Der Regen auf LaCabeza

Nameha Verruil
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Nameha Verruil »

Als Adriano Mondarez ihr die Abschrift von Dimas zeigte, betrachtete sie die vielen Buchstaben eine Weile. Nahm den Zettel an sich, den Blick darauf gerichtet und nickte in einer Art, wie sie es bei Gelehrten gesehen hatte die dadurch Wissend und Weise wirken wollten.
Adriano hob die Brauen an und musste leise Lachen.


Was soll das Meha? Du kannst doch gar nicht lesen.

Woher willst'n das wiss'n?

Vor 2 Tagen konntest du es nicht, und du hälst den Zettel falsch herum.

Ach Scheisse...

Sie knallte ihm den Zettel wieder auf den Tresen und sah zu, wie Adriano sich vor lachen halb hinter der Theke zusammenrollte. Der Blick auf ihr ertappt-verkniffenes Gesicht machte es da offensichtlich auch nicht besser. Sie brummte leise, kam aber nicht drumherum ihrerseits leise zu kichern und zu schmunzeln. Nicht über ihre eigenen Fehler, sondern eher weil sie dem Mann zusah. Freude kann Freude erzeugen, es brachte ihr nichts sich darüber zu grämen.

Sah ich wenigstens Weise aus?

Vollkommen...

Das Wort löste den nächsten Lachanfall aus... was soviel bedeutete wie "Nein". Nagut, sie würde beizeiten daran weiterüben. Nun widmete sie ihre Aufmerksamkeit wichtigerem.

Liest du es mir vor?

Es dauerte noch ein paar Augenblicke bis Adriano sich einbekommen hatte, aber er las es ihr vor. Gespannt lauschte sie den Worten des Bankiers, der neben dem sanftmütigen Spott zumindest auch weiterhalf.

Wer is' denn L?

Wenn ich das wüsste, hätt ich diese Information so oft verkaufen können, das ich so Reich wäre, das ich davon stinken würde. Zu meinem Pech hab ich keine Ahnung.

Machst du mir ne Abschrift?

Wofür brauchst DU denn 'ne Abschrift?

Na um es wem zu zeigen den ich danach fragen will. Ich hab da 'ne Idee.

Der skeptische Blick blieb einen Moment auf der Piratin mit den roten Rastasträhnen hängen. Wenn Meha sagte "Ich hab da 'ne Idee" kam dabei viel zu oft Unsinn heraus. Andererseits war das natürlich nicht sein Problem.

Macht zwei Kronen, Chica.

Die du bei Minfay lässt oder was? Seh ich aus als zahl ich dir deine Mädchen? Eine, und nun schreib sonst frag ich Lana oder Jacq dann bekommst du gar nichts.

Eine war bekanntlich besser als keine, und so schrieb er den kurzen Text fehlerfrei ab und reichte ihn Meha, während die Krone in seiner Hosentasche verschwand. Sogleich rollte die das Schriftstück ein und schlenderte aus dem Gebäude.
Gast

Beitrag von Gast »

Mit nachdenklicher Miene stand er in der Häuserschlucht, geschützt vom Regen betrachtete er nachdenklich das Treiben auf der Straße und verfolgte den Lauf des Wassers. Das beständige Prasseln, dieses monotone Trommeln der unzähligen Tropfen beruhigte seine Nerven und half ihm dabei seine Gedanken zu ordnen.

Auch wenn ihm immer wieder versichert wurde, wie unnatürlich dieses Wetter für die Insel sei, so begann er es doch mit der Zeit als Wohltat zu empfinden. Ein kühlender Hauch, einem Mantel gleich, welcher ihm eine Art der Geborgenheit schenkte, wie er sie bereits zu vergessen geglaubt hatte.

Mit einer Abschrift jener Nachricht in der Hand, welche seinem Geist entsprungen war, stand er nun schon einige Stunden vor der Türe seiner Wohnung und starrte nach Draußen in die Leere. Obwohl er die Worte nur zu gut kannte, hatte er die Zeilen bereits dutzende Male gelesen und überflogen.

Die Lady... das geschwungene L - Worte die von Donner kündend, eine ungewisse Zukunft prophezeiten.

