Bajard, 08. Eluviar im Jahr 257.
Zur falschen Zeit am falschen Ort, getrieben von der Verzweiflung, auf der Suche nach Anschluss, Freunden und dem Willen die Vergangenheit hinter sich zu lassen – zu vergessen! Berechnend beobachtete die junge, angebliche Heilerin, die hübsche, blonde Frau. Hörte sich ihr Leid an und warf hier und da die richtigen Worte ein um den Anschein von Freundlichkeit, Verbundenheit und Mitgefühl zu erwecken. Sie ist ganz allein, hast du gehört? Ein Neuanfang, hier auf dem Festland! Niemand kennt sie... He Gör, nimm sie dir! Du willst es doch! Töte sie!!! Töte die Frau, hier und jetzt!!! Hör nicht auf ihn Kind, du musst dir sicher sein wie, wo und welche Konsequenzen es birgt. Wer seine Gedanken nicht auf Eis zu legen versteht, der soll sich nicht in die Hitze des Streits begeben. Ach halt den Rand! Du hast doch keine Ahnung! Den Streit in sich ignorierend, fokussierte sie derweil einen Punkt auf der Schulter der Fremden. Hörte ihr weiter zu und war darum bemüht ihr weiter ein Gefühl von Vertrautheit oder gar Freundschaft zu vermitteln. Beiläufig nannte sie ihr einen Namen, erzählte von ihrer Ausbildung. Das sie schon einigen Menschen geholfen hatte. Darunter ein Hauptmann aus Bajard und eine junge Schneiderin die in ähnlicher Situation gewesen war wie sie. Als die junge Frau sich selbst ebenfalls vorstellte war die erste Hürde genommen, Zu Anfang glaubte sie ihr nicht. War skeptisch und zweifelte doch wusste die junge 'Heilerin' ihre Worte zu gebrauchten, förderte die Verzweiflung mit geschickten Einwänden und schuf im Kontrast dazu ein Band.
Bald schon folgte ihr die junge Frau mit nach Bajard. Wollte die Möglichkeit nutzen ihre schrecklichen Erlebnisse und das Gefühl der Verzweiflung zu vergessen. Schritt um Schritt in die Bank wo sie sich einige Sachen anreichen ließ, ehe man den Weg zum Handwerkshaus suchte. Pador wurde ein Krug Milch abgekauft ehe sie den Kruginhalt in einen Topf umkippte und die abgeholten Kräuter, Reagenzien und Phiolen auf dem Arbeitstisch platzierte. Sorgsam wählte sie einige Kräuter und Tinkturen aus, die Empfindungen verschleierten, den Geist ermüdeten und die Frau gefügiger machen würden. Es dauerte eine Weile bis sie die Mixtur soweit zusammengestellt hatte das sie alles der Milch beifügen konnte. Etwas süßes und ein Gewürz übertünchten den Geschmack, machten das Getränk angenehm und interessant und so wurde alles wieder in den Krug zurückgefüllt den sie der jungen Frau dann reichte...
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Dein Leben für den Totengott!
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Gast
Dein Leben für den Totengott!
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 8. Mai 2014, 16:02, insgesamt 3-mal geändert.
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Gast
Hier saß sie nun, in diesem für sie so fremden Land, allein ohne jede Hoffnung und noch immer quälten sie die Erinnerungen, an eine Zeit die besser war, glücklicher war, alles hatte sie verloren, den Vater der immer gütig zu ihr gewesen war und ihr alles beigebracht hatte und die Mutter, ihre sanfte so liebevolle Mutter, die den Tod des geliebten Gatten nicht ertragen hatte und ihm nur zwei Mondläufe später gefolgt war. Anselm, es tat weh seinen Namen auch nur zu denken, der Mann, den sie,mehr als ihr Leben, geliebt hatte, auch er war tot, dahingerafft von einer winzigen eitrigen Wunde die einfach nicht heilen wollte.
