Der Weg zur Baronin

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Felicitas de Arganta

Der Weg zur Baronin

Beitrag von Felicitas de Arganta »

Felicitas, geborene Mondau, geedelte de More, kommt aus gutem Hause. Der Vater Buchbinder und -setzer, die Mutter eine hochangesehene Schneiderin die nach der Edelssprechung in den Diensten des Barons von Wiesenau steht.
Sie genoss eine Kindheit die geprägt war von Disziplin und Lehrwillen.
Die Eltern hatten nie viel mit ihrer umliegenden Verwandschaft zu tun und lebten ihr eigenes Leben in der Baronie, der Stadt More.
Wie der Zufall es jedoch wollte saß fernab Wiesenau`s eine Verwante der Familie. Vermutlich weges der Distanz pflegte man nie Umgang mit eben jener. Genauer gesagt war es die Baronin Gwendolyn von Stolzenfels, die Großtante Felicitas`.
Sie hatte den letzten Baron von Stolzenfels geheiratet, doch ein Kind war ihnen nie geschenkt worden. Jedoch hatte sie den 70. Sommer schon gesehen. So begann sie nach einem Erben ausschau zu halten.
Ihre Schreiber gingen die Ahnentafeln und Stammbäume durch und holten Informationen über die möglichen Erben ein.
Die Baroness sichtete diese eine lange Zeit um sich ihrer Wahl sicher zu sein.
So begab es sich das ein Herold der Baronin nach More gesand wurde um dort die junge Frau, Felicitas de More aufzusuchen. Mit Erstaunen musste dieser jedoch feststellen, dass die junge Dame bereits das Elternhaus verlassen hatte und auf Reisen war.
Die Baronin indess war sich ihrer Wahl scheinbar sicher und so entsante sie einen Vertrauten von ihr. Sion, einen ihrer Leibwächter. Er war erst jüngst dazu ausgebildet worden und bester Kraft und Gesundheit um die lange Reise auf sich zu nehmen.
Wie man den regelmässigen Briefen der beiden Schwestern , Felicitas und Florence, entnehmen konnte weilten diese zur Zeit in Gerimor, in der Stadt Varuna. So begab es sich, dass der junge Leibwächter sich mit dem Schreiben der Baronin, sowie dem Adelsbrief, der eigens für die junge Frau angefertigt, gesiegelt und beglaubigt unter Zeugen unterschrieben wurde, gen Gerimor geschickt wurde.
Es dauerte eine Weile bis er ausfindig gemacht hatte wo die Damen de More residierten und er staunte nicht schlecht, dass die zukünftige Baronin von Stolzenfels in einem einfachen Gasthaus in Varuna residierte.
Guter Dinge trat er ein und erkundigte sich nach ihrem Zimmer.
Es dauerte eine Weile bis der Leibwächter den beiden Frauen alles erklärt hatte und gerade Felicitas war sprachlos als er ihr den Adelsbrief übergab.
In dem beigefügten Schreiben stand folgendes:

Baronie Stolzenfels
Im Jahre 249

Im Namen ihrer Hochgeboren
Baronin Gwendolyn von Stolzenfels

Hiermit übergebe ich, im vollen besitz meiner geistigen Kräfte und in wissentlicher und reichlicher Entscheidungsfindung
mein Lehen und meinen Stand an meine Großnichte Felicitas, geborne Mondau, geedelte de More.
Möge sie mein Lehen in der Zukunft mit weiser Hand verwalten und meiner Familie stets Ehre und Stolz einbringen.

In
Treue und Ehrlichkeit

*gesiegelt mit dem Wappen derer Von Stolzenfels, unterzeichnet*

Baronin Gwendolyn von Stolzenfels


Der Adelsbrief zeichnete Felicitas als Baronin von Stolzenfels aus. Er war offenkundig authentisch und es gab keinen Grund dies anzuzweifeln. Feli konnte nicht anders als dem Leibwächter, Sion, zu glauben.
Sion unterdess erklärte, dass Felicitas ihn begleiten solle. Es währe bereits alles vorbereitet um sie nach Stolzenfels zu geleiten. Sie solle die regierende Baronin kennenlernen und sich mit ihrem baldigen Lehen vertraut machen.
Feli seufzte und kam der Bitten nach.
Es dauerte eine Woche bis sie in der fernen Baronie ankamen. Weit ab von dem Einfluss der Königin war die Baronie Stolzenbruch nicht viel mehr als einige Ländereien auf den Landwirtschaft betrieben wurde.
Die Baronin von Stolzenfels war eine alte Frau. Das sah Feli sofort und es würde auch nicht lange dauern bis sie den Weg allen Irdischen gehen würde.
Es vergingen einige Tage in denen sich Felicitas mit der Baroness unterhielt um diese, ihre Großtante wie sie nun wusste, besser kennen zu lernen. Von ihr erfuhr Feli auch die Familiengeschichter derer Von Stolzenbruch:

Die Baronie Von Stolzenfels ging auf einen Ritter der Krone, Victor von Weidental zurück. Ein lang verdienter Ritter des damaligen Königs. Im Jahre 87 würde der Ritter geboren, ausgebildet und im Jahr 108 zum Ritter geschlagen. Er heiratete bald darauf seine Frau Jasmin von Weidental. 115 bekam er den Titel eines Barons vom damaligen König zusammen mit den Ländereien von Stolzenfels als Geschenk und Lohn für seine treuen Dienste. 116 bekam das Paar einen Sohn, Gregor von Stolzenfels. 149 des derzeitigen Kalenders starb der Baron Victor von Stolzenfels und sein Sohn Gregor übernahm die Baronie zusammen mit seiner Frau. 152 wurde dann sein Sohn, Vincend und 154 seine Tochter Madlene von Stolzenfels geboren. Madlene jedoch kam bei einem Überfall ums Leben, was der Baron nie so wirklich verkraftet hatte.
178 starb Gregor von Stolzenfels an einer Krankheit, die kurzdarauf auch seine schon ergraute Baronin dahin raffte.
Vincend von Stolzenfels heiratete 165, gegen den Wunsch seines Vaters, die kürzlich geedelte Gwendolyn van Mondau.
221 starb Vincend dann aufgrund einer ungeklärten Todesursache still in seinem Schlafgemach. Sämtliche Untersuchungen liessen nur den Schluss eines Todes an einer ungeklärten Krankheit zu. Gwendolyn heiratete nicht wieder.
Die Baronie Stolzenfels war stets loyal zur Krone, begründet auf den 1. Baron Victor von Stolzenfels. Die Haupteinnahmen und Abgaben der Baronie bestanden und bestehen in landwirtschaftlichen Gütern, wie Getreide, Fleisch, Wolle und ähnliches.
Durch die Abgelegenheit zur Königlichen Provinz jedoch bestand nie viel weiterer Kontakt zum Königshaus in den späteren Jahrzehnten unter den neuen Baronen.
Das Haus von Stolzenfels lebte aber stets unter dem Banner von Treue und Ehrlichkeit. Eine Eigenschaft die auch unter dem Volk der Baronie sehr geschätzt wurde.
Treue zur Krone und dem Volke, Ehrlichkeit zu Taten und Worten.
Der Temora-Glauben hat in der Baronie eine Vormachtstellung, vermutlich auch begründet durch die Anfänge der Baronie unter dem einstmaligen Ritter der Krone, Victor.