Sein Blick senkte sich beinahe mechanisch und begann das Pergament zu fixieren. Etwas sagte ihm, dass dieses Phantom, welches durch seine Hand erschaffen wurde und ihm langsam aus den Fingern zu gleiten drohte, erneut in Aktion treten musste. Der erste Vollmond stand bereits an und auch wenn er in seiner Nachricht mehr Zeit versprochen hatte... wenn er Ruhe wollte, so müsste er die Lady sprechen lassen.
Gast

Beitrag von Gast »

*als der Pirat aus dem dirnenhaus der minfreys kommen mag schaut er sich um als er lauter Pfützen Vernehmen mag als er ein Getuschel von einer Lady hören mag schaut er sich ehe er seine Stirn runzeln mag*


Puta madre... Was is'n hier los.. Hab'n se wieder scheiße gebaut oder warum pisst es mhh...

Lady... Sie soll ma' her kommen dann kann ich sie ma ran nehmen!

*es scheint als würde er noch einige rum in der Birne haben als er langsam in Richtung seines Hauses gehen mag ehe er mit seiner rechten Pranke eine Feder nehmen mag und ein Buch vor sich aufschlägt dann fängt er an zu schreiben:*

- minfreys dirnen beglücken und schauen ob man etwas erfährt
- rausfinden was die puta Lady will
- herausfinden wer die Plage auf die Insel geholt hat

*als er die letzten Zeilen schrieb schlägt er schwungvoll das Buch zu.
Mit einem Grinsen hebt er seinen letzten schlug rum welcher offen auf dem Tisch stand ehe er die Türe hinter sich zuschlägt und Richtung bajard gehen mag um Untersuchungen anzustellen*
Gast

Beitrag von Gast »

Mit den Händen hinter dem Kopf verschränkt lag er im Sandmatsch des Strandes. Schönes sommerliches Wetter war dieser Dauerregen. Seine Nachricht blieb auch vollends unbeachtet und irgendjemanden zu Interessieren was passiert, scheint es auch nicht. Nun hatte der Alte Kapitän sogar einen rüffel ausgesprochen, aber ob das irgendwas ändert? Man wird sehen oder auch nicht, er konnte sich nicht permanent alleine darüber Gedanken machen, das brachte ihn nicht weiter.
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Enrique Fernandez
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Registriert: Samstag 21. Juni 2014, 18:36

Beitrag von Enrique Fernandez »

„Komm nach la Cabeza haben sie gesagt, eh? Der Rum ist stark, die Frauen schön und das Wetter herrlich haben sie gesagt…“ Mehr oder weniger leise vor sich hin maulend stapfte Enrique durch die Gassen seiner neuen Heimat. Der Glimmstängel zwischen seinen Lippen hüpfte bei jedem seiner Worte auf und ab. Er wusste weder warum er sich gerade dem Regen aussetzte noch wo ihn sein Weg hinführen sollte. Fakt war einfach, dass er sich gerade irgendwie bewegen musste. Er hatte die letzten Nächte kaum schlafen können und war ungewohnt nachdenklich. Unentwegt betastete er den dünnen Schnitt an seiner linken Hand und konnte es nur schwerlich verhindern, dass seine Gedanken um die Ereignisse der letzten Tage kreisten. Noch immer spürte er die dunkle Aura der Toro de la Muerte an dem Abend, an welchem er seinen Schwur leistete. Die Ansprache des Capitano sowie die Worte seiner Offiziere hallten weiterhin in seinen Ohren nach. Und noch immer sah er die Gesichter seiner Kameraden vor sich wie auch die Züchtigung dieses Diegos neulich Abend. Die Ereignisse hatten ihre Spuren hinterlassen.
„Eh…papá… ich habe eine neue Aufgabe…“ sprach er leise vor sich hin. „Ich bin nun Pi…“ doch just in jenem Moment riss ein als Vordach gespanntes Segeltuch über seinem Kopf und übergoss den jungen Mann mit der gesammelten Wassermasse. „Scheiß Regen!“ schrie er seinen Unmut gen Himmel ehe er sich auf die Suche nach einem trockenen Plätzchen machte.

Ein paar Stunden später sah die Lage schon wieder ganz anders aus. Er hatte es geschafft sich ein paar trockene Klamotten anzuziehen ehe sein Weg schließlich in der erstbesten Taverne endete. Der Rum, den er gemütlich vor sich hin trank, half zumindest etwas die neuerliche Leere in seinem tiefsten Innern zu füllen und hatte zudem den positiven Effekt seine Laune wieder zu heben. Ihm war klar, dass dies keine Lösung auf Dauer sein könnte doch für den Anfang sollte es genügen. Monoton prasselte der Regen selbstverständlich weiter gegen die Scheiben was seine Gedanken weg von den finsteren Ereignissen der letzten Abende hin zu der Unwetterproblematik führte. Worüber hatte man noch gleich gesprochen? Die Dauer überschritt bereits die Regenzeit? Und irgendwas war da doch mit einer Lady gefallen? Und dieser Drohbrief war doch auch mit „L“ unterzeichnet worden. Er beschloss Augen und Ohren offen zu halten, was das Problem betraf. Vielleicht ließ sich ja so sein Ansehen verbessern und verschaffte ihm eine rasche Möglichkeit seinen Wert unter Beweis zu stellen. Für den Moment jedoch sollte es genügen gemütlich seinen Rum zu leeren.
Zuletzt geändert von Enrique Fernandez am Donnerstag 3. Juli 2014, 08:53, insgesamt 1-mal geändert.
Jacqueline Perera
Beiträge: 1109
Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Jacqueline Perera »

