Ein Kompromiss bedeutet, versagt zu haben
Prolog: Unerwartete Gelegenheit
Leise hallten die Schritte seiner gepanzerten Stiefel von der Höhlenwand wieder als er sich der kleinen Krypta näherte. Das kleine Metalltor ächzte deutlich hörbar als er es öffnete um den Teil des Raumes, der den Altar beherbergte, zu betreten, ganz so, als wolle es ihm seine Verachtung entgegen brüllen dass er diesem Teil der Höhle so lange nicht mehr betreten hatte. Am Alter angekommen, ließ er die Rechte einmal über den schwarzen Marmor gleiten, deutlich sichtbare Schlieren bildeten sich in der dicken Staubschicht an den Stellen, an welchen seine Finger ihre Bahn zogen. Er atmete einmal tief durch, so dass seine Lungen sich mit der modrigen Luft füllten. Ja, lange war es her ... Der Blick seiner blaugrauen Augen schweifte zu dem dicken, ledrigem Ritualbuch. All die Jahre hatte er jeden seiner Schritte, jedes seiner Vorhaben penibel genau dokumentiert. All die Rituale und Geschehen in und um Varuna, die Hinrichtung Argantas, die Ereignisse um die Bäuerin Larion, seine Vergeltung an der Lethra mit dem unaussprechlichen Namen, das Kind welches noch immer in Düstersee lebte und dessen Parasit mit jedem weiteren Tag weiter wuchs..... Doch noch immer gab es, trotz dieser und all der anderen Ereignisse noch dutzende Seiten,die bisher ungefüllt blieben. Es kümmerte ihn nicht weiter, viele Monde lang nicht, bis zu jemen Zeichen vor wenigen Wochen. Er hatte es sich nicht eingebildet, das Flüstern und das Kratzen wurde nicht nur von ihm gehört. Der eiskalte Windhauch nicht nur von ihm gefühlt... Das Zeichen war eindeutig: Sein Herr und Meister erwartete mehr von ihm, er selbst war es, der ihm diese Hinweise gab. Und Magnus würde gehorchen....
_____________________________________________________________
Welch interessanter Zufall dass sie sich gerade diese Eiche aussuchte um eine Rast einzulegen. Ihm war es gleich. Eigentlich wartete er auf etwas vollkommen anderes, doch als er erkannte wer sich dort ins Gras setzte um die Pilze die dort im Schatten wuchsen zu pflücken, sah er in dieser zufälligen Begegnung eine Möglichkeit. Es war eine Möglichkeit die, wenn er es mit Bedacht anstellte, mehrere Probleme auf einmal lösen konnte. Die Brauen hoben sich unter dem Knochenhelm an und er dachte einige Momente lang nach. Einst hatte er seine Schüler die fünf Phasen der Angst und des Terrors gelehrt, und auch hier hielt er diese Vorgehensweise als angemessen. Wie sie auf die Knochenfragmente reagieren würde war so verhersehbar dass es ihn selbst langweilte, doch war es von Nöten: Sie war abgelenkt und er konnte sich mühelos unbemerkt hinter ihr aufbauen. Die folgenden Geschehnisse hätten Musterinhalt der Unterrichte sein können, die er in der Vergangenheit gegeben hat: Der Moment, in dem er sich bemerkbar machte, die erschrockene Reaktion ihrerseits. Der Unglaube in ihrem Blick darüber wer und was da gerade vor ihr steht, und die Frage, die in diesem Moment immer gestellt wird:
"Was wollt ihr von mir ... ?"
Belanglose Wortwechsel, Einschüchterung des Opfers durch Worte und Taten. Tatsächlich, er fand langsam aber sicher wieder Gefallen daran, was er so lange nicht mehr tat. Die ehemals gewohnte Routine erhielt wieder Einzug in sein Tun und handeln. Natürlich widersprach sie, natürlich dachte sie, sie könnte einfach entkommen und natürlich redete sie sich ein dass sie sich, nach erfolgreicher Flucht, einfach einreden konnte es wäre ein schlimmer Tagtraum gewesen. Doch als sich dort vor ihren Augen der Liche aus dem Loch im Boden schob begann diese Illusion zu zerbrechen. Endgültig zerschlagen wurde sie jedoch erst dann, als der Liche sie mit unbarmherzig festem Griff packte.
"Der Mord an sich ist nur in den seltesten Fällen von Nöten. Es gibt Momente in denen es nötig ist, ohne Frage. Wenn das Blut benötigt wird um einer Züchtung untotes Leben einzuhauchen zum Beispiel. Doch taucht einer der unseren auf, so wird mit seiner Erscheinung direkt die Furcht vor dem Tode in Verbindung gebracht. Nutze diese Furcht und lass sie für dich arbeiten. Zeige Ihnen Alternativen auf, lass Sie glauben sie haben eine Chance dem Tode zu entkommen, und es wird ihr instinkt sein, der dir widerstandslos das gibt, was du eigentlich von ihnen haben willst. Hast du das verstanden Clavian ?"
Noch während er auf ihre, vom Schlag seiner gepanzerten Hand geschwollene, Wange hinab blickte, musste er an die Worte denken, die er dereinst an seinen Schülter richtete. Und auch diese These bewahrheitete sich ein weiteres Mal. Drei Dinge benötigte er von ihr und beinahe schon freiwillig gab sie ihm das erste,mehr noch, sie wählte es sogar selbst aus. Nachdem er den ersten Schritt in Richtung seins Ziels erreicht hatte, wandt er sich um und ging langsam davon, ließ er sie dort einfach mit ihrer Angst und Unsicherheit sitzen.
Sobald sie sich sich sicher war dass er wirklich weg war würde sie aufstehen. Sie würde nach Hause rennen, zu ihren Freunden und ihren Liebsten. Unzählige Male würde man ihr beteuern dass man sie beschützen würde, dass niemals mehr jemand ihr ein Haar krümmen würde und dass man den Übeltäter finden und Strafen würde. Es war jedesmal das gleiche, dabei hatte alles gerade erst begonnen ....
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Sorgsam hatte er das kleine Kästchen aus Zedernholz gereignigt, nicht ein Staubkorn befand sich mehr an seiner Hülle. Geöffnet stand es nun vor ihm auf dem Altar, und auf dem blauen Samtkissen hatte er die langen, roten Haare gebettet. Sein linker Mundwinkel hob sich an und er klappte den kleinen Deckel wieder zu um sich dem Ritualbuch zuzuwenden. Bevor er es berührte rezitierte er das gleiche Gebet, welches er ein jedes Mal sprach, bevor er einen neuen Eintrag auf den uralten Seiten vornahm. Nachdem er die erste freie Seite aufgeschlagen hatte, schrieb er als Überschrift für das kommende Kapitel einen Namen nieder, wobei jeder Buchstabe sorgsam und vorsichtig stilisiert wurde .....
