"Drum prüfe, wer sich ewig bindet....."
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Benedict Weber
"Drum prüfe, wer sich ewig bindet....."
1. Szene
Der braunhaarige Korporal hatte sie gemustert und einen überaus perfiden Plan ersonnen. Bevor man in Betracht zog das rothaarige Geschöpf in die Reihen des Regimentes zu berufen war ihr die Aufgabe gestellt sich über die Tugenden eingehender zu informieren. Dieses grundsätzliche Ansinnen war sicherlich aller Ehren wert und keine all zu große Herausforderung. Allerdings verknüpfte der Unteroffizier seinen Befehl an eine Person. Einen Rekruten, den sie kontaktieren und sich von ihm unterweisen lassen sollten.
Ein Rekrut. Wie außerordentlich kreativ, ich hoffe schwer der Kerl weiß wovon er spricht und geht mir nicht auf die Nerven mit zu viel salbungsvollem Gewäsch. Das konnte ich schon bei unserem Hauspfaffen nicht ab.
Der erste Kontakt war mittels eines Briefes schnell geknüpft, wobei der leicht schroffe schriftliche Tonfall des ihr angedienten Rekruten sie beim Lesen seiner Nachricht doch die Augenbrauen sachte anheben lies. Gewappnet mit all der ihr gegebenen Gutmütigkeit und der zugegebenen Neugier wurde der Treffpunkt aufgesucht und kaum öffnete sich die Türe nach ihrem resoluten Anklopfen, fiel der Blick der gewittergrauen Augen auf besagten Rekruten.
Kleiner als ich dachte.
Ich bin vermutlich größer als er dachte.
Dieses Blau...
Das Rot nasser Karotten.
Dieses verdammte Saphirblau.
Ärger.
Nicht jede Begegunung auf flüchtiger Augenhöhe ist vom Segen der Vernunft begleitet. Schon wenige Momente nach der Begrüßung setzte eine spitz geführte Diskussion ein, bei der weder sie noch er nachzugeben gedachten. Auf der einen Seite die klaren, reinen Worte des Kodexes auf der anderen Seite das Gefühl das Worte nur von Taten begleitet einen Wert aufwiesen.
Ein Stuhl wurde zurück geschoben, ein bedauernder Blick kündete ihren Abgang an. Es gab immer mehrere Wege einen Fisch zu häuten und diesen Fisch wollte sie im Grunde nur wieder zurück ins Meer werfen in der Hoffnung ein größerer Fisch würde ihn fressen.
Er bat sie zu bleiben. Sie blieb. Mit knirschenden Zähnen und nicht bereit einen Deut von ihrer Haltung abzuweichen. Unbewusst eine subitile Herausforderung für jeden, der wittert das dort mehr ruhte als ordentlich gefaltete Hände auf dem Tisch. Die gute Erziehung verhalf beiden dazu den Abend gesittet und mit einer gemeinsamen Ansicht zu beenden.
Ärger.
Er bedeutet Ärger.
Dieses kleine, arrogante Ekel trägt die Nase derartig hoch, dass er beim nächsten heftigeren Regen unter Garantie ersaufen wird. Ich sollte um Regen beten.
Dieser überhebliche, wortklaubende Stinkpilz.
Ärger.
Wie ungemein klug von mir, mich direkt mit dem ersten hier anzulegen. Vermutlich wird es nicht lange dauern und ich breche ihm irgendwas.
Es gibt mehr als das Wort.
Viel mehr.
Sie lief nach diesem Zusammenprall noch eine Weile umher und fand schließlich Ruhe in der Kirche Temoras. Gebete helfen oft den Geist zu klären. Ihre Gutmütigkeit obsiegte irgendwann über den soliden Wutausbruch. Die Herrin wusste um ihre Gedanken und ihre Nöte und es würde zwischen ihnen beiden bleiben. Auch ihre Haltung bezüglich des Rekruten wurde wieder gemäßigter.
Das Leben wird dir deine Kanten schon brechen und den Kopf dahin setzen, wo er hingehört, Feuerkopf. Das Leben lässt nun mal keine Bäume in den Himmel wachsen. Ich wurde auch schon passend gestutzt.
Es gibt mehr als das Wort.
Der braunhaarige Korporal hatte sie gemustert und einen überaus perfiden Plan ersonnen. Bevor man in Betracht zog das rothaarige Geschöpf in die Reihen des Regimentes zu berufen war ihr die Aufgabe gestellt sich über die Tugenden eingehender zu informieren. Dieses grundsätzliche Ansinnen war sicherlich aller Ehren wert und keine all zu große Herausforderung. Allerdings verknüpfte der Unteroffizier seinen Befehl an eine Person. Einen Rekruten, den sie kontaktieren und sich von ihm unterweisen lassen sollten.
Ein Rekrut. Wie außerordentlich kreativ, ich hoffe schwer der Kerl weiß wovon er spricht und geht mir nicht auf die Nerven mit zu viel salbungsvollem Gewäsch. Das konnte ich schon bei unserem Hauspfaffen nicht ab.
Der erste Kontakt war mittels eines Briefes schnell geknüpft, wobei der leicht schroffe schriftliche Tonfall des ihr angedienten Rekruten sie beim Lesen seiner Nachricht doch die Augenbrauen sachte anheben lies. Gewappnet mit all der ihr gegebenen Gutmütigkeit und der zugegebenen Neugier wurde der Treffpunkt aufgesucht und kaum öffnete sich die Türe nach ihrem resoluten Anklopfen, fiel der Blick der gewittergrauen Augen auf besagten Rekruten.
Kleiner als ich dachte.
Ich bin vermutlich größer als er dachte.
Dieses Blau...
Das Rot nasser Karotten.
Dieses verdammte Saphirblau.
Ärger.
Nicht jede Begegunung auf flüchtiger Augenhöhe ist vom Segen der Vernunft begleitet. Schon wenige Momente nach der Begrüßung setzte eine spitz geführte Diskussion ein, bei der weder sie noch er nachzugeben gedachten. Auf der einen Seite die klaren, reinen Worte des Kodexes auf der anderen Seite das Gefühl das Worte nur von Taten begleitet einen Wert aufwiesen.
Ein Stuhl wurde zurück geschoben, ein bedauernder Blick kündete ihren Abgang an. Es gab immer mehrere Wege einen Fisch zu häuten und diesen Fisch wollte sie im Grunde nur wieder zurück ins Meer werfen in der Hoffnung ein größerer Fisch würde ihn fressen.
Er bat sie zu bleiben. Sie blieb. Mit knirschenden Zähnen und nicht bereit einen Deut von ihrer Haltung abzuweichen. Unbewusst eine subitile Herausforderung für jeden, der wittert das dort mehr ruhte als ordentlich gefaltete Hände auf dem Tisch. Die gute Erziehung verhalf beiden dazu den Abend gesittet und mit einer gemeinsamen Ansicht zu beenden.
Ärger.
Er bedeutet Ärger.
Dieses kleine, arrogante Ekel trägt die Nase derartig hoch, dass er beim nächsten heftigeren Regen unter Garantie ersaufen wird. Ich sollte um Regen beten.
Dieser überhebliche, wortklaubende Stinkpilz.
Ärger.
Wie ungemein klug von mir, mich direkt mit dem ersten hier anzulegen. Vermutlich wird es nicht lange dauern und ich breche ihm irgendwas.
Es gibt mehr als das Wort.
Viel mehr.
Sie lief nach diesem Zusammenprall noch eine Weile umher und fand schließlich Ruhe in der Kirche Temoras. Gebete helfen oft den Geist zu klären. Ihre Gutmütigkeit obsiegte irgendwann über den soliden Wutausbruch. Die Herrin wusste um ihre Gedanken und ihre Nöte und es würde zwischen ihnen beiden bleiben. Auch ihre Haltung bezüglich des Rekruten wurde wieder gemäßigter.
Das Leben wird dir deine Kanten schon brechen und den Kopf dahin setzen, wo er hingehört, Feuerkopf. Das Leben lässt nun mal keine Bäume in den Himmel wachsen. Ich wurde auch schon passend gestutzt.
Es gibt mehr als das Wort.
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Balator Meridos
Neutral betrachtet kann sicherlich festgestellt werden, dass die beiden rothaarigen, die da aufeinander prallten beide nicht gerade zur unterwürfigen, nachgebenden Sorte gehören.
Er war gewillt, ihr seine Sicht der Dinge darzulegen und das Saatkorn des Glaubens in ihr stärker wachsen zu lassen.
Worte waren die Waffen des zutiefst gläubigen Rekruten, zumindest jenen gegenüber, welche sich bereits zum Lichte der Schwertmaid bekannten. Die restlichen Kreaturen waren eindeutig nicht lebenswert und verdienten das reinigende Feuer seiner Pyrianklinge.
In seinem überzeugten Fanatismus war er sich sicher, dass sie sich noch an seine Worte erinnern würde, er spürte gar einen Funken Interesse in ihr, der ihm zeigte, dass das noch eine seiner besseren Schülerinnen werden würde.
Er war gewillt, ihr seine Sicht der Dinge darzulegen und das Saatkorn des Glaubens in ihr stärker wachsen zu lassen.
Worte waren die Waffen des zutiefst gläubigen Rekruten, zumindest jenen gegenüber, welche sich bereits zum Lichte der Schwertmaid bekannten. Die restlichen Kreaturen waren eindeutig nicht lebenswert und verdienten das reinigende Feuer seiner Pyrianklinge.
