Gemeinsam mit Adrian und Liella, war er nach Fuachtero gefahren wo der Graf sich mit einigen Angurern traf, um über das Verschwinden des Drachens Slains zu beratschlagen.
Adrian und der Anghurer Anghus MacIora waren irgendwie mit diesem Drachen verbunden, und so war es unerlässlich das sie sich darum kümmerten.
Liella verließ den Rat irgendwann, warum? Rafael hatte nicht wirklich zugehört.
Zu sehr war er immer wieder in Gedanken mit dem Beschäftigt was gewesen war. Gefühle die ihn immer wieder erfassten und die er sonst mit Sarkasmus, gar Humor in Gesprächen zu überspielen schaffte.
Angelina und Adrian halfen ihm dabei sehr, und auch die Arbeit die er wieder verrichtete.
Für den Rat oder wie hier als Begleitung, als königlicher Ritter, zum Schutz von ...
Er lächelte, als Schutz von Adrian und als dessen Freund.
Es war mehr als Spät als sie aufbrachen, zurück zum Hafen gebracht wurden und das Schiff betraten, das sie nach Berchgard bringen würde.
Nur kurz sprachen die Freunde noch miteinander, dann lullte sie das stetige Schaukeln des Seeganges sie ein, wobei bei Adrian der Genossene Met sicher das seinige noch tat.
An die Rückwand gelehnt, die Augen geschlossen, warteten sie auf das Ende der Reise, wobei Rafael selber kaum wirklich ein Auge zu tat.
Auf so einem Schiff war es gewesen da man ihn verschleppte, auf so einem Schiff war es gewesen da... er hielt inne, hörte die leise tappenden Schritte.
Ein Seemann der Getränke bringen würde? Jemand der melden wollte das sie bald da wären?
Er blinzelte... blinzelt um im selben Moment die Augen auf zu reißen, als er den Dolch in den Händen des Mannes sah der sich auf leisen Sohlen dem Grafen näherte, ausholte und ...
Mit einem Satz war Rafael auf den Beinen mit dem Zweiten holte er den Mann von den Füssen noch ehe der Dolch den Grafen erreichen konnte.
Die schwere Platte die er trug, hinderte ihn nicht, und presste die Luft aus den Lungen des Angreifers, der mit einem, voller Wut geführten Kinnhacken, dann das Bewusstsein verlor.
Adrian ob der Geräusche aufgeschreckt blickte ihn etwas fassungslos wirkend an. „Rafael was...“ weiter kam er nicht da der Ritter sich erhob und auf den Dolch des Mannes deutete.
„Er wollte dich umbringen.“ Meinte er lapidar, währen der noch ein Band von der Gardine nahm die diese zusammenhielt und dem Mann die Hände auf den Rücken band. Er konnte Adrians Wut fast spüren, „Wir sollten den Kapitän zur Rede stellen.“ Meinte dieser nur und stapfte hinauf um noch kurz bevor er ganz oben war, zu fluchen.
Als Rafael sah das der Graf sein Schwert zog, tat er es ihm gleich ohne noch zu wissen worum es ging, was er jedoch sofort gewahr wurde, als er ihm weiter folgte.
Am Horizont war der Hafen von Rahal zu sehen.
„Verrat.“ Murmelte Rafael nur und riss die Augen auf als der Kapitän samt seinem ersten Offizier und zwei anderen mit gezogenen Waffen auf sie zugerannt kamen.
„Du sagst es.“ Knurrte Adrian nur und stellte sich neben Rafael um den ersten Angriff ab zu schlagen.
Die einzigste Sorge die der Ritter hatte war das der Rest der Mannschaft sich noch einmischen würde, doch die stand abwartend da, rührten sich nicht.
Vier Gegner...
Normal für geschulte Kämpfer wie Adrian und er es waren, kein Problem doch Adrian selber trug keine Rüstung, und Rafael war noch immer etwas geschwächt.
„Bleib hinter mir!“ fuhr er Adrian im Kampfe an. Sorge tragend das der Freund verletzt werden konnte, doch der Graf achtete nicht auf seine Zurufe, und schlug gerade den ersten der Angreifer nieder.
Rafael musste dem zurückweichenden Angreifer folgen der wohl einsah das er gegen den gerüsteten Ritter kaum eine Chancen hatte.
Als er dann doch erneut einen Angriff versuchte, lief er genau in den Schwertstreich Rafaels, der sich sofort wieder zu Adrian drehte.
