Niemand verdirbt mein Geschäft

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Cynric

Niemand verdirbt mein Geschäft

Beitrag von Cynric »

Die Sonne war bereits untergegangen, als Slomero die verrauchte Stube des Gasthauses betrat. Zufrieden darüber während der Verrichtung seines Auftrages sogar noch ein wenig von seinem berauschendem Kraut unter das Volk gebracht zu haben, suchte er sich einen der wenigen freien Tische und gab dem jungen stämmigen Schankmädchen mit einem Wink zu verstehen, es dürste ihn nach kühlem Gerstensaft. So nippte er auch bald an seinem verdienten Feierabendbier, als unverhofft jemand an seinen Tisch trat und ungefragt Platz nahm. Slomero schaute auf und wollte gerade ansetzen, dem Kerl ein paar unfreundliche Worte an den Kopf zu werfen, als er gerade noch ein rettendes Husten zustande brachte.
Vor ihm sass ein stattlicher Mann. Die Kapuze des dunkelblauen Umhangs hatte er tief ins Gesicht gezogen, sein Mund war von einer schwarzen schimmernden Maske bedeckt. Strähnen seines dunklen langen Haars hingen unter der Kapuze hervor. Unter dem Wappenrock trug der Fremde schwarzes mit matten Nieten bewährtes Leder. Das gewaltige Schwert an seiner Seite sah der Händler nicht, doch konnte er sich gute daran erinnern. Er erkannte den Krieger und setzte sogleich, das mildeste und beschwichtigenste Lächeln auf, welches er in seiner Angst zu Stande zu bringen vermochte. Die Kapuze rutschte ein wenig nach oben und funkelnde graue Augen starrten Solomero an. „Wie laufen meine Geschäfte, Slomo?“ fragte der Mann dann in rauem, jedoch nicht unfreundlichem Ton. „Ich hoffe ihr konntet ein paar gute Gebote einholen.“ Eindringlich sah er den Händler dabei an. Slomeros Stimme zitterte ein wenig bei seiner Antwort: „Es tut mir leid Herr, bisher hat niemand euer großzügiges Angebot wahrgenommen.“ Verlegen nippte er an seinem Bier, der Mann machte ihm Angst und er begann sich zu fragen ob die hohe Provision es Wert war, sich mit solchen Leuten einzulassen. Zögernd sprach er weiter: „Ein Gardist trat heute an mich heran. Er sagte der Verkauf des Erzes in den Ländereien des Grafen sei unrechtmäßig.“ Kaum konnte er die Angst in seiner Stimme unterdrücken, als er kleinlaut anfügte: „Ich wollte ja keinen Ärger.“ Wütend schlug der Krieger die mit zackigen roten Knochen bewährte Faust auf den Tisch. Zorn klang in seinen Worten mit als er sprach: „Du wirst die Erze weiterhin feil bieten! Ich werde dich beobachten.“ Er zog tief die Luft durch die Nase ein und zischte: „Gib mir ein Zeichen und merke dir, wenn noch einmal jemand versucht mir meine Geschäfte zu verderben.“ Mit einem Ruck erhob sich der Maskierte und eilte ohne ein weiters Wort aus dem Gasthaus.

Cynric schnaubte wütend, als er sich auf sein Pferd schwang und durch die Nacht in Richtung Berchgard galoppierte. Wie konnten sie es wagen, ihm seine Geschäfte zu verbieten? Etwas entfernt von den Toren des befestigten Dorfes sprang er von Seinem Gaul und führte ihn ein Stück in den Wald hinein um ihn dort anzubinden. Im Schatten der Bäume schlich der Krieger weiter an das Dorf heran. Er wusste, seit dem Angriff gingen die Gardisten regelmäßig auf Streife. Sie sollten erfahren, was er von ihnen hielt...
Cynric kauerte sich am Rande des Weges als er die erwarteten Schritte vernahm. Schon tauchten die zwei Gestalten im schwachen Schein des Mondes auf. Leise Wortfetzen ihrer Unterhaltung drangen durch die Nacht. Er drückte sich weiter in den Dunkelheit bis beide an ihm vorbei waren, dann sprang er wie ein schwarzer Schatten mit einem Satz hervor und seine Klinge fand den Weg in den Nacken des ersten Gardisten. Polternd fiel er zu Boden, noch ehe sein Kamerad sich umzudrehen vermocht. Spielend parierte der Krieger einen halbherzigen Schlag, dann stieß er dem Soldaten das Schwert mit all seinem Hass in die Brust. So brach auch dieser röchelnd zusammen. Blut floss ihm aus dem Mund und beinahe erstaunt sah er Cynric an. Mitleidlos starrte jener in die sterbenden Augen. Im Schatten der Bäume zog er die beiden dichter an das Dorf heran, sodass man ihn gerade nicht sehen konnte. Lächelnd zog er ein Pergament unter seinem Umhang hervor, schob es auf die Klinge des Gardeschwertes und stieß diese mit einem Ruck in den Leib des getöten Gardisten. Rote Flecken breiteten sich über das Blatte aus....