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Ein Kompromiss bedeutet, versagt zu haben
Eine neue Aufgabe
- Magnus Siluvaine
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Eine neue Aufgabe
"Theoretisch möglich !"
-
Gast
Ein Nachmittag wie so oft.. sowohl glücklich, wenn auch gleichzeitig etwas ungläubig, beobachtet sie Merrik dabei wie er seinen Magierstab von der Wand nimmt und sich auf den Weg macht um seinen Dienst anzutreten.
Wie kann er nur so stolz darauf sein Befehlen folgen zu dürfen, das werde ich nie verstehen. Deshalb werd ich mich auch nicht in diesen Käfig.. Regiment... sperren lassen! Aber ihn macht es glücklich oder... zumindest zufrieden... dann will ich versuchen es zu akzeptieren. Ich werde einen anderen Weg finden um Adoran und dem König zu dienen!
Sie schließt die Tür hinter ihm und begibt sich in die kleine Bibliothek im Gästezimmer. Rah's Bücher. Sie erinnern sie daran, dass sie schon wieder viel zu lange nichts von ihrer Freundin gehört hat und fasst den Entschluss, entgegen dem ausdrücklichen Wunsch ihres Hauswachtmeisterchens, einen kleinen Ausflug mit dem Ziel Bajard zu unternehmen. Allerdings will sie Schönes mit Nützlichem verbinden, denn was will ihr Sálamo schon einwenden, wenn sie beim Kräutersammeln etwas vom Weg abgekommen ist und per Zufall ihrer Lieblingsdichterin begegnet ist.
Verliebt seufzt sie kurz auf …. Er kann mir ja eh nicht böse sein... und wirft einen verträumten Blick auf den Ring an ihrem Finger... er ist doch immer bei mir, was will er denn noch....
Also nimmt sie ihr Messerchen und eine große leere Tasche für die Pilze und Kräuter die sie auf dem Weg sammeln will, schultert diese und macht sich auf den Weg, über den Pass, nach Schwingenstein. Auf halbem Weg nach Bajard, unter einer stattlichen Eiche, kniet sie nieder um die Pilze die rund um den Stamm wachsen zu pflücken und dann einmal einen genaueren Blick auf ihre bisherige Ausbeute zu werfen.
Ganz besonnen auf das sortieren des Tascheninhaltes, nimmt sie das leise Rascheln hinter dem Baum erst gar nicht wahr. Erst bei der wiederholten Bewegung des Blattwerks schaut sie auf und lässt ihren Blick, skeptisch über die Umgebung streifen, jedoch ohne wirklich etwas zu finden, dass für diese Störung verantwortlich sein könnte. Gerade will sie die Tasche wieder schultern, als ihr wie aus Geisterhand zwei blanke Konchen vor die Füße fallen.
Was zum...? Wo kommen die denn her? Ihre immer wieder siegende Neugier, sticht ihre alarmierten Instinkte problemlos aus und sie nähert sich den Gebeinen. So bemerkt sie natürlich auch nicht wie direkt hinter ihrem Rücken eine düstere Gestalt aus den Schatten tritt...
Diese Stimme... kälter als Januarwinde... und erbarmungsloser als die gefrorene Erde, in die man im Winter ein Grab schlagen will...ich bin mir sicher dass ich den Segen des Rabens, den die Gestalt mir in den Nacken haucht, nicht will...
Ein lebender Toter. Elenor erstarrt sofort zu einer Salzsäule, nachdem sie sich umgedreht hat und den Mann in schwarzer Robe erblickt, dessen Gesicht von einem Schädel verdeckt wird.
Großmutters Geschichten waren keine Ammenmärchen, dass ist ihr sofort klar. Der Tod scheint ihr persönlich gegenüber zu stehen... sein Werkzeug... eine mächtige Sense, fast lässig an seine Schulter gelehnt.
Nach dem ersten Schock tasten ihre Füße hinter sich, versuchen einen Weg zur Flucht auszumachen.
Doch was hatte Ben gesagt? Nicht einfach fortlaufen.. Ablenken...!
Also versucht sie auf ihn einzugehen. Fragt ihn, wer er ist, was es mit diesem Krathor auf sich hat, versucht herauszufinden was er für Fähigkeiten hat.
Die Umgebung nach Verstecken und Fluchtwegen ausloten...
Ihren Blick nie lange von dem Schwarzberobten lösend, sucht sie nach irgendeinem Versteck... nach Hindernissen, die ihr Schutz bieten könnten.Aber.. nichts.. fast als wäre diese Eiche, das einzige weit und breit, was sie zwischen sich und ihn bringen könnte.
An Flucht ist also nicht zu denken, schon gar nicht jetzt wo ihre Beine sie kaum noch stehen lassen.
Kindchen ... du kannst freiwillig stehen bleiben und mir geben was ich will, oder ich werde dich dazu zwingen .... aber wegrennen .... das kannst du nicht ... glaube mir .... und versuche es erst gar nicht ..
Keine Flucht. Kein Anzeichen davon dass ihn ihre gestammelten Worte irgendwie beeinflussen. Im Gegenteil... die Angst, welche ihre Stimme, Beine, einfach alles an ihr erbeben lässt, machen seine teilweise fast gekrächzten Worte nur noch bedrohlicher.
Verzweifelt versucht sie ein paar Feuerklänge zu bündeln, doch als sie dieses kümmerliche Flammenbällchen in seine Richtung wirft, muss er nicht mal ausweichen... sie verfehlt in, kann einfach kein klares Ziel fassen...
Also geht sie einfach einen wankenden Schritt weiter zurück...
Vielleicht schaff ichs so irgendwie nach Schwingenstein...
Mit einem Mal lässt er seine Sense auf die Knochen im Gras niederfahren. Elenor beobachtet, wie angewurzelt, wie diese ins Erdreich sinken und sich gleich darauf eine vermoderte Hand versucht aus dem entstandenen Loch herauszuziehen. Ein Lich erhebt sich und beginnt ächzend auf sie zu zu schlurfen.
Während sie ihrem bewegten Alptraum entgegen blickt, dringt wieder diese eisige Stimme in ihr Bewusstsein, fragt sie nach ihrem Namen.. Namen...
