Des Nachts an der Grenze...

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Vyel'tareala
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Des Nachts an der Grenze...

Beitrag von Vyel'tareala »

Bajard war wie leergefegt, als die Gruppe, bestehend aus Arkorithern und Letharen, einem Knappen und einer weiteren Menschenfrau durch ihre ausgetretenen Gassen schritt. Ihre Geschwister und Vyel hielten sich weiter hinten, während die schwarzberobten weiter vorne, sich einem Wortabtausch mit einem der Bewohner, oder vielleicht war er auch nur ein Durchreisender, hingaben. Der Abend war bereits vergangen und der hereinbrechenden Nacht gewichen, als sie kehrt machten und sich entschlossen nach Varuna weiter zu ziehen. Dort fanden sie einige Pferde angebunden und folgten dem Pfad weiter wieder ins Reich hinein zur Angurenfestung. Was sie jedoch dort vorfanden, liess das Adrenalin aufwallen. Regimentler.. Ketzer... der Feind, welcher sich dort aufhielt und vielleicht sogar die Festug ausspionierte. Doch sie schienen nicht in Kampfeslaune zu sein und gaben der Aufforderung sich zurück zu ziehen, schnell nach. Dennoch, was taten sie hier? Überprüften sie die Festung um Pläne zu ihrem einreissen zu schmieden? Wenn dem so wäre, war es dumm in voller Rüstung herzukommen, und nicht einen Schattenläufer zu schicken. Oder wollten sie nur die Grenzen abreiten und übergingen dabei versehentlich einen der Grenzsteine? Wie auch immer. Sie wurden aus dem Reich eskortiert, bishin zum Wachturm an der Grenze zwischen Bajard und ihrem Ketzerreich. Dort sammelten sie sich, überlegten doch noch einen Angriff, entschieden sich dann aber anders und ritten davon. Zurück blieb die kleine alatarische Gruppe am Wachturm, der nun ihre Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Aus Holz war er, leicht bemannt und mit Bannern aus dem alumenischen Reich versehen.
Am liebsten hätten sie ihn niedergebrannt, doch wussten sie auch, dass, so es nicht das Einvernehmen des Alka fände, vielleicht ein Kopf rollen würde. Dennoch ...die Wachhabenden kamen nicht davon. Der Grenzübertritt wurde gerächt und einige ketzerische Soldaten fanden ihren Tot durch die Klingen der alataischen Streiter. Auch die Banner wurden in Brand gesetzt und loderten hell auf, ehe sie sich wieder in das Reich zurückzogen, um entsprechende Schreiben für den nächsten Schritt aufzusetzen.
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Kava Shasul
Beiträge: 1248
Registriert: Donnerstag 16. Februar 2012, 04:43

Beitrag von Kava Shasul »

Das stinkende Fischerdorf namens Bajard war wie ausgestorben.
Hier gab es nichts mehr zu holen außer toten Fisch.

Gemeinsam machte sich das Heer des Allmächtigen auf den Weg nach Varuna doch auch dort sahen sie nur einige Reittiere unter anderem eine Reitechse, vermutlich die der Wüstenbewohner.

Nichtsahnend machte sich das alatarische Heer zur Grenzfestung auf dem heiligen Reichsboden auf wo sie Feindkontakt mit den Ketzern hatten.
Alle Regimentler waren beritten sowie gerüstet und bewaffnet doch angreifen wollten sie an den Abend nicht. Jedenfalls kam die Überlegung eines Angriffs nicht zu dieser Stunde sondern an einem Grenzturm des Lichtenthaler Regiments zu welchem die alatarischen Krieger, die Ketzer hingeführt haben.
Raus aus dem alatarischen Reich ab an die Ketzergrenze!

Kurz war es still bis ein Gardist überlegte den Angriff einzuleiten.
Doch der Regimentler war schlau genug und das Regiment zog ohne Widerstand in das innere ihres gottverdammten Ketzerlandes.

Die Recken des alatarischen Reich überlegten kurz und blickten den hohen holzernen Turm der Ketzer hoch.

Abfackeln wäre ein guter Einfall..
Meint ihr? Ohne die Einstimmung seiner Heiligkeit?
Wir sollten auf jeden Fall ein Vergeltungsschlag ausführen!
Dann bringen wir die Wachen vor dem Turm um und brennen die Banner nieder!

Gesagt getan! Die Liedkundigen setzen die Hand an den Bannern an und brannten sie nieder. Währenddessen kümmerten sich die restlichen Kämpfer der Truppe um die wachhabenden Regimentler in und um den Turm.

Niemand rennt einfach in das heilige alatarische Reich ein!
Diese Aktion schreit nach Vergeltung!


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Zuletzt geändert von Kava Shasul am Dienstag 3. Dezember 2013, 15:37, insgesamt 1-mal geändert.
Vaughain van Nordwind

Beitrag von Vaughain van Nordwind »

Was bedeutete es, für eine Sache die Verantwortung zu tragen. Für eine Gruppe von Männern und Frauen verantwortlich zu sein, die im Krieg ihr Leben riskierten, und manchmal auch gaben?

Bedeutete es, nur dafür zu sorgen, dass sie funktionierten? Dass sie, wie Figuren, im großen Spiel ihren Teil erfüllten und dann vom Feld genommen wurden, wenn sie ihren Nutzen verloren hatten?

Oder bedeutete es mehr als das? Bedeutete es auch, für sie da zu sein, ihre Sorgen und ihre Bedürfnisse zu kennen und dafür zu sorgen, dass keines von beidem zu kurz kam?

Mit Sicherheit bedeutete es, Entscheidungen zu treffen. Und selten fiel dies so schwer, wie es im Krieg der Fall war.

