Blut, Tränke und was ein Heiler sonst so tut.
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Benedict Weber
Blut, Tränke und was ein Heiler sonst so tut.
Pfirsiche, Trauben, Äpfel… sogar Fleisch habe ich mit reingemischt. Was für nen Durchbruch! Stellt man sich mal vor, dass die ganzen Ritter und so gar nichts mehr großes an Proviant mitnehmen müssten, sondern nur noch so eine mittelgroße Phiole? Noch ein bisschen Ginsengsirup dazu und ein bisschen Knoblauch, das stärkt den Körper. Wird sicher nich’ gut schmecken, aber man konnte ja auch nichts alles haben? Ich wusste auch schon an wem ich das ausprobieren würde – Charlie. Die hatte doch nie was zu essen und der würde das sicher auch nichts ausmachen, wenn es nicht so gut schmeckte. Die konnte mir dann sagen, wie es war, musste ich sie nur noch finden. Erstmal ein Brief und dann geb’ ich dem nächsten Botenjungen ein paar Münzen, das er sie suchen konnte. Die hatten sich doch gerne was dazu verdient. Ausserdem war sie so klein, wenn die sich irgendwo in einer Lücke versteckte, würde der Botenjunge sie finden. Mhm… lustig… wird ihr bestimmt nicht gefallen, sollte ich mir für’s nächste Mal aufheben.
Also macht er sich daran einen Brief zu verfassen, die Phiole gut geschützt zu verhüllen und alles in eine kleine Tasche zu packen.
So… und was, wenn sie nicht lesen konnte? Ich sollte vielleicht noch ein Bild malen…
Also wurde dann auch ein Bild gemalt, ebenfalls dazu gepackt und dem nächsten Botenjungen gegen ein paar Münzen mitgegen. „Such’ nach so einer kleinen Frau, hat viel zu große Klamotten an, hockt meistens da in Grenzwarth, oder hier in Rahal. Die hat meistens auch Schnaps oder so bei sich, wenn du sie findest, geb’ ich dir noch ein paar Münzen extra.“ waren die Worte, mit denen der Bote weggeschickt wurde.
Vielleicht erreichte das Päckchen Charlie tatsächlich, neben der Phiole fand sie ein Brief und ein Bild:
Hey Charlie!
Ich habe hier was ganz Neues erfunden, zumindest glaube ich, dass es neu ist. Ich hoffe, dass es dir schmeckt. Wird dir bestimmt helfen, wo du doch immer Hunger hast. Ich habe dir auch ein Bild gemalt, für den Fall, dass du nicht lesen kannst. Aber dann hast du das bislang eh nicht lesen können, also vergiss es wieder. Wobei du es ja eh nicht weißt, wenn du nicht lesen kannst, kannst also auch nichts vergessen. Ich schreibe zuviel.
Viel Spaß damit!
Liebe Grüße und bis dann
Garius
Und tatsächlich lag ein Bild auf Pergament dabei…
[img]http://img94.imageshack.us/img94/6816/6tes.jpg[/img]
Also macht er sich daran einen Brief zu verfassen, die Phiole gut geschützt zu verhüllen und alles in eine kleine Tasche zu packen.
So… und was, wenn sie nicht lesen konnte? Ich sollte vielleicht noch ein Bild malen…
Also wurde dann auch ein Bild gemalt, ebenfalls dazu gepackt und dem nächsten Botenjungen gegen ein paar Münzen mitgegen. „Such’ nach so einer kleinen Frau, hat viel zu große Klamotten an, hockt meistens da in Grenzwarth, oder hier in Rahal. Die hat meistens auch Schnaps oder so bei sich, wenn du sie findest, geb’ ich dir noch ein paar Münzen extra.“ waren die Worte, mit denen der Bote weggeschickt wurde.
Vielleicht erreichte das Päckchen Charlie tatsächlich, neben der Phiole fand sie ein Brief und ein Bild:
Hey Charlie!
Ich habe hier was ganz Neues erfunden, zumindest glaube ich, dass es neu ist. Ich hoffe, dass es dir schmeckt. Wird dir bestimmt helfen, wo du doch immer Hunger hast. Ich habe dir auch ein Bild gemalt, für den Fall, dass du nicht lesen kannst. Aber dann hast du das bislang eh nicht lesen können, also vergiss es wieder. Wobei du es ja eh nicht weißt, wenn du nicht lesen kannst, kannst also auch nichts vergessen. Ich schreibe zuviel.
Viel Spaß damit!
Liebe Grüße und bis dann
Garius
Und tatsächlich lag ein Bild auf Pergament dabei…
[img]http://img94.imageshack.us/img94/6816/6tes.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Benedict Weber am Donnerstag 21. November 2013, 15:00, insgesamt 3-mal geändert.
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Benedict Weber
Verwundert betrachtet sie den kleinen Boten, als er sie recht zielgerichtet erreichte. Noch verwunderte betrachtete sie die Phiole und dann das Schreiben. Obwohl es ihr von dem gestrigen Abend noch nicht so wirklich gut ging, und ihr eigentlich nicht nach Lachen war musste sie herzlich auflachen. So ein komischer Vogel.
Ihr Blick ging zurück zu der Phiole, vertrauenserweckend sah die Brühe nicht aus. Aber eine nette Geste, das konnte sie nicht abstreiten.
Sie ließ beides, Brief und Phiole in der Tasche verschwinden und widmete sich erstmal dem akuteren Problem, dass ihr gestriger Ausflug nicht unbemerkt blieb...
Ihr Blick ging zurück zu der Phiole, vertrauenserweckend sah die Brühe nicht aus. Aber eine nette Geste, das konnte sie nicht abstreiten.
Sie ließ beides, Brief und Phiole in der Tasche verschwinden und widmete sich erstmal dem akuteren Problem, dass ihr gestriger Ausflug nicht unbemerkt blieb...
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Benedict Weber
Hmm... irgendwie war der Geruch schon ein wenig ekelhaft, aber das war auch nichts Neues. Ob sich das auf den Geschmack auswirkte? Ich tauchte den Finger in die kochende Suppe und stellte fest, dass das keine gute Idee war - Löffel sollte ich benutzen. Jetzt war es zu spät, Finger in den Mund und ja... es schmeckte ekelhaft. Zucker... noch ein Obst für den Geschmack, das würde helfen. Nochmal. Nein, diesmal mit Löffel, es half und es schmeckte nun auch nicht mehr ganz so ekelhaft. Schmeckte ein bisschen wie faulige Kürbissuppe mit Zucker und Apfelstückchen.
Kürbissuppe von Mama... - ich schweife ab. Wie es ihr wohl geht? Ich schweife ab. Was für ein Durchbruch! Wenn alles stimmt, müsste das Zeug dafür Sorgen, das jede Frau eine richtige Haarpracht entwickelt, hoffentlich ohne Bart, aber das sollte schon funktioniert... ob Charlie mit Bart als Zwergin durchging? Das sollte ich mir merken - guter Witz.
So, liebe Charlie, jetzt bist du wieder dran. Ob sie lesen kann? Noitz an mich - Charlie fragen ob sie lesen kann. Egal, ich mal einfach nochmal das selbe Bild wie das letzte Mal.
Wieder macht er sich daran einen Brief zu verfassen und den Botenjungen aufzusuchen - das Bild durfte natürlich auch nicht vergessen werden.
"Hier, junger Mann, bring' das nochmal der Frau da, der du schonmal ein Päckchen gebracht hast!" Der Botenjunge nickte eifrig und spurtete mit einer Krone in der Hand los, auf der Suche nach Charlie - in der Hoffnung er könnte den Brief und das Päckchen abermals an sie übergeben.
In dem Päckchen wird eine Phiole zu finden sein, ein Brief und ein Bild:
Hey Charlie!
