Das leere Haus

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Tooru Weidenhang
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Das leere Haus

Beitrag von Tooru Weidenhang »

Ellert wunderte sich als er die Augen aufschlug und die Sonne bereits hell in seine Schlafkammer schien.

"Toto!, wo ist mein Fruehstueck? Warum hast du mich nicht geweckt?", schrieh er laut und hielt sich sogleich den Kopf. Es war wohl zu viel Ale vor dem Schlafen gewesen, aber wer zaehlte denn noch die Flaschen?

"Was machst du Miststueck schon wieder?", rief er und stieg wuetendem Blickes aus dem Bett.

Schwungvoll schlug er die Tuer von seiner Schlafkammer auf und ging in den nur unwesentlich groesseren Hauptraum.

Die Huette war strahlend sauber wie immer, das Essen halb vorbereitet auf dem Kuechentisch, doch etwas fehlte.
Ellert wurde nervoes, die Ecke in der seine Tochter normalerweise schlief war leer, ihre lumpige Decke war fein saeuberlich zusammengelegt, auch all ihre Buecher lehnten wie gewohnt an der Wand.

"Wo ist das Ding?", murrte er und zog sich eiligst an.
Er hatte heut eine Lieferung Holz nach Bajard zu liefern und es war spaet, der Nachmittag kuendigte sich bereits an.
"Wenn ich das Goer erwische ist sie faellig.", brummelte er als er die Tuer hinter sich zuschlug und sich mit seinem Karren auf den Weg nach Bajard machte.

Er lieferte seine Ware ab, dies hatte Vorrang, schliesslich hatte er seinen Kunden bereits genug veraergert. Gleich darauf machte er sich auf durch die Strassen zu streifen und nach seiner Tochter zu suchen.

Nichts, es war nichts zu finden.
"Dann weiss ich wen ich frage...", murmelte er zu sich selbst und machte sich auf den Weg zur Taverne.

Dort war, wie vermutet, die Person nach der er suchte.
Gremin Blank, ein Kindheitsfreund, ein muskelbepackter Huehne dem man zutraute eine Steinwand zu durchboxen.

Ellert setzte sich neben ihn.
Gremin: "Ellert, was machst du'n hier? Hab'n uns ja Ewigkeit'n nichtmehr g'sehen.

Der alkoholreiche Atem Gremins veranlasste Ellert dem Wirt zuzuwinken ihm auch etwas zu trinken zu bringen.
Gremin war der Richtige fuer seine Bitte.
Waehrend Ellert, bevor er seine Frau verlor, noch daran arbeitete etwas aus sich zu machen und sich zu bilden so wuchs Gremin in eine andere Richtung auf, heute ist er das was man im Allgemein wohl einen "versoffenen Kneipenschlaeger" nennt.

Ellert: Ich muss dich um etwas bitten, und keine Sorge...ich zahle gut.

Gremin: So? Was willst'n von mir Elli?

Ellert hasste es wenn er ihn so nannte.

Ellert: Du kennst doch noch meine Tochter, oder?

Gremin: Das kleine Ding ohne Fleisch an den Knochen?

Ellert: Genau die, sie ist abgehauen, du wirst sie suchen. Du wirst sie finden, und du wirst sie mir zurueckbringen. Egal was es kostet, egal was du tun musst, egal in welchem Zustand.

Gremin: Und wie soll ich das machen?

Ellert: Ist mir egal, und wenn du in jeder Stadt des Landes von Tuer zu Tuer gehst und rumfragst.

Gremin: Und wieviel genau ist das was du mir zahlen willst?

Ellert: 4000 Muenzen sofort, weitere 5000 wenn du sie mir gebracht hast.

Es war Ellerts gesamtes Ersparnis, aber er wuerde es nicht zulassen das seine Tochter sich ihrer Schuld entziehen wuerde.
Gremin brauchte einen Moment um die Summe zusammenzurechnen doch dann hob er seine Flasche, stiess mit Ellert an und begann noch einige Details abzusprechen.
Zuletzt geändert von Tooru Weidenhang am Mittwoch 8. Januar 2014, 13:57, insgesamt 1-mal geändert.
Malena Rosenstein
Beiträge: 1239
Registriert: Donnerstag 21. Mai 2009, 04:40

Beitrag von Malena Rosenstein »

Als Malena Aufwachte und das erfahrene verarbeite machte sie sich am Weg zu ihren Freunden. Sie musste etwas tun. Egal was. Irgendwas musste passieren um dem Kerl eine Auszuwischen.
Als dann am Abend auch noch dieser Rüpel auftauchte war sie ganz durch den Wind. Natürlich musste man Tooru darüber informieren. Doch Vorsichtig, und natürlich musste man ihr Klarmachen das ihr Vater das nicht zu tun hatte. Würde sich das Herumsprechen das ihr Vater hier Schläger schickt, würde doch das Ansehen der Familie sinken, wenn es nicht eh schon im Keller ist.

Heute wollte Seli kommen, sie musste ihr das alles erzählen das Seli und Mala die Informationen haben. Eine Abmachung ist halt eine Abmachung. Einen Schreck dürfen wir dem Vater einjagen, doch töten sollen wir ihn nicht. Es muss aufhören.
Ruuko

Beitrag von Ruuko »

07:30:
Wo Muskeln versagt hatten sollte nun Agilitaet helfen.
Ellert haette von vorn herein wissen muessen das Gremin zu dumm war diese Aufgabe zu bewaeltigen.

