"Althan, das Ziel ist doch dass sie eine Alatari wird und frei ist... du hattest schon immer sonderbare Ansichten was Frauen betrifft...", immer noch klangen die Worte Mayas in seinen Ohren. Ja, verflucht noch eins, dass wusste er doch selbst. Nur wie geht man mit einem trotzigen Kind um, dass sich selbst im Wege stand und stets alles was er tat.. selbst Dinge zu ihrem Wohl... schlichtweg falsch verstand.
Er hatte erst darauf verzichten wollen brutal in die Klänge des Liedes einzugreifen und zu versuchen ihren abgelenkten Geist zu beeinflussen. Er hatte mit ihr geredet und es hatte nicht gefruchtet und nun endlich benutzte er die Gabe die ihm der Alleine geschenkt hatte. Jenes Tun, ging ihm mit jedem Male flüssiger von der Hand... dafür zu sorgen, dass sie ihre Gedanken nicht greifen konnte und je mehr sie es versuchte umso müder wurde sie. Es war schwer jene Konzentration und einen Teil ihres Geistes gerade jenes zu suggerieren, doch es gelang meist, da sie viel zu abgelenkt war um sich dem zu erwehren. Also hielt er sie darin gefangen bis sie von sich aus ausschlief und er seine Ruhe hatte, wenn auch nur für kurze Zeit.
So lange sie seine Sklavin war er für sie verantwortlich und sie musste nun lernen, dass er sollte sie sich so bockig zeigen, immer seinen Willen durchsetzen würde. Er hatte das Wort vorgezogen, doch waren sie nun schon an einem Punkt der über das Wort hinaus ging, er hatte lange genug auf sie eingeredet...
Die ganze Nacht waren die Rahaler durch die Wüste marschiert, seine Heiligkeit hatte ihn gen Abend befohlen ihn mit den Anderen zu den Menekanern zu begleiten und er hatte gehorcht. Nun war er müde und erschöpft, sehnte sich nach seinem Bett um endlich zu schlafen.
Als er das Chaos erblickte glaubte er erst zu träumen, verdammt Charlie hatte er vollkommen vergessen! Er hatte sie ja nach dem er sie überwältigt hatte wieder schlafen geschickt. Da sahs sie nun und sah ihn wütend an. Nein, in der heutigen Nacht würde er sich keiner erneuten Diskussion stellen. Ohne lange zu fackeln manipulierte er grob im Lied herum und versuchte ihren Geist zu beeinflussen, um sie wieder zu ermüden. Es ging diesmal rasch und jenes aufrecht haltend hob er sie wieder auf seine Arme und trug sie hinunter. Wieder landete sie mit allem was sie an hatte in seinem Bett und er, zu müde um sich noch auszuziehen bekleidet daneben. Er schloss die Augen und sammelte sich während er sie öffnend die kleine Gestalt neben sich betrachtet. So friedlich war sie ihm eigentlich am Liebsten, doch das würde sie wohl nie sein. Er hob die Hand an und strich eine verirrte Haarsträhne aus ihrem Gesicht, während er sie noch eine lange Zeit betrachtete und sie in jenem Schlaf hielt bis er sicher war, dass er Kontrolle langsam aufgeben konnte.
Irgendwann schlief er auch ein und wurde gen Abend ziemlich unsanft geweckt, als eine kleine Faust ihr Ziel unter seinem linken Auge fand. Ein stechender Schmerz lies ihn auffahren und er spürte wie seine Nase blutete. Er sah Sterne und alles in einem kurzen hellgrauen Nebel der von kleinen roten Punkten durchzogen war. Kampfbereit stürzte er sich auf den Angreifer, es dauerte eine Weile bis er realisierte, wer sich da unter ihm wand...
Leben und sterben (lassen)
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Benedict Weber
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E d e N
- [...] Sie war nicht in der Lage eine Hand zu Bewegen, oder auch nur einen Finger. Sie spürte nur den Druck auf ihrer Kehle und sah die kalten Augen und den Hass darin. Der Hass, der sich gegen sie richtete. Sie blickte hinab und sah ihre eigenen Hände. Warum bewegte sie sie nicht, Sie hätte ihn schlagen können, oder zu dem Dolch in ihrer Tasche greifen, Doch sie bewegte nicht einen Muskel. Wieder sah sie in die kalten Augen. So kannte sie sie nicht. Wie viele Jahre sah sie diese Augen schon, doch nie in der Form. Sie spürte ein Kribbeln in den Fingerspitzen. "Wehr dich" schoss es ihr durch den Kopf. Doch ihr Körper blieb regungslos. Sie hätte um sich schlagen sollen. Treten. kratzen. irgendwas. Aber sie tat es nicht, sie wollte es nicht mal. Sie wusste, dass es nur gerecht wäre, wenn es in dem Moment zu ende wäre. Die behandschuhten Finger schnürten schmerzhaft ihre Kehle ein. "Dumme Nuss, du stirbst". Sie konnte keine Luft mehr holen und jede Faser in ihrem Körper schrie nach Luft. "Mach was, sonst ist alles ..." Es wurde Dunkel um sie rum. [...]
