Der Stein weiß nicht, warum der Meißel ihn spaltet;
Das Eisen weiß nicht, warum das Feuer es schmilzt.
Wenn Dein Leben gespalten und versengt wird,
wenn Tod und Verzweiflung Dich anspringen,
klage nicht, noch verfluche Dein Schicksal.
Danke Alatar für die Prüfungen,
die Dich formen werden.
-aus dem Buch der Schmerzen
Ruckartig öffnete er die Augen, bäumte den Oberkörper auf und sog mit einem gierigen Zug verbrauchte, faulig schmeckende Luft in die Lungen…
Er versuchte sich aufzurichten, spürte wie das Blut aus seinem Kopf zurück in die Beine floss; Dunkelheit vor Augen und ein pressender Schmerz im Kopf ließen ihn stöhnend zurücksinken… Sein Brustkorb hob und senkte sich unter kräftigen, fast schnaufenden Atemzügen während er mit geschlossenen Augen dalag und versuchte gegen den Schmerz hinter seinen Schläfen anzukämpfen.
Zehn, zwanzig Sekunden mochten verstreichen; das einzige Geräusch dass er wahrnahm war sein eigenes Schnaufen und das Rauschen seines Blutes in den Ohren.
Schließlich stieß er den Atem aus, richtete den Oberkörper auf und setzte die Hände an um sich hochzustemmen…und griff ins Leere.
Déjà Vu...
Erinnerung. Dies war - nein, MUSSTE - Erinnerung sein. Er konnte nicht wieder in Mael Rayat gefangen sein! Furmas war tot, der Verschlinger schlussendlich selbst verschlungen worden.
"Bist du dir da so sicher?", höhnte eine schnatternde Stimme am Rande seines Bewusstseins.
Das Gefühl von Panik stieg in ihm hoch, pulsierte in seinen Adern wie Säure, drohte sich seines Denkens zu bemächtigen. Schattenhafte Fratzen schälten sich aus der gestaltlosen Finsternis um ihn heraus, tanzten in irrem Reigen um ihn herum und raunten einen Namen:
"Syrr´ael...Syrr´ael...SYRR´AEL!"
Elfen, Menschen, Letharen...sogar die verzerrten, vielgesichtigen Fratzen von Dämonen (Furmas?!).
Manche flüsterten in Ehrfurcht, viele in Verzweiflung und Angst, einige sogar in reinem, feurigem Hass.
Er kannte sie alle...
Manche waren nur noch undeutlich, diffus zu erkennen, graue Schatten kurz vor dem Verblassen. Andere gestochen scharf, in pulsierenden Farben von nahezu schmerzhafter Intensität, die die Augen tränen ließ.
Aber eines hatten sie alle gemeinsam: Sie alle waren von ihm getötet worden.
"Ja, Erzlethyr! Sie alle waren deine Opfer! Sie alle wurden so in gewisser Weise ein Teil von dir! Aber nun endet es...!"
Enden? Was sollte dies bedeuten?!
"Weißt du das denn nicht, du Narr?". Kurzes, höhnisches Lachen.
"Du stirbst gerade!"
Er riss den Mund auf, aber anstatt eines Schreis entwich ihm nur kraftloses Röcheln.
'Das Röcheln eines Sterbenden?', fuhr es ihm durch den Kopf. Instinktiv hob er das Haupt, sah in weiter Entfernung über sich ein helles Licht, während er selbst immer tiefer hinab in die Finsternis sank....
Nein, dies konnte, durfte nicht sein!
"Aber du hast versagt, mein kleiner Lethyr, weißt du das denn nicht mehr?". Versagt?! Unmöglich! Zu Dutzenden hatte seine Disharmonie die Feinde in Stücke gerissen. Und doch...
"...und doch waren es am Ende zu viele.", vollendete die Stimme in hohntriefender Trauer den Gedanken.
Aber es stimmte...
