Irgendwo im Nirgendwo.
Ein heruntergekommener Bauernhof, abgeschieden und umgeben vom düsteren Wald. Ein Haufen kranker, magerer Schweine suhlen sich im Schlamm ihres Geheges. Die Hühner laufen frei umher und suchen gackernd nach Futter. Die fauligen Früchte die an den paar Apfelbäumen hängen sind grade gut genug um sie den Schweinen vorzuwerfen.
Aus dem Inneren des Hauses waren Schreie zu hören. Bella liegt in ihrem Bett, die Beine weit gespreizt, den Kopf im Nacken. Schweißgebadet schreit sie vor Schmerz, während ein kleiner Junge das Licht der Welt erblicken sollte.
Links und rechts am Bett stehen ihre beiden jungen Töchter Sue und Tanukha, welche die Hände Bellas fest im Griff halten.
Dumpf hört man jemanden die Treppe zum Schlafzimmer hinaufstapfen. Ein kurzer Moment der Stille, dann fliegt die Tür krachend auf. Im Türrahmen steht Edgar. Ein durch und durch verwahrloster Hund. Gekleidet in schmutzigen Lumpen, auf seiner Stirn kleben einige seiner wenigen Haare. Im Mund nichts außer einiger fauler Stümmel, welche wohl einst mal Zähne darstellten und bei dem Gestank, welcher aus seinem Rachen kommt hätten sich selbst die Schweine auf seinem Hof übergeben.
Ohne ein Wort zu verlieren begibt er sich zu Bella ans Bett, holt mit der rechten Faust aus und lässt sie in Richtung Bellas Gesicht schnellen.
Ein Knacken, ein Stöhnen, eine blutige Nase.
,,Halt gefälligst deine Klappe!‘‘, brüllt Edgar und nimmt einen schmierigen Lumpen aus seiner Hosentasche und stopft diesen Bella in den Mund und verlässt wieder den Raum.
Regungslos stehen Sue und Tanukha da, blicken ängstlich zu Boden. Alles was man nun hört ist das unterdrückte Schreien Bellas und den elendigen Edgar, welcher sich unten im Haus lautstark über seine Frau aufregt.
Es war bereits spät am Abend und es vergingen noch viele Stunden bis Bella endlich ihren Sohn gebar...
Blut und Schmerz - Das Leben des Nebreskus
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Nebreskus
Blut und Schmerz - Das Leben des Nebreskus
Zuletzt geändert von Nebreskus am Mittwoch 12. März 2014, 07:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Nebreskus
Stirb, Edgar.
,,Mein Sohn..",flüstert Bella als sie endlich ihr zerknittertes Kind in den Armen hält. Dürftig abgewaschen, wiegt sie den kleinen Wurm hin und her, während dieser sich zunächst die Seele aus dem Leib schreit, dann immer leiser wird und sich an den warmen Körper der Mutter klammert.
Mit Zeigefinger und Daumen fährt sich Bella sachte über die pochende Nase. Verunsichert ruht der Blick auf der Tür, hoffend dass Edgar nicht wach geworden ist vom Schreien des Kindes.
Doch der Nichtsnutz Edgar hat sich zwischenzeitlich in den Schlaf gesoffen und wird so schnell nicht wieder aufwachen. Wie die Ruhe in Person liegt er mit weit ausgestreckten Extremitäten auf einigen Fellen vor dem kleinen Feuer unten im Haus. Sue und Tanukha haben sich, nachdem sie Bella halfen das Bett mit anderen mehr oder weniger sauberen Laken zu beziehen, schlafen gelegt.
Bella hasst es. Die ständigen Prügel die sie und ihre Töchter täglich aushalten müssen. Die mehr als sinnlose Arbeit auf dem verlorenen Hof, der nichts abwarf außer fauliges Obst und ungenießbares Fleisch.
Bella richtet sich langsam auf und sitzt auf der Bettkante, behutsam legt sie das Neugeborene zwischen die Laken und blickt hinaus zum Fenster. Der Himmel ist übersät mit Sternen und der Mond lässt alles in einem kühlen Licht erstrahlen.
Sie richtet sich auf, einige Tränen rollen an ihrem geschändeten Gesicht herunter, sammeln sich am Kinn ehe sie zu Boden tropfen und zwischen dem maroden Holzboden verschwinden.