Es war frueher Morgen als er sich mit einer Dame vor den Toren Bajards traf.
Sie hoerte auf den Namen Ruuko und war als kleine Ganovin hier in Bajard bekannt. Sie hielt sich hauptsaechlich durch Einbrueche und Taschendiebstaehle uebers Wasser, doch der Umstand nie erwischt worden zu sein sprach ihr doch eine gewisse Professionalitaet zu.

Das Geschaeftliche war schnell erledigt, Ruuko macht sich noch schnell zur Bank auf und nahm ein edel verziehrten Kasten mit sich zur Kutsche nach Adoran.

17:30
Sie war schon lange nichtmehr hiergewesen, vor weit ueber einem Jahr. Dort hatte sie noch mit Naischa hier etwas abgeholt. Das Leben in der Dunkelheit und die Naechte in Kneipen hatten sie aber mittlerweile vergessen lassen was es war.

Sie lies sich Zeit im Badehaus dabei sich herzurichten, es lief alles Routinemaessig ab. Das was sie heute vor hatte tat sie bereits dutzende Male. Sie war immerhin im Wohlstand aufgewachsen, warum nicht die erlernten Manieren und das Auftreten zu ihrem Vorteil nutzen?

Sie zog das edle Kleid aus der Kiste an, legte all ihren Schmuck an und band sich sorgfaellig ihr Haar hoch.

Sie laechelte kurz in den Spiegel vor dem sie stand.

Sie durchsah ihre Kiste nach ein paar Utensilien und verstaute diese in kleinen geheimen Beuteln in ihrem Kleid und in der Innenseite ihres Hutes.

Die Kiste gab sie in der Bank ab und machte sich auf zum Zielgebaeude - das Hospital.

Sie wanderte zuerst unauffaellig ums Haus, analysierte Hauswaende, Fenster und Tueren um einen perfekten Einstieg ausfindig zu machen.
Auf der Nordseite des Hauses machte sie das Zimmer der Zielperson aus nachdem sie in das Fenster schaute.

"Treffer.", sagte sie leise zu sich selbst und ging gemuetlich zur Tuer.

Nun kam die eigentliche Arbeit.

Sie klingelte und spielte ihre Rolle, die einer wohlhabenden Kauffrau, interessiert an einer grossen Warenmenge, und daran ins Krankenhaus in Form einer Spende zu investieren. Die Dame mit der sie sich unterhielt frass ihr foermlich aus der Hand, es war ein Kinderspiel wie ueblich.

Sie fuehrte sie sogar herum und erklaerte ihr die Raeume, es war selten so einfach ein Gebaeude von innen auszuspaehen.

Nach dem verlassen des Hauses ging sie wieder zu dem Fenster - zog eine extra dicke Phiole aus einer der geheimen Hut-taschen und troepfelte die darin enthaltene Saeure auf die Gitterstaebe. Bis zur Nacht sollte sie ihre Arbeit getan haben.
Sie verliess das Zielgebaeude durch die schmale Gasse und warf die Phiole beilaeufig in eines der brennenden Kohlebecken vor einem der Haeuser. Nun hiess es warten.

03:30
Es lag Dunkelheit ueber dem Zielgebaeude, sie wartete in einer Gasse gegenueber des Gebaeudes. Die Nobelkluft hatte sie inzwischen gegen ihre schwarzen Lumpen getauscht, sie macht es leicht an den Wachen vorbei durch die Schatten der Stadt zu huschen und nun schlich sie zu dem Haus hinueber.

Sie blickte kurz auf ihre Handschuhe und griff nach dem Fenstergitter, mit einem leichten Ruck lies es sich einfach abziehen, leise legte sie es in den Schnee.

Der Raum dahinter war in Dunkelheit getaucht, es war perfekt und das Fenster schnell aufgehebelt.
Leichtfuessig sprang sie an der Wand hoch und zog ihren Koerper geraeuschlos durch das Fenster.

Sie schaute sich um, das meiden der Laternen vor dem Haus half ihr sich jetzt umso schneller an die Dunkelheit zu gewoehnen. Das Bett war leer. Wie konnte das sein? Vor ein paar Stunden war sie doch noch hier? Sie wollte fluchen doch schmiss stattdessen das Kissen auf dem Bett vor Wut an die Wand. Das einfach verdiente Geld schien nun ein ganzes Stueck schwerer zu erreichen.

Mit geschickten Haenden durchwuehlte sie den Tisch und warf den Inhalt aufs Bett, sie schlich in den Hauptraum und sah sich flink um.

Sie durchwuehlte Kisten und Schranke, die Handtuecher und Bettlaken verteilte sie quer ueber dem Boden. Nichts, keine Informationen und nach oben konnte sie nicht. Sie zitterte vor Wut und ueberlegte sogar kurz ob sie ein Feuer legen sollte doch hielt dann inne. Sie war vielleicht eine Gaunerin aber keine Moerderin.

Es blieb ihr nichts anderes uebrig als das Haus auf demselben Wege wieder zu verlassen durch den sie hineinkam.

Vielleicht konnte sie die Zielperson waehrend einem unachtsamen Verschleppen...irgentwann. Wenn der Auftrag nicht morgen schon an jemand anders ging.

Die schoene Belohnung - nun unerreichbar. Sie eilte wieder durch die Schatten und Gassen der Stadt zu ihrem Unterschlupf.
Zuletzt geändert von Ruuko am Donnerstag 9. Januar 2014, 00:35, insgesamt 2-mal geändert.
Malena Rosenstein
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Beitrag von Malena Rosenstein »

Als Malena und Silas von der Jagt nachhause kamen traf sie der Schlag. Der Hauptraum vollens Verwüstet, der Tisch total verschoben und auseinander gerissen. Die Sessel lagen herrum. Die Handtücher lagen herrum und auch das Regal mit den Glaswaren war komplett zerstört.