Der Graf hatte schmerzhaft das Gesicht verzogen, das Hemd am linken Arm zerfetzt und Blutdurchtränkt und hatte noch zwei Gegner die sich lieber um ihn kümmerten als sich gegen den Gerüsteten zu wenden.
In dem Moment als Rafael sich umdrehte, sah er wie Adrian einen der Schwertstreiche seines Gegners abwehrte, dabei jedoch dem Andren eine offene Seite bot, die dieser sofort ausnutzte.
Ein „NEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN.“ Brüllend warf er sich auf den Angreifer, just in dem Moment als dessen Schwert Adrian tief in die Seite fuhr.
Das dem Graf das Schwert aus der Hand fiel, er langsam auf die Knie sank bekam Rafael für den Augenblick nicht mehr mit. TEMORAS Segen erflehend, drosch er eher wie ein Berserker auf die Beiden übriggebliebenen ein, die wohl nicht mehr wirklich wussten wie ihnen geschah, und vom Grafen zurückweichen mussten. Jegliche Schwäche vergessend, führte Rafael sein Schwert, und als er den einen der Angreifer niederstreckte, warf der Andere sein Schwert von sich und sank bittend in die Knie.
„Bindet IHN!“ brüllte Rafael einfach den restlichen Seeleuten zu, die sich jedoch einen Moment lang nicht rührten. „Ist hier etwa noch jemand der sich an dem Verrat gegen Graf und Königreich schuldig machen möchte?“ brüllte er hinterher und schon kam Leben in die Männer und Frauen, die sich auf den letzten der Angreifer der nun blutend und flehend am Boden kniete stürzten und diesen Fesselten.
Rafael kümmerte sich nicht mehr um den Mann seine einzigste Sorge galt seinem Freund, der blutend am Boden lag.
Die Wunde am Arm war tief, dazu die Wundränder seltsam gefärbt, so das Rafael von einem Gift ausgehen musste, die andere Wunde an der Seite... das Schwert war direkt hineingefahren. Rafael hoffte nur das keine inneren Organe verletzt waren.
„Ist hier ein Arzt an Bord?“ brüllte er wider besseren wissens, und als keine Antwort kam resignierte er fast.
„Bringt uns auf direkten Kurs nach Berchgard!“ Befahl er und blickte auf als einer der Matrosen zu ihm trat. „Sir, das ist eine ganz schlechte Idee.“ Meinte dieser kleinlaut und Rafael der gerade dabei war den Arm Adrians ab zu binden sah auf. „Warum das?“
„Weil... weil... Rahal Berchgard heute angreifen wollte.“
„WAS?“ innerlich bebend verfluchte Rafael diesen Tag. „Dann Bajard, aber schnell!“
Er kümmerte sich im Augenblick nicht mehr darum ob man seinem Befehl folge leistete, sondern trug seinen Freund unter Deck, wo er ihn so gut wie er es vermochte verarztete.
Er brauchte einen Heiler und das Schnell. Vielleicht war in Bajard jemand ansonsten ...
Angelina wollte im Schloss auf ihre Rückkehr warten, sie würde ihm helfen können, wenn sie schnell genug waren.
Besorgt blickte er auf das blasse Gesicht seines Freundes und murmelte leise.
„Halt durch, Adrian! Bitte Halt Durch!.“
Verrat
-
Angelina de Arganta
Die Unruhe unten in Schloss ließ sie aufmerken und zur Tür gehen. Wenn selbst die dicken Mauern aufgeregte Stimmen durch dringen ließen, musste etwas Schlimmes.. zumindest Ungewöhnliches… geschehen sein. Sie öffnete die Tür und horchte, versuchte herauszuhören, was geschah.
Da erschien auf dem langen Flur einer der Schlosswachen und eilte mit lang ausgreifenden Schritten und bleichem Gesicht auf sie zu. Schon von Weiten rief er: „Frau de Arganta… schnell! Kommt zu Hilfe… der Graf ist verletzt!“
„Ich komme!“ stieß Angelina hervor und eilte zurück in das Zimmer, um hastig ihre Arzneitasche zu greifen.
Auf dem Weg nach unten schossen ihr entsetzliche Gedanken durch den Kopf.
Hatte Rafael ihn nicht beschützen können?
War Rafe auch hier im Schloss? War er auch verletzt?... oder gar Schlimmeres?
Man hatte den verletzten Grafen auf ein Bett gelegt.
Hier hatte sie auch schon einmal ihren Mann verletzt vorgefunden. Jetzt sah sie ihn über seinen Freund gebeugt, leise und beruhigend auf ihn einredend.
