Träumst du Luni? Zweifelnd lag ihr Blick auf dem schwarzen, zausigen Haar ehe sie in einer nahezu liebevollen Geste die Hand hob und eine der Strähnen hinter die hölzernen Ohren strich. Sich vorbeugend war die Stimme kaum zu vernehmen als sie dem gruseligen Puppenohr einige Worte zuflüsterte. Träume nicht meine Freundin, hör auf mich. Was ist denn schon ein Traum? Bringt er dich weit fort? Zeigt er dir was du bist? Kannst du ihn greifen und verwirklichen? Fühlst du dich durch ihn lebendig? Lebst du durch die Angst und den Schrecken den manch Traum birgt? Lachend nahm sie die halb verbrannte Puppe hoch, wirbelte einmal mit ihr im Kreis herum und kam so zum Stand dass sie in die dunkelbraunen Augen des toten, ehemaligen Hauptmannes vor sich sah.
Was schaust du so? Willst du mehr? Mehr als das bekommst du nicht. Abgemacht und abgemacht mein Freund. Jeden Tag nur einmal - auf immer und ewig.
Seifig lächelnd gab sie dem Glas einen kleinen Schubs, brachte es dazu sich zu drehen und musterte nun die blaugrauen Augen die sich mit den braunen Äuglein ein Gläschen teilen musste. Zärtlich strich sie mit dem Finger über den Glasrand, wischte etwas Staub fort und sah weiter das Glas an. Unruhig zuckten ihre kindlich wirkenden, grauen Augen hin und her als würde das Hirn dahinter fieberhaft nachdenken. Dann so unvermittelt jene Reaktion hervorgetreten war stand sie vollkommen still und starr da. Als wäre nichts weiter gewesen nahm sie die Unterhaltung wieder auf.
Du warst so ruhig, ich mag es wenn sie still sind – erinnerst du dich? Dein Duft war wie der Ihre, Zedernholz so süß und flüchtig. Sie scheint fort, fort wie wir – mit dem Wind? Wohin er sie wohl geschickt hat? So still, still mit dem Dolch in deinem Nacken. Du hast ihn gut genährt Miriam, deine Unschuld hat sogar die echte Luni beeindruckt.
Kichernd stellt sie das Glas zurück, gab ihm erneut einen Schubs so das die Augen darin auf und ab schwappten um dann wieder anklagend und trüb vor sich herzustarren. Langsam wendete sie dann den Kopf zu Luni, strich ihr das Haar glatt. Was also nun meine Freundin? Das Angebot jenes wir im Schatten lesen mussten, ist eine Lüge. Nur ein Dämon kann er niemals sein, denn nur ein Gott kann jene Macht gewähren! Also Luni die du eigentlich gar nicht Luni bist, was machen wir damit? Verurteilen wir jene die dem folgen oder glauben wir daran das sie lügen und betrügen um folgen zu können? Was ist dort das man nicht im Osten findet? Stärkere Seelen? Was glaubst du wohl, sollen wir nachsehen? Oder bleiben wir wo wir sind? Erinnerst du dich an die Rothaarige? Sie war nicht wonach wir suchten aber irgendetwas war doch gleich, was nur? Seufzend wurde eine rotblonde Strähne zurückgestrichen dann sah sie wieder zu ihrer Augensammlung. Jetzt suchen wir noch mehr denn unsere Drei sind fort und was ist mit ihm Luni, die du eigentlich gar nicht Luni bist? Wo ist der Puppenmann mit den schönen Augen? Sollen wir für ihn singen ...? Ein weiterer Blick zu dem Glas und sie hob fragend eine Augenbraue an. Meinst du wirklich? Spinnengleich strichen ihre Finger durch die Luft vor sich, immer in Bewegung als würde sie etwas liebkosen das nur sie sehen konnte. Gut dann werden wir erst einmal nach ihr suchen.
Schritt um Schritt kämpfte sie sich mit den Stiefeln durch den Schnee und näherte sich Berchgard. Zielsicher fand sie 'ihren' Platz und hob den Blick zu den steinernen Zügen. Verschwommene Erinnerungen kamen ihr vor Augen. Etwas das von ihr war und so überaus vertraut wirkte doch am Ende war es nicht ihre eigene Erinnerung. Macht, Stärke ein Kampf ein Ziel. Sein güldener Panzer, sein Weib und war das sein Kind? Fahrig strich sie sich über die Augen und vertrieb die fremde Erinnerung mit einem energischen Kopfschütteln. Erst einmal würde sie sehen ob die wirkliche Luni zu Hause war, dann würde sie den Puppenmann suchen und jene Eichkatze endlich zerfetzen wie sie es verdient hatte. Vergiss nicht nach ihr zu suchen, Kind. Einem Echo ihrer Gedanken gleich hallte die Stimme wie eine nervige Mahnung durch ihren Kopf und knurrend hob sie den Blick wieder zu den steinernen Zügen empor, konzentrierte sich auf den Mann und die Frau deren Erinnerungen sie ab und an durchzuckten um sie diesmal mit ihrem eigenen Willen wesentlich energischer zurück zu treiben. Ich gehöre dir nicht Arkoritherin, du gehörst mir. Nur bis du einen Fehler machst Kind, dann ist er mein - ganz alleine, mein. Haha, glaubst du wirklich wir lassen sie einen Fehler machen? Tjaja, je kleiner das Dorf desto bissiger die Hunde. Seufzend nahm sie die Hände an die Schläfen, rieb dort im Kreis herum und begann damit eines der Kinderlieder zu summen. Endlich als sie wieder einen klaren Gedanken festhalten konnte folgte Schritt um Schritt durch den Schnee und nahm ihr Gespräch mit der Puppe wieder auf. Wir haben vergessen wie man fliegt Luni, Zeit unsere Flügel wieder zu finden meinst du nicht? Lass den Onkel wissen das wir hier sind, zeig dich ihm, gib ihm sein Geschenk und kehre wieder, mehr nicht. Achte darauf das niemand sonst dich sieht, geh. Geh mit der Dunkelheit Ohne die Puppe weiter zu beachten ging die blutjunge Frau dann ihres Weges. Erst in der Nacht zog ein eisiger Wind durch die Gassen, riss an Fensterläden und verwirbelte den Schnee. Kleine Fußstapfen wie von Kinderfüßen hinterlassen zogen sich durch eine Gasse und endeten ohne Vorwarnung als hätte irgendetwas das 'Kind' hinfort gerissen.
Wohin der Wind dich trägt
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Gast
Wohin der Wind dich trägt
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 7. März 2014, 07:09, insgesamt 2-mal geändert.