Keine Ahnung, wo du dich rumtreibst, aber ich habe hier wieder was Tolles entdeckt, diesmal schmeckt es auch garantiert besser! Ich habe übrigens meine ganzen Möbel kaputt gemacht, war irgendwie nichts mit dem Aufbau. Ich hoffe du kannst lesen, ich habe dich leider nicht gefragt, aber ich habe dir vorsichtshalber nochmal ein Bild dazu gemalt! Gut, für den Fall, dass du nicht lesen kannst, siehst du es ja auf dem Bild, aber dann sind ja meine Zeilen wie immer umsonst.
Melde dich mal.
Liebe Grüße und bis dann
Garius
Und wieder lag so ein ähnliches Bild dabei...
[img]http://img841.imageshack.us/img841/9104/qxin.jpg[/img]
Kürbissuppe von Mama... - ich schweife ab. Wie es ihr wohl geht? Ich schweife ab. Was für ein Durchbruch! Wenn alles stimmt, müsste das Zeug dafür Sorgen, das jede Frau eine richtige Haarpracht entwickelt, hoffentlich ohne Bart, aber das sollte schon funktioniert... ob Charlie mit Bart als Zwergin durchging? Das sollte ich mir merken - guter Witz.
So, liebe Charlie, jetzt bist du wieder dran. Ob sie lesen kann? Noitz an mich - Charlie fragen ob sie lesen kann. Egal, ich mal einfach nochmal das selbe Bild wie das letzte Mal.
Wieder macht er sich daran einen Brief zu verfassen und den Botenjungen aufzusuchen - das Bild durfte natürlich auch nicht vergessen werden.
"Hier, junger Mann, bring' das nochmal der Frau da, der du schonmal ein Päckchen gebracht hast!" Der Botenjunge nickte eifrig und spurtete mit einer Krone in der Hand los, auf der Suche nach Charlie - in der Hoffnung er könnte den Brief und das Päckchen abermals an sie übergeben.
In dem Päckchen wird eine Phiole zu finden sein, ein Brief und ein Bild:
Hey Charlie!
Keine Ahnung, wo du dich rumtreibst, aber ich habe hier wieder was Tolles entdeckt, diesmal schmeckt es auch garantiert besser! Ich habe übrigens meine ganzen Möbel kaputt gemacht, war irgendwie nichts mit dem Aufbau. Ich hoffe du kannst lesen, ich habe dich leider nicht gefragt, aber ich habe dir vorsichtshalber nochmal ein Bild dazu gemalt! Gut, für den Fall, dass du nicht lesen kannst, siehst du es ja auf dem Bild, aber dann sind ja meine Zeilen wie immer umsonst.
Melde dich mal.
Liebe Grüße und bis dann
Garius
Und wieder lag so ein ähnliches Bild dabei...
[img]http://img841.imageshack.us/img841/9104/qxin.jpg[/img]
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Benedict Weber
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Benedict Weber
Sie hatte zwar derzeit weder den Brief noch den Trank bei sich, doch auch wenn sie ahnte, dass Garius da wieder widerliches zusammengebraut hat, wäre ihr die angekündigte Wirkung nur recht gewesen. Warum auch immer das so war, ohne Haare fühlte sie sich gar nicht gut. Sie musste versuchen entweder an ihre Sachen zu kommen oder vielleicht die an die Gelegenheit Garius zu besuchen. Sie konnte jemanden um sich gebrauchen, der Humor hatte.
- Garius Evanthis
- Beiträge: 84
- Registriert: Donnerstag 18. Juli 2013, 05:51
Langsam öffnete er die Augen, das Bett neben ihm war leer, ein Anblick, den ihn für gewöhnlich nicht störte, aber nun doch schon. Es dauerte nicht lange und die ersten Gedanken fanden schon wieder den Weg in seinem Kopf.
Was ist, wenn er es rausfand? Ich hatte wenig Lust schon wieder Schläge von irgendeinem dieser alatarischen Bullen zu bekommen. Klar, diese Schlägereien hatte ich oft genug mitgemacht, aber leider hatte ich öfter verloren, als gewonnen. Naja, seis drum.
Es war schön jemanden zu haben, so sehr mich der Umstand mit diesem Sklavenzeug auch nervte, aber was sollte ich tun? Ich könnte ja mal überlegen den Althan zu bestechen, aber womit? Gold hab' ich keins, kann ja gerade mal so die Miete bezahlen... vielleicht... Tränke? Hm. War ein Versuch wert, aber wo sollte ich das Gold für die Kräuter hernehmen? Blöde Idee. Musste wohl einfach nur abwarten, in der Hoffnung, dass Charlie das hinbekam.
Ich vertraue ihr, sie vertraute mir, würde sicher schon alles gut gehen, wenn nicht, konnte ich mir immernoch einen Kopf machen.
Ein paar Tage war er wieder bei seinen Eltern gewesen, hatte er sich doch nichts dabei gedacht, von der kleinen Charlie zu erzählen. Natürlich verschönerte er den Umstnad, erzählte vom eigenen Haus, dem Plan von Kindern... was für ein dummes Zeug.
Ich sollte aufhören solche Geschichten zu erzählen, am Ende kommen die noch hierher und mein Vater reisst mir den Kopf ab. Warum erzähle ich überhaupt so einen Mist?
Mutter wollte es so. Nach seinem Weggang aus der Heimat waren die Eltern nicht gerade glücklich, aber gut, Mann musste auch irgendwann auf eigenen Beinen stehen und das bekam er auch ganz gut hin... musste er vielleicht nur noch Kochen lernen, im Moment ernährte er sich nur von dem, was er gewöhnlich in die Tränke mischte.
Charlie. Mhm... was sie wohl gerade macht? Irgendwie ein komisches Gefühl, wenn ich daran denke, dass die gerade irgendwo wieder eine Strafe oder so bekommt... vielleicht sollte ich ihr etwas zum aufpeppeln schicken? Ein Trank zum gute Laune machen? Na... nein... muss nicht sein, trinkt doch ohnehin alsmal zuviel, das ist nicht gut. Vielleicht etwas Anderes.
Er warf nachdenklich einen Blick aus dem Fenster, in dem er den Kopf in dem Kissen drehte. Das Auge ging über den Marktplatz von Rahal, ehe die Mundwinkel zu einem Grinsen nach oben wanderten.
Das ist doch was! Eine Blume, das mögen doch Frauen, ja, denke schon. Machen andere Kerle doch auch, warum ich also nicht?
Mit neu gewonnenem Enthusiasmus sprang der Heiler auf und machte sich auf zu einem Spaziergang, nur um dann wenig später dem selben Boten ein Strauß mit frisch gepflückten Gänseblümchen in die Hand zu drücken.
Durchaus irritiert schaute der Junge zu dem Heiler auf und runzelte die Stirn. "Nich' für dich, man, für die Kleine da, wo du mir sonst immer die Sachen hinbringst!" der Junge grinste schelmisch zu ihm auf, was dem jungen Mann nur ein leises Seufzen entweichen lies. "Jaja... spar' dir das Kommentar und bring' ihr einfach den Strauß. Und sag' ihr, dass er von mir is' - Garius.".
Und so sollte der Botenjunge irgendwo Charlie finden und den kleinen Strauß übergeben...
[img]http://data.motor-talk.de/data/galleries/376063/2821675/gaensebluemchen-36862.gif[/img]
Was ist, wenn er es rausfand? Ich hatte wenig Lust schon wieder Schläge von irgendeinem dieser alatarischen Bullen zu bekommen. Klar, diese Schlägereien hatte ich oft genug mitgemacht, aber leider hatte ich öfter verloren, als gewonnen. Naja, seis drum.
Es war schön jemanden zu haben, so sehr mich der Umstand mit diesem Sklavenzeug auch nervte, aber was sollte ich tun? Ich könnte ja mal überlegen den Althan zu bestechen, aber womit? Gold hab' ich keins, kann ja gerade mal so die Miete bezahlen... vielleicht... Tränke? Hm. War ein Versuch wert, aber wo sollte ich das Gold für die Kräuter hernehmen? Blöde Idee. Musste wohl einfach nur abwarten, in der Hoffnung, dass Charlie das hinbekam.
