Nestflucht

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Kyrsanth

Nestflucht

Beitrag von Kyrsanth »

Aus Drachensicht gesehen, war er gerade erst aus dem Ei geschlüpft und so behandelten ihn die Großen auch. Dabei konnte er schon fliegen! Wie oft versuchte er mit gewagtesten Luftkapriolen die anderen Drachen zu beeindrucken und seine Mutter davon zu überzeugen, dass er nun schon groß genug sei, die Welt zu entdecken.
An dieser Stelle wird verschwiegen, dass seine Flugkünste eher holprig wirkten und die Landungen grundsätzlich mit dem Kopf zuerst endeten.
Aber jedes Mal drückte sie ihn dann mit einem ihrer Flügel sanft auf den Höhlenboden, während sein kleines Drachenherz pumpte, ob der Anstrengung, die das Fliegen mit sich bringt (und die Landung) und sagte:
„Kyrsanth, du bist noch so jung und die Zeiten sind unruhig. Ich möchte dich nicht in Gefahr wissen und eins mußt du mir versprechen. Fliege nie.. niemals allein zu den zweibeinigen Wesen. Du kennst sie nicht und mußt erst lernen, zu unterscheiden, ob sie dir gut oder nicht gut gesinnt sind.“
Wie immer versuchte er zunächst empört ein wenig Feuer zu spucken, doch mehr als heißer Rauch verließ seinen Rachen nicht. Auch das will gelernt sein. Und so wich seine Empörung unter dem leicht amüsierten Lächeln seiner Mutter, dem Versprechen, welches er nun schon so oft gegeben hatte, wenngleich er auch nicht verstand, wie er etwas über Wesen erfahren sollte, die er nie zu Gesicht bekam.

Eines Nachts jedoch, die Alten hatten sich versammelt weil Furchtbares wohl geschehen war, war seine Mutter erschöpft nach den langen Gesprächen, neben ihm eingeschlafen, ein Flügel bedeckte ihn schützend. Er war sehr viel früher eingeschlafen und nun auch sehr viel früher munter, als die alten Drachen.
Er langweilte sich, wollte jedoch seine Mutter nicht wecken, so entschloß er sich zu ein paar Flugübungen. Schaden konnte dies ja nicht. So robbte er sich vorsichtig unter ihrem Flügel hervor bis zum Höhleneingang und dann bis zum Höhlenvorsprung.
Die Höhle war sehr weit oben gelegen, man konnte sie nur fliegend verlassen oder erreichen.
Tief sog er die Luft ein und ließ seinen Blick über die Berge und ins Tal schweifen.
Dann stieß er sich ab, schlug die Flügel hastig auf und ab, bis die Luft sich unter sie legte und ihn trug. Den Kopf weit nach vorn gestreckt, fühlte er sich so groß wie die alten Drachen und genoß den Wind, der ihm um den Körper strich, der Mond brachte seine silberfarbenen Schuppen zum glänzen.

Er flog und flog, ohne zu bemerken, wie weit er sich vom heimischen Drachenhort schon entfernt hatte. In der Ferne sah er Lichter und hielt neugierig darauf zu...
Selim

Beitrag von Selim »

Nicht unbemerkt war das Ausreißen des Jungen Drachen geblieben. Selim sein älterer Bruder bekam es mit und folgte ihm in einigem Abstand.
Hatte ihm doch ihre Mutter den Auftrag gegeben immer auf seinen Bruder Acht zu geben.
Selim war davon gar nicht begeistert, war sein Bruder neugierig und zudem eine echte Nervensäge. Woran er schon nicht mehr dachte war das er früher nicht besser war und seiner Mutter so manche Sorge bereitet hat.
Gelangweilt folgte er also seinen Bruder bis er sah dass der genau über dem Schloss eine seine "Besonderen" Landungen hinlegte.
Ein Geräusch war von ihm zu hören welches wohl ein Seufzen sein sollte.

"Er lernt es nie"

brummelte er vor sich hin und zog nach einiger Zeit Kreise um das Schloss um dann vorsichtig im Schlossgarten zu landen.
Es wunderte ihn nicht das sein Bruder es wieder einmal geschafft hatte Kopfüber im Schlossteich zu landen.
Langsam nährte er sich ihm und die um ihn versammelten Zweibeinern.
Sachte begrüßte er die verschiedenen Zweibeiner...Elfen, Tiefländer, Zwerge und der Graf mit seiner Wache war dort versammelt.

Einer der Zwerge machte einen Riesen Aufstand wollte er doch augenscheinlich die beiden Brüder angreifen. Ein Bolzen löste sich aus der Armbrust und traf Kyrsanth doch richtete er keinen Schaden an blieb nur in seinen Schuppen stecken.

Kyrsanth entdeckte durch seine Neugier den Zwerg und hob ihn auf um ihn genauer zu betrachten. Ein riesen Geschrei ging los wobei sich Selim wunderte wie ein so kleines Wesen doch so ein Geschrei veranstalten konnte.

