Die Zeit nach dem Krieg

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Drakhon Fearnon

Die Zeit nach dem Krieg

Beitrag von Drakhon Fearnon »

Langwierig schien der Kampf um Berchgard für viele. Tage verstrichen bis man sich seiner Situation gewiss war.
Es kamen viele Ereignisse aufeinander: Der Krieg, der Tod der Königin und ein angeblicher neuer Herrscher.

Nur langsam geht er durch das sonst hektische Bergmanns Dorf Berchgard, welches noch von den Spuren des Krieges gezeichnet ist. Die Zelte, in denen einst das Böse hauste, wirken leer und verlassen. Kaum Dinge gar Persönliches ist noch in ihnen zu finden.
Die Streifzüge der Gardisten zur Mine, Richtung Dorfmitte und am Bankier Eugen vorbei werden häufiger.
Rasch will er sich auf den Weg zum Osttor von Varuna machen. Hastiger werden seine Schritte als er das gut bewachte Tor Berchgards verlässt. Seine Schritte werden immer schneller, eilig rennt er schon fast durch die Palisaden an denen noch Reste des Grauens kleben. Kaum an den Palisaden vorbei, werden seine Schritte wieder langsamer, sein Blick fällt zurück auf die hölzernen Palisaden, durch das Tor hindurch auf die Zelte.
Vergessen scheint sein eigentliches Vorhaben als er sich dem Dorf wieder nähert.
Blut und Dreck, der Gedanke an den Krieg, hängt auf jeder einzelnen Palisade und an jedem einzelnen Zelt rund um Berchgard.

Rasch geht er zurück zu dem Handelshaus und kramt ein Pergament und einen Stummel von einem Kohlestift hervor. Genauso hastig wie er in das Haus kam, setzt er jetzt auch das Schreiben auf:


Bürger und Freunde Berchgards,

So ihr die Gedanken an den Krieg gemeinsam mit mir abbauen wollt, seid heute in den frühen Abendstunden an dem Lagerfeuer in der Stadtmitte und helft uns bei dem Abbau sämtlicher Zelte und Palisaden.
Einen Lohn werdet ihr dafür nicht bekommen, vielleicht ein gutes Bier im Gasthaus vor Berchgard.
Trotz dessen hoffe ich auf ein zahlreiches Erscheinen.


*krakelig und wohl in Eile unterschrieben*
Drakhon Fearnon


Als das Pergament an Eugen weitergegeben wurde und er jeden der ein Geschäft bei der Bank tätigte darauf aufmerksam gemacht hat, schlendert er früher als angekündigt zum Lagerfeuer.
Entgegen seinen Erwartungen sind schon jetzt viele erschienen. Auch die beiden königlichen Schmiede hatten ihr Geschäft kurzzeitig geschlossen. Nur wenige Minuten des Wartens verstrichen als auch Eugen die Türen zur Bank schließt und zu uns eilte.
Rasch werden einige Kisten mit Äxten herangeschafft und laut wird verkündet:

„Ein jeder der den hässlichen Denkmälern hier in Berchgard ein Ende setzen möchte, greift jetzt nach einer Axt und hackt alles in Stücke was einst dem Bösen gehörte und an den Krieg erinnert. Danach hortet es hier zusammen und dann lasst es uns gemeinsam verbrennen!“

Laut ward auch der Aufschrei aller nach den gesprochenen Worten und wirklich jeder, aber wirklich jeder greift, zu Drakhons Erstaunen, nach einer Axt.
Alle stürmen auf die Palisaden und die Zelte zu und hacken auf sie ein.
Ein Lächeln ist auf seinem Gesicht zu erkennen, nur kurz, dann greift auch er nach einer der letzten Äxte die noch in den Kisten liegen und macht sich an die Arbeit…
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