Wenn man alles getan hat (Todespost Nazeeya Rafa Bashir)

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Gast

Wenn man alles getan hat (Todespost Nazeeya Rafa Bashir)

Beitrag von Gast »

Mit einer leichten Schweißschicht auf der Stirn schreckt sie aus dem Schlaf auf. Es war der letzte Tag des Wochenlaufes und heute war das Treffen mit dem Sohn der Omar im Tempel der Alleinen. Und gerade heute mussten sie Albträume plagen.


Es waren die Erinnerungen an jene Zeit wo das Land im Chaos war, die Zeit wo es drohte auseinander zu brechen und die Untiere der Tiefe an das Licht Eluives gelangen.

Sie spürte in jeder Faser ihres noch zitternden Körpers die Anstrengung jener Tage.

Die Trauer die in ihrem Herzen saß als Hoteras starb und gleichsam aber auch die Freude als sie spürte das Eluive das Gefüge wieder retten konnte.

Und dennoch waren viele Lebewesen zu jenen Tagen ums Leben gekommen und sie betete das so etwas nie wieder passieren würde.


Doch das das Gefüge wackelig war, das wusste sie seit jenem Tag. Eluive kostete es viel Kraft es aufrecht zu erhalten und eines ihrer Kinder machte es ihr nicht gerade leicht, das dies auch gelang.


Mit jenen Gedanken stand sie auf um sich an der Wasserschale erst einmal zu waschen. Der Tag müsste beginnen und das Gespräch mit dem Sohn der Omar war etwas wichtiges, was nicht auf die lange Bank geschoben werden dürfte.


Nachdem sie angezogen war und das Morgengebet vor der Statue Eluives im Haus Bashir getätigt war begann sie erst einmal wie jeden Morgen damit ihr Haus zu putzen und vom Sand der Nacht zu befreien.


Es war ihr in Fleisch und Blut übergegangen jene Aufgaben bereits am morgen zu erledigen, wo es noch nicht so heiß war und die Sonne Eluives noch nicht die Wüste zum brennen gebracht hatte.


Beim Aufräumen des Hauses fiel ihr das Buch in die Hände was ihr Ramin zur Hochzeit geschenkt hatte, mit einem seligen Lächeln auf den Lippen lass sie erneut seinen Eheschwur. Und sie spürte die Sehnsucht nach ihrem Mann in ihrem Herzen. So lange hatten sie sich nicht gesehen und sie hoffte, dass er bald von seiner Reise in die Wüste wiederkehren würde.


Sie steckte das Buch in die Tasche ihres Rockes und begab sich dann in die Oase um dort ein paar Früchte für zu sammeln. Dort angekommen genoss sie die kühle Briese die das Wasser mit sich brachte und seufzte wohlig als ein wenig Gischt sich auf ihren Körper und die Kleidung legte. Sie liebte jene stillen Momente in der Oase. Es war der Ort der alles vergessen lies egal wie schwer es auf den eigenen Schultern lastete.


Mit einem Korb wieder zurück auf dem Weg ins Viertel hörte sie von der Kaserne aus das Rasseln und Klappern der Übungen die Dort abgehalten wurden. Ein flüchtiger Blick zeigte ihr die Söhne und Töchter der Wüste die dort ihre Übungen abhielten und sie konnte nicht anders als einen Moment stehen bleiben um einen stillen Segen über die Kinder zu legen, dass ihnen nichts passieren würde.

Die Übungen waren dort wichtig, denn noch immer war der Vertrag mit Rahal eine wackelige Angelegenheit die jeden Tag brechen könnte und dann müsste jeder Sohn und jede Tochter bereit sein das Land und Eluive zu verteidigen.


Der Tag zog sich dahin und immer wieder dachte sie über die einzelnen Etappen nach die ihre Schüler nun gehen müssten um Kaliq zu werden und dem Volk als jene zu dienen.

Der Unterricht müsste bald beginnen und sie würde so einige Aufgaben für Saman bereit legen und auch für Anisah wenn diese wiederkehren würde.


Und so brach sie dann auch alsbald in den Tempel auf für das Gespräch mit Lazzarr aus dem Haus Omar.


Sie sah ihn bereits von weiten dem Tempelberg hinauf steigen als sie sich in den Tempel hinein zurück zog um ihn dort zu empfangen. Er war ein stolzer Sohn der Familie Omar, das sah man bereits in seiner Haltung und auch seine Worte waren Weise gewählt.

Und so verging das Gespräch recht rasch und sie war bereit ihm die gleiche Aufgabe zu stellen wie Saman. Sie würde sehen, ob beide für diesen schweren Weg geeignet waren und wie sie sich machen würden. Aber den Biss hatten sie beide und es würde sicher spannend werden zu verfolgen wie es mit ihnen weiter gehen würde.


