Unterm Sternenhimmel

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Bertram Schattenlaub
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Unterm Sternenhimmel

Beitrag von Bertram Schattenlaub »

Es war einer jener bedeutungsvoller Tage, die eigentlich gar nicht so bedeutsam anfangen und sich so gar nicht bedeutungsvoll anfühlen. Man könnte den Tag auch schlicht als Sonnabend bezeichnen, oder den 29 Alatner im Jahre 255. Für die meisten Menschen sicherlich nur irgend ein Tag wie jeder andere und so gar nicht bedeutungsvoll.
Doch für einen Menschen auf der Welt war es der wohl schönste Tag in seinem Leben. Nun, so ganz stimmte das wohl nicht. Besser gesagt für zwei Menschen. Aber wie bereits erwähnt, der Tag begann eigentlich ganz normal für einen jungen Mann, der bekannt ist unter dem Namen Bert. Als er erwachte war Ashlin schon längst auf, er hatte lang geschlafen.
Der erste Höhepunkt des Tages war sicherlich die Schatzjagd mit der Gesellschaft. Durch die halbe Welt waren sie gereist um verstecke Schätze zu heben, Drachen zu erschlagen und Jungfrauen zu retten. Nun gut, die Jungfrauen hatte sie ausgelassen, dennoch viel erledigt und reiche Beute gemacht. Bis der Gang schließlich wieder in die Herberge führte.
Beinahe wäre dort aus einem bedeutungsvollen Abend ein sehr ärgerlicher Abend geworden. Ein Abend voller Streit und Zank. Doch für diesen Abend hatte das Schicksal einen anderen Plan. Dennoch, das Geschehen hatte dem Mann, der als Bert bekannt war sehr zugesetzt. Es schmerzte ihn doch mehr als er zugeben wollte, wie Sophie sprach. Deutlich merkte er, dass es ihr nicht gut ging. Doch letztlich merkte er auch, dass er mit seiner Kraft am Ende war, wie sollte er ihr noch helfen? Konnte er das überhaupt? Brauchte sie das überhaupt? Wollte er das noch?
Seine Gedanken kreisten wie wild und nur mit Mühe hatte er sich beherrschen können, sich an Ashlin festgehalten, die im Halt gab in diesem Gespräch. Vielleicht war es niemandem außer ihr aufgefallen, wie aufgewühlt er gewesen war, wie sehr ihn das Gespräch belastete. Nur ein Kind, dass ohne Eltern aufwächst weiß, wie wichtig Familie und die Liebe von Mutter und Vater ist.
Beinahe geplatzt wäre er vor innerlicher Anspannung, als Verdania und Ashlin plötzlich von Heirat und Kindern sprachen. Er war aufgestanden und nach draußen gegangen, hatte sich beruhigen müssen, frische Luft und Abstand halfen ihm und auch hier hätte der Abend noch alle Chancen gehabt ganz anders zu verlaufen. Eigentlich hatte er nur kurz verschnaufen wollen und dann zu Gondros in den Keller verschwinden wollen, wo immer noch sein Bett stand. Unbenutzt schon seit Wochen, hatte er doch immer daheim geschlafen. Daheim, das war jetzt Höhle, das war bei Ashlin.
Aber sie war ihm nachgegangen, ihm nachgeeilt und so hatte er sie einfach in den Arm genommen und all sein Zorn, seine Wut, seine Anspannung war von ihm abgefallen. Er konnte keine schlechten Gefühle haben, wenn sie bei ihm war. Worte waren in diesem Augenblick sinnlos und so gingen sie einfach ein Stück und ihr Gang führte sie zu dem Lagerfeuer vor Bajard. Ein seltsamer Ort. Besinnlich und ruhig lag er dort, wie an jenem Abend, als sie dort ihr erstes langes richtiges Gespräch zu zweit geführt hatten. Es schien ihm eine Ewigkeit her, doch nie hatte er sie vergessen können, nie aus seinem Herzen verbannen. Selbst als er es versucht hatte, als er sich alleine gelassen und hilflos fühlte, selbst da war sie noch in seinem Herzen gewesen. Wie ein Schleier lag diese Zeit nun hinter ihm und war vergangen. Noch nicht vergessen, vielleicht nie vergessen, doch vergeben.
In einer Stunde etwa änderte sich das Leben von zwei jungen Menschen, obwohl sich eigentlich gar nichts änderte. An einem Lagerfeuer, im Licht der Sterne, des Feuers und bei leichtem Schneefall.
Er liebte sie, das wusste er. Sie liebte ihn, das wusste er. Sie waren Mann und Frau, auch das wusste er. Sie gehörten zusammen, natürlich wusste er das.
Dennoch und das änderte alles, sie sprachen ihre Gefühle aus. Ließen sie ganz langsam in die Welt hinein fliesen. Es war schwierig für beide, gab es doch keine Worte für das, was sie alles für den anderen empfanden.
Und so dauerte es lange, beinahe eine Ewigkeit, bis langsam die Erkenntnis in dem Mann, der sich Bert nennt, reifte. Er hatte eine Frau, sie einen Mann und eigentlich wussten sie das alles schon lange. So richtig getraut hatte es sich keiner von beiden auszusprechen.