Die Augen gleiten aus dem Fenster, noch immer prasst der Regen unaufhörlich in Richtung des Fensters und zieht seine Bahnen auf dem Glas in Richtung Boden hinab. In einer seichten Bewegung schüttelt sich das Haupt und ein leises brummen erklingt daraufhin begleitet von dem sanften klimpern der Perlen welche bei der Bewegung aneinander prallen. Sanft streichen die Finger über das Pergament in ihren Händen, immer wieder gleiten die Augen über die geschriebenen Zeilen während die Lippen sich hierzu bewegen.
Dann zückt sie die Feder und nimmt sich ein Frisches Pergament zur Hand.
Buena Noche Dimas,

Ich hatte meine Ohren überall.....aber ich habe de nada etwas von der 'L' gehört noch gesehen Amigo. Nichteinmal bei Minfay drang mir etwas wichtiges gen die Ohren. Tut mir leid ....mucho sufre.
Ich würd dich gern sprechen los días, wenn du Zeit hast meld dich ruego.

Adios Amigo,
J.
Das Pergament wird mit einem Siegel versehen welches eine Rose trägt.

Als sie mit dem Pergament in der Hand das Haus verlässt tritt sie in eine der großen Wasserlachen hinein welche sich vor dem Haus gebildet hatten. Ein Fluch gleitet über die Lippen und sie stapft weiter in Richtung Nel's Haus. Das Pergament wird dort unter der Türe hindurchgeschoben und als sie sich dreht wirft sie noch einen langen und nachdenklichen Blick in Richtung Fenster.
Mahu
Beiträge: 2
Registriert: Dienstag 19. Januar 2010, 04:46

Beitrag von Mahu »

Schreckliche Schreie dringen des Nachts über die Insel, welche sich in die Köpfe bohren und sich dort regelrecht festkrallen. Und bevor jene Schreie einem aus dem Traum holten, wird jeder von der Inselhexe geträumt haben. Es wird je nach Schlaf unterschiedlich sein. Jeder mit einem leichten Schlaf scheint keinerlei großartige Probleme beim Aufstehen zu bemerken, Seelen, die allerdings in einen tieferen Schlaf fallen, werden wohl Probleme erkennen können, die weit über die Traumwelt hinaus gehen.

Es werden Alpträume sein, wie die Inselhexe selbst negative Handlungen an einem verübt. Wie, das sei jedem selbst überlassen. Das Interessante dabei ist, dass wenn die Inselhexe einem Träumer eventuell in den Magen schlug, quält den Aufwachenden ein schmerzendes Gefühl in der Magengegend.


"Du kannst mir nicht helfen...! Das Wasser reicht nicht aus!" Wird der Gedanke sein, der mehr im Kopfe der Bewohner von LaCabeza hängen bleibt.
Gast

Beitrag von Gast »

Die Arme hängen an einem Holzbalken, Ketten, unruhige Schatten von Fackeln
erhelen die Gegend. Die Hexe, seltsames knacken, Schreie, Schatten welche auf ihn
zurasen, Schmerz, brennender Schmerz wie ein langsamer Blitz, langsam den Körper
heraufkriechend, man hat das Gefühl der Kopf wird exlodieren...


Zusätzlichen zu den Schreien können die Nachbarn von Dimas und Nel zusätzlich ein
tiefes Grollen der unmutsbezeugung vernehmen, sollten sie in diesem Moment schon
wach sein. Anders als das Gerräusch an sich, kauert die Gestalt jedoch auf dem
Boden, mit um die Knien verschlungenen Armen. Heftiger und schneller Atem
entweicht den Lungen und der Blick des verbliebenen Auges ist leer, scheint die
konturen um sich herum zu suchen, die Realität zu suchen, während der Körper
schmerzt und juckt, er aber doch alleine dort sitzt.
Es dauert einige Stunden und den Tagesanbruch um in aus seiner Lethargie zu lösen,
das fahle und graue Licht welches durch die Wolken bricht, scheint etwas in seinem
Verstand aus dem Dämmerzustand zu lösen.