Ein Schrei entwich ihrer Kehle und sie fuhr aus dem Schlaf auf. Sie hatte im Schlaf heftig um sich geschlagen, Decke und Kissen von sich weg befördert. Doch sie konnte atmen. Da saß sie nun auf dem blanken Boden und sog die Lungen mit der kostbaren Luft voll. "Nur ein Traum", sagte sie sich im Stillen. "Nur ein Traum". Tränen liefen ihr über die Wangen. Es war kein Traum gewesen, es war die Erinnerung an den gestrigen Abend. Es dauerte ehe sie sich beruhigen konnte und so schnell wollten auch die Tränen nicht versiegen. "Beruhige dich, dumme Nuss - hör auf zu heulen" schalt sie sich in Gedanken. "Du lebst". Erschöpft von dem Traum und den zehrenden Erinnerungen streckte sie sich wieder aus dem Boden aus. "Ganz ruhig atmen, keine Angst". Wie ein Mantra, wiederholte sie im Geist die Worte, bis ihr Atem wieder normal war und sie nicht mehr das Bedürfnis hatte zu flennen wie ein Schlosshund.
Irgendwann übermannte sie der Schlaf wieder... nur die erhoffte Erholung blieb aus.
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Benedict Weber
Wie sollte ihm jenes nicht auffallen er lag ja genau daneben und starrte an die Decke. An Schlaf war bei ihm nicht zu denken, wie auch wenn sie nicht wirklich zur Ruhe kam... er hörte sie murmeln im Schlaf, dann der Schrei und spürte wie sie sich aufsetzte. Sie musste denken, dass er einen wirklich tiefen Schlaf hatte, da er sich immer noch nicht rührte... dabei war genau das Gegenteil der Fall. Er konzentrierte sich auf ihr Klangbild, dass ihm mehr und mehr vertrauter wurde, als ihr Atem ruhiger wurde richtete er sich im Dunkeln auf und ging zu ihrem Lager.
Er hob sie hoch, sie wog ja fast nichts und setzte sich auf den Sessel. Er betrachtete ausdruckslos ihr verheultes Gesicht und strich die wirren Strähnen zurück.
An Schlaf war heute Nacht nicht mehr zu denken, er drückte die kleine Gestalt an sich und konzentrierte sich darauf sie dort in ihrem Schlaf gefangen zu halten. Er hob den Blick an und seine Augen waren wie kaltes Eis.
Die Figuren waren aufgestellt worden und der erste Zug getan. Dachte er sie wäre tot? Oder hatte er sie am Leben gelassen, um eine Botschaft zu vermitteln. Ein Zug der ziemlich riskant wäre, in Althans Augen... vor allem wenn man bedachte was er über die Gruppierung der Mitglieder von EdeN erfahren hatte. So wäre er nun wohl am Zug.
Irgendwann erhob er sich und legte Charlie in sein Bett und verlies sein Haus... er hatte etwas zu erledigen.
Er hob sie hoch, sie wog ja fast nichts und setzte sich auf den Sessel. Er betrachtete ausdruckslos ihr verheultes Gesicht und strich die wirren Strähnen zurück.
An Schlaf war heute Nacht nicht mehr zu denken, er drückte die kleine Gestalt an sich und konzentrierte sich darauf sie dort in ihrem Schlaf gefangen zu halten. Er hob den Blick an und seine Augen waren wie kaltes Eis.
Die Figuren waren aufgestellt worden und der erste Zug getan. Dachte er sie wäre tot? Oder hatte er sie am Leben gelassen, um eine Botschaft zu vermitteln. Ein Zug der ziemlich riskant wäre, in Althans Augen... vor allem wenn man bedachte was er über die Gruppierung der Mitglieder von EdeN erfahren hatte. So wäre er nun wohl am Zug.
Irgendwann erhob er sich und legte Charlie in sein Bett und verlies sein Haus... er hatte etwas zu erledigen.