Ich vertraue ihr, sie vertraute mir, würde sicher schon alles gut gehen, wenn nicht, konnte ich mir immernoch einen Kopf machen.
Ein paar Tage war er wieder bei seinen Eltern gewesen, hatte er sich doch nichts dabei gedacht, von der kleinen Charlie zu erzählen. Natürlich verschönerte er den Umstnad, erzählte vom eigenen Haus, dem Plan von Kindern... was für ein dummes Zeug.
Ich sollte aufhören solche Geschichten zu erzählen, am Ende kommen die noch hierher und mein Vater reisst mir den Kopf ab. Warum erzähle ich überhaupt so einen Mist?
Mutter wollte es so. Nach seinem Weggang aus der Heimat waren die Eltern nicht gerade glücklich, aber gut, Mann musste auch irgendwann auf eigenen Beinen stehen und das bekam er auch ganz gut hin... musste er vielleicht nur noch Kochen lernen, im Moment ernährte er sich nur von dem, was er gewöhnlich in die Tränke mischte.
Charlie. Mhm... was sie wohl gerade macht? Irgendwie ein komisches Gefühl, wenn ich daran denke, dass die gerade irgendwo wieder eine Strafe oder so bekommt... vielleicht sollte ich ihr etwas zum aufpeppeln schicken? Ein Trank zum gute Laune machen? Na... nein... muss nicht sein, trinkt doch ohnehin alsmal zuviel, das ist nicht gut. Vielleicht etwas Anderes.
Er warf nachdenklich einen Blick aus dem Fenster, in dem er den Kopf in dem Kissen drehte. Das Auge ging über den Marktplatz von Rahal, ehe die Mundwinkel zu einem Grinsen nach oben wanderten.
Das ist doch was! Eine Blume, das mögen doch Frauen, ja, denke schon. Machen andere Kerle doch auch, warum ich also nicht?
Mit neu gewonnenem Enthusiasmus sprang der Heiler auf und machte sich auf zu einem Spaziergang, nur um dann wenig später dem selben Boten ein Strauß mit frisch gepflückten Gänseblümchen in die Hand zu drücken.
Durchaus irritiert schaute der Junge zu dem Heiler auf und runzelte die Stirn. "Nich' für dich, man, für die Kleine da, wo du mir sonst immer die Sachen hinbringst!" der Junge grinste schelmisch zu ihm auf, was dem jungen Mann nur ein leises Seufzen entweichen lies. "Jaja... spar' dir das Kommentar und bring' ihr einfach den Strauß. Und sag' ihr, dass er von mir is' - Garius.".
Und so sollte der Botenjunge irgendwo Charlie finden und den kleinen Strauß übergeben...
[img]http://data.motor-talk.de/data/galleries/376063/2821675/gaensebluemchen-36862.gif[/img]
Zuletzt geändert von Garius Evanthis am Dienstag 8. Oktober 2013, 15:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
Sie kam nicht umhin zu grinsen als ihr der Bote den kleinen Straus in die Hände drückte. Er beteuerte einige Male, dass dieser nicht von ihm sei und das er das gar nicht erst machen würde, wenn er nicht Münzen für sehen würde. Charlie gab dem Boten sogar selber noch eine Hand voll Münzen, wenn er diese ihm leidigen Botengänge für sich behalten würde und nicht anderen damit auch noch in den Ohren lag.
Erst als er weg war, fand sie die Ruhe sich über das kleine Präsent zu freuen, zeitgleich wurde sie aber auch rot im Gesicht und huschte schnell in den Schatten der Gasse. Was, wenn sie nun jemand sah?
Oh, da meldete sich das schlechte Gewissen in zweierlei Sicht. Garius gegenüber und Althan gegenüber. Sie musste endlich mit der Geheimniskrämerei aufhören und beiden gegenüber ehrlich sein. Wie konnte sie selber Vertrauen erwarten, wenn sie es von ihr aus anderen nicht entgegen brachte. Garius verdiente es, mehr von ihr zu erfahren. Nur war sie sich nicht sicher ob er diese Wahrheit hören wollte oder auch nur konnte. Es war keine leichte Kost, das wusste sie. Ihr Blick fiel wieder auf die Blümchen. Sie konnte sich nicht erinnern, je zuvor welche geschenkt bekommen zu haben. Sie lächelte. Sie würde herausfinden müssen, ob sie ihr Vertrauen in die richtigen setzen würde.
Auf leisen Sohlen zog sie weiter durch die Straßen Rahals, bis zu Garius Haus. Sie war ihm nun schon einige Tage nicht begegnet, doch wollte sie ihm wissen lassen, dass sein Gruß sie erreichte, und sie ihn gewiss nicht vergessen hatte. So hinterließ sie ihm eine einzelne Blüte des Straus im Haus. Vielleicht würde sie ihn in den nächsten Tagen antreffen.
Erst als er weg war, fand sie die Ruhe sich über das kleine Präsent zu freuen, zeitgleich wurde sie aber auch rot im Gesicht und huschte schnell in den Schatten der Gasse. Was, wenn sie nun jemand sah?
Oh, da meldete sich das schlechte Gewissen in zweierlei Sicht. Garius gegenüber und Althan gegenüber. Sie musste endlich mit der Geheimniskrämerei aufhören und beiden gegenüber ehrlich sein. Wie konnte sie selber Vertrauen erwarten, wenn sie es von ihr aus anderen nicht entgegen brachte. Garius verdiente es, mehr von ihr zu erfahren. Nur war sie sich nicht sicher ob er diese Wahrheit hören wollte oder auch nur konnte. Es war keine leichte Kost, das wusste sie. Ihr Blick fiel wieder auf die Blümchen. Sie konnte sich nicht erinnern, je zuvor welche geschenkt bekommen zu haben. Sie lächelte. Sie würde herausfinden müssen, ob sie ihr Vertrauen in die richtigen setzen würde.
Auf leisen Sohlen zog sie weiter durch die Straßen Rahals, bis zu Garius Haus. Sie war ihm nun schon einige Tage nicht begegnet, doch wollte sie ihm wissen lassen, dass sein Gruß sie erreichte, und sie ihn gewiss nicht vergessen hatte. So hinterließ sie ihm eine einzelne Blüte des Straus im Haus. Vielleicht würde sie ihn in den nächsten Tagen antreffen.
- Garius Evanthis
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- Registriert: Donnerstag 18. Juli 2013, 05:51
Ich tat mir verdammt schwer damit einzuschlafen, so schön die Nähe der Frau an meiner Seite auch war. Kaum zu glauben das es so ist, wie es ist, vor ein paar Wochen hätte ich nicht daran geglaubt, dass ich mich echt in sie verlieben würde, dacht’ ich eigentlich das würde einfach nur eine Freundschaft bleiben. Wenn ich nicht immer so ein Schisser wäre, hätte es vielleicht auch schon früher geklappt. Wer weiss?
Ob sie genauso empfand? Eigentlich sollte ich nicht darüber nachdenken, manchmal war Unwissenheit doch ein Segen. Sie wollte es nicht an die große Glocke hängen, was ich aktzeptierte… ich mein’, eigentlich war mir nur wichtig, dass ich bei ihr sein konnte, aber irgendwie irritierte es mich doch. Warum wollte sie es so? Schämte sie sich für mich? Naja, ich war hier vielleicht nicht der goldene Ritter und auch nicht so ein muskelbepackter Hengst wie die meisten Kerle um mich rum, aber scheinbar hatte ich doch irgendwas, was ihr gefiel. Vielleicht lag es ja an der Schlägerei mit Dazen, da hatte ich ihr bestimmt imponiert, wobei ich irgendwie nicht daran glaube, immerhin war ich derjenige der verschlagen wurde und nicht umgekehrt.