Es war eine Schlacht gewesen, eine von so vielen auf dem Festland, dessen Boden im Lauf der Jahre fast mehr Blut als Regen getrunken hatte. Und er hatte sie verloren, war in irrer Mordgier mit einem kleinen Trupp Getreuer von der Hauptstreitmacht getrennt und schlussendlich überwältigt worden.
Jetzt wartete nur noch das Vergessen und ewige Finsternis auf ihn.
"Ja, komm! Komm zu mir, kleiner Lethar!", lockte die Stimme. Die Panik in ihm erstarb wie gelöschte Glut und seltsame Gleichgültigkeit machte sich in ihm breit.
...
..
.
Aber nur für einen Augenblick. Seine Zeit war noch nicht gekommen! Er hatte noch einen Nutzen, noch Aufgaben zu bewältigen!
"Vater! Lasse mich dir noch einmal dienen!", gellte krächzend seine Stimme und zitternd streckte er die Hand in die Höhe.
Aufeinmal erklang ein Donnern - nein, eine Stimme die vom Licht zu ihm herab drang und die Dunkelheit zerriss: "SO SOLL ES SEIN, SYRR´AEL, EINES MEINER KINDER! TUE BUßE UND KEHRE AN DEN ORT DEINES AUFSTIEGES ZURÜCK! DIENE MIR GUT UND ES WIRD SICH ZEIGEN, OB ES FÜR DICH AUF DIESER WELT NOCH EINEN PLATZ GIBT!"
Eine gigantische Pantherklaue stieß aus dem Licht herab und trug ihn empor...
Zurück ins Leben. Zurück nach Alathair.
Der Tod ist nicht das Ende...
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Syrr´ael
Der Tod ist nicht das Ende...
Zuletzt geändert von Syrr´ael am Mittwoch 14. August 2013, 17:19, insgesamt 2-mal geändert.
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Syrr´ael
Als er erwachte, war seine erste Empfindung Schmerz.
Kein süßer, fast sanfter Schmerz mit dem man jungen Letharen den Weg des Hasses wies - nein, dies war ein Gefühl, als stünde sein gesamter Körper in Flammen, als sei jeder Nerv von einem dämonischem Folterknecht einzeln gespleißt worden. In seiner Brust aber kumulierten diese Flammen des Schmerzes zu einer Feuersbrunst, deren Intensität für einen Herzschlag sein Bewusstsein zurück in die grauen Schleier der Bewusstlosigkeit zu reißen drohte.
Nein, keine Bewusstlosigkeit mehr, kein süßes Vergessen. Schmerz bedeutet Leben...
Er ballte die Hände zu Fäusten; so fest, dass sich die langen Fingernägel wie Klauen in sein eigenes Fleisch fraßen und eine neuerliche Welle von Schmerzen durch sein Bewusstsein peitschten. Aber anstatt sich dem Schmerz zu verweigern begrüßte er ihn wie einen alten Bekannten, nahm ihn in sich auf und labte sich an der Kraft, die die Pforte zum Weg des Hasses aufstieß.
"Labe dich an dem Schmerz...er wird deinen Hass ins Unermessliche steigern...und damit deine Macht".
Worte seines alten Meisters, Shan'Rhyl. Seltsam, dass sie ihm gerade jetzt in den Sinn kamen. Aber sie halfen ihm das Gefühl des Schmerzes, dass ihn wie eine dicke Decke zu erdrücken drohte, beiseite zu schieben und einen Funken von Klarheit in sein Bewusstsein zu projizieren. Sein Körper war zerschunden, von abermaligen Schwerthieben zerfetzt und in seiner Brust klaffte eine Brandwunde, die sein Fleisch wie Wachs geschmolzen und verkohlt hatte - der Kampfzauber, der ihn schlussendlich zu Fall gebracht haben musste. Er spannte den dürren Leib - dem Tod näher als dem Leben -, griff nach der Disharmonie und versuchte über eine Resonanzwirkung die Liedstruktur seines Körpers wiederherzustellen - ein einfacher Heilzauber, der ihm vor Anstrengung fast zu entgleiten schien. Dennoch gelang es und mit einem wohltuendem Gefühl schlossen sich die gröbsten Wunden, wuchs neues Gewebe und floss frisches Blut in seinen Adern.