Malena schütelte nur den Kopf und blickte Silas traurig an.
"Das müssen wir wohl aufräumen." sprach Malena müde.
Silas nickte und griff gleich nach dem Besen.
"Also, unseren Abend habe ich mir anderes vorgestellt." sprach er mit einem schmunzeln im Gesicht.
"Ja, ich mir auch."

Lange brauchten sie um das Hospitz wieder zusammen zu räumen doch die Schäden an den Vorhängen wollten sie nicht beheben. Sie nahmen nur die Vorhangstangen ab und warfen sie in den Müll.

Erschöpft von der Jagt, und dem Aufräumen warfen sich dann beide ins Bett und schliefen ein.


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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Malena kam für Malachais Geschmack schon ein wenig zu hysterisch ins Haus von Selina und Arsen hineingestürmt, selbst wenn ihre Sorgen und ihre Eile begründet sein mögen.
Und dennoch, gab es wenig Reaktionen vom alternden Schattenlord auf die Gefahren und Vorwürfe zu sehen. Die Jahre und die vielen Schrecken, die er sehen musste, hatte ihn vielleicht abgestumpft. Aber Menschen, die ihn gut kannten, wussten, dass er unberechenbar im inneren brodeln konnte, ohne auch nur eine Miene zu verziehen.
So lauschte er ihren Aussagen. Ein unschuldiges Fräulein, ein gewalttätiger Vater. Sicher, keine neue Geschichte, die da an seinem Ohr drang. Im Gegenteil spielten sich Bilder direkt vor seinem geistigen Auge ab von Personen, die er kannte und ähnliches erlebt hatten.
Oft versuchte er einen diplomatischen Weg zu finden, dass niemand mehr zu schaden kommt, doch öfter muss er feststellen, dass der Mensch auf sein eigenes Leben pfeift, wenn er seiner Obsession oder seinem eigenen Fanatismus folgt und das ist der Moment, wo seine Profession zum Vorschein kommt.
Ja, er würde nicht einmal mehr mit der Wimper zucken, wenn seine Klingen sich durch Fleisch bohrten und ein letzter Atemzug an sein Ohr dringt.
Er sah sich schon immer als der an, der sich die Hände schmutzig macht. Als jemand, der das Blut über seine Haut fliessen liess.
Er hatte eine eigenwillige Vorstellung vom Töten. Er glaubte, nein, er war sich sicher, dass der Mord einen Menschen nachhaltig und für immer verändern könne.
Jeder Tote klebte an seiner Seele und wenn man nicht aufpasst, entwickelt man eine Passion für das Morden, empfindet das Töten nur noch als einzigen, richtigen Weg. Die Gründe hierfür wären egal.
Und Malachai tötete oft. Selbst wenn er dieses Mittel immer versuchte, aus dem Wege zu gehen, liess es sich leider viel zu selten vermeiden.
Und die Gründe waren so unterschiedlich wie die Narben über seinem Körper. Sei es stille Rache für jemanden, der ihn erzürnte oder einfach die helfende, blutende Hand für den Frieden anderer.
Ja selbst der Schutz der unbefleckten Seelen. Jeder hatte seine Rolle in der Welt. Malachai sah seine in dessen, den Tot anderer auf seine Schulter zu legen. Verschuldet oder ungewollt.
So verliess er stillschweigend nachher das Haus der Talmars, blickte noch kurz bei Sienara vorbei, ehe er sich nach Bajard aufmachte.
Er war lange nicht mehr in diesem Fischerdorf eingekehrt, doch verändert hatte sich nichts....nicht einmal der Geruch.
So hiess es für ihn, erst einmal alte Kontakte aufsuchen, sehen, was die vage Beschreibung und ein Name an Informationen preisgeben könnten. Danach würde er suchen müssen, beobachten und sehen, mit wem er es überhaupt zu tun hatte.
Solange, bis er in der Nacht nahe der Taverne in der dunklen Ecke, geschützt im Schatten, seine Augen über die letzten Nachtschwärmer richten liess.
Malachai wusste, wohin das alles führte, doch auch dieses mal versuchte er den Weg der Vernunft zu gehen...selbst wenn es in seinem inneren Ich kochen und brodeln mochte.
Doch viel Hoffnung hatte er nicht.
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Tooru Weidenhang
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Beitrag von Tooru Weidenhang »

Schwungvoll zersplitterte die leere Flasche Ale an der Wand seines Hauses.
Ellert kochte vor Wut.

Dieser hirnlose Muskelprotz hatte es nicht geschafft, dieses junge Maedel hatte es nicht geschafft und all die anderen die er auf die Sache angesetzt hatte? Die kamen nicht einmal nah ans Krankenhaus ohne sich vor Angst vor den Gardisten nass zu machen.

Es konnte doch nicht sein das seine wertlose Tochter tatsaechlich seinen Faengen entkommen ist?
Diese Ruuko war zwar noch immer in der Stadt unterwegs und beobachtete, kundschaftete und hoffte auf einen Fehler seiner Tochter, doch er hatte wenig Hoffnungen...