„Verdania wird uns umbringen... so ganz ohne weißes Kleid und Torte.“

Das war das erste was aus ihm herausgesprudelt kam. Beide hatten gelacht und ihre Antwort sprach auch ihm aus der Seele.

„Aber wenigstens sterben wir glücklich.“

Danach hatte er einige Momente gebraucht und immer noch war es noch nicht ganz bis zum letzten Rest seines Bewusstseins durchgedrungen und so war die nächste Frage fast ebenso kindisch.

„Bin ich dann Garan Oknei?“

Garan. Der Name den ihm seine Eltern gegeben hatten. Seinen Familiennamen wusste er nicht mehr, zu jung war er gewesen, als sie gestorben waren. Nur Ashlin gebrauchte in diesem Land seinen Namen und nur bei ihr traute er sich ganz er selbst zu sein. Zu groß war noch die Furcht vor der Verfolgung aus seiner Heimat. Bisher war ihm niemand gefolgt, doch die Angst blieb. Vor allem weil er jetzt Menschen hatte, die er nicht in Gefahr bringen wollte. Vor allem war es Ashlin. Doch gefiel ihm auch die Vorstellung immer eine Maske zu tragen, die er nur ablegen wollte wenn er bei ihr war.

Garan Oknei also... und ganz ohne Torte und Kleid. Nur sie beide, vereint durch ihre Liebe, vor Eluive und Horteras unterm Sternenhimmel. Nein, so hatte er sich sicher nicht vorgestellt zu heiraten. Es war noch viel schöner als in seinen Träumen.
Ashlin Oknei

Beitrag von Ashlin Oknei »

Am Anfang war es schon ein wenig seltsam, sich selbst sagen zu hören was sie sagte.
Viel zu oft dachte sie, es benötigte nicht der Worte und doch schienen Worte alles zu verändern, sobald man sie aussprach. Dann waren sie in der Welt, und nichts konnte sie aufhalten, nichts zurück nehmen. Worte hatten eine große Macht.
Die Worte die sie mit Garan gewechselt hatte veränderten für ihn eine ganze Welt, obwohl diese Welt immernoch die gleiche war wie zuvor. Noch immer viel leichter Schnee und noch immer ballten sich bei jedem Wort und bei jedem Atemzug weiße Wölkchen vor ihren Gesichtern. Sie hatten es beide gewusst und gefühlt und doch, laut ausgesprochen ...

“... aber wir sind doch schon Mann und Frau ...“, für Ashlin hatte es da gar keinen Zweifel mehr gegeben.
Eluive wusste was in ihrem Herzen vor ging, wie und was sie für Garan fühlte, Eluive brauchte doch keine Zeremonie, kein weißes Kleid, keine Torte, kein Fest... und Ashlin auch nicht. Das wäre gar nicht die Art der jungen Frau, die sich unter vielen Menschen nicht wohl fühlte.

