Ferne Wege

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Kysira Bagosch

Ferne Wege

Beitrag von Kysira Bagosch »

Stille.
Unendliche Ruhe.

Sie stand am Rand eines Weges, der Blick unter der Kapuze hervor richtete sich in die Ferne. Es gab keinen Fixierpunkt für die Augen, nur Schwärze. Jene Schwärze begann kaum Armweit von ihr entfernt, wurde schnell dicht. Und doch hatte sie manchmal das Gefühl, darin (oder dahinter?) Bewegungen auszumachen. Einzelne Lichtpunkte blitzten hier und da auf, doch niemals länger anhaltend um irgendetwas als Form zu erkennen.

Dort draussen war Leere.
Oder etwas das wie Leere erschien.

Sie war sich noch immer nicht Sicher, aber es war klar das jener Ort der natürlichen Logik in vielen Punkten widersprach. Es gab keinerlei feste Materie im Sichtbereich, ausser dem Boden. Kaum drei Schritte breit und so Fest wie er sein sollte. Rechts und links gab es nur die schwarze Unendlichkeit.
Sie hatte einen Stein mitgenommen, zum Leuchten gebracht und fallen gelassen. Das Leuchten war schnell verschwunden, doch gehört hatte sie keinen Aufprall. Höchstwahrscheinlich fiel er noch immer. Doch das Schlimmste von allem, war die Abwesenheit des Liedes. Normalerweise konnte sie alles spüren, das Lied von jedem Wesen und jedem Gegenstand hören. Die ganze Welt spielte sich für sie auf einer zusätzlichen Wahrnehmungsebene ab, welche die Normalsterblichen nicht bemerken konnten. Doch an diesem Ort gab es nur einen minimalen Fluss des Liedes. Jener erstreckte sich zwischen den Toren, und wurde am Übergang zwischen den Welten stärker Wahrzunehmen. Seid Wochen hielt sich die blonde Arkoritherin immer und immer wieder an diesem Ort auf. Mitlerweile hatte sie gelernt das, was vom Lied da war, ein wenig zu benutzen. Einfachere Applikationen gingen ihr nun halbwegs von der Hand, aber alles Höhere war noch immer ein Problem. Davon abgesehen war sie sich nicht sicher, ob höhere Magie die fragile Wegestruktur beschädigen könnte, welche die Tore verband.

Wieder liess sie den Blick über die unendliche Schwärze wandern, während sie auf das Lied horchte, das hier kaum lauter war als jemand der Schrie, während man ihm ein Kissen auf das Gesicht drückte.
Kysira Bagosch

Beitrag von Kysira Bagosch »

"Die Welt ist Grausam..."

Einige Tage später

Lärm.
Kombiniert mit dem Geruch der See und Fisch.

Am Abend im Hafen von Adoran verliess eine brünette Frau die Fähre. Ihre braunen Augen blickten sich aufmerksam am, die Haare nur Schulterlang geschnitten. Sie trug eine rote Robe, ein Dunkelrot, welches der ungeübte schnell mit der Standesfarbe der Arcana verwechseln konnte.

Die Illusion sass perfekt, keiner der Gardisten vom Regiment witterte einen Trug, während sie freundlich die Fragen nach dem woher und wohin beantwortete. Standardfragen, gelangweilte Gardisten, eine unbekannte aus Bajard. Niemand störte sich wirklich an ihr.