Barfuss und halb nackt, nur mit der Lederhose bekleidet setzt er sich einen Moment,
dabei der Blick immernoch alles andere als klar, und verfasst zwei kleine Schreiben.
Aye, wenn die Zeit es zulässt.
Dimas
Der kleine Zettel wird im Nebenhaus unter der Tür durchgeschoben.

Danach läuft die etwas unheimlich anwirkende Gestalt zur Bank und hinterlässt
für alle Mitglieder der Toro eine Nachricht.
Irgendwas läuft hier falsch. Hab die Hexe im Traum gesehen, garnicht gut.
Aber irgendwie hab ich das Gefühl das sollte was sagen. Weiß nicht. Habe einen
Satz im Kopf welcher für mich keinen Sinn macht, und dazu diese Geräusche in der
Nacht.
'Kannst mir nicht helfen, das Wasser reicht nicht' so ungefähr war der Satz.
Vielleicht jemand ne Ahnung? Hat das vielleicht was zu heißen? Wem wird hier von
wem geholfen? Obwohl dieser Satz aus meinem Traum konnt, fehlt irgendwie der
Sinn. Vielleicht macht mich dieser Regen auch einfach Mürbe sodass
ich schon Piraten mit meinen Träumen nerve...

Dimas
Als er das Pergament sicher in das Gebäude gebracht hat, schlurft er Richtung
Strand, sich dort in den Matsch setzend.
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Enrique Fernandez
Beiträge: 35
Registriert: Samstag 21. Juni 2014, 18:36

Beitrag von Enrique Fernandez »

Er hatte wohl etwas mehr Glück als manch anderer. Sein Schlaf war nicht besonders fest, zu sehr nagten die Ereignisse der letzten Woche an seinem Geist. Trotzdem schreckte er aus einem unklaren Traum auf, nach welchem beide Arme zu schmerzen schienen. „Qué putada… ich brauch nen Rum…“ Mit den Worten hüllte er sich halbherzig in ein paar Klamotten und verließ die überladene Schlafkammer Yvettes. Der prasselnde Regen hob seine Laune wieder einmal kein Stück. Kurz schlenderte er an der Bank vorbei um seine Geldkatze zu füllen wobei ihm Dimas Aushang auffiel. „Eh..? Estás loco… Kannst mir nich helfen, das Wasser reicht nich… eh?” Mit irritiertem Blick strich er seine nassen Haare zurück und ließ sich einen Kohlestift reichen um folgende Notiz an dem Zettel zu hinterlassen.
Ich habe die selben Worte geträumt Amigo.
Fernandez
Kopfschüttelnd und noch verwirrter als zuvor schaffte er sich zu Ambrosio. Geist und Körper verlangtem nach einem starken Getränk. La Cabeza war doch verwirrender als er erwartet hatte.
Gast

Beitrag von Gast »

Nachdem sie wider mal die neu auftretenden Risse in Wand und Decke, notdürftig mit Lehm verschlossen hatte, versuchte sie etwas zu schlafen.
Doch wie in den Tagen zuvor, fand sie erst spät in den Schlaf. Doch als sie dann endlich tief im Land der Träume versunken war, machte auch sie diese merkwürdige Begegnung mit Mahu.
Das letzte an das sie sich erinnern konnte, als sie mit einem lauten schmerzensschrei aufwachte, war eben jener Satz von der Hexe: 'Kannst mir nicht helfen, das Wasser reicht nicht' und das heisse Brandeisen in form eines Totenkopfes, das ihr auf den Bauch gedrückt wurde.
Sofort raffte sie ihr Oberteil hoch und blickte auf jene Stelle. 'Mast und Schotbruch, nur ein Traum' dachte sie sich. Doch warum tat die Stelle denn immer noch weh?
Als sie am Aushang von Dimas dann vorbeischlenderte, nachdem sie sich halbwegs berappelt hatte, fluchte sie wild vor sich her, als sie jenen las.
Darunter schrieb sie dann: Diese Scheisse muss ein Ende finden, auch ich bin ihr im Traum begegnet.
Zum schluss kritzelt sie ihren namen darunter.
Gast

Beitrag von Gast »

Loeschen danke xD
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 4. Juli 2014, 20:53, insgesamt 1-mal geändert.
Jacqueline Perera
Beiträge: 1109
Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Jacqueline Perera »