Und nun saß sie hier vor Bajard und hatte nichts mehr wofür es sich zu leben lohnte. Vor ihr saß eine junge Frau, fast noch ein Mädchen, so süß und unschuldig anzuschauen und versprach ihr Vergessen, Erlösung von dem immerwährenden Schmerz in ihrem Innern.
Warum nicht? Was hatte sie noch zu verlieren?
Sie folge ihr hinein nach Bajard, lies sich von ihr durch die engen Gassen führen bis zum Handwerkshaus. Mia, so hieß das junge Ding, kaufe beim dortigen Wirt, einen Krug Milch, dann fing sie an Kräuter zu rupfen und zu stampfen, gab alles in die Milch, am Schluss kam noch ein undefinierbares Pulver dazu. Sie rührte alles um und gab Lierin dann den Krug, den diese ohne zu zögern hinunter stürzte.
Zuerst war alles wie immer, der Schmerz, die Erinnerungen alles war noch da und sie wollte schon protestieren, doch dann ganz langsam breitet sich eine warme fast sinnliche Ruhe in ihr aus. Wie aus weiter Ferne hörte sie Mia flüstern.
Falls finstere Woge dich umspült, hinunter in den Abgrund zieht.
Dann folge mir egal wohin, auch wenn ich eine Fremde bin.
Auf der Suche nach dem Licht, sein Reich begleite dich!
Bald schon kommt für dich die Zeit, dein Wunsch wird fortan Wirklichkeit.
Zurück lässt du die Dunkelheit, wenn man dich von deinem Schmerz befreit.
Wie gerne wollte sie ihren Worten glauben, ihr folgen wohin auch immer sie, sie führen würde und so begehrte sie auch nicht auf als Mia an der Hand nahm und aus Bajard hinaus führte. Ihr rationales Denken hatte aufgehört, erst als sie sich in einer dunklen Höhle wiederfand, blickte sie auf und verfolgte staunend aber dennoch teilnamslos das weitere Geschehen.....
Und nun saß sie hier vor Bajard und hatte nichts mehr wofür es sich zu leben lohnte. Vor ihr saß eine junge Frau, fast noch ein Mädchen, so süß und unschuldig anzuschauen und versprach ihr Vergessen, Erlösung von dem immerwährenden Schmerz in ihrem Innern.
Warum nicht? Was hatte sie noch zu verlieren?
Sie folge ihr hinein nach Bajard, lies sich von ihr durch die engen Gassen führen bis zum Handwerkshaus. Mia, so hieß das junge Ding, kaufe beim dortigen Wirt, einen Krug Milch, dann fing sie an Kräuter zu rupfen und zu stampfen, gab alles in die Milch, am Schluss kam noch ein undefinierbares Pulver dazu. Sie rührte alles um und gab Lierin dann den Krug, den diese ohne zu zögern hinunter stürzte.
Zuerst war alles wie immer, der Schmerz, die Erinnerungen alles war noch da und sie wollte schon protestieren, doch dann ganz langsam breitet sich eine warme fast sinnliche Ruhe in ihr aus. Wie aus weiter Ferne hörte sie Mia flüstern.
Falls finstere Woge dich umspült, hinunter in den Abgrund zieht.
Dann folge mir egal wohin, auch wenn ich eine Fremde bin.
Auf der Suche nach dem Licht, sein Reich begleite dich!
Bald schon kommt für dich die Zeit, dein Wunsch wird fortan Wirklichkeit.
Zurück lässt du die Dunkelheit, wenn man dich von deinem Schmerz befreit.
Wie gerne wollte sie ihren Worten glauben, ihr folgen wohin auch immer sie, sie führen würde und so begehrte sie auch nicht auf als Mia an der Hand nahm und aus Bajard hinaus führte. Ihr rationales Denken hatte aufgehört, erst als sie sich in einer dunklen Höhle wiederfand, blickte sie auf und verfolgte staunend aber dennoch teilnamslos das weitere Geschehen.....