Felicitas erfuhr ausserdem, dass das Land schon seid 3 Jahren von einem Vogt verwaltet wurde. Die Baronin war nicht mehr in der Lage sich um die Amtsgeschäfte selbst zu bemühen, sie war alt und gebrechlich über die Jahre geworden und Feli wusste insgeheim das ihre Zeit wohl bald gekommen war. Sie machte sich mit den Dingen vertraut die wohl bald ihrer Aufmerksamkeit bedürfen würden und packte einige Dokument-Abschriften ein, Karten, Lehensbriefe, Familienstammbaum und vieles mehr.
Sie war sehr beschäftigt um sich vorzubereiten, so wie ihr auch die Baronin, ihre Großtante, geraten hatte.
Florence unterdess schien das Land zu inspizieren. Sie zog diese Tag mit Sion aus. Es lag wohl in ihrer Natur.
Nach einer knappen Woche, traten die beiden Frauen in begleitung des Leibwächters die Reise zurück nach Gerimor an.
Felicitas hatte zuviele Verpflichtungen zu erfüllen um diesem Land im moment fern bleiben zu können.
Doch nur sehr wenig später erreichte sie beide Kunde in Gerimor, dass die Baronin verstorben sei.
So gelangte der Adelsbrief nun tatsächlich an Wirksamkeit. Was Felicitas daraus machen würde, war wohl nun ihr überlassen.
Jedoch entsante sie sogleich ein Schreiben, dass die Ländereien erstmals weiter unter Verwaltung des Vogts bleiben sollten, dem auch die alte Baronin vertraut hatte.
Zuletzt geändert von Felicitas de Arganta am Freitag 21. April 2006, 10:11, insgesamt 1-mal geändert.
Florence Stolzenfels

Beitrag von Florence Stolzenfels »

Sie freute sich, Sion wieder zu sehen, als dieser unverhofft an ihrer Türe im Gasthaus zu Varuna stand. Schließlich war es noch nicht lange her, dass sie ihre Großtante besucht hatten und dort einen ihrer Leibwächter kennenlernten. Während Felicitas allerlei Dinge zu besprechen und erledigen hatte, stahl Florence sich immer wieder weg aus dem alten Gemäuer, und sofern es Sions Zeit erlaubte, begleitete er sie in den umliegenden Wälden von Stolzenfels. Sie musste immer Schmunzeln, wenn sie ihn beim Dienst sah, wusste sie doch, dass auch er seine steife Haltung einmal ablegen und lächeln konnte. Ja, sie mochte dieses Lächeln und genoss die Zeit mit ihm. Was derweil in Stolzenfels vor sich ging, interessierte sie nicht weiter. Sie besuchten eben ihre Tante Gwen, wie sie sie zu nennen pflegte, da man wohl erst kürzlich entdeckt hatte, dass besagte ein Familienmitglied war.
Insgeheim war ihr klar, dass sie nicht mehr lange etwas von ihrer Tante haben würde, so benahm sie sich so korrekt wie möglich, wenn sie mit ihr in einem Raum verweilte, wollte sie der alten Dame doch einen Gefallen tun, die so sehr Wert auf eingehaltene Etikette legte und das wohl auch von ihr verlangte.
Und doch schmerzte es sie, als Sion mit der traurigen Nachricht vor ihrer Schwester und ihr selbst stand; sie hatten ihre Großtante, just einen Mond nach dem sie sie erst kennengelernt hatten, wieder verloren. Sie war nicht willens, dies zu akzeptieren. Umso schockierter war sie, als Sion vom letzten Wunsche ihrer Tante Gwen sprach.

Sie sollte Baroness werden?

Ein Ding der Unmöglichkeit! Sie sah plötzlich ihr neues Leben vor ihren Augen vorbeiziehen, dabei unbedacht nur die Pflichten aufführend, die ihr in den Sinn kamen. Sie war eben ein junges, impulsives Mädchen, die sprach, wenn sie etwas zu sagen hatte, auch wenn es nicht immer passend war, zumindest ins Felicitas Augen, die immer auf den korrekten Umgang achtete. Vorbei war die Zeit, in der sie, mehr oder weniger heimlich, tun und lassen konnte, was sie wollte. Sie achtete darauf, Feli nicht vor den Kopf zu stoßen, doch hatte sie manchmal das Gefühl, zwei Leben gleichzeitig zu führen. Doch das zweite Leben, jenes welches sie so sehr liebte - sich ihre enge Lederhose überzustreifen und im Wald auf Bäume zu klettern, bei Volksfesten ausgelassen mit den jungen Herren zu tanzen oder gar sich im Sommer in die Fluten zu stürzen - das war nun vorbei. Das zumindest glaubte sie, und es sprach sie nicht gerade glücklich.
Schon als Kind, als Felicitas beständig an ihrer Harve saß und übte, oder vom Hauslehrer unterrichtet wurde, wann man wie etwas zu sagen hatte und wann man besser schwieg, tollte sie umher und nahm nur das Wichtigste mit. Ja, sie konnte sich benehmen, wenn sie wollte; wenn man das von ihr verlangte, doch fiel es ihr wahrlich nicht leicht. Und fortan sollte sie sich unentwegt so benehmen? Ein Ding der Unmöglichkeit.