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Gast
Vom Osten in den Westen und von Rahal zurück nach Bajard. Schritt für Schritt durchwanderte sie das Land, sprach mit den Menschen und machte sich ein Bild von dem was derzeit im Land passierte. Alte Bekannte trafen sich wieder und neue Bekanntschaften eröffneten neue Möglichkeiten. Dennoch musste sie sich eingestehen das einige der Menschen die sie auf dieser Wanderung gesucht hatte schlicht vom Erdboden verschluckt schienen. In Ihr Büchlein notierte sie sich einige Gedanken.
Goldkehlchen – nicht aufzufinden, wurde aber gesehen
Der Puppenmann – Bibliothek Nebelpass
die Rothaarige – Bibliothek Nebelpass
die Schwellenschwester – fort aus Adoran, fort – keine Spur, Karawyn finden
lebendige Luni – Lichtung suchen, ist nur noch selten in Berchgard
Soldan – Rahal, Katzendarm, tote Menschen
der Bauernhof – sich umhören, Ziege beobachten
Bäuerin in Bajard – melken lernen, Pferd kaufen
Nachdenklich zog sie mit dem Kohlestift auf der nächsten Seite ihres Büchleins kleine, verschlungene Kreise die irgendwann in Symbole übergingen die man auf der Seite wohl kaum mehr zuordnen können würde. Erst als der Stift fast aufgebraucht und ihre Finger ganz schwarz waren legte sie den Kohlestift zur Seite und verstaute das Buch wieder bei sich. Berthold in der Gruft war fort und dieses schleimige, hautlose Ding war nicht sonderlich gesprächig. Wenn sie dort war schien alles so verlassen als wäre seit Monaten niemand dort gewesen. Sie sah keine der Schwestern und hörte nichts von den Brüdern. Alle waren sie in ihren Aufgaben gefangen. Brave Seelenfänger! Ein leises Kichern entglitt ihrer Kehle und schlurfend stieg sie die Treppe wieder empor. Kekse und Milch warteten auf sie. Schön wenn man einem unschuldigen Kinde gleichen konnte. Heute beeilte sie sich sogar und die schlurfenden, müden Schritte wichen einem hastigen Tippeln. Luni die nicht Luni war verweilte sicher verstaut in ihrer Umhängetasche. Früh in den Morgenstunden war sie zurückgekehrt, ohne Nachricht oder ein Zeichen des Onkels. Ob sie ihn überhaupt gefunden hatte? Bestimmt.
Zweimal nach links und sie verlangsamte ihre Schritte wieder als die dunklen Mauern sich erhoben. An den Wachen vorbei ging es immer gerade aus bis zur Glocke. Ding, ding ding! Lauschend legte sie den Kopf zur Seite, läutete wie immer viel länger als notwendig und lies die Gedanken bei dem Geläut schweifen. Nur Totenglocken klangen schöner und erst als ihr Name das zweite Mal genannt wurde stellte sie die Glocke achtsam wieder ab um nun der Stille etwas wehmütig wirkend nachzulauschen. Nach einem kurzen Wortwechsel ging sie dann ihren gerade übertragenen Aufgaben dort nach und versah die Pfeilspitzen mit frischem Gift während sie verdeckt jeden siebenundsiebzigsten Pfeil mit einer kleinen Rune verzierte und eines ihrer liebsten Kinderlieder summte welches prommt von einem Keckern in ihrem Kopf unterbrochen wurde. Angespannt strafften sich ihre Schultern der Kopf wurde angehoben und mit zusammengekniffenen Augen sah sie sich im Keller um. Was soll das, warum machst du das? Was soll das elendige Geplänkel dummes Gör? Du verplemperst deine Zeit hier und im zahmen Osten! Geh schon, Kind mit den vielen Seelen, wie sie dich nennen, geh zum Schlächter. Forsche endlich! Amputiere, ätze, veröde das blutende Zeug wenn du meinst - aber forsche! War das mit dem Katzendarm nicht spannend anzuhören? Sein Unterricht über die Gewichte? Glaubst du die rothaarige Braut könnte dir das ebenso zeigen, würde sie es? Was zögerst du denn, los auf! Lauf schon kleines Mädchen, lauf! Sein dunkles, irres Lachen klang so laut das ihr aus den Händen viel was sie gerade noch gehalten hatte. Sei nicht so gemein, du bist keine Eichkatze! Lass uns! Haltet sofort die Klappe. Sie haben recht Kind, so findest du deine Flügel nicht und doch scheint vielversprechend was ich in deinen Gedanken sehen kann.
Mit einem energischen Kopfschütteln und einem weniger, damenhaften Anfauchen der Luft neben sich fand sie zu ihrer Konzentration zurück und bewegte den Stössel im Mörser. Lass uns jagen meine Freundin. Bereiten wir alles vor und sehen was der Wind mit sich bringt. Zuvor jedoch tippelte sie durch die nächtlichen Wälder zurück in die Ruine und machte sich an den Abstieg unter die Erde um vor seinem Altar niederzusinken.
Oh Vater,
über deine knöcherne Pfade wandeln wir,
über deine kalten Diener herrschen wir,
gaben unser Leben in deine Hand,
erhalte unser ewiges Band.
Oh Mächtiger,
geschaffen vom zweiten Sohn,
gebunden von der lichtbringenden Tochter,
entsagtest du ihren Aufgaben
so wie auch wir der natürlichen Ordnung entsagen.
Stärke dich Göttlicher, denn unter deinen Flügeln finden wir Zuflucht.
Oh Hüter,
nähre dich an jenen die wir in deinem Namen weihen,
zehre von den Lebenden und ihrer Kraft
nun da du auf Erden wandelst und uns vor ihrem Schwerte bewahrtest
schenke uns weiterhin deine Gunst auf das wir deine Macht nähren
Oh Vater,
über deine knöcherne Pfade wandeln wir,
über deine kalten Diener herrschen wir,
gaben unser Leben in deine Hand,
erhalte unser ewiges Band.
Erst danach schritt sie tiefer hinab, nahm sich ihr Glas vom Regal und hielt es sich vor Augen. Wir sollten euch für uns sehen lassen. Eines im Osten und eines im Westen. Doch erst, müssen wir unsere Flügel finden. Ihr werdet warten und still sein und nicht auf Nüsse achten. Vorsichtig landete das Gläschen mit den unzähligen, kleinen, rotbraunen Augen wieder neben den anderen Augen und sie kehrte den Gläsern den Rücken. Schlurfend bis zum Grabstein um davor stehen zu bleiben und mit der Hand über bestimmte Buchstaben der Inschrift zu streichen. Es glich einem scheinbar zufälligen Tanz der Hände ehe sich grollend die Wand rechts von ihr auftat und sie davon schreiten konnte.