Ein Schrei hallt über die Insel....'Feuer!'
'Scheisse Jacq penn doch nicht immer beim rauchen ein'
Hastige Schritte, getrampel und dann das Geräusch von Wasser wenn es gegen einen Gegenstand prallt.
'Gracias Amiga.....' erklingt es prustend und nass wie ein gegossener Pudel.
Die Hand erhebt sich und noch immer hält sie die Rumflasche in der Hand mit welcher sie wohl eingeschlafen ist, wohl ein guter Moment um nochmals anzusetzen und einen Schluck zu sich zu nehmen. Seit dem Traum in der gestrigen Nacht hatte sie kein Auge mehr zugemacht und die Kopfschmerzen und die Schmerzenden Füße taten ihren Teil dazu beitragen das sich das beschissene Gefühl nicht gerade ins Positive entwickelte.
'Was ist los mit dir? Du siehst scheisse aus Amiga, richtig scheisse'
Das Haupt ruckt etwas nach oben und der Blick trifft Nora direkt, die Augen wirken jedoch nicht wie zuvor, sie strahlen eine Gewisse Sorge aus....etwas was man sonst seltenst den harten Blick durchbricht.
'Ich weiß es de nada Amiga...aber ich glaube das der Fluch uns langsam einholt und wir die Rechnungen des vielen Rums begleichen müssen.'
Langsam erhebt sie sich dann ohne weitere Worte und verzieht sich mit einem humpeln wieder hinauf ins Zimmer, immernoch steckt der Geruch von verbranntem in ihrer Nase und sie brummt leise auf. Das Fluchen von Nora ist auch bis oben ins Zimmer zu hören 'Ja verzieh dich ruhig und lass das Zeug hier stehen ICH MACH'S NICHT WEG!'
Oben angekommen wird ein Pergament ergriffen und sie macht sich sogleich auf den Weg zur Bank, an Nora vorbei 'Bin gleich wieder zurück Chica, ich bring dir Rum mit'
'Das ist aber auch das mindeste...'
Die braunen Stiefel stampfen durch die nie endenden Wasserpfützen welche sich auf den Strassen angesammelt hatten, der Regen prasst immer noch mit einer härte vom Himmel herab welche nie an stärke verloren haben könnte. Der Mantel wird enger um den Leib geschlungen und die Schritte beschleunigt, die Türe der Bank wird aufgezogen und der Mantel samt Hut von den Regentropfen befreit...zumindest etwas.
Die Augen legen sich auf die dort schon angesammelten Zettel und nun heben sich überrascht die Brauen empor. Nicht allzulange wartend hängt sie den eigenen Zettel hinzu.

Buenas Noches,
Das Wasser reicht nicht hat sie gesagt, wir können neda helfen meinte sie......
Scheisse hatte ich eine Nacht, wir müssen uns alle treffen, je früher desto besser.

J.
Gast

Beitrag von Gast »

Unruhig dreht sich der kleine Körper im Bette hin und her, würde eine fremde Hand den Laken oder gar die Bettdecke berühren würde er spüren das jene klitschnass geschwitzt sind. Ebenso auch das Haar welches an der Haut der kleinen sichtlich zu kleben scheint und die Perlen welche sich auf der Stirn abzeichnen. Die Mundwinkel verziehen sich in der Traumphase immer wieder und die Augenlider zucken dabei wild.

