Eileen saß mit ihren feinen Sachen noch lange auf der Stallmauer bei "ihren" Pferden. Sie hatte nicht mehr vor zu arbeiten, der Mond beschien das Szenario schon seid geraumer Zeit, und die Tiere ruhten.
Was hatte sie da nur angestellt ? Alles war anders und sie betete, dass sie nichts kaputt gemacht hatte.
Aus einer Laune heraus hatte sie gehandelt. Was ein Wahnsinn ?! ... du hast wirklich seltsame Launen ...
Niemand gibt aus einer Laune heraus ein halbes Monatsgehalt für ein Geschenk aus. Das sind arg großzügige Launen, da könnte man ja arm drüber werden.
Hatte sie nicht alles ? ... tu nicht so selbstlos ... Dann anders, ... hatte sie nicht genug um zu solchen Launen neigen zu dürfen.
"Warum Eileen ?"
Sie war zum Markt in Varuna gegangen weil die hohen Herrn im Schloss tagten und sie dort schlichtweg fehl am Platz war. Sie wollte den Feierabend geniessen und den Tag nicht untätig ausklingen lassen.
Das bunte Treiben an diesen Markttagen lenkte ab, bot immer viel Neues, lies Ideen aufkommen.
... was für schöne Schwerter ... , ja das waren sie. Allesamt edel gearbeitet ... edle Schwerter für edle Menschen ... , sie hielt inne.
Nicht dass sie viel Ahnung von Waffen hätte, aber dennoch hatte sich ihr Blick an einem festgesogen, welches besonderer war, als all die anderen. Es stach einfach hervor.
Eine Waffe gedacht beidhändig geführt zu werden, und dennoch fein gearbeitet, bläulich schimmernd das Metall.
Das war die Stelle wo die Vernunft weitgehend ausgesetzt haben musste. Oh Temora wie einfälltig. ... ob ihm das gefallen würde ? ...
Nicht zu schnell zu dieser Waffe greifen. Ein Geschenk wollte wohl bedacht gewählt sein.
Musste es überhaupt eine Waffe sein ? Wäre ein seltenes Buch für einen Feingeist, einen eloquenten Redner nicht angebrachter ? Würde ein Buch die gleiche Wertschätzung ... Wertschätzung ... zum Ausdruck bringen ?
Eileen lies sich andere Waffen zeigen und sich deren Vorzüge erklären.
Freerk der Schmied zeigte eine Engelsgeduld mit ihr und sie beschrieb den zu beschenkenden in allen nur erdenklichen Nuancen ohne wirklich konkret zu werden um wen es sich handelte. Das Präsent sollte passend sein.
... sie würden alle lachen, nicht wahr ? ...
Adrian hatte sicher den Keller voll von mittelmäßigen Waffen, und Eileen war nicht der Reichtum gegeben ihm etwas wirklich kostspieliges zu bieten ... zu bieten ... Drum sollte es wenigstens etwas besonderes sein. ... warum machst du das Eileen ?...
Der erste Gedanke erwies sich letztlich als der Beste ... nicht denken ... und sie lies sich das wunderschön gearbeitete und doch schlichte Claymore in weisses Leinen verpacken, um damit zum Schloss zurück zugehen.
... musst du das tun, weil es dir danach besser geht ? Befreit es dich von etwas ? Oder willst du damit etwas erzwingen ? ...
Erzwingen ? Wie käme sie dazu ? Sie war für die Pferde zuständig, mehr nicht. Dankbarkeit war angesagt für die Aufgabe, die ihr gegeben worden war. ... Dankbarkeit , daß sie dir ausgerechnet dort gegeben war ? ...
Es war der tiefe Wunsch ihm etwas zu geben ... etwas persöhnliches... ,was ihm zu gefallen sein würde. ... oder willst du ihm gefallen ? ...
Was würde es ihm bedeuten, ihm wert sein ? Was würde ihr es bedeuten ?
"Nur ein Schwert Eileen, eine Kleinigkeit gemessen an dem, was er sicher gewohnt war, nichts besonderes, ... nichts woraus man einen Staatsakt machen sollte, also beruhige dich. ... Nur ein Schwert".
Es war, was es sein sollte, eine Aufmerksamkeit ... sicher ?...
Doch war es letztlich genug, dass er ihr einen Kuss dafür auf die Wange hauchte, bevor die Welt versank.
