffnung auf etwas, was danach kommt.

Der Holzstuhl knarzte mal wieder und der Holztisch klebte noch von irgendwelchen Getränken die zuvor auf jenen geflossen waren.
Tangron hatte sich bereits eine ganze Reihe an Bierflaschen bestellt, sodass die Wirtin bereits frustriert davon, eine kleine Kiste auf dem neben Stuhl abstellte und die Flaschen auf den Tisch platzierte.

Es waren bereits zwei Flaschen geleert und der Abend schien nicht besser zu werden. Die Gedanken schweiften umher, der Blick häufiger in Richtung der Wirtin geworfen, doch diese hatte kaum mehr als ein abfälligen Blick für Tangron über.
Die dritte Flasche wurde geleert und endlich tat sich etwas in der Taverne. Eine wirre Dame huschte durch das Gebüsch, hastige Blicke und die gebückte Körperhaltung ließen die Gestalt jedoch eher komisch als ernst aussehen. So wanderte sein Blick weiter und tiefer in die nächste Bierflasche. Erst nachdem der Flaschenboden bereits zu sehen war, gab es erneut etwas neues. Eine weitere Person die sich in der Taverne zeigte.
Wider erwarten war es keine wirre Person, vielmehr eine die gar nicht hätte dort sein sollen. Eine junge Frau, scheinbar noch nicht lange aus den Kinderschuhen entwachsen. Kaum einmal zwanzig Winter würde sie alt sein. Ihr Haar war jedoch auffällig, eine rote Färbung, welche auf Gerimor sicher keine Seltenheit mehr war und doch nach Aufmerksamkeit schreit.

Es war eine Natürlichkeit, sie an den Tisch einzuladen. Einen Weinkrug mit sich tragend, schien sie ohnehin noch eine Weile bleiben wollen. Schnell kam die Frage auf, was die junge Dame denn alleine in Bajard mache, vor allem bei Nachts. Sie wusste kaum eine Antwort, offenbarte einige Gedanken und vor allem, einen Ansatzpunkt für Tangron.
Zweifel über dieses und jenes, Zweifel die offenbarten das ihr Charakter geschwächt war und es eine große Lücke in ihrem Leben gab. Calina, so nannte sie sich, hat in Tangron einen gewissen Ehrgeiz geweckt. Nicht nur das er ein Mann war, der bei Nacht alleine in Bajard war, auch offenbarte Calina die Möglichkeit, eine große Lücke in ihrem Leben zu füllen.
Doch ein Mann war es nicht, der diese Lücke hätte schließen können. Ein Partner würde ihre Zweifel nie besiegen können und ihren Schmerz nicht lindern.
Sie erzählte vom Freund, welcher verstorben war. Ihrer Aufgabe die sie zu erfüllen hatte, für welche sie seit Geburt an zu tragen hatte.
Eine Aufgabe die mit dem Tod ihres Gefährten endete, eine Aufgabe die sie nicht erfüllen konnte. Doch nun begann sie zu lernen, wollte die Heilerkunst perfektionieren und nie wieder einen Menschen den Tod überlassen.
Eine Frau die sich beeinflussen ließ und es genoss, etwas geheimnisvolles zu erkunden. Sie schien nicht einmal Angst zu haben, Tangron zeigte ihr den Tod, offenbarte ihr noch am ersten Abend ein Geheimnis, eines das sonst nur seine Ordensgeschwister kannten.
Sie würde schweigen, sie versprach es ihm. Sie würde es mit sich ins Grab nehmen, davon war Tangron überzeugt.

Sie kannte ihn, sie kannte den Tod, sie kannte das Sterben.
Sie kannte keine Angst vor ihnen, sie hatte nur Interesse für sie über.