Er musste sich wohl ein fuer allemal selbst darum kuemmern, und das wuerde er schon bald tun.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Er blickte nicht zurück, als der kleine Scheiterhaufen, den er im Wald hinterliess, vom Winde getragen die Funken und Flammen tanzen liessen. Er liess diese Gefühle nicht zu, säuberte seine Klinge, fast wie in Zeitlupe fühlte er die langsam aufsteigende Kälte in seinem Nacken.
Dann scheidete er Sie richtete seine Maske und die Kaputze und schien förmlich von der Dunkelheit des Waldes verschluckt zu werden.
Es passierte, wie er es befürchtete und selbst wenn er bemüht war, nur einen Funken Vernunft in den Augen seines Gegenübers zu finden, versagte Malachai auch diesesmal. Und abermals klebte Blut an seinen Händen.
Das Blut eines Mannes, den er nur von seinen Taten und mit dem Namen kannte...mehr nicht.
Er wusste nicht, wie er einst als Ehemann war....ob er Freunde hatte, vielleicht angesehen in seinem Kreise war. Er wusste nicht, wo bei ihm der Weg so weit abdriftete, dass er seine Tochter quälte. Und er wollte es auch nicht wissen.
Er erkannte diesen Fanatismus, er hätte nie aufgegeben, soviel Stand fest und egal ob er etwas anderes behauptet hätte, es wäre gelogen gewesen.
So blieb ihm keine Wahl, der alternde Schattenlord dachte garnicht groß darüber nach, sondern handelte Instinktiv. Wie ein Skorpionenstachel presste seine Klinge nach vorne und durchstach den Körper. Gezielt, dass das Herz nicht getroffen wurde, dass der Mann...der Vater, sich bewusst wurde, er würde sterben. Sich sicher war, seine letzten Sekunden des Lebens auszukosten. Doch selbst dann zeigte er keine Reue, im Gegenteil, er liess Malachai´s Augenbrauen seufzend anhebend.
Er dachte sich schon, dass Ellert jemanden beauftragt hatte, seine Tochter wieder zu bekommen. Doch es war nicht nur eine Person. 5 Schurken und Schattengänger buhlten wohl um den Lohn, der ihnen versprochen war. Und dies tot oder lebendig.
Ja, nur noch Rache trieb den sterbenden Mann an. Einzig das Wissen, dass, wenn er Tooru nicht besass, es kein anderer tun sollte.
So ging Malachai den dunklen Pfaden entlang, drückte Äste beiseite.
Die Arbeit war noch nicht beendet. Nun musste er diese 5 Personen finden und ihnen nahe legen, dass es keine Belohnung mehr gäbe und Sie es ruhen lassen.
Er hoffte bloß auf mehr Einsicht, als der nun verkohlte Leichnahm im Wald hatte.
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Ruuko

Beitrag von Ruuko »

Sie war immernoch in dieser verfluchten Stadt. Es war saeuisch kalt, dazu hatte irgentwer sie der Garde gemeldet. Es wurde langsam immer schwerer den Gardisten auszuweichen und ihre Zielperson hatte sie zwar oefter schon verfolgen koennen, aber nie war sie dabei allein gewesen. Es war laestig, sehr laestig. Dazu kam so manches Gezuecht was offenbar im selben Auftrag hier war. Zumindest auf einen war sie getroffen, hoffentlich wuerde sein Gesicht noch lange genug wehtun sich nicht nochmal in das ganze einzumischen. Wenn jemand die Belohnung bekam dann nur sie allein.

