Im Grunde bot sich dem geneigten Passanten ein angenehmes Bild im Flur des Palastes zu Adoran:
Vor des Freiherren Wohnungstüre, seines Zeichens Kronritter unter König Ador Segenus Corbidian Victor von Alumenas, stand ein kleines Körbchen. Darin ein kleiner Zettel samt einiger wundervoll fruchtig anmutender Vertreter ganz besonders schönen Steinobstes. Jener Zettel war wohl an den Knappen des Kronritters adressiert und offenbar längst entdeckt worden, denn das kleine Schreiben war sowohl aufgefaltet als auch von kirschroten Fingerabdrücken besudelt und ruhte wieder in dem Präsentbehälter. Schamlos unschuldig.
Es handelte sich um ein wahres Stilleben.
Ein wahres Stilleben, sah man von dem zuckenden, halb bewusstlosen Palastdiener ab, der es nicht einmal bis zur Türe des Kronritters geschafft hatte, einfach mal ab. Irgendeine sonderbare, vielleicht magische, Macht hatte den Pagen davon abgehalten, seinen Weg, an der Türe des Sirs vorbei, fortzusetzen. Irgendeine übernatürliche, unglaublich mächtige, Kraft hatte ihn nach wenigen Schritten in Sichtweite der kronritterlichen Wohnung zusammenbrechen lassen. Gestorben war er nicht - immerhin konnte man das eine oder andere wimmernde Würgen vernehmen. Aber was setzte dem Atem- und Sprechapparat, dem Gleichgewichtssinn und allgemeinen Wohlbefinden des unglückseligen Jungen derart zu?
Hatte er sich an einem Kirschkern verschluckt? Wohl kaum, denn bis zu dem Körbchen hatte er es gar nicht geschafft. War es etwa Morbus Ilias, wovon so mancher Gelehrter sprach, wenn ein Mann sein eigenes Gewicht ohne Zuhilfenahme alchemistischer Tinkturen nicht mehr halten konnte? Ebenso unwahrscheinlich. Der Page war ein integerer und maßvoller Zeitgenosse und hatte wenig mit alchemistischen Exzessen am Hut.
Hatte er etwas Furchtbares gesehen, einen Geist vielleicht - ein Verbrechen gar, oder etwas Abscheuliches geroch...
"Was bei Temora stinkt denn hier so?", das nächste Opfer näherte sich. Es war ein weiterer Palastdiener, der eine der aushängenden Warnungen vor dem Verzehr der versendeten Kirschen in Händen trug, um womöglich unwissende, potenzielle Opfer dieses zweifelhalften Streiches zu warnen.
Dieser Diener erwies sich als nicht ganz so unvorsichtig wie der erste seiner Art, sondern stieg die Treppe - den Pfad ins olfaktorische Verderben - zunächst nicht hinauf. Stattdessen wunderte er sich schlicht lautstark weiter. "Das stinkt ja, als hätten ein Ettin und ein Oger... tote Ratten.. Also wirklich!". Er zog sich seine Mütze vom Kopf und hielt sie vor die Nase. Das half nicht. Darum zog er zusätzlich noch sein Hemd hinauf ins Gesicht. Davor ein Tuch. Und einen Handschuh. Und noch ein Tuch. Mit gehörigem Entsetzen stellte er fest, dass die Objekte, die seinem Schutz dienen sollten, einfach diesen Geruch, der selbst die tiefsten Plumpsklos aller Höllen zu Himmelreichen wohlduftender Glückseligleit degradierte, annahmen.
Dann fasste er sich, entgegen aller Vernunft, ein Herz und stieg die Treppe Stufe für Stufe hinauf. Eine Wand aus immer intensiver werdendem Gestank stellte sich ihm entgegen und drohte, ihm die Sinne zu rauben. "Setz einen Fuß vor den anderen, einfach weitergehen... Nicht aufhören... Du schaffst das."
Kurz bevor auch jenes zweite Opfer des Kirschblütendufts ins dunkle Reich der Bewusstlosigkeit hinüberglitt, nahm er noch folgende Dinge wahr:
Seine Hand, die mit letzter Kraft eines der Fenster zum Innenhof öffnete (Und damit das Ende des Reiches Alumenas heldenhaft, weil lüftend, verhinderte!) sowie das erleichterte Grunzen des Knappen von Sir von Schwertfluren untermalt vom dröhnenden Geräusch einer unnatürlich lautstarken Flatulenz in die Örtlichkeiten seines Herren und Meisters.