Einen Kuss, das war es was Tangron ihr an jenem Abend entlockte, von einer Frau die bereits jetzt eine Rolle für ihn spielte, die er noch nicht verstand.
Gast

Beitrag von Gast »

Total disconnection,
Alone was my protection
‘Till you, you walked into my life

Love was just a weakness
‘Till you left me speechless
‘Till you opened up this heart of mine


„Kommst du mit ins Bett?“ Seine Stimme klang sanft, ebenso sanft, wie seine Lippen auf ihre Haut trafen, als er sich zu ihr herunter neigte, um sie auf den Nacken zu küssen. „Ich komme bald nach, ich will das hier nur noch fertig schreiben“, entgegnete sie mit einem liebevollen Lächeln. Ihr Blick folgte ihm noch, als er die Treppe zum Keller herunter ging. Ein leichtes Grinsen legte sich auf ihre Züge, spielte eine Weile um die Lippen, als sie seine nächsten Worte hörte. „Lass mich nicht zu lange warten.“ Erst als er schließlich ihren Blicken entschwunden war, flüsterte sie eine leise Antwort. „Niemals, mein Liebster.“ Ihr Blick richtete sich wieder auf den Bogen Pergament vor sich, dann begann sie, zu schreiben.

Gegeben in Adoran
Am 08. Cirmiasum 257

Mein Liebster,

Wie oft schon habe ich dir eine Erklärung versprochen, für die ich schließlich doch keine Worte fand? Wie oft schon haben wir aneinander vorbei geredet, uns gestritten wegen Nichts und wiederum Nichts? Ich vermag es kaum zu zählen und doch liebe ich dich, bin nach wie vor bereit, dir alles zu geben, was ich bin. Alles das, was mich ausmacht. Ich schreibe dir diese Zeilen um Worte zu finden, für die Dinge, die ich vielleicht nicht mehr aussprechen kann. Wir beide wissen, du und ich, dass ich vielleicht bald nicht mehr da sein werde, um dir meine Geschichte selbst zu erzählen. Also musst du sie auf diesem Wege erfahren, damit du dann, wenn die Zeit schließlich gekommen ist, handeln kannst, wie du es tun musst. Auch ohne dass es zwischen dir und mir Dinge gibt, die nicht ausgesprochen, nicht gesagt wurden.

Ich würde lügen, würde ich behaupten, dass ich keine Angst habe. Ich habe Angst, vor dem was uns bevorsteht. Ich habe Angst, auch wenn es oft genug nicht danach aussieht. Angst, auch wenn man sie mir nicht ansehen kann. Es ist die Angst davor, von ihm abgelehnt zu werden, vor ihm nicht zu bestehen. Der Gedanke mein Leben zu lassen schreckt mich nicht, Liebster. Allein die Vorstellung, dich nicht wiederzusehen ist es, die mich schreckt. Ich will nicht einmal daran denken aufzuwachen, ohne dein Lächeln zu sehen. Ich will mir nicht vorstellen, auch nur einen Tag ohne dich zu sein. Geschweige denn eine Ewigkeit ohne dich durch Schatten und Zwielicht zu wandeln, bis ich selbst nicht mehr bin als das. Aber lass uns zu meiner Geschichte kommen, bevor wir uns auf meine persönliche Vorstellung einer Hölle und ewiger Verdammnis einlassen. Wir sollten ganz am Anfang beginnen, finde ich.

Vor beinahe 20 Jahren wurde ich in der Hafenstadt Sonnhafen geboren. Du kennst sie sicherlich nicht, aber sie gehört zur gleichnamigen Freiherrschaft im Süden des Festlandes. Ein schöner Ort, wenn du mich fragst. In vielen Belangen vermisse ich meine Heimat sogar. Dort scheint die Zeit stets stillzustehen, wenn du verstehst, was ich meine. Wenn man aus dem Haus geht, dann trifft man stets die gleichen Leute. Niemand geht wirklich fort und es kommen selten fremde Menschen dorthin. Alles geht seinen gewohnten Gang, solange ich mich zurückerinnern kann. So alt wie die Stadt selbst ist eine Sitte, die du verstehen musst, wenn du mich verstehen willst. Jeder Spross aus dem Geschlecht derer von Sonnhafen hat einen Schatten. Einen Menschen, der in seinem Alter ist. Bürgerlich, aber aus einer verdienten Familie. Der Schatten wird der beste Freund, der engste Vertraute und – sofern er dem anderen Geschlecht angehört – sogar die formelle Begleitung bei öffentlichen Anlässen. In Phillips Fall ... war ich diejenige.

