Nicht gesucht und doch gefunden

Geschichten eurer Charaktere
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Philomena Besan

Nicht gesucht und doch gefunden

Beitrag von Philomena Besan »

*Nein nein und nochmal nein!* Mit einem lauten Knall fiel die Tür hinter ihr ins Schloss. Genug war genug. Nicht eine Tag länger würde sie es bei den Eltern aushalten. Sie liebte ihre Familie, das stand außer Frage, aber irgendwann musste einmal genug sein. Sie hatte sich nun Monde lang auf das kleine Spielchen ihrer Mutter eingelassen. "Ach Philomena, dem Vater geht es doch so schlecht. Jeden Tag könnte sein Ende kommen" Ja von wegen! Noch gestern Abend hatte sie den ach so kranken Vater dabei erwischt, wie er sich aus der Flasche Cognac im Schreibtisch großzügig eingeschenkt hatte. Und all der Herrenbesuch der in der Zeit ins Haus gefallen war, dient natürlich auch nur dazu, vom Vater Abschied zu nehmen. Ihre Mutter würde es einfach nicht aufgeben ihr einen Ehemann zu suchen um sie endlich wieder zurück in den Schoss der Familie zu holen. Und genau das stand überhaupt nicht zur Debatte. Sie mochte ihr Leben in Rahal, ihre Freiheit zu tun was sie wollte, die verrückte Taverne, von der sie ihren Eltern natürlich nicht ein Wort erzählt hatte, und den hübschen Hof. Noch immer ungehalten hielt sie die nächste Kutsche an um sich und ihr Gepäck zum Hafen bringen zu lassen. Ihr Hof, natürlich musste sie diesen aufgeben in der Zwischenzeit. Dafür war sie einfach zu lange auf Zwangsurlaub bei den Eltern gewesen.

Missmutig betrachtete sie die vorbei ziehenden Häuser aus dem Fenster. Was würde sie in Rahal erwarten? Hatte sich viel verändert in der Zwischenzeit? Würden ihre Freunde noch da sein oder hatte der Krieg, von dem sie nur spärlich Informationen erhalten hatte, das eine oder andere Leben gefordert? Finlay's Briefe hatten da nur wenig Aufschluss gegeben. Schreiben war noch nie seine Stärke gewesen. Darüber würde sie wirklich einmal mit ihm reden müssen. Aber zumindest wusste sie von ihm, dass Neyla die Taverne noch immer am Laufen hielt. Die gute Neyla. So verrückt sie war, aber irgendwie hatte sie die Dame wirklich vermisst. Obwohl sie erschreckende Züge ihrer eigenen Mutter angenommen hatte. Auch sie versuchte unermüdlich sie an den Mann zu bringen. Mit ähnlich schlechtem Erfolg.

Mit einem Ruck kam die Kutsche am Hafen zum stehen, worauf sogleich die Tür aufgerissen wurde um ihr aus dem Fahrzeug zu helfen. Eine Weile betrachtete sie die Mühen des Kutschers, ihr Gebäck vom Dach zu hieven, bevor sie mit energischen Schritten die Laufplanken des Schiffs betrat. Diese Reise nach Rahal würde ganz anders verlaufen als damals, als sie zum ersten Mal das Heim verließ. Und vor allem mit wesentlich mehr Gepäck! Lächelnd begab sie sich zur Reling, zog sich den Hut vom Kopf und ließ ihr Haar im Wind flattern. Fast hätte sie den Seeleuten beim Ablegen des Schiffes geholfen, nur damit die Reise endlich begann. Die Reise zu dem Leben das sie für sich gewählt hatte und das sie die letzten Monde so schmerzhaft vermisst hatte. Mit einem letzten Blick übers Meer begab sie sich in ihre Kabine um das lästige Kleid und all die Unterröcke gegen bequeme Hosen und Bluse zu tauschen. Firlefanz den sie nicht mehr benötigen würde...
Philomena Besan

Beitrag von Philomena Besan »