Nachdem Lazzarr gegangen war zog sie sich zum Gebet in den Tempel zurück. Und richtete ihre Worte an Eluive und ihre Weisen. Sie bete gerade tief in sich versunken, als sie eine Hand auf ihrer Schulter spürte. Sie war warm und weich und es schien beinahe als würde sie in ihrem Körper versinken. Als sie den Kopf drehte erblickte sie ein Gesicht so schön wie das ewige Leben. Kleine Sandkörper flogen um ihren Leib herum und die Augen sie waren so tief wie die Wüste selbst.

Sie wusste wenn sie dort sah, eine alte Freundin, jemand dem sie schon einmal in ihrem Leben begegnet war. An jenem Tag als ihr Leben einen neuen Anfang bekam. Und so verstand sie den Blick der Weisen der Wüste still und erhob sich mit einem warmen lächeln auf den Lippen.


Gemeinsam Hand in Hand gingen sie hinauf vor die große Statue Eluives im oberen Tempelbereich und Nazeeyas Blick ging hinauf zur Statue hin und sie spürte kein Gefühl des Leides in sich.

Keinen Funken der Trauer oder des Vermissens. Sie spürte nun in jenem Moment wo die Weise ihre Hand hielt, dass sie vollendet war. Ihre Reise war komplett. Alles was sie hätte tun sollen in den Augen der Mutter, war getan worden.

Jedes Wort gesprochen, was gesprochen werden sollte.


Daher kniete sie sich hin wie damals auf dem Berg nieder den Blick zur Statue gehalten und sie spürte wie die Arme der Weisen der Wüste sich um sie schlungen, die Wärme ihres Körpers welcher auf die Weise begann über zu gehen und wie das Leben aus ihr abzog.

Es war wie damals und auch nun wieder zuckten die Bilder ihres Lebens an ihr Vorbei. Jedes Einzelne prägte sich noch einmal in ihrem Kopf ein um sie mit hinüber zu nehmen an die Seite der Mara.



Und so bat sie im Stillen um eine letzte Gestik, ein letztes Gebet was ihr die Mara hoffentlich erfüllen würde.

Und so würde ein jeder Menekaner der sein Herz offen hatte spüren, wie die Prehaatim des Reiches, sich von ihm verabschiedete. Manche würden vielleicht nur hören, das sie Ewig auf sie aufpassen würde.

Andere würden vielleicht kurze Worte hören über das was sie zusammen durchgemacht hatten. Andere vielleicht nur ein warmes Gefühl was sie umstreift und ihnen Geborgenheit schenkt.



Und auch ihre Blutsschwester bei den Thyren würde vielleicht spüren, dass eine Seele gegangen war, aber auch sie ewig im Herzen und in der Seele weiter leben würde.



Und so starb die Prehaatim des Reiches, Nazeeya Rafa im Stillen im Tempel der Mara.



Jener der sie später finden würde, würde sie gebettet auf einem Meer aus Kaktusblüten liegend erblicken. Ein seliges Lächeln auf ihren Lippen, als gäbe es nichts Schöneres als der Tod im Einklang mit sich selbst.
Gast

Beitrag von Gast »

Sie hatte sich auf den Weg gemacht, um wie immer zu beten. Als sie den schmalen Weg empor ging, fühlte sie etwas anderes. Irgendwie war irgendetwas nicht so, wie es sein sollte. Etwas bedrückte kurz ihr Herz, doch dann spürte sie diese endlose Erleichterung. Aus irgendeinem Grund heraus ging sie schneller.

Dort lag sie. Als wäre sie die glücklichste Menekanerin, die derzeit auf MenekUr verweilte. Für Laila war der Moment ein Schock, wie sie die leblose Priesterin fand. Sie verstand zunächst nicht, erst, als sie näher ging, wurde ihr bewusst, dass Nazeeya dort lag... und tot war. Hilflos sah sich die junge Natifah um. Sie hatte doch keine Ahnung, was sie tun sollte. Sie konnte für den Moment noch nicht einmal weinen.

Schnell rannte sie zurück zum Familienviertel und schrie nach Nadim. Sie war blind vor lauter aufkommenden Tränen, die sich nun gesammelt hatten. Nadim reagierte nüchtern, befahl, dass Razyr sie begleiten sollte. Gemeinsam mit Razyr machte sich Laila wieder auf den Weg. Vorbei am Palast, den schmalen Bergkamm hoch. Beide wuschen sich, bevor sie den Tempel betraten.