Er war ein halbes Jahr älter als ich. Das einzige Kind, das der Freiherr mit seiner Gemahlin hatte, auch wenn man natürlich stetig Gerüchte über Bastarde hören kann. Ich wurde ausgewählt ... Und ich kann nicht einmal sagen, wann genau. Danach fragte ich nie. Aber solange ich zurückdenken kann, drehte sich mein Leben darum, ihm zu dienen. Wir waren Feuer und Wasser, aber letzten Endes waren wir auch Freunde. Wir stritten und versöhnten uns, unzählige Male. Wir ritten und tanzten, lernten und lachten miteinander. Er war mein bester Freund, mein engster Vertrauter, mein Bruder, in allen Belangen, die wirklich zählen. Frag mich nicht warum, aber damals mochte ich es, mit ihm gemeinsam unterwiesen zu werden, all die Regeln zu lernen, denen ich unterworfen sein würde. Und selbst die Zeit, die er damit verbrachte bei seiner Familie zu sein, war für mich keine Freizeit. Ich lernte den Degen zu gebrauchen, und auch den Bogen. Ich lernte zu schützen, was mir anvertraut worden war. Und, so sehr du nun auch den Kopf schütteln magst, mein Liebster, ich tat es mit Stolz. Wie jeder andere Adelige wurde auch er im Glauben an Temora unterwiesen. Und wie es meine Aufgabe war, wurde ich mit ihm unterwiesen. Ich brachte es nicht über mich, meinen Stolz zu vergessen und ihm in diesem einen Punkt nachzustehen. Nicht einmal in der Frömmigkeit. Einer der Punkte, mit denen er mich immer aufzog.

Eigentlich, ich bin mir sicher, du konntest es zwischen den Zeilen herauslesen, war meine Kindheit, und auch meine Jugend, recht unbeschwert. Natürlich, diese Zeit war mit ständigem Unterricht angefüllt, Unterricht, der mich auf die Zeit vorbereiten sollte, in der er erwachsen sein würde. Reitstunden, Tanzstunden, Fechtstunden, Bogenschießen, Glaubensunterricht, Etikette. All die Dinge, die ein junger Adeliger wissen muss. Oder in meinem Fall, sein Schatten und seine vertraute Begleiterin. Ich dachte, ich hoffte, wirklich, dass es immer so weitergehen und sich niemals ändern würde. Dass mich nichts, und niemand, jemals von ihm trennen würde. Aber was das betrifft, so habe ich mich gründlich geirrt. Wie er starb, das weißt du, denn ich habe es dir erzählt. An dieser Stelle werde ich dir und mir ersparen, es in diesen Zeilen noch einmal zu tun. Verlegen wir uns also auf die Frage, die dir vermutlich unter den Fingern brennt. Wie kam ich letztlich nach Adoran?

Im Jahr nach Phillips Tod war ich nicht ganz ich selbst. Es ist die wohl schonendste Bezeichnung für das, was mit mir vorging. Jetzt, mit einigem Abstand, vermag ich es nüchterner zu beschreiben. Ich irrte durch die Welt dir mir vertraut war wie ein Geist. Ich konnte nicht essen, wollte nicht schlafen, denn zu schlafen bedeutete, ihn erneut vor mir zu sehen. Es bedeutete, die Frage zu hören, warum ich ihn nicht davor beschützt hatte. Ich war überzeugt davon, dass ich es hätte tun können. Dass es meine Pflicht, meine Aufgabe gewesen wäre, es zu tun. Zu dieser Zeit legte ich das Medaillon, das er zu seiner Namensgebung erhalten hatte, niemals ab. Mein letztes Erinnerungsstück an ihn. Ein seltsamer, greifbarer Trost. Und doch hatte ich ihm mein Wort gegeben, wenn ich jemals nach Schwingenstein käme, ich würde es zu den Wurzeln des Baumes niederlegen und seine Seele erneut Temora anempfehlen. Als es meinem Vater schließlich zu viel wurde mit anzusehen, wie ich versuchte durch reine Willenskraft zu sterben, schickte er mich nach Adoran. Ausgerechnet mich, die ich schon grün werde, wenn ich ein Schiff nur von Weitem sehe. Aber auf eine gewisse Art und Weise tat es mir auch gut, im Nachhinein.