Mit energischem Zeigen auf den Vorhang wies sie die Anwesenden hinaus.
„Bitte, Herrschaften… verlasst das Gemach. Ich untersuche den Grafen jetzt!“
Als Rafael sich aufrichtete und sie mit schmerzvollem Blick ansah, trat sie neben ihn und sagte leise: „Du nicht. Bitte hilf mir.“
Noch einmal sah sie zu den unter unwilligem Gemurmel sich zurückziehenden Leuten.
Angelina wusste wohl, dass jeder gern helfen wollte und alle sich um ihren Grafen sorgten, doch der Verletzte brauchte Ruhe… und sie auch, wenn sie konzentriert arbeiten sollte.
Der Geruch nach Blut und Schweiß stieg ihr in die Nase, als sie sich über dem Grafen, der immer noch ohne Bewusstsein war, beugte.
„Rafe.. ich brauche heißes Wasser und saubere Tücher. Verbände habe ich noch genug. Bitte besorge es aus der Küche“ sagte sie nach einem tiefen Durchatmen.
Mit einem „Ja… ich beeile mich“ war er auch schon durch den Vorhang verschwunden. Sie hörte ihn Anweisungen geben, dann stand er schon wieder neben ihr.
Mit ihrer Schere zerschnitt sie das völlig durchblutete Hemd und löste es vorsichtig, wo es schon begann, an der Haut zu kleben. Die Wunde am Arm blutete nicht, sie war abgebunden, doch aus der Wunde an der Seite sickerte unaufhörlich der Lebenssaft.
Still und mit angespannter Miene ging Rafael seiner Gemahlin zur Hand.
Sie untersuchte die Wunden.
„Gift?“ fragte sie leise und sah zu ihm auf. Er nickte zögernd.
„Ja.. am Arm. Es hat eine Weile geblutet, bevor ich ihn abgebunden habe. Meinst Du, es ist viel eingedrungen?“
Angelina entnahm ihrer Tasche einige Phiolen und stellte sie griffbereit auf dem kleinen Tisch neben dem Bett ab. Sie bewegte sich mit professioneller Ruhe. Kein Handgriff war unnütz und ihre Anweisungen an ihren Mann leise und knapp.
„Er muss das hier trinken… hebe bitte seinen Kopf an. Nicht, dass er mir unter den Händen wegstirbt.“
Gemeinsam flößten sie Adrian das Gegenmittel ein.
Eine Bedienstete trat mit einer Schüssel dampfendem Wasser ein. Rafael nahm ihr die Schale ab und sie zog sich nach einem besorgten Blick auf ihren Dienstherren still wieder zurück.
Angelina wusch nun bis auf die Wundränder das Blut ab, goss zur Reinigung eine von ihr hergestellte Tinktur über die Wunden und begann mit einer gebogenen Nadel und speziellem Rosshaar die Wunden zu verschließen.
Rafael assistierte ihr… wischte immer wieder das nachsickernde Blut fort, reichte ihr die Schere an, wenn sie stumm die Hand danach ausstreckte.
Sie arbeiteten fieberhaft und hochkonzentriert.
Immer wieder kontrollierte Angelina den Puls an der Halsschlagader und war insgeheim froh, dass der Graf in seiner Bewusstlosigkeit still hielt und der Schmerz der Behandlung ihm erspart blieb.
Als sie mit der Hilfe ihres Gatten dann endlich die Verbände angelegt, die Utensilien wie Nadel, Phiolen und Fäden wieder in ihrer Tasche verstaut hatte, setzte sie sich aufstöhnend auf die Bettkante.
Erschöpft lehnte sie sich an Rafael, der hinter sie getreten war und anerkennend seine Hand auf ihre Schulter legte. Sanft drückte er ihr einen Kuss aufs Haupt.
„Nun muss er nur noch aufwachen, Rafe“ flüsterte die junge Heilerin, ohne den Blick von dem blassen Gesicht des Grafen zu nehmen.
„Und wie geht es Dir?“
Sie schaute zu ihrem Gatten auf. Auch er war blass und angespannt, aber schien er nicht verletzt zu sein. Nur die scharfen Falten in den Mundwinkeln zeugten von Erschöpfung.
Er zuckte nur die Schultern. „Mir geht es gut.“
Doch sie wusste nur zu gut, dass er sich völlig verausgabt hatte.
Mit gedämpfter Stimme berichtete Rafael nun was geschehen war.
