Operation Hotte Hüh

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Helisande von Alsted
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Operation Hotte Hüh

Beitrag von Helisande von Alsted »

Mit dem typischen Ungeschick einer Person, die weder für Heimlichkeiten noch für großangelegte Schwindelein gemacht ist, huschte die Rosthaarige durch die Gassen der Stadt. Tarya hatte Wort gehalten und ihr die bunten Bänder zugeschnitten und auf das gewünschte Maß gekürzt, auch in Materialdicke und Qualität waren alle gleich. Das Bündel in der Umhängetasche sah ein wenig aus wie ein vom Blitz getroffener Farbkasten, einige der Farben brannten sich in das Auge direkt ein und rührten es zu Tränen.

Ein Blick um die Ecke. Die Luft war rein. Das Ziel des farbenfrohen Attentats befand sich artig in seinem Amt in Berchgard und traktierte Pergamente mittels Feder und Tinte. Jetzt fehlte zur Ausführung der von langer Hand und findigem Geist geplanten Operation nur noch Talan.
Der sollte Schmiere stehen.
Wo trieb der sich nur herum?
Er hatte zugesagt, vermutlich in einem schwachen Moment der geistigen Umnachtung. Aber ein Mann ein Wort! Eine Frau ein Wörterbuch... Wobei Tarya bei der Darstellung der Missionsplanung nicht viel gesagt hatte. Sie hatte nur breit gegrinst, den blond gelockten Kopf geschüttelt und den weisen Rat gegeben:
"Lass dich nicht erwischen, Senheit."

Als ob sie sich erwischen ließe, die Meisterin aller Streiche! Niemals!
Für den unwahrscheinlichen Fall das doch, war es allerdings nötig sich eine Begründung zu überlegen. Hierfür mussten schnell Stichworte gefunden werden, die man hurtig zu einer famosen Ausrede arrangieren konnte. Die Soldatin verlangsamte ihren Schritt und legte die Stirn in Knitterfalten.

Mhh. Frühling.
Mhh. Geistigkeit!

Genau, eine Tugend ins Feld zu führen war meist eine gute Idee und verhalf zu einer Atempause während das Gegenüber seltsam dreinschaute und krampfhaft versuchte das Argument zu entkräften.

"Ah Talan, da seid Ihr ja. Es beginnt... jetzt!"


XXX: "Dafür hat der Krieger ohne was dafür zu tun schon viel Spaß im Dungeon und ist zu weniger RP verpflichtet"
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Helisande von Alsted
Beiträge: 4067
Registriert: Mittwoch 8. Mai 2013, 05:42

Beitrag von Helisande von Alsted »

Talan bezog Posten und sie fand zielsicher die Box in der das kronritterliche Schlachtroß friedlich stand und am Stroh kaute. Das prächtige Tier ahnte natürlich nichts Übles und schnaubte nur friedlich als sie sich näherte. Immerhin kannten sie sich schon eine Weile. Die Rosthaarige hatte immer Äpfel oder Karotten dabei und so wurde das gefräßige Vieh auch diesesmal bestochen.

Frevel den man begeht, sollte man gut vorbereiten. Folglich wurde das gutmütige Tier erstmal gestriegelt, die Hufe ausgekratzt und gefettet, sowie Mähne und Schweif gekämmt und ausgelesen. Dann begann die Schandtat des Flechtens. Sie arbeitete vierstrahlig, wobei drei Strahlen immer aus Mähne bestanden und ein Strahl aus einem farbigen Band gefügt wurde. Unter den Farben waren alle des Regenbogens und auch das Schwertflurenblau und ein schönes und dem Besitzer des Rosses bekantes Braun.Ein Schleifchen in dem hellen Blau bildete den Abschluss.

Auch der Schweif wurde verziert. In zwei dickten Zöpfen wanden sich auch dort alle Farben hinab. Sie folgten dem gleichen Muster wie das Kunstwerk in der Mähne und verrieten doch eine gewisse penetrante Genauigkeit mit der die koboldhafte Frau vorging.

Talan machte sich gut als Mitverschwörer, denn es gelang ihm den unvermittelt auftauchenden Sir von Tannhoeh gekonnt umzuleiten und vom Stall fernzuhalten. Wobei allerdings das Herz der im Inneren tätigen Pferdepflegerin doch für einen Moment aussetzte.
Nach vollbrachter Schandtat verflüchtigten sich die beiden wieder in entgegesetzte Richtungen. Man tat unschuldig. Absolut unschuldig!
XXX: "Dafür hat der Krieger ohne was dafür zu tun schon viel Spaß im Dungeon und ist zu weniger RP verpflichtet"
Thelor von Schwertfluren

Beitrag von Thelor von Schwertfluren »