Ich will dich nicht belügen. In diesem ersten Jahr habe ich mich gehasst. Ich habe auch den Tod gehasst, der mir mit einem Schlag den liebsten Menschen genommen hat. Der meinem Leben mit einem einzigen Schlag den Sinn geraubt hat. Ich schwor mir, nie wieder zuzusehen, wie jemand der mir wichtig war, starb. Ich wollte den Tod bezwingen, um jeden Preis. Törichte Wünsche eines verletzten Mädchens. Täusch dich nicht, Liebster. In diesem Moment war ich nicht mehr als das trotzige Kind, das wollte, dass sein Freund zurückkehrt. Ich konnte nicht verstehen, nein, ich wollte nicht verstehen, dass alles Leben auch enden muss. Als ich in Adoran vom Schiff kam, bleich wie eine Wasserleiche mit einem grünlichen Schimmer um die Nase herum, ging es mir noch immer nicht besser. Ich war noch immer trotzig, noch immer fest davon überzeugt, er würde kommen, wenn ich es mir nur fest genug wünschen würde.

Es vergingen nur wenige Tage, bis ich die ersten Menschen traf, die auch heute noch eine Rolle spielen. Vermagst du zu erraten, wer der Erste war? Nein, wohl nicht, denn meine Hochachtung vor ihm hat sich inzwischen in ein gesundes Misstrauen gewandelt und ich glaube nicht, dass es sich noch einmal ändern wird. Ernst Eichengrund war es, der mich auf der Straße zwischen Adoran und Berchgard antraf, und mich schließlich zum Bunten Kessel brachte. In gewisser Hinsicht war es ganz gut so, in anderer Hinsicht wünsche ich inzwischen, ich hätte ihn niemals kennengelernt. Auch bei Tarek und den anderen Kesselern bin ich mir nicht sicher, ob die Bekanntschaft mit ihnen wirklich so erstrebenswert ist. Aber in diesen Tagen, die kaum ein halbes Jahr vergangen sind, erschien es mir doch so. Ich blieb also in Adoran, machte meine Bekanntschaften. Suchte meinen Weg und einen weiteren Weg, mit meiner eigenen Trauer umzugehen. Es dauerte nicht lange, bis ich tatsächlich jemanden traf, der mich beeindruckte. Genau genommen lief ich ihn beinahe über den Haufen. Oder er mich, aber es wäre unhöflich, das zu behaupten.

Vaughain von Nordwind. Von allen Regimentlern ist er mir noch der Liebste. Genau genommen betrifft es nicht nur die Regimentler, sondern auch die Ritterschaft als solches. Selbst in diesem Moment, als ich verunsichert und kaum besser gekleidet als eine Bettlerin, vor ihm stand, hat er mich niemals von oben herab behandelt, war stets freundlich und gerecht. Einer der wenigen Männer, von denen ich sage, er hat seinen Ritterschlag redlich verdient. In seiner Begleitung befand sich die Freiherrin von Nebelpass. Es war ... für mich eine vollkommen neue Erfahrung, von fremden Adeligen (oder in seinem Falle damals noch Edlen), mit freundlichem Interesse behandelt zu werden. Selbst zu einem Fest geladen zu werden erschien mir in diesem Moment völlig unmöglich. Aber es geschah trotzdem. Und so begann das, was dich letzten Endes so verwundert. Ich besuchte das Fest, zu dem ich geladen wurde, tatsächlich. Ich schloss dort flüchtige Bekanntschaft mit anderen Adeligen, konnte sogar die Herzogin begrüßen und wurde von ihr gegrüßt. Und nach und nach fand ich auch meinen Weg ins Hospital.

Anfangs war ich schlichtweg da, ging Torjan zur Hand, wann immer ich konnte. Dann wurde ich zur Anwärterin, schließlich zur vollwertigen Wächterin. Und schon seit dem Tag meiner Aufnahme als Anwärterin lebte ich für wenig anderes als für das Hospital und meine Ausbildung dort. Ich lernte mehr und mehr Menschen kennen, doch letzten Endes ... läuft mein Leben seither in gewohnten Bahnen. Kehren wir also zurück zum Medaillon und meinem Versprechen.

