Sie war weg.
Gegangen.
Fort.
Wohin auch immer.
Sie beteuerte ihm ihre Liebe.
Doch den Ring, welchen er ihr einst gab, hatte sie schon längst abgelegt.
Sie wollte Abstand, von ihm.
Nur von ihm?
Wo würde sie unterkommen?
Bei wem würde sie unterkommen?
Wie würde sie reagieren, wenn sie sich im kessel begegnen, auf der Straße?
Würde sie jemals zurück kommen?
Zurück zu ihm?
Seine Faust schlug mit voller Wucht gegen die Wand, welche unter seiner harten Faust barstete. Sein Kopf sackte nach unten und seine Fassade, das liebevolle Lächeln, welches er seiner über alles geliebten Saphira widmete, fing an zu bröckeln. Tränen ronnen aus seinen Augen, liefen seine nase hinunter und tropften auf den Boden. Er drehte seine Faust an der Wand hin und her woraufhin etwas rotes, warmes die Wand hinab ronn. Blut. Erst als Augen keine tränen mehr abgeben konnten, als die Blutung längst verronnen war machte er sich mit schwankenden Schritten zu einem der beiden Sessel am großen Kamin und setzte sich, oder lies sich viel mehr einfach hinein fallen.
Er hätte sich mehr um sie kümmren müssen. Viel zu häufig kam es in letzter zeit vor, dass er seine Arbeit vorzog. Sein Schmiedehandwerk. Mehr konnte er auch nicht wirklich. Das handwerk war sein Leben.
Nein. Saphira hätte sein Leben sein sollen.
Doch nun.. ist eindeutig, dass sein handwerk sein leben ist. Ohne sie.
Was nützt ihn all sein Können, als das Gold was er verdient, all der Lob für seine Meisterwerke, alls das was er nur aus einem grund tat. Um ihr das bieten zu können was sie verdiente. Doch genau das hat er bis dato viel zu sehr vernachlässigt.. und jetzt ist es zu spät um daran etwas zu ändern.
Die nächsten Tage, Wochen, Monate wird niemand irgendetwas von dem Schmied hören, er ist weder in den Minen noch im kessel zu finden. Lediglich eine Gestallt in dem haus, welches ihnen gehört(e) ist zu finden, welche durchgehend im Sessel am Kamin zu sitzen scheint. Nur gelegentlich ist die Gestallt in der Küche, doch nicht lange. Auf Klopfen, Läuten oder gar Rufen scheint er jedoch nicht zu reagieren.
Harte Schale, weicher Kern
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Gast
Erst, als sie schon lange im Kessel gewesen war, als sie die schon viel zu lange verschobenen Aufgaben aus Frust und Trauer heraus erledigt hatte und als sie bereits wieder im Lager war, von dem sie sich vor wenigen Tagen noch entfernt hatte, um einen klaren Kopf zu fassen, realisierte sie vollständig, was sie gerade getan hatte.
Nein, sie bereute es nicht! Dazu war es zu lange und viel zu gut durchdacht wurden, doch sie trauerte dennoch. Schließlich machte es auch ihr keinen Spaß, diesen Schritt zu gehen. Ein reflexartiger Versuch, sich vorzustellen, wie es in Samuel nun aussah wurde beim Realisieren sofort wieder unterdrückt, um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Für beide Seiten. Es war klar, dass diese Aktion auch an ihm Spuren hinterlassen haben musste. Deutliche Spuren, aber wie genau jene aussahen konnte und wollte sie sich nicht vorstellen. Es war Qual genug, zu wissen, dass sie das gemacht hatte, was ihm diesen Schaden zufügte. Ihnen beiden. Doch sie würden sich beide daran gewöhnen. Jeder auf seine eigene Weise. Saphira würde nun einfach das tun, was ihr bis vor ein paar Tagen noch überhaupt nicht ähnlich gesehen hatte: Dienst schieben und für das Reich kämpfen. Sich voll und ganz auf das konzentrieren, was nun, ob freiwillig oder gezwungenermaßen, zufällig oder von den Göttern geplant zu ihrer Profession und ihrem neuen Leben geworden war. Da wollte sie Samuel nicht bei haben. Nicht, weil sie ihn nicht mehr liebte, sondern eben genau weil sie ihn liebte. Sie wollte ihn schützen. Schützen vor den Gefahren, die sie selber mit sich brachte, wenn sie diese Arbeit ausführte.