Sie musste raus, fort aus aus diesem Gastzimmer. Sion, der unbeteiligt drein schaute, auch wenn sie wusste, dass er es nicht wahr, ihre Schwester, die selbst mit der Fassung rang, sie konnte es nicht mehr ertragen und so liess sie sich entschuldigen - ja, sie schaffte es tatsächlich - und verschwand. Sie rannte durch die Gassen Varunas, bis sie endlich in ihrem Wald ankam, dort schluchzte sie ausgelassen, sie weinte all ihren Schmerz von sich, den Verlust ihrer Tante, den Verlust ihres Lebens. Fortan war sie eine junge Adlige, die es gar nicht sein wollte, doch der man keine Wahl gelassen hatte.
Doch langsam dämmerte es ihr... das Adelstum brachte nicht nur Pflichten mit sich, vielleicht barg es auch etwas Gutes? Ja, sie musste sich in der Öffentlichkeit nun noch mehr zusammen nehmen als sonst, doch blieb ihr immer noch die Zeit im Wald, und ein Reh, das sie beobachtete, würde wohl kaum zu ihrer Schwester laufen und ihr berichten, was Flo den Tag über getrieben hatte. Sie wollte das Beste daraus machen, schon allein um ihrer Schwester willen. Und plötzlich stahl sich ein Lächeln auf ihre Lippen, ja, ihre Schwester - sie war nun Baronin, damit dürfte einer ihrer Träume in Erfüllung gegangen sein. Die Pflichten, die Feli damit hatte, die sah sie gar nicht wirklich, dazu war sie viel zu unbedarft.
Sie wischte sich die Tränen von den Wangen, kühlte ihr Gesicht am Wasser eines kleinen Bachlaufs und straffte die Schultern.

-Ja, sie würde es schaffen, ihr neues Leben zu beginnen und sich doch ein Stück ihres alten zu bewahren!-

Sie machte sich auf den Weg zurück ins Gasthaus, lächelt Sion und Feli an, und wie sollte es anders sein? Sie verlangte auf Jagd zu gehen....
Felicitas de Arganta

Beitrag von Felicitas de Arganta »

Mit einem leisen Seufzen, setzte sich Feli hin und betrachtete die vielen Pergamente, Urkunden und Listen die sie vor sich auf dem Tisch ausgebreitet hatte.
Sie musste sich einen Überblick über ihre Baronie verschaffen.
Welche Güter wurden im moment produziert? Worin bestand Magel? Was hatte die Baronie im überfluss? Wo wurde was hin transportiert und so weiter.
Der eingesetzte Vogt würde diese Aufgaben sicherlich gut meistern, jedoch wollte Feli sich nicht von diesem Abhängig machen.
Soetwas war nie ratsam, wenn man die Macht über sein Land behalten wollte.
Eigendlich hätte Feli um diese Zeit ihren Harfenübungen gefröhnt doch diese fielen heute wohl aus.
Mit reichlich leerem Pergament, einem Federkiel und Tinte ausgestattet begann sie die Listen in mühevoller Kleinarbeit durchzugehen.
Getreidespeicher....
Wildbestände...
Nutzvieh...
Jahresabschlüsse über die kleine Mine...
Wertschätzungen der Ländereien...
Kosten des Schlosses von Stolzenfels...
Eine Liste der angestellten Dienerschaft..
Feli hatte kurzzeitig das Gefühl ihr würde das über den Kopf wachsen, doch um so länger sie an den Listen arbeitete um so mehr Ordnung bekam sie in das Chaos aus Zahlen und Aufzählungen.
Der Baronie ging es nicht schlecht. Wenn dieses Jahr der Regen und die Sonne eine gute Mischung bilden würden, würde eine gute Ernte ins Haus stehen.
Sie war froh, dass sie keine Garde zu verwalten hatte. Die paar Wachen die angestellt waren wurden normal als Angestellte aufgeführt. Die Ländereien wurden von den Ansässigen Edlen bewacht oder von den paar Gardisten die für die Baronie angestellt waren.
Es war auch unwahrscheinlich das Stolzenfels in einen Kampf verwickelt werden würde. Bis auf kleinere Scharmützel mit Dieben, Räubern oder Wegelagerern gab es keine nennenswerten Vorfälle. Zumindest nachdem was Felicitas wusste und aus den Unterlagen ersehen konnte.

Nach einigen Stunden voller akribischer Arbeit, legte Feli die Feder weg und lehnte sich zurück.
Ihre Gedanken gingen für einen Moment zu Florence und Valion.
Sie traute dem Kerl nicht. Etwas an ihm störte Feli und sie konnte noch nicht genau sagen was. Er log wohl gerne und oft. Etwas das Feli nur in ihrer Ansicht bestätigte.
Entgegen gesetzt dazu, war er eine große Hilfe was den Theaterbau betraf.
Großzügig spendete er was er geben konnte um das Theater baldigst zu errichten. Half bei den Jagten und schien darüber hinaus Interesse an Feli`s Schwester zu haben. Etwas das sie noch viel mehr missbilligte.
Florence war jedoch bereits 16. Sie war eine junge Frau auch wenn Feli hier in Gerimor ihr Vormund als ältere Schwester war.
Jetzt jedoch musste Feli auch ganz besonders auf den Ruf ihrer Familie achten und das würde sie.

Ihr Leibwächter Sion war für sie noch ein recht unbeschriebenes Blatt.
Er hatte schon unter ihrer Tante gedient und war extra dafür ausgebildet worden eine Baronin zu beschützen. Er verfügte über exzellente Kenntnisse an der Waffe und im Umgang. Feli schätze das sehr.
Er nahm seine Arbeit ernst und führte sie gewissenhaft aus.
Vielleicht hatte er Feli aber auch beeindruckt. Pflichtbewusst warf er sich vor Gefahren, egal welcher Art oder Größe.
Insgeheim gab Feli zu: Das imponierte ihr und es schmeichelte ihr auch.
Aber es war nicht klug sowas zu sagen...
Felicitas de Arganta

Beitrag von Felicitas de Arganta »

Lange war Felicitas diesen Abend noch wach. Sie konnte nicht schlafen. Zuviele Dinge machten in ihrem Kopf die Runde.
Erleichtert war sie darüber, dass zumindest Flo ein wenig Schlaf fand.
Es war sicher auch für sie eine sehr schwierige Zeit. Wie war das nur so plötzlich gekommen? Warum hatte das keiner gesehen? Fragen über Fragen die sie sich nicht beantworten konnte.
Andererseits wusste sie auch nicht viel von Kriegsführung und der Gleichen. Nur das was die Legenden erzählten und das war meist etwas hochgebauscht.