Es brauchte einige Wochen, bis ich mich meines Versprechens entsann, dann allerdings machte ich mich auf zum Kloster um das Medaillon nach meiner Zeit der Trauer dem Baum zu überlassen. Ich konnte ihn berühren, eine Zeit des Gebets dort verbringen und letztlich sogar die Grabstätten der Sieben besuchen. Ein beeindruckender Anblick und zumindest für eine Weile war es sogar tröstlich. Aureas Worte, die Gedanken an das, was hoffentlich mit Phillip geschehen war. Aber der Trost hielt nicht allzu lange an. Was den Trost betrifft, mein Herz, so verschwand er schließlich vollkommen. Und an diesem Punkt hast du mich gefunden. Oder war ich es, die dich fand? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass du für mich das Beste bist, was mir geschehen ist. Und was uns beide betrifft, so hoffe ich, dass wir noch viele Jahre miteinander verbringen können. Aber selbst wenn es nicht so ist, selbst wenn man mein Leben fordert, so erleichtert es mich, dass du das Letzte sein wirst, das ich sehe.

Ich liebe dich
Calina


Die Hand schmerzte vom Schreiben, als sie schließlich die Feder beiseitelegte, und die Seiten zusammenlegte. Sie schrieb seinen Namen auf die Seiten und erhob sich dann, um zu ihm ins Bett zu gehen. Aber der Schlaf ließ noch lange auf sich warten. Es waren die letzten Wochen, die ihr noch immer im Kopf herumgingen, während sie den schmalen Verlobungsring an ihrem Finger hin und her drehte. Sie drehte sich zu ihm, legte die Arme um seine Taille und schmiegte sich an ihn, seinen Geruch tief in ihre Lungen saugend.

Wer hätte schon vermutet, dass es nur wenige Tage später anders aussehen würde?
Zuletzt geändert von Gast am Samstag 12. Juli 2014, 09:39, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Es war früh am Morgen, Calina war noch im Bett und genoss noch ein wenig Ruhe.
Tangron hatte die Nachricht gelesen, der Brief war bereits wieder zusammengelegt und auf dem Schreibtisch abgelegt. Er war sich unsicher, ob er ihr mit einem Schreiben anworten sollte oder sie darauf ansprechen hätte sollen.
Er entschied sich dazu sie einfach mit einem Kuss zu wecken und ihr zu danken. Im Halbschlaf war ihr noch garnicht bewusst was Tangron meinte, doch würde sie sicher schon bald verstehen können was Tangron meinte.

Es vergingen einige Tage, wenn nicht sogar Wochen. Tangron wusste noch immer nicht was er sagen sollte, sollte er seiner Verlobten einen ähnlichen Text schreiben, sollte er ihr erzählen?
Es waren ereignisreiche Zeiten. Tangron wurde gezwungen einige Zeit ohne seine Liebste zu sein, doch war es nach diesen Tagen nicht mehr das Selbe. Es schien als wenn Tangron ein Anderer sei, doch selbst Calina war nie mehr die Selbe.
Hatten es drei Tage geschafft, die Liebe der Beiden so zu ändern?
War es möglich das ihre gemeinsame Geschichte genau so schnell enden könnte wie sie begonnen hatte?
Nein dachte sich Tangron. Nein, das ist nicht möglich, dachte Tangron sich. Nie würde diese innige Liebe sich so schnell wandeln können.
Die traurige Wahrheit war doch... das es nicht die Liebe war, die durch diese drei Tage geändert wurde. Die Beiden haben sich geändert und mussten mit der Liebe nun leben, welche sich nicht an das Leben der Beiden anpasste.
Liebe... das war die einzige Beständigkeit zwischen den Beiden. Ihre Leben hatten sich geändert, Tangron verbiss sich in seine Dienerschaft, Calina tat das selbe. Sie waren nicht mehr sie selbst, sie wurden Werkzeuge. Zwei Leben die nicht mehr zueinander finden wollten, getrennt durch nur drei Tage. Drei Tage in denen sie sich so weit von einander entfernten wie es nur möglich war. Calina entdeckte ihr Spielzeug, Tangron fand seine Ablenkung im Feldlager.


Es ist kein Versuch, Tangron.
Was ER getan hat... ist zusammenzuführen was von jeher zusammen gehört. Geburt und Tod. Es sind die Frauen die das Leben hervorbringen, die Männer die es nehmen. Ist dir dieser Gedanke noch nie gekommen?