Die Bestürzung war seiner Gattin ins Gesicht geschrieben. Als er endete, legte sie ihre Hand liebevoll an seinen Arm.
„Rafe… Du kannst nicht nach Berchgard gehen. Sei bitte vernünftig. Es ist Bewahrung, dass Dir auf dem Schiff nichts geschehen ist und dass Adrian noch lebt…“ Sie sah wieder zu dem Verletzten, als müsse sie sich vergewissern, dass ihre Worte auch der Wahrheit entsprachen.
„Bitte bleibe bei mir“ flüsterte sie und legte besorgt ihre Hand auf des Grafen Stirn. „Ich möchte, dass Du bei ihm bist… wenn er die Augen aufschlägt… oder seinen letzten Atemzug tut.“
Da erschien auf dem langen Flur einer der Schlosswachen und eilte mit lang ausgreifenden Schritten und bleichem Gesicht auf sie zu. Schon von Weiten rief er: „Frau de Arganta… schnell! Kommt zu Hilfe… der Graf ist verletzt!“
„Ich komme!“ stieß Angelina hervor und eilte zurück in das Zimmer, um hastig ihre Arzneitasche zu greifen.
Auf dem Weg nach unten schossen ihr entsetzliche Gedanken durch den Kopf.
Hatte Rafael ihn nicht beschützen können?
War Rafe auch hier im Schloss? War er auch verletzt?... oder gar Schlimmeres?
Man hatte den verletzten Grafen auf ein Bett gelegt.
Hier hatte sie auch schon einmal ihren Mann verletzt vorgefunden. Jetzt sah sie ihn über seinen Freund gebeugt, leise und beruhigend auf ihn einredend.
Mit energischem Zeigen auf den Vorhang wies sie die Anwesenden hinaus.
„Bitte, Herrschaften… verlasst das Gemach. Ich untersuche den Grafen jetzt!“
Als Rafael sich aufrichtete und sie mit schmerzvollem Blick ansah, trat sie neben ihn und sagte leise: „Du nicht. Bitte hilf mir.“
Noch einmal sah sie zu den unter unwilligem Gemurmel sich zurückziehenden Leuten.
Angelina wusste wohl, dass jeder gern helfen wollte und alle sich um ihren Grafen sorgten, doch der Verletzte brauchte Ruhe… und sie auch, wenn sie konzentriert arbeiten sollte.
Der Geruch nach Blut und Schweiß stieg ihr in die Nase, als sie sich über dem Grafen, der immer noch ohne Bewusstsein war, beugte.
„Rafe.. ich brauche heißes Wasser und saubere Tücher. Verbände habe ich noch genug. Bitte besorge es aus der Küche“ sagte sie nach einem tiefen Durchatmen.
Mit einem „Ja… ich beeile mich“ war er auch schon durch den Vorhang verschwunden. Sie hörte ihn Anweisungen geben, dann stand er schon wieder neben ihr.
Mit ihrer Schere zerschnitt sie das völlig durchblutete Hemd und löste es vorsichtig, wo es schon begann, an der Haut zu kleben. Die Wunde am Arm blutete nicht, sie war abgebunden, doch aus der Wunde an der Seite sickerte unaufhörlich der Lebenssaft.
Still und mit angespannter Miene ging Rafael seiner Gemahlin zur Hand.
Sie untersuchte die Wunden.
„Gift?“ fragte sie leise und sah zu ihm auf. Er nickte zögernd.
„Ja.. am Arm. Es hat eine Weile geblutet, bevor ich ihn abgebunden habe. Meinst Du, es ist viel eingedrungen?“
Angelina entnahm ihrer Tasche einige Phiolen und stellte sie griffbereit auf dem kleinen Tisch neben dem Bett ab. Sie bewegte sich mit professioneller Ruhe. Kein Handgriff war unnütz und ihre Anweisungen an ihren Mann leise und knapp.
„Er muss das hier trinken… hebe bitte seinen Kopf an. Nicht, dass er mir unter den Händen wegstirbt.“
Gemeinsam flößten sie Adrian das Gegenmittel ein.
Eine Bedienstete trat mit einer Schüssel dampfendem Wasser ein. Rafael nahm ihr die Schale ab und sie zog sich nach einem besorgten Blick auf ihren Dienstherren still wieder zurück.
Angelina wusch nun bis auf die Wundränder das Blut ab, goss zur Reinigung eine von ihr hergestellte Tinktur über die Wunden und begann mit einer gebogenen Nadel und speziellem Rosshaar die Wunden zu verschließen.