Mit behutsamen Schritten ging Laila wieder auf den leblosen Körper Nazeeyas zu. Razyr und Laila begannen, ein Gebet zu sprechen. Danach deckte Razyr sie mit einem Tuch aus Kashmir zu und beide verließen den Tempel wieder. Es war kein guter Tag für MenekUr.
Gast

Beitrag von Gast »

Kaum als das Laila die Nachricht zum Hause der Ifrey getragen hatte, hüllte sich das haus der Ifrey in Weiße Tücher.
Auch wenn sie ihre Cousine persönlich leider nicht kannte, so stürzte es doch auch sie in Traurigkeit und befangen.
Mit Flinken fingern durchzog sie den seidenen Faden durch die leichten geschmeidigen Stoffe, aus denen sie Trauerkleider für ihre Familie anfertigte.
So wollte man am Abend im beisammen sein der Familie einen Trauer Abend abhalten zu ehren der Ehrenwerten Cousine und ihr in ehren gedenken.

Möge Mara Eluive sich ihrer annehmen und sie behüten
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Valentina Sturmkamm
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:19

Beitrag von Valentina Sturmkamm »

Als es an der Tür klopfte schreckte Aalissay hoch. Ein Geräusch das sie lange nicht gehört hatte und meist hatte sie hier, in ihrem Haus, ihre Ruhe. Wer konnte es nur sein? Barfuß tapste sie, leise und leicht wie eine Feder zur Tür und schaute nicht schlecht, als der Hauptführende Wachmann der Familie Bashir vor ihr stand. Ihre Brust schnürrte sich zu...

Sie kannte ihn, seit dem ersten Tag als sie das Bashirviertel aufgesucht hatte. Wie oft hatte er sie durchgewunken oder die heimlichen Treffen mit Hasim "nicht gesehen". Ihn nun zu sehen konnte nichts gutes bedeuten. War etwas mit ihrem Ranim passiert? Schon so lange hatte sie nichts gehört. Durch Aaminah wusste sie wie schnell es gehen konnte. Kadir, der Vetter von Hasim war ebenso tragisch ums Leben gekommen... Die Luft die sie durch ihre Lungen einatmete war dünn.

Um ein Haar hätte sie ihre Manieren vergessen, doch bat sie den Wachmann hinein. Er fuhr sich mit der flachen, großen Hand über sein Gesicht. Lissy konnte sehen, dass was immer er ihr sagen wollte, ihm keineswegs leicht fiel.

Ihre Knie zitterten als er ruhig und leise zu ihr hinab sprach. Die Worte hallten immer wieder in ihren Ohren und doch schienen sie so unwirklich zu sein. Die Preehatim... im Tempel... leblos... in Maras warmen und wohlbehüteten Händen...

Sie spürte wie die Kraft in ihren Beinen nachlass, doch ehe sie zusammen sackte, griffen die starken Arme des Wachmanns nach ihrer Schulter um sie zu halten. Sie war Eluive so dankbar, dass er es war, der ihr die Nachricht überbrachte. Er der sie inzwischen so gut kannte. Der sie in den Norden begleitete wenn Hasim keine Zeit hatte, der ihr stets zur Seite stand. Wo war Hasim? Wie sollte sie ihm davon nur erzählen? Erst Kadir und nun Nazeeya... würde er es verkraften? Würde sie es verkraften?

Der Hauptmann fragte ob er jemanden holen sollte, doch eigentlich kannte er die Antwort auf seine Frage bereits. Bei dem Gedanken sie allein zu lassen war ihm jedoch auch nicht wohl. Er wollte in der Nähe Wache halten und sie solle nach ihm rufen, wann immer sie ihn brauchen würde. Ob er wusste das ihr stolz ihr dies verbot? Gewiss wusste er es...

Die Tür fiel hinter ihm ins Schloss und kraftlos lies sie sich langsam zu Boden sacken... Wieso? Eluive wieso? Sie war so jung, sie freute sich so auf das Leben mit Ramin. Wieso? All ihre Fragen hatte sie ihr beantwortet. Ihre Ängste genommen. Ihr stets mit Rat zur Seite gestanden. Sie war in vielen Dingen wie eine Mara gewesen weil sie wusste, mit ihr konnte sie über Dinge sprechen, die sie bei sonst niemandem ansprechen konnte.

Sie war es gewesen, die den Bund ihrer Ehe vor Eluive besiegelt hatte. Diesen wunderschönen Tag zu etwas ganz besonderem machte. Der einzige Trost war, dass sie an einem wundervollen Ort angekommen war. Sie musste sich keine Sorgen mehr machen. Sich nicht mehr die Probleme anderer aufhalsen. Eluive selbst hatte sie zu sich geholt und doch hinterlies sie hier eine große Lücke. Was würde nun werden? Was würde aus Ramin werden? Die Familie, die sie aufgenommen hatte? Nazeeya war eine Ifrey, sie waren vom selben Blute... sie sollte auch nach dieser Familie schauen.