Goldkehlchen – nicht aufzufinden, wurde aber gesehen
Der Puppenmann – Bibliothek Nebelpass
die Rothaarige – Bibliothek Nebelpass
die Schwellenschwester – fort aus Adoran, fort – keine Spur, Karawyn finden
lebendige Luni – Lichtung suchen, ist nur noch selten in Berchgard
Soldan – Rahal, Katzendarm, tote Menschen
der Bauernhof – sich umhören, Ziege beobachten
Bäuerin in Bajard – melken lernen, Pferd kaufen
Nachdenklich zog sie mit dem Kohlestift auf der nächsten Seite ihres Büchleins kleine, verschlungene Kreise die irgendwann in Symbole übergingen die man auf der Seite wohl kaum mehr zuordnen können würde. Erst als der Stift fast aufgebraucht und ihre Finger ganz schwarz waren legte sie den Kohlestift zur Seite und verstaute das Buch wieder bei sich. Berthold in der Gruft war fort und dieses schleimige, hautlose Ding war nicht sonderlich gesprächig. Wenn sie dort war schien alles so verlassen als wäre seit Monaten niemand dort gewesen. Sie sah keine der Schwestern und hörte nichts von den Brüdern. Alle waren sie in ihren Aufgaben gefangen. Brave Seelenfänger! Ein leises Kichern entglitt ihrer Kehle und schlurfend stieg sie die Treppe wieder empor. Kekse und Milch warteten auf sie. Schön wenn man einem unschuldigen Kinde gleichen konnte. Heute beeilte sie sich sogar und die schlurfenden, müden Schritte wichen einem hastigen Tippeln. Luni die nicht Luni war verweilte sicher verstaut in ihrer Umhängetasche. Früh in den Morgenstunden war sie zurückgekehrt, ohne Nachricht oder ein Zeichen des Onkels. Ob sie ihn überhaupt gefunden hatte? Bestimmt.
Zweimal nach links und sie verlangsamte ihre Schritte wieder als die dunklen Mauern sich erhoben. An den Wachen vorbei ging es immer gerade aus bis zur Glocke. Ding, ding ding! Lauschend legte sie den Kopf zur Seite, läutete wie immer viel länger als notwendig und lies die Gedanken bei dem Geläut schweifen. Nur Totenglocken klangen schöner und erst als ihr Name das zweite Mal genannt wurde stellte sie die Glocke achtsam wieder ab um nun der Stille etwas wehmütig wirkend nachzulauschen. Nach einem kurzen Wortwechsel ging sie dann ihren gerade übertragenen Aufgaben dort nach und versah die Pfeilspitzen mit frischem Gift während sie verdeckt jeden siebenundsiebzigsten Pfeil mit einer kleinen Rune verzierte und eines ihrer liebsten Kinderlieder summte welches prommt von einem Keckern in ihrem Kopf unterbrochen wurde. Angespannt strafften sich ihre Schultern der Kopf wurde angehoben und mit zusammengekniffenen Augen sah sie sich im Keller um. Was soll das, warum machst du das? Was soll das elendige Geplänkel dummes Gör? Du verplemperst deine Zeit hier und im zahmen Osten! Geh schon, Kind mit den vielen Seelen, wie sie dich nennen, geh zum Schlächter. Forsche endlich! Amputiere, ätze, veröde das blutende Zeug wenn du meinst - aber forsche! War das mit dem Katzendarm nicht spannend anzuhören? Sein Unterricht über die Gewichte? Glaubst du die rothaarige Braut könnte dir das ebenso zeigen, würde sie es? Was zögerst du denn, los auf! Lauf schon kleines Mädchen, lauf! Sein dunkles, irres Lachen klang so laut das ihr aus den Händen viel was sie gerade noch gehalten hatte. Sei nicht so gemein, du bist keine Eichkatze! Lass uns! Haltet sofort die Klappe. Sie haben recht Kind, so findest du deine Flügel nicht und doch scheint vielversprechend was ich in deinen Gedanken sehen kann.
Mit einem energischen Kopfschütteln und einem weniger, damenhaften Anfauchen der Luft neben sich fand sie zu ihrer Konzentration zurück und bewegte den Stössel im Mörser. Lass uns jagen meine Freundin. Bereiten wir alles vor und sehen was der Wind mit sich bringt. Zuvor jedoch tippelte sie durch die nächtlichen Wälder zurück in die Ruine und machte sich an den Abstieg unter die Erde um vor seinem Altar niederzusinken.
Oh Vater,
über deine knöcherne Pfade wandeln wir,
über deine kalten Diener herrschen wir,
gaben unser Leben in deine Hand,
erhalte unser ewiges Band.
Oh Mächtiger,
geschaffen vom zweiten Sohn,
gebunden von der lichtbringenden Tochter,
entsagtest du ihren Aufgaben
so wie auch wir der natürlichen Ordnung entsagen.
Stärke dich Göttlicher, denn unter deinen Flügeln finden wir Zuflucht.
Oh Hüter,
nähre dich an jenen die wir in deinem Namen weihen,
zehre von den Lebenden und ihrer Kraft
nun da du auf Erden wandelst und uns vor ihrem Schwerte bewahrtest
schenke uns weiterhin deine Gunst auf das wir deine Macht nähren
Oh Vater,
über deine knöcherne Pfade wandeln wir,
über deine kalten Diener herrschen wir,
gaben unser Leben in deine Hand,
erhalte unser ewiges Band.
Erst danach schritt sie tiefer hinab, nahm sich ihr Glas vom Regal und hielt es sich vor Augen. Wir sollten euch für uns sehen lassen. Eines im Osten und eines im Westen. Doch erst, müssen wir unsere Flügel finden. Ihr werdet warten und still sein und nicht auf Nüsse achten. Vorsichtig landete das Gläschen mit den unzähligen, kleinen, rotbraunen Augen wieder neben den anderen Augen und sie kehrte den Gläsern den Rücken. Schlurfend bis zum Grabstein um davor stehen zu bleiben und mit der Hand über bestimmte Buchstaben der Inschrift zu streichen. Es glich einem scheinbar zufälligen Tanz der Hände ehe sich grollend die Wand rechts von ihr auftat und sie davon schreiten konnte.
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Gast
Man schickt den Wolf nicht unter Lämmer, wenn man die Schreie nicht erträgt. Wir lassen sie nicht schreien, wir mögen es wenn sie still sind. He, Gör! Willst du wissen was SIE zum schweigen bringt? Ein irres, dunkles Lachen hallte den Worten nach doch beschloss sie nicht weiter darauf zu achten. Mit den blassen, spinnengleichen Fingern die sich in diesem Moment wie Spinnenbeine auf und ab bewegten strich sie durch die Luft vor den Bücherrücken. Irgendwo hier war es gewesen. Schritt um Schritt an den Buchreihen entlang fand sie dann scheinbar was sie gesucht hatte und zog das Buch hervor. Ein Handstrich über den Einband und der Staub stob in einer kleinen sich erhebenden Wolke davon.