Er ließ sich zurücksinken, spürte wie die gröbsten Schmerzen versiegten und als eine Art Hintergrundmelodie an den Rand seines Bewusstseins gedrängt wurden. Eine zeitlang lag er einfach nur still da, spürte das starke, rebellische Pumpen des Herzens in seiner Brust und begnügte sich damit regelmäßig ein- und auszuatmen. Auf seinen Lippen perlte der metallische Kupfergeschmack von Blut und eine Wolke aus süßlichem, nach Tod und Verwesung riechendem Duft stieg in seine Nase.
Seine Augen waren im physischen Sinne blind, seit er sie sich damals gefangen im korrumpierten Mael'Rayat Bruchstück ausgekratzt hatte - trotzdem war es ihm möglich gewesen, durch die Disharmonie im erweiterten Sinne zu sehen: Strukturen im Lied der verräterischen Mutter, die wie eine Matrix in seinem Geist ein Abbild dieser Schöpfung bildeten, deren Zerstörung sich die Letharen zu ihrem Maxime erkoren hatten. War diese Sicht früher klar und präzise gewesen, so flackerte nun alles diffus und war unscharf.
Trotzdem konnte er um sich herum ein Feld des Gemetzels ausmachen: Unzählige Körper lagen um ihn zerstreut auf einer vom getrockneten Blut rostbraun gefärbten Ebene, die als Schlachtfeld gedient hatte. Zerfetzte Leiber, die nur noch euphemistisch betrachtet humanoiden Lebewesen zugeordnet werden konnten. Menschen in verschiedenen Rüstungen und Farben gekleidet, die fast aussahen als hätten sie sich vor ihrem Tod lediglich schlafen gelegt und die nur eine oder zwei unauffällige Wunden aufwiesen. Seltsame Chimären aus Pferden und Reitern, durch die infernoartige Hitze von machtvollen Kampfzaubern zu einem einzigen Stück Fleisch zusammengeschmolzen. Eine eigentümliche, fast unheimliche Stille lastete auf dem Ort, der am Horizont von mächtigen Bergen umschlossen war. Kein Laut außer dem Krächzen der Krähen störte die Ruhe der Toten, die beflügelt von hehren Zielen den Kampf gesucht und schlussendlich doch nur lediglich als Futter für Krathor gedient hatten.
Als junger Lethar hatte er sich so das Ende der verfluchten Schöpfung vorgestellt. Jetzt, nach Dekaden unerbittlichem Kampfes, wusste er dass dies lediglich nur eine weitere unbedeutende Schlacht von vielen gewesen war, eine Randnotiz in der Geschichte die schon bald vergessen worden wäre. Hier hatten keine Heldentaten, keine finsteren Schurkereien stattgefunden; nein, hier hatten lediglich zwei befeindete Armeen gegenübergestanden und sich gegenseitig abgeschlachtet.
Hier war kein Platz für die Lebenden. Mühselig richtete er sich auf, spannte wie schon zuvor den Leib und griff nach der Disharmonie, um die Liedstruktur seines Leibes zu der eines machtvollen Dämons zu verändern - und erstarrte konsterniert.
Hatte er zuvor die erschwerliche Wirkung des Heilzaubers auf seinen körperlichen Zustand geschoben, so war es ihm nun gänzlich unmöglich, auf jene bekannte Weise eine Resonanz zu erwirken um seine eigene Gestalt zu der eines Dämons zu verändern. Es war nicht aus dem Grund, dass ihn die Komplexität der Manipulation überfordert hätte - nein, es war als verwehrten sich einzelne Fäden der Disharmonie einer komplizierteren Manipulation. Noch ein, zweimal versuchte er es, dann atmete er tief durch und rekapitulierte.