Tun konnte sie eh nichts... Langsam rappelte sie sich wieder auf und stieg die wenige Stufen zu ihrem Keller hinab. Dort im Schrank, ordentlich zusammen gelegt, lagen die weißen Kleider, die sie aus Respekt zu Hasim und den Bashir, schon getragen hatte als Kadir verstarb. Sie hatte gehofft, sie so schnell nicht wieder anlegen zu müssen, doch nun war es soweit.

Sie legte ihre Kleider sorgfältig zur Seite und streifte sich das seidene Menekanische Kleid über. Der passende Schleier... auf Schuhe verzichtete sie. Es war inzwischen dunkel geworden... Sie lief um das Haus herum und pflückte ein paar frische Kaktusblüten ehe sie sich an den Wachen vorbei zum Tempel schlich.

Ein beklemmendes Gefühl... das letzte mal das sie hier war war sie so glücklich gewesen. Wo war das Glück hin? Heute war kein Glückstag und doch wollte sie sich hier, jetzt, ganz alleine, von ihr verabschieden. Sie wusch sich Hände und Füße und betrat den Tempel. Es schien als würde auch hier, heute, etwas fehlen... Ob Eluive wusste, welch Lücke sie in ihr Volk gerissen hatte?

Aalissay lief bis ganz nach vorne, lies sich auf die Knie fallen und legte die Blüten vor sich ab. Leise dankte sie Nazeeya für all das was sie für sie gewesen war. Für jeden Moment den sie nicht nur ihr sondern dem ganzen Volk geholfen hatte. Ein Leben, viel zu kurz um bereits erloschen zu sein und doch würde sie hier an diesem Ort, für immer weiterleben...
Gast

Beitrag von Gast »

Es standen zum heutigen Tage ausnahmsweise keine Termine an, er hoffte auch, dass nicht erneut jemand spontan vorbei kommen würde, um ihm ein Anliegen vorzutragen. Er mochte jeden Menekaner und freute sich darüber, wenn man einige Worte wechseln konnte. Jeder hatte für sich eine eigene Art, die ihn sympathisch machte. Er genoß es, wenn Worte ehrlich gesprochen wurde, mochten sie noch so hart und ernst sein. Heute wollte er jedoch einfach für sich sein, sich einigen Aufgaben annehmen, die er so stark vernachlässigt hatte, seit er nicht mehr Sajneen gerufen wurde. Sahid vertritt ihn tatkräftig und auch die Janitschare, die den Rang des Jijkban inne hatten, konnte er gut heißen. Ein gutes Gefühl, wenn man die richtige Entscheidung getroffen hatte.

Die Übungspuppe in seinen Räumlichkeiten musste heute leiden. Der Bauch war nicht mehr so flach, wie es noch vor einigen Mondläufen war. Der Kuchen war daran schuld und keiner unterstütze ihn beim Angriff der Fettröllchen. Schnaubend und mit schweißnassem Gesicht führte er Tritte, Faustschläge und Handkantenhiebe gegen dass aufwattierte Holz. Drehte sie sich, musste er ausweichen, machte sie einen Schwenker gegen ihn, führte er einen Tritt aus, damit sie an Position blieb. Nur eine kurze Pause, um Wasser zu sich zu nehmen.

Mit dem Rücken an die Wand gelehnt, ließ er sich auf dem Boden nieder, die nackten Füße vor sich gestreckt, atmete er tief durch und betrachtete die Fußzehen. Das Gefühl überkam ihn, so wie all jene Ereignisse die ihm Radschish übermittelte, rasch und ohne jede Vorwarnung. Er wurde aus seinem Vorhaben regelrecht herausgerissen. Als würde ihn eine Leere ummanteln, gleichzeitig war ein vertrautes warmes Gefühl in seiner Brust. Wenn sich Verlust mit dem Glauben vermischte blieb ein Gedanke, der daran erinnerte, als sie damals seinen Radeh im Tempel für die lange Reise verabschiedeten. Aasim war da und hatte ihm die Hand auf die Schulter gelegt. Seine anderen Geschwister hatten ihren Blick stur zur damaligen Preehatim gerichtet, Schockstarre, Verwirrung, Frustration.

Ähnliches überkam ihn gerade und seine Gliedmaßen wurden schwerer. Die Hände lagen mit ihrem Rücken auf dem Boden auf, die Beine waren nur noch sinnlose Verlängerungen des Torsos. Radschish war nicht sehr sanftmütig beim Überbringen solcher Nachrichten, und wenn er auch keine konkreten Worte überbrachte, konnte man zumindest aus den Emotionen lesen, dass es keine gute Neuigkeiten gab. Diese Neuigkeiten kannte er, sie kamen damals beim Tod Aasims, beim Tod Safiyas und auch, als dann Rashad verloren ging. Wieder die Einsamkeit, wieder der Beginn auf der Suche nach Glück. Heute traute er sich nicht raus. Er wollte warten. Irgendwer wird kommen, irgendwer wird berichten. Er musste erst verdauen und sich auf Schlimmes vorbereiten.