Unterdess aber machte Feli sich daran zu überlegen was sie in dieser Situation zu tun hatte.
Sie hatte nochmals ihre Auflistungen und Unterlagen geprüft. Sollte es notwendig sein könnte sie innerhalb einer, vielleicht anderthalb, Wochen Versorgungsgüter aus Stolzenbruch nach Varuna schaffen. Eine handvoll Soldaten stünde wohl auch bereit. Nicht viel wie sie sich eingestehen musste, aber Stolzenfels war auch eine eher Friedliche Baronie gewesen.
Höchstens zwanzig Soldaten, mehr konnte Stolzenbruch nicht entbehren.
Sie würde abwarten müssen, wollte sie keine voreilligen Schritte unternehmen.
Der Graf würde sicher wissen was Gerimor und seine Grafschaft im moment brauchten.
Sie seufzte. Sie fühlte sich furchtbar alleine in diesen Tagen. Alles war so neu und anders geworden. Sion sagte daraufhin nur: Adel verpflichtet. Diese zwei Worte besaßen mehr Wahrheit als man offenkundig glauben mochte.
Sie hatte soviel zu bedenken: Ihren Ruf, den ihrer Familie, das Gesicht vor der Krone und den Gesetzen. Darauf bedacht sein die Etiquette einzuhalten und ein Vorbild für die zu sein, die unter ihr standen.
Felicitas war nicht zur Führerin geboren worden. Nicht dazu erzogen, aber das half jetzt nichts.
Irgendwann würde sie nach Stolzenfels reisen und dort ihr Schloss beziehen um das zu tun was ihre Großtante ihr vererbt hatte.
Die Baronie regieren.

Sie führte zwei Leben die völlig unterschiedlich waren.
Auf der einen Seite war sie die Harfnerin. Die die Musik so sehr liebte. Die sich als Bewahrerin der Legenden und Mythen sah.
Auf der anderen Seite war sie nun die Baronin. Eine Respektsperson. Jemand dessen Schritte von vielen genau beobachtet werden.
Es war nicht leicht.

Wie würde das ganze nur weiter gehen...sie war so einsam...
Felicitas de Arganta

Beitrag von Felicitas de Arganta »

Felicitas stand wieder auf. Es war die letzten Tage immer das gleiche.
Sie schlief kaum, war die Nächte über solange wach bis der Schlaf sie endlich holte.
Es war eine düstere Zeit die auch der jungen Baronin alles abverlangte.
Sie hatte endlich den Grafen gesehen. Es war erschreckend.
All die Männer um sie herrum die das Volk in diesen Tagen führen mussten, hatten sich so verändert. Sie waren ausgelaugt, kraftlos, hoffnungslos oder verbittert. Feli verspührte die ganze Zeit den Drang das sie daran etwas tun musste. Doch was? Die Alten Lieder erreichten die Herzen, doch wie bekam sie diese tapferen Männer dazu ihr zu lauschen?
Und würde die Macht dieser Noten sie in diesen schweren Zeiten erreichen?
Sie musste sich etwas überlegen..bald.
Unterdess hatte sie nun endlich eine Aufgabe. Sie war dafür verantwortlich das ein Anlegesteg gebaut wurde. Den Ort dafür hatte sie bereits gestern inspiziert. Gut geschützt von der Adlerfeste der Allianz.
Es war ein guter Platz. Schlecht einsehbar durch die Gebirge.
Nun brauchte sie nurnoch die Handwerker.
Sie fragte sich ob ihr Schiff noch rechtzeitig kommen würde um eine Wendung zu bringen. Und wenn nicht?...
Nein sowas durfte sie garnicht denken. Selbst wenn ihre Soldaten nicht zur nächten Truppenbewegung verfügbar sein würden. Sie konnten die Grenzen sichern, Varuna oder bei anfallenden Arbeiten helfen, Wachschichten übernehmen.
Das Schiff war auch, laut dem Brief ihres Vogtes, mit Gütern aus Stolzenfels beladen. Sie hoffte das die Dinge ihren Nutzen finden würden.
Mitte der nächsten Woche sollte das Schiff der Baronie Stolzenfelses eintreffen.
Wie hiess es doch noch...? Ahja..die Gezeiten.
Felicitas de Arganta

Beitrag von Felicitas de Arganta »

Felicitas hatte mit eigenen Füssen in dem zurückeroberten Berchgard gestanden. Hatte den Worten des Grafen an seine Verbündete gelauscht und in die Gesichter der tapferen Männer und Frauen gesehen, die Berchgard zurück erobert hatten. Es war ein Anblick gewesen, den die Harfner so schnell nicht vergessen durften.
Es war ihre Aufgabe dieses Andenken hoch zu halten.

Feli hatte Florence in Berchgard gelassen. Sie hatte mit Valion sicher einiges zu besprechen. Die Stadt war erstmal sicher. Sie brauchte sich desshalb keine Sorgen zu machen.
Sie hoffte Florence würde bald zu einer Entscheidung kommen, mit der sie auch leben konnte.

Felicitas hatte sich zurück gezogen. Es gab nichts mehr das sie in Berchgard tun konnte. Überhaupt war es so gewesen, dass sie eigendlich garnichts getan hatte. Die Gezeiten war immernoch auf dem Seeweg und würde jetzt für den Wiederaufbau die Güter abladen. Ihre Soldaten würden alsbald wieder die Reise nach Stolzenfels antreten und somit wieder bei ihren Familien sein.
Eigendlich hatte sie entweder zu spät oder falsch reagiert. Vielleicht hatte es aber auch garnicht in ihrer Macht gelegen. Sie wusste es nicht.