So strich die Arkorither im Hafen umher und kehrte in einer billigen Kaschemme ein, bestellte etwas zu trinken und sah sich um. Orte wie diesen gab es überall. Im Schatten der hohen Gesellschaften lebten jene, welche kein Glück hatten, oder es noch suchten. Tagelöhner, Bettler, Dirnen und anderes fragwürdiges Gesindel. Adoran mochte weniger davon haben, aber sie waren da.
Also war sie hier, an einem Ort an dem niemand jemanden wie sie erwarten würde, und suchte mit viel Geduld ihre Beute. Es dauerte nicht ewig, bis sie auf eine der Huren aus dem Hafen zuging, sie in ein Gespräch verwickelte.
Es war schnell ein Handelsgespräch, und der Grund der Verhandlung stand keine drei Schritte entfernt, hiess Marla und war nun Elf Sommer alt. Das Angebot war einfach. Sie suche eine Gehilfin im Haus und einen Lehrling für die Achemie. Das Mädchen sei noch im rechten Alter um nicht dem Gewerbspfad der Mutter folgen zu müssen, doch sehr bald wäre dem nicht mehr so. Warum ausgerechnet sie?
Kysira sponn eine kurze Geschichte eines eigenen aufwachsens in Armut, und nur ihr Erwachen habe sie gerettet. Nun könne sie jemandem helfen ebenfalls ein besseres, anerkannteres Leben zu führen. Aber wenn sie nicht wollte... es würden sich andere finden.
Sie kam nicht einmal dazu sich halb abzuwenden, ehe die Mutter einlenkte, noch ein wenig um einen Entschädigungspreis feilschte und dann zustimmte. Marla war erschrocken, fügte sich aber gehorsam den Weisungen der Mutter, welche ihr ausmalte das sie nun bald viel lernen würde. Lesen, Schreiben, die hohe Kunst der Alchemie. Es wäre nicht verkehrt bei einer Alchemistin und Zauberin zu lernen, ausserdem könne man sich schreiben sobald Marla es gelernt habe, und immerhin sei Bajard ja auch nicht ausserhalb der bekannten Welt.

Während die Mutter ihre Tochter überzeugte, fragte Kysira sich, ob die Frau jemals bis Bajard gekommen war, behielt den Gedanken aber für sich. Es war ihr gleich wie sie das Kind dazu bekam mitzugehen, geduldig lächelte sie zu aufmunternden Sätzen über neugeordnete Sterne und solchen Unsinn. Dann, eine tränenreiche Verabschiedung später, legten eine rot berobte Zauberin und ein kleines Mädchen auf der nächsten Fähre in Richtung Bajard ab.


Kaum hatten sie die Gewässer der Stadt verlassen, erklärte sie der Kleinen, dass sie nun mit hilfe der Magie reisen würden. In Adoran durfte sie dies wegen der Gesetze nicht. Dann, ohne eine Antwort abzuwarten, zerriss sie das Gefüge der Welt, lauschte dem Lied wie es gequälte Klänge von sich gab, und trat dann mit der kleinen durch den Sphärenriß.

[Fortsetzung folgt]
Kysira Bagosch

Beitrag von Kysira Bagosch »

Das Kind hielt die Luft an, drückte sich an sie und sah sich verschreckt um. Die Arkoritherin seufzte innerlich entnervt auf.
Kinder....
Und so nahm sie die Kleine an der Schulter und führte sie etwas von dem zentralen Ort fort, während Marla die Augen mal hierher, mal dorthin wandern liess. Und im Endeffekt sah sie immer nur das selbe: Schwärze.
Auf halber Strecke hielt Kysira an, fragte das Mädchen was sie fühle, wie der Ort auf sie wirke.
Die Antwort war ein gebrabbel, welchem sie vor allem die Angst entnehmen konnte. Der Rest war einfach nicht verwertbar.
Wieder ein innerliches seufzen.
Diese Kinder.....

Sie nahm sich vor, einige der Fragen mit erwachseneren Menschen durchzusprechen und sah wieder zu Marla hinab. Sie wollte, das die Kleine schrie. Aber Marla weigerte sich, sie wollte fort. Also fischte Kysira eine Sanduhr aus der Tasche. Sie war klein und liess nur eine Minute lang den Sand laufen. Für den Moment aber würde es reichen. Als der Sand komplett auf einer Seite angekommen war, sah sie wieder zu dem verängstigten Kind hinab.

"Und nun schreist du für mich." , stellte sie fest, die Stimme diesmal merklich distanzierter als am vorherigen Teil des Abends. Marla sah zu ihr auf, dann riss sie die braunen Augen vor Schreck weit auf, als sie den bestimmten, unheilverkündenden Druck an der Schulter spürte.
Die Magierin drehte die Sanduhr, während sie dem Blick des Mädchens begegnete. In den braunen Augen sah sie Erschrecken, Misstrauen und Unverständnis. Als der Punkt erreicht war an dem sie das Gleichgewicht verlieren würde, weiteten die Augen sich. Zitternde, stumme Lippen wurden begleitet von einem Blick aus Mitleidsuche und aufkeimender Panik. Und als die Magierin einfach weiterschob, wurden die Augen noch weiter. Blanke Furcht sprach aus dem Blick der Elfjährigen, eine Panik, welche ein Kind dieses Alters niemals spüren sollte. Und in dem Moment begann sie zu schreien. Wie in Zeitlupe fuchtelte sie mit den Armen, fand aber nichts als die Leere selbst, während ihr Körper über den Rand kippte. Kysira hatte derweil nur Augen für den Blick des Kindes. Die Panik, das Flehen... verletzter Schrei nach Hilfe. Und das letzte was die kleine Marla sah, waren dunkelblaue Augen welche sich abwandten, um auf eine Sanduhr zu schauen.
Danach kam die Schwärze...