Alle Ereignisse im Leben formen den Charakter eines Menschen und trotzdem hört er niemals auf zu lernen. Jeder trug eine gewisse Last mit auf seinen Schultern und heute fühlte sich seine Last sehr schwer an. Wenn sogar sein treuer Dschinn trauerte, dann musste etwas passiert sein, was dieses kleine Menek’Ur nicht fassen konnte.

Die Hoffnung sich auf so etwas vorbereiten zu können, konnte er sich lange einreden. Es würde nichts bringen.
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 30. Juli 2014, 11:06, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Die schwere Arbeit in der Salzmine trieb ihr die Schweißperlen auf die Stirn und tief im Berg verspürte sie plötzlich dieses Gefühl, sämtliche Tätigkeiten lies sie für diesen Moment sein und Mariyah fasste sich mit einer Hand ans Herz, die Wärme, die ihren Körper durchfloss veranlasste sie dazu die Augen für einen Moment zu schließen, nachdem sie die Augen öffnete verspürte sie den Drang nach oben zu sehen, nach oben an die Höhlendecke, wo viele Meter über ihr der große Tempel Eluives stand und wo eine große Person Menek'Urs ihr Leben in die Hände ihrer Göttin gegeben hat.

Später erfuhr sie vom Tode der Prehaatim, die sie nur einen kurzen Moment erleben durfte, Mariyah presste die Lippen aufeinander und die folgenden Gedanken und Minuten galten Nazeeya und sie erinnerte sich zurück an diesen Moment in der Salzmine, die Verknüpfung der Ereignisse hergestellt musste sie sich bemühen die Fassung zu wahren, obwohl sie sich eigentlich kaum kannten hat Nazeeya ihr lebewohl gesagt, auf ihre warme Art und Weise.

"Abeer Eluive, eines Tages sieht man sich an ihrer Seite wieder und dann lernen wir uns besser kennen." Diese Gedanken gingen ihr mit einem Blick zum Himmel durch den Kopf, die Augen glasig dabei.
Gast

Beitrag von Gast »

Viele Wochen war er in der Wüste unterwegs gewesen und auch ein paar dort wo die Wälder und Wiesen grün waren. Viele Kräuter hatte er gesucht...Kräuter die es in den heißen Wüstenregionen nicht gab und die er dennoch für seine Arbeit brauchte. Er war nicht gerne so lange von seiner Nazeeya getrennt doch seine Berufung als Hakim machte solch Reisen immer wieder nötig.

Täglich sah er auf seinen Ring, das Symbol ihrer ewigen Liebe und Zuneigung zueinander und es schenkte ihm ein Lächeln jeden Tag aufs Neue.

Nun endlich nach all dieser langen Zeit kam er aus der Wüste zurück und ging sofort in das gemeinsame Haus um sie zu begrüßen...dort war sie nicht. Nicht ungewöhnlich als Preehatim, immerhin war es früher Abend und sie hatte sicherlich noch im Tempel zu tun. Er wollte sie dort überraschen und stieg die Stufen zum Tempel hoch.

Dort lag sie....gebettet in einem Meer aus Kaktusblüten, leblos. Mit einem dicken Klos in der Kehle und deutlich schwankend ging er auf ihren Körper zu, so friedlich sah dieser aus, so unendlich friedlich. Er sank auf die Knie herab und legte seinen Kopf auf den Bauch. Es war ihm egal was die anderen nun über ihn dachten oder ob es sich gehörte. Die Tränen schoßen ihm über die Wangen und der Schrei der Verzweiflung war sicherlich noch unten in der Stadt zu hören.

Er blieb die ganze Nacht bei ihr und man hätte ihn mit Gewalt wegzerren müssen um ihn davon abzuhalten. Er lag mit seinem Kopf auf ihrem Bauch, wollte einfach bei ihr sein.....
Gast

Beitrag von Gast »

Mareks Schreiben hatte ihn inzwischen erreicht. Die Palastwache, die den Brief überreicht hatte, wusste, dass sie im Moment nicht erwünscht war. Ihn überkam im ersten Moment nicht einmal der Schock, oder die Trauer. Das erste Gefühl war Wut, Wut auf das, was man ihm wegnahm. Eines der letzten vertrauen Gesichter, das er noch aus einem vergangenen Menek’Ur kannte. Sie war damals noch seine persönliche Hakim und hatte sich stets um sein Wohl gesorgt. Nicht nur einmal hatte er einen gewissen Trotz in ihrer Stimme gehört, wenn er nicht das essen wollte, was sie ihm jedoch auf seinen Plan zum Wohle seiner Gesundheit gesetzt hatte. Wenn er sich schonen sollte und sich doch wieder in den Sattel seines Sandläufers setzte. Sie hatte niemals aufgegeben, ihn zu belehren. Er war ruhiger geworden und sie wurde nur sehr viel weiser. Vielleicht war es ihr Beitrag, dass er sich in diese Richtung entwickelte und nicht mehr der junge Omar war, der sich in Hirngespinste reinstürzte. Inzwischen übernahm er Verantwortung und hoffte, dass er es seinem Volk recht machen konnte. Die Vertretung des Erhabenen war eine große Bürde und er war froh, wenn er solch vertrauten Gesichter um sich hatte.