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Gast
Gedankenverloren saß sie am Tisch und kratze mit den Fingern in einer kleinen Mulde, die einmal ein Dolch in den Tisch geschlagen hatte. Das Holz der Kerbe war dunkler als das normale Holz der Tischplatte. Blut hatte die Kerbe verfärbt, ihr eigenes Blut, als man ihr die Hand mit dem Dolch an die Tischplatte heftete. Von der Kerbe auf dem Tisch, ging ihr Blick zu den Ketten an der Wand. Noch immer hatte sie ein mulmiges Gefühl, wenn sie sie betrachtete. Obwohl sich seither viel verändert hatte, wenn auch nicht so viel wie sie gerne darstellte. Die entscheidenste Veränderung war wohl, dass sie mittlerweile hier sein wollte, trotz allem was war. Doch musste sie es nun hinbekommen nach langen Jahren mal wieder sie selber zu sein. Die, die sie hätte sein sollen, bevor sie allen etwas vorspielte. Nicht das lausige Straßengör, nicht die Tochter einer Edlen. Es war zwar ihre Vergangenheit aber es würde ihr für Zukunft nichts bringen. Sie war die Tochter einer Bäuerin, nicht die einer edlen Heilerin. Sie lebte lange Jahre auf der Straße, doch nun wollte sie auch das hinter sich lassen. Sie hatte immer gewusst, dass sie nicht ein Leben lang das Straßengör spielen konnte, auch wenn ihr die Rolle am Besten passte. Sie würde nun die sein, die sie immer hätte sein sollen. Felicitas. Dieser Entschluss war das eine, doch die Umsetzung war eine andere Sache.
Ihr Blick ging wieder auf die Kerbe im Tisch. Sie erinnerte sich sehr gut an den Dolch in ihrem Handrücken und auch dass sie an dem Tag ihr Widerstreben gegen alles Alatarische aufgegeben hat. Nun musste sie nur noch ihre Masken ablegen und dazu stehen, wofür sie nun stand ohne ihr ewiges Versteckspiel.
Noch ein anderer Gedankengang bewegte sie in diese Richtung. Sie wollte kein Werkzeug gegen ihre alte Heimat werden, nicht im geheimen. Sie wollte nicht zu Spionagezwecken eingesetzt werden. Sie war bereit gegen ihre alten Bekannten zu kämpfen – gewiss. Doch würde sie dazu nicht im Schatten lauern. Und der Familienname, den sie mit der Adoption erhielt, war ein Hindernis. Zwar kannte auf rahalischer Seite kaum wer ihre Familienzugehörigkeit, und das würde auch so bleiben, wenn es nach ihr geht, doch sie musste diese Brücke kappen. Sie wusste, wenn sie es wirklich drauf anlegte, konnte sie darüber einen Weg zurück finden. Das würde sie in Zukunft nur immer weiter hemmen, wenn sie wusste, dass sie dem ganzen hier entfliehen konnte. Und das würde ohne Zweifel ihr Todesurteil sein. Vielleicht nicht von lichter Seite aus, aber gewiss von der Gemeinschaft und auch von Althan. Sie wollte kein zweites Mal die Seiten wechseln. Es war zu anstrengend und zu gefährlich.
Zwei Briefe wollte sie schreiben, so nahm sie es sich vor. Der eine, längere an ihre Adoptivmutter und der andere an ihren Onkel, auch wenn sie nicht wusste, wo er verblieben ist, aber er war zumindest ihr einziger leiblicher Verwandter, der um ihre Existenz wusste. Wenn sie das hinter sich gebracht hatte, gab es kaum noch etwas, dass sie an ihr altes Leben band. Alles, was sie hätte kappen können, hätte sie dann auch gekappt. So verließ sie ihren Platz kurz um Feder und Papier zu holen und die nötigen Schreiben zu verfassen.
Ihr Blick ging wieder auf die Kerbe im Tisch. Sie erinnerte sich sehr gut an den Dolch in ihrem Handrücken und auch dass sie an dem Tag ihr Widerstreben gegen alles Alatarische aufgegeben hat. Nun musste sie nur noch ihre Masken ablegen und dazu stehen, wofür sie nun stand ohne ihr ewiges Versteckspiel.