Manchmal ist Unwissenheit ein Segen… ja… ich hatte Angst davor, alles zu wissen. Vor kurzem dachte ich mir noch, sie sei arm wie die Bettler im Hafenviertel, aber auch das änderte sich schlagartig. Wir haben ein Haus gemeitet, nein, sogar zwei… jetzt doch nur noch eins… es wurde eingerichtet… wo kam das Gold her? Eigentlich wollte ich es nicht wissen.
Alles in allem war ich glücklich. Ich hatte eine Gefährtin, ich hatte meine Arbeit und bestimmt auch irgendwo meinen Platz in der alatarischen Gemeinde gefunden und wenn es nur als Alchemist war – es interessierte mich nicht. Ich liebte meine Arbeit, ich mochte die Gemeinde… und nicht zuletzt, musste ich mir eingestehen, dass ich diese Frau liebte.
Ich hatte vermutlich kaum den Mut es ihr einfach so zu sagen, ich verstand nichts von diesem Thema „Romantik“, aber vielleicht… hm… auch egal. Ich werd’s ihr schon zeigen…
Und so machte er sich auf zur Arbeit, doch sollten wenige Stunden später auf der Küchentheke eine Phiole, eine Sonnenblume und ein kleiner Zettel liegen. Der Inhalt der Phiole wird, vermutlich gegen aller Erwartung, fruchtig und frisch duften, eindeutig eine Art von Parfum. Auf dem Zettel stehen nur drei kleine Worte geschrieben.
Ob sie genauso empfand? Eigentlich sollte ich nicht darüber nachdenken, manchmal war Unwissenheit doch ein Segen. Sie wollte es nicht an die große Glocke hängen, was ich aktzeptierte… ich mein’, eigentlich war mir nur wichtig, dass ich bei ihr sein konnte, aber irgendwie irritierte es mich doch. Warum wollte sie es so? Schämte sie sich für mich? Naja, ich war hier vielleicht nicht der goldene Ritter und auch nicht so ein muskelbepackter Hengst wie die meisten Kerle um mich rum, aber scheinbar hatte ich doch irgendwas, was ihr gefiel. Vielleicht lag es ja an der Schlägerei mit Dazen, da hatte ich ihr bestimmt imponiert, wobei ich irgendwie nicht daran glaube, immerhin war ich derjenige der verschlagen wurde und nicht umgekehrt.
Manchmal ist Unwissenheit ein Segen… ja… ich hatte Angst davor, alles zu wissen. Vor kurzem dachte ich mir noch, sie sei arm wie die Bettler im Hafenviertel, aber auch das änderte sich schlagartig. Wir haben ein Haus gemeitet, nein, sogar zwei… jetzt doch nur noch eins… es wurde eingerichtet… wo kam das Gold her? Eigentlich wollte ich es nicht wissen.
Alles in allem war ich glücklich. Ich hatte eine Gefährtin, ich hatte meine Arbeit und bestimmt auch irgendwo meinen Platz in der alatarischen Gemeinde gefunden und wenn es nur als Alchemist war – es interessierte mich nicht. Ich liebte meine Arbeit, ich mochte die Gemeinde… und nicht zuletzt, musste ich mir eingestehen, dass ich diese Frau liebte.
Ich hatte vermutlich kaum den Mut es ihr einfach so zu sagen, ich verstand nichts von diesem Thema „Romantik“, aber vielleicht… hm… auch egal. Ich werd’s ihr schon zeigen…
Und so machte er sich auf zur Arbeit, doch sollten wenige Stunden später auf der Küchentheke eine Phiole, eine Sonnenblume und ein kleiner Zettel liegen. Der Inhalt der Phiole wird, vermutlich gegen aller Erwartung, fruchtig und frisch duften, eindeutig eine Art von Parfum. Auf dem Zettel stehen nur drei kleine Worte geschrieben.
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Gast
Warum sie gerade jetzt daran denken musste, war ihr nicht ganz klar. Die kleine Aufmerksamkeit, von der sie nicht wusste, wie sie darauf reagieren sollte, spukte ihr wieder durch die Erinnerung. die Sonnenblume war zwar schon verwelkt, doch die kleine Phiole mit der duftenden Flüssigkeit hatte sie noch bei sich. Eigentlich seit dem. Auch der Zettel flog noch in ihrer Tasche rum.
Die letzte Woche war zu abwechslungsreich - abwechslungsreich war das falsche Wort, beschissen traf es besser - und jetzt flirrten ihre Gedanken wieder zu dem kleinen Brief. Ob er noch immer dieser Meinung war? Immerhin hatte sie ihn in ihrer Wut echt mies behandelt. Sie hatten sich sich zwar danach ausgesprochen, doch irgendwie blieb der Eindruck bei ihr hängen, dass sie etwas entscheidendes kaputt gemacht hatte. Sie hätte ihm eine Reaktion auf den Brief geben sollen, auch wenn sie in etwa so romantisch veranlagt war, wie ein totes Eichhörnchen, dennoch - irgendwie hätte sie reagieren müssen. Doch es war, wie sie sich eingestehen musste, mal wieder die Angst vor ihren eigenen Gefühlen. Sie spannte sich selbst und andere auf die Folter nur um sich vor Enttäuschungen zu bewahren. Sie hatte kurz das Gefühl erfahren, wie es war Garius zu verlieren. Als er den Schlüssel nicht annehmen wollte, war es wie ein Tritt in die Magengrube. Sie wurde wütend und sagte und tat mal wieder all das, was völlig falsch war. Sie mochte ihn sehr, sie mochte es in seiner Nähe zu sein und sie mochte nicht, dass er sie verließ. Und dennoch hatte sie das, das er ihr entgleitet. Vielleicht hätte sie ihm nie die Wahrheit sagen sollen. Sie wusste dass sie abschreckend auf andere war. Es war nichts, worauf man stolz sein konnte.
Vorsichtig zuppelte sie die kleine Phiole aus der Tasche, ihr Blick war durch das Fieber, dass sie seit ein paar Tagen heimsuchte getrübt, aber es gab im Moment auch nichts zu lesen. Vorsichtig entkorkte sie das Fläschchen und schnupperte einen Moment an der duftenden Flüssigkeit, ehe sie sie wieder verschloss. Sie hätte irgendwas zu ihm sagen sollen. So schwer konnte es doch nicht sein. Sie war doch sonst auch nicht maulfaul. Sie musste es nur zulassen, ihn an sich heranlassen - bevor sie ihn vergraulte. Vielleicht konnte sie das, was sie kaputt gemacht hatte, noch retten.
Seufzend ließ sie sich rückwärts auf das Bett fallen, nur um sich im nächsten Moment schnaufend auf die Seite zu rollen. Sie hatte die verdammten Narben vergessen, die jetzt wieder wie Feuer brannten. Sie wollte endlich wieder auf dem Rücken liegen können - dennoch walzte sie sich schwerfällig auf den Bauch, den Kopf in das Kissen gestützt. Es war eklig warm. Zu warm. So konnte sie keinen klaren Gedanken fassen. Entweder fror sie erbärmlich oder die Hitze, die ihr eigener Körper abstrahlte, erschien ihr nervig und völlig unaushaltbar. Warum mussten ihr wichtige Sachen auch immer erst dann durch den Kopf gehen, wenn dieser gar nicht dazu in der Lage war, richtig zu denken. Stöhnend rappelte sie sich aus dem Bett wieder auf - genug rumgelegen für heute - packte sich in dicke Sachen ein, und schlurfte langsam, um nicht wieder umzufallen zu Teufelchen. Er musste raus, und sie brauchte frische Luft.