Rafael assistierte ihr… wischte immer wieder das nachsickernde Blut fort, reichte ihr die Schere an, wenn sie stumm die Hand danach ausstreckte.
Sie arbeiteten fieberhaft und hochkonzentriert.
Immer wieder kontrollierte Angelina den Puls an der Halsschlagader und war insgeheim froh, dass der Graf in seiner Bewusstlosigkeit still hielt und der Schmerz der Behandlung ihm erspart blieb.
Als sie mit der Hilfe ihres Gatten dann endlich die Verbände angelegt, die Utensilien wie Nadel, Phiolen und Fäden wieder in ihrer Tasche verstaut hatte, setzte sie sich aufstöhnend auf die Bettkante.
Erschöpft lehnte sie sich an Rafael, der hinter sie getreten war und anerkennend seine Hand auf ihre Schulter legte. Sanft drückte er ihr einen Kuss aufs Haupt.
„Nun muss er nur noch aufwachen, Rafe“ flüsterte die junge Heilerin, ohne den Blick von dem blassen Gesicht des Grafen zu nehmen.
„Und wie geht es Dir?“
Sie schaute zu ihrem Gatten auf. Auch er war blass und angespannt, aber schien er nicht verletzt zu sein. Nur die scharfen Falten in den Mundwinkeln zeugten von Erschöpfung.
Er zuckte nur die Schultern. „Mir geht es gut.“
Doch sie wusste nur zu gut, dass er sich völlig verausgabt hatte.
Mit gedämpfter Stimme berichtete Rafael nun was geschehen war.
Die Bestürzung war seiner Gattin ins Gesicht geschrieben. Als er endete, legte sie ihre Hand liebevoll an seinen Arm.
„Rafe… Du kannst nicht nach Berchgard gehen. Sei bitte vernünftig. Es ist Bewahrung, dass Dir auf dem Schiff nichts geschehen ist und dass Adrian noch lebt…“ Sie sah wieder zu dem Verletzten, als müsse sie sich vergewissern, dass ihre Worte auch der Wahrheit entsprachen.
„Bitte bleibe bei mir“ flüsterte sie und legte besorgt ihre Hand auf des Grafen Stirn. „Ich möchte, dass Du bei ihm bist… wenn er die Augen aufschlägt… oder seinen letzten Atemzug tut.“
-
Rafael de Arganta
Rafael fuhr sich mit beiden Händen müde durch sein Gesicht, und ließ sich erst dann auf einem der Stühle neben dem Bett nieder.
Hin und Her gerissen zwischen Vernunft und Wunschdenken, blickt er Angelina an, die den Zwispalt in seinen Augen sehen konnte.
"Rafe bitte. Sieh es doch ein."
Er blickte zu Adrian, dann ließ er den Kopf hängen.
Er wäre wohl wirklich nur Kanonenfutter und würde die anderen Behindern.
"Ich bleibe, aber ich schicke einen Boten hin. Ich will wenigstens auf dem laufenden bleiben. Und Aradan soll wissen das ich mich hier um Varuna kümmere falls etwas geschieht."
Ohne Angelinas NIcken ab zu warten schickte er nach einem Boten, gab diesem Anweisungen und kehrte dann ins Zimmer zurück.
"ich wünsche dir Glück Aradan! Ich weiss das du deine Sache gut machen wirst. Möge Temoras Segen mit dir sein."
Dann trat er zu Angelina, hauchte ihr einen Kuss auf die Lippen um sich dann an das Bett Adrians zu seten.
"Mach blos keinen Blödsinn Freund, Hörst du?! Hier sind noch einige Menschen die dich brauchen. Ich würde dir in die NIederhöllen folgen um dich da heraus zu holen und das willst du doch nicht oder?"
Seine Worte leise gesprochen waren voller Sorge um den langjährigen Freund, der wie ein Bruder für ihn wahr.
Er konnte jetzt nur hoffen...
Hoffe und um Temoras Gunst beten, das der Graf von Hohenfels überlebte.
Hin und Her gerissen zwischen Vernunft und Wunschdenken, blickt er Angelina an, die den Zwispalt in seinen Augen sehen konnte.
"Rafe bitte. Sieh es doch ein."
Er blickte zu Adrian, dann ließ er den Kopf hängen.
Er wäre wohl wirklich nur Kanonenfutter und würde die anderen Behindern.
"Ich bleibe, aber ich schicke einen Boten hin. Ich will wenigstens auf dem laufenden bleiben. Und Aradan soll wissen das ich mich hier um Varuna kümmere falls etwas geschieht."