*In alt wirkender Schrift zieht sich der Buchtitel über die ganze Vorderseite des ledernen Einbandes. Der Einband selbst wirkt als wäre das Leder willkürlich zusammengeflicht, hier und da erkennt man eine gröbere Naht so man jedoch mit der Hand darüber fährt wirkt der Einband nicht ungewöhnlich sondern glatt und warm. Als sie das Buch aufschlägt sind es verblasste Buchstaben die neben verschiedensten Möglichkeiten zu dieser Thematik auch folgenden Inhalt Preis geben:*
... und so ist darauf zu achten nicht zu trennen was zusammen gehört, beschaffe den Körper, erhalte den Kopf und benutze was dem Körper eigen war und füge zusammen was...
... ist die Möglichkeit nicht gegeben so schaffe sie dir. Handle in seinem Sinne und weihe die Stätte in seinem Namen. Bereite die Stätte für den ersonnenen Zweck vor, nutze seine Lehren, deine Erfahrung und vergiss nicht auch dich vorzubereiten. Aus meinen Erfahrungen heraus empfehle ich als ...
... so bedenke das dies Band dich sehen lässt, den Finder aber auch zu dir führen könnte solange das Band besteht. Du wirst merken sollte jemand versuchen diese Verbindung zu nutzen ebenso wie du siehst was dein Werk sieht. Sehen werden alle die, die das Band stärken ebenso gilt dies für alle Nachteile die es mit sich bringt...
... nutze den Schatten, zerbrich nicht den Spiegel und halte die Verbindung offen. Nimmt die natürliche Ordnung, jene wir in diesem Fall nur hemmen und nicht zur Gänze unterbinden, ihren Lauf dann ...
... bedenke also ....
Interessant, wirklich. Sehr interessant und nicht unvertraut. Nachdenklich strich sie über den Einband und weitere Stunden vergingen ehe sie sich erhob um wieder in ihr anderes Leben zu treten. War es der richtige Weg eine Ausbildung dort zu beginnen wo es einfacher schien die ihr gegebenen Fähigkeiten zu nutzen? Zumindest war es ein Anfang, sie würde sich nicht festlegen denn am Herzen lagen ihr die Menschen nicht. Vielmehr waren sie unberechenbare Studienobjekte die sie mit ihrer wirren Art in den Wahnsinn treiben konnte. Dort wo man von Stärke und Macht sprach sah man über Gift und Hinterlistigkeit hinweg, nahm es sogar als Beigabe auf dem Weg zur Macht. Dort erwarteten die Menschen nahezu von irgendwoher einen Dolch – sie waren vorsichtiger aber auch zugänglicher als erwartet. Erst Tage später zog es sie wieder in den Osten. Er war dort und es war Zeit ihm zu berichten. Wie immer hörte er ihr über Stunden hinweg zu. Hier sprach sie flüssig, klar und niemand wagte es das Wort an sie zu erheben. Es schien das sie an diesem Ort um Jahre gealter war. Bedauerlich nur, das von ihm auch keine Antwort zu erwarten war.
*In alt wirkender Schrift zieht sich der Buchtitel über die ganze Vorderseite des ledernen Einbandes. Der Einband selbst wirkt als wäre das Leder willkürlich zusammengeflicht, hier und da erkennt man eine gröbere Naht so man jedoch mit der Hand darüber fährt wirkt der Einband nicht ungewöhnlich sondern glatt und warm. Als sie das Buch aufschlägt sind es verblasste Buchstaben die neben verschiedensten Möglichkeiten zu dieser Thematik auch folgenden Inhalt Preis geben:*
... und so ist darauf zu achten nicht zu trennen was zusammen gehört, beschaffe den Körper, erhalte den Kopf und benutze was dem Körper eigen war und füge zusammen was...
... ist die Möglichkeit nicht gegeben so schaffe sie dir. Handle in seinem Sinne und weihe die Stätte in seinem Namen. Bereite die Stätte für den ersonnenen Zweck vor, nutze seine Lehren, deine Erfahrung und vergiss nicht auch dich vorzubereiten. Aus meinen Erfahrungen heraus empfehle ich als ...
... so bedenke das dies Band dich sehen lässt, den Finder aber auch zu dir führen könnte solange das Band besteht. Du wirst merken sollte jemand versuchen diese Verbindung zu nutzen ebenso wie du siehst was dein Werk sieht. Sehen werden alle die, die das Band stärken ebenso gilt dies für alle Nachteile die es mit sich bringt...
... nutze den Schatten, zerbrich nicht den Spiegel und halte die Verbindung offen. Nimmt die natürliche Ordnung, jene wir in diesem Fall nur hemmen und nicht zur Gänze unterbinden, ihren Lauf dann ...
... bedenke also ....
Interessant, wirklich. Sehr interessant und nicht unvertraut. Nachdenklich strich sie über den Einband und weitere Stunden vergingen ehe sie sich erhob um wieder in ihr anderes Leben zu treten. War es der richtige Weg eine Ausbildung dort zu beginnen wo es einfacher schien die ihr gegebenen Fähigkeiten zu nutzen? Zumindest war es ein Anfang, sie würde sich nicht festlegen denn am Herzen lagen ihr die Menschen nicht. Vielmehr waren sie unberechenbare Studienobjekte die sie mit ihrer wirren Art in den Wahnsinn treiben konnte. Dort wo man von Stärke und Macht sprach sah man über Gift und Hinterlistigkeit hinweg, nahm es sogar als Beigabe auf dem Weg zur Macht. Dort erwarteten die Menschen nahezu von irgendwoher einen Dolch – sie waren vorsichtiger aber auch zugänglicher als erwartet. Erst Tage später zog es sie wieder in den Osten. Er war dort und es war Zeit ihm zu berichten. Wie immer hörte er ihr über Stunden hinweg zu. Hier sprach sie flüssig, klar und niemand wagte es das Wort an sie zu erheben. Es schien das sie an diesem Ort um Jahre gealter war. Bedauerlich nur, das von ihm auch keine Antwort zu erwarten war.
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Gast
Wochen waren dahin gezogen. Immer wieder hatte sie ihren steinernen Ritter besucht. Mit ihm gesprochen und inzwischen jeden, einzelnen, schilllernden Edelstein an dessen Statue mit zärtlichen Fingerstrichen verwöhnt. Kein Tupfen Moos war mehr an dem Stein zu finden, kein einziges Spinnennetz oder etwas anderes was das Bild des Ritters verunreinigt hätte. Sie hatte beobachtet und studiert, war der Tage aber immer wieder nach Rahal zurückgekehrt und hatte im Forschungslabor geschlafen. Die Geräusche dort waren beruhigen. Flaschen die klapperten, Flüssigkeiten die umgefüllt wurden und dieses leise, scharrende Geräusch der Ratte die in ihrer Kiste eingesperrt war. Inzwischen hatte sie gefunden wonach sie gesucht hatte. Erst war sie in Bajard gewesen, hatte sich nahe des Tellers mit den Nüssen für die bösartigen Eichkatzen auf die Pirsch gelegt. Ihre kalten, schwarzen Augen. Diese kleinen, messerscharfen Krallen und dann dieses Keckern! Oh, wie sie es hasste!