Die letzte Woche war zu abwechslungsreich - abwechslungsreich war das falsche Wort, beschissen traf es besser - und jetzt flirrten ihre Gedanken wieder zu dem kleinen Brief. Ob er noch immer dieser Meinung war? Immerhin hatte sie ihn in ihrer Wut echt mies behandelt. Sie hatten sich sich zwar danach ausgesprochen, doch irgendwie blieb der Eindruck bei ihr hängen, dass sie etwas entscheidendes kaputt gemacht hatte. Sie hätte ihm eine Reaktion auf den Brief geben sollen, auch wenn sie in etwa so romantisch veranlagt war, wie ein totes Eichhörnchen, dennoch - irgendwie hätte sie reagieren müssen. Doch es war, wie sie sich eingestehen musste, mal wieder die Angst vor ihren eigenen Gefühlen. Sie spannte sich selbst und andere auf die Folter nur um sich vor Enttäuschungen zu bewahren. Sie hatte kurz das Gefühl erfahren, wie es war Garius zu verlieren. Als er den Schlüssel nicht annehmen wollte, war es wie ein Tritt in die Magengrube. Sie wurde wütend und sagte und tat mal wieder all das, was völlig falsch war. Sie mochte ihn sehr, sie mochte es in seiner Nähe zu sein und sie mochte nicht, dass er sie verließ. Und dennoch hatte sie das, das er ihr entgleitet. Vielleicht hätte sie ihm nie die Wahrheit sagen sollen. Sie wusste dass sie abschreckend auf andere war. Es war nichts, worauf man stolz sein konnte.
Vorsichtig zuppelte sie die kleine Phiole aus der Tasche, ihr Blick war durch das Fieber, dass sie seit ein paar Tagen heimsuchte getrübt, aber es gab im Moment auch nichts zu lesen. Vorsichtig entkorkte sie das Fläschchen und schnupperte einen Moment an der duftenden Flüssigkeit, ehe sie sie wieder verschloss. Sie hätte irgendwas zu ihm sagen sollen. So schwer konnte es doch nicht sein. Sie war doch sonst auch nicht maulfaul. Sie musste es nur zulassen, ihn an sich heranlassen - bevor sie ihn vergraulte. Vielleicht konnte sie das, was sie kaputt gemacht hatte, noch retten.
Seufzend ließ sie sich rückwärts auf das Bett fallen, nur um sich im nächsten Moment schnaufend auf die Seite zu rollen. Sie hatte die verdammten Narben vergessen, die jetzt wieder wie Feuer brannten. Sie wollte endlich wieder auf dem Rücken liegen können - dennoch walzte sie sich schwerfällig auf den Bauch, den Kopf in das Kissen gestützt. Es war eklig warm. Zu warm. So konnte sie keinen klaren Gedanken fassen. Entweder fror sie erbärmlich oder die Hitze, die ihr eigener Körper abstrahlte, erschien ihr nervig und völlig unaushaltbar. Warum mussten ihr wichtige Sachen auch immer erst dann durch den Kopf gehen, wenn dieser gar nicht dazu in der Lage war, richtig zu denken. Stöhnend rappelte sie sich aus dem Bett wieder auf - genug rumgelegen für heute - packte sich in dicke Sachen ein, und schlurfte langsam, um nicht wieder umzufallen zu Teufelchen. Er musste raus, und sie brauchte frische Luft.
- Garius Evanthis
- Beiträge: 84
- Registriert: Donnerstag 18. Juli 2013, 05:51
Immer wieder hielt er die Kanten des Pergamentes ins Feuer, die Ränder brannten ansatzweise ab, bevor sie von ihm wieder ausgeblasen wurde. Schon bald mischte sich der Geruch des Feuers, mit dem verbrannten Pergament und dem Geruch der Kräuter. Still war es in der Stube, kein Lichtlein drang von aussen herein, die hohen, dunklen Steinwände nur erhellt durch das karge Licht des Kerzenscheins.
Ich hätte mir denken können, dass sie es nicht versteht.Was sollte ich auch anderes erwarten… sie stand ja im Mittelpukt.
Das Pergament, diese Einladung, wurde auf den Tisch gelegt, an Schlaf war nicht zu denken. Der Rücken schmerzte, der Kopf dröhnte.
Was sollte ich noch tun? Ich komm mir vor wie der letzte Idiot, für wen halten die sich? Als wäre ich einfach nur ein Kerl, den man ausblenden, rumschubsen und verarschen konnte. Mit mir nicht! Mit mir nicht, sag’ ich. Ich sollt’ denen ihre Gesichter wegätzen, dann hätten sie nichts mehr zu lachen, oder ihre Pferde vergiften, ja, das sollt’ ich tun.
Er schüttelte den Kopf, presste die Lippen und die Augen zusammen, wie er versuchte den aufsteigenden Kloß im Hals hinunterzuwürgen, weinen wollte er nicht.
Hör auf rumzuspinnen, erhängen würden die mich. Warum, bei allen guten Geistern, mach’ ich das mit. Wegen ihr? Ja… warum sonst. Warum konnte man nicht einfach seine Ruhe haben?
Hier les’ ich diese Zeilen und werd’ einfach mal so hingestellt, als würde ich gar nicht dazu gehören. Was bin ich denn, ein verdammter Gast? Diese ganzen Kerle, hätten sie nur die Hälfte im Kopf, was sie in den Armen hätten.
Erst muss ich aktzeptieren, dass Charlie von irgend so einem Sklaventreiber rumkommandiert wird, dann werd’ ich auch noch angemacht, wenn es da Probleme gibt. Dann wird ihr noch so ein Welpe, Hund, Wolf… was auch immer, aufs Auge gedrückt, weil ich ja nich’ auf sie aufpassen kann. Und zur Krönung kommt noch irgendein Kerl daher, der sich plötzlich ihren Bruder nennt und meint, mich einfach rausschubsen zu können.
Wieder schüttelte er den Kopf, wie er spürte die Wut in ihm aufstieg. Hörbar atmete er durch, spürte wie die Trauer ihn übermannte und eine Träne über seine Wange kullerte. Die Stirn fiel auf den kalten Stein, die Arme wurden um den Kopf gelegt…
Soll…sie doch bei denen bleiben… sie braucht mich nicht. Wofür denn auch? Humor hab’ ich… ja… mein Herz sei nicht so kalt, sagt sie… ja… und was bleibt für mich am Ende? Dumme Sprüche von diesen Kerlen, verarschen wollen sie mich, belächeln tun sie mich… und für Charlie soll ich dann nur der Gaukler sein, der sie zum Lachen bringt, oder was?
Er wollte nicht mehr, er hatte die Einsamkeit in seinem Stübchen. Hier würde ihn niemand provozieren, hier würde ihn niemand versuchen blöd hinzustellen, hier hatte er seine Arbeit, seine Kräuter. Wunden waren einfacher zu händeln. Man inspizierte sie und entschied, wie man das Problem lösen sollte, aber hier gab es Dinge, die er nicht kannte, wo er nicht wusste wie er sie lösen sollte. Er schlang die Arme fester um den daliegenden Kopf und gab sich einfach den aufkeimenden Tränen hin…
Ich hätte mir denken können, dass sie es nicht versteht.Was sollte ich auch anderes erwarten… sie stand ja im Mittelpukt.
Das Pergament, diese Einladung, wurde auf den Tisch gelegt, an Schlaf war nicht zu denken. Der Rücken schmerzte, der Kopf dröhnte.
Was sollte ich noch tun? Ich komm mir vor wie der letzte Idiot, für wen halten die sich? Als wäre ich einfach nur ein Kerl, den man ausblenden, rumschubsen und verarschen konnte. Mit mir nicht! Mit mir nicht, sag’ ich. Ich sollt’ denen ihre Gesichter wegätzen, dann hätten sie nichts mehr zu lachen, oder ihre Pferde vergiften, ja, das sollt’ ich tun.
Er schüttelte den Kopf, presste die Lippen und die Augen zusammen, wie er versuchte den aufsteigenden Kloß im Hals hinunterzuwürgen, weinen wollte er nicht.