Keine Namen nennen... denk dir einen aus.. E...El...Elsa !
Bringt sie mit Mühe und Not heraus. Doch als wüsste er dass sie lügt, schickt er sein Biest auf sie los. Sie stolpert.. sie kann den Moder des Untoten über sich spüren als ihre Beine einknicken und sich die verrotteten Hände des Monsters um ihre Handgelenke winden.
Ich bin.. gefangen!
Gerade als er seinen Befehl, ihren Namen zu nennen wiederholt, taucht ein Fremder aus Richtung Bajard am Straßenrand auf. Verzweifelt blickt sie zu ihm, fleht stumm um Hilfe, doch dieser passiert sie nicht nur stumm... Er grüßt ihn.. wünscht ihm Erfolg bei seiner „Seelenernte“.
Das ist zu Viel! Fast gehen Elly die Lichter aus...
HILFEEE! Vielleicht hört mich jemand... irgendwer... es kann hier doch nicht nur schwarze Seelen geben!
Der Diener Krathors verliert die Geduld.. ohne Vorwarnung kracht eine gepanzerte Faust gegen ihre Wange... sie ist wieder wach aber, klar denken kann sie nicht mehr, vor Schmerz ist sie ganz benommen.
Kalter Stahl Seine Sense gleitet mit der stumpfen Seite über ihre Wange
Sie bekommt nur noch am Rande mit wie ihr Mund ihren Namen herausschreit... panisch...
Sie.. soll irgendwas wählen... er will noch mehr als meinen Namen..
W..was hab ich außer mir...m..meinen Schmuck willst du n...nicht... dann nimm was ich d...dir nicht verw..wehren kann...
Tonlos spricht sie... nicht mehr fähig irgendetwas entgegenzusetzen.. gelähmt vor Angst und dem Unvermögen irgendwas auszurichten...
Sie spürt einen kräftigen Ruck als er nach ihren Haaren greift und hört das leise 'tsching' mit dem seine Sense sie von ihren Locken trennt.
Ein letztes Mal versetzt seine kalte Stimme, härter und schärfer als es irgendeine Klinge tun könnte, ihrer erschütterten Seele einen Stich.
Wir sehen uns wieder Elenor .....Dann hole ich mir den nächsten Gegenstand......
Stille... Leere... Minuten lang sitzt sie da und starrt ins Nichts, bis Regentropfen sie ins Hier zurückholen.
Ich muss hier weg, er könnte noch irgendwo sein...
Weinend und um Hilfe rufend rennt sie durch Schwingenstein, doch niemand scheint ihre Rufe zu hören... und so schafft sie es, wie in Trance, sich vor ihre Haustür nach Kronwalden zu schleppen, wo sie kraftlos zusammen sinkt.
Merrik...
Haucht sie gegen das Holz...
Die Tür öffnet sich, er redet auf sie ein und will wissen was passiert ist. Warmes Wasser umfängt sie. Er trägt sie zu den Kissen...
Sie spürt noch wie er irgendwas auf ihre Wange streicht, ein paar Worte liebevoll wispert, welche die Kälte um sie nicht durchdringen können...
… endlich erlöst sie eine bittersüße Ohnmacht von den Bildern und „seiner“ Stimme...
Wie kann er nur so stolz darauf sein Befehlen folgen zu dürfen, das werde ich nie verstehen. Deshalb werd ich mich auch nicht in diesen Käfig.. Regiment... sperren lassen! Aber ihn macht es glücklich oder... zumindest zufrieden... dann will ich versuchen es zu akzeptieren. Ich werde einen anderen Weg finden um Adoran und dem König zu dienen!
Sie schließt die Tür hinter ihm und begibt sich in die kleine Bibliothek im Gästezimmer. Rah's Bücher. Sie erinnern sie daran, dass sie schon wieder viel zu lange nichts von ihrer Freundin gehört hat und fasst den Entschluss, entgegen dem ausdrücklichen Wunsch ihres Hauswachtmeisterchens, einen kleinen Ausflug mit dem Ziel Bajard zu unternehmen. Allerdings will sie Schönes mit Nützlichem verbinden, denn was will ihr Sálamo schon einwenden, wenn sie beim Kräutersammeln etwas vom Weg abgekommen ist und per Zufall ihrer Lieblingsdichterin begegnet ist.
Verliebt seufzt sie kurz auf …. Er kann mir ja eh nicht böse sein... und wirft einen verträumten Blick auf den Ring an ihrem Finger... er ist doch immer bei mir, was will er denn noch....
Also nimmt sie ihr Messerchen und eine große leere Tasche für die Pilze und Kräuter die sie auf dem Weg sammeln will, schultert diese und macht sich auf den Weg, über den Pass, nach Schwingenstein. Auf halbem Weg nach Bajard, unter einer stattlichen Eiche, kniet sie nieder um die Pilze die rund um den Stamm wachsen zu pflücken und dann einmal einen genaueren Blick auf ihre bisherige Ausbeute zu werfen.
Ganz besonnen auf das sortieren des Tascheninhaltes, nimmt sie das leise Rascheln hinter dem Baum erst gar nicht wahr. Erst bei der wiederholten Bewegung des Blattwerks schaut sie auf und lässt ihren Blick, skeptisch über die Umgebung streifen, jedoch ohne wirklich etwas zu finden, dass für diese Störung verantwortlich sein könnte. Gerade will sie die Tasche wieder schultern, als ihr wie aus Geisterhand zwei blanke Konchen vor die Füße fallen.
Was zum...? Wo kommen die denn her? Ihre immer wieder siegende Neugier, sticht ihre alarmierten Instinkte problemlos aus und sie nähert sich den Gebeinen. So bemerkt sie natürlich auch nicht wie direkt hinter ihrem Rücken eine düstere Gestalt aus den Schatten tritt...
Diese Stimme... kälter als Januarwinde... und erbarmungsloser als die gefrorene Erde, in die man im Winter ein Grab schlagen will...ich bin mir sicher dass ich den Segen des Rabens, den die Gestalt mir in den Nacken haucht, nicht will...
Ein lebender Toter. Elenor erstarrt sofort zu einer Salzsäule, nachdem sie sich umgedreht hat und den Mann in schwarzer Robe erblickt, dessen Gesicht von einem Schädel verdeckt wird.
Großmutters Geschichten waren keine Ammenmärchen, dass ist ihr sofort klar. Der Tod scheint ihr persönlich gegenüber zu stehen... sein Werkzeug... eine mächtige Sense, fast lässig an seine Schulter gelehnt.