Jetzt saß sie alleine in ihrem Zimmer in Varuna. Es war leer. Draussen feierten die Leute den Sieg und für einen Moment war wohl vergessen welch Düsterheit über das Land gekommen war. Aber das würde sich zum nächsten Sonnenaufgang legen und man würde die Toten beklagen, den Aufbau planen und vieles mehr.
Hinzu kam noch der tragische Tod der Königin. Dies würde jetzt noch mehr gewichtung bekommen. Felicitas hatte den Auftrag des Grafen sich dazu angemessen vorzubereiten.
Sie war jedoch im Moment nicht in der Stimmung dazu. Oder zu sehr.

Wiedereinmal merkte sie wie einsam ihr Leben mit dem Titel geworden war und vielleicht gehörte sie ja einfach nicht hier her. Vielleicht sollte sie ihren Platz in Stolzenfels einnehmen und das Land regieren über das sie Herrin war. Aber ob sie dort mehr Gesellschaft hatte, das war ebenso fraglich.
Vielleicht sollte sie sich einfach damit abfinden und zumindest Florence ihre Freiheit lassen. Es war wohl einfach so, das jene Dinge eine junge Baronin und Harfnerin der Art trafen, das sich ihr Leben entzweite.

Es blieb wie es war. Feli war einsam und sie würde noch einsamer werden, dass wusste sie. Sobald sich Florence entschieden hatte...
Florence Stolzenfels

Beitrag von Florence Stolzenfels »

Als die Fanfaren aus Berchgard erklangen, horchte sie auf und nur ein kurzer, stummer Blick zu Feli reichte, ihre Entschlossenheit wiederkehren zu lassen. Die beiden Schwestern machten sich auf den Weg nach Berchgard, oder das, was davon noch übrig war. Rastlos schwiffen ihre Blicke über die Reihen der Kämpfenden und ihr Herz machte einen Sprung, als sie Valion, aufrecht, unter ihnen stehen sah. Er hatte die Schlacht überlebt, war nicht gefallen, wie sie insgeheim befürchtet hatte. Sie konnte freier atmen und nun fiel es ihr auch nicht mehr allzu schwer, die Gespräche der Obrigkeiten über sich ergehen zu lassen. Hatte sie doch endlich Gewissheit, dass er nicht von ihr gegangen war.

Und dann, ja dann hörte sie es.. Valion war ein freier Mann, wie Sir Krenor es versprochen hatte. Nun stand dem jungen Glück kaum noch etwas im Wege. Doch Feli misstraute ihm immer noch, so glaubte sie es zumindest. Und auch einige Worte, die Feli erst kürzlich an sie richtete, lasteten schwer auf ihr. Was würde geschehen, wenn sie nicht so empfand, wie Valion es sich erhoffte? Er jedoch zerstreute ihre Befürchtungen.. und doch... was sollte sie nun tun?

Gewiss, ihr Herz machte jedes Mal einen Hüpfer, wenn sie ihn nur ansah, ihr Magen rebellierte voll von Schmetterlingen, beim bloßen Gedanken an ihn. Sie würde sich dem gerne hingeben, doch etwas hielt sie noch zurück. Sie wusste nicht genau was es war, aber es schien tief in ihr verankert zu sein. Sie vertraute ihm, ja.. Doch warum tat Feli es nicht? Die letzten Jahre hatten es gezeigt, dass Feli eine gute Menschenkennerin war. Vielleicht war sie deshalb so zurück haltend, was Valion betraf. Sie hoffte, in der nächsten Zeit eine Antwort zu finden...

Und Feli? Sie sonderte sich ab, versteckte sich hinter ihrem Titel und ihr gar liebliches Lächeln huschte immer seltener über ihre Lippen. Flo machte sich Sorgen um ihre Schwester, irgend etwas lief da schief. War es nicht immer das, was Feli gewollt hatte? Flo fand sich langsam mit dem Umstand ab, doch jetzt, wo der Krieg doch hoffentlich vorbei war, wollte sie die Tür zu ihrem goldenen Käfig wieder aufstoßen, wollte ihre Freiheit, so gut es ging, wieder genießen. Wieder einmal zeigten sich die immensen Unterschiede, die die beiden Schwestern ausmachten. Während Flo nach Freiheit gierte, verkroch Feli sich immer mehr. Sie sprach immer von Pflichten und all dem was sie noch zu tun hätte. Flo hatte Angst, dass die Bürde, die auf den Schultern ihrer Schwester lag, sie immer mehr zerquetschte. Sie musste etwas unternehmen. Sie hoffte, es würde noch nicht zu spät sein; sie betete darum.
Felicitas de Arganta

Beitrag von Felicitas de Arganta »

Der nächste Morgen war angebrochen und Feli hatte wieder nur ein paar Stunden schlaf bekommen. Die halbe Nacht hatte sie bei Sion im Zimmer verbracht. Hinter verschlossenen Türen.
Sion, ihr Leibwächter, war ihr eine sehr wichtige Person in diesen Tagen geworden. Sie vertraute ihm in allen Belangen. Er war verschwiegen, loyal und treu bis in den Tod.
Sie beide hatten auch irgendwie etwas gemeinsam. Beide waren sie zu einer gewissen Einsamkeit verdammt. Sion dadurch, dass er die Leibwache der Baronin war, Feli dadurch das sie die Baronin war.
Es war seltsam.
Sion jedoch nahm seine Pflichten wahr. In jedweder Form. Er hatte sie getröstet und er hatte ihr die Nähe gegeben die sie gebraucht hatte.
Es hatte gut getan einmal selbst im Arm gehalten zu werden und sich die Dinge von der Seele reden zu können, die sie so sehr bedrückten. Sie war dankbar dafür, dass ihre Großtante ihr diesen Mann geschickt hatte.

Natürlich wussten sie beide, dass aus solcher Verbindung niemals mehr werden durfte. Sie war seine Herrin, er ihr Diener. So einfach war das. Es würde sich auch niemals daran etwas ändern. Aber in diesen einsamen Zeiten half selbst das schon etwas.
Sion wusste gut wie er mit der jungen Baronin umzugehen hatte um ihr wieder ein wenig Gefühl von Nähe zu geben. Auch wenn er oft kühl und distanziert war, stets pflichtbewusst.
Feli wusste auch, dass Sion mit Florence anders umging. Vermutlich gerade wegen Flo`s ganz anderen Art. Felicitas gab sich nach aussen hin eher korrekt. Sie achtete auf die Etiquette und ihren Stand den sie inne hatte. Während Flo dies nur allzugern vergaß und ihren liebreiz in die Welt hinaus strahlte.
Vielleicht brauchten beide Schwestern ein wenig mehr voneinander, um das richtige Maß zu finden.