Kysira lauschte dem sich immer wieder überschlagenden Schrei voller Panik, der langsam leiser wurde während das Kind sich weiter entfernte. Es waren grade drei-viertel der Sanduhr abgelaufen, als der Schrei von einem tiefen, lauten Grollen übertönt wurde und dann aprubt endete.
Drei-Viertel Sanduhr war eine sehr lange Fallzeit, stellte sie fest. Und wäre Marla nicht das Futter für irgendwas geworden, wäre es wohl noch mehr Zeit gewesen.

Als sie sich abwandte und das Tor nach Düstersee anstrebte, liess sie auch die Illusion fallen. die rote Robe flog ebenfalls über den Rand, folgte dem Kind in den Abgrund des nichts. Und durch das Tor in die heimatliche sphäre trat die blonde Arkoritherin, als wäre nichts geschehen.

"Die Welt ist grausam, und manchmal frisst sie kleine Kinder." ~Lycidas, Christoph Marzi
Savar Arlenn

Beitrag von Savar Arlenn »

Eine Weile saß er noch am Morgen vor seinem Schreiben, die Augenlider waren schwer, da der Wachdienst am Abend bis in die Morgenstunden ging. Er hatte es jedoch der Magistra versprochen und wollte die Gemeinschaft in jeglicher Hinsicht unterstützen. Was diese Studie Kysira wirklich bringen wollte - das wusste er nicht, aber es gab Dinge im Leben, die musste er auch nicht wissen. Sollten sich die Liedwirker mit dem befassen, was sie als sinnvoll erachten. Zusammengefaltet wird die Magistra das Pergament auf ihrer Truhe im Gemeinschaftshaus finden. Im unteren, rechten Eck findet sich lediglich ein Name "Savar".

Seid von Ihm gesegnet verehrte Magistra,

ich bin Euch sehr dankbar dafür, dass ich an diesem Experiment teilnehmen darf. Ich hoffe, dass ich dadurch meinen Horizont etwas erweitern kann. Bisher war mein Weg doch fern jeglicher Beschäftigung mit der Magie, auch wenn ich ihren Nutzen oft genug am eigenen Leib erfahren habe.

Ich will zu dem kommen, was ich gespürt habe, als wir gemeinsam den Ort bereist haben. Ich für meinen Teil, habe den Ort für mich als das "Schattenkreuz" benannt. Eine Mischung also aus einer Kreuzung und einem Ort, der im Schatten liegt, da mich natürlich die umfassende Schwärze des Ortes daran erinnert. Wenn man diesen Ort durch den unnatürlichen Riss betritt, kommt mir oftmals ein Schauer über den Rücken. Schlagartig fühlt man sich, als würde es um einen kälter werden. Ich vermute auch, dass es nur teilweise mit dem Temperaturunterschied zu tun hat. Zum gestrigen Tage war der Unterschied gleichbleibend im Vergleich zu den warmen Sonnentagen vor einigen Mondläufen. Diese surreale Zwischenwelt erfasst einen schlagartig und lässt einen recht klein im ganzen Weltengefüge wirken. Die Schwärze zeigt sich hier als grausamer Schleier, der, wenn man nicht aufpasst, einen sofort einzieht. Ich will mir nicht ausmalen, was mit jemandem passiert, der vom Weg abkommt und in die Schwärze eintaucht. Man hat also doch dauerhaft ein mulmiges Gefühl und möchte den Ort auch so schnell wie möglich verlassen - aufgrund der unwirklichen Umgebung. Als wir die Gespräche beendet haben und Ihr uns mit der Aufgabe betraut habt unsere Sinne zu schärfen, bin ich in mich gegangen und habe versucht jeden einzelnen der Sinne nacheinander zu aktivieren. Wenn man nicht gerade den Atem oder die Schritte seiner Begleiter hört, hat dieser Ort zahlreiche Geräusche, die meistens jedoch recht leise an einen heranklingen. Ich habe versucht eines der Geräusche zu filtern und mich nur darauf zu konzentrieren. Ich habe eine Stimme vernommen, die doch einem Lockruf ähnelte. Ich vermute, dass hier manch ein neugieriger Reisende schon verschollen gegangen ist und dieser wohl im Dienste einer höheren Macht weitere Reisende in dieses eigene Reich rekrutieren möchte. Fast mag man meinen, als würde eine Hand nach einem greifen wollen, um die Person zu empfangen und einzuladen. Eventuell wird man diesem Gefühl eher nachgeben, wenn man sich noch länger an diesem Ort aufhält.