Nach dem ersten Schock tasten ihre Füße hinter sich, versuchen einen Weg zur Flucht auszumachen.
Doch was hatte Ben gesagt? Nicht einfach fortlaufen.. Ablenken...!
Also versucht sie auf ihn einzugehen. Fragt ihn, wer er ist, was es mit diesem Krathor auf sich hat, versucht herauszufinden was er für Fähigkeiten hat.
Die Umgebung nach Verstecken und Fluchtwegen ausloten...
Ihren Blick nie lange von dem Schwarzberobten lösend, sucht sie nach irgendeinem Versteck... nach Hindernissen, die ihr Schutz bieten könnten.Aber.. nichts.. fast als wäre diese Eiche, das einzige weit und breit, was sie zwischen sich und ihn bringen könnte.
An Flucht ist also nicht zu denken, schon gar nicht jetzt wo ihre Beine sie kaum noch stehen lassen.
Kindchen ... du kannst freiwillig stehen bleiben und mir geben was ich will, oder ich werde dich dazu zwingen .... aber wegrennen .... das kannst du nicht ... glaube mir .... und versuche es erst gar nicht ..
Keine Flucht. Kein Anzeichen davon dass ihn ihre gestammelten Worte irgendwie beeinflussen. Im Gegenteil... die Angst, welche ihre Stimme, Beine, einfach alles an ihr erbeben lässt, machen seine teilweise fast gekrächzten Worte nur noch bedrohlicher.
Verzweifelt versucht sie ein paar Feuerklänge zu bündeln, doch als sie dieses kümmerliche Flammenbällchen in seine Richtung wirft, muss er nicht mal ausweichen... sie verfehlt in, kann einfach kein klares Ziel fassen...
Also geht sie einfach einen wankenden Schritt weiter zurück...
Vielleicht schaff ichs so irgendwie nach Schwingenstein...
Mit einem Mal lässt er seine Sense auf die Knochen im Gras niederfahren. Elenor beobachtet, wie angewurzelt, wie diese ins Erdreich sinken und sich gleich darauf eine vermoderte Hand versucht aus dem entstandenen Loch herauszuziehen. Ein Lich erhebt sich und beginnt ächzend auf sie zu zu schlurfen.
Während sie ihrem bewegten Alptraum entgegen blickt, dringt wieder diese eisige Stimme in ihr Bewusstsein, fragt sie nach ihrem Namen.. Namen...
Keine Namen nennen... denk dir einen aus.. E...El...Elsa !
Bringt sie mit Mühe und Not heraus. Doch als wüsste er dass sie lügt, schickt er sein Biest auf sie los. Sie stolpert.. sie kann den Moder des Untoten über sich spüren als ihre Beine einknicken und sich die verrotteten Hände des Monsters um ihre Handgelenke winden.
Ich bin.. gefangen!
Gerade als er seinen Befehl, ihren Namen zu nennen wiederholt, taucht ein Fremder aus Richtung Bajard am Straßenrand auf. Verzweifelt blickt sie zu ihm, fleht stumm um Hilfe, doch dieser passiert sie nicht nur stumm... Er grüßt ihn.. wünscht ihm Erfolg bei seiner „Seelenernte“.
Das ist zu Viel! Fast gehen Elly die Lichter aus...
HILFEEE! Vielleicht hört mich jemand... irgendwer... es kann hier doch nicht nur schwarze Seelen geben!
Der Diener Krathors verliert die Geduld.. ohne Vorwarnung kracht eine gepanzerte Faust gegen ihre Wange... sie ist wieder wach aber, klar denken kann sie nicht mehr, vor Schmerz ist sie ganz benommen.
Kalter Stahl Seine Sense gleitet mit der stumpfen Seite über ihre Wange
Sie bekommt nur noch am Rande mit wie ihr Mund ihren Namen herausschreit... panisch...
Sie.. soll irgendwas wählen... er will noch mehr als meinen Namen..
W..was hab ich außer mir...m..meinen Schmuck willst du n...nicht... dann nimm was ich d...dir nicht verw..wehren kann...
Tonlos spricht sie... nicht mehr fähig irgendetwas entgegenzusetzen.. gelähmt vor Angst und dem Unvermögen irgendwas auszurichten...
Sie spürt einen kräftigen Ruck als er nach ihren Haaren greift und hört das leise 'tsching' mit dem seine Sense sie von ihren Locken trennt.
Ein letztes Mal versetzt seine kalte Stimme, härter und schärfer als es irgendeine Klinge tun könnte, ihrer erschütterten Seele einen Stich.
Wir sehen uns wieder Elenor .....Dann hole ich mir den nächsten Gegenstand......
Stille... Leere... Minuten lang sitzt sie da und starrt ins Nichts, bis Regentropfen sie ins Hier zurückholen.
Ich muss hier weg, er könnte noch irgendwo sein...
Weinend und um Hilfe rufend rennt sie durch Schwingenstein, doch niemand scheint ihre Rufe zu hören... und so schafft sie es, wie in Trance, sich vor ihre Haustür nach Kronwalden zu schleppen, wo sie kraftlos zusammen sinkt.
Merrik...
Haucht sie gegen das Holz...
Die Tür öffnet sich, er redet auf sie ein und will wissen was passiert ist. Warmes Wasser umfängt sie. Er trägt sie zu den Kissen...
Sie spürt noch wie er irgendwas auf ihre Wange streicht, ein paar Worte liebevoll wispert, welche die Kälte um sie nicht durchdringen können...
… endlich erlöst sie eine bittersüße Ohnmacht von den Bildern und „seiner“ Stimme...
- Magnus Siluvaine
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- Registriert: Samstag 19. Februar 2011, 04:43
Des Erfolges wird gedacht. Des Versagens wird sich nur erinnert.
Kapitel 1: Rückschlag
Der dünne Blutfaden, welcher aus seinem Mundwinkel geflossen war, war in der Zwischenzeit getrocknet. Er blickte auf die, vom Zahn der Zeit verfärbte, Messingschale hinab und betrachte sein schwaches Siegelbild, welches dort von der Wasseroberfläche im seichten Fackelschein reflektiert wurde. Was war nur geschehen?