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Gast
Dunkelheit umhüllte die beiden Frauen nachdem sie den Pfad verlassen hatten und in die Grotte herunter gestiegen waren. Es war kalt, muffig und die Luft zeugte davon das hier schon lange niemand mehr verweilt hatte. Ruhig führte sie Lierin zu einem Stein und setzte sie darauf ab und hob die Hände um ihr in einer fast schon zärtlichen Geste die Haare aus dem Gesicht zu streichen. Mia beugte sich noch ein wenig weiter zu ihr herunter, flüsterte nahe ihres Ohres, damit die Worte auch im Dämmerzustand der jungen Frau zu ihr fanden:
wirst alles vergessen
wirst still sein
wirst nicht mehr einsam sein
Nachdem die junge Lierin genickt hatte, griff sie ihren Arm, fuhr mit der Hand daran entlang zum Handgelenk hinunter und umfasste es mit sicherem Griff. Mit der anderen Hand löste sie ihren schlicht wirkenden Dolch vom Gurt und hob ihn sich vor die Lippen. Leise, lautlos hauchte sie eine Segnung über das Metall die jeder Priester vermutlich als Fluch sehen würde. Es schien als flirre die Dunkelheit heran, treibe das Fackellicht zurück und nähre den Dolch in irgendeiner Form.
Du musst geben um zu nehmen, bist du bereit den Preis zu bezahlen Lierin?
Wieder ein Nicken von der jungen Frau. Hatte der Mut sie verlassen? Schnürte die Furcht ihr die Kehle zu oder war ihr Getränk so wirkungsvoll? Im Grunde war es Mia gleich und ohne Reue zog sie den geweihten Dolch dann über das Handgelenk Lierins. Tief genug das der Schnitt nicht von alleine heilen würde und lang genug das der Blutstrom nicht versiegen sollte wenn man Lierin nicht helfen würde. Lierin selbst wirkte inzwischen sehr teilnahmslos, der Schmerz wurde durch das Gemisch gedämpft und so saß die junge Frau auf ihrem Stein und sah zu wie das Blut aus ihr heraus rann. Langsam trat Mia dann zurück, entfernte sich aus dem Lichtkreis der Fackel und blieb am Rand stehen. Andächtig wurde der Kopf etwas gesenkt, die Arme ausgebreitet und dann hob sie die Stimme an.
Ich zerschlag die Schranken zur Unterwelt.
Von nun an sollen sie weit offen stehen.
Durch die Kälte und durch die Dunkelheit
Wird eine Schar von Seelen gehen.
Wenngleich die Stimme in der kleinen Grotte mächtig von den Wänden zurückhallte passierte daraufhin erst einmal nichts. Dann aber kam Bewegung in den Schatten...
wirst alles vergessen
wirst still sein
wirst nicht mehr einsam sein
Nachdem die junge Lierin genickt hatte, griff sie ihren Arm, fuhr mit der Hand daran entlang zum Handgelenk hinunter und umfasste es mit sicherem Griff. Mit der anderen Hand löste sie ihren schlicht wirkenden Dolch vom Gurt und hob ihn sich vor die Lippen. Leise, lautlos hauchte sie eine Segnung über das Metall die jeder Priester vermutlich als Fluch sehen würde. Es schien als flirre die Dunkelheit heran, treibe das Fackellicht zurück und nähre den Dolch in irgendeiner Form.
Du musst geben um zu nehmen, bist du bereit den Preis zu bezahlen Lierin?
Wieder ein Nicken von der jungen Frau. Hatte der Mut sie verlassen? Schnürte die Furcht ihr die Kehle zu oder war ihr Getränk so wirkungsvoll? Im Grunde war es Mia gleich und ohne Reue zog sie den geweihten Dolch dann über das Handgelenk Lierins. Tief genug das der Schnitt nicht von alleine heilen würde und lang genug das der Blutstrom nicht versiegen sollte wenn man Lierin nicht helfen würde. Lierin selbst wirkte inzwischen sehr teilnahmslos, der Schmerz wurde durch das Gemisch gedämpft und so saß die junge Frau auf ihrem Stein und sah zu wie das Blut aus ihr heraus rann. Langsam trat Mia dann zurück, entfernte sich aus dem Lichtkreis der Fackel und blieb am Rand stehen. Andächtig wurde der Kopf etwas gesenkt, die Arme ausgebreitet und dann hob sie die Stimme an.