Dann aber hatte sie ein viel passenderes Pärchen entdeckt. Nahe dem Schattenklamm, jung, klauenbesetzt und beide aus dem selben Wurf. Für sie war das Band das die gefährlichen Eichkatzen verband nahezu spürbar. Hier war was sie gesucht hatte. Sie gehörten ihr! Dafür musst du sie erst einmal fangen! Töte sie! Schlitz sie auf! Du brauchst sie nicht lebendig! Na los Gör, was zögerst du? Gebrauch deine Kraft um zu zerstören. Hör auf Gespenster zu jagen! Ruhig fing sie an ihr Kinderlied zu summen, brachte die störenden Stimmen damit zum schweigen. Lebend waren sie länger haltbar, sie brauchte sie frisch und saftig. Tage verbrachte sie nun bei den flinken Tierchen und schaffte es nach einiger Zeit eines einzufangen. Das zweite Tier folgte fast einen Wochenlauf später. Schimpfend, kratzend und vor allem keckernd schien als als wollten die Biester den ganzen Käfig und nebenbei noch ihre Ohren zerstören. Oft musste sie an sich halten die Biester nicht einfach zu ertränken.
Böse, kleine, keckernde Eichkatzen!
Eines der Tiere hatte ein bräunlicheres Fell während das andere Fell einen warmen Rotton inne hatte. Den Käfig der Biester brachte sie in die tiefsten Hallen des Unterschlupfes, mitten hinein in die Todeszelle. Natürlich wurden die Biester im Käfig belassen, keckerten und rumorten dort auch recht lautstark herum so das durchaus auch andere Diener darauf aufmerksam werden konnten. Zu den gefährlichen Tieren gab sie eine Schale mit klarem Wassern, Futter und sogar ein wenig Stroh hinein. Damit war es der Dürsorge aber auch genug, der Unrat würde sich bald schon stapeln.
Dreckige, stinkende, kleine Biester!
Murrend sah sie Tage später auf den Käfig herunter und war dann doch zufrieden das die Tiere noch am Leben waren. Zu ihren eigenen Sachen im Unterschlupf gesellte sich bald schon ein zusammengerolltes Bündel Pflanzen. Hier würden Pflanzenkenner wohl hauptsächlich Grabmoos, etwas Efeu und die gemeine Gerimorschlinge erkennen. Jenes Bündel wurde neben ein kleines Säckchen dunkle, irgendwie muffig riechende Erde gelegt bevor sie sich wieder davon machte. Eilig ging es in den Osten, sie tippelte nur so durch die Wälder und erst auf den letzten Metern änderte sich ihre Haltung. Müde sanken die Schultern herunter und sie begann zu schlurfen um den zwei Kriegern zu folgen. Immer tiefer und tiefer unter die Erde ging es, langsam aber sicher wurde die Luft schlechter war abgestanden und je unwohler die Krieger sich fühlten desto interessanter erschien ihr die Umgebung. Hier und da sah sie einen Schemen aufblitzen und gerade als die zwei Männer schon ein Stück weiter waren, sie aber noch neben einem der Körper kauerte klang eine lang vermisste Stimme in ihrem Schädel auf.
Ruckartig hob sie den Kopf, hupfte dann auf und tanzte einmal freudig im Kreis. Luni wir haben sie wieder! Fliegen wir Luni, noch in dieser Nacht! Schlurfend ging es dann den Studienobjekten hinterher. Man konnte sie gut als Werkzeug nutzen, das hatte sie inzwischen gelernt. Wie man sie jedoch besser lenken konnte, das musste sie erst noch lernen. Für den Anfang jedoch würde es genügen so sie ihr den Weg bereiteten und so begann die junge Dienerinihres Gottes, ihre Kraft zu lenken. Stärkte die Beiden und sorgte dafür das es tiefer und tiefer in die Höhlen ging. Nur wenig fehlte noch, was sie hier zu finden hoffte gehörte dazu.
Dann aber hatte sie ein viel passenderes Pärchen entdeckt. Nahe dem Schattenklamm, jung, klauenbesetzt und beide aus dem selben Wurf. Für sie war das Band das die gefährlichen Eichkatzen verband nahezu spürbar. Hier war was sie gesucht hatte. Sie gehörten ihr! Dafür musst du sie erst einmal fangen! Töte sie! Schlitz sie auf! Du brauchst sie nicht lebendig! Na los Gör, was zögerst du? Gebrauch deine Kraft um zu zerstören. Hör auf Gespenster zu jagen! Ruhig fing sie an ihr Kinderlied zu summen, brachte die störenden Stimmen damit zum schweigen. Lebend waren sie länger haltbar, sie brauchte sie frisch und saftig. Tage verbrachte sie nun bei den flinken Tierchen und schaffte es nach einiger Zeit eines einzufangen. Das zweite Tier folgte fast einen Wochenlauf später. Schimpfend, kratzend und vor allem keckernd schien als als wollten die Biester den ganzen Käfig und nebenbei noch ihre Ohren zerstören. Oft musste sie an sich halten die Biester nicht einfach zu ertränken.
Böse, kleine, keckernde Eichkatzen!
Eines der Tiere hatte ein bräunlicheres Fell während das andere Fell einen warmen Rotton inne hatte. Den Käfig der Biester brachte sie in die tiefsten Hallen des Unterschlupfes, mitten hinein in die Todeszelle. Natürlich wurden die Biester im Käfig belassen, keckerten und rumorten dort auch recht lautstark herum so das durchaus auch andere Diener darauf aufmerksam werden konnten. Zu den gefährlichen Tieren gab sie eine Schale mit klarem Wassern, Futter und sogar ein wenig Stroh hinein. Damit war es der Dürsorge aber auch genug, der Unrat würde sich bald schon stapeln.
Dreckige, stinkende, kleine Biester!
Murrend sah sie Tage später auf den Käfig herunter und war dann doch zufrieden das die Tiere noch am Leben waren. Zu ihren eigenen Sachen im Unterschlupf gesellte sich bald schon ein zusammengerolltes Bündel Pflanzen. Hier würden Pflanzenkenner wohl hauptsächlich Grabmoos, etwas Efeu und die gemeine Gerimorschlinge erkennen. Jenes Bündel wurde neben ein kleines Säckchen dunkle, irgendwie muffig riechende Erde gelegt bevor sie sich wieder davon machte. Eilig ging es in den Osten, sie tippelte nur so durch die Wälder und erst auf den letzten Metern änderte sich ihre Haltung. Müde sanken die Schultern herunter und sie begann zu schlurfen um den zwei Kriegern zu folgen. Immer tiefer und tiefer unter die Erde ging es, langsam aber sicher wurde die Luft schlechter war abgestanden und je unwohler die Krieger sich fühlten desto interessanter erschien ihr die Umgebung. Hier und da sah sie einen Schemen aufblitzen und gerade als die zwei Männer schon ein Stück weiter waren, sie aber noch neben einem der Körper kauerte klang eine lang vermisste Stimme in ihrem Schädel auf.
