Eine so wunderbare Zeit

Antworten
Amelie Salberg

Eine so wunderbare Zeit

Beitrag von Amelie Salberg »

Heute Abend hatte sie endlich Zeit gefunden die letzten so anstrengenden Tage Revue passieren zu lassen. Die viele Arbeit vor der Schnitzeljagd, die Angst davor dass etwas schief gehen würde, alles kam ihr, als sie in ihrem Stuhl in der Bibliothek saß, in den Sinn.

Und vor allem auch Amu. Sie spürte wie unausgeglichen er in letzter Zeit war, er hatte sich verändert. Ihre Beziehung hatte sich verändert. Sie spürte sehr wohl, dass er nicht mehr glücklich war. Sie schloss ihre Augen und überlegte lange, was wohl zu tun war.
Er war viel zu gutmütig, um die Verlobung zu beenden, aber sie konnte nicht mit ansehen, wie er sich damit quälte.
Amelie erhob sich, ging langsam die Stufen runter und trat ins Freie. Die kalte frische Luft tat ihr gut, sie atmete tief ein und aus.
Sie schwang sich auf ihr treues Pferd Leuchtfeuer, streichelte es an der Mähne und ritt durch die Nacht.
Endlich war sie in Berchgard angekommen.
Wie gesteuert ritt das Pferd zu Amu’s Haus.
"Du wirst dir das abgewöhnen müssen, mein Lieber", tuschelte sie ihrem treuen Gefährten ins Ohr.
Ruhig stieg sie ab, trat ins Haus und sah sich um.
Alles war wie immer, so ruhig und angenehm, ein wohliges Gefühl, wie immer wenn sie hier war, stieg in ihr hoch. Sie lächelte.
Langsam ging sie ins Schlafzimmer, Amu schlief tief und fest. So leise sie konnte, um ihn nicht zu wecken, packte sie ihre Habseligkeiten ein, legte den Verlobungsring auf den Nachttisch und verschwand.

Leb wohl….
Antworten