Der Weg auf dem man zu den anderen Portalen hin schreitet ist fest und scheint in dieser Schwärze zu schweben. Zu den Seiten hinab, als ich meine Hand dort hinab geführt hatte, habe ich ein Gefühl an den Händen gehabt, als hätte ich die Finger in frisches Tauwasser getaucht. Das Gefühl kam mir trügerisch vor.

Den Geruch selbst an diesem Ort kann ich schwer beschreiben. Gewöhnlich herrscht hier der eigene Körpergeruch vor, es gibt keine Superlative, die sich mir wirklich in den Vordergrund gedrängt hat. Ich weiß nicht, ob man dann den Körpergeruch der anderen Wesen an diesem Ort irgendwann vernehmen kann. Besonderheiten habe ich hier keine feststellen können.

Primär muss man hier wirklich sagen, dass die meisten Eindrücke über das Sehen und Hören kamen. Ich empfand an diesem Ort schnell ein Unwohlsein - Misstrauen. Man betritt doch einen Raum, der einem unbekannt ist und im ersten Moment will man hier doch immer eine Schutzfunktion hochfahren.

Aufgrund der Worte, die Ihr als Warnung zur Beendigung des Experiments ausgesprochen habt, werde ich diesen Ort auch so selten wie möglich aufsuchen. Sollte es tatsächlich unumgänglich sein, werde ich meinen Aufenthalt so kurz wie möglich halten wollen.

Vergisst man doch nicht, dass der Mensch das Feuer gefunden hat, um den Schatten weichen zu lassen, doch den Schatten auch nutzt, um sich verstecken zu können.

Irgendwann bietet sich die Schwärze vielleicht einem als vertrautes Heim an.

Ich hoffe, dass meine Worte Euren Ansprüchen genügen. Ich stehe Euch natürlich gerne für weitere Versuche und klärenden Gesprächen zur Verfügung.

Des All-Einen Segen mit Euch, Weisheit und Stärke auf Euren Wegen,


Hochachtungsvoll Savar Arlenn
Zuletzt geändert von Savar Arlenn am Mittwoch 1. Januar 2014, 12:36, insgesamt 2-mal geändert.
Vyel'tareala
Beiträge: 908
Registriert: Sonntag 24. Mai 2015, 02:47

Beitrag von Vyel'tareala »

Stets empfand sie ein gewisses Unbehagen wenn sie den liedleeren Raum betrat. Nicht nur das man nicht wissen konnte wem oder was man dort begegnete auch konnte man nicht mit Gewissheit sagen konnte ob der Ort den man durch den Spalt im Lied betrat, noch so war wie man ihn zuvor noch kannte. Es war lediglich zur Gewohnheit geworden, dass es so war. Denn Forschungen dazu wurden auch von anderen Liedkundigen betrieben.. und die Astralebene hatte etwas befremdliches, instabiles an sich. Und konnte wirklich jemand behaupten sie vollends begriffen zu haben?

Die Metaebene warf Fragen auf, auf die es Antworten zu finden galt. Forschungen liefen an und Versuche wurden gemacht. Natürlich hatten sie auch ein Ziel. Doch dazu brauchte man erstmals ein besseres Verständnis über diesen Teil der Sphäre.