Leider trieb ihre Ungeduld sie nun immer oefter dazu auch leichtsinniger zu werden, mindestens 2 mal taeglich ging sie ums Hospital, ebenso sprach sie Leute an ob sie dies und jenes gesehen haetten. Sie war sich sicher in den naechsten Tagen wuerde es sich entscheiden ob sie fuer mindestens ein Jahr nicht "arbeiten" muesse oder gefasst wurde. Fest stand das Aufgeben nicht zur Debatte stand, zumindest war es das was ihre mittlerweile sehr verquere Ansicht von Ehre ihr sagte.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Langsam liess Malachai sich auf den Sessel nieder. Er zischte leise, als er seinen Armschutz herausnahm und das Blut langsam von seinen Fingern auf den Boden tropfte.
Es war nur eine Fleischwunde, nichts wirklich gefährliches, aber die Kälte liess das Leder auf der Wunde gefrieren und riss dabei Stücke von Haut mir sich.
Er griff nach dem Wasser und dann nach einer hellen Flasche, ehe er beides über die Wunde kippte und dann began, mit einer Nadel und dem eingelochten Faden, die Wunde zuzunähen.
Er kannte diese Bedingungen aus alten Zeiten. Gar antiquitiert mögen Sie wirken. Aber auf dem Felde hatte man nie Zeit, einen Heiler aufzusuchen und man konnte froh sein, wenn die notdürftige Beflickung keine Entzündung hervorgerufen hatte.
Und während die Nadel sich durch das Fleisch bohrte, sinnierte Malachai über die vergangenen Tage.
5 Auftragsjäger, soviel verriet ihm der sterbende, alte Mann, als Malachai langsam seine Klinge aus seinem Körper zog.
5 Wesen, die auf ihre Art doch alle im Schatten wandelten, je nach Gemüt vorsichtig oder doch radikal und dem alten Schattenlord blieb nichts anderes übrig, als alle 5 ausfindig zu machen, damit Tooru, ein unschuldiges Mädchen, was unter der Schreckensschaft des Vaters litt, ein ruhiges, sicheres Leben führen könne.
Sicher, er informierte Finn und auch Malena, doch er wusste und wollte auch nicht, dass Sie sich bei seiner Jagd einmischten.
So begann er des öfteren, sich in Adoran aufzuhalten. Alte Freunde beim Regiment und Wachhabende, schauten mehr als einmal weg, als Dankeschön, als Schuldausgleich oder einfach nur aus Respekt vor der Arbeit, die die dunkle Gestalt wachsam aus dem Schatten heraus tat.
Den ersten fand er recht einfach. Er nahm sich plump ein Zimmer mit Ausblick auf das Heilerhaus.
Malachai sah, wie die Sillhouette vom inneren Licht beobachtend aus dem Fenster starte. Jede Nacht und dann, wenn Tooru das Haus verliess, war hastige Bewegung.
Malachai mochte es nicht, Tooru als Köder zu nutzen, doch es blieb ihm nichts anderes übrig und so folgte er ihr durch die Stadt, so wie es der erste der Fünf tat.
Es war auf der Brücke im Osten Adorans, Tooru hatte Sie gerade passiert, der Verfolger bestieg Sie gerade und dort setzte Malachai zum Sprint an.
In der Mitte der Brücke griff er den Verfolger, presste ihn gegen die steinerne Mauer.
Er wollte mit ihm reden, ihn klar machen, dass der Auftrag zu Ende war, doch soweit kam er nicht, als der Angegriffene einen Dolch zog und ihn in Malachais Arm rammte.
Er stiess ihn zurück, Malachai lehnte nun an dem steinernen Vorsprung der Brücke, wo sich gerne Verliebte anlehnten und auf den Fluß starrten, als der sich nun sicher fühlende Angreifer an seiner Klinge das Blut ableckte und freudig über ein anscheinendes, neues Opfer sich auf Malachai stürzte, der sich aufrecht hinstellte und ruhig wartete.
Es reichte ein Seitenschritt, die Hände griffen an den Kopf und durch die Schnelle Bewegung des ersten Auftragsjägers knackte nur noch sein Genick und mit einem Tritt in den Rücken stürzte der Tote direkt in das eisige Wasser des Flußes, wo seine Kettenkleidung ihn direkt in den Abgrund zog und er mit der Zeit aus der Stadt ins offene Meer getrieben wird.
Tooru bekam nichts von dem mit und trotz des ersten von den Fünf Austragsjägern, die Malachai erwischte, fühlte er sich, als habe er versagt.
Er wollte niemanden töten. Er wollte hoffen, dass er die anderen überzeugen konnte, vom Auftrag abzulassen.
Den zweiten fand Malachai eher ungewollt. Ein Informationssammler berichtete von einem Leichenfund. Ehe er es dem Regiment zukommen lassen würde, könne Malachai ihn sich ansehen.
Er erkannte das Werkzeug eines Assassinens, dazu einiges an Gold, ein schwarzes Buch, was die Aufträge beinhaltete.
Auf den letzten Seiten fand er dann die Angaben zu Tooru und das, was er beobachtete hatte. Keine Frage, er war auch angeheuert worden und Malachai kam es nicht ungelegen, dass Sie nun anfingen, sich gegenseitig aufzuschlitzen. Selbst wenn die Art, wie der Mann zugerichtet war, schon recht barbarisch, fast plump und mit sichtlicher Freude war.
Die Nummer 3 fand er auf altem Weg. Er sah Sie schon einige Male herumstreifen, wieder folgte Malachai Tooru auf ihrem Spaziergang im Schatten. Diese Frau aber schien noch Informationen zu sammeln. Sie fragte Tooru aus, ehe Sie dann, am versteckenden Malachai, vorbeiging und er die Worte erlauschte, die seine Annahme bestätigte.
Er folgte ihr, bis fast zum Heilerhaus, packte Sie diesesmal und presste Sie an die Wand.
Sie zog abermals einen Dolch, doch diesesmal war Malachai darauf gefasst und wich aus.
Er sah die Lust und die Freude, die Sie wohl bei dem Adrenalin verspürte, in ihren Gesichtszügen. Sie war kein Profi, nein, sie labte sich am Nervenkitzel. Für Sie schien alles ein Spiel zu sein. Das Spiel um Spaß und Gold.
Sicher, ihre Forderung, damit Sie von Tooru abliesse, waren ziemlich hoch und Malachai würde nicht mit ihr Verhandeln. Zumal, würde er einmal nachgeben, käme Sie immer mit der Drohung, sich wieder dem alten Auftrag zu widmen und es würde wieder zu ihrem Tot führen.
Doch ein Duell, sicher nicht so ehrbar, wie es klung, schien ein guter Weg, diesen Zwist aus dem Wege zu räumen.
Malachai rechnete sich den Sieg schon aus, dennoch würde er eher vorerst Defensiv darauf eingehen und seinen Gegner nicht unterschätzen.
So kreuzten Sie die Klingen, solange, bis Sie dalag und seine Klinge sich an ihrem Hals wiederfand.
Ein Wort ist ein Wort und mehr noch, Malachai gab ihr einen neuen Auftrag. Sie solle die letzten Beiden ausfindig machen und erledigen, wenn Möglich. Zumindest sollte er die Namen erhalten, damit er selber agieren kann.
Ja, zufrieden lächelte Malachai ins Feuer, als er den Faden abbiss und den Arm dann bandagierte.
Wenigstens eine Person konnte er vom Tode abhalten. Selbst wenn sich der Schattenlord nicht sicher war, wielange es mit dieser Ruuko noch gut gehen würde.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
Ruuko

Gedanken eines kranken Geistes

Beitrag von Ruuko »

Der Schnitt an ihrem Arm den Malachai ihr versetzt hatte brannte stark und das warme Blut das ihren Arm hinablief fuehlte sich angenehm an im Kontrast zur eisigen Kaelte die sie umgab.