Es war zeit sich wieder den Aufgaben zu witmen und so stand Feli aus dem Bett auf und zog sich langsam an...
Felicitas de Arganta

Beitrag von Felicitas de Arganta »

Langsam kehrte Heute etwas ruhe ein. Florence und Valion waren unterwegs und Feli hatte das Zimmer für sich alleine.
Sie dachte wiedermal nach.
Diesmal über den mit Rafael verbrachten Nachmittag. Er war ein charmanter Mann. Feli hatte es tatsächlich geschafft etwas zu ihm durch zu dringen. Ihm zu entlocken was ihn bedrückte. Es war ein schwerer Schlag für den Ritter. Seine Frau hatte ihn verlassen, sagte er. Wolle ihr Leben neu ordnen. Das hörte sich nicht gut an und Feli spührte Mitgefühl für Rafael. Sie wollte ihm helfen, weil sie doch ansich in einer ähnlichen Situation waren...und weil sie den Ritter mochte.
Sie wusste das war nicht richtig. Graf Rafael de Arganta war ein verheirateter Mann. Hatte ein Kind. Aber dennoch, er hatte einen Charm dem sie schwerlich wiederstehen konnte. Er schmeichelte ihr und sorgte sich um ihr Wohlergehen. Vielleicht war es einfach nur die Etiquette die er an den Tag legte und auf die auch der Ritter sehr achtete. Dennoch...
Sie kam einfach nicht umher ab und an an ihn zu denken. Hatte er ihr wirklich so imponiert?
Vielleicht war es auch einfach die Einsamkeit und die Hoffnung irgendwer würde jene Impulse erwiedern.
Eines hatte Felicitas ihm jedoch gegeben: Einen Moment ruhe und frieden. Einfach nur den Klängen lauschen. Und sie hatte ihn wieder zum lachen gebracht. Er hatte ein so jugendliches Lachen. Sie musste unwillkürlich Seufzen.
Dann schüttelte sie den Kopf. Nein Feli. Das war nicht gut. Das würde garkein gutes Ende nehmen und überhaupt...was dachte sie eigendlich?
Mehr als eine kleine Vernarrtheit war es wohl nicht. Zumindest...noch nicht. Wenngleich alle moralischen Regeln in ihr Alarm schlugen...
Florence Stolzenfels

Beitrag von Florence Stolzenfels »

Ihr klappte förmlich die Kinnlade herunter, als sie die leisen, von Seufzern begleiteten Worte von ihrer Schwester vernahm. So konnte es nicht glauben.. aber andererseits, sie kannte ihre Schwester auch von der anderen Seite, wohl besser als jeder andere. Konnte sie in der Öffentlichkeit die Baronin perfekt zur Schau stellen, liess sie die Maskerade genauso schnell wieder fallen, wenn die beiden allein waren. Feli war eben auch nur eine Frau, die nach Geborgenheit und Liebe verlangte. Nun gut, dass es gerade ein verheirateter Mann sein musste, war da nicht sonderlich förderlich. Aber wenn seine Frau ihn doch verlassen hatte? Flo war gespannt, wie es in dieser Sache weiter gehen mochte. Sie liebte ihre Schwester und wenn sie in dieser Hinsicht mehr für sie tun konnte, würde sie dies auch, Moral hin - Moral her. Sie hoffte ja auf den klaren Menschenverstand des Grafen, dass er erkennen möge, welchen Schatz er mit Feli angeboten bekommen hatte, wenngleich sie glaubte, dass er es nicht einmal wahrnahm.
Wie oft hatte sie die Worte in den letzten Tagen gehört und auch selbst gesagt, dass Liebe Zeit braucht, um sich zu entwickeln. Ja, sie wusste nur zu gut, was das bedeutete.

Valion - ein Name, der ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte. Er war nun offiziell ihr Leibwächter, vorbei die Zeiten, dass ein Gardist sie überall hin begleiten musste, ein Umstand, den sie nicht sonderlich geschätzt hatte. Doch nun würde sich das ändern. Sie mochte Val, ja sogar sehr und Feli sagte ihr frei heraus, dass sie sich wohl verliebt habe. Warum sonst sollte ihr Herz immer einen Sprung machen, wenn Val vor der Tür stand oder um die nächste Ecke bog? Flo war sich noch immer nicht im Klaren, sie wollte keine kleine Liebelei, das kam für sie nicht in Frage. Sie lechzte nach etwas Beständigem, nach etwas Dauerhaftem. Sie genoss die Zeit mit Val - keine Frage - doch was würde in 10 Sommern sein oder gar in 20? Konnte sie ihn als Vater für ihre Kinder sehen? Kinder?! Sie schüttelte den Kopf, sie war doch selbst erst 16 und weit davon entfernt, sich bereit zu fühlen, ein Kind in die Welt zu setzen. Und doch nagte der Gedanke an ihr, was würde Val für einen Mann abgeben?
Als er sie gehalten hatte, mitten im Theater, umgeben von Bauschutt und halbfertigen Diehlen, ja, da hatte sie sich wohl gefühlt, es fühlte sich richtig an. Und doch fehlte noch etwas, ein Wort vielleicht, eine Tat oder.. sie wusste es selbst nicht genau. Sie würde noch etwas abwarten, vielleicht passierte noch eben jenes, was ihr den Mut gab, den nächsten Schritt zu tun... Ja, sie würde warten, etwas, was sonst nicht ihrer Natur entsprach, musste doch alles am Besten schon gestern passiert sein.....
Valion Tal

Beitrag von Valion Tal »

Als Valion zum ersten mal Florence im Wald traf, fuehlte er sich wie von einem Blitz getroffen. Er atmete schneller ein und aus, sei Herz raste dabei.
Dort stand sie, so wunderschön wie von den Göttern erschaffen. Sie war hart am arbeiten, aber besaß dennoch diese zierliche Gestalt.