Vielleicht würde er es irgendwann noch erfahren, doch erst mal waren die so sauber zurecht gelegten Worte weg gewesen und sie hatte die schmerzende Stille mit ihrem Gehen unterbrochen. Wüsste er es, wüsste er auch, dass es aus ihrer Liebe heraus geschehen war und nicht aus dem Schmerz, den sie über all die Zeit nur zu oft auch spürbar und für Außenstehende erkennbar gehabt hatte. Irgendwann würde er es wissen.. Bis dahin arbeitete sie und blieb da, wo sie angefangen hatte. Bei Janarey. Dort würde sie abschalten können. Ob sie jemals zurück kommen würde? Vermutlich. Im nächsten Leben. Ob es nun mit dem Tod eingeleitet werden würde oder mit dem unwahrscheinlicheren Fall des Kriegendes, das wussten nur die Götter. Und sie ahnte es...
Nein, sie bereute es nicht! Dazu war es zu lange und viel zu gut durchdacht wurden, doch sie trauerte dennoch. Schließlich machte es auch ihr keinen Spaß, diesen Schritt zu gehen. Ein reflexartiger Versuch, sich vorzustellen, wie es in Samuel nun aussah wurde beim Realisieren sofort wieder unterdrückt, um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Für beide Seiten. Es war klar, dass diese Aktion auch an ihm Spuren hinterlassen haben musste. Deutliche Spuren, aber wie genau jene aussahen konnte und wollte sie sich nicht vorstellen. Es war Qual genug, zu wissen, dass sie das gemacht hatte, was ihm diesen Schaden zufügte. Ihnen beiden. Doch sie würden sich beide daran gewöhnen. Jeder auf seine eigene Weise. Saphira würde nun einfach das tun, was ihr bis vor ein paar Tagen noch überhaupt nicht ähnlich gesehen hatte: Dienst schieben und für das Reich kämpfen. Sich voll und ganz auf das konzentrieren, was nun, ob freiwillig oder gezwungenermaßen, zufällig oder von den Göttern geplant zu ihrer Profession und ihrem neuen Leben geworden war. Da wollte sie Samuel nicht bei haben. Nicht, weil sie ihn nicht mehr liebte, sondern eben genau weil sie ihn liebte. Sie wollte ihn schützen. Schützen vor den Gefahren, die sie selber mit sich brachte, wenn sie diese Arbeit ausführte.
Vielleicht würde er es irgendwann noch erfahren, doch erst mal waren die so sauber zurecht gelegten Worte weg gewesen und sie hatte die schmerzende Stille mit ihrem Gehen unterbrochen. Wüsste er es, wüsste er auch, dass es aus ihrer Liebe heraus geschehen war und nicht aus dem Schmerz, den sie über all die Zeit nur zu oft auch spürbar und für Außenstehende erkennbar gehabt hatte. Irgendwann würde er es wissen.. Bis dahin arbeitete sie und blieb da, wo sie angefangen hatte. Bei Janarey. Dort würde sie abschalten können. Ob sie jemals zurück kommen würde? Vermutlich. Im nächsten Leben. Ob es nun mit dem Tod eingeleitet werden würde oder mit dem unwahrscheinlicheren Fall des Kriegendes, das wussten nur die Götter. Und sie ahnte es...