Calinas Worte, die den Abend beginnen sollten.
Calinas Worte, die einen neuen Abschnitt in ihrem Leben beschreiben würden.
Worte die Tangron zum überlegen brachten und ihn zum ersten mal wieder aus seiner Dienerrolle heraus zogen. Worte die Calina ihren Mann wiedergaben, Worte die aus einem Diener einen denkenden Mann machten.

Doch das erste was sie taten war streiten. Ein Streit über die Gesinnung der Beiden. Ein neues kennenlernen, zwei neue Menschen die sich noch immer liebten. War es möglich, das sich fremde Menschen ebenso lieben könnten wie es jene taten die sich auf den ersten Blick schon ineinander verlieben konnten?
In dieser Nacht jedenfalls, spielte Calina eine ihrer besten Karten aus, ihre Reize und Vorzüge.
Hatte sie begonnen auch mit Tangron das Spiel zu spielen, welches sie bereits mit ihrem Spielzeug ausspielte?

Fragen die nurnoch die Zeit zu beantworten wusste. Fragen die sicher bald beantwortet werden würden.
Doch würden diese Antworten dann auch dem entsprechen, was sich die Beiden vorstellen?
Welchen Weg hat Kra'thor für das junge Paar auserwählt und würde dieser Weg dem entsprechen, was sich die Beiden vorstellten
Gast

Beitrag von Gast »

Stille.
Es war nicht die vollkommene Stille, die durch jede Abwesenheit eines Geräusches entstand. Nein, diese Stille hatte eine ganz spezielle Konsistenz. Sie hatte den Pulsschlag der tickenden Uhr. Sie gewann Substanz durch das stete, gleichmäßige Schnurren des Katers. Sie wurde greifbar, drängend, drückend. Sie ließ die Wände näher rücken und zupfte an den feinen Nervenenden im Bereich der Wirbelsäule, bis sie das Gefühl vermittelte, Schmerz würde daran hochsteigen. Sie drückte auf den Brustkorb bis die Kehle sich verengte, zugeschnürt war und sich weigerte, die dringend benötigte Atemluft hindurch zu lassen. Sie kroch in jede Faser, jeden Muskel des Körpers und ließ sie erstarren, namenloses, gestaltloses Entsetzen in ihrem Körper aufsteigen. Stille. Nicht die Abwesenheit von Geräusch, sondern spezielle Geräusche. Wie sehr sie es doch hasste.

Langsam wechselten die Muskeln von Starre in den Bereich der Anspannung, in dem sie zu zittern und zu schmerzen begannen, entlockten der Rothaarigen ein leises, gequältes Aufstöhnen. Und doch konnte sie nichts dagegen tun. Sie stand einfach da, ließ den Schmerz durch ihren Körper fließen. An diese Art von Anfällen erinnerte sie sich nur zu gut. Sie begleiteten die junge Frau, seit sie denken konnte. Sich dagegen zu wehren half nicht, es konnte nichts ändern, nichts besser machen. Es war die Veränderung, die sie quälte. Das Gefühl um ein leeres Haus zu wissen, das einmal anders gewesen war. Lebendiger. Ergeben schloss sie die Augen, während die Panik sie zu überwältigen drohte und sie auf die Knie sank. Dann, mit einem Mal, begann eine Erinnerung gegen den Schmerz zu kämpfen.

Zunächst war es nur das leise Gefühl beobachtet zu werden. Als würden aus der Dunkelheit des Hauses Augen auf sie gerichtet werden, beobachtend. Abwartend. Sie rollte sich enger zusammen, schlang die Arme um ihre Knie und konnte nicht verhindern, dass Tränen über die blassen Wangen liefen, während vor ihrem inneren Auge ein Bild entstand. Sie sah ihn, wie sie ihn wohl hundert Mal gesehen hatte. Sie sah ihn im Halbschatten stehen, die blauen Augen aufmerksam auf sie gerichtet. Dann erst spürte sie es. Sie spürte, wie der Schmerz aus den Muskeln wich. Es begann in den Fingern, die sich nicht länger krampfhaft in ihre Beine gruben um nicht an den Haaren zu reißen. Dann wurden die Arme wieder ruhiger, die Muskeln zitterten noch, schmerzten aber nicht mehr. Sie konnte sie wieder bewegen, ohne darunter zu leiden. Dann die Beine, die Oberschenkel und schließlich der Rumpf, bis sie nur noch schluchzend in der Nähe der Tür lag.