Ich zerschlag die Schranken zur Unterwelt.
Von nun an sollen sie weit offen stehen.
Durch die Kälte und durch die Dunkelheit
Wird eine Schar von Seelen gehen.
Wenngleich die Stimme in der kleinen Grotte mächtig von den Wänden zurückhallte passierte daraufhin erst einmal nichts. Dann aber kam Bewegung in den Schatten...
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Gast
....ihr Kopf war wie gefüllt mit weicher flauschiger Watte, kein Schmerz mehr, keine Erinnerung. Lierin hob den Blick von ihrem Handgelenk das ein Schnitt zierte aus dem unablässig Blut zu Boden lief. Sie wußte nicht mehr wie sie hierher gekommen war, konnte sich nur schemenhaft an eine Hand erinnern, die ihr das Haar aus dem Gesicht gestrichen hatte, gleichso wie es die Mutter immer getan hatte.
Sie versuchte mit verschwommenem Blick Mia zu fassen zu bekommen, doch was war das??
Es sah aus als würde eine dunkle gefährliche Masse Mia in die Arme schliessen, gleich einem Geliebten.
Mia...Lierin blinzelte.....war das noch Mia? Sie hatte sich verändert, die süße unschuldige junge Frau war einer finstren Gestallt in einer dunklen langen Robe gewichen. In der Hand hielt sie einen Stab, der auf seltsame, für Lierin unverständliche, Weise leuchtete.
Mia murmelte Worte, die zwar an Lierins Ohr drangen aber nicht den Weg in ihr vernebeltes Gehirn fanden.
Sie senkte den Blick wieder auf ihren Arm, Blut...so rot...so warm...es lief und lief.
Langsam breitete sich Kälte in ihrem Körper aus.
Kälte die sie begrüßte, denn sie versprach Erlösung von all dem Schmerz und den Erinnerungen.
Hatte Mia doch recht behalten mit ihrem Versprechen, ihr zu helfen.
Ihr Kopf senkte sich auf ihre Brust und dann ganz langsam fiel sie zur Seite. Ihr letzter klarer Gedanke war....
Anselm
Sie versuchte mit verschwommenem Blick Mia zu fassen zu bekommen, doch was war das??
Es sah aus als würde eine dunkle gefährliche Masse Mia in die Arme schliessen, gleich einem Geliebten.
Mia...Lierin blinzelte.....war das noch Mia? Sie hatte sich verändert, die süße unschuldige junge Frau war einer finstren Gestallt in einer dunklen langen Robe gewichen. In der Hand hielt sie einen Stab, der auf seltsame, für Lierin unverständliche, Weise leuchtete.
Mia murmelte Worte, die zwar an Lierins Ohr drangen aber nicht den Weg in ihr vernebeltes Gehirn fanden.
Sie senkte den Blick wieder auf ihren Arm, Blut...so rot...so warm...es lief und lief.
Langsam breitete sich Kälte in ihrem Körper aus.
Kälte die sie begrüßte, denn sie versprach Erlösung von all dem Schmerz und den Erinnerungen.
Hatte Mia doch recht behalten mit ihrem Versprechen, ihr zu helfen.
Ihr Kopf senkte sich auf ihre Brust und dann ganz langsam fiel sie zur Seite. Ihr letzter klarer Gedanke war....
Anselm
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Gast
Mia brauchte sich nicht umzudrehen um zu wissen das er da war, sie spürte wie sie eingehüllt wurde und schwelgte einen Moment in dem Gefühl als die Rituelle Robe ihre Beine umwehte und sie auf die Erde sank um eine Hand auf das sandige Erdreich zu legen. Worte, zu leise als das Lirien sie verstehen konnte, wurden gemurmelt. Sie rief ihn, wusste das er kommen würde und bald schon bewegte sich das sandige Erdreich. Knochen für Knochen erhob sich Diego aus der Erde, reichte ihr ihren Stab an und verharrte in ihrer unmittelbaren Nähe. Liebevoll strich sie über die kleinen, runenverzierten Knochen ihres Stabes und erhob sich dann in einer fließenden Bewegung und rezitierte dann weiter:
Sie fangen deine Seele ein!