Ruckartig hob sie den Kopf, hupfte dann auf und tanzte einmal freudig im Kreis. Luni wir haben sie wieder! Fliegen wir Luni, noch in dieser Nacht! Schlurfend ging es dann den Studienobjekten hinterher. Man konnte sie gut als Werkzeug nutzen, das hatte sie inzwischen gelernt. Wie man sie jedoch besser lenken konnte, das musste sie erst noch lernen. Für den Anfang jedoch würde es genügen so sie ihr den Weg bereiteten und so begann die junge Dienerinihres Gottes, ihre Kraft zu lenken. Stärkte die Beiden und sorgte dafür das es tiefer und tiefer in die Höhlen ging. Nur wenig fehlte noch, was sie hier zu finden hoffte gehörte dazu.
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Gast
Langsam wurde es kälter, nahezu eisig und die Umgebung und ihre Bewohner änderte sich merklich. Immer weiter gingen die Krieger, sie dicht auf - am imaginären Rockzipfel hinterher. Die Eisriesen niederstreckend bildete die Luft kleine Wölckchen während die drei Gefährten um die Hühnen herum tänzelten und ihnen mit den eigenen Waffen nach allen Kräften zuzusetzen. Wieviel Zeit verstrichen war hätte man am Ende unmöglich sagen können. Aus allen Ecken war irgendetwas auf sie zugestürmt, mittem im eigentlichen Kampf schoben sich weitere Gegner auf das Spielfeld und sie hatten alle Hände voll zu tun um nicht frühzeitig in sein Reich einzukehren. Vielleicht hätte sie die Geschwister fragen sollen dieses Unterfangen gemeinsam zu bestreiten. Es wäre vermutlich die sichere und einfachere Variante gewesen.
So jedoch, konnte sie studieren und lernte unterschwellig die Menschen zu lenken. Verstellung ist für edle Seelen unerträglicher Zwang ihr Element, worin sie leben, ist Wahrheit. Har Har Har! Sie muss ja auch nicht edel sein um ihren Weg zu finden! Lass sie doch!!! Lass sie nur, gutes Kind! Die Wahrheit wird von den Siegern erzählt. Lass sie tanzen kleine Mia, zieh die Fäden, zerr daran! Har Har Har. Nahezu herausfordernd und mächtig klang die Stimme in ihrem Schädel auf. So laut da sie die Augen einen Moment schließen musste und starr an Ort und Stelle stand. Warum sie dann plötzlich auf der kalten, schneebedeckten Erde lag und sich am Dreck in ihrem Gesicht erfreuen durfte konnte sie nicht wirklich nachvollziehen. Freudig jedoch rappelte sie sich dann auch schon wieder auf, klopfte sich eiligst ab und tippelte tänzerisch auf den toten Riesen zu.
Wie an einem Faden gezogen bewegte sich der Kopf von links nach rechts während sie das Monstrum mehrfach umrundete. Er war so groß und still! Die kleinen Keckerbiester hätte er unter seinen Sohlen gar nicht bemerkt. Unweigerlich stahl sich ihr bei diesem Gedanken ein grausames Grinsen auf die Züge. Zerquetschte Eichkatzen schienen ihre Laune unglaublich zu heben selbst wenn sie diese nur in ihren Gedanken vor sich sah. Kurz sah sie zu ihren Begleitern dann schnitt sie dem Riesen einiges Haare ab und stopfte sie in ihre Tasche ohne sich sonderlich zu erklären. Man hielt sie ohnehin für seltsam und wirr, warum diesen Umstand nicht ausnutzen? Zurück ging es einfacher, ohne größere oder gar gefährliche Kämpfe. Nach und nach wurde die Luft wieder besser und als man in den Wäldern, südlich vor Varuna, stand zog sie sich zurück und kehrte den Beiden den Rücken. Vermissen würde man sie sicherlich nicht, meist waren die Menschen froh wenn sie wieder ihre Ruhe hatten. Kichernd stricht sie über das halb zerfallene Mauerwerk und fuhr über den Kieferknochen eines Skelettes bis unter sein Kinn um es dann etwas anzuheben und dem Knochenschädel in die nicht vorhandenen Augen zu starren.
Langsam bewegte sich der Kopf dabei etwas hin und her, eine typische Geste wenn sie dabei war etwas zu erfassen oder zu ergründen. Dann jedoch hoben sich die Mundwinkel an und wie um sich zu bedanken strich sie erneut nahezu zärtlich über den Kieferknochen und verschwand dann in einem der geheimen Gänge die zur Gruft führten. Dort verstaute sie die erbeuteten Haare neben dem Räucherwerk und den vorbereiteten Schalen und Instrumenten. Dann ging es wieder hinauf um sich eines der alten, vergilbten Pergamente heran zu ziehnen und eine Nachricht für die Geschwister zu verfassen:
Diese Nachricht verblieb dann gut sichtbar auf dem Tisch des Gemeinschaftsraumes. Einige Abschriften jedoch wurden sodann eilig von einem geflügelten Boten überbracht damit jeder die Möglichkeit hatte sich bis zum Abend einzufinden während sie selbst sich aufmachte und den 'Biestern' gegenübertrat.
So jedoch, konnte sie studieren und lernte unterschwellig die Menschen zu lenken. Verstellung ist für edle Seelen unerträglicher Zwang ihr Element, worin sie leben, ist Wahrheit. Har Har Har! Sie muss ja auch nicht edel sein um ihren Weg zu finden! Lass sie doch!!! Lass sie nur, gutes Kind! Die Wahrheit wird von den Siegern erzählt. Lass sie tanzen kleine Mia, zieh die Fäden, zerr daran! Har Har Har. Nahezu herausfordernd und mächtig klang die Stimme in ihrem Schädel auf. So laut da sie die Augen einen Moment schließen musste und starr an Ort und Stelle stand. Warum sie dann plötzlich auf der kalten, schneebedeckten Erde lag und sich am Dreck in ihrem Gesicht erfreuen durfte konnte sie nicht wirklich nachvollziehen. Freudig jedoch rappelte sie sich dann auch schon wieder auf, klopfte sich eiligst ab und tippelte tänzerisch auf den toten Riesen zu.