Das erklärte zumindest, warum der Knappe an jenem Abend nicht auf dem Feste gesehen ward.
Kirschblütenduft
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Thelor von Schwertfluren
Ein Tag voller Wiedersinn.
Eigentlich hatte der Tag recht gut begonnen, als er am Morgen das Fenster öffnete und Frische Luft hinein ließ, begrüßten ihn die ersten Sonnenstrahlen und das Gepfeife der drolligen Amseln. Nach einem mehr als ausgiebigem Frühstück bei Tee, ja Tee nicht dieses Abscheulich bittere Mokka Getränk, wenn man es überhaupt Getränk nennen kann und einem gut belegten Laib Brot mit Schinken und Honig. Dann ein wenig Formübungen wie es der Kronritter zu nennen Pflegte, um die Körperliche Umfangsform, für den Perfekten sitz der Rüstung zu halten, immerhin war er nicht mehr der Jüngste und ohne Bewegung würde sicherlich die Rüstung irgendwann noch aus allen nähten Platzen, naja eher Riemen und jene saßen durchaus schon ein Paar Löcher weiter als zum Zeitpunkt als er das Ritterliche Rüstwerk zum ersten mal anlegte.
Am frühen Nachmittag fand er sogar die Zeit einige Erledigungen zu machen und die Schneiderin des Bunten Kessels, Fräulein Erskine aufzusuchen. Das war auch dringendstens Nötig, hatten sich bei ihm doch anscheinend die ersten Zeichen von alterlichen Vergessens eingeschlichen, als der Kronritter unfreiwillig den Entschluss faste, seinen teuren Goldbestickten und Künstlerisch Hochwertigen Umhang den Orks in Ihrem Hort zu präsentieren und erschrocken Festzustellen, das Orks, wenn sie kein Graß in ihrer Höhle finden zum Reinbeißen indem Moment wo das Schwert durch ihren Nacken fährt, alternativen wie Samtigen Stoff, nicht verschmähen als Ersatz zu benutzen. Entsprechend sah das gute Stück nun aus und die Meisterliche Schneiderin Tarya hatte wirklich alle Hände, Fäden und Nadel voll zu tun sein Fauxpas wieder zu bereinigen.
Vor dem Kessel begegnete man noch ihrer Hochgeborenen Aufgebrachtheit in Persona von Nebelpass, als Langjährige und beste Freundin auch Liebevoll Lilien oder Hexe Lilli genannt. Ach ne letzteres war ja das Kinderbuch seiner Tochter, heute ist wirklich ein Tag voller Kuriositäten. Aber derer nicht genug sollte es nun erst Richtig Kurios werden. Lilien berichtete von Rufmord an ihrer Person, Giftanschläge in ihrem Namen und auf Kosten ihres Festes. Präsentkörbchen mit Vergifteten Kirschen, erste Opfer im Heilerhaus und auch ein weiteres Opfer in Person des Koches Tarek fand sich recht Bleich am Kessel ein und wurde der Obhut von Tarya überlassen.
Im vollen Galopp erreichte man Berchgard und der Herold sowie die Wachhabenden Stadtwachen erhielten die Anweisung die Warnungen bezüglich jener Gefährlichen Präsente an alle weiterzutragen. Auch in Adoran wurden die Wachmannschaften informiert.
Anscheinend grade noch Rechtzeitig denn der erwartete wütende Mob blieb aus beim Fest und es wurde ein durchaus Gelungener Abend voller Geschichten, Musikalischer Untermalung und Poesie, wobei auch hier nicht die Kuriositäten ausblieben. Zumindest lernte man, das es immenroch mehr Waldelfen gibt als Shala und das deren Grüne Farbe darum Verständlicherweise nicht von einer Übelkeit her stammt und weitere Verzehrte Kirschen daher ausgeschlossen werden konnten und wie er Später noch erfuhr es zwei Männliche Vertreter des Hochelfenvolkes waren, auch wenn einer sich mit einem Kleid kleidete und einen silbernen Damenhaarreif trug .