In seinem überzeugten Fanatismus war er sich sicher, dass sie sich noch an seine Worte erinnern würde, er spürte gar einen Funken Interesse in ihr, der ihm zeigte, dass das noch eine seiner besseren Schülerinnen werden würde.
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Balator Meridos
2. Szene
Die Truppe war gerade einigen Hinweisen beim Kloster nachgegangen, als der ungewöhnlichste Befehl kam, den der junge Recke je hörte:
'Meridos, ihr seid gewiss derjenige von uns, der sich am besten mit Temora auskennt - sprecht zur Truppe' - oder so ähnlich lauteten die Worte des Korporals und nichts lieber als das für den jungen Rekruten, der seine Zunge mindestens so spitz führte wie die Klinge.
*tock - tock - tock*
Die Truppe war gerade einigen Hinweisen beim Kloster nachgegangen, als der ungewöhnlichste Befehl kam, den der junge Recke je hörte:
'Meridos, ihr seid gewiss derjenige von uns, der sich am besten mit Temora auskennt - sprecht zur Truppe' - oder so ähnlich lauteten die Worte des Korporals und nichts lieber als das für den jungen Rekruten, der seine Zunge mindestens so spitz führte wie die Klinge.
Die Truppe rührte sich nicht, stand wie angewurzelt da und hing an seinen Lippen, bis auf eine rothaarige Ausnahme, die zustimmend mit dem hölzernen Ende der Hellebarde auf den Boden prallte.... auf dass sie sich zum wahren Lichte Temoras bekennen - oder im heiligen, gleissenden, reinigenden Lichte Ihrer, unserer streitbaren Herrin - für immer und ewig - BRENNEN
*tock - tock - tock*
Zuletzt geändert von Balator Meridos am Montag 16. September 2013, 13:00, insgesamt 2-mal geändert.
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Benedict Weber
Nun trug sie eine Uniform in Form einer schweren Rüstung, ebenso hatte man ihr ein Pferd zu geteilt. Und natürlich musste der besagte Rekrut dabei sein und sie einweisen, garniert mit einem trockenen Vortrag über Pferdepflege. Ernst war direkt angetan von dem Herren. Schon seinem Gesichtsausdruck konnte die Rothaarige entnehmen, dass sie ein Sturm zusammen brauen würde. Das Pferd, welches ihres nun war hatte so einige Eigenheiten, die gerade für den Moment ihre volle Konzentration forderten. Es stieg und buckelte und lies sich nur durch die weiche Zügelhand halbwegs wieder bändigen.
„Ernst, überlass ihn mir.“
Nur leise hatte sie die Worte zu ihrem Schwertbruder gezischt, aber er würde ihre Worte wohl beherzigen, außer der Feuerkopf würde es zu weit treiben. Dann würde nichts mehr helfen außer viel Geduld. Ihre Geduld würde im Folgenden auch arg geprüft, denn sie wurde nun das Ziel der vollen Aufmerksamkeit des Rekruten.
Ja, nicht Nicken im Dienst. In Reihe, Linie antreren und Rangfolge einhalten. Wenn er nicht gleich still ist, dann hetze ich doch Ernst auf ihn. Vermaledeit noch zwei, wie kann man nur ohne Luft zu holen permanent derartig klugscheißen?
Der erste Dienst verstrich, ebenso der zweite. Die Korporäle begannen die Rekruten herum zu hetzen. Bald schon schmerzten alle Muskeln und immer wieder kreuzte der junge Kerl ihr Blickfeld. Meist raunte er unauffällig etwas zu ihr.
Boch, erzähls dem Gras, Junge.
Moment. Hilft der mir gerade?
Wie... eh... genau.
Eine Gefangene wurde Ziel der gemeinsamen Aufmerksamkeit der beiden rothaarigen Rekruten und beide schwiegen einen Moment verlegen als sie im gleichen Augenblick die gleichen Worte für einen Sachverhalt verwendeten.
Demut und Mitgefühl.
Was zum....?
Ärger!
Bei einer Überprüfung des Klostgergeländes und der Siedlung davor zog unverhofft die Ansprache und das Gebet sie völlig in den Bann des Wortes. Wieder war der gemeinsame Nenner gefunden und direkt von ihr mit dem Auftocken der Hellebarde bestätigt worden. Es erschien seltsam und doch richtig, wenn auch ihre Gutmütigkeit stetig weiter von dem Tugendbold beansprucht wurde. Kurz entschlossen gab sie ihrem inneren Bedürfnis nach und fragte komplett scheinheilig nach einer kleinen gemeinsamen Übung im Schwertkampf, sobald sie beide dienstfrei hätten.
Eine solide Tracht Prügel hat noch niemandem geschadet.
Auch wenn ich nicht überlegen sein werde... ich werde ihm weh tun. Oh ja!
„Ernst, überlass ihn mir.“
Nur leise hatte sie die Worte zu ihrem Schwertbruder gezischt, aber er würde ihre Worte wohl beherzigen, außer der Feuerkopf würde es zu weit treiben. Dann würde nichts mehr helfen außer viel Geduld. Ihre Geduld würde im Folgenden auch arg geprüft, denn sie wurde nun das Ziel der vollen Aufmerksamkeit des Rekruten.
Ja, nicht Nicken im Dienst. In Reihe, Linie antreren und Rangfolge einhalten. Wenn er nicht gleich still ist, dann hetze ich doch Ernst auf ihn. Vermaledeit noch zwei, wie kann man nur ohne Luft zu holen permanent derartig klugscheißen?
Der erste Dienst verstrich, ebenso der zweite. Die Korporäle begannen die Rekruten herum zu hetzen. Bald schon schmerzten alle Muskeln und immer wieder kreuzte der junge Kerl ihr Blickfeld. Meist raunte er unauffällig etwas zu ihr.
Boch, erzähls dem Gras, Junge.
Moment. Hilft der mir gerade?
Wie... eh... genau.
Eine Gefangene wurde Ziel der gemeinsamen Aufmerksamkeit der beiden rothaarigen Rekruten und beide schwiegen einen Moment verlegen als sie im gleichen Augenblick die gleichen Worte für einen Sachverhalt verwendeten.
Demut und Mitgefühl.
Was zum....?
Ärger!
Bei einer Überprüfung des Klostgergeländes und der Siedlung davor zog unverhofft die Ansprache und das Gebet sie völlig in den Bann des Wortes. Wieder war der gemeinsame Nenner gefunden und direkt von ihr mit dem Auftocken der Hellebarde bestätigt worden. Es erschien seltsam und doch richtig, wenn auch ihre Gutmütigkeit stetig weiter von dem Tugendbold beansprucht wurde. Kurz entschlossen gab sie ihrem inneren Bedürfnis nach und fragte komplett scheinheilig nach einer kleinen gemeinsamen Übung im Schwertkampf, sobald sie beide dienstfrei hätten.
Eine solide Tracht Prügel hat noch niemandem geschadet.
Auch wenn ich nicht überlegen sein werde... ich werde ihm weh tun. Oh ja!
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Benedict Weber
3. Szene
Das war so nicht geplant. Ich liege schon wieder im Dreck, dammicht. Zähes Stück. Aber für gewöhnlich nimmt mich Ernst auseinander... das hier halte ich auch aus.
Die Übungswaffen krachten erneut aneinander, ungezählte Male hatte der Feuerkopf die besseren Treffer gelandet, ungezählte Male hatte sie ihre Deckung schleifen lassen und ungezählte Male, war sie wieder aufgestanden. Es schien egal zu sein wie sehr er das Tempo seiner Schlagfolgen erhöhte, wie hart er traf – sie ging mit. Die Zähne zusammengebissen, der Blick stur wie der eines adoranischen Esels. Eher würde es Sonnenschein und Blümchenwiesen in Krathors Reich geben als das sie aufgab.
Aufstehen, hoch! Blaue Flecke gehören zum Leben dazu! Soldaten jammern nicht, Soldaten kämpfen. Zeig keine Schwäche, vor allem dem nicht...DEM NICHT!
Vor Ernst hatte sie noch nie ein Problem damit gehabt zurück zu weichen und um eine Pause zu bitten, hier und jetzt siegte jedoch der Stolz. Ganz gleich wie zerschlagen sie morgen sein würde, wie sehr auch alles schmerzte, sie würde nicht aufgeben. Schon griff sie wieder an und landete sogar einen recht selbstbewussten Treffer. Auch ging sie dazu über jeden erbärmlichen Trick anzuwenden, den sie je erlernt oder auch nur einmal gesehen hatte. Natürlich war es reiner Irrsinn. Ihr Gegner war nur unmerklich größer als sie selbst, aber eben ein Mann. Mehr Reichweite, mehr Kraft. Viel mehr Kraft. Wiedereinmal holte der Fluch sie ein als Frau geboren worden zu sein, dennoch hatte sie wie die meisten Frauen den Männern etwas voraus. Sie war zäh.
Temora sei gepriesen, er hat genug. Ich fühle meinen Schildarm kaum noch. Meine Lungen brennen, es gibt nicht genug Luft hier.... Reiß dich zusammen!
„Ich krieg Euch noch klein.“
Klang das selbstbewusst oder arrogant? Ich hoffe beides!
Der nächste Tag im Dienst war hart. Sie fühlte sich so als wäre ihr Pferd einmal über sie hinweg getrampelt und hätte das Manöver dann aus lauer Bosheit nochmal wiederholt. Die Zähne wurden zusammen gebissen und sie schaffte die gestellten Anforderungen, wenn auch knapp dieses Mal. Beim Rückmarsch lies sie sich leicht zurückfallen und gönnte sich ein Seufzen.