Ohne Angelinas NIcken ab zu warten schickte er nach einem Boten, gab diesem Anweisungen und kehrte dann ins Zimmer zurück.
"ich wünsche dir Glück Aradan! Ich weiss das du deine Sache gut machen wirst. Möge Temoras Segen mit dir sein."
Dann trat er zu Angelina, hauchte ihr einen Kuss auf die Lippen um sich dann an das Bett Adrians zu seten.
"Mach blos keinen Blödsinn Freund, Hörst du?! Hier sind noch einige Menschen die dich brauchen. Ich würde dir in die NIederhöllen folgen um dich da heraus zu holen und das willst du doch nicht oder?"
Seine Worte leise gesprochen waren voller Sorge um den langjährigen Freund, der wie ein Bruder für ihn wahr.
Er konnte jetzt nur hoffen...
Hoffe und um Temoras Gunst beten, das der Graf von Hohenfels überlebte.
-
Eileen von Hohenfels
Sie hatte ihn schwerverletzt hereingebracht, ihn eilends in die unteren Gemächer des Schlosses geschafft und anschliessend alle aus den Räumlichkeiten verbannt, die bei der Bahandlung stören könnten.
Ruhe, ... er brauchte Ruhe ..., was er sicher nicht brauchte war eine verzweifelte Frau an seiner Seite, also wollte sie ihm keine sein.
Vieleicht würde ihre einfach Nähe ihn stützen können, aber er war nicht einmal bei Bewusstsein.
Ohnmacht.
Nichts tun zu können, obwohl man das Gefühl hat innerlich zu zerreissen ?
Adrian war schwer verletzt und viele Blicke im Schloss verrieten ihr, dass nicht viel Hoffnung in den Köpfen war.
Und vor Berchgard tobte der Krieg.
Das ewige Auf und Ab auf dem langen Korridor nutzte nichts. Ruhe ! ... Sie selbst hatte keine, ... sie wollte irgendetwas tun, handeln, sich ablenken.
Eileen ritt gen Berchgard bis sie Varunas Lager erreichte um sich irgendwie nützlich zu machen.
Alles war besser als tatenlos zu verharren.
Als sie des Nachts wieder in das Schloss zurückkam, war der Rummel vorbei. Adrian lag hinter einem der Vorhänge unweit ihres eigenen Bettes.
Anstand hin oder her, sie sorgte sich.
Wenigstens einen Blick wollte sie auf ihn werfen. Seinen Atem fühlen um Hoffnung mit in den Schlaf nehmen zu können.
... Nicht aufwachen. Du musst ruhen, dich erholen, stark werden. Ich bin immer bei dir, .. und Temora auch ... ich bete für dich ... werd mir gesund Adrian, ... bitte ...
Mit müh riss sie sich von ihm los, verlies seine Gemach. Er war bei ihr, nur durch wenige Lagen Stoff getrennt.
Sie hatte zu diesem Zeitpunkt nicht einmal das Recht, sich die Sorgen seiner Frau um ihn zu machen. Rafael ahnte es, aber wer wusste es ?
Zu kurz war die Zeit zwischen ihrem Versprechen und dem Attentat gewesen.
Sie durfte ansich nicht bei ihm sein, ... war er doch der Graf und sie immernoch nur eine von Vielen.
Ruhe, ... er brauchte Ruhe ..., was er sicher nicht brauchte war eine verzweifelte Frau an seiner Seite, also wollte sie ihm keine sein.
Vieleicht würde ihre einfach Nähe ihn stützen können, aber er war nicht einmal bei Bewusstsein.
Ohnmacht.
Nichts tun zu können, obwohl man das Gefühl hat innerlich zu zerreissen ?
Adrian war schwer verletzt und viele Blicke im Schloss verrieten ihr, dass nicht viel Hoffnung in den Köpfen war.
Und vor Berchgard tobte der Krieg.
Das ewige Auf und Ab auf dem langen Korridor nutzte nichts. Ruhe ! ... Sie selbst hatte keine, ... sie wollte irgendetwas tun, handeln, sich ablenken.
Eileen ritt gen Berchgard bis sie Varunas Lager erreichte um sich irgendwie nützlich zu machen.
Alles war besser als tatenlos zu verharren.
Als sie des Nachts wieder in das Schloss zurückkam, war der Rummel vorbei. Adrian lag hinter einem der Vorhänge unweit ihres eigenen Bettes.
Anstand hin oder her, sie sorgte sich.