Hör auf rumzuspinnen, erhängen würden die mich. Warum, bei allen guten Geistern, mach’ ich das mit. Wegen ihr? Ja… warum sonst. Warum konnte man nicht einfach seine Ruhe haben?
Hier les’ ich diese Zeilen und werd’ einfach mal so hingestellt, als würde ich gar nicht dazu gehören. Was bin ich denn, ein verdammter Gast? Diese ganzen Kerle, hätten sie nur die Hälfte im Kopf, was sie in den Armen hätten.
Erst muss ich aktzeptieren, dass Charlie von irgend so einem Sklaventreiber rumkommandiert wird, dann werd’ ich auch noch angemacht, wenn es da Probleme gibt. Dann wird ihr noch so ein Welpe, Hund, Wolf… was auch immer, aufs Auge gedrückt, weil ich ja nich’ auf sie aufpassen kann. Und zur Krönung kommt noch irgendein Kerl daher, der sich plötzlich ihren Bruder nennt und meint, mich einfach rausschubsen zu können.
Wieder schüttelte er den Kopf, wie er spürte die Wut in ihm aufstieg. Hörbar atmete er durch, spürte wie die Trauer ihn übermannte und eine Träne über seine Wange kullerte. Die Stirn fiel auf den kalten Stein, die Arme wurden um den Kopf gelegt…
Soll…sie doch bei denen bleiben… sie braucht mich nicht. Wofür denn auch? Humor hab’ ich… ja… mein Herz sei nicht so kalt, sagt sie… ja… und was bleibt für mich am Ende? Dumme Sprüche von diesen Kerlen, verarschen wollen sie mich, belächeln tun sie mich… und für Charlie soll ich dann nur der Gaukler sein, der sie zum Lachen bringt, oder was?
Er wollte nicht mehr, er hatte die Einsamkeit in seinem Stübchen. Hier würde ihn niemand provozieren, hier würde ihn niemand versuchen blöd hinzustellen, hier hatte er seine Arbeit, seine Kräuter. Wunden waren einfacher zu händeln. Man inspizierte sie und entschied, wie man das Problem lösen sollte, aber hier gab es Dinge, die er nicht kannte, wo er nicht wusste wie er sie lösen sollte. Er schlang die Arme fester um den daliegenden Kopf und gab sich einfach den aufkeimenden Tränen hin…
-
Gast
Ich werde mich dann bei dir melden.
Waren die Worte, die er ihr gestern nannte. Sie reagiert gröber als sie es beabsichtigt hatte, aber immerhin blieb sie sachlich, auch wenn sie sich gänzlich anders fühlte. sie igelte ihre Empfindungen nach dem Gespräch hinter einer starren Maske ein.
Ich werde mich dann bei dir melden.
Er meldete sich am Abend nicht mehr, das war ihr klar. Am morgen war auch noch keine Reaktion da. Das wäre wohl auch zu früh. Sie wartete und sie wurde unruhiger. Als sie nicht mehr still sitzen konnte, verließ sie das Haus und ging Richtung Wald. Da stand er, lief fast an ihr vorbei. Sie hielt inne, und er auch. Kurz trafen sich ihre Blicke. Sollte sie etwas sagen? Sie wusste es nicht. Sie wollte etwas sagen, aber ihr fielen die richtigen Worte nicht ein. So schaute sie ihn nur schweigend an. Ob er was sagen würde? Doch nein, er wand sich einfach ab und ging, den Blick zu Boden gerichtet. Sie spürte wie sich ihr dicke, kalte Steine auf die Schultern legten und versuchten sie nieder zu drücken. Ihr Blick ruhte noch eine Weile in der Richtung in der er verschwand.
Ich werde mich dann bei dir melden.
Sie verbrachte einige Zeit unterwegs, sammelte Holz und grübelte. Sie hatte es geschafft, dass was sie sich aufgebaut hatte, wieder nieder zu reißen. Sie wollte nicht, dass es kaputt ging. Sie wollte nicht, dass er ging. Er würde sicher noch etwas zeit brauchen. Wenn sie ihn drängt, führte es auch zu nichts.
Ich werde mich dann bei dir melden.
Es traf sie wie ein Schlag ins Gesicht. Der kleine Schlüssel, der in ihrem Briefkasten lag. Sie erkannte ihn sofort. Ein eiskaltes Gefühl breitete sich schlagartig in ihr aus, dann rannte sie auch schon ins obere Geschoss in das Labor. Eilig glitt ihr Blick durch das Zimmer, dann durch die Regale. Er hatte alles außer die Möbel mitgenommen. Das kalte Gefühl wurde schlimmer, als sie auch noch unten nach schaute. Doch er hatte tatsächlich alles was ihm gehörte und sich ohne Packpferd tragen ließ, mitgenommen. Ermattet ließ sie sich auf die Stufen der Treppe gleiten. Scheiße. Das war das passendste Wort, dass ihr in dem Moment einfiel. Nach einiger Zeit stand sie auf, ging zu dem Wolfswelpen und schloss ihn fest in die Arme.
Scheiße. Scheiße. Scheiße.
Waren die Worte, die er ihr gestern nannte. Sie reagiert gröber als sie es beabsichtigt hatte, aber immerhin blieb sie sachlich, auch wenn sie sich gänzlich anders fühlte. sie igelte ihre Empfindungen nach dem Gespräch hinter einer starren Maske ein.
Ich werde mich dann bei dir melden.
Er meldete sich am Abend nicht mehr, das war ihr klar. Am morgen war auch noch keine Reaktion da. Das wäre wohl auch zu früh. Sie wartete und sie wurde unruhiger. Als sie nicht mehr still sitzen konnte, verließ sie das Haus und ging Richtung Wald. Da stand er, lief fast an ihr vorbei. Sie hielt inne, und er auch. Kurz trafen sich ihre Blicke. Sollte sie etwas sagen? Sie wusste es nicht. Sie wollte etwas sagen, aber ihr fielen die richtigen Worte nicht ein. So schaute sie ihn nur schweigend an. Ob er was sagen würde? Doch nein, er wand sich einfach ab und ging, den Blick zu Boden gerichtet. Sie spürte wie sich ihr dicke, kalte Steine auf die Schultern legten und versuchten sie nieder zu drücken. Ihr Blick ruhte noch eine Weile in der Richtung in der er verschwand.
Ich werde mich dann bei dir melden.
Sie verbrachte einige Zeit unterwegs, sammelte Holz und grübelte. Sie hatte es geschafft, dass was sie sich aufgebaut hatte, wieder nieder zu reißen. Sie wollte nicht, dass es kaputt ging. Sie wollte nicht, dass er ging. Er würde sicher noch etwas zeit brauchen. Wenn sie ihn drängt, führte es auch zu nichts.
Ich werde mich dann bei dir melden.
Es traf sie wie ein Schlag ins Gesicht. Der kleine Schlüssel, der in ihrem Briefkasten lag. Sie erkannte ihn sofort. Ein eiskaltes Gefühl breitete sich schlagartig in ihr aus, dann rannte sie auch schon ins obere Geschoss in das Labor. Eilig glitt ihr Blick durch das Zimmer, dann durch die Regale. Er hatte alles außer die Möbel mitgenommen. Das kalte Gefühl wurde schlimmer, als sie auch noch unten nach schaute. Doch er hatte tatsächlich alles was ihm gehörte und sich ohne Packpferd tragen ließ, mitgenommen. Ermattet ließ sie sich auf die Stufen der Treppe gleiten. Scheiße. Das war das passendste Wort, dass ihr in dem Moment einfiel. Nach einiger Zeit stand sie auf, ging zu dem Wolfswelpen und schloss ihn fest in die Arme.
Scheiße. Scheiße. Scheiße.