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Gast
"Einfach weitermachen! Nicht nachdenken, Saphira! Weiter arbeiten! Das hilft!", redete die Kriegerin in Gedanken auf sich ein. Sie hatte es natürlich nicht vermeiden können, Samuel bei den Aufräumarbeiten zu begegenen und eigentlich hatte sie das auch gar nicht vorgehabt, ihm aus dem Weg zu gehen, musste sie ihm ja noch etwas erklären, doch jedes Mal, wenn sie in ansatzweise Hörreichweite gekommen war, hatte er sich, Zufall oder nicht, wieder von ihr entfernt. Er gab ihr einfach keine Möglichkeit, mit ihm zu sprechen und das war wohl das, was am meisten schmerzte. Zu wissen, man musste etwas tun und konnte es einfach nicht.
Über den Verlust würde sie hinweg kommen, irgendwie, irgendwann.. Sie hatte genug Möglichkeiten, sich abzulenken, aber nur ihr Kopf würde davon profitieren. Ihr Körper nicht, denn der formte sich unter der unnachgiebigen Arbeit immer mehr zu einem nur noch funktionierenden Werkzeug um und lief auf Sparflamme, um den Ansprüchen des Kopfes so lange wie nur irgendwie möglich gerecht zu werden. Nunja.. Ansprüche waren es mittlerweile nicht mehr wirklich. Mehr nur noch ein Überlebensinstinkt, denn der Anspruch hatte vor etwa einer Woche noch 'Ablenkung' gehießen und nun war ihr die Ablenkung, die sie in der Arbeit sehr gut gefunden hatte, zu Kopf gestiegen. Sie konnte sich selbst nicht mehr kontrollieren und drohte, wahnsinnig zu werden. Nicht, weil sie an Samuel dachte, sondern weil sie an alles und nichts dachte und nicht mehr wusste, was sie da tat. Um diesem Entgleisen also zu entgehen blieb sie einfach beim Arbeiten, denn da wusste sie wenigstens bis jetzt noch, was sie zu tun hatte: Hacken, aufs Pferd laden und zum Lager schleppen! Mal sehen, wie lange das noch anhalten würde. Irgendwann musste ja was passieren. Ob es nun das Sichten des Ausweges oder der Kollaps und der daraus folgende Neustart waren.
War nur zu hoffen, dass keinem auffiel, dass sie nicht mehr Herrin ihrer Sinne war...
Oder sollte genau das vielleicht zumindest einer Person auffallen...?
Über den Verlust würde sie hinweg kommen, irgendwie, irgendwann.. Sie hatte genug Möglichkeiten, sich abzulenken, aber nur ihr Kopf würde davon profitieren. Ihr Körper nicht, denn der formte sich unter der unnachgiebigen Arbeit immer mehr zu einem nur noch funktionierenden Werkzeug um und lief auf Sparflamme, um den Ansprüchen des Kopfes so lange wie nur irgendwie möglich gerecht zu werden. Nunja.. Ansprüche waren es mittlerweile nicht mehr wirklich. Mehr nur noch ein Überlebensinstinkt, denn der Anspruch hatte vor etwa einer Woche noch 'Ablenkung' gehießen und nun war ihr die Ablenkung, die sie in der Arbeit sehr gut gefunden hatte, zu Kopf gestiegen. Sie konnte sich selbst nicht mehr kontrollieren und drohte, wahnsinnig zu werden. Nicht, weil sie an Samuel dachte, sondern weil sie an alles und nichts dachte und nicht mehr wusste, was sie da tat. Um diesem Entgleisen also zu entgehen blieb sie einfach beim Arbeiten, denn da wusste sie wenigstens bis jetzt noch, was sie zu tun hatte: Hacken, aufs Pferd laden und zum Lager schleppen! Mal sehen, wie lange das noch anhalten würde. Irgendwann musste ja was passieren. Ob es nun das Sichten des Ausweges oder der Kollaps und der daraus folgende Neustart waren.
War nur zu hoffen, dass keinem auffiel, dass sie nicht mehr Herrin ihrer Sinne war...
Oder sollte genau das vielleicht zumindest einer Person auffallen...?