Eigene Versuche alleine als auch mit der Magistra bestätigten, dass sich die Gegebenheiten dort gänzlich anders verhielten als im "normalen" Raum. Die Partikel der Umgebung waren zu gering, zu flüchtig als dass man damit effektiv eine Bündelung hätte zustande bringen können. Den Grund kannten sie noch nicht.
Der Ansatz den sie verfolgten war nun, die enstprechenden Bündelungen von aussen einzubringen. Doch die Gefahr bestand hier, dass die Ebene darauf negativ reagierte. Um dies zu testen, beschlossen sie sich aufzuteilen. Eine von ihnen begab sich in den liedleeren Raum, nahe eines Ausgangsportals, während die andere von aussen durch ein eigenes Portal eine elementare Kugel hineinschickte. Das Ergebnis war recht interessant..
Die elementare Kugel zerfiel förmlich, als fehlten ihr Umgebungsenergien die sie zusammenhalten würden. Vielleicht lag es auch darin begründet, dass der Wille sie weiter existieren zu lassen, nicht genug Wiederklang im Lied fand.
Die geistige Übernahme jener Kugel gestaltete sich ebenso schwierig, wie auch mehreren Testreihen, gemeinsam mit der Kugel den Raum zu betreten.
Es war als wolle man Rauch einfangen, die Kontrolle entglitt und die elementaren Partikel schwebten oder ..fielen davon.
Viel Übung war nötig, um sie überhaupt einige Sekunden länger halten zu können.
Möglichkeiten wurden erörtert das Problem anzugehen. Vielleicht wäre eine Art Katalysator möglich, oder der Transport von eingespeicherter Energie, die sich gezielt freisetzen liess.
Ob diese Überlegungen jedoch zum eigentlichen Ziel führen würden, war die andere Frage. Jenes würde langfristig nur durch die Veränderung der Primärenergien möglich sein. Doch als kurzfristige Methode...und damit vielleicht auch der kontrollierte Einsturz, könnten interessante Möglichkeiten bieten.

Dann waren da noch die Wesen welche sich durch die Dunkelheit dieser Ebene bewegten. Die meisten waren bekannt, zumindest was ihr Äusseres betraf. Doch wie lebten sie dort, wovon ernährten sie sich, waren sie Gefangene oder freiwillig in diesem Lebensraum? Es hiess, die aktive Benutzung des Liedes könne sie anlocken. Ihr war dies noch nicht aufgefallen ob der ganzen bisherigen Versuche. So gering die Möglichkeit auch sein mochte, vielleicht waren diese Wesen ein Teil des Schlüssels um die Metaebene zu verstehen.
Gast

Beitrag von Gast »

Zeit...

Ein leises seufzen entlockte sich der Kehle der blonden Magierin. Sie betrachtete ihre schriftlichen Unterlagen zur Metaebene, ebenso wie ihr eigentliches Ziel.

Zu wenig.... Zeit...

Die letzten Wochen hatten verschiedene andere Dinge sie von ihren eigentlichen Forschungen ferngehalten. Dabei war einiges davon durchaus für das endgültige Ziel interessant.

Was ist schon Zeit?

Eigentlich war es ihr klar gewesen. Es würde keine schnellen Ergebnisse geben. Die neue Arbeit mit der Arcana zusammen fraß genauso einen Teil ihrer Aufmerksamkeit wie die Arbeit welche sie mit Vyel begonnen hatte. Der ursprünglich eingeschlagene Weg führte derzeit nicht weiter. Zwar hatte sie die Problematik mit der Verflüchtigung der Energie ein wenig in den Griff bekommen, aber auch dies war kein ewiger Zustand.
Ramnus hatte sie vor einiger Zeit auf die Idee gebracht, und so hatte sie daran gearbeitet den Riss im Lied länger stabil zu halten. Ritualmagie war etwas schönes, es ermöglichte so viele neue Möglichkeiten.

Unter dem Strich führte das ganze aber zu keinen neuen Erkenntnissen. Ein Umstand, über welchen sich die blonde Magierin immer wieder ärgerte. Andererseits war ihr klar, wenn es zu einfach wäre, hätten es schon andere vor ihr geschafft.

Der Blick wanderte nach links, zu dem anderen Schreibtisch im Arbeitszimmer. Dort hatten sich in den letzten Tagen Änderungen ergeben, welche ihr Hoffnung gaben das ursprüngliche Problem von einer anderen Seite anzufassen. Die Blutphiolen waren fein säuberlich Sortiert, ganz klassisch nach den Gesetzmäßigkeiten der Kreaturenkunde. [/i]
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