„Wenn Ihr nochmals mit mir über die Tugenden sprechen wollt, ich stehe Euch gerne zur Verfügung, Rekrutin.“
„Das würde mich sehr freuen, Rekrut.“
Was habe ich da gerade gesagt? DAS habe nicht nicht gesagt oder? Wer war das?
Ich war das. Meh.
Schon auf dem Rückweg entspann sich die erste Diskussion über die Demut. Wieder. Vermutlich würde dieses Thema nicht ganzheitlich ohne geistliche Intervention geklärt werden können. Allerdings verlief die Abhandlung friedlich und tatsächlich mit gegenseitiger Achtung, die vielleicht doch nichts anderes ausdrückte als die Ruhe vor dem Sturm
Das war so nicht geplant. Ich liege schon wieder im Dreck, dammicht. Zähes Stück. Aber für gewöhnlich nimmt mich Ernst auseinander... das hier halte ich auch aus.
Die Übungswaffen krachten erneut aneinander, ungezählte Male hatte der Feuerkopf die besseren Treffer gelandet, ungezählte Male hatte sie ihre Deckung schleifen lassen und ungezählte Male, war sie wieder aufgestanden. Es schien egal zu sein wie sehr er das Tempo seiner Schlagfolgen erhöhte, wie hart er traf – sie ging mit. Die Zähne zusammengebissen, der Blick stur wie der eines adoranischen Esels. Eher würde es Sonnenschein und Blümchenwiesen in Krathors Reich geben als das sie aufgab.
Aufstehen, hoch! Blaue Flecke gehören zum Leben dazu! Soldaten jammern nicht, Soldaten kämpfen. Zeig keine Schwäche, vor allem dem nicht...DEM NICHT!
Vor Ernst hatte sie noch nie ein Problem damit gehabt zurück zu weichen und um eine Pause zu bitten, hier und jetzt siegte jedoch der Stolz. Ganz gleich wie zerschlagen sie morgen sein würde, wie sehr auch alles schmerzte, sie würde nicht aufgeben. Schon griff sie wieder an und landete sogar einen recht selbstbewussten Treffer. Auch ging sie dazu über jeden erbärmlichen Trick anzuwenden, den sie je erlernt oder auch nur einmal gesehen hatte. Natürlich war es reiner Irrsinn. Ihr Gegner war nur unmerklich größer als sie selbst, aber eben ein Mann. Mehr Reichweite, mehr Kraft. Viel mehr Kraft. Wiedereinmal holte der Fluch sie ein als Frau geboren worden zu sein, dennoch hatte sie wie die meisten Frauen den Männern etwas voraus. Sie war zäh.
Temora sei gepriesen, er hat genug. Ich fühle meinen Schildarm kaum noch. Meine Lungen brennen, es gibt nicht genug Luft hier.... Reiß dich zusammen!
„Ich krieg Euch noch klein.“
Klang das selbstbewusst oder arrogant? Ich hoffe beides!
Der nächste Tag im Dienst war hart. Sie fühlte sich so als wäre ihr Pferd einmal über sie hinweg getrampelt und hätte das Manöver dann aus lauer Bosheit nochmal wiederholt. Die Zähne wurden zusammen gebissen und sie schaffte die gestellten Anforderungen, wenn auch knapp dieses Mal. Beim Rückmarsch lies sie sich leicht zurückfallen und gönnte sich ein Seufzen.
„Wenn Ihr nochmals mit mir über die Tugenden sprechen wollt, ich stehe Euch gerne zur Verfügung, Rekrutin.“
„Das würde mich sehr freuen, Rekrut.“
Was habe ich da gerade gesagt? DAS habe nicht nicht gesagt oder? Wer war das?
Ich war das. Meh.
Schon auf dem Rückweg entspann sich die erste Diskussion über die Demut. Wieder. Vermutlich würde dieses Thema nicht ganzheitlich ohne geistliche Intervention geklärt werden können. Allerdings verlief die Abhandlung friedlich und tatsächlich mit gegenseitiger Achtung, die vielleicht doch nichts anderes ausdrückte als die Ruhe vor dem Sturm
Zuletzt geändert von Benedict Weber am Dienstag 17. September 2013, 21:43, insgesamt 2-mal geändert.
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Balator Meridos
Eine Schwertkampfübung, eine hervorragende Idee, zu lange hatte er nur stupide gegen Terathane gekämpft und nicht mehr gegen einen denkenden Gegner.
Er begann langsam und vorsichtig mit einigen Standardschlägen, die sie mühelos parierte und ihn bereits dort in Körperhaltung und Mimik herausforderte - sie soll ihre Herausforderung haben.
Verdammt war die zäh, ihre Technik war nicht gerade vom Feinsten, doch die ganzen Schläge, die sicherlich nicht schmerzlos waren steckte sie ein ohne mit der Wimper zu zucken - na warte!
Eine ausgeteilte Tracht Prügel später besah er recht zufrieden sein Werk, aufrecht gehen konnte die aufmüpfige Rekrutin nicht mehr und im Dienst die folgenden Tage konnte das geschulte Auge ebenfalls Änderungen wahrnehmen. Doch gebrochen war sie nicht im geringsten.
Natürlich war der Kampf auch an ihm nicht spurlos vorbeigegangen, auch wenn er die meisten ihrer Schläge abwehren konnte, Blessuren und blaue Flecken würde auch er noch davontragen, doch der zuckersüsse Sieg liess ihn darüber hinwegblicken.
Er begann langsam und vorsichtig mit einigen Standardschlägen, die sie mühelos parierte und ihn bereits dort in Körperhaltung und Mimik herausforderte - sie soll ihre Herausforderung haben.
Verdammt war die zäh, ihre Technik war nicht gerade vom Feinsten, doch die ganzen Schläge, die sicherlich nicht schmerzlos waren steckte sie ein ohne mit der Wimper zu zucken - na warte!
Eine ausgeteilte Tracht Prügel später besah er recht zufrieden sein Werk, aufrecht gehen konnte die aufmüpfige Rekrutin nicht mehr und im Dienst die folgenden Tage konnte das geschulte Auge ebenfalls Änderungen wahrnehmen. Doch gebrochen war sie nicht im geringsten.
Natürlich war der Kampf auch an ihm nicht spurlos vorbeigegangen, auch wenn er die meisten ihrer Schläge abwehren konnte, Blessuren und blaue Flecken würde auch er noch davontragen, doch der zuckersüsse Sieg liess ihn darüber hinwegblicken.
Zuletzt geändert von Balator Meridos am Mittwoch 18. September 2013, 08:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Benedict Weber
4. Szene
Wieder einmal Torwache beendet, mühsam hatte sie sich aus der Rüstung geschält und in die praktische Alltagskleidung gehüllt. Kaum bog sie um die Ecke um ihre Rüstung in ihre Zeugkiste zu packen da blieb sie schon wie angenagelt stehen. Da stand ER. Wäre das alles gewesen hätte sie vermutlich nur einen Gruß gemurmelt, ihren Kram weggepackt und hätte sich still aber zügig verzogen. Bedauerlicherweise stand er nicht nur, sondern zog sich aus. Komplett. Er zog völlig blank.
Sie rührte keinen Muskel sondern gönnte sich in aller Muße die Aussicht, die sich da bot. Der rote Schopf neigte sich leicht als sie ausführlich und in schönster, gewöhnlich männlicher Manier glotzte.
Das sehe ich doch jetzt nicht wirklich oder?
Ich sollte mich räuspern, husten... irgendwas von mir geben aber nicht einfach nur herumstehen und....
Temora hilf das ist definitiv unter der Kleidung ein Kerl.
So stand sie dann untätig und stumm herum, nicht einmal ein flüchtiger Blick wurde zur Treppe hin geschickt. Sollte jemand die Szene stören würde sie einfach so tun als wäre sie dem Falten ihres Mantels beschäftigt. Zu ihrem großen Glück oder Unglück kam niemand, doch irgendwann war der Feuerkopf mit seiner Ankleidezeremonie dann doch fertig. Als er sich dann umwandte begegnete er einem breiten Grinsen auf ihrem Gesicht. Rasch zwängte sie sich vorbei und packte ihr Zeug in ihre Kiste um sich dann freundlichst zu verabschieden und hurtig zu verschwinden.
OweiOweiOwei.
Das treue Ross, welches auf den Namen „Milan“ getauft worden war wollte noch bewegt sein, also brach sie zu einem längeren Ausritt auf. Nach einigen schlichten Gehorsamsübungen gönnte sie dem Tier einen freien Gallopp bei dem es sich seinen Weg selbst suchte. Am langen Zügel umrundeten Milan den Weiher in der Nähe Adorans und eine Bewegung seiner Reiterin lies in anhalten und leise schnauben. Sie hatte etwas am Ufer entdeckt, dort saß jemand. Natürlich nicht nur irgendjemand, sondern der karrottenhaarige Rekrut als Zivilist getarnt. Schon lehnte sie sich leicht vor und wollte ihr Pferd weiter treiben, dem Menschen schlicht die Ruhe lassen, die er wohl suchte. Doch etwas in seiner Haltung wie er dort saß bewog sie dazu abzusitzen. Milan wurde lose angebunden, er sollte ruhig ein wenig grasen können, dann näherte sie sich dem Mann am Ufer vorsichtig.
„Temoras Licht mit Euch, Rekrut....“
„ Der Herrin Licht mit Euch. Nicht Rekrut, ich bin in zivil hier.“
„ Temoras Licht mit Euch, werter Herr....“
„Nenn mich doch beim Vornamen, wir sind ja nicht im Dienst.“
Ich schubs dich gleich in den Weiher. Noch keine drei Augenblicke Konversation und schon fange ich mir zwei Belehrungen ein. Traumhaft.