Sie genoss den Schmerz, das Adrenalin vom Kampf stroemte immernoch durch ihren Koerper – endlich seit langem fuehlte sie sich wieder lebendig.
Sie hatte gutes Geld bekommen fuer ihren naechsten Auftrag, aber das war ihr nicht wirklich wichtig, insgeheim erwachte sogar ein neuer Wunsch in ihrem Geiste. Wuerde Malachai sich ihrer annehmen und sie als feste Handlangerin einstellen oder gar ausbilden? Hatte sie ihn ueberhaupt beeindruckt? Und warum war das auf einmal wichtig fuer sie?

Sie wusste das ihr Kampfstil eher auf Kraft, Brutalitaet und fester Entschlossenheit beruhte als auf Vorsicht und Taktik. Aber genau das war was ihre Feinde bisher immer ueberrascht und zu Fall gebracht hatte, sie kam doch immer damit durch, oder hatte sie nur Glueck gehabt all die Zeit?
Selbst so einen Rabenkerl hatte sie vor etwas mehr als einem Jahr in Bajard bekaempft, sie hatte sich zwar die Hand und eine Rippe dabei gebrochen aber sie hatte am Ende doch den Gegner besiegt vor dem alle anderen drumrum Angst hatten. Lange kreisten ihre Gedanken an diesem Abend absolut unsicher an welchem Platz der Nahrungskette sie nun eigentlich stand.


Am naechsten Morgen war der Schmerz in ihrem Arm noch weitaus staerker als zuvor, offenbar hatte er sich entzuendet, ihr zauberte dieser Schmerz nur ein laecheln auf die Lippen. Darueber wie krank sie doch in all der Zeit geworden war in ihrem Geiste – daran dachte sie schon lange nichtmehr.

Es war Zeit fuer die Jagd.


Sie dachte kurz an den Fruehling im letzten Jahr zurueck als sie noch auf Naischa’s Hof ein und aus ging, die Tage an denen sie Pergus hier und da einen Schrecken einjagte, oder die Zankereien die sie mit Cedric hatte. Es war eine gute Zeit, oder?

Ein beissender Windstoss riss sie zurueck in das hier und jetzt.

Die Zielperson war vor ihr, es war ein junger Bursche, vielleicht 18 Jahre alt.
Was dachte er wer er sei in so einem jungen Alter solch einen Auftrag anzunehmen ein junges Maedchen grade aus Adoran zu verschleppen? Sie hatte sich einen Erfolg ja selbst nicht einmal wirklich zugetraut.

Sie verschwand keinen weiteren Gedanken mehr daran und rauschte an den jungen Burschen vor ihr in dieser dunklen Gasse, ihre Faust traf seinen Hinterkopf, ihre Arme rissen ihn gegen die Wand und sein Gesicht traf die Steinwand mit voller Wucht ehe er zu Boden ging. Das Blut das aus der infizierten Wunde in ihrem Arm stroemte bemerkte sie nicht einmal in diesem Moment.

Irgentetwas war seltsam, normal wuerde sie bereits ihren Dolch in sein Gesicht treiben so oft und lange bis nichts ausser Matsch mehr uebrig war aber etwas hielt sie zurueck. War das ihre Moral die sie da wieder fuehlte? Sie schuettelte sich, diese Moral war eine Schwaeche in dem Leben was sie jetzt fuehrte, sie konnte sich diese nicht leisten. Sie setzte wieder an ihn zu toeten doch es ging nicht, wieder und wieder stockte sie und zog ihren Dolch zurueck.

Am Ende trennte sie dem Jungen mit ihrem Dolch “nur” beide Daumen ab. Nicht einmal als sie sich durch die Knochen arbeitete hatte sie Freude an dem was sie tat. Sie packet die Daumen in ein dickes Leinentuch und liess den Jungen bewusstlos und blutend in der Gasse zurueck, mit ihrem blutendem Arm eine Spur im Schnee hinter ihr mitziehend.

Es war Zeit zu trinken.

Der Alkohol floss schon kraeftig durch ihre Adern doch im ganzen letzten Jahr hatte sie sich so oft betrunken das man es ihr ausser am Geruch nicht wirklich anmerkte, sie benahm sich doch ohnehin immer wie Dreck. Ihre Armwunde fing mittlerweile an selbst fuer sie eklig auszusehen und sie hatte Malachai ohnehin eine Lieferung zu ueberbringen und so zog sie zurueck zu dem Ort an dem sie noch vor kurzem eingebrochen war.

Sie war nicht wilkommen, mit ihrer Dreisstigkeit und Poebelei arbeitete sie aber auch nicht darauf hinaus und wunderte sich das sie ueberhaupt mehr als 5 Minuten dort geduldet wurde. Sie uebergab Malachai die zwei Daumen des Jungen, schnorrte sich zwei Bier und ihre Wunde wurde behandelt – und das mehr schlecht als recht. Eines der Weiber dort versuchte ihr sogar Angst zu machen und sie zu vergiften indem sie den Faden der Naht vorher in schwaches Bienengift gab was ihre Kolleginnen wohl in dem Trubel den Ruuko ausloeste nicht merkten.

Hatte sie Angst?