Wie an einem Faden gezogen bewegte sich der Kopf von links nach rechts während sie das Monstrum mehrfach umrundete. Er war so groß und still! Die kleinen Keckerbiester hätte er unter seinen Sohlen gar nicht bemerkt. Unweigerlich stahl sich ihr bei diesem Gedanken ein grausames Grinsen auf die Züge. Zerquetschte Eichkatzen schienen ihre Laune unglaublich zu heben selbst wenn sie diese nur in ihren Gedanken vor sich sah. Kurz sah sie zu ihren Begleitern dann schnitt sie dem Riesen einiges Haare ab und stopfte sie in ihre Tasche ohne sich sonderlich zu erklären. Man hielt sie ohnehin für seltsam und wirr, warum diesen Umstand nicht ausnutzen? Zurück ging es einfacher, ohne größere oder gar gefährliche Kämpfe. Nach und nach wurde die Luft wieder besser und als man in den Wäldern, südlich vor Varuna, stand zog sie sich zurück und kehrte den Beiden den Rücken. Vermissen würde man sie sicherlich nicht, meist waren die Menschen froh wenn sie wieder ihre Ruhe hatten. Kichernd stricht sie über das halb zerfallene Mauerwerk und fuhr über den Kieferknochen eines Skelettes bis unter sein Kinn um es dann etwas anzuheben und dem Knochenschädel in die nicht vorhandenen Augen zu starren.
Langsam bewegte sich der Kopf dabei etwas hin und her, eine typische Geste wenn sie dabei war etwas zu erfassen oder zu ergründen. Dann jedoch hoben sich die Mundwinkel an und wie um sich zu bedanken strich sie erneut nahezu zärtlich über den Kieferknochen und verschwand dann in einem der geheimen Gänge die zur Gruft führten. Dort verstaute sie die erbeuteten Haare neben dem Räucherwerk und den vorbereiteten Schalen und Instrumenten. Dann ging es wieder hinauf um sich eines der alten, vergilbten Pergamente heran zu ziehnen und eine Nachricht für die Geschwister zu verfassen:
Krathors Schwingen mit euch Geschwister,
möget ihr euren Dienst noch lange Zeit verrichten. So euch die Geschicke des Westens und des Ostens interessieren habe ich vielleicht eine Möglichkeit gefunden einige Einblicke zu erhalten ohne selbst vor Ort zu sein. Natürlich fordert diese Möglichkeit einen gewissen Preis. Mehr kann ich euch am Abend berichten.
Mia
Diese Nachricht verblieb dann gut sichtbar auf dem Tisch des Gemeinschaftsraumes. Einige Abschriften jedoch wurden sodann eilig von einem geflügelten Boten überbracht damit jeder die Möglichkeit hatte sich bis zum Abend einzufinden während sie selbst sich aufmachte und den 'Biestern' gegenübertrat.
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Gast
So viele Diener waren erschienen und hatten geholfen die Vorbereitungen zu treffen.Köstlich dieser Duft als das Fleisch von den Knochen abgekocht wurde. Ähnlich wie bei den Suppen im Schlachthaus, schwamm eine gelbliche Fettschicht auf dem Wasser und immer wenn die Schädel hinauf trieben wurde jene durchbrochen und warf kleine Kreisel. Ein durchaus faszinierendes Schauspiel. Endlich waren sie still! Jeder hatte seinen Teil dazu beigetragen und als es den pelzigen Flauschetieren an den Kragen gegangen war hatten sie ihre wahre Natur gezeigt. Nur eine der Eichkatzen hatte den Anstand still zu sterben die andere Eichkatze jedoch, wollte dreist beissen! Dabei hatten die gefährlichen, keckernden Biester zur Sicherheit eine ganz bestimmte Mischung aus Kräutern und Pilzen zu fressen bekommen. Hungrig waren sie darüber hergefallen, ob man solche Tiere wirklich täglich füttern musste? Bestimmt!
So oder so, still waren ihr die Eichkatzen am Liebsten und jetzt würden sie hoffentlich auch still bleiben. Fast ein wenig anklagend hatten ihr die vier braunen Äuglein die man so vorsichtig und sorgsam entnommen hatte aus den Krügen entgegen gestarrt. Fröhlich hob sie ihre Mundwinkel zu einem breiten Lächeln an und gab der Rose einen scharfen Dorn auf das sie schneide wo es des Schnittes bedurfte. Nachdem die Rose sich gefunden hatte bot sich ihnen dann auch ein Bild: dunkelrot auf hellem Grund, glänzend im Schummerlicht und wunderschön
Still floss die Flüssigkeit in die entsprechende Schale. Jeder gab sein Blut, seine Kraft für das Band und als Opfer für den Zweck. Am Ende war die Schale fast bis zum Rand gefüllt als die Rose selbst die letzten Blutstropfen gab und sie ihr dann zurückreichte. Alle waren erschöpft, hatten viel gegeben und so trug sie die Schale in den Forschungskerker und füllte die rote Flüssigkeit in einige Behälter um wo sie verschlossen aufbewahrt wurde. Ein paar Tage sollten vergehen ehe man wieder zusammenfand. Vorbereitet lagen die beiden Schädel innerhalb des krathorischen Zirkels und die einstmals dunkelbraunen Augen waren eingefügt worden wo man sie entnommen hatte. Der Wanderer, hatte auf seinen Reisen und während seiner Zeit im Dienst schon vieles gesehen, er hatte zusammen mit einer Schwester eine Komponente vorbereitet jene die Augen an Ort und Stelle halten würde, als auch vor natürlichen Fressfeinden Schutz bot.
Jeder bekam einen der mit dem Opferblut vorbereiteten Behälter dann fanden sich die Diener Krathors auf 'ihrem' jeweiligen Platz ein. Einige Momente verstrichen in denen sie die muffige, abgestandene Luft einzog um dann die Stimme zu heben.
Krathor!
Herr aller Seelen, abgenutzer Körper, Geister und Knochen derer, die an dich glaubten, dir gezeichnet oder dir geweiht wurden als sie diese Welt verließen. Dein Seelenfänger bittet um deine Gunst für sich selbst und all deine Diener die sich hier versammelt haben.
Erhöre uns.
Heute, in dieser Zeit, an diesem Ort treten wir mit einer Bitte an dich heran.
Erhöre uns Herr!
Wir bitten dich gewähre uns die Möglichkeit zu erfahren was im Land vor sich geht. Lass uns sehen wo die besten Seelen für dich zu finden sind. Lass uns erfahren wie wir die Menschen auf deinen Pfad locken können. Nutze unsere Kraft und diese kleinen, unscheinbaren Äuglein
für diesen Dienst auf das weitere Dienste in deinem Sinne folgen!
Erhöre uns Herr, wir bitten dich!
Lass uns erfahren was sich ereignet bis die Kraft die wir diesen kleinen Wesen leihen aufgebraucht ist und sie vergangen sind. Schütze uns Herr, auf das wir diesem Kreislauf nicht folgen. Lass unser Band zu ihnen brechen wenn die Zeit gekommen ist, oder deinen Dienern dadurch Gefahr droht.
Lass uns ihre Augen nutzen um mit ihnen sehen zu können, wann immer uns danach ist.