Zufrieden blickte sie sich in der Küche des Klabauters um bevor sie einen Kessel Gulasch aufs Feuer stellte. Endlich wieder daheim. Wer hätte gedacht das sie es einmal vermissen würde zu kochen. Wer hätte überhaupt gedacht das sie einmal lernen würde zu kochen, sie selber ganz sicher nicht. Gedankenverloren rührte sie im Kessel. Sie hatte sich wirklich Zeit gelassen zur Taverne zu gehen. Immer hatte sie eine andere Ausrede gehabt nicht den Weg zum Hafen einzuschlagen. Erst musste sie natürlich ihre alten Freunde besuchen, eine neue Unterkunft wollte gefunden werden. Auf dem einen oder anderen Hof hatte sie ausgeholfen um etwas zu tun zu haben. Durchs ganze Reich war sie gewandert auf der Suche nach einem neuen eigenen Hof. Bisher ohne Erfolg, aber davon würde sie sich nicht abschrecken lassen. Und vor zwei Tagen dann hatte sie sich eine alberne Kuh geschimpft, ihre Angst davor wie Neyla reagieren würde wenn sie auf einmal wieder in der Taverne stehen würde beiseitegeschoben und war den Weg angetreten.

Eigentlich hätte sie sich denken können, dass ihre Angst unbegründet war. Neyla hatte sie mit offenen Armen empfangen, man alberte wie in alten Zeiten, schwatzte über das was in der Zwischenzeit geschehen war. Über Aushilfen die kamen und gingen, gescheiterten Beziehungen und unmöglichen Männern. Vor allem über die unmöglichen Männer! Kopfschüttelnd zog sie den Kessel vom Feuer. Einige Dinge würden sich einfach nie ändern. Das öffnen der Tavernentür ließ sie aufhorchen. So früh schon Kundschaft? Eilig wischte sie sich die Hände an einem Tuch ab und trat aus der Küche. Ein erfreutes Lächeln huschte über ihr Gesicht als sie den Mann sah, der leise fluchend über das Wetter, in die Taverne trat. Teron.. ein Teron dessen Gesichtsausdruck wirklich Gold wert war, als er ihrer ansichtig wurde. Man könnte fast meinen sie sei grade von den Toten auferstanden um ihn heimzusuchen. Sah Teron eigentlich immer schon so gut aus? Die Frage stellte sie sich kurz, während sie ihm ein Getränk servierte. Und hatte er sie jemals zur Begrüßung in den Arm genommen? Sie kannten sich ja schon lange und gemocht hatte sie ihn schon immer, aber irgendwie sah sie ihn heute mit ganz anderen Augen. Warum war das so? Fast erleichtert war sie da schon, als Neyla kurz nach ihm zur Tür rein kam. Das würde sie auf andere Gedanken bringen.

Schnell füllte sich die Taverne an diesem Abend und die Gespräche waren sehr aufschlussreich. Viele neue Gesichter gab es zu bestaunen, noch mehr fremde Namen fielen in dem Gerede der Anderen. Nach einer Weile rauschten ihr die Ohren und sie gab auf verstehen zu wollen, von was die Rede war. Aber wenigstens lenkte sie das Geplapper von Teron ab, oder dem sonderbaren Gefühl das sie hatte, wenn sie in seine Richtung blickte. Vielleicht war das der Grund warum sie es nicht hatte kommen sehen, in einem Moment war noch die Rede von Männern gewesen die es nicht Wert waren das man sich mit ihnen befasst und im Nächsten sprach man über Terons und ihre Hochzeit? Wo genau hatte sie den Faden verloren? Und wieso schlug ihr Teron nun vor miteinander auszugehen. Nur damit Neyla Ruhe gab?

Jetzt auf dem Heimweg, quer durchs schwach beleuchtete Rahal, musste sie sich allerdings die wesentlich dringlichere Frage stellen. Warum hatte sie eingewilligt? Kam sie nicht grad erst von den Eltern zurück mit dem festen Vorsatz sich auf keinen Mann einzulassen? Aber es ging doch nur um Teron oder? Was sollte da passieren. Sie kannten sich schon so lange, ohne dass etwas passiert wäre. Oder hatte sie die Situation nur wieder völlig falsch eingeschätzt? "Ach hör auf dir Gedanken zu machen Philo", murmelt sie immer wieder vor sich hin während sie durchs Stadttor trat. Er wollte einfach nur Ruhe vor Neylas Kuppeleien haben. Und das sich ihr Magen zusammen zog, sobald sie an die bevorstehende Verabredung dachte, lag sicher auch nur daran das sie nichts gegessen hatte…
Gast

Beitrag von Gast »

Eigentlich war es ein "Normaler" Tag in Rahal das Wetter war scheiße und ich hatte noch immer keine Möbel für meine neue bleibe.
Geschweige denn eine Küche, also ging ich wie so häufig in den Klabauter, irgendwas Essbares würde Neyla schon zusammen bekommen.