Der Abend in der adoraner Stadtstube kam ihr in den Sinn, wie unwohl sie sich auch immer, bei den wenigen malen die sie diese Stadt betreten hatte, auch fühlte, sie zwang sich es wieder zu tun und nur ihr zögerndes Ausharren an der Kutsche, der Versuch sich aufzuraffen hatten dazu geführt, dass sie zu spät kam.
Sie fühlte sich zwischen all den Mauern, dem Pflaster unter den Füssen, dem Kleid ohne ihren Bogen, mit der Gewissheit, dass hinter all diesen Fenstern Menschen lebten, sie vielleicht beobachteten, während sie durch die Gassen ging, einfach völlig schutz- und orientierungslos und obendrein ausgeliefert.
Und so fühlte sie sich schon völlig ausgelaugt, als sie endlich neben Garan, der, so öffentlich, für alle der Bert war, platz nahm und nach seiner Hand griff. Sofort hatte sie ihre Ängste im Griff und konnte den Abend sogar richtig genießen. Und als sie nach der Feier Arm in Arm mit Garan zur Kutsche ging waren die Augen hinter all den Fenstern ganz egal, solange nur er sie ansah.

Aber sie hatte es ihm nie gesagt. Hatte ihm nie in Worten mitgeteilt wie wichtig er für sie war, was sie für ihn fühlte und wovor sie Angst hatte. Nie verlor sie ein Wort darüber, wie schön sie es fand neben ihm einzuschlafen, vor ihm aufzuwachen und ihn noch ein Weilchen in seinem Schlaf zu beobachten ehe sie aufbrach. Das sein Lächeln, sein Lachen, seine Berührungen und Blicke, ja, sogar seine Verlegenheit jedes mal einen ganzen Schwarm Schmetterlinge in ihrem Bauch zum flattern brachte, auch das hatte sie nie ausgesprochen. Ashlin hatte immer geglaubt, dass dies nicht nötig war, so viele Worte um etwas zu machen, das er doch sicherlich eh wusste, spüren musste, so intensiv wie diese Gefühle waren.
Vielleicht waren Worte doch nicht so unwichtig wie sie immer glaubte.
Wie glücklich er sie angesehen hatte obwohl doch alles noch genauso war wie vorher. Noch immer fuhren die Kutschen und Fuhrwerke auf der nahen Straße vorbei, noch immer hörte man das Knirschen unter schweren Stiefeln wenn vereinzelt Leute vorbeistapften, noch immer klang der Ruf einer Schneeeule zu ihnen herüber und hatte sich nicht verändert, das Feuer prasselte munter weiter wie zu dem Zeitpunkt da sie es erneut entfacht hatten und dort platz nahmen. Auch Ashlin dachte sie wäre noch immer die gleiche, aber ein Blick in Garans Augen lies sie nur am Rande erahnen, wie sehr Worte eine ganze Welt verändern konnten.
Er würde ihren Namen tragen denn aus zwei Menschen die sich liebten war eine Familie geworden, weil Worte ausgesprochen wurden.
Bertram Schattenlaub
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Bertram Schattenlaub »

Die warmen Tage hatten sich dem Ende zugeneigt und sie war verschwunden. Dann hatte die kalte Jahreszeit begonnen, monatelang nichts als Schnee und Eis, eine permanente Kälte, die ihn quälte und die durch nicht zu lindern war. Früher hatte er sich in diesen Tagen besonders tief in die Felle eingerollt und versucht einfach alles im Schlaf zu ertränken, wie ein Bär. Doch die Geborgenheit und Wärme waren ein für alle mal verschwunden und als der Frühling wieder kam und das Leben rings um ihn herum erblühte, da wusste er, dass es für ihn nie wieder so Frühling werden konnte.