Die Hitze war drückend, die Sonne prallte regelrecht auf die Erde unter der Füßen nieder und ließ diese dabei fast in Flammen aufgehen...es war nur das Gefühl aber dennoch fühlte der Schmerz sich real an. Schnell hasstet die kleine umher nach einem Schattenplatz suchend doch keiner schien auch nur ansatztweiße in Sicht zu sein. Wieder brummt die Erde auf und schwindel überkommt sie, auf die Knie niedergehend da das gleichgewicht kaum haltbar scheint, legen die Hände sich auf dem Boden in stützender Form nieder. 'Autsch' erklingt es dann und jene werden sofort wieder zurückgezogen, ohne die Schuhsohlen war der Boden tatsächlich glühend heiß. Wenn man einen Blick in die Weite warf so konnte man genau sehen wie die Hitze emporstieg und für ein gar schwammiges, flimmerndes Bild sorgte. Langsam schien sich etwas zu bewegen, die Brauen wurden zusammen gezogen um vielleicht auch nur im Ansatz erkennen zu können was genau sich dort zu bewegen scheint. Für einen Augenblick wurde es gleichsam Stockdunkel und als das Licht wieder in ihre Augen zurückkam stand sie direkt vor ihr, eine Frau mit zotteligem wilden Haar, dreads und vielen eingeflochtenen Utensilien, die Augen der Wilden dunkelhäutigen Ureinwohnerin blicken aufgerissen in Richtung Inola. Vor Schreck über das plötzliche dasein von Mahu plumpst sie auf den Boden und blickt geschockt zu jener empor. Sie bemerkte garnicht gleich das der Boden urplötzlich eiskalt schien, so als würde die Stelle sich gerade mit kaltem Meereswasser füllen, was auch in der Tat geschah. Sie versuchte sich von dem Boden zu lösen doch sie konnte nicht, es war als würde sie selbst auf dem Boden kleben, wie festgewachsen schien sie. Das Wasser stieg immer höher und höher und irgendwann hatte es die Kehle des kleinen sitzenden Mädchens erreicht, flehend blicken die Augen in Richtung der zotteligen Ureinwohnerin und Hexe. Stetig vermehrte sich das Wasser und als es kurz davor war das sie den letzten Atemzug nehmen konnte dran jener Satz an ihre Ohren: "Du kannst mir nicht helfen...! Das Wasser reicht nicht aus!"

Die Hand der Hexe drückt auf den Kopf der kleinen, zappelnd versucht diese an die Wasseroberfläche zu kommen und gerade dann als sie denkt zu ersticken und sich die Lungen mit Wasser füllen, verschwindet der Druck und die kleine wird abrupt nach oben gezogen.

Mit einem bellenden Husten wacht sie auf, die Hände drücken sich an die Bettlehne und ein Schwall Wasser gleitet über die Lippen. Jappsend ringt sie nach Luft ehe sie dann panisch zu schreien und weinen beginnt.


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Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 9. Juli 2014, 14:58, insgesamt 3-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Vorbei... Vorbei...

Endlich war das Chaos vorbei. Hatte es irgendeine Rolle gespielt was er getan hat? Nein. Die Arbeit wurde durch Zauber und Hexerei erwirkt, er war einfach nur da, hatte nichts mit alledem zu schaffen gehabt. Es war nun alles vorbei, aber mit Rückblick auf Nel war eigentlich nur alles schlimmer geworden.

Der Glimmstaengel fand seinen Weg zum Mund, sofern ihn jemand in dem leicht matschigen Sand sitzen und den Sonnenaufgang beobachten sieht, wird man eine äusserst müde wirkende Gestalt erahnen, niedergeschlagen, erschöpft.

Ich habe abermals versagt, damals wie auch gestern. Immer bin ich zu langsam... zu schwach... zu träge. Wie soll man einen Schwur halten können, geleistet auf sein eigenes Blut - wobei sein Gegenüber überhaupt nichts von diesem weiß - wenn man so schwach war. Ein Teil seines Geistes war dem Schiff versprochen... der andere Teil aber Nel. Er sollte sein Schild sein, deswegen hat er ihn gesucht.

Der Körper sackt etwas nach vorne, die Stirn findet mit einem dumpfen klatschen den Weg auf seine Knie, die Bewegung war wohl nicht wirklich kontrolliert gewesen.

Die Hexe... die Schamanin. Sie musste gerettet, ihr musste geholfen werden. Die Insel brauchte sie... Nel brauchte sie damit sein Heim einigermaßen sicher blieb. Und doch war er so zornig gewesen und ich wieder zu langsam. Ihre Regeneration hatte mich so müde gemacht, dazu die Hitze des Vulkans. Meine letzte Kraft hatte noch gereicht ihn nach Hause zu begleiten, ehe die Tür im gleichen Moment hinter mir in das Schloss fiel, wie mein Kopf auf den Boden aufschlug.

Langsam sickert Blut über die vernarbte und enstellte Gesichtshälfte, die Platzwunde von seinem Sturz war wieder aufgegangen.

Während der Reise hatte ich die Stellung gehalten... irgendwie habe ich alleine alles am laufen gehalten und was nicht gestorben bis er wiederkam.
Genützt hat es alles nichts wenn man nicht schnell genug war um zu reagieren.
Und dann war Yvette an diesem Tag eher zufällig Anwesend als denn gewollt... hat genauso wenig getan wie alle anderen aber trotzdem einen Preis für ihre Mühe bekommen... oder einen Fluch.
Er selbst nur die bleierne Müdigkeit, Antriebslosigkeit welche nicht aus seinen Gliedern weichen wollte.