Dennoch setzte sie sich in gemessenem Abstand hin, er konnte von dort aus nur ihr Profil betrachten und ihre eher lässige Körperhaltung bewundern. Sie schwieg und wackelte nur ein wenig mit den Fußspitzen während sie schlicht wartete.
„Du bist sehr still.“
„Ich höre zu. Auch wenn du nichts sagst. Dann höre ich eben der Stille zu.“
Eine Weile war Stille, dann begann er zu sprechen. Wünsche, Hoffnungen und die schlichte Erkenntnis nicht voran zu kommen. Die Ansprüche anderer, die unerfüllbar schienen und doch im Grunde das waren, was er selbst wollte. Er klang ernüchtert, ruhig und tatsächlich verletzbar.
„Was bin ich?“
„Du bist ein arrogantes Ekel.“
Das saß. Ohne hinzusehen, weiß ich das das nun gesessen hat. Auch der Feuerkopf will gemocht und gelitten sein.
„Du bist tugendhafter als ich je sein werde.....“
Ohne nachzudenken begann sie nun zu sprechen über Wege, Ziele und das Leben im Allgemeinen. Wobei sie darauf achtete möglichst wenig bis nichts von sich selbst preis zu geben. Es ging gerade nicht um sie, nicht um ihre Befindlichkeiten oder Vorbehalte. Den jungen Mann hatte offenbar ein schlimmer Frost erwischt und ihm war eine Lektion erteilt worden. Doch schon bald zeichnete sich wieder ein schwaches Lächeln auf dem Gesicht des Feuerkopfes. Was auch immer sie gesagt oder getan hatte, es schien geholfen zu haben und ein Kamerad konnte sich nun wieder aufrichten und den Herausforderungen halbwegs ins Auge blicken.
„ Ich beneide dich. Egal wie oft du fällst, du stehst wieder auf....“
Oh? Woher glaubt er das denn zu wissen? Egal. Neid ist gut, das ist die erste ehrliche Anerkennung. Darauf lässt sich etwas aufbauen.
Nach einem kurzen Zwinkern in Richtung des jungen Mannes, schwang sie sich wieder auf ihr Pferd. Einen Moment lang starrte sie ihn an. Die üblichen Abschiedsfloskeln waren ausgetaucht. Es blieb im Grunde nichts mehr zu sagen.
„Nackt bist du verdammt hübsch anzusehen“
Nicht umdrehen. Weiterreiten. NICHT umdrehen. Lass ihn so sitzen. Weiter......
Krkr.
Wieder einmal Torwache beendet, mühsam hatte sie sich aus der Rüstung geschält und in die praktische Alltagskleidung gehüllt. Kaum bog sie um die Ecke um ihre Rüstung in ihre Zeugkiste zu packen da blieb sie schon wie angenagelt stehen. Da stand ER. Wäre das alles gewesen hätte sie vermutlich nur einen Gruß gemurmelt, ihren Kram weggepackt und hätte sich still aber zügig verzogen. Bedauerlicherweise stand er nicht nur, sondern zog sich aus. Komplett. Er zog völlig blank.
Sie rührte keinen Muskel sondern gönnte sich in aller Muße die Aussicht, die sich da bot. Der rote Schopf neigte sich leicht als sie ausführlich und in schönster, gewöhnlich männlicher Manier glotzte.
Das sehe ich doch jetzt nicht wirklich oder?
Ich sollte mich räuspern, husten... irgendwas von mir geben aber nicht einfach nur herumstehen und....
Temora hilf das ist definitiv unter der Kleidung ein Kerl.
So stand sie dann untätig und stumm herum, nicht einmal ein flüchtiger Blick wurde zur Treppe hin geschickt. Sollte jemand die Szene stören würde sie einfach so tun als wäre sie dem Falten ihres Mantels beschäftigt. Zu ihrem großen Glück oder Unglück kam niemand, doch irgendwann war der Feuerkopf mit seiner Ankleidezeremonie dann doch fertig. Als er sich dann umwandte begegnete er einem breiten Grinsen auf ihrem Gesicht. Rasch zwängte sie sich vorbei und packte ihr Zeug in ihre Kiste um sich dann freundlichst zu verabschieden und hurtig zu verschwinden.
OweiOweiOwei.
Das treue Ross, welches auf den Namen „Milan“ getauft worden war wollte noch bewegt sein, also brach sie zu einem längeren Ausritt auf. Nach einigen schlichten Gehorsamsübungen gönnte sie dem Tier einen freien Gallopp bei dem es sich seinen Weg selbst suchte. Am langen Zügel umrundeten Milan den Weiher in der Nähe Adorans und eine Bewegung seiner Reiterin lies in anhalten und leise schnauben. Sie hatte etwas am Ufer entdeckt, dort saß jemand. Natürlich nicht nur irgendjemand, sondern der karrottenhaarige Rekrut als Zivilist getarnt. Schon lehnte sie sich leicht vor und wollte ihr Pferd weiter treiben, dem Menschen schlicht die Ruhe lassen, die er wohl suchte. Doch etwas in seiner Haltung wie er dort saß bewog sie dazu abzusitzen. Milan wurde lose angebunden, er sollte ruhig ein wenig grasen können, dann näherte sie sich dem Mann am Ufer vorsichtig.
„Temoras Licht mit Euch, Rekrut....“
„ Der Herrin Licht mit Euch. Nicht Rekrut, ich bin in zivil hier.“
„ Temoras Licht mit Euch, werter Herr....“
„Nenn mich doch beim Vornamen, wir sind ja nicht im Dienst.“
Ich schubs dich gleich in den Weiher. Noch keine drei Augenblicke Konversation und schon fange ich mir zwei Belehrungen ein. Traumhaft.
Dennoch setzte sie sich in gemessenem Abstand hin, er konnte von dort aus nur ihr Profil betrachten und ihre eher lässige Körperhaltung bewundern. Sie schwieg und wackelte nur ein wenig mit den Fußspitzen während sie schlicht wartete.
„Du bist sehr still.“
„Ich höre zu. Auch wenn du nichts sagst. Dann höre ich eben der Stille zu.“
Eine Weile war Stille, dann begann er zu sprechen. Wünsche, Hoffnungen und die schlichte Erkenntnis nicht voran zu kommen. Die Ansprüche anderer, die unerfüllbar schienen und doch im Grunde das waren, was er selbst wollte. Er klang ernüchtert, ruhig und tatsächlich verletzbar.
„Was bin ich?“
„Du bist ein arrogantes Ekel.“
Das saß. Ohne hinzusehen, weiß ich das das nun gesessen hat. Auch der Feuerkopf will gemocht und gelitten sein.
„Du bist tugendhafter als ich je sein werde.....“
Ohne nachzudenken begann sie nun zu sprechen über Wege, Ziele und das Leben im Allgemeinen. Wobei sie darauf achtete möglichst wenig bis nichts von sich selbst preis zu geben. Es ging gerade nicht um sie, nicht um ihre Befindlichkeiten oder Vorbehalte. Den jungen Mann hatte offenbar ein schlimmer Frost erwischt und ihm war eine Lektion erteilt worden. Doch schon bald zeichnete sich wieder ein schwaches Lächeln auf dem Gesicht des Feuerkopfes. Was auch immer sie gesagt oder getan hatte, es schien geholfen zu haben und ein Kamerad konnte sich nun wieder aufrichten und den Herausforderungen halbwegs ins Auge blicken.
„ Ich beneide dich. Egal wie oft du fällst, du stehst wieder auf....“
Oh? Woher glaubt er das denn zu wissen? Egal. Neid ist gut, das ist die erste ehrliche Anerkennung. Darauf lässt sich etwas aufbauen.
Nach einem kurzen Zwinkern in Richtung des jungen Mannes, schwang sie sich wieder auf ihr Pferd. Einen Moment lang starrte sie ihn an. Die üblichen Abschiedsfloskeln waren ausgetaucht. Es blieb im Grunde nichts mehr zu sagen.
„Nackt bist du verdammt hübsch anzusehen“
Nicht umdrehen. Weiterreiten. NICHT umdrehen. Lass ihn so sitzen. Weiter......
Krkr.
Zuletzt geändert von Benedict Weber am Donnerstag 19. September 2013, 18:48, insgesamt 4-mal geändert.
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Benedict Weber
5. Szene
Wieder am Weiher, ein ganz gewöhnlicher Abend nach Dienstschluss. An sich wollte sie nur noch ein wenig herumlaufen, bevor sie matt in ihrer Kammer in Berchgard auf das Bett sank. Ihre Füße trugen sie zielstrebig weiter, der Blick suchte irgendwas oder irgendwen und fand das Ziel auf der kleinen Insel in der Mitte des Wassers.
Er ist da.
Wieso bin ich eigentlich hergekommen? Noch prekärer ist die Frage warum ich gerade im Begriff bin meine Lebensgeschichte hier auszubreiten. Mund zu und schweigen. Still.
Ich antworte ihm schon wieder, zum Dämon nochmal.
Was bitte tut er da?
Eh?
Es ist lange her, dass ich einen Handkuss bekam. Einen solchen erhielt ich noch nie, wenn ich ehrlich bin. Was soll ich denn jetzt tun? Ich habe doch ganz klar erst jemand anderem zu verstehen gegeben, dass ich für solche Tändelei im Moment nicht zu haben bin.
Saphirblau.
Mag ich Blau überhaupt?
Mhh. Doch. Schon. Vor allem dieses Blau.