Dies war also Teil seiner Bestrafung. Wieder einmal. Vater hatte ihm seine Gunst entzogen und so war er nur noch fähig, die simpelsten Manipulationen durchzuführen. Nun, wenn dies der Weg war, den er zu beschreiten hatte dann sei es wie es sei.
Mit zerfetzter Robe und einem halb verbrannten Stecken, der ihm als Stütze als auch Erweiterung seines geschwächten Sehsinnes gleichermaßen diente, machte er sich auf den beschwerlichen Weg zurück nach Leth'Axorn.
Leben heißt dienen. Und er würde Vater gut dienen. Abermals.
Oder endgültig den Tod finden.
Kein süßer, fast sanfter Schmerz mit dem man jungen Letharen den Weg des Hasses wies - nein, dies war ein Gefühl, als stünde sein gesamter Körper in Flammen, als sei jeder Nerv von einem dämonischem Folterknecht einzeln gespleißt worden. In seiner Brust aber kumulierten diese Flammen des Schmerzes zu einer Feuersbrunst, deren Intensität für einen Herzschlag sein Bewusstsein zurück in die grauen Schleier der Bewusstlosigkeit zu reißen drohte.
Nein, keine Bewusstlosigkeit mehr, kein süßes Vergessen. Schmerz bedeutet Leben...
Er ballte die Hände zu Fäusten; so fest, dass sich die langen Fingernägel wie Klauen in sein eigenes Fleisch fraßen und eine neuerliche Welle von Schmerzen durch sein Bewusstsein peitschten. Aber anstatt sich dem Schmerz zu verweigern begrüßte er ihn wie einen alten Bekannten, nahm ihn in sich auf und labte sich an der Kraft, die die Pforte zum Weg des Hasses aufstieß.
"Labe dich an dem Schmerz...er wird deinen Hass ins Unermessliche steigern...und damit deine Macht".
Worte seines alten Meisters, Shan'Rhyl. Seltsam, dass sie ihm gerade jetzt in den Sinn kamen. Aber sie halfen ihm das Gefühl des Schmerzes, dass ihn wie eine dicke Decke zu erdrücken drohte, beiseite zu schieben und einen Funken von Klarheit in sein Bewusstsein zu projizieren. Sein Körper war zerschunden, von abermaligen Schwerthieben zerfetzt und in seiner Brust klaffte eine Brandwunde, die sein Fleisch wie Wachs geschmolzen und verkohlt hatte - der Kampfzauber, der ihn schlussendlich zu Fall gebracht haben musste. Er spannte den dürren Leib - dem Tod näher als dem Leben -, griff nach der Disharmonie und versuchte über eine Resonanzwirkung die Liedstruktur seines Körpers wiederherzustellen - ein einfacher Heilzauber, der ihm vor Anstrengung fast zu entgleiten schien. Dennoch gelang es und mit einem wohltuendem Gefühl schlossen sich die gröbsten Wunden, wuchs neues Gewebe und floss frisches Blut in seinen Adern.
Er ließ sich zurücksinken, spürte wie die gröbsten Schmerzen versiegten und als eine Art Hintergrundmelodie an den Rand seines Bewusstseins gedrängt wurden. Eine zeitlang lag er einfach nur still da, spürte das starke, rebellische Pumpen des Herzens in seiner Brust und begnügte sich damit regelmäßig ein- und auszuatmen. Auf seinen Lippen perlte der metallische Kupfergeschmack von Blut und eine Wolke aus süßlichem, nach Tod und Verwesung riechendem Duft stieg in seine Nase.