[img]http://3.bp.blogspot.com/-s9OjSNtE_uk/TcFJKIaXjnI/AAAAAAAACVM/33bISfhevvo/s640/tropical%2Bsunset.jpg[/img]

Es war doch alles Sinnlos.. alle Mühen. Alle Anstrengungen.
Aber das Heim von seinem Meister... der Mann welcher ein Schild hatte, das über seinen Tod hinaus dienen würde... es war wieder ein Stück sicherer.

Das musste reichen. Er musste aufstehen. All die Sinnlosigkeit seines Tuns überwinden.

Sollen doch weiter die anderen den Lohn einheimsen für seine Anstrengung oder die der anderen... für nichts und wieder nichts.

[img]http://fc03.deviantart.net/fs37/i/2008/295/2/8/hopeless_by_Looserik.jpg[/img]

Lebe... Lebe in der Sonne. Lebe im Licht deiner eigenen Herrlichkeit. Dein Schatten wird sich um den Dreck kümmern den du hinterlässt.

Den dein Wort ist mein Gesetz... und es wird wiederkehren.
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 7. August 2014, 11:24, insgesamt 2-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

« La vie est comme un arc-en-ciel: il faut de la pluie et du soleil pour on voir les couleurs. »
A. Ramaiya

Ein jeder Mensch hat vermutlich schon einmal den Spruch gehört, dass in den letzten Momenten vor dem Tod das Leben angeblich in regelrecht bewegten Bildern noch einmal vor einem vorbeiziehen würde. Ob dies denn so der Wahrheit entspricht, kann weder ich als Erzähler, noch die Protagonistin der Geschichte beurteilen, denn wir beide leben noch und sind mit diesem Zustand wirklich recht glücklich.
Doch scheint es zu stimmen, dass auch ein ganzer Tag in wirren Darstellungen, vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen, vor einem ablaufen kann, wenn man kurz davor ist, ins Reich des verdammtnochmal unglaublich tiefen Schlafes zu sinken und dies zumindest geschah der jungen „Heldin“ dieser Piratenmär, als der Körper plötzlich entschied, dass es an der Zeit war, Kraft zu tanken. Natürlich bringt der Kopf dann seine ganz eigenen Gedanken unweigerlich mit ein.
Kommentarischer, innerer Monolog gefällig?



Kein Regen.
Sternenklare Nacht und das Rauschen des Meeres endlich wieder hörbar.
Die ersten Tierstimmen und Geräusche in der Dunkelheit mischten sich zur Mondlichtserenade und ihre Sinne sogen kurz noch diesen ihr neuen Inselaspekt gierig ein, während ihr Blick kurz noch auf einem sich entfernenden Rücken haftete. Noch bevor dieser von der Dunkelheit hinter dem Lagerfeuer verschluckt wurde, drückten sich die Lider dermaßen schwer herab, dass sie den Kampf nun doch aufgab und sich der Flut an Eindrücken geschlagen auslieferte.
Bartos am Feuer...
„Ja, der sitzt da noch und du Memme bewegst dich nicht? Hat er was zu schimpfen und zu zetern, dass du zu schwach für alles Mögliche bist. Beweg deinen Arsch hoch und ab ins Zimmer, du hast noch zu packen!“
„Merde, ich kann nicht einmal mehr die Beine bewegen. Ehrlich nicht! Hat angefangen zu zittern, als wir bei Mahu standen und nun... die sind aus Blei. Ich kann echt nicht mehr aufstehen.“
„Kch, bleib liegen und...“
Lus aschfahles Gesicht, der Lauf einer Pistole
„Was hätte ich denn tun sollen? Ja, mir klar, was du sagen wirst: einfach aus dem Weg gehen und den Dingen ihren gewohnten Gang lassen aber es war wie damals, du hast es doch gespürt: ein Fehler, schon verloren. Mit dem Unterschied, dass Lu nicht mit dem Feuer gespielt hat, er...sie...er... Lu wusste es nur einfach nicht anders. Klar, dass ich mir danach was anhören durfte, klar, dass auch Dieto etwas zum Runterputzen gefunden hat, ich weiß doch, dass es saudumm war aber wie hätte ich denn anders reagieren können, ohne mich damit für die nächste Zeit komplett zu bestrafen? Nel ist so verdammt hitzköpfig und ich hab doch nicht anders handeln können!“
„Hm, wir müssen dich da abhärten, das Thema lässt alles auffliegen, wenn du so abdrehst.“
„Je croix.“
Die Beine berühren den Boden nicht, ein Arm beruhigend an der Seite.
„Auf seinem Schoß! Uuuuh... uooaaah!“
„....“
„Ja aber haaach und es war wirklich nur bedingt unangenehm, vielmehr boff, Herzklopfen!“
„Denk nicht einmal dran, ja? Keine Ahnung was das nun wieder für eine vollkommen gegenläufige Nummer wird aber lass es bitte einfach sein. Das ist nicht nur grausam dämlich, sondern auch so eine ekelhafte Gänschenart. Ich schäme mich gleich noch mehr.“
„Eh, ich weiß doch, dass da rein gar nichts ist. Man darf doch wohl noch schwärmen, oder?“
„Nein, darfst du nicht. Gerade weil du weißt, dass da rein gar nichts ist, verrennst du dich doch bewusst oder gehört das nun auch zur Naivchenrolle? Brauchst du einen Schwarm? Eine unglückliche, dramatische Liebe? Kann grad nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte, wenn ich daran denke – Themenwechsel, sofort!“
Der Mann in der grauen Robe
„Was hälst du davon?“
„Im Grunde hast du nicht falsch gehandelt. Es ist ein Geschäft und die Beteiligten genau vom richtigen Schlag, soweit man das beurteilen kann. Könnte spannend werden, könnte lukrativ enden, ist vor allem aber gefählich, Quin.“
„Und? Was genau ist hier nicht gefährlich? Denk doch mal an das, was danach geschehen ist!“
Flammendes Inferno.
Wabernde Hitze, die den Schweiß aus dem Körper zieht.
Kreischroter Wahnsinn in grellen Schlieren.
Drachenodem, gellende Schreie, lavagesäumte Gänge, schwarze Roben.
Der brandige Geruch von versengtem Fleisch, so viel intensiver diesmal.
Kampf gegen den Stein und dann... Angst, nackte Angst.