Ein Kampf war nicht das, was er geplant hatte, aber so ist das nunmal mit Plänen: Man musste sich den individuellen Situationen anpassen. Das war nichts, was ihm unbekannt war. Doch das, was an diesem Abend geschah, war für ihn schlimmer als jede Niederlage, die er in der Vergangenheit erlitten hatte. Es ging nicht um den Zweikampf an sich. Es ging vielmehr um eine Frage:
"Habe ich doch seine Gunst verloren ?"
Während es gesamten Rückweges waren seine Gedanken von dieser Frage beherrscht. Wieso reagierten die untoten Kreaturen nicht auf seine Befehle? Wieso gehorchten sie nicht ? Wieso blieben seine Gebete während des Kampfes ungehört, obwohl er sie ebenso penibel genau rezitiert hatte wie in all den Gefechten zuvor? Nicht einmal wurde der Himmel von grollenden Donner zerrisen um Blitze auf seine Feinde herab schnellen zu lassen...
Er griff nach dem Stofffetzen neben der Messingschale, tunkte jenen in das warme Wasser, und begann sich das geronnene Blut aus dem Mundwinkel zu tupfen.
_____________________________________________________________
Die kleine "Botschaft" die er ihr hinterlassen hatte wurde in der Zwischenzeit mit Sicherheit von ihr gefunden, und es war an der Zeit den nächsten Schritt zu gehen. Drei Dinge wollte er von ihr, das hatte er sie bereits beim letzten Mal wissen lassen, und erst eines davon hatte er sich genommen.
Ja, inzwischen würde sie wohl wissen das er sie aufgespürt hatte. Die Illusion dass einem zu Hause niemand etwas anhaben konnte hatten fast alle Menschen gemeinsam, und der nächste Schritt war es nun ihr zu beweisen dass es sich dabei in der Tat lediglich um eine Illusion handelte. Und somit durfte es nicht nur bei dieser "Botschaft" bleiben die er ihr hinterlassen hatte, die sicherlich dafür sorgte,dass sie sich wohl gerade schon ängstlich in einer Ecke zusammen kauerte, nein, er musste sie selbst aufsuchen, er musste sich selbst dort zeigen, um die Panik und die Furcht in ihr weiter zu nähren. Die Psysche eines Menschen ist angreifbarer und verletzlicher als sein Fleisch.
Im Schatten einer Scheune verborgen beobachtete er das Haus. Er konnte Schemen durch das Fenster erkennen, doch wartete er, bis er auch sicher war, dass eine der Stimmen dort im Haus die ihre war. Sobald sich die Gewissheit bei ihm einstellte, schickte er die beiden Zombies mit der Kraft seiner Gedanken in Richtung des besagten Fensters. Langsam bewegten sich die ungeschlachten Kreaturen zu ihrem Ziel, hämmerten mit fauligen Händen gegen das Glas der Scheibe. Ungewöhnlich lange dauerte es, bis endlich eine Reaktion erfolgte: Ihr ängstlicher Schrei und die unsichere Aufforderung, dass er verschwinden sollte. Noch immer schlugen die Kreaturen auf die Scheibe ein, als sich endlich die Türe öffnete. Heraus trat eine Gestalt, die sie "Merrik" nannte. Doch mehr noch: Aus der Richtung der angrenzenden Taverne trat noch ein weiterer Mann heran, bewaffnet mit einem Bogen. Mehr Aufmerksamkeit als er sich eigentlich gewünscht hatte. Und ein Augenpaar zuviel um ihm einen gesichterten Rückzug zu ermöglichen ...
Sein Plan für heute war simpel und banal: Ihre Furcht weiter nähren, um mehr sollte es nicht gehen. Doch nun überschlugen sich die Ereignisse. Eine Ablenkung musste her, und sie fand gestallt in Form eines Liches. Bereits hier hätte er jedoch misstrauisch werden müssen, denn es kostete ihn ungewöhnlich viel Kraft die Kreatur herbei zu rufen, und noch mehr, sie unter Kontrolle zu halten.
Nun wartete er. Er wartete auf den passenden Moment den Ort unbemerkt zu verlassen, doch viel zu schnell war seine Kreatur überwunden, sackte sie in sich zusammen. Irgendetwas stimmte nicht ....
Während der eine Mann daran machte das Gelände zu umrunden, stand der Kerl Namens "Merrik" noch immer dort vor der Tür. Er bellte Herausforderungen in die Abenddämmerung und ihm war klar, dass es kein unentdecktes Entkommen geben würde.
Er trat aus dem letzten Fetzen Schatten, der seine Umrisse noch umgab und blickte auf den Magier, der dort von seinen magischen Begleitern umgeben wurde. Eine Situation, die er so, oder so ähnlich, unzählige Male erlebt hatte. Und wie all die Male zuvor beschwor er seine eigenen Sklaven herbei. Ein weiterer, kurzer Anflug der Verwunderung überkam ihn, kostete es ihn doch erneut viel mehr Kraft als jemals zuvor. Doch blieb ihm keine Zeit darüber nachzudenken, der Kampf war unausweichlich.... Und dann überschlugen sich die Ereignisse:
Die untoten Seelen gehorchten seinen Befehlen nicht.... Die an Krathor selbst gerichteten Gebete blieben ungehört und ganz so, als wäre er ein frisch geweihter Lakai, und nicht eine erwählte Seele Krathors, wollte ihm nicht ein einziger Streich gegen seinen Gegner gelingen. Während die beiden untoten Seelen regungslos in der Luft schwebten konzentrierte er sich auf seine Gebete... doch war es umsonst ... Nicht einmal schoss ein Blitz auf seinen Gegner hinab, seine Niederlage, ohne selbst auch nur einen Streich geführt zu haben, war vollkommen....
Mit letzer Kraft gelang ihm nun jedoch die Flucht: Die Robe versengt, seine Rüstung beschädigt und sein Leib mit Wundern verziert ....
_____________________________________________________________________
Sein Blick senkte sich erneut in die Schale herab. Das Wasser war von einem rötlichen Schleier durchzogen nachdem er sein Gesicht gereinigt hatte. Erzog die Luft tief durch die Nase ein und wandt sich um. Ja, er hatte heute eine Niederlage einstecken müssen. Ja, Rückschlage waren ihm durchaus bekannt. Doch blieb immer noch die Frage warum all dies passierte. Selbst als Lakai wurden seine Gebete und seine Anrufungen niemals so kläglich ignoriert worden. Auch der Gedanke, dass er trotz allem ihre Furcht genährt hatte,wollte ihm keinerlei Trost spenden, denn immer noch waren seine Gedanken von einer einzigen Frage durchsetzt:
"Habe ich doch seine Gunst verloren ?"