Seine Augen waren im physischen Sinne blind, seit er sie sich damals gefangen im korrumpierten Mael'Rayat Bruchstück ausgekratzt hatte - trotzdem war es ihm möglich gewesen, durch die Disharmonie im erweiterten Sinne zu sehen: Strukturen im Lied der verräterischen Mutter, die wie eine Matrix in seinem Geist ein Abbild dieser Schöpfung bildeten, deren Zerstörung sich die Letharen zu ihrem Maxime erkoren hatten. War diese Sicht früher klar und präzise gewesen, so flackerte nun alles diffus und war unscharf.
Trotzdem konnte er um sich herum ein Feld des Gemetzels ausmachen: Unzählige Körper lagen um ihn zerstreut auf einer vom getrockneten Blut rostbraun gefärbten Ebene, die als Schlachtfeld gedient hatte. Zerfetzte Leiber, die nur noch euphemistisch betrachtet humanoiden Lebewesen zugeordnet werden konnten. Menschen in verschiedenen Rüstungen und Farben gekleidet, die fast aussahen als hätten sie sich vor ihrem Tod lediglich schlafen gelegt und die nur eine oder zwei unauffällige Wunden aufwiesen. Seltsame Chimären aus Pferden und Reitern, durch die infernoartige Hitze von machtvollen Kampfzaubern zu einem einzigen Stück Fleisch zusammengeschmolzen. Eine eigentümliche, fast unheimliche Stille lastete auf dem Ort, der am Horizont von mächtigen Bergen umschlossen war. Kein Laut außer dem Krächzen der Krähen störte die Ruhe der Toten, die beflügelt von hehren Zielen den Kampf gesucht und schlussendlich doch nur lediglich als Futter für Krathor gedient hatten.
Als junger Lethar hatte er sich so das Ende der verfluchten Schöpfung vorgestellt. Jetzt, nach Dekaden unerbittlichem Kampfes, wusste er dass dies lediglich nur eine weitere unbedeutende Schlacht von vielen gewesen war, eine Randnotiz in der Geschichte die schon bald vergessen worden wäre. Hier hatten keine Heldentaten, keine finsteren Schurkereien stattgefunden; nein, hier hatten lediglich zwei befeindete Armeen gegenübergestanden und sich gegenseitig abgeschlachtet.
Hier war kein Platz für die Lebenden. Mühselig richtete er sich auf, spannte wie schon zuvor den Leib und griff nach der Disharmonie, um die Liedstruktur seines Leibes zu der eines machtvollen Dämons zu verändern - und erstarrte konsterniert.
Hatte er zuvor die erschwerliche Wirkung des Heilzaubers auf seinen körperlichen Zustand geschoben, so war es ihm nun gänzlich unmöglich, auf jene bekannte Weise eine Resonanz zu erwirken um seine eigene Gestalt zu der eines Dämons zu verändern. Es war nicht aus dem Grund, dass ihn die Komplexität der Manipulation überfordert hätte - nein, es war als verwehrten sich einzelne Fäden der Disharmonie einer komplizierteren Manipulation. Noch ein, zweimal versuchte er es, dann atmete er tief durch und rekapitulierte.
Dies war also Teil seiner Bestrafung. Wieder einmal. Vater hatte ihm seine Gunst entzogen und so war er nur noch fähig, die simpelsten Manipulationen durchzuführen. Nun, wenn dies der Weg war, den er zu beschreiten hatte dann sei es wie es sei.
Mit zerfetzter Robe und einem halb verbrannten Stecken, der ihm als Stütze als auch Erweiterung seines geschwächten Sehsinnes gleichermaßen diente, machte er sich auf den beschwerlichen Weg zurück nach Leth'Axorn.
Leben heißt dienen. Und er würde Vater gut dienen. Abermals.
Oder endgültig den Tod finden.