Recht Spät war es schon als er von Berchgard gen Palast aufbrach um dem Tag ein Wohlverdientes Ende im Bette beizubringen als er den Palst erreichte. Seltsam die Palstdiener schienen heute etwas Grün im Gesicht, aber nein ich Frage nicht erneut, am ende sind sie auch irgendwie…… lassen wir das. Seltsam Kalt und zugig war es heute im Gemäuer, sonst Heizten die Diener immer so, dass man schon an der Tür zu Schwitzen begann aber heute war es kaum Wärmer als draußen, dafür ungewohnt Frisch. Rasch eilte der Müde Ritter die Treppen hinauf zu seinem Zimmer. Das Fenster wurde im Vorbeigehen als Ursache ausgemacht und Geschlossen, ehe die immensen Heizkosten seine Majestät noch in Unkosten stürzen. Vor seiner Tür wurde der Korb begutachtet und mit hinein genommen. Mit ihm drang ein Schwall kalter Frischer Luft nach drinnen so das er erst eingenebelt wurde als er fast schon im Wohnbereich stand.
Doch nun kam es wie ein Faustschlag ins Gesicht, Tränen schossen ihm in die Augen, jene nur noch Verschwommen die Siluette des im Sessel sitzenden Knappen Thorn wahrnahmen, Schlafend nein wohl eher Selbstnarkotisiert, naja egal nichts wie raus, erklären könne er sich Morgen selber. Mit letzter Kraft und Atem erreichte er den Flur und zog hastig die Tür zu, sich von außen Anlehnend und 3-4-mal schwer durchatmend. Der Kerl gehört verschnürt und in Rahal ausgesetzt! So machte sich mitten in der Nacht noch der Kronritter wieder auf um das Zimmer über der Stadtverwaltung in Berchgard zu beziehen, zwar weit weniger bequem ausstaffiert und eingerichtet, aber immerhin Frische LUFT.
Eigentlich hatte der Tag recht gut begonnen, als er am Morgen das Fenster öffnete und Frische Luft hinein ließ, begrüßten ihn die ersten Sonnenstrahlen und das Gepfeife der drolligen Amseln. Nach einem mehr als ausgiebigem Frühstück bei Tee, ja Tee nicht dieses Abscheulich bittere Mokka Getränk, wenn man es überhaupt Getränk nennen kann und einem gut belegten Laib Brot mit Schinken und Honig. Dann ein wenig Formübungen wie es der Kronritter zu nennen Pflegte, um die Körperliche Umfangsform, für den Perfekten sitz der Rüstung zu halten, immerhin war er nicht mehr der Jüngste und ohne Bewegung würde sicherlich die Rüstung irgendwann noch aus allen nähten Platzen, naja eher Riemen und jene saßen durchaus schon ein Paar Löcher weiter als zum Zeitpunkt als er das Ritterliche Rüstwerk zum ersten mal anlegte.
Am frühen Nachmittag fand er sogar die Zeit einige Erledigungen zu machen und die Schneiderin des Bunten Kessels, Fräulein Erskine aufzusuchen. Das war auch dringendstens Nötig, hatten sich bei ihm doch anscheinend die ersten Zeichen von alterlichen Vergessens eingeschlichen, als der Kronritter unfreiwillig den Entschluss faste, seinen teuren Goldbestickten und Künstlerisch Hochwertigen Umhang den Orks in Ihrem Hort zu präsentieren und erschrocken Festzustellen, das Orks, wenn sie kein Graß in ihrer Höhle finden zum Reinbeißen indem Moment wo das Schwert durch ihren Nacken fährt, alternativen wie Samtigen Stoff, nicht verschmähen als Ersatz zu benutzen. Entsprechend sah das gute Stück nun aus und die Meisterliche Schneiderin Tarya hatte wirklich alle Hände, Fäden und Nadel voll zu tun sein Fauxpas wieder zu bereinigen.
Vor dem Kessel begegnete man noch ihrer Hochgeborenen Aufgebrachtheit in Persona von Nebelpass, als Langjährige und beste Freundin auch Liebevoll Lilien oder Hexe Lilli genannt. Ach ne letzteres war ja das Kinderbuch seiner Tochter, heute ist wirklich ein Tag voller Kuriositäten. Aber derer nicht genug sollte es nun erst Richtig Kurios werden. Lilien berichtete von Rufmord an ihrer Person, Giftanschläge in ihrem Namen und auf Kosten ihres Festes. Präsentkörbchen mit Vergifteten Kirschen, erste Opfer im Heilerhaus und auch ein weiteres Opfer in Person des Koches Tarek fand sich recht Bleich am Kessel ein und wurde der Obhut von Tarya überlassen.