Erhöre uns Herr, nutze unsere Kraft. Nimm unser Blutopfer!
Weitere Bitten, Anrufungen und unterstützende Worte der anderen Diener waren eingeflossen. Nebel hatte sich irgendwann um die Anwesenden herum verdichtet. War wie ein zäher Film über den Boden gekrochen und hatte die himmlichen Klänge aus Krathors Reich herangetragen. Das Blut jenes sie gegeben hatte war wärmer geworden, begann zu kochen bis die Gefäse barsten und es sich seinen Weg zum Zirkel bahnen konnte. Innerhalb des Zirkels griffen die Hände die sich aus dem Nebel erhoben hatten gierig nach der Flüssigkeit, strichen hindurch und nahmen sie bis auf den letzten Tropfen auf. Das Opfer war angenommen worden doch würde die Bitte erfüllt werden? Es passierte – nichts. Sekunden, vielleicht auch Minuten verstrichen ehe der Schädel und besonders die Augen im roten Ton des Blutes zu pulsieren begangen. Dann schoss das Blut nur so hervor, bildete eine Form über dem Schädel und endlich hatten sie Erfolg, sie sahen was die nun trüben Augen zuvor gesehen hatten. Es dauerte nur Sekundenbruchteile und viel länger bis sie zusammengefügt hatten was sich ergänzte. Sicherheit brachte erst ein zweiter Blick in den sich formenden, blutigen Spiegel.
Dankbar, nahm sie die Schädel an sich und beschloss der jungen Lakai eine Möglichkeit zu bieten. Bedauerlicherweise hatte sie abgelehnt und so übernahmen der Wanderer und die Rose den Osten. Während der Onkel sich dem Westen zuwenden würde. Was würden die Diener sehen so die Schädel ihren Dienst erfüllen?
So oder so, still waren ihr die Eichkatzen am Liebsten und jetzt würden sie hoffentlich auch still bleiben. Fast ein wenig anklagend hatten ihr die vier braunen Äuglein die man so vorsichtig und sorgsam entnommen hatte aus den Krügen entgegen gestarrt. Fröhlich hob sie ihre Mundwinkel zu einem breiten Lächeln an und gab der Rose einen scharfen Dorn auf das sie schneide wo es des Schnittes bedurfte. Nachdem die Rose sich gefunden hatte bot sich ihnen dann auch ein Bild: dunkelrot auf hellem Grund, glänzend im Schummerlicht und wunderschön
Still floss die Flüssigkeit in die entsprechende Schale. Jeder gab sein Blut, seine Kraft für das Band und als Opfer für den Zweck. Am Ende war die Schale fast bis zum Rand gefüllt als die Rose selbst die letzten Blutstropfen gab und sie ihr dann zurückreichte. Alle waren erschöpft, hatten viel gegeben und so trug sie die Schale in den Forschungskerker und füllte die rote Flüssigkeit in einige Behälter um wo sie verschlossen aufbewahrt wurde. Ein paar Tage sollten vergehen ehe man wieder zusammenfand. Vorbereitet lagen die beiden Schädel innerhalb des krathorischen Zirkels und die einstmals dunkelbraunen Augen waren eingefügt worden wo man sie entnommen hatte. Der Wanderer, hatte auf seinen Reisen und während seiner Zeit im Dienst schon vieles gesehen, er hatte zusammen mit einer Schwester eine Komponente vorbereitet jene die Augen an Ort und Stelle halten würde, als auch vor natürlichen Fressfeinden Schutz bot.
Jeder bekam einen der mit dem Opferblut vorbereiteten Behälter dann fanden sich die Diener Krathors auf 'ihrem' jeweiligen Platz ein. Einige Momente verstrichen in denen sie die muffige, abgestandene Luft einzog um dann die Stimme zu heben.
Krathor!
Herr aller Seelen, abgenutzer Körper, Geister und Knochen derer, die an dich glaubten, dir gezeichnet oder dir geweiht wurden als sie diese Welt verließen. Dein Seelenfänger bittet um deine Gunst für sich selbst und all deine Diener die sich hier versammelt haben.
Erhöre uns.
Heute, in dieser Zeit, an diesem Ort treten wir mit einer Bitte an dich heran.
Erhöre uns Herr!
Wir bitten dich gewähre uns die Möglichkeit zu erfahren was im Land vor sich geht. Lass uns sehen wo die besten Seelen für dich zu finden sind. Lass uns erfahren wie wir die Menschen auf deinen Pfad locken können. Nutze unsere Kraft und diese kleinen, unscheinbaren Äuglein
für diesen Dienst auf das weitere Dienste in deinem Sinne folgen!
Erhöre uns Herr, wir bitten dich!
Lass uns erfahren was sich ereignet bis die Kraft die wir diesen kleinen Wesen leihen aufgebraucht ist und sie vergangen sind. Schütze uns Herr, auf das wir diesem Kreislauf nicht folgen. Lass unser Band zu ihnen brechen wenn die Zeit gekommen ist, oder deinen Dienern dadurch Gefahr droht.
Lass uns ihre Augen nutzen um mit ihnen sehen zu können, wann immer uns danach ist.
Erhöre uns Herr, nutze unsere Kraft. Nimm unser Blutopfer!
Weitere Bitten, Anrufungen und unterstützende Worte der anderen Diener waren eingeflossen. Nebel hatte sich irgendwann um die Anwesenden herum verdichtet. War wie ein zäher Film über den Boden gekrochen und hatte die himmlichen Klänge aus Krathors Reich herangetragen. Das Blut jenes sie gegeben hatte war wärmer geworden, begann zu kochen bis die Gefäse barsten und es sich seinen Weg zum Zirkel bahnen konnte. Innerhalb des Zirkels griffen die Hände die sich aus dem Nebel erhoben hatten gierig nach der Flüssigkeit, strichen hindurch und nahmen sie bis auf den letzten Tropfen auf. Das Opfer war angenommen worden doch würde die Bitte erfüllt werden? Es passierte – nichts. Sekunden, vielleicht auch Minuten verstrichen ehe der Schädel und besonders die Augen im roten Ton des Blutes zu pulsieren begangen. Dann schoss das Blut nur so hervor, bildete eine Form über dem Schädel und endlich hatten sie Erfolg, sie sahen was die nun trüben Augen zuvor gesehen hatten. Es dauerte nur Sekundenbruchteile und viel länger bis sie zusammengefügt hatten was sich ergänzte. Sicherheit brachte erst ein zweiter Blick in den sich formenden, blutigen Spiegel.
Dankbar, nahm sie die Schädel an sich und beschloss der jungen Lakai eine Möglichkeit zu bieten. Bedauerlicherweise hatte sie abgelehnt und so übernahmen der Wanderer und die Rose den Osten. Während der Onkel sich dem Westen zuwenden würde. Was würden die Diener sehen so die Schädel ihren Dienst erfüllen?