Das Gesuch nach dem Hajinedar

Moderator: Menekaner [Mod]

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Gast

Das Gesuch nach dem Hajinedar

Beitrag von Gast »

Die Palastwache wird die Schreiben an öffentlichen Plätzen gut sichtbar anbringen. Das Papier trägt am Rand die typischen Muster des Hauses Omar. Auf den ersten Blick wird untenstehend das Siegel der Omar gut einsehbar zu finden sein. Im Übrigen wird man folgende Worte vorfinden:

Salam Aleikum Hazar's Durrah,

lange ist es wahrlich noch nicht her, als dass wir den geliebten Sohn und Oberhaupt der Bashir, Kadir, zu Grabe tragen mussten. Wir taten es gemeinsam und man kann durchaus behaupten, dass er niemals vergessen wird.

Gleichermaßen muss ich meiner Pflicht als Kalif nachkommen und muss hier alle Wege einleiten, auf dass dieser große Einbruch in unser Dasein ausgeglichen wird.

Da unser Hajinedar keinen Stellvertreter hatte, darf sich nun jeder Interessent an das Haus Omar wenden. Die Anfragen werden vorerst schriftlich entgegen genommen und zum späteren Zeitpunkt dem Kalifen vorgelegt. Betroffene werden zu einem persönlichen Gespräch eingeladen.

Den Schutz Eluives über euch und eure Familie.
Ma'salema. Seid gesegnet.


Imraan Mukthaar aus dem Haus der Omar
Kalif des Reiches der Sonne
Gast

Beitrag von Gast »

Eine Abschrift des Schreibens wird auch Ramins Alchemiertisch gelegt. Dazu ein sauberes frisches Pergamentpapier und eine feine Falkenfeder zum schreiben. Ebenso steht ein Stück Kokoskuchen dabei unter dessen Teller ein kleiner Zettel geklemmt ist.

Bewerb dich mein Herz
Djadi Isaam

Beitrag von Djadi Isaam »

Rasch huschte Djadi an den Ankündigen vorbei, denn üblicherweise hielt dies nichts für ihn bereit, was er sich gerne durchlesen wollen würde. Hochzeiten von geliebten Menschen, wo er aber nicht wusste, wie er sich verhalten sollte, da er Angst hatte zu sterben und zu zerspringen, wenn er ihre Freude sah und wusste, dass er nicht mehr Teil dieser Freude und Liebe war. Doch er fühlte sich auch stets als Fremdkörper und Störenfried. Die anderen hatten ein Recht auf ihr Glück und Djadi war nur ein Fremder.

Doch manchmal kommen die Zufälle zueinander und gerade an jenem Tag schweifte Djadis Blick über den Aushang, den Imraan hatte veröffentlichen lassen. Irgendwo hatte Djadi das schon gehört, dass Kadir von ihnen gegangen war. Er hatte diesen Mann stets mit großem Respekt betrachtet, zwar eher als Konkurent, doch nie mit Feinfschaft. Im Gegenteil, gerade als es Djadi schlecht ging hatte Kadir mit ihm gehandelt und davon gesprochen, dass er ihm für gute Arbeit gerne auch wieder einen Auftrag geben würde. Aber eine Erkenntnis war bisher nie dabei an Djadis Bewusstsein gedrungen: Nun würde man einen neuen Hajinedar für das Reich brauchen.

Im ersten Augenblick traf diese Erkenntnis Djadi nicht sonderlich, denn er als Verstoßener war von solchen Posten ausgeschlossen. Allerdings waren da andere Erinnerungen. Sie gingen sehr viel tiefer und waren schon Monate alt. Denn früher hatte er oft mit Khalida und Sahid über solche Dinge gesprochen, wie wichtig es war, dass Djadi eine Position anstrebte und Einfluss für das Haus sicherte. Damals hatte er sich gedrückt und hinter Kadirs Unanfechtbarkeit versteckt. Doch dieser Panzer war nun nicht mehr. Er hatte keine Ausreden mehr für sich selbst und auch nicht vor den anderen. So traf ihn die Erkenntnis mit großem Schmerz. Hätte er sich nicht so kindisch, dumm und wahnsinnig verhalten, dann wäre nun die Möglichkeit gewesen, einen Platz zu finden und er selbst und nur er selbst hatte diese verspielt.