„Ja, das hätte das Ende sein können.“
„Hätte, hätte liegt im Bette. Ich glaube kaum, dass man behüteter in einen Vulkan marschieren kann. Wieviel Arkorither waren dabei? Wo warst du? Genau, am Ende der Truppe, direkt neben der Magistra und Jean.“
„Ja aber was wäre gewesen, wenn Mahu es nicht mehr geschafft hätte, wenn die Lava den Riss gespalten hätte?“
„Hm, du hättest zumindest ein schnelles Ende gehabt, Mädchen. Vermutlich nicht mal viel davon mitbekommen. Passend irgendwie, Feuer und Wasser – aber ich glaube nicht, dass es so irgendwann kommen wird. Zumindest gibt es davor noch einiges zu tun. Versteh mich nicht falsch, ich kann nachvollziehen, woher diese Panik kam, mich stört die andere Angst deutlich mehr.“
„Themenwechsel!“
Eine verwachsene, verworrene Hütte.
„Ich soll zum Kapitän, hat sie gesagt.“
„Ja, musst du. Wussten wir beide. Und? Was soll er denn machen? Dich fressen?“
„Kapitän eines schwarzen Schiffs, Freund einer unglaublich mächtigen Inselhexe, die alle mit einem Augenzwinkern verwandeln oder strafen kann.“
„Hehehe, geschieht ihm doch gescheit recht!“
„Blödsinn, die Schadenfreude kannst du dir sparen, sowas wünscht man keinem!“
„Keinem?“
„Nicht daran denken, morgen erst, wenn ich bei Wiola sitze und sie damit belangen muss. Aber nicht jetzt, bitte, ich nehm ein anderes Bild, irgendeines, ehrlich!“
Ein zerknitterter Brief.
„....alors ... merci“
„Willst du's hören?“
„Was? Deine Litanei von vorhin? Von wegen bewusst verrennen und so weiter? Leg los, ich kenn sie ja nun schon. Mach doch, dann haben wir's endlich durch und ich kann schlafen. Ich warte...“
„Hm, nein, das ist anders. Hast du selber geschrieben: kein Geschmachte. Nicht wahr?“
„Was WILLST DU GRAD VON MIR?“
„Soll ich's sagen?“
„WAS DENN?!“
„Feigling, Feigling!“
„Halt's Maul.“
„Feigling, Feigling, Feigling!“
„Schnauze.“
„Feigling, Feigling, Feigling, Feigling...“
„Ta geule!“

Gnädige Schwärze.

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[Go to sleep
Don't you cry
Rest your head upon the clover

Current 93 - All the pretty little horses
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 7. August 2014, 18:41, insgesamt 2-mal geändert.
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