Im vollen Galopp erreichte man Berchgard und der Herold sowie die Wachhabenden Stadtwachen erhielten die Anweisung die Warnungen bezüglich jener Gefährlichen Präsente an alle weiterzutragen. Auch in Adoran wurden die Wachmannschaften informiert.
Anscheinend grade noch Rechtzeitig denn der erwartete wütende Mob blieb aus beim Fest und es wurde ein durchaus Gelungener Abend voller Geschichten, Musikalischer Untermalung und Poesie, wobei auch hier nicht die Kuriositäten ausblieben. Zumindest lernte man, das es immenroch mehr Waldelfen gibt als Shala und das deren Grüne Farbe darum Verständlicherweise nicht von einer Übelkeit her stammt und weitere Verzehrte Kirschen daher ausgeschlossen werden konnten und wie er Später noch erfuhr es zwei Männliche Vertreter des Hochelfenvolkes waren, auch wenn einer sich mit einem Kleid kleidete und einen silbernen Damenhaarreif trug .
Recht Spät war es schon als er von Berchgard gen Palast aufbrach um dem Tag ein Wohlverdientes Ende im Bette beizubringen als er den Palst erreichte. Seltsam die Palstdiener schienen heute etwas Grün im Gesicht, aber nein ich Frage nicht erneut, am ende sind sie auch irgendwie…… lassen wir das. Seltsam Kalt und zugig war es heute im Gemäuer, sonst Heizten die Diener immer so, dass man schon an der Tür zu Schwitzen begann aber heute war es kaum Wärmer als draußen, dafür ungewohnt Frisch. Rasch eilte der Müde Ritter die Treppen hinauf zu seinem Zimmer. Das Fenster wurde im Vorbeigehen als Ursache ausgemacht und Geschlossen, ehe die immensen Heizkosten seine Majestät noch in Unkosten stürzen. Vor seiner Tür wurde der Korb begutachtet und mit hinein genommen. Mit ihm drang ein Schwall kalter Frischer Luft nach drinnen so das er erst eingenebelt wurde als er fast schon im Wohnbereich stand.
Doch nun kam es wie ein Faustschlag ins Gesicht, Tränen schossen ihm in die Augen, jene nur noch Verschwommen die Siluette des im Sessel sitzenden Knappen Thorn wahrnahmen, Schlafend nein wohl eher Selbstnarkotisiert, naja egal nichts wie raus, erklären könne er sich Morgen selber. Mit letzter Kraft und Atem erreichte er den Flur und zog hastig die Tür zu, sich von außen Anlehnend und 3-4-mal schwer durchatmend. Der Kerl gehört verschnürt und in Rahal ausgesetzt! So machte sich mitten in der Nacht noch der Kronritter wieder auf um das Zimmer über der Stadtverwaltung in Berchgard zu beziehen, zwar weit weniger bequem ausstaffiert und eingerichtet, aber immerhin Frische LUFT.
Zuletzt geändert von Thelor von Schwertfluren am Montag 24. März 2014, 19:03, insgesamt 2-mal geändert.
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Fjalon Thorn
Der Kronritter, so er sich in seine eigenen vier Wände wieder trauen mochte, würde ein sonderbares Präsent im Zentrum seines luxuriösen, weiträumigen Wohnzimmers auffinden. Ein dicht gepackter Strauß voller mannigfaltig bunter Blumen, vielfarbig beblättert und von äußerst angenehmem und aromatischem Duft, stand wie ein florales Mahnmal einfach da.
Der Strauß ruhte in einem mondänen Topf aus edlem Porzellan und an jenem war ein kleines, leicht geschwungenes, Pergament befestigt, auf dem folgendes stand:
Der Strauß ruhte in einem mondänen Topf aus edlem Porzellan und an jenem war ein kleines, leicht geschwungenes, Pergament befestigt, auf dem folgendes stand:
Leider muss ich euch enttäuschen, Sir. Dieses aromatische Blütenwerk ist nicht von einer heimlichen Verehrerin an euch adressiert, sondern von mir.
Duftkerzen waren leider aus.