Er fragte nicht nach dem Warum, weil er dem Weg seiner Mara vertrauen musste, so wie es alle göttinfürchtigen Menekaner machen mussten. Keine Zweifel, keine Reue, keine Trauer. Abschied nehmen hieß es nun. Es musste angemessen sein, um sie für Ihre aufopfernde Lebensweise zu würdigen. Man konnte froh sein, dass es hier einen Leichnam gab, den man zu Grabe tragen konnte. Die Durrah gibt ihre Toten gewöhnlich nicht her und viele wurden schon als verschollen gemeldet und erst nach einer langen Wartezeit wurde von jemandem Abschied genommen, bei dem man nichtmal mit Sicherheit wusste, ob und wie er oder sie gestorben war. Zumindest diese Gewissheit gab es hier.

Die Schritte, die ihn zum Tempel hinauf tragen, wogen schwer. Wie auch sie es für sich trug, zog er sich kein Schuhwerk an. Die Kleiderwahl war auch nicht schwer, denn für die Trauernden gehörte das Weiß. Seine Mimik war trockener Natur, so dass er den aufkeimenden Schmerz lediglich herunterschlucken konnte. Dennoch war es ein großer und schwerer Brocken. Die Füße hatte er sich am Tempeleingang gereinigt, ehe er sich an den nächsten Pfeiler lehnte. Er beobachtet dort Ramin, wie er bei seiner Rani saß und trauerte. Heute würde er ihn nicht darauf ansprechen, denn jeder braucht seine Zeit.

Er beschäftigte sich eher noch mit eigenen Gedanken. Wann hatte er sie das letzte Mal gesehen? Wann hatten sie das letzte Mal wirklich miteinander geredet? Er erinnerte sich, wie sie gemeinsam und recht geschickt gegen Aaram vorgegangen sind. Sie hatten viel durchgestanden und hätten sicher einige Abende mit den Geschichten aus alten Zeiten füllen können. Vielleicht, vielleicht würde er einen Teil Nazeeyas nun in seiner eigenen Rani erkennen, die doch ihre Schülerin gewesen ist. Wenn ihre Seele nun auch wieder bei der Mara ist, wird ein großer Teil von ihr zurück bleiben und sicherlich auch in den Wänden des Tempels weiter leben. Er tröstete sich damit und konnte wieder leise lächeln.


“Wir sehen uns im Schoße unserer Mara wieder, geliebte Freundin. Warte auf mich. Ich komme auf Mokka und Dattelkuchen.”
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 30. Juli 2014, 15:10, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

( http://www.youtube.com/watch?v=A-PN-IZUt8o)

Nazeeya ist Tod!
Die Prehaatim des stolzen Reiches Menek’ur!

Auch wenn sie eine Natifah war, sie war eine Person, zu der man ging, wenn etwas im Argen lag.
Beratung, im Namen Eluives, mit Wissen und Weisheit, gelenkt von der Mara selber.

Nazeeya und ich hatten uns nie wirklich nahe gestanden.
Wir waren nie über unseren schlechten Start hinweg gekommen, auch wenn sich das Verhältnis im Laufe der Zeit wirklich gebessert hatte.
Unsere Positionen hatten sich getauscht. Anfangs war sie die zurück gewiesene, diejenige, die mit viel Trauer im Herzen ihren Weg beschritt.
Ich war die junge, naive Natifah, die verliebt durch die Gegend gelaufen war.
Gewandelt hatte es sich nach Kadirs Tod. Ich trug Trauer und Wut im Herzen und sie lernte Ramin kennen, verliebte sich.

Erst jetzt kann ich fühlen was sie fühlte.
Erst jetzt kann ich verstehen, was sie leitete.
Erst jetzt weiss ich, was es bedeutet hat.

Ich trauere.
Meine Cousine. Meine Prehaatim.

Heute bedauere ich, mich nicht mehr mit ihr befasst zu haben.
Vielleicht hätte unser Blutsband zu einem Band der Freundschaft werden können.
Ich kann jetzt nichts mehr tun. Ich schließe sie in meine Gebete ein.
Und ich schließe Ramin in meine Gebete mit ein.

Ich kann seine Trauer mehr als gut nachempfinden. Zu tief saß der eigene Schmerz noch.