Sie streift ihr Nachthemd ab und hüllt ihren mit Narben und blauen Flecken gekennzeichneten Körper in eine Robe.
Vorsichtig wickelt sie ihr Kind in ein dickes Tuch, schnappt sich noch etwas ihrer Kleidung und begibt sich in das Zimmer in dem Sue und Tanukha in einem winzigen Bett liegen und sich gegenseitig im Arm halten.
Bella tritt an ihr Bett, legt eine Hand auf die Stirn von Sue: ,, Sue! Tanukha!", flüstert sie mit scharfem Ton.
Langsam öffnen sich die Augen der Mädchen, welche Bella nun verwirrt anstarren.
,,Wir verschwinden, packt euch etwas Kleidung ein und nehmt etwas zu Essen und Trinken aus der Vorratskammer.", erklärt ihnen Bella ehe sie wieder in ihr Zimmer schleicht, ihre Kleidung in einen großen Beutel stopft und ihren Sohn auf den Arm nimmt.
Sue und Tanukha packen wie selbstverständlich ihre Sachen, als hätten sie nur auf diesen Tag gewartet.
Zusammen stehen sie nun oben an der Treppe, durch die Fenster fällt etwas Licht des Mondes und der Raum unten ist erfüllt mit dem warmen Licht vom Feuer.
Zu hören ist nur das Knistern des Feuers und das leise Schnarchen von Edgar.
Mit vorsichtigem Schritt begeben sie sich die Treppe hinunter, bei jedem Schritt knarzt das Holz unter ihren Füßen. Das Herz Bellas pocht so stark, dass sie glaubt Edgar könne allein davon wach werden. Doch dem war nicht so.
Unten angekommen deutet Bella mit einem Kopfnicken zur Tür nach draußen und drückte Sue den kleinen Jungen in die Arme, der das Ganze weniger aufregend fand und gemütlich vor sich hin döste.
Ihre Töchter schleichen sich an Edgar vorbei, öffnen die Tür grade weit genug um nach draußen zu huschen.
Bellla verweilt noch einen Moment und betrachtet ihren Mann.
So friedlich liegt er da, keine Sorgen - alles was ihn am Morgen stören könnte sind seine vollgepinkelten Hosen.
Bella lässt den Blick durch den Raum schweifen. Nichts was sie vermissen könnte. Sie macht einige Schritte zur Haustür, ehe ihre Hand erneut zur schmerzenden Nase fährt.
Sie hält inne, macht auf den Absätzen kehrt und tritt aufs Feuer zu.
Für einige Minuten blickt sie ins Feuer, ihr erbärmliches Leben scheint in den Flammen an ihr vorbei zu rauschen. Sie bückt sich zur Feuerstelle, nimmt einen brennenden Scheit heraus, und legt diesen in ein Regal hinten im Raum. Nach und nach verteilt sie das brennende Holz im Haus und schafft so viele kleine Feuerstellen. Kalt wirft sie Edgar einen letzten Blick zu und tritt letztendlich zur Tür hinaus.
Es ist angenehm warm, die Luft frisch und Bella füllte ihre Lungen mit einigen tiefen Zügen. Dann nimmt sie ihren Sohn wieder auf den Arm und entfernt sich zusammen mit ihren Töchtern von Haus.
Das trockene und marode Holz im Haus fing schnell Feuer und ehe man sich versah brannte das Haus lichterloh.
Noch bevor Edgar verbrannte, erstickte er im dichten Rauch der Flammen.
Ohne einen Blick zurückzuwerfen versinken die Gestalten in der Nacht - das Ziel? Weit weg von hier.
Mit Zeigefinger und Daumen fährt sich Bella sachte über die pochende Nase. Verunsichert ruht der Blick auf der Tür, hoffend dass Edgar nicht wach geworden ist vom Schreien des Kindes.
Doch der Nichtsnutz Edgar hat sich zwischenzeitlich in den Schlaf gesoffen und wird so schnell nicht wieder aufwachen. Wie die Ruhe in Person liegt er mit weit ausgestreckten Extremitäten auf einigen Fellen vor dem kleinen Feuer unten im Haus. Sue und Tanukha haben sich, nachdem sie Bella halfen das Bett mit anderen mehr oder weniger sauberen Laken zu beziehen, schlafen gelegt.