Wovor? Vorm Sterben? Nein, sie regte lediglich die Feigheit auf mit der sie ueberrumpelt wurde aber der Faustschlag in das Gesicht des Maedchens gab ihr zumindest fuer einen Moment das Gefuehl der Vergeltung ehe Malachai sie vor das Haus zerrte und zum Hafen schleppte.

Die Unterredung dort wurde emotionaler als Ruuko es vorher geahnt hatte das sie werden wuerde, irgentetwas in ihr brachte ihre Gefuehle wieder zum Vorschein. Sie hasste es abgrundtief.

Nach einer Abkuehlung die Malachai ihr im Hafenbecken “goennte” lies er sie nass und allein in der Kaelte mit ihren Gedanken zurueck.
Es war schwer diese Gedanken wieder in der Ecke ihres Kopfes zu verstecken den sie so lange taub gehalten hatte aber sie wusste eines, die Nummer 5 auf der Liste wuerde ihr wieder Freude bereiten...

...und so machte sie sich auf die Suche.
Zuletzt geändert von Ruuko am Dienstag 28. Januar 2014, 12:24, insgesamt 6-mal geändert.
Ruuko

Beitrag von Ruuko »

Sie verfolgte die Nummer 5 jetzt schon seit 2 Tagen, sie haette es schon zuende bringen koennen aber sie wollte sich Zeit lassen. Sie studierte seine Unterkunft, machte seine Spaehpositionen aus und Trank sogar mit ihm den einen Abend in einer Taverne.

Er war ein unscheinbarer Kerl, mitte 20, der etwas ueber seine behinderte Schwester erzaehlte und Probleme haette sie beide ueber Wasser zu halten da sie ja nicht arbeiten koenne. Und jetzt wollte er so einen Auftrag erledigen? Es waere das Beste fuer ihn nach Hause zu gehen und dort Fisch oder Holz zu verkaufen. Zumindest wuerde seine herzzereissende Geschichte ihn nicht davor bewahren das sie alles an ihm herauslassen wuerde was sie in ihrem Leben an Hass angesammelt hatte. Sie freute sich schon so sehr darauf und der Gedanke das auch seine Schwester dann irgendwann ins Gras beissen wird gab dem Ganzen dazu noch eine suesse Note.

Morgen oder Uebermorgen wuerde der Kerl dran glauben muessen.
Ruuko

Beitrag von Ruuko »

Es war soweit, ihr Ziel stand vor ihr in dieser kleinen Gasse vor dem Hospital.

Heute achtete sie nicht einmal auf Zeugen. All ihr Hass brannte in ihren Muskeln, sie umgriff den Schwergriff mit beiden Haenden so fest wie nie zuvor.

Sie rannte los und ihre Klinge lies die Hand, welche ihr Opfer erschrocken schuetzend vor sich hob als er sie heranstuermen hoerte, zu Boden fallen. Sein Schrei verstummte als sie ihm das Katana in den Bauch trieb und es seitlich wieder heraus riss. Noch bevor sein Koerper zu Boden ging hieb sie ihre Klinge quer von der Schulter durch sein Schluesselbein in den Brustkorb bis sie von den Rippen aufgehalten wurde. Sein Blut bedeckte den Boden, bedeckte seinen Koerper, bedeckte sie.
Der letzte Hieb riss ihm den Kopf halb vom Leib.

Schnell schob sie die Klinge zurueck und eilte in die Dunkelheit zurueck aus der sie kam.
Saphira Nojah

Beitrag von Saphira Nojah »

*Lange schon war sie das Gefühl nicht los geworden, dass irgendetwas nicht stimmte und es war immer dann schlimm gewesen, wenn sie patrouilliert war, doch sie konnte es nie einordnen, dieses Gefühl. Als sie dann in den frühen Morgenstunden wieder den Rundgang durch die Stadt machte, entdeckte sie die Leiche. Erstarrt blieb sie stehen und konnte den Blick nicht abwenden. Wie gebannt betrachtete sie den Mann und merkte erst als es schon zu spät war, was sich in ihrem Magen angebahnt hatte. Sie drehte sich noch reflexartig etwas um und dann konnte sie es auch schon nicht mehr aufhalten. Das Frühstück hatte seinen Weg nach draußen bereits gefunden.* Bei Temora... *keuchte sie. Die Beine gaben nach und das Einzige, was sie vom ungebremsten Sturz abhielt war wohl die Hellebarde, an der sie sich festhalten konnte. Nur sehr langsam beruhigte sich wenigstens ihr Atem wieder und sie wagte einen erneuten Blick zur Leiche. "Das war kein Tier.", dachte sie sich und ihre Miene verzog sich zu einem fassungslosen Blick. Mit Mühen richtete sie sich wieder auf und verlies die Gasse. Sie musste diesen Vorfall dem Oberst melden! ...*
Saphira Nojah

Ein tragisches Ende...