Die Zeit heilt alle Wunden. Und ihre Wunden waren durch Ramin, durch die Liebe der Familie aber vor allem durch die Treue, den Glauben und die Liebe zu unserer Allmutter.
Nazeeya war ein Vorbild gewesen für junge Blüten.
Sie hatte mit viel Herz und Verstand für die Familie gearbeitet und gelebt.

Erinnerungen würden in einem jeden Herzen verbleiben. Sie würde in uns selber weiter leben.
Jeder trug ein Stück Nazeeya in sich.
Die Trauer würde sich irgendwann wandeln und man würde sich mit einem Lächeln an eine große Frau erinnern.

Abeer Eluive!


Gast

Beitrag von Gast »

Nichts um ihn herum bekam er mit, nur die Trauer und die Leere in ihm. Einst war er ein stolzer Sohn der Wüste gewesen, stolz auf das was er seine Berufung nannte, stolz darauf das er die für ihn schönste Blüte von allen hatte....seine Nazeeya. Sie hatte ihm gezeigt, dass sein Leben so viel mehr war als nur das Tagwerk eines Hakims. Mit ihr war er vor der Mara vereint...

.... mit ihr war er vor der Mara vereint.

Diese Worte schoßen dem Hakim immer wieder durch den Kopf wärend er bei ihr lag. Er hatte sich für den Tempel extra noch umgezogen um nicht unpassend dort zu erscheinen, nicht schmutzig von seiner Reise um nun seine einzig wahre Liebe zu finden. Er nahm eine Phiole aus seiner Tasche, ein Trank der dafür bestimmt war schwerstverletzte Männer und Frauen die man nicht mehr retten konnte von ihrem Leid zu erlösen. Ein Leid das auch er in sich trug und mit dem er nicht mehr leben mochte.

Er entkorkte die Flasche und legte sich neben seine Rani auf das Bett aus Kaktusblüten und legte sich in ihre Arme, so wie sie des Nachts Seite an Seite einschliefen. Dann setzte er langsam an und trank diesen aus. Es war kein schmerzliches Unterfangen, eher ein Fallen in den Schlaf aus dem es kein Erwachen gab. Langsam sackte sein Kopf zurück neben den ihren und er hauchte noch seine letzten Worte zu ihr.

"Nun sind wir auf ewig vor der Mara vereint meine Rani"

Dann schlossen sich seine Augen und er schlief auf Ewig ein, Seite an Seite mit seiner Liebsten.
Gast

Beitrag von Gast »

      • Das Leben ist schwächer als der Tod,
        und der Tod ist schwächer als die Liebe!

        Khalil Gibran



Die Tränen waren noch nicht trocken, die Trauer noch nicht aus den Gliedern und auch die Bilder Nazeeyas noch nicht vergessen. Dennoch zog es mich zurück in den Tempel. Ich wollte sie noch einmal sehen, sie lag nun dort, aufgebahrt und bereit, um zu den Ahnen entlassen zu werden. Eluive hatte sie an ihre Seite geholt und sie hatte mit Sicherheit ihren Grund dafür gehabt.

Ich hatte nicht damit gerechnet, dass Nazeeya nicht allein war. Lange hatte man weder Nazeeya noch Ramin gemeinsam gesehen und nun lagen sie hier. Miteinander vereint. Das Bild war nicht schlimm für mich, ganz gegenteilig löste es in mir eine unsagbare Wärme aus, auch, wenn die Trauer meinen Körper erneut durchzog. Liebe war etwas ganz Wundervolles und ich konnte für einen Moment kurz lächeln, als ich daran dachte, dass beide bei der heiligen Mara wieder vereint waren. Er musste seine Rani über alles geliebt haben, wenn sein Leben ohne sie keinen Sinn mehr gemacht hatte.

Ich blieb noch eine Weile im Tempel, stumm und allein sprach ich mein Gebet für die beiden. Ehe mich die Trauer wieder einholte und weitere Tränen über die Wangen glitten.
Gast

Beitrag von Gast »

Der Tod ist allgegenwärtig, er begleitet uns überall hin und lässt uns niemals los, er ist einfach immer in der unmittelbaren Umgebung, jederzeit bereit zuzuschnappen. Er gehört dazu, so wie das Leben selbst eben auch dazu gehört, doch irgendwie war es der Menschheit und ihren Gefühlen nicht gegönnt sich mit diesem Tod abzufinden. Immer wenn man hörte das jemand den Weg hinauf in die Himmelspforten ging, so sah man Menschen welche um ihn trauerten, verzweiflung und manchmal gar Angst.

Von Geburt an beginnt das Erlebnis,
wenn wir uns zur Sonne dreh'n.
Es gibt mehr zu seh'n
als man je sehen kann,
mehr zu tun, soviel mehr zu versteh'n.