Der Blitz soll mich doch erschlagen, was habe ich denn jetzt angerichtet?!? Von sich aus hätte er das nie getan, niemals. Wie kam ich nur auf die Idee? Wohlerzogene Damen sind nicht so forsch und tun DAS.Niemals!. Wohlerzogene junge Damen sagen auch nicht stetig „aye“ und geben Widerworte oder andere Frechheiten von sich.
Vernunft, ich muss jetzt vernünftig sein und ihm das -ihm mich- ausreden. Wenn ich das weiter gehen lasse, wird das keiner unbeschadet überleben. Argumente, ich brauche dringend gute Argumente..
Meh. Ihn nochmal zu küssen ist KEIN taugliches Argument.
Ich wittere Ärger.
Ernsten Ärger.
Ich werde mit Ernst reden müssen. Oh Herrin hilf mir, was richte ich hier nur gerade an?
Wieder am Weiher, ein ganz gewöhnlicher Abend nach Dienstschluss. An sich wollte sie nur noch ein wenig herumlaufen, bevor sie matt in ihrer Kammer in Berchgard auf das Bett sank. Ihre Füße trugen sie zielstrebig weiter, der Blick suchte irgendwas oder irgendwen und fand das Ziel auf der kleinen Insel in der Mitte des Wassers.
Er ist da.
Wieso bin ich eigentlich hergekommen? Noch prekärer ist die Frage warum ich gerade im Begriff bin meine Lebensgeschichte hier auszubreiten. Mund zu und schweigen. Still.
Ich antworte ihm schon wieder, zum Dämon nochmal.
Was bitte tut er da?
Eh?
Es ist lange her, dass ich einen Handkuss bekam. Einen solchen erhielt ich noch nie, wenn ich ehrlich bin. Was soll ich denn jetzt tun? Ich habe doch ganz klar erst jemand anderem zu verstehen gegeben, dass ich für solche Tändelei im Moment nicht zu haben bin.
Saphirblau.
Mag ich Blau überhaupt?
Mhh. Doch. Schon. Vor allem dieses Blau.
Der Blitz soll mich doch erschlagen, was habe ich denn jetzt angerichtet?!? Von sich aus hätte er das nie getan, niemals. Wie kam ich nur auf die Idee? Wohlerzogene Damen sind nicht so forsch und tun DAS.Niemals!. Wohlerzogene junge Damen sagen auch nicht stetig „aye“ und geben Widerworte oder andere Frechheiten von sich.
Vernunft, ich muss jetzt vernünftig sein und ihm das -ihm mich- ausreden. Wenn ich das weiter gehen lasse, wird das keiner unbeschadet überleben. Argumente, ich brauche dringend gute Argumente..
Meh. Ihn nochmal zu küssen ist KEIN taugliches Argument.
Ich wittere Ärger.
Ernsten Ärger.
Ich werde mit Ernst reden müssen. Oh Herrin hilf mir, was richte ich hier nur gerade an?
-
Balator Meridos
OOC: Zur Belustigung aller, das Log vom 22.06.2013
[22:47:17] Balator Meridos: An welchen Vormund wende ich mich, um um Euch zu werben, Fräulein Senheit
22:48:47] Helisande Senheit: *sofern ihre milchweiße Haut noch das Potential hätte blass zu werden, sie wäre nun farblos*
[22:50:18] Helisande Senheit: ich habe keinen Vormund.. zumindest keinen von dem ich...
[22:50:20] Helisande Senheit: äh
[22:50:24] Helisande Senheit: wie bitte?!
[22:53:30] Balator Meridos: *er atmet dann erneut durch*
[22:53:31] Balator Meridos: *und flüstert*
[22:53:49] Balator Meridos: [leise] ich will dich, verflucht nochmal
[22:54:10] Helisande Senheit: *tuschelt reflexartig zurück*
[22:54:31] Helisande Senheit: [leise] das hab ich verstanden... aber warum?
[22:55:32] Balator Meridos: *nun scheint er nicht mehr rückwärts zu können, er erhebt sich, nur um sich*
[22:55:42] Balator Meridos: *geradewegs feierlich vor ihr auf ein Knie niederzulassen*
[22:56:06] Helisande Senheit: *entgeistert, die wirkt komplett entgeistert!*
[22:56:08] Balator Meridos: *wo er versucht, ihre rechte Hand zu ergreifen, mit sanftem aber bestimmtem Druck*
[22:59:05] Helisande Senheit: *schaut ihn direkt an, sammelt sich und drückt seine Hand sachte, die*
[22:59:21] Helisande Senheit: *Stimme bekommt einen sehr weichen Tonfall*
[22:59:36] Helisande Senheit: Balator bitte....
[23:00:26] Balator Meridos: *er beugt sich ein wenig über sie, führt ihre Hand etwas hoch*
[23:01:52] Balator Meridos: *um ihr einen formvollendeten Handkuss anteil werden zu lassen, die Lippen stoppen*
[23:02:05] Balator Meridos: *um Haaresbreite vor der Hautoberfläche, sie wird die Wärme spüren, sowie den warmen Atem*
[23:02:10] Balator Meridos: *welcher aus seiner Nase strömt*
[23:02:26] Balator Meridos: *seine Augen indes verharren nicht auf der Hand, sie wandern empor*
[23:02:32] Balator Meridos: *und ruhen in ihren augen*
[23:02:41] Helisande Senheit: *verliert prompt den Faden, atmet tief durch, es dauert einen Moment bis sie sich*
[23:02:52] Helisande Senheit: *wieder zu Worten aufrafft*
[23:03:20] Balator Meridos: [leise] ist das Antwort genug?
[23:03:47] Helisande Senheit: Ich bin verwirrt.
[23:05:19] Helisande Senheit: *ein gerüttelt Maß an Unsicherheit und einem deutlich wärmerem Gefühl*
[23:05:39] Helisande Senheit: Meh...
-
Benedict Weber
6. Szene
Wieder am Weiher, es hattte kein Wort der Verabredung gegeben, beide vermieden es sogar sehr offensichtlich im Dienst miteinander zu sprechen. Dennoch waren beide da. Unsicher und dennoch sicher, fragend und doch die Antwort schon ahnend fanden sich die Hände und hielten sich fest. Die Rothaarige wirkte mitgenommen von irgendetwas, was sie nur schwer in Worte fassen konnte. Na einer schier unendlichen Weile und einer Prüfung der Geduld rückte sie dann aber doch mit der Wahrheit heraus.
„Ich habe mit Ernst gesprochen. Das Gespräch verlief nicht gut. Zweifelhaft ob er mir verzeihen wird........Ich will ihn nicht verlieren.“
So arrogant der junge Mann auch war und zu wirken verstand, in diesem Moment war er schlicht da. Er schaute ihr zu, wie sie schweigsam umherlief, sich wieder setzte. Seine Hand nahm, um sie doch wieder loszulassen. Kurzentschlossen wohl griff er nach ihr und hielt sie kompromisslos fest. Das Ekel offenbahrte erneut weichere Züge, was die Verwirrung der Rothaarigen nicht minderte, eher im Gegenteil.
Genauso sollte es sein. Ich bin es müde mich alleine zu halten.
Versteht er wirklich?
Oder ist es nur dieser Moment meiner Schwäche....
Die Zeit würde weisen ob sich dieser Zustand halten lies, denn es mussten noch andere Dinge zwischen den Beiden geklärt werden. Für die unangepasste Rothaarige immens wichtige Dinge offenbar. Es widerstrebte ihr immens zu lange das Bild des Jammers abzugeben. Schwächen zulassen zu müssen war für das Weib schon schlimm genug, sie auch noch vor irgendjemandem zu zeigen fast nahezu unmöglich. Das Naheliegende nun war natürlich das Thema komplett zu wechseln und auf eine heitere Ebene zu bringen.
„Ich werde nicht mehr lange warten bis ich dich ins Bett zerre.“
Das sollte ein Scherz werden. Diesen entsetzten Blick habe ich jetzt nicht verdient dafür.
Keuschheit?
Hochzeitsnacht?!
Kerl, ich hab schon Spinneweben wo keine hingehören!
So gab ein Wort wie so oft das andere und zwei kampfbereite Katzen trugen eine erbittertes Wortgefecht aus. Auf eine bizarre Art und Weise waren bei ihnen die Rollen vertauscht. Die Erfahrung war in diesem Fall weiblich, die Unschuld männlich. Alles schien auf den Kopf gestellt zu sein.
Man könnte meinen ich würde ihn unschuldig seiner Mutter rauben wollen.
Nun gut. Genau das tue ich wohl.
Mein Fehler.
Aber schließlich war es doch der Feuerkopf der versuchte die geeigneten Maßnahmen zu ergreifen um das diskussionsfreudige Frauenzimmer zum Schweigen zu bringen. Aufgrund der Umstände hatte sein Plan allerdings wohl Lücken, auch wenn sein Verständnis für das Wesen der Frau im Allgemeinen und jener im speziellen rasante Fortschritte machte. Schwer atmend und definitiv nicht die Siegerin des Duells riss dich die junge Frau irgendwann los. Sie reichte ihrem Galan dann kommentarlos den Waffengurt, warf die Stiefel von sich und sprang wortwörtlich ins kalte Wasser.
Abkühlung. Es wird besser. Ich halte das aus.