Wenigstens einen Blick wollte sie auf ihn werfen. Seinen Atem fühlen um Hoffnung mit in den Schlaf nehmen zu können.
... Nicht aufwachen. Du musst ruhen, dich erholen, stark werden. Ich bin immer bei dir, .. und Temora auch ... ich bete für dich ... werd mir gesund Adrian, ... bitte ...
Mit müh riss sie sich von ihm los, verlies seine Gemach. Er war bei ihr, nur durch wenige Lagen Stoff getrennt.
Sie hatte zu diesem Zeitpunkt nicht einmal das Recht, sich die Sorgen seiner Frau um ihn zu machen. Rafael ahnte es, aber wer wusste es ?
Zu kurz war die Zeit zwischen ihrem Versprechen und dem Attentat gewesen.
Sie durfte ansich nicht bei ihm sein, ... war er doch der Graf und sie immernoch nur eine von Vielen.
Zuletzt geändert von Eileen von Hohenfels am Dienstag 25. April 2006, 08:29, insgesamt 2-mal geändert.
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Adrian von Hohenfels
Vier Mannen, eine Mannschaft die offenbar unentschlossen war. Sein Blick schien es in nur wenigen Sekunden völlig zu erfassen. Keine Zeit mehr für weitere Gedanken, stürmten doch schon Kapitän und erster Offizier auf ihn ein, wohl wissend dass er als Ungerüsteter ein sicherlich leichteres Angriffsziel war. Doch nicht zu leicht, er wusste die Klinge zu führen und es schien für einige Augenblicke als könnte er gegen sie bestehen, bis.... ja bis ein flink geführtes Messer von ihm zu spät gesehen wurde. Der Schmerz im Oberarm machte es jedoch sogleich deutlich. Nicht aufgeben, nicht ablenken lassen. Er musste den Schmerz ausblenden, die Angriffe nahmen nicht ab.
Hastig wehrte er die Attacken mit dem Schwert weiterhin ab, doch die Mannen waren offenbar einander eingespielt. Erreichte der Kapitän doch seine Abwehr lang genug auf sich zu lenken, dass sein erster Offizier eine geschickte Attacke gegen seine ungeschützte Seite führen konnte. Für einen Moment fassungslos auf die Schwertwunde starrend, fiel ihm sein Schwert schon aus der Hand. Rettungslos... es schien vorbei. Nur am Rande bekam er noch mit, dass Rafael einem Wirbelsturm gleich über die Männer kam. "Nun hast du wohl deine Revanche der Lebenserrettung", ging ihm ein zynischer Gedanke durch den Kopf. Dann nur noch Leere und Schmerz. Er spürte die aufsteigende Übelkeit. Es schien ein vager Gedanke wollte ihm deutlich machen, er sei nun auch noch vergiftet, es ihn spürend machend. Dann wohlige Erinnerungslosigkeit. Das Ende gar? Welch unwürdiges Ende doch fragte das Schicksal je nach eigenen Wünschen?
Alles was er noch fühlte war Schmerz. War Schmerz denn nicht eher ein Zeichen noch zu leben? Müsste der Tod nicht Frieden und Ruhe gönnen? Gedanken drangen durch den Nebel. Gesichter und Namen... Personen die ihm wichtig waren, konnte er sie verlassen? Durfte er es jetzt? Sich einfach dem Frieden der Ruhe hingeben? Anara.. Eileen.. Rafael... noch so viele Namen mehr strichen durch seinen Geist. Immer wieder Dunkelheit und roter Nebel.. Schmerz. Was würde sein?
Stunden.. waren es diese? Er wusste es nicht, vermochte nicht zu urteilen. Er wusste nur der Schmerz stieg herauf, nahm zu. Er spürte nun langsam deutlicher und bewusster. Angenehm war es gewiss nicht, doch die Flucht in bedeutungslosen Nebel schien ihm nicht vergönnt. Sein Lebensgeist, sein Wille erwachte, wenngleich der Schmerz wünschen liess es wäre nicht so. Er schlug die Augen auf... sein Blick schweifte blinzelnd.. und erblickte einen völlig übermüdeten Rafael.