Noch ein anderer Gedankengang bewegte sie in diese Richtung. Sie wollte kein Werkzeug gegen ihre alte Heimat werden, nicht im geheimen. Sie wollte nicht zu Spionagezwecken eingesetzt werden. Sie war bereit gegen ihre alten Bekannten zu kämpfen – gewiss. Doch würde sie dazu nicht im Schatten lauern. Und der Familienname, den sie mit der Adoption erhielt, war ein Hindernis. Zwar kannte auf rahalischer Seite kaum wer ihre Familienzugehörigkeit, und das würde auch so bleiben, wenn es nach ihr geht, doch sie musste diese Brücke kappen. Sie wusste, wenn sie es wirklich drauf anlegte, konnte sie darüber einen Weg zurück finden. Das würde sie in Zukunft nur immer weiter hemmen, wenn sie wusste, dass sie dem ganzen hier entfliehen konnte. Und das würde ohne Zweifel ihr Todesurteil sein. Vielleicht nicht von lichter Seite aus, aber gewiss von der Gemeinschaft und auch von Althan. Sie wollte kein zweites Mal die Seiten wechseln. Es war zu anstrengend und zu gefährlich.
Zwei Briefe wollte sie schreiben, so nahm sie es sich vor. Der eine, längere an ihre Adoptivmutter und der andere an ihren Onkel, auch wenn sie nicht wusste, wo er verblieben ist, aber er war zumindest ihr einziger leiblicher Verwandter, der um ihre Existenz wusste. Wenn sie das hinter sich gebracht hatte, gab es kaum noch etwas, dass sie an ihr altes Leben band. Alles, was sie hätte kappen können, hätte sie dann auch gekappt. So verließ sie ihren Platz kurz um Feder und Papier zu holen und die nötigen Schreiben zu verfassen.
Sei mir gegrüßt Liliana
Ich sende dir dieses Schreiben als Information und als Abschied. Die Information hätte dich sicher über kurz oder lang auch noch ereilt, doch mir ist es lieber wenn du sie wenn schon nicht durch meine Worte, sie zumindest durch meine Hand erfährst. In den letzten Monaten hat sich für mich viel zugetragen, viel mehr, als dass ich es ein Brief erfassen könnte. Die Details zu den Vorfällen möchte ich dir ersparen, sie würden dir gewiss nicht gefallen. Bevor ich zum Punkt komme, möchte ich dir meine Dankbarkeit mitteilen, dass du mein Leben gerettet hast, als ich als Kind von schwerer Krankheit befallen wurde. Ich konnte dir weder das danken, noch dass du mich so freimütig in deine Familie aufgenommen hast. Ich war eine undankbare Tochter, eine die die Bezeichnung Tochter nicht einmal verdiente. Von daher nimm mit diesem Schreiben meine Entschuldigung dafür an. Mein Weg hat mich weit weg von dem geführt, was du dir für mich vorgestellt hast. Nach Rahal. Weswegen ich dir das auch nicht persönlich mitteile. Ich möchte dich nur in einem Punkt beruhigen. Ich werde den Namen, den ich durch die Adoption bekommen habe nicht führen, so dass ich deine Familie nicht mehr in Verruf bringe, als ich es vielleicht schon getan habe. Du kannst die Adoption also gerne revidieren, wenn dir das recht ist. Ich hoffe, dass wir uns in Zukunft nicht begegnen oder ich gezwungen bin, meine Waffen gegen dich oder Hailey zu erheben. Mehr kann ich aus der derzeitigen Situation nicht wünschen.
Bleib am Leben,
Felicitas
Nachdem sie beide Briefe verfasst hatte, verließ sie das Zimmer, holte ihren Mantel und machte sich auf den Weg, die beiden Briefe so zu übermitteln, dass sie ihr Ziel finden würden. Als sie dann zwei Stundenläufe später wieder auf dem Rückweg war, hielt sie kurz inne, bevor sie erneut ins Haus ging. „Die alte Feli ist nun tot, vermutlich erwürgt – von einem guten Freund..“ Der Gedanke schoss ihr gänzlich unwillkommen durch den Kopf, doch sie konnte nicht anders, als sich selber darin zuzustimmen.Sei gegrüßt Onkel,
ich weiss nicht, wann sich dein Weg wieder nach Adoran führt, mich wirst du in der Stadt nicht finden. Da wir Blutsverwandt sind, möchte ich dir die Chance geben mich aufzusuchen oder zumindest zu wissen wo ich mich aufhalte. Mein Weg hat mich auf die rahaler Seite geführt. Ich weiß, dass ich dir damit keine Freude zu bereiten. Siehe es als Familiendienst an, dass ich dich informiere. Wenn du mit mir in Kontakt treten willst, hinterlasse eine Nachricht in Bajard bei der Bank, ich werde da von Zeit zu Zeit nachsehen.
Bis dahin,
Feli.
Zuletzt geändert von Gast am Sonntag 23. Februar 2014, 21:13, insgesamt 2-mal geändert.