Wärme umfing sie. Lebendig und lebhaft, wie die Flammen die er manchmal herbei rief wenn er bei ihr war. Die Hitze, mit der er sie geprüft hatte. Und wie in diesem Moment schoss die Hitze durch ihren Körper und verjagte die Kälte des Schocks, der Einsamkeit. Flammen schienen über ihre Haut zu lecken, hungrig und voller Gier. Sie schienen sich durch die Haut zu graben, in ihre Blutbahnen und auch dort nach den letzten Stellen zu lecken, an denen Kälte verblieben war. Nicht ihr Fleisch diente den Flammen als Nahrung, sondern ihre Angst. Es war ein abstruses Gefühl, das Feuer das sie so fürchtete zu spüren und sich ihm zu überlassen. Ihm zu vertrauen und damit belohnt zu werden, dass das unsichtbare Gewicht auf ihrem Brustkorb schwand, ihr Atem wieder freier in die Lungen strömte.

Als sie sich wieder erhob, die Tränen von ihrem Gesicht wischte, war das Haus noch immer Still. Noch immer tickte die Uhr, noch immer schnurrte der Kater sein gleichmäßiges, ruhiges Schnurren. Objektiv gesehen hatte sich nichts verändert. Und doch, wenn sie in sich hinein horchte… dann konnte sie Feuer spüren, das irgendwo in ihr brannte. Er hatte es versprochen. Wie hatte sie daran zweifeln können, dass er sich um sie kümmern, für sie sorgen würde? Selbst jetzt, wo er nicht bei ihr war. Sie wandte sich der Kellertreppe zu. Ein Bad. Sie würde ein Bad nehmen, würde den letzten Tag von sich abwaschen und dann zu ihm herüber gehen. Sie würden sich umeinander kümmern. Wie er es versprochen hatte.
Gast

Beitrag von Gast »

I came to win, to fight, to conquer, to thrive
I came to win, to survive, to prosper, to rise


Mit einem leisen Seufzen sah sie zu den erleuchteten Fenstern herauf, die ihr verrieten, wo Merrik auch diese Nacht verbringen würde, bis er vollkommen erschöpft zu ihr ins Bett sank. Er hatte Recht gehabt, es würde wirklich nicht immer leicht sein, damit zu leben. Aber auf der anderen Seite wusste sie auch, dass es für ihn nicht anders war. Wie oft stand sie mitten in der Nacht auf, um die zweite Hälfte der Nacht im Hospital zu verbringen? Wie oft widmete sie sich in den letzten Tagen ihrer Arbeit und hatte für ihn nur wenige Minuten? Und doch ließ es sich nicht leugnen, dass sie auf eine merkwürdige Art und Weise glücklich war.

Es war einfach, da zu sein und ihrer Arbeit nachzugehen. Jemanden zu haben, zu dem man nach Hause kam, selbst wenn es nur für ein Abendessen, ein Glas Wein und einen zärtlichen Kuss war. Noch schöner war es, am Morgen aufzuwachen und ihn neben sich zu wissen oder in der Küche bereits rumoren zu hören. Mit ihm zu frühstücken, bevor sie sich beide an ihr Tagwerk machten. Es war genau das, was sie hatte haben wollen. Genau das, was sie sich gewünscht hatte. Und dann waren da noch die anderen Abende. Abende, die sie ganz für sich hatten. Im Garten zu sitzen, an ihn geschmiegt, und darüber nachzudenken, wie es in Zukunft sein würde. Es war ein ganz normales Leben. Ein Leben, an das sie sich von Tag zu Tag mehr gewöhnte.

Aus dem Seufzen wurde rasch ein Lächeln, als sie sich vom Gartentor abwandte, und zu ihrem eigenen Haus herüber ging. Er würde auch gleich noch da oben sitzen, so viel hatte sie inzwischen gelernt. Sie würde noch etwas tun, bevor sie ihn umarmte, ihm einen gute Nacht Kuss gab und dann ins Bett verschwand, bis er zu ihr kam. Kaum das sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, ging sie zum Küchentisch herüber, griff sich Pergament und Feder und begann zu schreiben.