Beitrag von Saphira Nojah »

*Saphira war ganz normal mit Kameradin Janarey auf einem Patrouillengang, als sie plötzlich von der linken Seite schnelle Schritte vernahm. Verwundert schaute sie in die Richtung und registrierte erst zu spät, dass es sich um einen Angriff handelte. Nur ein holpriger und scheppernder Ausfallschritt gelang der Regimentlerin in ihrer schweren Platte und schon hatte sie die Frau mit dem Pyrian-Katana am Hals hängen. Mehrfach schlug diese mit dem Knauf ihrer Waffe in das Gesicht der Blondine bis sie von der Hellenbarde der Kameradin bedroht wurde und erst mal abließ von ihrem Opfer. Im selben Moment sah Saphira Renold Breg um die Ecke kommen, der sich sofort einmischte*
"Legt die Waffe nieder!"
*Kam es mit eindringlicher Stimme, doch diese Frau wollte nicht hören und griff nun Janarey an. Nachdem Saphira sich wieder berappelt hatte, richtete sie die Hellebarde auf die Angreiferin und befahl ebenso die Waffe niederzulegen, doch das schien diese Wahnsinnige nicht im Geringsten zu interessieren. Renold drückte sie schließlich von der Kameradin weg, wurde dabei aber selber am Kopf verletzt. Der Platz um sie füllte sich immer mehr und Saphira wurde immer unsicherer. Was sollten sie jetzt machen? Als Janarey plötzlich ihr eigenes Katana zog, befürchtete die junge Kriegerin schon Schlimmes und es sollte sich bestätigen. Ihre rothaarige Freundin rammte vor den Augen der Bürger und des Ritters Friedrich Myrtol die Waffe in den Magen der Gegnerin. Fassungslos starrte Saphira zu der nun zu Boden gehenden runter. Diese hustete, spuckte Blut... Doch sie dachte immer noch nicht daran, aufzugeben. Ein verzweifelter Blick wurde Friedrich von Myrtol zuteil und verunsichert rief Saphira ihn:
"Sire!?"
*Auch Sire Thelor von Schwertfluren, die Edle van Drachenfels und Assamaril waren mittlerweile hinzugestoßen und die beiden vom Lernhospiz versuchten zur Verletzten zu kommen. Aus Reflex stellte Saphira sich dazwischen, während sie auf Friedrichs Antwort wartete. Währenddessen wurde Janarey von unten aufgefordert, den Gnadenstoß zu versetzen.*
"Gardistin! Macht es!"
*ertönte es aus dem Mund des Ritters und so geschah es auch. Das Katana der Gardistin ging erneut in den Leib der Angreiferin hinein und nahm ihr das letzte bisschen Lebenskraft. Fassungslos schauten alle runter. Auch Saphira war schockiert und kämpfte mit ihren Gefühlen. Eine ganze Weile sagte niemand etwas und alle starrten nur auf die Leiche...
Es folgte eine einsame Beerdigung auf dem Friedhof und eine Spurenbeseitgung. Doch alle Spuren würden wohl nie ganz verwischt werden können. Nicht nur die geprellte Nase würde Saphira einige Tage an diesen Abend erinnern. Es waren die Erinnerungen, die jemanden am Leben hielten und genug Futter für eine Menge Erinnerungen hatte Ruuko wahrlich hinterlassen...*


Ein Einbruch im Lichtenthaler Lernhospiz, der Mord an einem Mann, der Angriff auf Mitglieder des Regiments und nicht zuletzt ihre doch außergewöhnliche Art die Welt der Lebenden zu verlassen...
Zuletzt geändert von Saphira Nojah am Sonntag 2. Februar 2014, 21:37, insgesamt 1-mal geändert.
Ruuko

Beitrag von Ruuko »

Als die Klinge der Gardistin sich in ihrem Bauch bohrte war ihr bewusst das diese Wunde endgueltig war, sie fing das warme Blut das an ihr herunterlief mit ihrer freien Hand auf - sie laechelte. Das war es was sie gesucht hatte, das war es doch oder? Verflucht ist dies nun wirklich das richtige? Auf einmal kehrte ein Gefuehl in ihr zurueck welches sie schon lange nichtmehr spuehrte, sie spuehrte Angst.

Aus dieser Angst wurde Wut wegen dem was die Gardistin ihr antat, dabei wollte sie es doch so. Ein letzter Angriff sollte es sein doch sie ging zu Boden.

Ihr Koerper fuehlte sich seltsam an, es kribbelte, ihr war schwindelig. Es fuehlte sich an als sei sie betrunken aber dabei voellig klar im Geiste.
Sie wollte aufstehen doch ihr Koerper reagierte nicht sie wollte weinen doch es kam nichts. Spuehrte sie den Schmerz? Sie wusste es nicht. War es warm? War es kalt? Warum waren soviele Leute um sie herum?

Gab es in ihrem Leben jemals etwas Gutes? Hatte sie jemals etwas richtig gemacht? Ihre Kindheit bei ihrem Vater, dem reichen Haendler der seine Diener sich um sie kuemmern lies jedoch selbst kein Interesse an ihr zeigte. Brennan, ihr Kindsheitsfreund der ihr Hoffnungen auf Liebe und Zuneigung machte aber dann doch verschwand, ihr Herz zerriss und der Grund fuer ihren Absturz in die Gosse war. Ihr Sommer bei Naischa und Pergus, die Streits mit Cedric.
Bedauerte sie etwas davon? Es war doch alles Teil ihres Lebens....und nun wuerde sie sterben. Sterben, verflucht was macht sie hier? Sie warf ihr Leben weg in vollem Bewusstsein.

Sie umgriff die Klinge der Gardistin die auf ihren Hals zeigte. Wenn sie schon sterben muesse dann jetzt. "Mach es, Feigling",sagte sie.

War ihr Leiden gross genug das es nur diesen Weg als Erloesung gab? Sie wusste es nichtmehr, sie wusste garnichts mehr.

Das spielte nun auch keine Rolle mehr denn schon in der naechsten Sekunde waren alle Erinnerung, Gefuehle und Gedanken fuer immer verloren.
Zuletzt geändert von Ruuko am Sonntag 2. Februar 2014, 22:13, insgesamt 1-mal geändert.
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