Früh war der Kronritter auf den Beinen an diesem Tag, viel galt es noch zu erledigen und so betrat er vollgerüstet den Stall neben dem Palastgebäude.
Sofort viel der Blick auf das stolze weiße Pferd mit den Bunten Verzierungen in Haar und Mähne und mit einem Lächeln steuerte er zielstrebig auf das andere Weiße Pferd zu.
>>Hm da hat seine Majestät aber ein seltsamen Ziergeschmack für sein Pferd<< , murmelte er bis er an dem anderem Tier ankam.
Wie angewurzelt blieb der Kronritter stehen als er erkannte das dies hier gar nicht sein Pferd war, sondern das seiner Majestät. Mit einem schnaubenden Geräusch war er beim Stallknecht draußen.
>> Wenn es seiner Majestät beliebt ein Zirkuspferd zu Reiten, dann seht zu, dass ihr auch sein Pferd schmückt und nicht das meine!<<
>> A… aber aber …… aber Sir verzeiht, aber ich habe das Pferd nicht geschmückt, …. Weder eures noch das seiner Majestät , ich habe es heute Morgen ebenso vorgefunden.<<
Nachdem ihm so berichtet wurde Bellte ein Schrei am Stall empor!
>>FJAAAAAAAAAALLLOOOONNNNN, REEEEEEEENNNNNNNOOOOLLLLD<<
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Renold Breg
Beiträge: 123
Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Renold Breg »

Renold schreckte harsch herauf, das zerknautschte Kopfkissen trug noch seinen Gesichtsabdruck und er sah mit weit aufgerissenen Augen die gegenüberliegende Wand an. Sein Atem stockte - was war das?! . . . . . Ach nichts.
Nur ein paar Augenblicke später normalisierte sich seine angespannte Haltung und auch seine Atmung setzte wieder ein.
Er würde sich später darum kümmern ... nach dem Aufstehen - mit diesem Gedanken sank er wieder zusammen und zersägte den nächsten Wald.
Zuletzt geändert von Renold Breg am Donnerstag 27. März 2014, 20:40, insgesamt 1-mal geändert.
Tarya Erskine

Beitrag von Tarya Erskine »

Ein versonnenes Schmunzlen huschte über die Züge der Schneiderin.
Jaja, die Senheit. Immer treu....
Sie blühte wieder auf, das war gut so, egal zu wessen "Schaden" es gerade gehen mochte.
Wollte sie das wirklich wissen?
Ein kurzes Kofschütteln, das die blonden Löckchen zum durcheinander wirbeln brachte.
Aber immerhin geht es ihr wieder gut.
Bunte Bänder für das Kr...
Ein blinzeln.
Ja, nein... Alles in Ordnung, wie immer, weiss die Schneiderin von nichts.
Bestellung ist Bestellung.
Nur bunte Bänder... nicht wahr?
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Endurael Talan
Beiträge: 169
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Endurael Talan »

Der Göttin sei Dank sind wir die Guten.

Der Gedanke hatte sein Zelt in dem Augenblick in seinem Kopf aufgeschlagen, als die Operation Hotte Hüh in ihre heiße Phase überging. Betrachtet man den Umstand, dass es sich hier nur eine einfache Albernheit handelte, war es doch fast schon erschüttert zu erfahren, wie flüssig ihr Ablauf war. Zwei Personen, eine ausführende, eine wachende – und es hätte so viel Chaos entstehen können.

Die Gefahr bestand nicht darin, Pferde zu schmücken – wenn es ein Hengst war, so hoffe ich, dass sie ihn nicht gänzlich kastriert hat -, sondern im dem Potenzial dahinter, wirklich gefährliche Dinge zu tun. Gifte, Sprengfallen – die Möglichkeiten waren grenzenlos.

Aber … der Göttin sei Dank sind wir die Guten.
Fjalon Thorn

Beitrag von Fjalon Thorn »

In gemächlichem Tempo ritt der Knappe die Straße gen Berchgard hinauf. Er war früher zu seinem Ausritt losgezogen als sein kronritterlicher Lehrer und mit einem guten - weil kirschfreien - Frühstück im Bauch, ließ er die Landschaft an sich vorüberziehen.

Kurz nachdem er den Kohlemeiler des stets umherreisenden alten Bergmannes passiert hatte, überkam ihn ein eisiges Schaudern. Alle seine Nackenhaare stellten sich schlagartig auf und es fröstelte ihn.

"Fjaaaaalooooooon!"

Hat da jemand meinen Namen gerufen?

Auch sein Ross spürte diese sonderbare Veränderung, schritt umso langsamer und auch dessen Mähne stellte sich für einen winzigen Augenblick auf.
Der alte Bergmann hingegen ging geschäftig seinem Tagwerk nach - auch seine Stimme wollte zu dem Ruf, den Fjalon wahrgenommen haben wollte, nicht so recht passen - und schien wohl kaum der Urheber dieses kleinen Schreckens gewesen zu sein.
Mit einer unverkennbaren Spur Argwohn in seinem Blick, beobachtete Fjalon den Mann bei seiner Arbeit, während er vorüberritt und ganz offenbar schien es hinter seiner Stirn zu arbeiten.

Es arbeitete zumindest so lang, bis Verdrängung und Verstand die Oberhand gewannen, die strahlende Frühlingssonne hinter hohen Baumwipfeln hervorstrahlte und in kürzester Zeit das unangenehme Frösteln davonwärmte.

So ein Quatsch! Einbildung. Alles nur Einbildung. Ich werd' langsam paranoid.
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