Ohne jegliches Zoegern fiel der lederne Schwertgurt samt Klinge gen Boden, sein Panzer und das Knappenschild waren laengst an einem naheliegendem Baum verstaut und Deornoth stand nun lediglich in Stoff und Stiefel gehuellt vor der Pforte. Noch waehrend er die metallene Tuer aufzog und gleichzeitig geschickt die Fuesse aus den Stiefeln zog, umgab ihn das Gefuehl dieses mystische Ortes. Der junge Mann wunderte sich als er das Innere des kleinen Raums erkennen konnte, edler Stein und ein prachtvoller Altar waren die einzigen Dinge die sein Augenmerk fesselten - der Glaeubige ergab sich in die Aura des Ortes und die Geraeusche des Waldes verschwanden schlagartig. Schritt auf Schritt kam er dem aufgerichteten Kreuz naeher, Myriaden von unterschiedlichen, fremden Toenen wanden sich in seinen Gehoergaengen und bildeten ein Geflecht aus betoerender Melodie. Der Blick des jungen Mannes war von Zuversicht gepraegt, merklich gestaerkt aber noch immer behutsam bewegte er sich auf die weichen Auslagen vor dem Altar zu und kniete sich ganz langsam auf diese. Das Kinn des Schildknappen war in demuetiger Haltung gesenkt und waehrend er seine Finger ineinanderfaltete hauchte er eine lautloses Gespraech in den stillen Raum hinein:
Ich gruesse dich, Mutter... und Herrin.
Einst war dies der Ort an dem du eines deiner Kinder zu dir riefst,
Er war strebsam, gelehrig, immer auf der Suche nach dem Wesen in sich.
Wir alle sind uns fremd, die Natur in uns bleibt verborgen,
Bis wir eines Tages die Bedeutung des eigenens Geistes zu verstehen beginnen.
Ich bin sicher du weisst um den Pfad den ich erwaehlt habe - der mich erwaehlt hat,
Ebenso wie Fasamar bin ich bereit den langen Weg des Lernens zu bestreiten.
Ich werde nie weichen, ebenso wie ich weiss das du nicht von meiner Seite weichen wirst.
Ein sanftmuetiges und ueberaus warmes Laecheln zierte die Lippen des Mannes als er einen altertuemlichen, kleinen Folianten aus dem Wams zog. Mit einem feuchten Glanz auf den grasgruenen Augen positionierte er das alternde Buch vor dem Schrein und schloss noch einmal kurz die Lider.
Dies sind alle Schriften meines Ziehvaters, moege ein Anderer dasselbe Wissen erfahren, das mir Zuteil wurde.
Sein Augenpaar ruhte still auf dem gebunden Werk, die Finger fanden wieder ihren Weg ineinander, doch noch bevor er sie wieder schloss bildete er einen kleinen Gebetskreis in Richtung des Schreins. Minuten und Stunden wuerden verstreichen bevor er diesen Ort wieder verlassen sollte...
Die 7 Kinder
-
Deornoth von Schwarzbruch
Ein stilles Knaerzen zog sich durch die alten Holzbalken als Deornoth die kleine Bruecke betrat, sie zeugte von keiner besonderen Schoenheit und laediertes Holz war die einzige Besonderheit die dem jungen Knappen auffiel - ganz anders als der Ort zu dem ihm die Bruecke fuehrte: Ein winziges Eiland, umgeben von einem stillen Weiher... wie eine Bluete lag dieser seelige Ort inmitten dieses sonst eher duesteren Waldes. Deornoths Augen weiteten sich, als er das Rauschen unter sich hoerte, denn auf wahrhaftig wundersame Weise begann der kleine See jeder Vernunft zum Trotz zu fliessen. Der Schreck verflog aus seinen Gesichtszuegen als aus der Ferne eine beruhigende Melodie an sein Ohr drang, nun war er sicher dass dies der Ort sein musste an dem Temora die Erde beruehrt hatte und je weiter ihn seine Fuesse trugen um so klarer wurde dieser Gedanke. Sorgsam und doch sehr rasch streifte er die ledernen Stiefel von seinen Fuessen bevor er den Grund der Insel betrat, der steinerne Schrein war nun nicht einmal mehr 10 Fuss von ihm entfernt.
Geboren als Erbe eines Kriegers...
Ein sanftmuetiges Laecheln umspielte seine Lippen als er durch den Steinbogen trat und sein Blick nun den eigentlichen Altar fixierte. Seine Hand wanderte nun an die linke Seite seiner Huefte und nachdem er eine Schnalle an dem Schwertgurt geoeffnet hatte, konnte er muehelos die gescheidete Klinge entnehmen und sie sorgfaeltig auf dem flachen Stein des Altars platzieren.
Ich gruesse dich, Tochter der Eluive,
Einst war dies der Ort an dem du eines deiner Kinder zu dir riefst,
Er war ehrlich, und liess sich keinen Moment zu einem Frevel verleiten.
Wir alle tragen eine Maske des Stolzes,
Bist wir eines Tages unsere Bestimmung erkennen und die Wahrheit in ehrhaften Taten finden.
Du weisst um den Weg den ich in deinem Namen beschreite,
Ebenso wie Alsamar werde ich nicht zulassen von Diesem abzukommen.
Wie stark auch immer der sinnliche Hauch der Verfuehrung locken mag, in der Ehre werde ich Halt finden.
Wie es vor vielen Dekaden bereits ein anderes Kind des Lichtes tat, verweilte Deornoth an diesem ruhigen Ort. Die Klaenge seiner Goettin, ob sie nun seinem Glauben oder ihren Lippen entsprungen waren, tauchten in seinen Geist und bestaerkten seine Sinne um ein Vielfaches. Erst in einer spaeten Abendstunde verliess er das kleine Eiland inmitten des Waldes, und tat es Alsamar gleich, als er sein eigenes Schwert zurueckliess.
Geboren als Erbe eines Kriegers...
Ein sanftmuetiges Laecheln umspielte seine Lippen als er durch den Steinbogen trat und sein Blick nun den eigentlichen Altar fixierte. Seine Hand wanderte nun an die linke Seite seiner Huefte und nachdem er eine Schnalle an dem Schwertgurt geoeffnet hatte, konnte er muehelos die gescheidete Klinge entnehmen und sie sorgfaeltig auf dem flachen Stein des Altars platzieren.
Ich gruesse dich, Tochter der Eluive,
Einst war dies der Ort an dem du eines deiner Kinder zu dir riefst,
Er war ehrlich, und liess sich keinen Moment zu einem Frevel verleiten.
Wir alle tragen eine Maske des Stolzes,
Bist wir eines Tages unsere Bestimmung erkennen und die Wahrheit in ehrhaften Taten finden.
Du weisst um den Weg den ich in deinem Namen beschreite,
Ebenso wie Alsamar werde ich nicht zulassen von Diesem abzukommen.
Wie stark auch immer der sinnliche Hauch der Verfuehrung locken mag, in der Ehre werde ich Halt finden.
Wie es vor vielen Dekaden bereits ein anderes Kind des Lichtes tat, verweilte Deornoth an diesem ruhigen Ort. Die Klaenge seiner Goettin, ob sie nun seinem Glauben oder ihren Lippen entsprungen waren, tauchten in seinen Geist und bestaerkten seine Sinne um ein Vielfaches. Erst in einer spaeten Abendstunde verliess er das kleine Eiland inmitten des Waldes, und tat es Alsamar gleich, als er sein eigenes Schwert zurueckliess.