Mein liebster Hitzkopf,

Ich dachte, dass es dir vielleicht ganz gut tun könnte, einmal etwas anderes zu lesen als komplexe, magische Schriften. Darum nun also diese Zeilen um dir zu berichten, was mir in den letzten Tagen widerfahren ist und dir in der Ausführlichkeit zu sagen, wie viel du mir bedeutest, die dich ansonsten von deinen Büchern ablenken würde. Ich weiß natürlich, dass du sagst ich könnte dich jederzeit ablenken und dass du es zu schätzen weißt wenn ich es tue, aber das ändert nichts daran, dass deine Studien mir wichtig sind. Einfach weil sie für dich von Wichtigkeit sind und ich der Meinung bin, dass du dein Talent nicht ungenutzt vergeuden solltest.

Was nun also mich betrifft, so ist mein Tag überraschend Ereignisreich, wenn man bedenkt, wie wenig Zeit ich mit dir verbringen konnte. Aber lass mich von vorn beginnen. Gestern (nun ja, wenn ich die Stille der Stadt bedenke wohl eher vorgestern) suchte ich nach einigen Büchern um meine Notizen für den Unterricht ein wenig zu ordnen. Du kennst die lose herumfliegenden Pergamente ja, die ich Unterrichtsplanung nenne. In Adoran fand ich keinen entsprechenden Händler, auf dem Weg zum Nebelpass, den mir Fräulein Senheit und Sir Vaughain nahelegten hätte ich mich sicher verlaufen, also ging ich nach Bajard. Ahnst du bereits, was nun kommt? Richtig, Bajard war eben Bajard und um ein Haar wäre ich dort in einen Kampf verwickelt worden. Zum Glück erahnte mein Gegenüber nicht, dass meine stärkere Hand noch nicht wieder vollkommen belastbar ist und ich entkam. Du kannst ganz beruhigt sein, mir fehlt nichts und ich habe nicht einmal einen Kratzer abbekommen.

Meine Bücher habe ich übrigens inzwischen, auch wenn das noch lange nicht bedeutet, dass ich sie auch benutze, wie ich zu meiner Schande gestehen muss. Die Zettel die hier und da herumliegen wirst du also auch weiter vorfinden und deinen Grund behalten, mich mit liebevollem Spott zu bedenken. Ich bringe es einfach nicht über mich, auf diese Art Zärtlichkeit zu verzichten. Kannst du das verstehen?

Heute Abend habe ich nicht allzu viel erlebt, bin aber eigentlich auch ganz froh darüber. Mir tut nach den vielen Übungen noch immer das Handgelenk weh, und ich musste feststellen, dass ein Abendessen mit mir eine ganze Menge Gold wert ist. Davon erzähle ich dir allerdings erst dann, wenn ich dich in den Armen halten kann, mein Liebster. Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass mir das nicht fehlt. Aber so ist es nun einmal, und solange ich deine Wärme spüren kann, in den wenigen Stunden die uns gemeinsam bleiben, kann ich auch damit leben. Nur schwer, aber ich kann es.

Zumindest einstweilen sei dir sicher, dass ich mit Sehnsucht auf dich warte und du meine Träume beherrschst, bis du ins Bett kommst.

In Liebe
Calina


Mit einem überaus zufriedenen Lächeln löschte sie das Geschriebene ab, faltete das Pergament zusammen und huschte die wenigen Schritte bis zu dem Gartentor, dass sie eben erst verlassen hatte. Noch immer brannte oben Licht, und so eilte sie, drei Stufen auf einmal nehmend die Treppe herauf. Worte waren nicht nötig, als sie an Merrik herantrat und die Arme um ihn legte. Zärtlich neigte sie den Kopf, küsste ihn auf den Nacken und kuschelte sich an seinen Rücken, bis er sich zu ihr drehte um ihr den ersehnten Kuss zu geben. Worte waren auch nicht nötig, als sie sich nach einigen Minuten von ihm löste, den Brief auf seinen Tisch legte und mit einem weichen Lächeln auf den Lippen herunter huschte. Sie musste schlafen. Der Tag würde wieder früh genug beginnen.
Zuletzt geändert von Gast am Sonntag 10. August 2014, 03:18, insgesamt 1-mal geändert.
Antworten