Zuletzt geändert von Syrr´ael am Donnerstag 22. August 2013, 21:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Zur'Xeyl
- Beiträge: 107
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Steh auf, unnützer Nichtsnutz von einem Ala'thraxor, steh auuuf
Die Stimme verschwand in der unendlichen Entfernung, als der Lethyr davongetragen wurde, der hässliche Letharf richtete sich ächzend auf und befühlte seine Wunden. Er hatte bereits akzeptiert, vor dem All-einen versagt zu haben und dafür die einzig akzeptable Strafe zu erhalten, doch nun geschah unerklärliches, Kraft strömte in seinen Körper.
Es war nicht viel, doch es reichte, dass sich der kräftige, kantige Letharf aufrichten konnte und sich vom blutigen Schlachtfeld schleppte.
Die Kraft war exakt ausreichend dazu, ihn am Leben zu halten, zu mehr würde sie nicht reichen, er müsste die ureigene Kraftquelle seines Volkes erschliessen müssen - Hass und Wut.
Schnaubend begann er, sich selbst dafür zu hassen, nicht gestorben zu sein.. die Feinde umso mehr, denn sie sollten sterben, im Namen des Panthers um einen Schritt weiterzukommen im Ziel, sämtliche Schöpfung der verfluchten Mutter auszurotten. Und Hass auf Syrr'ael, dem alten Lethyren, dem er stetig diente und dessen Seite er selten verliess.. verflucht, weshalb konnte der alte Syrr'ael nicht einfach verrecken wie es sich für einen jeden Pantherdiener gehörte, der vor dem Vater versagte.
Er schleppte sich weiter, hielt sich am Leben und folgte dem Ruf seines Meisters.. nach Gerimor.
Die Stimme verschwand in der unendlichen Entfernung, als der Lethyr davongetragen wurde, der hässliche Letharf richtete sich ächzend auf und befühlte seine Wunden. Er hatte bereits akzeptiert, vor dem All-einen versagt zu haben und dafür die einzig akzeptable Strafe zu erhalten, doch nun geschah unerklärliches, Kraft strömte in seinen Körper.
Es war nicht viel, doch es reichte, dass sich der kräftige, kantige Letharf aufrichten konnte und sich vom blutigen Schlachtfeld schleppte.
Die Kraft war exakt ausreichend dazu, ihn am Leben zu halten, zu mehr würde sie nicht reichen, er müsste die ureigene Kraftquelle seines Volkes erschliessen müssen - Hass und Wut.
Schnaubend begann er, sich selbst dafür zu hassen, nicht gestorben zu sein.. die Feinde umso mehr, denn sie sollten sterben, im Namen des Panthers um einen Schritt weiterzukommen im Ziel, sämtliche Schöpfung der verfluchten Mutter auszurotten. Und Hass auf Syrr'ael, dem alten Lethyren, dem er stetig diente und dessen Seite er selten verliess.. verflucht, weshalb konnte der alte Syrr'ael nicht einfach verrecken wie es sich für einen jeden Pantherdiener gehörte, der vor dem Vater versagte.
Er schleppte sich weiter, hielt sich am Leben und folgte dem Ruf seines Meisters.. nach Gerimor.
- Syrr'ael
- Beiträge: 503
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Seit seiner Ankunft in Leth'Axorn hatte sich viel ereignet: Er hatte neue Geschwister getroffen, ihr Stärke und ihre Macht zu respektieren gelernt und neue Pläne formuliert. Und dennoch, von den Alten seines Volkes waren nicht mehr viele übrig, allein Ceylin'Tyrs, Tetrarchin Rahals und Erzlethoryxae, stand wie ein alter Fels in der Brandung der Veränderung inmitten der Wogen des Todes. Aber die anderen waren alle vergangen:
Q'in, Ala'thraxor - tot.
Lys'Xaera, Erzlethry - tot.
Shai'naira, Lethry - tot.
Velvyr'tae, Lethorxyae - tot oder verschollen.
Kyr'laox, Erzlethoryx - tot.
Mory'tael, Erzlethyr - tot.