Er ging hinüber zu dem Blutkreis und kniete sich dort direkt an seinen Rand. Sein Blick senkte sich demütig und er begann zu beten. Die gesamte, restliche Nacht würde er dort im Gebet verbringen. Er hatte einen Teilerfolg errungen, ja, aber musste sich einfach sicher sein dass er noch immer in Krathors hoher Gunst stand, ehe er sein Vorhaben weiter voran trieb .....
Das Gebet reinigt den Geist, Schmerz reinigt den Körper
Kapitel 1: Rückschlag
Der dünne Blutfaden, welcher aus seinem Mundwinkel geflossen war, war in der Zwischenzeit getrocknet. Er blickte auf die, vom Zahn der Zeit verfärbte, Messingschale hinab und betrachte sein schwaches Siegelbild, welches dort von der Wasseroberfläche im seichten Fackelschein reflektiert wurde. Was war nur geschehen?
Ein Kampf war nicht das, was er geplant hatte, aber so ist das nunmal mit Plänen: Man musste sich den individuellen Situationen anpassen. Das war nichts, was ihm unbekannt war. Doch das, was an diesem Abend geschah, war für ihn schlimmer als jede Niederlage, die er in der Vergangenheit erlitten hatte. Es ging nicht um den Zweikampf an sich. Es ging vielmehr um eine Frage:
"Habe ich doch seine Gunst verloren ?"
Während es gesamten Rückweges waren seine Gedanken von dieser Frage beherrscht. Wieso reagierten die untoten Kreaturen nicht auf seine Befehle? Wieso gehorchten sie nicht ? Wieso blieben seine Gebete während des Kampfes ungehört, obwohl er sie ebenso penibel genau rezitiert hatte wie in all den Gefechten zuvor? Nicht einmal wurde der Himmel von grollenden Donner zerrisen um Blitze auf seine Feinde herab schnellen zu lassen...
Er griff nach dem Stofffetzen neben der Messingschale, tunkte jenen in das warme Wasser, und begann sich das geronnene Blut aus dem Mundwinkel zu tupfen.
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Die kleine "Botschaft" die er ihr hinterlassen hatte wurde in der Zwischenzeit mit Sicherheit von ihr gefunden, und es war an der Zeit den nächsten Schritt zu gehen. Drei Dinge wollte er von ihr, das hatte er sie bereits beim letzten Mal wissen lassen, und erst eines davon hatte er sich genommen.
Ja, inzwischen würde sie wohl wissen das er sie aufgespürt hatte. Die Illusion dass einem zu Hause niemand etwas anhaben konnte hatten fast alle Menschen gemeinsam, und der nächste Schritt war es nun ihr zu beweisen dass es sich dabei in der Tat lediglich um eine Illusion handelte. Und somit durfte es nicht nur bei dieser "Botschaft" bleiben die er ihr hinterlassen hatte, die sicherlich dafür sorgte,dass sie sich wohl gerade schon ängstlich in einer Ecke zusammen kauerte, nein, er musste sie selbst aufsuchen, er musste sich selbst dort zeigen, um die Panik und die Furcht in ihr weiter zu nähren. Die Psysche eines Menschen ist angreifbarer und verletzlicher als sein Fleisch.
Im Schatten einer Scheune verborgen beobachtete er das Haus. Er konnte Schemen durch das Fenster erkennen, doch wartete er, bis er auch sicher war, dass eine der Stimmen dort im Haus die ihre war. Sobald sich die Gewissheit bei ihm einstellte, schickte er die beiden Zombies mit der Kraft seiner Gedanken in Richtung des besagten Fensters. Langsam bewegten sich die ungeschlachten Kreaturen zu ihrem Ziel, hämmerten mit fauligen Händen gegen das Glas der Scheibe. Ungewöhnlich lange dauerte es, bis endlich eine Reaktion erfolgte: Ihr ängstlicher Schrei und die unsichere Aufforderung, dass er verschwinden sollte. Noch immer schlugen die Kreaturen auf die Scheibe ein, als sich endlich die Türe öffnete. Heraus trat eine Gestalt, die sie "Merrik" nannte. Doch mehr noch: Aus der Richtung der angrenzenden Taverne trat noch ein weiterer Mann heran, bewaffnet mit einem Bogen. Mehr Aufmerksamkeit als er sich eigentlich gewünscht hatte. Und ein Augenpaar zuviel um ihm einen gesichterten Rückzug zu ermöglichen ...
Sein Plan für heute war simpel und banal: Ihre Furcht weiter nähren, um mehr sollte es nicht gehen. Doch nun überschlugen sich die Ereignisse. Eine Ablenkung musste her, und sie fand gestallt in Form eines Liches. Bereits hier hätte er jedoch misstrauisch werden müssen, denn es kostete ihn ungewöhnlich viel Kraft die Kreatur herbei zu rufen, und noch mehr, sie unter Kontrolle zu halten.
Nun wartete er. Er wartete auf den passenden Moment den Ort unbemerkt zu verlassen, doch viel zu schnell war seine Kreatur überwunden, sackte sie in sich zusammen. Irgendetwas stimmte nicht ....
Während der eine Mann daran machte das Gelände zu umrunden, stand der Kerl Namens "Merrik" noch immer dort vor der Tür. Er bellte Herausforderungen in die Abenddämmerung und ihm war klar, dass es kein unentdecktes Entkommen geben würde.
Er trat aus dem letzten Fetzen Schatten, der seine Umrisse noch umgab und blickte auf den Magier, der dort von seinen magischen Begleitern umgeben wurde. Eine Situation, die er so, oder so ähnlich, unzählige Male erlebt hatte. Und wie all die Male zuvor beschwor er seine eigenen Sklaven herbei. Ein weiterer, kurzer Anflug der Verwunderung überkam ihn, kostete es ihn doch erneut viel mehr Kraft als jemals zuvor. Doch blieb ihm keine Zeit darüber nachzudenken, der Kampf war unausweichlich.... Und dann überschlugen sich die Ereignisse:
Die untoten Seelen gehorchten seinen Befehlen nicht.... Die an Krathor selbst gerichteten Gebete blieben ungehört und ganz so, als wäre er ein frisch geweihter Lakai, und nicht eine erwählte Seele Krathors, wollte ihm nicht ein einziger Streich gegen seinen Gegner gelingen. Während die beiden untoten Seelen regungslos in der Luft schwebten konzentrierte er sich auf seine Gebete... doch war es umsonst ... Nicht einmal schoss ein Blitz auf seinen Gegner hinab, seine Niederlage, ohne selbst auch nur einen Streich geführt zu haben, war vollkommen....