Als Florence sich umdrehte und Valion anschaute, da raste sein Herz immer schneller. Es pochte laut und er beobachtete sie erstmal nur. Er konnte kaum ein Wort aus sich herausbringen.
Nach einiger Zeit der Ruhe, bat Valion sie ob er ihr helfen könne. So fing alles an. Ab dem Zeitpunkt half Valion mit beim Aufbau des Theaters. Er hatte einen guten Geschäftssinn und konnte vieles schnell besorgen.
Leider gab es ein Problem... Die Baronin...
Sie traute Valion nicht über den Weg und Valion kam es so vor, als ob er nichts richtig machen würde.
Desweiteren kamen noch sogesehen "Fehltritte" wie die Baronin es nannte immer wieder hinzu. Valion wusste ab und zu nicht Recht was er nun wieder falsch gemacht hat, aber er nahm es hin. Schließlich ging es darum das er Florence liebt.

Am Abend der Eröffnungsfeier des Handwerkbundes von Varuna, kam er leicht Florence naeher doch dann geschah es. Das Horn aus Berchgard ertönte laut.
In diesem Augenblick schossen ihm zig Gedanken durch den Kopf. An diesem Tage hatte er Rahal doch verlassen, wieso wusste er nichts davon. Was ist wenn die Baronin erfaehrt das er doch gewohnt hat? Alles wuerde zerstört. Was ist mit Florence? Was würde sie ueber Valion denken?

Er entschloss sich nicht in den Krieg zuziehen, sich zurückzuziehen. Doch es gab abermals ein Problem die Baronin von Stolzenfels. Sie stocherte Valion solange bis er ihn den wahren Grund nannte. Valion wollte keineswegs in den Kerker und war bereit sich umzubringen. Er hatte sein Dolch griffbereit. Jedoch wusste Florence was er vorhatte. Er sah ihre Trauer im Gesicht und die Baronin war gelassen. Es verwunderte Valion stark. Er hatte Zweimöglichkeiten den Kerker oder zu Hauptmann Krenor zugehen.

Er entschied sich fuer das zweite.
Hauptmann Krenor meinte wenn er in dne Krieg ziehen würde, würde er ein freier Mann sein. Im Lager traute niemand Valion ueber den Weg. Er wohnte ja mal schließlich in Rahal. Alliestra die Bürgermeisterin aus Berchgard ermunterte Valion. Sie wusste das man ihm trauen kann.
Er dachte in der Zeit, die er im LAger verbracht hat, viel über die Baronin und der Baroness nach.

Es schien Valion langsam das die Baronin ihn eigentlich mochte und nur sicherheitshalber so misstraurisch gegenüber ihm war.

Nach der Zurückeroberung Berchgards verbrachte Valion umsomehr Zeit mit Florence.
Er genoss jede Sekunde mit ihr, sie war soanders.
Dann kam noch Lamiro ins Spiel. Valion hatte sich sehr geaendert seitdem er Florence kannte. Er beachtete kaum andere Frauen und wich jeder Annaehrung anderer Frauen ab.

Nun es kam der Zeitpunkt wo Valion entschlossen und bereit wahr, sich als Leibwache der Baronie von Stolzenfels zustellen.
Die Baronin bereite Valion dabei sehr viel Angst, trotzdem er war entschlossen und bereit.

Als er am gestrigen Abend sich ausgeruht hat, schossen ihn abermals viele Fragen durch den Kopf..
Liebt Florence ihn genausosehr wie er sie?
Felicitas, ist sie nur sostreng weil sie Florence liebt, oder macht Valion irgendetwas falsch?
Andererseits erlaubt Felicitas Valion immer mit Florence unterwegs zusein... Warum?
Er verstand die Person Felicitas nicht wirklich. Sie war sehr komisch.
Florence war dagegen soeinfach. Man konnte ihr alles von den Augen ablesen.

Valion entschloss sich einfach in Ruhe weiterzumachen und der Baronin zudienen. Er hatte dabei nur einen Gedanken, keinen Fehltritt mehr zumachen.
Valion Tal

Beitrag von Valion Tal »

Jeden Gedanken den Valion verschwand war meistens von Florence. Sie gab ihm das Gefühl verstanden zuwerden. Er war bereit alles für sie zutun.
Als er im Theater war mit Florence, hielt er sich zurück. Florence wünschte Zeit und diese gab er ihr. Obwohl er eigentlich die Zeit nicht haben wollte...
Aber er verstand Florence, sie war noch Jung. Zwar nur ein Jahr jünger als Valion, aber er war fuer sein Alter recht weit mit seinen Ansichten
Florence, oh, Florence dachte er immer wieder. Wann hast du dir genug Zeit genommen?
Trotzalledem er will ihr die Zeit gewähren. Er dachte nur daran wenn er ihr die Zeit nicht gibt, dann wäre es schneller zuende als es angefangen hat.
Er wollte es nicht riskieren dafür hat er viel zuviel aufgegeben. Aber was denkt Florence? Macht Valion etwas falsch? Woran liegt es das sie
soviel Zeit will? Und dann geschah es im Theater. Er hielt sie fest im Arm. Ein weiterer Schritt. Seine Freude und Glück spiegelten sich in seinen Augen wieder.
Er wusste nicht wie es ihm geschah. Anscheinend ist es der richtige Schritt ihr die Zeit zugewähren. Er dachte nur an eine Zukunft mit Florence. Ohja, er war sich
sicher das Florence die richtige war. Er war entschlossen nicht aufzugeben. Das Ereignis gewährte ihm neuen Mut und neue Hoffnung. "Zeit, ja, zeit braucht sie, die soll
sie kriegen"
Valion Tal

Beitrag von Valion Tal »

Er stand früh am morgen auf und mache erstmal eine Jagdtour. Die Gedanken die ganze Zeit bei Florence. Schlaeft sie noch? Was macht sie grade?
Er hoffte das es ihr gut geht. So ging er nach der Jagdtour zu Florence und er war einfach gluecklich. Er war froh sie zusehen. Ihr immer strahlendes Lächeln brachte sein herz immer wieder zum rasen.

Am späteren Tag geschah eine Situation die er nicht soschnell vergessen wuerde. Sie kamen sich leicht naeher. Er dachte sich passiert jetzt was. Er hoffte es. Glück, Hoffnung, Freude so sah er aus. Wie der gluecklichste Mann auf der Welt. Aber es zerplatze von einer Sekunde auf die Andere. Er ärgert sich innerlich. Die Stadtwache stand da. Sie haetten alles sehen koennen. Val fragte sich wie der Tag nun weiterverlaufen wird...