- Garius Evanthis
- Beiträge: 84
- Registriert: Donnerstag 18. Juli 2013, 05:51
Er hielt es keine 5 Minuten aus. Anfänglich hatte er sich sogar irgendwo noch auf die Hochzeit gefreut, die Möglichkeit sich abzulenken, er wäre sogar bereit gewesen einfach blind Alkohol in die Kehle zu schütten. Seine Mundwinkel hoben sich tapfer, wollte er nicht traurig aussehen, während er dem Brautpaar gratulierte.
Er hatte das Gefühl Übelkeit würde seinen Hals zu schnüren, wie er in den Raum der Festlichkeiten trat. Entlang der Tafel saßen soviele Gesichter die er nicht sehen wollte. Dazen, Savar, Alin - am liebsten wäre er sofort wieder rückwärts die Türe hinaus.
Stark wollte er sein, tun als ob nichts wäre, er wollte gar nicht wissen, ob er angesehen wurde, vermutlich würde es sie eh nur einen Dreck scheren, warum sollte sie es auch kümmern? Als er sich direkt gegenüber platzieren musste, spürte er die Anspannung in seinen Gliedern. Seine Kehle schnürrte sich weiter zu, der Blick sank gen der Tischkante.
Charlie war nirgends zu sehen.
Wo ist sie denn...? Ist ihr etwas passiert? Nein, dann hät' mich Savar bestimmt schon rumgeprügelt, aber vielleicht weiss niemand was davon? Wo ist sie denn?
Er konnte die aufkeimende Sorge nicht unterdrücken, sein Blick wanderte in die Winkel, die Reihe entlang, seine Nachbarn, Malachai und Sienara oder so, waren schon aufgestanden und gegangen.
Wenn die das können, kann ich das auch... - so drückte sich der Heiler in die Höhe und schlich sich hinaus. Kurze Worte der Entschuldigung und der Wünsche in ihre Richtung, bevor dann auch schon wieder die Kälte der Nacht auf seinem Gesicht spürte.
Nur noch gedämpft drangen die Laute der Feierlichkeiten an sein Ohr, die Kälte, die Freiheit der Nacht, machte es ihm leichter zu atmen, rang die Übelkeit hinunter, während die Gedanken um die kleine Frau kreisten. Jeder Gedanke, jedes Bild in seinem Kopf trieb den Keil tiefer in die Wunde.
Es war etwas, was er nicht kannte. Er vermisste sie. Natürlich hatte er auch schon in der Vergangenheit Menschen vermisst, seine Eltern, oder seine Freunde in der Heimat, aber das, war anders. Der Kloss in seinem Hals war schmerzhaft, ekelhaft, wie es ihm die Tränen in die Augen trieb.
Langsam trugen ihn die Schritte an das Haus heran, sein Blick glitt über das driste Mauerwerk, während er in den Fenstern nach Bewegungen oder Licht ausschau hielt. Mit jedem Schritt, dem er dem Haus näher kam, wurde der Kloß im Hals größer, ein tiefer Atemzug drang von seinen Lippen, die Knie wurden weicher, wie er spürte, dass ein weiterer Lidschlag eine einzelne Träne aus den Augen drückte. Es konnte von der Kälte stammen, es konnte von den Schmerzen stammen... wer wusste das schon.
Er sah sie, den Welpen umarmt - er hatte das Gefühl für den Moment des Anblickes würde ihm jemand einen Dolch in die Kehle rammen. Die Finger in den Hosentaschen verkrampften sich, borten sich durch den Stoff in den Oberschenkel, ehe er sich fluchtartig abwandt...
Er hatte das Gefühl Übelkeit würde seinen Hals zu schnüren, wie er in den Raum der Festlichkeiten trat. Entlang der Tafel saßen soviele Gesichter die er nicht sehen wollte. Dazen, Savar, Alin - am liebsten wäre er sofort wieder rückwärts die Türe hinaus.
Stark wollte er sein, tun als ob nichts wäre, er wollte gar nicht wissen, ob er angesehen wurde, vermutlich würde es sie eh nur einen Dreck scheren, warum sollte sie es auch kümmern? Als er sich direkt gegenüber platzieren musste, spürte er die Anspannung in seinen Gliedern. Seine Kehle schnürrte sich weiter zu, der Blick sank gen der Tischkante.
Charlie war nirgends zu sehen.
Wo ist sie denn...? Ist ihr etwas passiert? Nein, dann hät' mich Savar bestimmt schon rumgeprügelt, aber vielleicht weiss niemand was davon? Wo ist sie denn?
Er konnte die aufkeimende Sorge nicht unterdrücken, sein Blick wanderte in die Winkel, die Reihe entlang, seine Nachbarn, Malachai und Sienara oder so, waren schon aufgestanden und gegangen.
Wenn die das können, kann ich das auch... - so drückte sich der Heiler in die Höhe und schlich sich hinaus. Kurze Worte der Entschuldigung und der Wünsche in ihre Richtung, bevor dann auch schon wieder die Kälte der Nacht auf seinem Gesicht spürte.
Nur noch gedämpft drangen die Laute der Feierlichkeiten an sein Ohr, die Kälte, die Freiheit der Nacht, machte es ihm leichter zu atmen, rang die Übelkeit hinunter, während die Gedanken um die kleine Frau kreisten. Jeder Gedanke, jedes Bild in seinem Kopf trieb den Keil tiefer in die Wunde.
Es war etwas, was er nicht kannte. Er vermisste sie. Natürlich hatte er auch schon in der Vergangenheit Menschen vermisst, seine Eltern, oder seine Freunde in der Heimat, aber das, war anders. Der Kloss in seinem Hals war schmerzhaft, ekelhaft, wie es ihm die Tränen in die Augen trieb.
Langsam trugen ihn die Schritte an das Haus heran, sein Blick glitt über das driste Mauerwerk, während er in den Fenstern nach Bewegungen oder Licht ausschau hielt. Mit jedem Schritt, dem er dem Haus näher kam, wurde der Kloß im Hals größer, ein tiefer Atemzug drang von seinen Lippen, die Knie wurden weicher, wie er spürte, dass ein weiterer Lidschlag eine einzelne Träne aus den Augen drückte. Es konnte von der Kälte stammen, es konnte von den Schmerzen stammen... wer wusste das schon.
Er sah sie, den Welpen umarmt - er hatte das Gefühl für den Moment des Anblickes würde ihm jemand einen Dolch in die Kehle rammen. Die Finger in den Hosentaschen verkrampften sich, borten sich durch den Stoff in den Oberschenkel, ehe er sich fluchtartig abwandt...
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Gast
Die halbe Nacht hatte sie sich damit abgelenkt Essen für die Feier morgen zuzubereiten. Mehr als die Hälfte ihrer Versuche landete im Müll. Nicht mal Teufelchen wollte es anrühren. Nur die Sachen, für die der kleine Wolf Interesse zeigte, landeten im Korb. Ihre Kochkünste waren eher schlecht als recht. Aber sie hoffte, es wäre geniessbar. Selber kosten gelang ihr jedoch nicht. Nicht einen Bissen bekam sie im Moment hinunter - nicht einmal etwas was nicht von ihr zubereitet wurde.
Die restliche Nacht versuchte sie Schlaf zu finden, doch kurz nach dem Morgengrauen gab sie es auf. Sie musste raus. Brauchte ein wenig Abstand und andere Gedanken. Wenn sie so weitermachte wie jetzt, würde sie wieder irgendeine Dummheit machen. Und das wollte sie den anderen ehrlich gesagt nicht antuen. Da wollte sie lieber wieder die Charlie sein, die Probleme machen konnte, ohne das es wen juckte. Zumindest eine Zeit lang. Nur ging das nicht hier im Reich.