Bella hasst es. Die ständigen Prügel die sie und ihre Töchter täglich aushalten müssen. Die mehr als sinnlose Arbeit auf dem verlorenen Hof, der nichts abwarf außer fauliges Obst und ungenießbares Fleisch.
Bella richtet sich langsam auf und sitzt auf der Bettkante, behutsam legt sie das Neugeborene zwischen die Laken und blickt hinaus zum Fenster. Der Himmel ist übersät mit Sternen und der Mond lässt alles in einem kühlen Licht erstrahlen.
Sie richtet sich auf, einige Tränen rollen an ihrem geschändeten Gesicht herunter, sammeln sich am Kinn ehe sie zu Boden tropfen und zwischen dem maroden Holzboden verschwinden.
Sie streift ihr Nachthemd ab und hüllt ihren mit Narben und blauen Flecken gekennzeichneten Körper in eine Robe.
Vorsichtig wickelt sie ihr Kind in ein dickes Tuch, schnappt sich noch etwas ihrer Kleidung und begibt sich in das Zimmer in dem Sue und Tanukha in einem winzigen Bett liegen und sich gegenseitig im Arm halten.
Bella tritt an ihr Bett, legt eine Hand auf die Stirn von Sue: ,, Sue! Tanukha!", flüstert sie mit scharfem Ton.
Langsam öffnen sich die Augen der Mädchen, welche Bella nun verwirrt anstarren.
,,Wir verschwinden, packt euch etwas Kleidung ein und nehmt etwas zu Essen und Trinken aus der Vorratskammer.", erklärt ihnen Bella ehe sie wieder in ihr Zimmer schleicht, ihre Kleidung in einen großen Beutel stopft und ihren Sohn auf den Arm nimmt.
Sue und Tanukha packen wie selbstverständlich ihre Sachen, als hätten sie nur auf diesen Tag gewartet.
Zusammen stehen sie nun oben an der Treppe, durch die Fenster fällt etwas Licht des Mondes und der Raum unten ist erfüllt mit dem warmen Licht vom Feuer.
Zu hören ist nur das Knistern des Feuers und das leise Schnarchen von Edgar.
Mit vorsichtigem Schritt begeben sie sich die Treppe hinunter, bei jedem Schritt knarzt das Holz unter ihren Füßen. Das Herz Bellas pocht so stark, dass sie glaubt Edgar könne allein davon wach werden. Doch dem war nicht so.
Unten angekommen deutet Bella mit einem Kopfnicken zur Tür nach draußen und drückte Sue den kleinen Jungen in die Arme, der das Ganze weniger aufregend fand und gemütlich vor sich hin döste.
Ihre Töchter schleichen sich an Edgar vorbei, öffnen die Tür grade weit genug um nach draußen zu huschen.
Bellla verweilt noch einen Moment und betrachtet ihren Mann.
So friedlich liegt er da, keine Sorgen - alles was ihn am Morgen stören könnte sind seine vollgepinkelten Hosen.
Bella lässt den Blick durch den Raum schweifen. Nichts was sie vermissen könnte. Sie macht einige Schritte zur Haustür, ehe ihre Hand erneut zur schmerzenden Nase fährt.
Sie hält inne, macht auf den Absätzen kehrt und tritt aufs Feuer zu.
Für einige Minuten blickt sie ins Feuer, ihr erbärmliches Leben scheint in den Flammen an ihr vorbei zu rauschen. Sie bückt sich zur Feuerstelle, nimmt einen brennenden Scheit heraus, und legt diesen in ein Regal hinten im Raum. Nach und nach verteilt sie das brennende Holz im Haus und schafft so viele kleine Feuerstellen. Kalt wirft sie Edgar einen letzten Blick zu und tritt letztendlich zur Tür hinaus.
Es ist angenehm warm, die Luft frisch und Bella füllte ihre Lungen mit einigen tiefen Zügen. Dann nimmt sie ihren Sohn wieder auf den Arm und entfernt sich zusammen mit ihren Töchtern von Haus.
Das trockene und marode Holz im Haus fing schnell Feuer und ehe man sich versah brannte das Haus lichterloh.
Noch bevor Edgar verbrannte, erstickte er im dichten Rauch der Flammen.
Ohne einen Blick zurückzuwerfen versinken die Gestalten in der Nacht - das Ziel? Weit weg von hier.
Zuletzt geändert von Nebreskus am Montag 17. März 2014, 11:13, insgesamt 2-mal geändert.