Berichtsbuch - Scharfschützenausbildung

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Gast

Berichtsbuch - Scharfschützenausbildung

Beitrag von Gast »

Zuerst bekam sie einen Brief, der für ihren Geschmack einfach viel zu viele Buchstaben enthielt. Der Inhalt war aber dafür umso interessanter. Scharfschützen...sie wusste nicht recht was das sein sollte, aber sie wurde ausgesucht diese Ausbildung zu absolvieren.
Zu dem genannten Termin erschien sie auch, und sie merkte das sie reichlich aufgeregt war. Eine ganze Weile hantierte sie in ihrem Zimmer herum. Sollte sie eine Rüstung anziehen oder nich, und welchen Bogen sollte sie einpacken.. am besten einfach alle. Sachen folgen von der Kiste auf den Boden und türmten sich dort als Wäschestapel. Dann entschied sie sich doch gegen eine Rüstung und zog nur eine leichte Lederhose an. Statt aller Bögen einzupacken, nahm sie nur ihren einen ihrer Lieblingsbögen mit und marschierte zum Treffpunkt.

Der Ausbilder schien ganz freundlich aber n bischen streng zu sein. War bestimmt auch nicht das schlechteste. Er erzählte das die Scharfschützen der Ritterschaft unterstellt wären. Da fragte sie sich wie das dann mit der Garde funktionierte. Aber darauf würde es sicher bald Antworten geben. Die Unterrichtsinhalte klangen interessant..
Bogen- und Pfeilkunde, körperliches Training, Schiesstraining, und sowas wie Hopzitieren.

Dann sollte sie mal eine Runde auf dem Ausbildungsplatz rennen. Fing an mit durch ein Netz drunterkrabbeln, was sie recht elegant abschloss und ein wenig verdreckt wieder auf der anderen Seite drunter vorlugte. Als nächstes kam ein querliegender Stamm der in schwindeliger Höhe von einem Podest zum anderen führte. Das funktionierte aber recht gut. Weiter gings mit einem... ja...Sie wusste nichtmal wie man das nennen sollte - Baumstammwassergrabenhindernis?
War eine knifflige Sache, so knifflig das sie sich an den seitlich emporrangenden Stämmen entlangschummelte um nicht von Stamm zu Stamm die quer über den Wassergraben liegen, springen zu müssen. Das Problem daran war nur, dass sie nach dem dritten Stamm nicht mehr über den vierten kam, weil.. der lag zu hoch. Gnädigerweise entliess sie der Ausbilder davon und sie durfte zum nächsten Hinderniss rennen. Sie starrte es an...und machte dann einen beherzten Sprung zu den Ketten, die in Abständen an einer Holzwand befestigt waren. Die war auch noch richtig hoch. Nach der zweiten Kette hing sie da wie ein Schluck Wasser und versuchte mit den Füssen in der Wand Halt zu finden. Sie hatte sowas doch noch nie gemacht und der Ausbilder schien ein bischen genervt! Irgendwie brachte sie es fertig ganz hoch zu kommen. Nur mit dem auf der anderen Seite runterklettern haperte es dann, weil da hatte jemand die Ketten vergessen. "Springen!" .. hiess es dann... aus der Höhe?! Sie liess sich an den Händen runter und.. sprang. Fast verstauchte sie sich den Fuss und eilte weiter, schon reichlich fertig, zum nächsten Hinderniss. Erst dachte sie sie müsste da auch drüberklettern, aber dann wars doch nur ein Drumrumlaufen. Zum Bogenschiesstraining kamen sie garnicht mehr, weil sie zuviel Zeit für die erste Aufgabe gebraucht hatte...

Und dann hatte sie ihren Ausbilder gleich mal in der ersten Stunde angeschwindelt. Aber wenn sie schon ausgewählt wurde, war es ihr peinlich zuzugeben das es doch ein kleines grösseres Problem werden würde, da auch ein Berichtsbuch zu führen. Egal.. würde sie schon hinkriegen, bisher hatte sie das immer irgendwie und zur Not malte sie die Berichte einfach. Er hatte ja nich gesagt das sie das nicht darf.
In dem Chaos ihrer Truhen wühlte sie, als sie heim kam, nach einem leeren Buch und nach einigem hin und her fand sie sogar eines, das auch schon bessere Tage gesehen hatte. So erfolgte der erste Eintrag:


1 sdunte

zu trefn geggangn
solt rundn lauvn aba nich gut gschavdt
wead trodtsdem auskgebilded
Zuletzt geändert von Gast am Samstag 3. Mai 2014, 20:23, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Nach dieser Stunde musste sie sich wen suchen, dem sie das alles diktieren konnte. Es waren einfach... viel zu viele Worte im Unterricht gewesen und je länger die zuhörte desto mehr musste sie aufpassen. Die beiden anderen die jeweils rechts und links neben ihr saßen, hatten ihre Notizbücher aufgeschlagen und waren fleißig am mitschreiben. Ein bischen kam sie sich schlecht vor, aber der Herr Ruben sagte nichts. Zu ihrem Glück und sie glaubte es interessierte ihn auch garnicht.
Der Inhalt der Stunde ging um Gifte. Eine Reihe dieser wurde aufgezählt, und auch manch Pfeile kurz angesprochen. Zu guter letzt erhielten sie noch eine Aufgabe. Sie sollten sich überlegen welches Gift sie bei welchem Gegner mit verschiedener Rüstung und Resistenztränken anwenden würden.

Wie üblich war es nicht allzuschwer jemanden zu finden der ihr den Bericht schrieb, und so hatte sie einen viel schöneren Eintrag im Berichtsbuch, der gewürzt mit einigen Zeichnungen war.
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 9. Mai 2014, 10:50, insgesamt 1-mal geändert.
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