Er erhoffte sich einiges. Seine Hoffnung führte dazu, dass seine Wut zuverdrängen.
Ein strahlendes lächeln verzierte abermals sein Gesicht.
Ein strahlendes lächeln verzierte abermals sein Gesicht.
Zuletzt geändert von Valion Tal am Montag 1. Mai 2006, 16:20, insgesamt 1-mal geändert.
Florence Stolzenfels

Beitrag von Florence Stolzenfels »

-Doppelpost-
Zuletzt geändert von Florence Stolzenfels am Montag 1. Mai 2006, 20:00, insgesamt 1-mal geändert.
Rafael de Arganta

Beitrag von Rafael de Arganta »

Ruhe... ein seit langen Wochen zum ersten mal wieder genossener Wein.
Vielleicht würde ihm das den Frieden bringen nach dem er sich im Moment so sehr sehnte.
Frieden oder eher... Angelina.
Tief in Gedanken versunken sah er fast überrascht auf als er angesprochen wurde, und Felicitas vor ihm stand.
Die junge Baronin stand vor ihm und Rafael hatte nichts dagegen das sie sich zu ihm setzte.
So war er nicht alleine und die junge Frau vermochte ihn von seinen trüben Gedanken ab zu lenken.
Wie sehr jedoch das hätte er nicht vermutet.

Lange Stunden unterhielten sie sich und bald schon wagte sie sich zu fragen was mit ihm sei, warum er so traurig schien, und Rafael, hielt nicht mehr damit hinter dem Berge.
Es tat gut reden zu können, und so fragte er sie ob sie das Gefühl kenne wahrhaftig zu lieben, mit aller Sehnsucht und von Ganzen Herzen, und er erzählte ihr von Angelina, und auch das sie gegangen war.
Er fand Verständnis, fand Freundschaft, und beide ab von jeglicher Etikette und Steifheit des Adels.
Seit Tagen atmete er das erste mal wieder auf. Felicitas war wie er. Brauchte es ebenso ab und an nur Mensch sein zu dürfen und als sie dann aufspielte ein Lied, das ihn berührte ob der Lebhaftigkeit des Lebens, lächelte er zum ersten Male wieder ehrlich.
Felicitas Gesellschaft tat ihm gut.
Wenn er auch einen Moment lang ein schlechtes Gewissen Angelina gegenüber hatte... aber er betrog sie ja nicht, und zudem war sie es gewesen die gegangen war.
Nein, er wollte diese Freundschaft, so die Baronin nichts dagegen hatte. Sie tat ihm gut in diesen Zeiten da soviel hinter ihm lag.

Als sie gingen geleitete er sie noch zur Bank wo er ihr noch Geld aushändigte für den Bau des Theaters, die Einladung sie und ihre Schwester dahin zu begleiten, lehnte er ab, kehrte dann doch in Schloss zurück, wo Adrian ihn noch erwartete.
Kurz nur sprachen sie noch zusammen und Rafael nahm die Anweisung in den frühen Morgenstunden zum Festland zu reisen ungern an.
Er legte sich unruhig auf das Bett das man ihm im Schloss zugewiesen hatte, und starrte an die Decke.
Heim gehen wollte er nicht..
Ruhe finden konnte er nicht...
Adrian stören sollte er nicht...

Er stand wieder auf.
Vielleicht sollte er doch noch einen Blick auf das Theater werfen. Vielleicht waren ja die Baronin und die Baroness mit ihrer Begleitung noch da und man konnte vielleicht gemeinsam ein Glas Wein trinken.
Er wollte jetzt nicht alleine sein, wollte nicht grübeln, und so ritt er hin, um jedoch dort direkt auf Felicitas zu treffen die gerade das Haus verlassen wollte.
„Ich wollte mir das Theater doch mal ansehen.“ Meinte er ruhig und sah die Freude in den Augen der jungen Frau. „Ich habe auch einen Wein mitgebracht zum Anstoßen.“
Er stieg vom Pferd und nahm die Einladung sich dann alles zeigen zu lassen gerne an.

Überall lag noch Bauschutt herum, doch konnte man sehen das das Haus gut entworfen war und den Zweck erfüllen würde.
Gemeinsam traten sie dann auf den Balkon, wo Felicitas einen Kelch hervorkramte, ihn mit einem von Rafael gereichtem Tuch blank putzte, worauf Rafael dann eingoss.
Sie setzten sich dann einfach auf den Boden nahe der Tür und unterhielten sich.
Unterhielten sich über Vergangenheit, Herkunft, aber auch Romantik die Liebe, Schicksal. Wobei Rafael ihr dann erzählte wie er Angelina kennen lernte und das er glaubte das es Schicksal war.
Immer öfter sah er die junge Frau von der Seite an. Er wollte nicht das sie falsches dachte, hoffte das sie ihn verstand, auch wenn er sie wohl mochte, doch er verzehrte sich nach seiner Frau.
Zu späterer Stunde boten sie einander das Du an, das Rafael mit einem Formvollendeten Handkuss besiegelte und sie mit einem schnell gehauchtem Kuss auf seine Wange, der ihn zu einem fast verlegenden Lächeln brachte.
Kurz schaute er sie tatsächlich ein wenig rot werden an ...dann überspielte er diese Verlegenheit in dem er ihr nachschenkte und dann den Kelch von ihr entgegennahm und ebenso einen Schluck davon trank.

Sie erzählten noch viel einander, froh einfach sie selbst sein zu können. Während Rafael ihr erklärte warum er so gut wie nie etwas trank und sie ihm nicht glaubte das er wohl sein Haus verwüstet hatte.
Ja, er genoss das Gespräch. Genoss es mal einen Moment nicht an all die Aufgaben und Problem denken zu müssen und mit ihr lachen zu können.
Hinter der Maske der Baronin steckte eine junge attraktive angenehme Frau, die mitnichten so steif war wie sie es als Baronin vorlebte.
Sie hatten viel gemeinsam.
Erst als bereits die Sterne am Himmel standen verabschiedeten sie sich, und gingen jeder eigene Wege.
Vielleicht konnte Rafael diese Nacht schlafen, doch ein sehnsuchtsvoller Blick glitt in die Richtung da sein leeres dunkles Haus lag.
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