Der Blick schweifte durch das Haus und draußen durch den Garten. Es verwilderte zunehmends, so wie auch er selbst verwilderte. Der Bart sproß und er machte sich nicht mal mehr die Mühe die Haare zurecht zu machen. Überall lag schmutziges Geschirr herum und ein kopfloser Bär, eben jener, den sie ihm, aus welchen Gründen auch immer in den Briefkasten gestopft hatte, wohl um zu zeigen, dass sie soetwas eigentlich nie gemocht hatte und nur ihm zu liebe eine Rolle gespielt hatte. Manchmal ging er in die Schatzkammer und betrachtete die wertvollen Dinge die zurück geblieben waren. Ein kleines Vermögen verrotette hier in seinem Haus zusammen mit ihm. Wieso war ihm das so wichtig gewesen? Jetzt, wo er alleine war wusste er, dass dies niemals Reichtum bedeutet hatte.

Doch etwas in ihm veränderte sich. Die ersten Wochen, Monate hatte er damit verbracht dazusitzen und zu warten. Er wusste nicht wohin sie gegangen war, sie hatte ihm noch nichtmal einen Grund gesagt, warum sie gegangen war. Das letzte Gespräch mit ihr war tatsächlich nicht erfreulich gewesen, denn sie hatte ihm versucht zu erklären, dass sie nichts schlimmes darin sehen könnte, wenn sich jeder auf seinen Reisen einen Gefährten für eine oder zwei Nächte suchte. Garan hatte sie nicht mehr verstanden. Eigentlich hatte er sie wohl nie verstanden, denn sie fühlte sich so eingesperrt in dem Haus und kam eigentlich nie gerne zu ihm. Am Anfang dachte er, es wäre nur wegen dem Haus, aber vielleicht fühlte sie sich auch durch ihn eingesperrt? Wie gerne hätte er sie in die Wildnis begleitet und hätte dort mit ihr gelebt, frei und ungezwungen. Sie aber war stets alleine gegangen.

Letztlich endete auch die Phase der tiefen Trauer und die Erkenntnis machte sich breit, dass es kein zurück mehr gab. Doch tot war sie auch nicht, wer sonst hatte dann die Sachen in seinen Briefkasten geworfen, die zusammen mit Höhle verschwunden waren? Es fehlten ihm einfach zu viele Puzzlesteine um dieses Rätsel zu lösen. Steine... Puzzle. Schnell lief Garan die Treppe hinauf und wühlte herum, bis er etwas gefunden hatte, was dort lange ungenutzt herum lag. Kleine bunte Holzklötzchen. Da waren auch noch diese Räucherhäuschen gewesen. Wo hatte sie die denn gleich wieder gekauft? Bei der Freien Handwerkszunft, bei einem Fabian oder so. Dort würde er einmal nachfragen.

Nun also eine Spur und ein Wille: Diese Sache würde er zum Abschluss bringen und nicht wieder davon laufen.
Er wollte sie nicht wieder, denn er wusste, darauf gab es nun eigentlich keine Hoffnung mehr und auch er selbst war die letzten Monate sehr unzufrieden gewesen. Einst hatte sie ihm gesagt, dass es in der Liebe ist, wie mit einem Vogel. Man öffnet den Käfig und wenn er von selbst wieder kommt, dann ist es Liebe. Sie war nicht wieder gekommen, also keine Liebe mehr. So einfach, so gut.

Die Tasche wurde gepackt und alle nötigen "Werkzeuge", hauptsächlich spitze lange Dolche und ähnliches mitgenommen. Wer wusste schon, was ihm auf dieser Reise begegnen würde? Nur eines wusste er, unvorbereitet und vertrauensvoll würde er nie wieder sein. Denn Menschen konnte man nicht vertrauen, nicht mal sich selbst.

Immer wieder schweiften seine Gedank zu ihrer Hochzeit unterm Sternenhimmel, wie sie sich einst vor Eluive und in Horteras Angesicht ihre ewige Liebe geschworen hatten. Für seinen Teil war die Sache klar, er hatte ihr dies geschenkt, hatte den heiligen Bund geschlossen und wollte nie wieder ein Weib haben, denn Glück war etwas, dass er wo anders suchen musste.

