Sie hoerte die Maenner von der Palisade bruellen.... Frauen schrien.. Waffengeklirr. Ruestungen die schepperten.
Cailleans Herz setzte einen Schlag aus... um dann noch heftiger zu pumpen.
Krieg! Berchgard! Und sie mittendrin!
Ihr guetigen Ahnen wo hab ich meinen Kopf gelassen? Wenn die Rahaler es nicht tun, Falk bringt mich ganz sicher um!
Die wenige Zeit die ihr noch blieb, loeschte sie alle Kerzen, Fackeln und Kohlebecken im Haus, zog die Vorhaenge zu und verrammelte die Tueren.
Jetzt rauszulaufen mit den einmarschierenden Truppen, waere Wahnsinn!
Verkroch sie sich aufs Bett und ruehrte sich nicht. Kehliges Lachen. Gellende Schreie. Der Geruch von Blut. Caillean wuergte zitternd.
Als die Fronttuer aufgebrochen wurde verkroch sie sich unters Bett, zog die Tagesdecke dergestalt, dass es so aussah, als waere es gewollt, dass sie bis zum Boden reichte. Oben sahen die Pluenderer zum Glueck nicht nach.
Der Staub kitzelte ihre Nase und irgendwas krabbelte ueber ihr Bein. Schauer der Furcht und des Ekels rannen ueber ihren Koerper.
Wenn sie doch daheim geblieben waere... aber sie hatte nicht stillsitzen koennen und irgendwas hatte sie in Berchgard liegen... dann hatte sie sich ungewollt in Feinschmiedearbeiten vertieft...
Erst am naechsten Morgen kroch Caillean mit steifen Gliedern unter dem Bett hervor. Sie spaehte vorsichtig aus der Frontseite durch ein Fenster... auch hier die vorhaenge sorgsam zugezogen und ihr Atem stockte. Demolierte Haeuser, eingeworfenen Fenster, eingetretene Tueren. Und ein Zeltlager. Geruestete ueberall...Leichen die weggeschleift wurden. Sie froestelte? Gab es noch andere Ueberlebende?
"Ihr Ahnen seid mir gnaedig!"