Wieder am Weiher, es hattte kein Wort der Verabredung gegeben, beide vermieden es sogar sehr offensichtlich im Dienst miteinander zu sprechen. Dennoch waren beide da. Unsicher und dennoch sicher, fragend und doch die Antwort schon ahnend fanden sich die Hände und hielten sich fest. Die Rothaarige wirkte mitgenommen von irgendetwas, was sie nur schwer in Worte fassen konnte. Na einer schier unendlichen Weile und einer Prüfung der Geduld rückte sie dann aber doch mit der Wahrheit heraus.
„Ich habe mit Ernst gesprochen. Das Gespräch verlief nicht gut. Zweifelhaft ob er mir verzeihen wird........Ich will ihn nicht verlieren.“
So arrogant der junge Mann auch war und zu wirken verstand, in diesem Moment war er schlicht da. Er schaute ihr zu, wie sie schweigsam umherlief, sich wieder setzte. Seine Hand nahm, um sie doch wieder loszulassen. Kurzentschlossen wohl griff er nach ihr und hielt sie kompromisslos fest. Das Ekel offenbahrte erneut weichere Züge, was die Verwirrung der Rothaarigen nicht minderte, eher im Gegenteil.
Genauso sollte es sein. Ich bin es müde mich alleine zu halten.
Versteht er wirklich?
Oder ist es nur dieser Moment meiner Schwäche....
Die Zeit würde weisen ob sich dieser Zustand halten lies, denn es mussten noch andere Dinge zwischen den Beiden geklärt werden. Für die unangepasste Rothaarige immens wichtige Dinge offenbar. Es widerstrebte ihr immens zu lange das Bild des Jammers abzugeben. Schwächen zulassen zu müssen war für das Weib schon schlimm genug, sie auch noch vor irgendjemandem zu zeigen fast nahezu unmöglich. Das Naheliegende nun war natürlich das Thema komplett zu wechseln und auf eine heitere Ebene zu bringen.
„Ich werde nicht mehr lange warten bis ich dich ins Bett zerre.“
Das sollte ein Scherz werden. Diesen entsetzten Blick habe ich jetzt nicht verdient dafür.
Keuschheit?
Hochzeitsnacht?!
Kerl, ich hab schon Spinneweben wo keine hingehören!
So gab ein Wort wie so oft das andere und zwei kampfbereite Katzen trugen eine erbittertes Wortgefecht aus. Auf eine bizarre Art und Weise waren bei ihnen die Rollen vertauscht. Die Erfahrung war in diesem Fall weiblich, die Unschuld männlich. Alles schien auf den Kopf gestellt zu sein.
Man könnte meinen ich würde ihn unschuldig seiner Mutter rauben wollen.
Nun gut. Genau das tue ich wohl.
Mein Fehler.
Aber schließlich war es doch der Feuerkopf der versuchte die geeigneten Maßnahmen zu ergreifen um das diskussionsfreudige Frauenzimmer zum Schweigen zu bringen. Aufgrund der Umstände hatte sein Plan allerdings wohl Lücken, auch wenn sein Verständnis für das Wesen der Frau im Allgemeinen und jener im speziellen rasante Fortschritte machte. Schwer atmend und definitiv nicht die Siegerin des Duells riss dich die junge Frau irgendwann los. Sie reichte ihrem Galan dann kommentarlos den Waffengurt, warf die Stiefel von sich und sprang wortwörtlich ins kalte Wasser.
Abkühlung. Es wird besser. Ich halte das aus.
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Benedict Weber
7. Szene
Die rothaarige Frau öffnete die Augen, der kurze Moment der Irritation verging und sie lauschte schlicht eine Weile den gleichmäßigen Atemzügen des Mannes in dessen Wärme gehüllt sie geschlafen hatte. Gleichsam setzte auch die Erkenntnis der Tragweite der Dinge nun bei ihr ein, was für ein schlagartig schlechtes Gewissen sorgte. Seine Finger hatten sich im Schlaf in ihre Haarsträhnen verwoben, fast so als wolle er ihre Flucht verhindern. Sanft und vorsichtig befreite sie sich um den Schläfer nicht zu stören, die Nacht hatte ihm mehr abverlangt als jeder Übungskampf es wohl jemals könnte.
Leise und heimlich wie eine Diebin zog sie sich an und richtete im Dunkeln einen behelfsmäßigen Zopf her. Noch ein letztes Flüsstern in die Richtung des Schlafenden, dann schlich sie hinaus. Vor der Türe der Herbergskammer krauste sich ihre Stirne dann beträchtlich ein. Es war Zeit für einen langen Lauf durch die Natur, das Gewissen regte sich immer mehr.
Was habe ich da nur getan? Es ist unmöglich, dass diese Sache auch nur im Ansatz gut gehen wird. Ich werde ihm den Weg verbauen, den er im Grunde gehen will.
Ihre Schritte beschleunigten sich und schon sehr bald verfiel sie in einen zügigen Trab, der sie zum Weiher führte. Zwei Runden um das Gewässer herum und dann nach Adoran und hindurch. Doch ihr Geist blieb unruhig, sie hatte immer noch nicht genug. Noch überschlug sich alles in ihr, es wurde ihr nicht einmal gewahr, dass sie nicht ihr eigenes Hemd gerade trug.
Ich bin das wilde Kind aus einer guten Familie.
Herrin, breite deine Schwingen über mich und bewahre ihn vor Schaden durch mich.
Endlich Berchgard erreicht, den letzten Abschnitt war sie nicht mehr getrabt sondern gerannt. In ihrer eigenen Kammer angekommen fand sie dennoch keine Ruhe.
Ich muss irgendetwas töten.
Mit schnellen Griffen wurde die Übungsrüstung angelegt, selbst wenn sich nichts zum Töten finden lassen würde, es stand eine Übung im Schwertkampf an. Eine gute Gelegenheit auf andere Gedanken zu kommen und sich noch weiter zu verausgaben. Auf dem Weg zum Übungsgelände hielt sie kurz inne und blickte in den saphirblauen Himmel.
Im Grunde will ich genau das.
Keine Reue mehr. Keine Entschuldigungen.
Zeit ein Heim zu schaffen.
Die rothaarige Frau öffnete die Augen, der kurze Moment der Irritation verging und sie lauschte schlicht eine Weile den gleichmäßigen Atemzügen des Mannes in dessen Wärme gehüllt sie geschlafen hatte. Gleichsam setzte auch die Erkenntnis der Tragweite der Dinge nun bei ihr ein, was für ein schlagartig schlechtes Gewissen sorgte. Seine Finger hatten sich im Schlaf in ihre Haarsträhnen verwoben, fast so als wolle er ihre Flucht verhindern. Sanft und vorsichtig befreite sie sich um den Schläfer nicht zu stören, die Nacht hatte ihm mehr abverlangt als jeder Übungskampf es wohl jemals könnte.
Leise und heimlich wie eine Diebin zog sie sich an und richtete im Dunkeln einen behelfsmäßigen Zopf her. Noch ein letztes Flüsstern in die Richtung des Schlafenden, dann schlich sie hinaus. Vor der Türe der Herbergskammer krauste sich ihre Stirne dann beträchtlich ein. Es war Zeit für einen langen Lauf durch die Natur, das Gewissen regte sich immer mehr.
Was habe ich da nur getan? Es ist unmöglich, dass diese Sache auch nur im Ansatz gut gehen wird. Ich werde ihm den Weg verbauen, den er im Grunde gehen will.
Ihre Schritte beschleunigten sich und schon sehr bald verfiel sie in einen zügigen Trab, der sie zum Weiher führte. Zwei Runden um das Gewässer herum und dann nach Adoran und hindurch. Doch ihr Geist blieb unruhig, sie hatte immer noch nicht genug. Noch überschlug sich alles in ihr, es wurde ihr nicht einmal gewahr, dass sie nicht ihr eigenes Hemd gerade trug.
Ich bin das wilde Kind aus einer guten Familie.
Herrin, breite deine Schwingen über mich und bewahre ihn vor Schaden durch mich.
Endlich Berchgard erreicht, den letzten Abschnitt war sie nicht mehr getrabt sondern gerannt. In ihrer eigenen Kammer angekommen fand sie dennoch keine Ruhe.
Ich muss irgendetwas töten.
Mit schnellen Griffen wurde die Übungsrüstung angelegt, selbst wenn sich nichts zum Töten finden lassen würde, es stand eine Übung im Schwertkampf an. Eine gute Gelegenheit auf andere Gedanken zu kommen und sich noch weiter zu verausgaben. Auf dem Weg zum Übungsgelände hielt sie kurz inne und blickte in den saphirblauen Himmel.
Im Grunde will ich genau das.
Keine Reue mehr. Keine Entschuldigungen.
Zeit ein Heim zu schaffen.
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Balator Meridos
Die Zeit verflog im Schnelldurchlauf, täglich sehnte sich der junge Kerl nur danach, SIE wiederzusehen, abends am Weiher im Wald. Der Dienst lief beinahe automatisiert ab, die geistige Präsenz war gerade so weit bei der Arbeit, dass er sich keine Fehler erlaubte. Doch bei der Torwache blickten sich die Augen beinahe leer um, der Kopf raste.
Temora hilf mir, dieses wilde rothaarige Biest zu zähmen, hilf mir aus ihr wieder das zu machen, was sie einst war - eine junge, wohlerzogene Frau aus gutem Hause.
Und Herrin, verschone mich vor der Wut der Enttäuschung meiner Eltern.
Abends dann die kurzzeitige Erlösung, aus Stunden wurden gefühlte Sekunden der Gespräche und der vorsichtigen körperlichen Annäherung.
Verdammt, sie hat mich nicht um den Finger gewickelt, sie hat meinen Verstand völlig zum Aussetzen gebracht, ich muss meinen Kopf wieder reinigen, Vernunft muss wieder einkehren.. und zwar bald.