Waren niemals tot und niemals mein.
Bin nur der Seelenbote,
deine Hülle bald eine tote.
Noch während sie sprach bildete sich unter Lierins Arm eine deutliche Blutlache und die junge Frau schwankte bereits verdächtig auf dem Stein. Einer Eingebung folgend steckte Mia ihren knöchernen Stab in jene Lache und der Stab entzog dem Blut einiges an Kraft. Allen naturgesetzen entgegen arbeitete sich das Blut den Boden hinauf am Stab empor, benetzte verschiedene Knochenstücke und ohne Vorwarnung glommen die Runen und damit auch der Stab hell auf. Mia sank derweil neben der Lache nieder, tauchte einen Finger ein und zog Lierin das Zeichen des Raben auf die Stirn während das Licht des Stabes die Sterbende noch einen Moment unter den Lebenden hielt rezitierte Mia rasch weiter:
Jetzt weißt du wer ich bin.
Bin die Seelenfängerin!
Das Kind mit den vielen Seelen!
Für Vater durft ich wählen.
... und somit weihe ich deine Seele dem Hüter aller Seelen...
KRATHOR!
Das letzte Wort hatte sich Lierin hoffentlich noch eingebrannt und mit diesen Worten erlosch das Leuchten des Stabes von einer Sekunde zur Anderen. Still und ruhig war sie gestorben, kein Geschrei und Geheule – Mia war zufrieden, sie mochte es wenn sie still waren. Den Knochenstab loslassend zerstob er zu Staub als hätte es ihn nie gegeben und Diego folgte dem Beispiel des Stabes stumm. Stöhnen und leidiges Seufzen drang durch das sandige Erdreich, Hände schoben sich empor die den jungen Körper Lierins mit sich hinab in sein Reich zogen. Sie würde ihn nähren.
Braver Seelenfänger.
Sie fangen deine Seele ein!
Waren niemals tot und niemals mein.
Bin nur der Seelenbote,
deine Hülle bald eine tote.
Noch während sie sprach bildete sich unter Lierins Arm eine deutliche Blutlache und die junge Frau schwankte bereits verdächtig auf dem Stein. Einer Eingebung folgend steckte Mia ihren knöchernen Stab in jene Lache und der Stab entzog dem Blut einiges an Kraft. Allen naturgesetzen entgegen arbeitete sich das Blut den Boden hinauf am Stab empor, benetzte verschiedene Knochenstücke und ohne Vorwarnung glommen die Runen und damit auch der Stab hell auf. Mia sank derweil neben der Lache nieder, tauchte einen Finger ein und zog Lierin das Zeichen des Raben auf die Stirn während das Licht des Stabes die Sterbende noch einen Moment unter den Lebenden hielt rezitierte Mia rasch weiter:
Jetzt weißt du wer ich bin.
Bin die Seelenfängerin!
Das Kind mit den vielen Seelen!
Für Vater durft ich wählen.
... und somit weihe ich deine Seele dem Hüter aller Seelen...
KRATHOR!
Das letzte Wort hatte sich Lierin hoffentlich noch eingebrannt und mit diesen Worten erlosch das Leuchten des Stabes von einer Sekunde zur Anderen. Still und ruhig war sie gestorben, kein Geschrei und Geheule – Mia war zufrieden, sie mochte es wenn sie still waren. Den Knochenstab loslassend zerstob er zu Staub als hätte es ihn nie gegeben und Diego folgte dem Beispiel des Stabes stumm. Stöhnen und leidiges Seufzen drang durch das sandige Erdreich, Hände schoben sich empor die den jungen Körper Lierins mit sich hinab in sein Reich zogen. Sie würde ihn nähren.
Braver Seelenfänger.