Ohne das Gesamtbild zu kennen, ohne alle Fakten, ohne die Zeit, die eine, die richtige Entscheidung zu fällen, blieb nicht viel mehr, als das beste daraus zu machen. Das zu tun, was hier und jetzt richtig schien, mochte es für jene, die außerhalb standen, auch noch so falsch erscheinen.

Und es bedeutete, mit diesen Entscheidungen zu leben. Jeden Tag , der darauf folgte, bis zum letzten Tag.

Und so auch hier. Einen Mond war er nun Offizier, einen Mond mit dem Wohlergehen seiner Kameraden betraut und damit, dass ihre Pflicht erfüllten.

Einen Mond und die ersten von ihnen waren gefallen. Getötet von einem Feind, der keine Gnade kannte, kein Mitgefühl und keine Frage nach Gerechtigkeit. Nur Hass.

Bald schon würde man sie zu Grabe tragen, die letzte Ehre erweisen und sie als Helden feiern. Kameraden würden Reden halten, andere würden auf sie trinken, man würde weinen, lachen, sich an sie erinnern bis die Erinnerung verblasste.

Und die Erkenntnis folgen, dass manchmal nichts anderes blieb, als das zu akzeptieren, was einem gegeben war. Nicht die eine, richtige Entscheidung zu treffen, sondern die eine, die am wenigsten .... falsch war. Und damit zu leben.

Lambart, Warenhar, Godarth, Gardisten des Regimentes. Jene waren gefallen im Dienste an ihrem König. Andere ihrer Kameraden waren am Leben und würden ihr Andenken ehren. Würden dem, wofür jene drei gestorben waren, einen Sinn verleihen.

Und er, der er nun diese Verantwortung trug, würde daran nicht zugrunde gehen. Keine trübe Melancholie würde ihn erfassen, kein Bedauern ob der Traurigkeit des Lebens. Entscheidungen waren zu treffen, heute, gestern morgen.

Er würde es den dreien danken und sie weiter treffen, nach bestem Wissen und Gewissen, bis seine Zeit gekommen war .. und seine Kameraden dereinst vielleicht sagen mochten .. "so war es recht"
Zuletzt geändert von Vaughain van Nordwind am Sonntag 8. Dezember 2013, 02:26, insgesamt 1-mal geändert.
Taz

Beitrag von Taz »

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Zuletzt geändert von Taz am Montag 9. Dezember 2013, 08:28, insgesamt 1-mal geändert.
Taz

Beitrag von Taz »

Getwergelyn war auf dem Weg zum Außenhandelsposten ,
er hatte sich mit reichlich Bier für den langen Weg eingepackt ,
ein kleines 30 Literfässchen sollte bis zum Handelsposten wohl reichen.
Vor dem Antritt seiner kleinen Reise jedoch beschloss er noch
einen Rundritt durch den Unheilsberg zu tätigen und so war es
wohl mehr oder weniger Zufall das er den Weg von Berchgard aus
antrat in Richtung Bajard. Es war schon spät , aber durch seine
natürliche Infravision konnte er schon die Lichter auf die Entfernung
erblicken , seine Neugierde war nicht besonders groß , er dachte sich
viel mehr das er mal nachsieht was dort wohl ist als unbedingt brennend
darauf auszusein es zu erfahren. Während er den Lichtern des Wachturmes
wohl immer näher kam erhöhte sich wohl auch der Alkoholpegel im Blute
des tapferen Kaluren. Nun lag der freien Sicht des Kaluren auf den Turm
nichts mehr im Wege und doch war das was er dort sah nicht das
was er erwartet hatte dort zu sehen. Schnell konnte er die Wappen auf
den Rüstungen und die Roben und Farben einer Gruppierung zuordnen.
Ein kurzer prüfender Blick in die Umgebung und dann zum Fass ehe er
wieder nach vorn sah. Da kam sie schon auf ihn zu , die Magistra mit den
schwarzen Haaren die Getwergelyn unter dem Namen Maya wohl
kennenlernte. Man kannte sich und wusste um die Stärken und Schwächen
des Gegenübers , doch Getwergelyn war nicht nach einem Kampf , er hatte
zutun und musste eigentlich schon weiter.
Nachdem Maya ihn entdeckt hatte kam sie schon mit flinken Schritten
wie ein Schatten in der Nacht auf ihn zu und blieb dann stehn.
Ein paar Worte wurden gewechselt bis aufeinmal Getwergelyn dort in der
Dunkelheit , selbst für seine Augen , die doch für die Lichtlosigkeit gemacht waren
, den Götterbogen erblickte , ebenso wie ein Pfeil der
wohl von Geisterhand auf die Sehne des Bogens , man munkelt er sei
von Eluive persönlich erschaffen um dem Bösen einhalt zu gebieten ,
aber genau so wusste Getwergelyn auch das das Böse ebenso im Besitz
dieses achsomächtigen Artefaktes war.
Ein schrilles piepen und das Gefühl der Betäubtheit stieg in Getwergelyn auf
er spürte die Lebensgefahr die von dem Pfeil , welcher auf der Sehne lag
und wohl für Getwergelyn von einem Geist höchstpersönlich geführt wurde ,
ausging und so überlegte Getwergelyn garnicht lange und
entschloss sich für den Rückzug ehe ein Pfeil in seine Richtung surren würde und
das Leben des Bergwächters wohl so sehr schnell beenden würde.
Zu gefährlich war es nun noch in der Wildnis umher zu irren und so nahm Getwergelyn
den kürzesten Weg in die heiligen Hallen , hinter das massive Tor und
die massiven unzerstörbaren Felswände des Unheilsberges.
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