Temora hilf mir, dieses wilde rothaarige Biest zu zähmen, hilf mir aus ihr wieder das zu machen, was sie einst war - eine junge, wohlerzogene Frau aus gutem Hause.
Und Herrin, verschone mich vor der Wut der Enttäuschung meiner Eltern.
Abends dann die kurzzeitige Erlösung, aus Stunden wurden gefühlte Sekunden der Gespräche und der vorsichtigen körperlichen Annäherung.
Verdammt, sie hat mich nicht um den Finger gewickelt, sie hat meinen Verstand völlig zum Aussetzen gebracht, ich muss meinen Kopf wieder reinigen, Vernunft muss wieder einkehren.. und zwar bald.
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Balator Meridos
8. Szene
Vernunft durch Distanz, das Strohfeuer loderte wild zwischen den beiden jungen Menschen, und es forderte seinen Tribut. Der gläubige Jüngling hatte sich zu lange dem Spiel von Trieb und Hitze hingegeben, es war Zeit zur Besinnung, Meditation und Ruhe.
Es ist das beste für uns beide, auch wenn sie das naturgemäss anders sehen würde, es würde auch ihr helfen, sich zu besinnen und darüber nachzudenken. Und mir wird es Zeit geben, dem Licht in meinem Herzen wieder mehr Freiraum zu lassen, in der Meditation zu versuchen, meine Schritte auf dem Pfad der Tugenden fortzusetzen - und darüber nachzudenken, ob die hitzköpfige Kameradin wirklich das war, wofür ich sie hielt - diejenige, die an meine Seite gehört für immer und ewig.
Es vergingen lange, schwierige Tage für den Jüngling - isoliert von Zivilisation und insbesondere isoliert von Helisande. Die ersten Tage ass er nichts, trank lediglich hin und wieder aus einer klaren Quelle etwas Wasser - und verbrachte die Tage damit, in einer Waldlichtung zu beten und die Lichtbringerin um Entscheidungshilfe zu bitten.
Später jagte er Kleinwild und sammelte einige wenige essbaren Pflanzen um sich durchzubringen. In einem Anflug aus Todesmut und übertriebener Opferbereitschaft begab er sich kaum gerüstet, aber mit der üblichen Bewaffnung in einen der Gruften hinab um den inneren Kampf mit sich selbst in Schwerthieben den Untoten gegenüber auszulassen - natürlich brachte ihm dies ausser einigen Schmissen nicht viel ein. Er entschloss sich dazu, so lange keine Nahrung zu sich zu nehmen, ehe er eine Entscheidung gefällt hatte.
Tage später lief er ausgemergelt und in zerrissener Kleidung durch Berchgard, schleppte sich gerade noch in das Haus seiner Angebetenen.
Ein Bettler lag vor ihrem Bett.
Vernunft durch Distanz, das Strohfeuer loderte wild zwischen den beiden jungen Menschen, und es forderte seinen Tribut. Der gläubige Jüngling hatte sich zu lange dem Spiel von Trieb und Hitze hingegeben, es war Zeit zur Besinnung, Meditation und Ruhe.
Es ist das beste für uns beide, auch wenn sie das naturgemäss anders sehen würde, es würde auch ihr helfen, sich zu besinnen und darüber nachzudenken. Und mir wird es Zeit geben, dem Licht in meinem Herzen wieder mehr Freiraum zu lassen, in der Meditation zu versuchen, meine Schritte auf dem Pfad der Tugenden fortzusetzen - und darüber nachzudenken, ob die hitzköpfige Kameradin wirklich das war, wofür ich sie hielt - diejenige, die an meine Seite gehört für immer und ewig.
Es vergingen lange, schwierige Tage für den Jüngling - isoliert von Zivilisation und insbesondere isoliert von Helisande. Die ersten Tage ass er nichts, trank lediglich hin und wieder aus einer klaren Quelle etwas Wasser - und verbrachte die Tage damit, in einer Waldlichtung zu beten und die Lichtbringerin um Entscheidungshilfe zu bitten.
Später jagte er Kleinwild und sammelte einige wenige essbaren Pflanzen um sich durchzubringen. In einem Anflug aus Todesmut und übertriebener Opferbereitschaft begab er sich kaum gerüstet, aber mit der üblichen Bewaffnung in einen der Gruften hinab um den inneren Kampf mit sich selbst in Schwerthieben den Untoten gegenüber auszulassen - natürlich brachte ihm dies ausser einigen Schmissen nicht viel ein. Er entschloss sich dazu, so lange keine Nahrung zu sich zu nehmen, ehe er eine Entscheidung gefällt hatte.
Tage später lief er ausgemergelt und in zerrissener Kleidung durch Berchgard, schleppte sich gerade noch in das Haus seiner Angebetenen.
Ein Bettler lag vor ihrem Bett.
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Benedict Weber
Kurz entschlossen hatte sie ein Haus angemietet. An sich nicht mehr als eine zugige, kalte in den Berg gefressene Hütte mit Dach. Nach kräftiger Fegearbeit erwies sich der Boden allerdings als ganz ansehlich, auch die Lage war nicht die Schlechteste. Schon setze sich die Rothaarige in Bewegung, es galt Möbel zu beschaffen und zuvor noch mehr Baumaterial zum Innenausbau und Gestaltung des neuen Heims. Doch als allererstes lies sie die Schlüssel der Tür nachmachen. Ohne große Worte bekam der Feuerkopf einen davon in die Hand gedrückt, bevor sie loszog um weiter das zu tun, was Drachen tun, wenn sie sesshaft werden wollen: Nistmaterial beschaffen.
Ein Haus und bald auch ein Kamin und ein Bärenfell.
Doch wie jeder watteweiche Traum vom Glück oder der Idee davon, folgte auch hier das Erwachen. Der Feuerkopf verschwand. Kein Wort, keine Notiz, sein Zimmer noch immer bewohnt erscheinend, würden nicht seine Waffen fehlen.
Er wird sicher nur zum Dienst eingeteilt worden sein und wir haben uns einfach die letzten Tage verpasst. Immerhin sind wir Soldaten und das hat Vorrang vor allem.
Auf ähnliche Art und Weise versuchte sich die junge Frau auch in den folgenden Tagen selbst zu beruhigen. Die meiste Zeit außerhalb des Dienstes war sie eh mit dem Schleppen von Steinen und dem Anbringen von Balken, sowie der Möbelrückerei befasst.
Doch alle Ablenkung half nicht die Erkenntnis zu verhindern, dass aus Tagen eine Woche wurde und aus einer Woche zwei.
Er meldet sich nicht. Wo kann er nur abgeblieben sein? Ob er dringend heim musste zu seinen Eltern? Oder ist ihm etwas passiert?
Ich warte ergebnislos am Weiher die halbe Nacht. Was ist nur passiert?!
Das Einrichten des neuen Heimes geriet ins Hintertreffen, denn nun begann sie zu suchen. In gleichmäßigen Kreisen ritt sie um Konwalden, Adoran und auch Berchgard herum, immer auf der Suche nach irgendeinem Zeichen. Doch außer dass sie einige Hasen nachhaltig erschreckte und Reißaus vor einer Bärenmutter nehmen musste blieb die ganze Suche erfolglos. Nur zu gerne hätte sie jemanden um Hilfe gebeten, doch sie tat es nicht. Der Gardist würde eher feiern ob des Verschwinden des Feuerkopfes, denn ihr bei der Suche helfen. Nach der Verunsicherung setzte unweigerlich die Wut ein, die doch nichts anderes war als die Vermeidung der Trauer.
Abgehauen.
Was bin ich nur für eine Idiotin! Fallobst!
Nachdem er genug aufgelesen hat, hat er sich schneller vom Acker gemacht als ein Floh von einem toten Hund.
Geschieht mir recht, ich hätte... nein ich WUSSTE es besser!
Konsequent wie sie war begann sie noch mehr zu arbeiten. Der Turmbau in Markweih kam ihr sehr gelegen, eine wunderbare Möglichkeit sich körperlich auszutoben und sich alleine in einem leeren Haus nicht im Kreis zu drehen. Doch auch dieser Einsatz endete.
Ich hatte die Türe doch abgeschlossen, warum ist sie offen? Und was bei der Liebe Eluives stinkt hier so? Hat sich ein Vieh eingeschlichen und ist mir verreckt... na das wärs jetzt noch.
Schmutzspur... Stiefelabdrücke.....
Die Soldatin zog die schmale Beiklinge und schlich sich geduckt in ihr eigenes Haus. Jede Öffnung würde überprüft bis sie vor ihrem Bett ankam. Sehen und Erkennen griffen ineinander über, die Klinge glitt zu Boden, während sie fassungslos den verdreckten Kerl anstarrte, der vor ihrem Bett auf dem Boden schlief. Heißer Zorn wallte erneut auf. Ohne nachzudenken schlich sie wieder davon um einen Eimer Wasser zu schöpfen mit welchem sie dann den Drecksack in einem Schwall übergoss.
„Wie kannst du es wagen NICHT tot zu sein?!“
Ein Haus und bald auch ein Kamin und ein Bärenfell.
Doch wie jeder watteweiche Traum vom Glück oder der Idee davon, folgte auch hier das Erwachen. Der Feuerkopf verschwand. Kein Wort, keine Notiz, sein Zimmer noch immer bewohnt erscheinend, würden nicht seine Waffen fehlen.
Er wird sicher nur zum Dienst eingeteilt worden sein und wir haben uns einfach die letzten Tage verpasst. Immerhin sind wir Soldaten und das hat Vorrang vor allem.