Der Wert eines Geschenkes
-
Adrian von Hohenfels
Nachdenklich schlug er das Leinentuch nochmals zurück, nachdem er sich in die Gemächer begeben hatte. Die grosse Frage hierhinter war das "Warum?".
Auf der einen Seite die im Bedienstetenkreis unlängst in Ungnade gefallene Stallmagd, auf der anderen Seite... als was sollte er sie sehen?
Richtig Adrian, wie siehst du sie? So wie du sie wirklich sehen solltest? Ist sie denn mehr als dies, sollte sie mehr sein? Nur weil Rafael nicht hier ist eine Stallmagd als Vertraute, als Person mit der du scherzt? Sollten nicht andere dir hierin näher stehen? Hat sie das Recht so gesehen zu werden wie du es möglichweise tust? Übersehe nicht wer sie ist!"
Welches Bild mochte dies werfen? Grad er war sich mehr als bewusst dass ein Adelsschloss überall Augen hatte. Er hätte sich nicht hinreissen lassen sollen. Nur verwirrt war sie nun, doch nichts weiter als eine Stallmagd und hierbei sollte sie bleiben. Und er musste sich bewusst machen, warum er so weit gegangen war. Ja ein Vertrauter, ein wirklich Vertrauter fehlte in diesen Tagen, aber eine Stallmagd? War ihm zusätzlich doch bekannt, dass eben die Bediensteten gern tratschten. Würde sie dies gar nutzen ihren Stand im Schloss heraufstellen zu wollen?
Weisst du es nicht besser? Ist dies wirklich ihre Art? Traust du ihr dies zu? Du kennst doch die Antwort.
Offenbar war das Vertrauen gewachsen, dies wo er sie kaum kannte. Nur eine Stallmagd, er sollte es besser wissen. Wusste er es wirklich noch?
Er schlug das Tuch wieder zurück und verstaute das Schwert angemessen.
Glück bringen sollte es ihm? Was gab er da von sich. Könnte es dies? Und sie war doch nur eine Stallmagd, bedenken sollte er dies in allem was er tat, brachte er doch nur sie beide in Schwierigkeiten, sich vor dem Adel und sie vor den Bediensteten, welche es ihr sicherlich angemessen danken würden. Nur eine Stallmagd! Glaubte er dies noch wirklich?
Auf der einen Seite die im Bedienstetenkreis unlängst in Ungnade gefallene Stallmagd, auf der anderen Seite... als was sollte er sie sehen?
Richtig Adrian, wie siehst du sie? So wie du sie wirklich sehen solltest? Ist sie denn mehr als dies, sollte sie mehr sein? Nur weil Rafael nicht hier ist eine Stallmagd als Vertraute, als Person mit der du scherzt? Sollten nicht andere dir hierin näher stehen? Hat sie das Recht so gesehen zu werden wie du es möglichweise tust? Übersehe nicht wer sie ist!"
Welches Bild mochte dies werfen? Grad er war sich mehr als bewusst dass ein Adelsschloss überall Augen hatte. Er hätte sich nicht hinreissen lassen sollen. Nur verwirrt war sie nun, doch nichts weiter als eine Stallmagd und hierbei sollte sie bleiben. Und er musste sich bewusst machen, warum er so weit gegangen war. Ja ein Vertrauter, ein wirklich Vertrauter fehlte in diesen Tagen, aber eine Stallmagd? War ihm zusätzlich doch bekannt, dass eben die Bediensteten gern tratschten. Würde sie dies gar nutzen ihren Stand im Schloss heraufstellen zu wollen?
Weisst du es nicht besser? Ist dies wirklich ihre Art? Traust du ihr dies zu? Du kennst doch die Antwort.
Offenbar war das Vertrauen gewachsen, dies wo er sie kaum kannte. Nur eine Stallmagd, er sollte es besser wissen. Wusste er es wirklich noch?
Er schlug das Tuch wieder zurück und verstaute das Schwert angemessen.
Glück bringen sollte es ihm? Was gab er da von sich. Könnte es dies? Und sie war doch nur eine Stallmagd, bedenken sollte er dies in allem was er tat, brachte er doch nur sie beide in Schwierigkeiten, sich vor dem Adel und sie vor den Bediensteten, welche es ihr sicherlich angemessen danken würden. Nur eine Stallmagd! Glaubte er dies noch wirklich?