Als ich die Türe öffnete und meinen Unmut über das Wetter kund tat, war es als würde mich ein Ettin mit seiner Keule treffen.

Da stand sie Philomena Besan........Philo wann hatte ich sie das letzte mal gesehen? Es war ewig her und ich hatte nie damit gerechnet sie wieder zu sehen.
Still und heimlich trug ich damals all meine Hoffnungen und Gefühle mit mir rum und schwieg.
Genoss aber jede Minute mit ihr, wir alberten rum und hatten Spaß, ich versprach ihr irgendwann als Ritter vor ihr zu stehen und vor ihren Eltern um ihre Hand anzuhalten.
War es damals Spaß oder sprach tatsächlich mein Herz?
Aber sie verschwand und mit ihr versteckte ich diese Gefühle hinter einer Mauer.
Die gerade eben nur dadurch das ich sie sah zu Staub zermahlen wurde.

Ihre Worte rissen mich aus den Gedanken und musste sie in den Arm nehmen um zu wissen dass es wirklich Philo war.
Wir begannen zu reden und nach und nach kamen andere Leute in die Taverne.
Neyla,Yezna,Line und andere Gäste kamen in die Taverne.
Die Themen wechselten von hier nach da schneller als man es hätte mitbekommen können.
Plötzlich war es so das Philo und ich fast verheiratet wurden.
Komischer weise glaubte Neyla wir wäre das perfekte Paar, dazu kam das wir plötzlich noch dazu auserkoren wurden Kinder in die Welt zu setzen.

Diesen Themensprung hab selbst ich nicht mitbekommen, es schien ein Thema zu sein bei dem weder Philo noch ich wirklich etwas zu sagen hatten.
Alle anderen angeführt von Neyla steigerten sich in dieses Thema.

Also ergriff ich die Flucht nach vorne und lockte Philo in eine kleine aber doch nette Falle. Ich fragte sie nach einem Treffen und bevor sie nein sagen konnte habe ich für sie zugesagt.

Aber es kam nicht so das plötzlich alle ein anderes Thema ansprachen, ja schöner scheiß. Plötzlich wollte Neyla Philos Hochzeitskleid schneidern und mir wurde damit gedroht das wenn ich sie je betrügen würde , dass das mein Ende wäre.

Nicht das ich dafür kein Typ war, nein ich wusste nichtmal was da gerade alles passierte.
Die Frau die gerade erst wieder da war brachte alles ins wanken, aber auf eine durchweg schöne Art und weise.
Wenn ich sie lächeln sah war es als wäre sie nie weg gewesen und als sei es gestern das ich ihr versprach sie am Hof abzuholen.

Zuhause angekommen machte ich mir Gedanken was ich tun sollte und was ich getan hatte.
Könnte es wieder so werden wie damals?
Würde sie wirklich mit mir ausgehen?
Könnte es nicht sogar vielleicht besser werden als damals ?
Ging das überhaupt?
War ich verrückt das überhaupt zu tun?

Nein es war das was mein Herz wollte, es war spontan und ohne viel zu überlegen.
Es war genau das richtige.
So schlief ich mit einem ziemlich breiten grinsen auf den Fellen vor dem Kamin ein.

Am nächsten Tag besorgte ich alles was ich für unser Treffen brauchte ein paar Felle, Wein und ewas Essbares und ein paar sachen zu wechseln.

Nebenbei bessorgte ich noch ein paar Möbel, was mir da wirklich unwichtiger schien aber irgendwann sollte die Hütte ja mal fertig werden.

Als ich sie dann traf und ihr das Haus zeigte war es mir klar, sie sprach von Spontanität dann sollte sie diese auch bekommen.

Wir gingen schließlich aus ohne zu wissen was dieser Tag neues bringen sollte....
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