Ein wenig angewidert war ihre Mimik schon, als sie die alten Lumpen aus einer Kiste holte und sich umkleidete. Sie erinnerte sich wieder an ihre alten Tricks um das olle Straßengör zu werden. Selbst Teufelchen wich zurück. Die Sachen stanken wirklich. "Stell dich nicht so an, du musst es nur kurz aushalten." Sie winkte den nicht mehr ganz so kleinen Wolf mit sich. Und führte ihn dann rüber in den Stall. Es kostete sie ein wenig Überredungskunst und ein paar Münzen, dass sie den halbstarken Wolf da für ein paar Tage lassen konnte.
Dann führte ihr Weg sie erstmal zurück auf alte Pfade...
Die restliche Nacht versuchte sie Schlaf zu finden, doch kurz nach dem Morgengrauen gab sie es auf. Sie musste raus. Brauchte ein wenig Abstand und andere Gedanken. Wenn sie so weitermachte wie jetzt, würde sie wieder irgendeine Dummheit machen. Und das wollte sie den anderen ehrlich gesagt nicht antuen. Da wollte sie lieber wieder die Charlie sein, die Probleme machen konnte, ohne das es wen juckte. Zumindest eine Zeit lang. Nur ging das nicht hier im Reich.
Ein wenig angewidert war ihre Mimik schon, als sie die alten Lumpen aus einer Kiste holte und sich umkleidete. Sie erinnerte sich wieder an ihre alten Tricks um das olle Straßengör zu werden. Selbst Teufelchen wich zurück. Die Sachen stanken wirklich. "Stell dich nicht so an, du musst es nur kurz aushalten." Sie winkte den nicht mehr ganz so kleinen Wolf mit sich. Und führte ihn dann rüber in den Stall. Es kostete sie ein wenig Überredungskunst und ein paar Münzen, dass sie den halbstarken Wolf da für ein paar Tage lassen konnte.
Dann führte ihr Weg sie erstmal zurück auf alte Pfade...
- Garius Evanthis
- Beiträge: 84
- Registriert: Donnerstag 18. Juli 2013, 05:51
Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt - und nicht, was wir ersehnt haben.
Sehnsucht, das war das richtige Worte. Das richtige Wort, mit dem ich beschreiben konnte, wie es mir ging.
Die Sehnsucht, dass jemand zu mir stand, das war das, wonach ich mich sehnte.
Charlie, für die Einen war sie etwas wie... ein Spielzeug, ein Schützling. Für mich war sie eine Frau. Eine Frau mit der ich mein Leben geteilt hätte, aber was stand denn im Weg?
Meine eigene Dummheit? Naivität? Keine Ahnung, ich sollte mich eher fragen, warum ich mir Gedanken darum mache.
Tag um Tag, indem ich mein Spiegelbild sah, stellte ich fest, wie scheisse ich eigentlich aussah. Diese ganze Gedankenmacherei schien nicht nur an meinen Nerven zu zerren - das erste Mal in meinem Leben musste ich mich mit mehr ausseinander setzen, als mit der nächsten Wunde, oder der nächsten Kräutermischung.
Hätte man mir vor noch zwei Monden gesagt, was mir passieren würde, hätte ich blöd drüber gelacht. Heute kann ich nicht mehr so recht drüber lachen.
Mit jedem Gedankengang um diese Frau, spürte ich, wie ich mich beherrschen musste, nicht die nächste Phiole gegen die Wand zu schmeissen.
Nein, ich war nicht schuld, was hatte ich falsche gemacht? Ich war da, vielleicht nicht immer, aber ich war da. Ich hatte niemanden ausgepeitscht, ich habe niemanden belogen, nein.
Sollte sie doch versauern... sollte sie doch machen, was sie wollte - sollte ihr doch ihr... Bruder... oder was auch immer er war, helfen. Ich war ja der austauschbare Idiot.
Dieser Bruder, ekelhaft, die Menschen kümmern sich um einander und irgendwann taucht jemand auf, und meint, er wäre der bessere Umgang?
Undankbar, ja, das trifft es, undankbar!
Beruhig' dich, sonst platzt dir noch der Kopf und du stirbst.
Beruhig' dich...
Es war vorbei, ich gehörte nicht zu ihr - sie war ein Kleinkind, das nicht auf eigenen Beinen stehen konnte. Sich nicht durchsetzen konnte und nur mit ihrem trotzigen Gehabe um sich schlug, vollkommen egal, wen es traf, genauso wenig umsichtig wie ihr Bruder - wenigstens passten die Beiden zusammen.
Ich wollte mich nicht verändern, ich sollte mich nicht verändern. Ich hatte meinen Platz, ich hatte meinen Nutzen, ich hatte meine Arbeit - aber nicht an ihrer Seite.
Nur eines hab' ich gelernt - Vertrauen ist kostbar.
Und nur ein letzter Brief sollte in den Postkasten von Charlie segeln. Eine Zeile, die ihn traurig stimme, so schwer sie zu schreiben war - doch war die Wut und der Frust des Vergangen, der Hebel, der die Finger öffnete und den Brief in den Postkasten fallen lies.
"Ich werde nicht wiederkommen."
Sehnsucht, das war das richtige Worte. Das richtige Wort, mit dem ich beschreiben konnte, wie es mir ging.
Die Sehnsucht, dass jemand zu mir stand, das war das, wonach ich mich sehnte.
Charlie, für die Einen war sie etwas wie... ein Spielzeug, ein Schützling. Für mich war sie eine Frau. Eine Frau mit der ich mein Leben geteilt hätte, aber was stand denn im Weg?
Meine eigene Dummheit? Naivität? Keine Ahnung, ich sollte mich eher fragen, warum ich mir Gedanken darum mache.
Tag um Tag, indem ich mein Spiegelbild sah, stellte ich fest, wie scheisse ich eigentlich aussah. Diese ganze Gedankenmacherei schien nicht nur an meinen Nerven zu zerren - das erste Mal in meinem Leben musste ich mich mit mehr ausseinander setzen, als mit der nächsten Wunde, oder der nächsten Kräutermischung.
Hätte man mir vor noch zwei Monden gesagt, was mir passieren würde, hätte ich blöd drüber gelacht. Heute kann ich nicht mehr so recht drüber lachen.
Mit jedem Gedankengang um diese Frau, spürte ich, wie ich mich beherrschen musste, nicht die nächste Phiole gegen die Wand zu schmeissen.
Nein, ich war nicht schuld, was hatte ich falsche gemacht? Ich war da, vielleicht nicht immer, aber ich war da. Ich hatte niemanden ausgepeitscht, ich habe niemanden belogen, nein.
Sollte sie doch versauern... sollte sie doch machen, was sie wollte - sollte ihr doch ihr... Bruder... oder was auch immer er war, helfen. Ich war ja der austauschbare Idiot.
Dieser Bruder, ekelhaft, die Menschen kümmern sich um einander und irgendwann taucht jemand auf, und meint, er wäre der bessere Umgang?
Undankbar, ja, das trifft es, undankbar!
Beruhig' dich, sonst platzt dir noch der Kopf und du stirbst.
Beruhig' dich...
Es war vorbei, ich gehörte nicht zu ihr - sie war ein Kleinkind, das nicht auf eigenen Beinen stehen konnte. Sich nicht durchsetzen konnte und nur mit ihrem trotzigen Gehabe um sich schlug, vollkommen egal, wen es traf, genauso wenig umsichtig wie ihr Bruder - wenigstens passten die Beiden zusammen.
Ich wollte mich nicht verändern, ich sollte mich nicht verändern. Ich hatte meinen Platz, ich hatte meinen Nutzen, ich hatte meine Arbeit - aber nicht an ihrer Seite.
Nur eines hab' ich gelernt - Vertrauen ist kostbar.
Und nur ein letzter Brief sollte in den Postkasten von Charlie segeln. Eine Zeile, die ihn traurig stimme, so schwer sie zu schreiben war - doch war die Wut und der Frust des Vergangen, der Hebel, der die Finger öffnete und den Brief in den Postkasten fallen lies.
"Ich werde nicht wiederkommen."
Zuletzt geändert von Garius Evanthis am Freitag 29. November 2013, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.