Mit letzer Kraft gelang ihm nun jedoch die Flucht: Die Robe versengt, seine Rüstung beschädigt und sein Leib mit Wundern verziert ....
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Sein Blick senkte sich erneut in die Schale herab. Das Wasser war von einem rötlichen Schleier durchzogen nachdem er sein Gesicht gereinigt hatte. Erzog die Luft tief durch die Nase ein und wandt sich um. Ja, er hatte heute eine Niederlage einstecken müssen. Ja, Rückschlage waren ihm durchaus bekannt. Doch blieb immer noch die Frage warum all dies passierte. Selbst als Lakai wurden seine Gebete und seine Anrufungen niemals so kläglich ignoriert worden. Auch der Gedanke, dass er trotz allem ihre Furcht genährt hatte,wollte ihm keinerlei Trost spenden, denn immer noch waren seine Gedanken von einer einzigen Frage durchsetzt:
"Habe ich doch seine Gunst verloren ?"
Er ging hinüber zu dem Blutkreis und kniete sich dort direkt an seinen Rand. Sein Blick senkte sich demütig und er begann zu beten. Die gesamte, restliche Nacht würde er dort im Gebet verbringen. Er hatte einen Teilerfolg errungen, ja, aber musste sich einfach sicher sein dass er noch immer in Krathors hoher Gunst stand, ehe er sein Vorhaben weiter voran trieb .....
Das Gebet reinigt den Geist, Schmerz reinigt den Körper
"Theoretisch möglich !"
-
Gast
Ungebetener Besuch
Fast eine Woche war es ruhig gewesen... zumindest nach außen hin. In Elenor rangen Angst und Wut mit Hoffnung und Vertrauen. Lange saß sie allein in dem gemeinsamen Haus, allein mit ihren Gedanken und mit dem stetigen Gefühl verfolgt zu werden. Merrik war so oft unterwegs.. beim Dienst oder er meditierte und lernte konzentriert für seine Prüfung. Desto stiller es um sie war, umso klarer wurde die Erinnerung an...
Diese Stimme...
Nachts suchte seine Fratze sie heim, riss sie verschwitzt aus ihren düsteren Träumen, in denen sie immerfort floh und doch nicht von der Stelle kam...
Dieser Schädel...
Was wollte er bloß von ihr, warum hatte er ausgerechnet sie für seine Folter erwählt...?
Dieses Monster...
Ein wenig Licht brachten ihr zwei Besucher.
Nora, ihre Freundin, die es versteht sie zu Worten und Handlungen zu bewegen, zu denen sie sich sonst nie trauen würde, hatte sie zwecks „Schocktherapie“ mit zu den Untoten ins Hügelgrab genommen. Nach einigen anfänglichen Fluchtversuchen (seitens Elly), bekamen einige Skelette und sonstige Wiedergänger ordentlich eingeheizt. Ein wenig Ablenkung und vor allem Mut, konnte Elenor darin finden.
Eli..Elint.. Nimron der Hochelf, kam per Zufall vorbei (er wollte die frisch bepflanzte Gartenlaube von Efeu befreien) und auch er flößte ihr ein wenig Zuversicht und Vertrauen in ihre Freunde und Begleiter ein.
Zwar war sie weit davon weg, das erlebte zu vergessen, jedoch gelang es ihr wieder sich über den Tag hinweg auch mit anderem zu beschäftigen als mit den Fragen um...Warum...Was...Wer...Wann...Wo...?
Sie ging vor die Tür, fütterte die Pferde und ihr Schaf und warf einen flüchtigen Blick in die Briefkästen.
Ein...Grabstein?... Er hat mich gefunden!!!
In Windeseile war sie wieder im Haus und verriegelte die Tür, rief nach Merrik und sagte ihm was sie gefunden hatte. Sie wechselten ein paar Vermutungen, dachten über verschärfte Sicherheitsmaßnamen nach und da war schon das erste Zeichen dafür, dass der Stein in ihrer Post nur ein Vorbote sein sollte.
Stöhnend und ächtzend schlurften die verfaulten Lakeien zu den Fenstern des kleinen Hauses, versuchten mit ihren Fäusten die Scheibe zu zerstören, ins Haus einzudringen.
Schnell war Merrik gerüstet. Er wies sie an, sich in den Keller zurück zu ziehen.
Ja natürlich... und dich lasse ich da draußen unbeobachtet mit den Handlangern des Rabendieners spielen...
Sie stemmte von innen einen Stab gegen die Tür um sie zusätzlich zu sichern und bewegte sich zu dem Fenster, dass von dem Eiter der Kreaturen besudelt war. Was sie dadurch sehen konnte, war nicht viel, aber es reichte ihr um abermals vor Angst zu erstarren. Jemand kam hinzu.. unterstützte Merrik, war das Ben? Sie konnte das im dämmerlicht nicht genau erkennen.
Es tauchten noch weitere Wesen auf. Seltsame Geister, ein Lich, eine ganze Schar Raben und dann ER...
Merrik sieh dich vor!
Eigentlich wollte sie schreien aber es kamen nur heisere Töne heraus, die allenfalls so klangen wie das Krächzen der schwarzen Vögel auf dem Dach des Hauses. Es fehlte nicht mehr viel und sie wäre hinausgerannt.. hätte dem Unholt geboten was er verlangte, um ihren Verlobten vor Unheil zu bewahren. So viel Übermut hatte noch nie zuvor von ihr Besitz ergriffen. Doch dann zuckte ein Blitz, traf Merrik. Sie hielt den Atem an. Weitere Blitze fanden ihr Ziel, aber es war der Mann in der schwarzen Robe, der zu Boden ging. Fast wollte sie jubeln, als er sich jedoch aufrappelte und auf einem untoten Ross davon eilte.
Wenn sie sich in Sicherheit wiegen sind sie angreifbarer als zuvor!
Diese Stimme... jetzt hallte sie in ihrem Kopf wieder!
Zumindest ein wenig Sicherheit empfand sie nun, da sie wusste, dass Merrik ihrem Alptraum überlegen war.
Schnell brachen die beiden nun zum Lager auf, es war allerhöchste Zeit die Vorfälle zu melden.
Erst schilderte sie dem Oberst was geschehen war, der sie mit nichts anderem als Abscheu und Missmut betrachtete, was ihr ziemlich zu schaffen machte.