Stumme Tränen rannen über seine Wangen und er spürte den heißen Wind der Durrah, jenem Wind, den er so lange versucht hatte abzuschütteln. Der Geruch des Salzes, das Rauschen des Meeres und in der Entfernung die Dächer der Heiligen Stadt, der Gipfel des Berges und das Viertel des Hauses Yazir. Die Heimat, die nun keine Heimat mehr war.

Einen der Aushänge in der Faust zerknüllend wanderte er weiter, zu jenem Ort, den er die letzten Monde gemieden hatte, wie der Kalur das Wasser, dabei kurz nochmals an den Aushang denkend.

Neda Imraan, dieses Mal bin ich noch nicht bereit deinem Ruf zu folgen, doch eines Tages werde ich es wagen.
Gast

Beitrag von Gast »

Zuerst nur den Kokoskuchen sehend geht er direkt zu seinem Alchemietisch um diesen zu essen....seine Rani wusste einfach wie man ihm eine Freude bereiten konnte. Noch wärend er diesen genießt fällt sein Blick jedoch auf die Abschrift und auch auf den kleinen Zettel unter dem Teller. Zweimal liest er sich diesen nachdenklich durch....sollte er dies wirklich tun? Es würde ihm sicher endlich ein wenig Anerkennung in Menek Ur bringen und auch Hasim würde ihn dann vielleicht ein wenig mehr schätzen als Wüstensohn der Verantwortung für die Familie und Menek Ur übernimmt. Der Kuchen jedoch wird jedoch erst noch aufgegessen bis auf den letzten Krümel bevor er die bereitgelegte Falkenfeder und das Pergament zur Hand nimmt um folgende Zeilen zu schreiben

Salam Alaikum Kalif,

mit Interesse las ich deine Zeilen und möchte mich hiermit um den Posten als Hajinedar bewerben.

Auch wenn ich Kadir nie wirklich kennenlernen durfte da uns diese Zeit neda vergönnt war so hat mich seine Tätigkeit als Hajinedar des Reiches immer mit Stolz für das Haus Bashir erfüllt.

Das Haus Bashir ist bekannt für die besten Handwerker Menek Urs auch weit über dessen Grenzen hinaus. Kadir hat eine Lücke hinterlassen und ich möchte versuchen diese zu schließen.

In meiner Tätigkeit als Hakim hatte ich viel Kontakt mit Menschen aus den Nordländern und beherrsche zum einen deren Sprache fließend und kenne auch einige ihrer Bräuche. Desweiteren bin ich neda schlecht im Führen von Verhandlungen.

So ihr mich als würdig und fähig betrachtet erwarte ich eure Nachricht um persönlich vorstellig zu werden im Palast oder einem von euch gewählten Ort.

Wasser und Schatten für euch

Ramin Latif
Hakim aus dem Hause der Bashir
Gast

Beitrag von Gast »

Nachdem der ganze Papierstapel für den heutigen Tag abgearbeitet war, nahme er sich Ramins Schreiben heran, um sogleich eine Antwort zu verfassen, die durch eine Palastwach beim Familienviertel der Bashir abgegeben wurde.

Salam Aleikum Sohn der Bashir,

ich danke dir für dein Interesse und die Rückmeldung. Ich werde in den nächsten Tagen meist zur achten Abendstunde im Palast verfügbar sein. Hudad, teile mir mit, welcher Tag dir genehm ist und ich werde dich empfangen.

Möge der Segen unserer Mara mit dir sein und sie dich auf deinem Wege behüten.

Imraan Mukthaar aus dem Hause der Omar
Kalif des Reiches der Sonne im Dienste des Erhabenen
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