Sie thronte auf dem alten Mauerwerk, ihr erklärter Lieblingsplatz und konnte von dort aus den malerischen Sonnenuntergang, welcher die Frühlingswelt in feurige Farbpracht hüllte, in vollen Zügen geniessen.
Das heisst... könnte.
Ein leises Seufzen entwich den bleichen Lippen, als ihr Blick nochmals den Weg ins Tal fand, hinab in die einzige Stadt der gleichnamigen Insel... Tiaresh.
Wie idyllisch lag sie dort, wie friedlich und freundlich schlich sich der letzte Kaminfeuerrauch bis zum Herbste nun in den Himmel- wunderschön!
Oh und unglaublich fad, eintönig und kleingeistig.
Seit Tagen nun genoss sie diesen Anblick, hatte ihre Tante Ione in die Stadt begleitet um einige Mitbringsel für Cathal, Viljo, Alleen, Niall, Leith und Shanna zu besorgen und dann langsam ein wenig gelitten.
Sicher waren die Tage fernab Gerimors zunächst mit Wiedersehensfreude gewürzt, doch nun, als noch immer keine Aussicht auf eine rasche Rückfahrt mit dem Schiff in Sicht war, begann sie ihre Lieben in Varuna, Bajard und Tirell zu vermissen.
Nochmals hoben sich die schmalen Schultern an um mit einem gedehnten Ächzen ruckartig nach unten zu sinken.
Die Erkenntnis traf sie nüchtern und wie ein kalter Waschlappen ins Gesicht:
Sie hatte Heimweh- doch das oder besser jene, welche nun ihre Heimat bildeten waren seit weit über einem Wochenlauf so unendlich weit, weit fort- und dies würde sich nicht so schnell ändern.
Als die Stimme ihres Vaters vom Balkon her erschallte, schob sie sich nur widerwillig von der Steinmauer und versendete gedanklich etwas Sehnsucht an ihre Lieben nach Gerimor.
Heimweh?!...
-
Niall Llastobhar
Ein wenig tat ihm seine Cousine nun doch leid!
Sicherlich wollte auch er bald wieder einmal Mama, Sorcha und all die
lieben am Ulmoshofe sehen aber jetzt ging es ihm doch ganz gut bei
Shanna und los war wirklich immer etwas!
Nachdenklich grübelte er noch über die angekündigte geschenksache und
kam zum beschluss, dass er Shann sein Geschenk auch noch geben
würde, denn immerhin war diese nun krank und würde sich sicher freuen,
wenn sie so zwei sachen von Una bekam.
Nachdenklich zählte er mit seinen kleinen Fingern die Tage nach und kam zur
enttäuschten Feststellung, dass es wohl noch ganz schön lange dauern würde,
bis Una und somit die geschenke für Shanna da sein würden- dabei war sie
nun doch schon viel zu lange weg.
Enttäuschung packte den Kleinen jedoch nicht allzu lange, denn schon kam
ihm ein neuer Gedanke, wie er Shanna eine Freude machen könnte und
leise bat er Marel mit ihm zu gehen.. Blumen pflücken.
Dabei verließ sich der blinde Kniprs ganz auf seine gute Nase und hatte
bald einen ansehnlichen strauß beisammen, der seinen Weg in ein glas
Wasser auf den Tisch fand.
Sicherlich wollte auch er bald wieder einmal Mama, Sorcha und all die
lieben am Ulmoshofe sehen aber jetzt ging es ihm doch ganz gut bei
Shanna und los war wirklich immer etwas!
Nachdenklich grübelte er noch über die angekündigte geschenksache und
kam zum beschluss, dass er Shann sein Geschenk auch noch geben
würde, denn immerhin war diese nun krank und würde sich sicher freuen,
wenn sie so zwei sachen von Una bekam.
Nachdenklich zählte er mit seinen kleinen Fingern die Tage nach und kam zur
enttäuschten Feststellung, dass es wohl noch ganz schön lange dauern würde,
bis Una und somit die geschenke für Shanna da sein würden- dabei war sie
nun doch schon viel zu lange weg.
Enttäuschung packte den Kleinen jedoch nicht allzu lange, denn schon kam
ihm ein neuer Gedanke, wie er Shanna eine Freude machen könnte und
leise bat er Marel mit ihm zu gehen.. Blumen pflücken.
Dabei verließ sich der blinde Kniprs ganz auf seine gute Nase und hatte
bald einen ansehnlichen strauß beisammen, der seinen Weg in ein glas
Wasser auf den Tisch fand.