Doch das was Nazeeya und ihr Ranim erlebten, das war Liebe welche weit über den Tod hinausging, es war eine Verbindung welche wohl kein Ende fand. Es war eine Liebe welche stets in Büchern steht, unbändig, frei von Lasten, ein starkes Band welches keine Scheere durchschneiden konnte, eine Liebe welche den Tod überleben wird.


Das Leben hier ist ein Wunder,
alles neu, alles endlos und weit.
Und die Sonne zieht leis'
ihren goldenen Kreis,
führt Groß und Klein in die Ewigkeit.

Sich mit dem Tod auseinander zusetzen ist als würde man sich im klaren werden das egal was man hier erreicht, man stets nur mit einem zufriedenen Lächeln sterben wird, kein Reichtum der Welt konnte einen in die andere Ebene begleiten, lediglich die Seele nahm den Weg auf sich und führte einen in das geweihte Land. So blieb einem auch nichts anderes übrig als eben genau dieses Lächeln stets im inneren und im äußeren zu verwirklichen, eine sogenannte Glückseeligkeit schaffen so das man selbst stets mit einer gewissen Zufriedenheit aufwacht. Ein Gefühl welches Abends beim zu Bett gehen sagt das man alles Richtig gemacht hat, selbst die Fehler welche einem an dem Tag passiert sind.

Und im ewigen Kreis dreht sich unser Leben.
Dem Gesetz der Natur sind geweiht.
Wir sind alle Teil dieses Universums.
Und das Leben ein ewiger Kreis.

-Ich gehe davon aus das genau dies Nazeeya getan hatte, sie hat einfach den Tag genommen an welchem sie sich wohl fühlte, ließ sich zum Tempel führen und entschied das genau dieser Sonnenaufgang, genau dieser Atemzug, dieser eine Gedanke...das Lächeln, jenes war welches das letzte sein sollte. Ich freue mich für sie das sie genau diesen Entschluss gefasst hat sich all der Lasten welche sie mit sich zog zu entledigen denn sie hatte erreicht was sie für sich erreichen wollte, sie ist mit einem Lächeln auf den Lippen aus dem Leben geschieden.-

Und im ewigen Kreis dreht sich unser Leben,
dem Gesetz der Natur sind wir geweiht.
Wir sind alle Teil dieses Universums,
und das Leben ein ewiger Kreis.

*Mit leisen Schritten entfernte sich eine Gestalt vom Tempel, zurück blieb lediglich eine weiße Kerze welche fein und kunstvoll verziert ein Stückchen mehr Licht in die Dunkelheit brachte.*


Bild
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 6. August 2014, 13:16, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Die Trauerwoche war nun vorbei und dennoch verspürte er immernoch ein Gefühl von tiefer Traurigkeit, wenn er an seine verstorbene Cousine dachte. Viele in der Familie trugen immernoch die weißen Farben, um Nazeeya ihren Respekt zu zollen, auch wenn es nunmehr keine Pflicht mehr war. Die Trauer im Hause Ifrey war allgegenwärtig, auch wenn sie sich in kurzen Momenten des Fröhlichkeit beiseite schieben ließ. Schließlich wurde man von diesem dumpfen Gefühl wieder eingeholt, das sich wie ein schwerer Stein auf das Herz legte und die Gefühle in rasendem Tempo in den Keller zog. Er bedauerte, nie öfters mit ihr gesprochen zu haben oder sie einmal besser kennengelernt zu haben, war sie doch eine Natifah, die dem Hause Ifrey viel Ehre und Ansehen eingebracht hatte.

Nachdenklich schwebten seine Gedanken so dahin, als er sich auf die weiche Unterlage seines Bettes legte. Heute hatte er das Schreiben von Imraan erhalten, dass man auch von ihm eine Trauerrede erwarten würde. Langsam wurde ihm klar, welchen Verlust ihr tragischer Tod wirklich für die Familie bedeutete, auch wenn sie nun bei Eluive und damit einem deutlich besseren Ort war. Wieder kam das Gefühl von Traurigkeit auf, auch wenn er sich im Klaren darüber war, dass er sich eigentlich für seine Cousine freuen sollte, dass sie eines natürlichen Todes gestorben war und nun am eigenen Leibe die Gnade Eluives erfahren durfte.

Am meisten schockierte ihn eigentlich, wie vergänglich das Leben war, hatte er seine Cousine doch noch wenige Tage zuvor im Familienheim empfangen und gemeinsam mit ihr Mocca getrunken und einen wirklich netten Plausch gehalten. Der Verlust wog wirklich hoch und öffnete ihm die Augen, dass auch er eines Tages plötzlich nicht mehr am leben sein könnte. Wieder stieg diese Bitterkeit in ihm auf, wenn er dabei nur an die geliebten Menschen um ihn herum dachte. Es würde noch lange dauern, dass er diesen Schock verarbeitet haben würde. Vergessen würde er seine Cousine Nazeeya aber niemals, so viel stand fest....
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