NIEMAND verdirbt mit mein Geschäft



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Aradan Krenor

Beitrag von Aradan Krenor »

Es dauerte auch nicht lange bis der entsprechende Fund gemacht und der Händler als er erneut versuchte seine Ware anzupreisen verhaftet wurde. Sofort sperrte man den wimmernden Wicht in eine Zelle nachdem man ihn 6 Stünden am Stück verhörte bis man schliesslich alles aus ihm herausgehohlt hatte was er über seinen Auftraggeber wusste. Aufmerksam und mit der Anweisung nunmehr STETIG zu 4t in Berchgard und Varuna zu Patrouillieren und ihre Kameraden im Dienst MÖGLICHST NIE aus den Augen zu lassen, nichtmal wenn sie sich entleeren, machte man Jagd auf jenen welcher jene unverfrorenheit besass. Überall in der Grafschaft wurde nach der beschriebenden Gestalt Ausschau gehalten, Tavernenbesitzer bekamen eine Warnung und wurden entsprechend benachrichtig bei Sichtung sofort die Garde zu alarmieren, die angepriesenen Waren würden überwacht und ein jeder Händler, der solche Mengen feil bietet eingekerkert und nach dem Manne befragt. Ebenso wurden die Händler vor dem Manne gewarnt sodass es ihm wohl kaum mehr möglich sein dürfte seine Waren innerhalb der Grafschaft abzusetzen. Die Botschaft war klar: NIEMAND tötet ungestraft meine Gardisten ... und mit einem knirschen schloss sich der gepanzerte Handschuh des Hauptmannes um jenen Zettel bevor er ihn wegwarf...




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Cynric

Beitrag von Cynric »

Cynric schlenderte über den Markt. An dem ein oder anderen Stand blieb erstehen, scheinbar um die Ware in Augenschein zu nehmen. Doch immer hatte er dabei seinen Händler im Blick. Als die vier Gardisten an jenen herantraten stutze er. War man tatsächlich so erpicht darauf, die Preise oben zu halten? Oder hatte sich seine Tat gar von einem auf den anderen Tag auf allen Märkten der Grafschaft verbreitet? Slomero gestikulierte wild mit den Händen als man ihn abführte. Immer wieder suchte er vergeblich in der Menge nach seinem Beschützer. Cynric schaut ihm hinter her, versuchte sich die Gesichter der Gardisten einzuprägen. Er würde sich einen neuen Händler suchen müssen. Er hatte seinen Hass gegen das Königreich fast schon vergessen. Nun war er wieder zu voller Blüte erwacht und der Krieger erinnerte sich, was ihn einst gegen Varuna trieb. Er lachte in sich hinein, als er das Kleine Städtchen verließ und die verdoppelten Wachen sah. Doppelte Streifen in allen Teilen der Grafschaft? Cynric war gerade zu vergnügt. Damit währe der finanzielle Schaden bereits grösser als der Nutzen, den der gierige Graf aus der Unterbindung seines Handels gezogen hatte. Er nickte zu sich selbst. Ja, ihren Kampf sollten sie haben. Pfeifend schwang er sich auf sein Pferd. Wusste er doch bereits, wer das Geschäft außerhalb der Grafschaft weiterführen sollte.
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