Dann folgten sie seinem Fingerzeig und suchten Gehör bei der Diakonin im Kloster.
Ein weiteres Mal wiederholte Elly die Geschehnisse. Ihre Kraft sich sowohl äußerlich als auch innerlich aufrecht zu halten, schwand zusehens.
Aurea bot ihr Unterschlupf im Gästehaus des Klosters, versicherte ihr, dass es die Diener nicht wagen würden sich diesem geweihten Boden zu nähern, was ihr die Entscheidung erleichterte einzuwilligen und sich zumindest für ein paar Tage dort einzurichten.
Und nun sitzt sie auf ihrem Bett, die Sicherheit der Klostermauern geben ihr den nötigen Halt um klare Gedanken zu finden und blickt in die Dunkelheit auf der Suche nach einem Lichtblick... einer Lösung für die Miesere in die sie unverschuldet geraten war...
Eluive? Temora? Phanodain? Wen soll ich denn nun um Hilfe bitten?
[img]http://f.666kb.com/i/covz4x6jcsxll9mst.jpg[/img]
Diese Stimme...
Nachts suchte seine Fratze sie heim, riss sie verschwitzt aus ihren düsteren Träumen, in denen sie immerfort floh und doch nicht von der Stelle kam...
Dieser Schädel...
Was wollte er bloß von ihr, warum hatte er ausgerechnet sie für seine Folter erwählt...?
Dieses Monster...
Ein wenig Licht brachten ihr zwei Besucher.
Nora, ihre Freundin, die es versteht sie zu Worten und Handlungen zu bewegen, zu denen sie sich sonst nie trauen würde, hatte sie zwecks „Schocktherapie“ mit zu den Untoten ins Hügelgrab genommen. Nach einigen anfänglichen Fluchtversuchen (seitens Elly), bekamen einige Skelette und sonstige Wiedergänger ordentlich eingeheizt. Ein wenig Ablenkung und vor allem Mut, konnte Elenor darin finden.
Eli..Elint.. Nimron der Hochelf, kam per Zufall vorbei (er wollte die frisch bepflanzte Gartenlaube von Efeu befreien) und auch er flößte ihr ein wenig Zuversicht und Vertrauen in ihre Freunde und Begleiter ein.
Zwar war sie weit davon weg, das erlebte zu vergessen, jedoch gelang es ihr wieder sich über den Tag hinweg auch mit anderem zu beschäftigen als mit den Fragen um...Warum...Was...Wer...Wann...Wo...?
Sie ging vor die Tür, fütterte die Pferde und ihr Schaf und warf einen flüchtigen Blick in die Briefkästen.
Ein...Grabstein?... Er hat mich gefunden!!!
In Windeseile war sie wieder im Haus und verriegelte die Tür, rief nach Merrik und sagte ihm was sie gefunden hatte. Sie wechselten ein paar Vermutungen, dachten über verschärfte Sicherheitsmaßnamen nach und da war schon das erste Zeichen dafür, dass der Stein in ihrer Post nur ein Vorbote sein sollte.
Stöhnend und ächtzend schlurften die verfaulten Lakeien zu den Fenstern des kleinen Hauses, versuchten mit ihren Fäusten die Scheibe zu zerstören, ins Haus einzudringen.
Schnell war Merrik gerüstet. Er wies sie an, sich in den Keller zurück zu ziehen.
Ja natürlich... und dich lasse ich da draußen unbeobachtet mit den Handlangern des Rabendieners spielen...
Sie stemmte von innen einen Stab gegen die Tür um sie zusätzlich zu sichern und bewegte sich zu dem Fenster, dass von dem Eiter der Kreaturen besudelt war. Was sie dadurch sehen konnte, war nicht viel, aber es reichte ihr um abermals vor Angst zu erstarren. Jemand kam hinzu.. unterstützte Merrik, war das Ben? Sie konnte das im dämmerlicht nicht genau erkennen.
Es tauchten noch weitere Wesen auf. Seltsame Geister, ein Lich, eine ganze Schar Raben und dann ER...
Merrik sieh dich vor!
Eigentlich wollte sie schreien aber es kamen nur heisere Töne heraus, die allenfalls so klangen wie das Krächzen der schwarzen Vögel auf dem Dach des Hauses. Es fehlte nicht mehr viel und sie wäre hinausgerannt.. hätte dem Unholt geboten was er verlangte, um ihren Verlobten vor Unheil zu bewahren. So viel Übermut hatte noch nie zuvor von ihr Besitz ergriffen. Doch dann zuckte ein Blitz, traf Merrik. Sie hielt den Atem an. Weitere Blitze fanden ihr Ziel, aber es war der Mann in der schwarzen Robe, der zu Boden ging. Fast wollte sie jubeln, als er sich jedoch aufrappelte und auf einem untoten Ross davon eilte.
Wenn sie sich in Sicherheit wiegen sind sie angreifbarer als zuvor!
Diese Stimme... jetzt hallte sie in ihrem Kopf wieder!
Zumindest ein wenig Sicherheit empfand sie nun, da sie wusste, dass Merrik ihrem Alptraum überlegen war.
Schnell brachen die beiden nun zum Lager auf, es war allerhöchste Zeit die Vorfälle zu melden.
Erst schilderte sie dem Oberst was geschehen war, der sie mit nichts anderem als Abscheu und Missmut betrachtete, was ihr ziemlich zu schaffen machte.
Dann folgten sie seinem Fingerzeig und suchten Gehör bei der Diakonin im Kloster.
Ein weiteres Mal wiederholte Elly die Geschehnisse. Ihre Kraft sich sowohl äußerlich als auch innerlich aufrecht zu halten, schwand zusehens.
Aurea bot ihr Unterschlupf im Gästehaus des Klosters, versicherte ihr, dass es die Diener nicht wagen würden sich diesem geweihten Boden zu nähern, was ihr die Entscheidung erleichterte einzuwilligen und sich zumindest für ein paar Tage dort einzurichten.
Und nun sitzt sie auf ihrem Bett, die Sicherheit der Klostermauern geben ihr den nötigen Halt um klare Gedanken zu finden und blickt in die Dunkelheit auf der Suche nach einem Lichtblick... einer Lösung für die Miesere in die sie unverschuldet geraten war...
Eluive? Temora? Phanodain? Wen soll ich denn nun um Hilfe bitten?
[img]http://f.666kb.com/i/covz4x6jcsxll9mst.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Gast am Montag 2. Juni 2014, 22:34, insgesamt 1-mal geändert.