Auf ähnliche Art und Weise versuchte sich die junge Frau auch in den folgenden Tagen selbst zu beruhigen. Die meiste Zeit außerhalb des Dienstes war sie eh mit dem Schleppen von Steinen und dem Anbringen von Balken, sowie der Möbelrückerei befasst.
Doch alle Ablenkung half nicht die Erkenntnis zu verhindern, dass aus Tagen eine Woche wurde und aus einer Woche zwei.
Er meldet sich nicht. Wo kann er nur abgeblieben sein? Ob er dringend heim musste zu seinen Eltern? Oder ist ihm etwas passiert?
Ich warte ergebnislos am Weiher die halbe Nacht. Was ist nur passiert?!
Das Einrichten des neuen Heimes geriet ins Hintertreffen, denn nun begann sie zu suchen. In gleichmäßigen Kreisen ritt sie um Konwalden, Adoran und auch Berchgard herum, immer auf der Suche nach irgendeinem Zeichen. Doch außer dass sie einige Hasen nachhaltig erschreckte und Reißaus vor einer Bärenmutter nehmen musste blieb die ganze Suche erfolglos. Nur zu gerne hätte sie jemanden um Hilfe gebeten, doch sie tat es nicht. Der Gardist würde eher feiern ob des Verschwinden des Feuerkopfes, denn ihr bei der Suche helfen. Nach der Verunsicherung setzte unweigerlich die Wut ein, die doch nichts anderes war als die Vermeidung der Trauer.
Abgehauen.
Was bin ich nur für eine Idiotin! Fallobst!
Nachdem er genug aufgelesen hat, hat er sich schneller vom Acker gemacht als ein Floh von einem toten Hund.
Geschieht mir recht, ich hätte... nein ich WUSSTE es besser!
Konsequent wie sie war begann sie noch mehr zu arbeiten. Der Turmbau in Markweih kam ihr sehr gelegen, eine wunderbare Möglichkeit sich körperlich auszutoben und sich alleine in einem leeren Haus nicht im Kreis zu drehen. Doch auch dieser Einsatz endete.
Ich hatte die Türe doch abgeschlossen, warum ist sie offen? Und was bei der Liebe Eluives stinkt hier so? Hat sich ein Vieh eingeschlichen und ist mir verreckt... na das wärs jetzt noch.
Schmutzspur... Stiefelabdrücke.....
Die Soldatin zog die schmale Beiklinge und schlich sich geduckt in ihr eigenes Haus. Jede Öffnung würde überprüft bis sie vor ihrem Bett ankam. Sehen und Erkennen griffen ineinander über, die Klinge glitt zu Boden, während sie fassungslos den verdreckten Kerl anstarrte, der vor ihrem Bett auf dem Boden schlief. Heißer Zorn wallte erneut auf. Ohne nachzudenken schlich sie wieder davon um einen Eimer Wasser zu schöpfen mit welchem sie dann den Drecksack in einem Schwall übergoss.
„Wie kannst du es wagen NICHT tot zu sein?!“
Zuletzt geändert von Benedict Weber am Donnerstag 26. September 2013, 18:49, insgesamt 1-mal geändert.
- Helisande von Alsted
- Beiträge: 4067
- Registriert: Mittwoch 8. Mai 2013, 05:42
9. Szene
1. Aufzug
Kurz nachdem er dem leeren Wassereimer ausgewichen war, kam der verdreckte Kerl in den Genuss mit sämtlichen Büchern eines temoragefälligen Haushalts beworfen zu werden. Als Zugabe gab es noch das Gezeter der nun ganz offensichtlich wütenden Frau, welches erst verstummte als sie mit einem gewaltigen Krachen zu Boden ging. Er hielt sie fest und in seinem festen Griff stellte sie auch recht schnell das unwürdige und vor allem sinnlose Gezappel ein.
„Oh wie du stinkst!“
Es folgten nun eher pragmatische Handlungen des Reinigens sowohl des Feuerkopfes als auch des Hauses. Sie sprach wenig bis nichts, versorgte ihn mit allem Nötigen und nickt nur zu den Erklärungsversuchen.
Temora hat dich geprüft. Siiiicher.
Du bist abgehauen, egal in welche Worte du das jetzt drapierst.
Sie wirkte angespannt, zweifellos zog ein Gewitter auf. Nichts ist gefährlicher als eine verletzte Frau.
2. Aufzug
„Ich werde dich heiraten, dennoch wirst du dazu das Einverständnis meines Vormundes einholen müssen.“
Schweigen.
„Seit wann hast du einen Vormund?“
„Seit genau jetzt. Morgen weiß er dann auch etwas davon.“
Ein Wort gab hier das andere, wie zwei Widder, die mit ihren Hörnern aufeinander zu rannten wollte keiner der beiden auch nur einen Fingerbreit an Boden hergeben. Mit einem gepflegten akustischen Nachhall krachte die Tür ins Schloss. Die errichteten Mauern der Rothaarigen bröselten ein noch bevor der Knall verhallt war.
Er ist jetzt wirklich gegangen.....
Das ist nicht mehr der junge Kerl, den ich am Weiher traf.
Der Junge ging fort und kam zu mir zurück... als Mann... definitiv ein Mann.
Stolz ist ein eisiger Bettgefährte....
Er kam zurück, zurück zu MIR!
Sie rannte ihm nach.
3. Aufzug
Der nächste Morgen brachte nicht nur einen neuen Tag, sondern auch eine Aussprache. Zunächst umkreisten sich zwei Soldaten gleichsam Igeln, die sich paaren wollen aber die Stacheln noch sträuben.
Er hat sich verändert.
Ein Schritt ist getan, die Vernunft hält Einzug bei ihm.
Soviel davon hätte es jetzt auch nicht mehr gebraucht!
Sie wurde in die Enge getrieben, gezwungen sich endlich zu bekennen und das in klaren Worten. Es kostete sie unendliche Mühe den Rücken gerade zu halten und nicht gänzlich alle Würde fallen zu lassen. Ein festes Anklammern an alles, was sie jemals über Haltung und die straffen Zügel, die man sich selbst anlegt erlernt hatte. Die ganze Frau schien zu verkrampfen, bis sie schließlich aufgab.
Hälst du das aus, Feuerkopf? Hälst du es wirklich aus, wenn ich die Schwache bin?
„Vaughain ist mein Vormund.“
Temora mag dich geprüft haben. Jetzt bin ich dran.
1. Aufzug
Kurz nachdem er dem leeren Wassereimer ausgewichen war, kam der verdreckte Kerl in den Genuss mit sämtlichen Büchern eines temoragefälligen Haushalts beworfen zu werden. Als Zugabe gab es noch das Gezeter der nun ganz offensichtlich wütenden Frau, welches erst verstummte als sie mit einem gewaltigen Krachen zu Boden ging. Er hielt sie fest und in seinem festen Griff stellte sie auch recht schnell das unwürdige und vor allem sinnlose Gezappel ein.
„Oh wie du stinkst!“
Es folgten nun eher pragmatische Handlungen des Reinigens sowohl des Feuerkopfes als auch des Hauses. Sie sprach wenig bis nichts, versorgte ihn mit allem Nötigen und nickt nur zu den Erklärungsversuchen.
Temora hat dich geprüft. Siiiicher.
Du bist abgehauen, egal in welche Worte du das jetzt drapierst.
Sie wirkte angespannt, zweifellos zog ein Gewitter auf. Nichts ist gefährlicher als eine verletzte Frau.
2. Aufzug
„Ich werde dich heiraten, dennoch wirst du dazu das Einverständnis meines Vormundes einholen müssen.“
Schweigen.
„Seit wann hast du einen Vormund?“
„Seit genau jetzt. Morgen weiß er dann auch etwas davon.“
Ein Wort gab hier das andere, wie zwei Widder, die mit ihren Hörnern aufeinander zu rannten wollte keiner der beiden auch nur einen Fingerbreit an Boden hergeben. Mit einem gepflegten akustischen Nachhall krachte die Tür ins Schloss. Die errichteten Mauern der Rothaarigen bröselten ein noch bevor der Knall verhallt war.
Er ist jetzt wirklich gegangen.....
Das ist nicht mehr der junge Kerl, den ich am Weiher traf.
Der Junge ging fort und kam zu mir zurück... als Mann... definitiv ein Mann.
Stolz ist ein eisiger Bettgefährte....
Er kam zurück, zurück zu MIR!
Sie rannte ihm nach.
3. Aufzug
Der nächste Morgen brachte nicht nur einen neuen Tag, sondern auch eine Aussprache. Zunächst umkreisten sich zwei Soldaten gleichsam Igeln, die sich paaren wollen aber die Stacheln noch sträuben.
Er hat sich verändert.
Ein Schritt ist getan, die Vernunft hält Einzug bei ihm.
Soviel davon hätte es jetzt auch nicht mehr gebraucht!
Sie wurde in die Enge getrieben, gezwungen sich endlich zu bekennen und das in klaren Worten. Es kostete sie unendliche Mühe den Rücken gerade zu halten und nicht gänzlich alle Würde fallen zu lassen. Ein festes Anklammern an alles, was sie jemals über Haltung und die straffen Zügel, die man sich selbst anlegt erlernt hatte. Die ganze Frau schien zu verkrampfen, bis sie schließlich aufgab.
Hälst du das aus, Feuerkopf? Hälst du es wirklich aus, wenn ich die Schwache bin?
„Vaughain ist mein Vormund.“
Temora mag dich geprüft haben. Jetzt bin ich dran.