Hastig wehrte er die Attacken mit dem Schwert weiterhin ab, doch die Mannen waren offenbar einander eingespielt. Erreichte der Kapitän doch seine Abwehr lang genug auf sich zu lenken, dass sein erster Offizier eine geschickte Attacke gegen seine ungeschützte Seite führen konnte. Für einen Moment fassungslos auf die Schwertwunde starrend, fiel ihm sein Schwert schon aus der Hand. Rettungslos... es schien vorbei. Nur am Rande bekam er noch mit, dass Rafael einem Wirbelsturm gleich über die Männer kam. "Nun hast du wohl deine Revanche der Lebenserrettung", ging ihm ein zynischer Gedanke durch den Kopf. Dann nur noch Leere und Schmerz. Er spürte die aufsteigende Übelkeit. Es schien ein vager Gedanke wollte ihm deutlich machen, er sei nun auch noch vergiftet, es ihn spürend machend. Dann wohlige Erinnerungslosigkeit. Das Ende gar? Welch unwürdiges Ende doch fragte das Schicksal je nach eigenen Wünschen?
Alles was er noch fühlte war Schmerz. War Schmerz denn nicht eher ein Zeichen noch zu leben? Müsste der Tod nicht Frieden und Ruhe gönnen? Gedanken drangen durch den Nebel. Gesichter und Namen... Personen die ihm wichtig waren, konnte er sie verlassen? Durfte er es jetzt? Sich einfach dem Frieden der Ruhe hingeben? Anara.. Eileen.. Rafael... noch so viele Namen mehr strichen durch seinen Geist. Immer wieder Dunkelheit und roter Nebel.. Schmerz. Was würde sein?
Stunden.. waren es diese? Er wusste es nicht, vermochte nicht zu urteilen. Er wusste nur der Schmerz stieg herauf, nahm zu. Er spürte nun langsam deutlicher und bewusster. Angenehm war es gewiss nicht, doch die Flucht in bedeutungslosen Nebel schien ihm nicht vergönnt. Sein Lebensgeist, sein Wille erwachte, wenngleich der Schmerz wünschen liess es wäre nicht so. Er schlug die Augen auf... sein Blick schweifte blinzelnd.. und erblickte einen völlig übermüdeten Rafael.
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Felicitas de Arganta
Felicitas hatte davon gehört, dass der Graf vermisst wurde.
Sie fragte sich wo der Graf zu Zeiten des Angriffs gewesen war.
War er in Gefangenschaft geraten? Oder einfach genau zu der Zeit auf Reisen gewesen?
Es war merkwürdig. Selbst der Hauptmann seiner Garde wusste nichts.
Um so erstaunter war Feli als sie von Rafael im Belagerungslager hörte, er müsse ins Schloss um nach dem Grafen zu sehen?
Was war da nur los? Und warum erfuhr man nichts? Sie wusste, dass es üblich war einige Dinge, besonders den Adel betreffend, lieber vor dem Volke in Stillschweigen zu hüllen, aber dies waren sicher Zeiten in denen zumindest die Regenten der Länder informiert werden sollten.
Sie konnte nur spekulieren. Auf Grund der wenigen Information und der Aussage von Rafael musste sie annehmen das dem Grafen etwas zugestossen war, dessen Ursprung sie jetzt noch nicht kannte.
Es half aber auch nichts. Der Graf de Arganta würde sich wohl um alles weitere bis dahin kümmern und es lag jetzt auch an ihr zu zeigen wo ihre Baronie in dieser Zeit stand.
Dies hatte sie. Sehnsüchtig würde sie die Antwort des Vogts van Dure erwarten.
Sie fragte sich wo der Graf zu Zeiten des Angriffs gewesen war.
War er in Gefangenschaft geraten? Oder einfach genau zu der Zeit auf Reisen gewesen?
Es war merkwürdig. Selbst der Hauptmann seiner Garde wusste nichts.
Um so erstaunter war Feli als sie von Rafael im Belagerungslager hörte, er müsse ins Schloss um nach dem Grafen zu sehen?
Was war da nur los? Und warum erfuhr man nichts? Sie wusste, dass es üblich war einige Dinge, besonders den Adel betreffend, lieber vor dem Volke in Stillschweigen zu hüllen, aber dies waren sicher Zeiten in denen zumindest die Regenten der Länder informiert werden sollten.
Sie konnte nur spekulieren. Auf Grund der wenigen Information und der Aussage von Rafael musste sie annehmen das dem Grafen etwas zugestossen war, dessen Ursprung sie jetzt noch nicht kannte.
Es half aber auch nichts. Der Graf de Arganta würde sich wohl um alles weitere bis dahin kümmern und es lag jetzt auch an ihr zu zeigen wo ihre Baronie in dieser Zeit stand.
Dies hatte sie. Sehnsüchtig würde sie die Antwort des Vogts van Dure erwarten.