Im Haus der Yazir auf dem Schreibtisch Amars wird ein Brief hinterlassen, oder eher eine kleine Notiz.
Den Segen der Mutter Amar,
sei doch so gut und triff dich mit Imraan aus dem Hause Omar. ich habe eine Hauslose kaufen wollen und er hat eingewilligt. Der Preis beläuft sich auf 500 Säcke Salz, 200 Kronen und eine Diamantene Axt. Alles werde ich selbst begleichen. Solltest du allerdings noch über den Preis verhandeln wollen, so besprich dies mit ihm. Er verlangte nach deiner Einwilligung.
Damit hoffe ich, dass wir dieses Thema endgültig abschließen können.
Mit besten Grüßen,
p.s.: Ich glaube ihr Name ist Ayasha und sie ist ein gutes Jahrzehnt jünger als Khalida. Falls du gewisse Ansprüche erheben solltest, verstehe ich dies vollkommen und werde keine Fragen stellen.
*Als er auf dem Schreibtisch den Brief bemerkte, sank er in seinen gemütlichen Stuhl hinein und las sich aufmerksam, wie auch mit ansteigender Skepsis die Zeilen durch.
Die Beiden hatten sich anscheinend wohl nur knapp vefehlt. Noch am selben Abend wird eine Antwortnote für seinen Cousin hinterlegt.*
Geschätzter Cousin,
mich überrascht Dein Interesse an einer Frau aus der Wüste, gleichzeitig freue ich mich auch für Dich, dass Du diesen Schritt in Deinem Leben wagst.
Umso mehr verwundert es mich, dass Du für eine Hauslose einen Brautpreis zahlen willst. Wozu? Wenn sie nicht einmal Ehre besitzt. Sie ist nicht mehr Wert als das Sandkorn in Deiner Stiefelritze. Der Preis, welcher Dir hier aufgebunden wird, akzeptiere ich nicht.
Die Einwilligung meinerseits wirst Du nicht erhalten. Mir liegt viel an Dir, aber auch an unserer Familie. Zuerst einmal will ich diese Hauslose kennenlernen, um sicherzugehen, dass sie unsere Familie nicht in Schande stürzt.
Zuletzt geändert von Amar Yazir am Sonntag 24. November 2013, 23:05, insgesamt 1-mal geändert.
Verwundert las Djadi Amars Brief, dann wird er erneut etwas für Amar hinkritzeln.
Geschätzer Amar,
deine Worte verstehe ich nicht recht. Der Preis ist recht gering und war nicht direkt für sie, sondern vielmehr als Geschenk für die Familie Omar gedacht. Wenn wir ihnen etwas bezahlen, werden sie jeden Zweifel, den andere an der Verbindung haben könnten, durch ihr Wohl ausräumen.
Die Tatsache, dass ich etwas bezahlen muss, geht auf Khalida und Anisah zurück. Sie sagten mir, ich sollte mir eine Hauslose dort kaufen. Nach reiflicher Überlegung fand ich diese Idee hervorragend, denn an Gold und Salz mangelt es weder mir noch der Familie.
Natürlich verstehe ich auch dein Anliegen. Da ich nicht oft im Haus bin, werdet ihr sie größtenteils beschäftigen müssen. Falls ihr aber Angst habt, dass sie etwas falsch macht, ich bin mir sicher, dass sie unter Anisah und Khalidas strenger Hand alles rasch lernen wird.
Hudad, überdenke deine Entscheidung noch einmal und lass uns dieses Thema endgültig aus der Welt schaffen. Eigentlich hatte ich gedacht, dass es auch in deinem Interesse sei.