Shan'Ryl, sein alter Meister und Erzlethyr - tot.
Tar'lyrrn, Ala'thraxor - tot.
...
Die Liste ließ sich beliebig fortsetzen, alles alte, machtvolle Letharen die nie wieder über das Angesicht dieser Welt wandeln würden. Macht, die fehlte und deren Verlust ein unangenehmes Vakuum hinterließ. Gleichwohl die Geschwister seines Volkes hier auf Gerimor beträchtliche Fähigkeiten inne hatten, so waren sie dennoch nur wenig.
Ein Seufzen verließ die Kehle des alten Lethyren, als er die Augen schloss und seinen Geist über die Länder der Welt streichen ließ.
Zögern.
Seltsam, da war ein altes, bekanntes Muster. Schwach, kurz vor dem Verblassen, aber dennoch ungebeugt.
Er kam näher...fühlte eine bekannte Struktur. Zur'xeyl! Einst Ala'thraxor des Einen...nun nur noch eine schwache Hülle. Dennoch mit Potential, Potential das nicht ungenutzt bleiben durfte!
"Steh auf, unnützer Nichtsnutz von einem Ala'thraxor, steh auuuf!", zischte er in den Geist des Letharen, griff nach der Disharmonie und bewirkte eine geringfügige Manipulation, die die schlimmsten Blutungen stoppen würde - ein einfacher Eingriff, der auf die Entfernung dennoch seinen Geist nahezu überforderte und aprupt zurück in seinen Leib riss.
Ein dünner Faden aus nach Kupfer schmeckendem Blut rann aus seinem Mundwinkel, der dennoch zu einem dünnen Lächeln gekräuselt war.
"Zur'Xeyl...du wirst leben und Vater und mir wie früher nocheinmal dienen...oder dabei umkommen."
Q'in, Ala'thraxor - tot.
Lys'Xaera, Erzlethry - tot.
Shai'naira, Lethry - tot.
Velvyr'tae, Lethorxyae - tot oder verschollen.
Kyr'laox, Erzlethoryx - tot.
Mory'tael, Erzlethyr - tot.
Shan'Ryl, sein alter Meister und Erzlethyr - tot.
Tar'lyrrn, Ala'thraxor - tot.
...
Die Liste ließ sich beliebig fortsetzen, alles alte, machtvolle Letharen die nie wieder über das Angesicht dieser Welt wandeln würden. Macht, die fehlte und deren Verlust ein unangenehmes Vakuum hinterließ. Gleichwohl die Geschwister seines Volkes hier auf Gerimor beträchtliche Fähigkeiten inne hatten, so waren sie dennoch nur wenig.
Ein Seufzen verließ die Kehle des alten Lethyren, als er die Augen schloss und seinen Geist über die Länder der Welt streichen ließ.
Zögern.
Seltsam, da war ein altes, bekanntes Muster. Schwach, kurz vor dem Verblassen, aber dennoch ungebeugt.
Er kam näher...fühlte eine bekannte Struktur. Zur'xeyl! Einst Ala'thraxor des Einen...nun nur noch eine schwache Hülle. Dennoch mit Potential, Potential das nicht ungenutzt bleiben durfte!
"Steh auf, unnützer Nichtsnutz von einem Ala'thraxor, steh auuuf!", zischte er in den Geist des Letharen, griff nach der Disharmonie und bewirkte eine geringfügige Manipulation, die die schlimmsten Blutungen stoppen würde - ein einfacher Eingriff, der auf die Entfernung dennoch seinen Geist nahezu überforderte und aprupt zurück in seinen Leib riss.
Ein dünner Faden aus nach Kupfer schmeckendem Blut rann aus seinem Mundwinkel, der dennoch zu einem dünnen Lächeln gekräuselt war.
"Zur'Xeyl...du wirst leben und Vater und mir wie früher nocheinmal dienen...oder dabei umkommen."