Die Gedanken verblassten, als er sich in der Nacht aus dem Haus schlich und auf den Weg machte. Seine erste Station wusste er nun, wo er suchen würde. Bertram oder Garan, wer würde von dieser Reise wieder heim kehren? Nur einer konnte leben und der andere würde wohl für immer sterben.
Bertram Schattenlaub
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Beitrag von Bertram Schattenlaub »

Dem Kuschelbären hatte er natürlich selbst den Kopf abgetrennt, fein säuberlich, Naht um Naht mit dem Dolch durchtrennt, dann doch wieder mehrmals brutal hinein gestochen und das Ergebnis traurig betrachtet. 5 Minuten hatte es gut getan und dann doch wieder nur Schmerzen gebracht. Und dies ist die Geschichte, wie der Bär, kopflos und kaputt seinen Weg in den anderen Unrat fand.

Doch er würde sich einen neuen holen, so wie Verdania es ihm damals gesagt hatte, als die beiden über das Bärenproblem gesprochen hatten. Das wenigstens zauberte ihm ein Lächeln auf die Lippen, auch wenn tief in ihm die Erkenntnis keimte, dass er wegen dieser tief sitzenden Affinität zu Kuscheltieren einmal etwas unternehmen sollte.
Bertram Schattenlaub
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Beitrag von Bertram Schattenlaub »

Mit kaltem Schweiß auf der Stirn erwachte er aus seinem Schlaf. Es war kein tiefer Schlaf gewesen, eher wie damals, als er auf der Flucht gewesen war aus seiner Heimat, mit nichts als einer Belohnung, die auf seinen Kopf ausgeschrieben war. Die Träume waren wirr und oft ohne Zusammenhänge, oder jedenfalls ohne, die er verstand.

Etwas umständlich und sehr verspannt kletterte Bert aus seinem Sessel. Heute hatte er wieder einmal dort versucht zu schlafen. Eigentlich war es besser im Sessel. Dort waren die Albträume weniger geworden und er fand gelegentlich sogar soetwas wie Ruhe und Erholung. Denn seit Ashlin weg war aus seinem Leben, da konnte er nicht mehr in einem Bett schlafen.

Sein eigentliches Bett war ja nun, zusammen mit ihr und Höhle verschwunden. Das zweite welches sie oben vor dem Kamin gebaut hatten gab es noch. Oft hatten die beiden auch dort oben geschlafen, Stunden mit Zärtlichkeit und Gesprächen verbracht. Weshalb sollte es nicht auch dort funktionieren mit dem Schlafen? Ein paar Kissen dazu gelegt und eine Decke und schon sollte das doch klappen.

Diese Nacht war schrecklich gewesen und hatte ihm auch danach noch einiges an Arbeit gebracht.

Nachdem die Experimente mit dem Bett so katastrophal gescheitert waren, hatte er es aufgegeben und sich andere Plätze zum Schlafen gesucht. Mal war es ein Sessel, dann wieder der nackte Boden, zusammengekauert in einer Ecke oder gar nicht. Wie er es auch versuchte, am Ende lief es immer darauf hinaus, dass er, wenn er aufwachte eine innere Kälte und Leere fühlte und so oft der Arm zur Seite wanderte, nur um dort nichts zu finden. Kein warmer Körper, der dort lag und friedlich schlief, keine Augen die so einzigartig waren mit den zwei Farben und ihn musternd betrachteten.

Vielleicht wusste jemand in der Gesellschaft Rat und vielleicht konnten sie ihm helfen ein neues Bett zu finden? Damit er endlich wieder der Alte werden konnte, oder jedenfalls das, was davon noch übrig war.
Bertram Schattenlaub
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Beitrag von Bertram Schattenlaub »

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Zuletzt geändert von Bertram Schattenlaub am Donnerstag 22. Mai 2014, 11:17, insgesamt 1-mal geändert.
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