"Lass ihn sofort runter Kyrsanth du weißt das Mutter gesagt hat das sie nicht zum Spielen da sind!!"

brüllte Selim zu seinen Bruder und stieß ein lautes Brüllen aus welches die Zweibeiner dazu brachte zusammen zu zucken.
Noch einmal musste er Brüllen bis sein Bruder ihn wahrnahm und den Zwerg doch recht unsanft absetzte.
­Kurz redete Selim mit den restlichen Zweibeiner die einen Rat wollten doch war er doch selber noch ein Jung Drache und so versprach er alles seiner Mutter Seline aus zu richten.

Aus den Augenwinkeln sah er das sein Bruder sich der Frau des Falk nährte da die doch deutlich für die Drachen danach roch das sie ein Kind erwartete. Diese schien aberunbändige Angst zu haben vor den Jungen Drachen. Sogleich Brüllte der Tiefländer los das Selim seinen Bruder doch zurück rufen solle was dieser auch tat.

Nachdem der Jarl der Tiefländer seine Frau weg brachte beschäftigte Kyrsanth zum Glück mit einen anderen Tiefländer der so wie er gebaut war wohl nicht so zerbrechlich war, so hoffte Selim wenigste.
Kurz tauschte er noch mit den Zweibeinern einige Worte aus und rief dann seinen Bruder zum Aufbruch.
Dieser aber meinte er sei Müde und fragte ob Selim ihn tragen würde.

Nun doch recht genervt von seinen Bruder erhob er sich in die Luft, griff seinen Bruder an den Flügeln und hob ihn unter dessen Gezeter soweit in die Luft wie es zum Fliegen nötig war und lies ihn dort los.

Gezwungen nun seine Flügel zu benutzen fing Kyrsanth nun doch an wild mit seinen Flügeln zu schlagen und nach einen letzten " Ich komme zurück" flogen die beiden Brüder Richtung Heimische Höhle.

Selim mochte sich gar nicht ausmahlen was für ein Gezeter es geben würde sollte Seline das verschwinden ihrer beiden Söhne bemerkt haben...
Kyrsanth

Beitrag von Kyrsanth »

Angelockt durch die Lichter, ließ er sich tiefer sinken.
Als er jedoch den Kopf zu sehr senkte dabei, kam er ins Trudeln und sank schneller als ihm lieb war. Mit einem erschrockenen Brüllen setzte er über das Dach des Hauses gerade noch hinweg, ehe er unsanft Platz nahm im Teich der Gartenanlage des Grafenschlosses.
Nach dem er sich gefangen und das Wasser von sich geschüttelt hatte, war er bereits umringt von zweibeinigen Wesen.
Irgendetwas schien sie aufgebracht zu haben, riefen sie doch alle durcheinander.
Er sollte sich nicht bewegen!
Er sollte verschwinden!
Er sollte seinen Namen sagen!
Von welchem Blute er sei!
Gerade wollte er den Kopf strecken und sagen, dass er natürlich vom Drachenblute sei, als er auf ein schreiendes Wesen aufmerksam wurde, welches sich kaum beruhigen wollte. Er vermutete, dass dieser Winzling ebenso neugierig war, wie er selbst und sich über die Begegnung freute. Dass ihm der Kleine bereits mit einem Bolzen aus der Armbrust seine Freude gezeigt hatte, war ihm entgangen, da er zwischen zwei Silberschuppen stecken blieb, ohne ihn zu verletzen.
Um den Kleingewachsenen genau betrachten zu können, hätte er jedoch seinen Kopf auf den Boden legen müssen, so winzig schien er ihm und kurzerhand hob er ihn mit einer Kralle am Kettenhemd hoch, bis vor seine Augen.
Hatte Kyrsanth nun gedacht, er wurde sich mit dem Kerlchen unterhalten können, irrte er sich.
Urplötzlich war das Schreien verstummt und keinerlei Bewegung ging mehr von ihm aus.
Ehe er ihn schütteln konnte, um zu sehen, ob er kaputt gegangen war, ertönte hinter ihm das Brüllen Selims, seines Bruders. Er wies ihn an, den Kleinen zu Boden zu lassen, sonst würde er es der Mutter erzählen.

Bei Erwähnung seiner Mutter, ließ er schnell ab von dem Winzling, erinnerte er sich doch an ihre Worte und sein Versprechen.
Wenigstens konnte er ihr sagen, dass die Zweibeiner wohl gute Wesen seien, schließlich hatte keiner von ihnen ihm etwas getan! Dies sollte ausreichend sein, ihm den kleinen Ausflug zu verzeihen.

Als sich die Zweibeiner mit vielen Fragen an Selim wandten, sah er sich um und ließ seiner Neugier weiter freien Lauf.
Das er fast alle in Angst und Schrecken versetzt hatte, dass eine Frau in Ohnmacht fiel, dass sich einige gar um ihn sorgten und um sein Leben, davon verstand er nichts.
So näherte er sich einem, um ihn sanft anzustupsen, grad so, wie Mutter es bei ihm oft tat.
Das war eine lustige Sache... stupst man Zweibeiner, fangen sie an zu schaukeln!
Gerade als er überlegte, wie viel er wohl gleichzeitig zum Schaukeln bringen könnte, mahnte Selim zum Aufbruch. Aber es ergab sich sicher in Zukunft noch mal die Möglichkeit solcherlei zu versuchen.
Als er abheben wollte, gelang ihm ein kurzer Hüpfer und er lag der Nase lang im Gras.
Die aufregenden Dinge forderten ihren Tribut und so gab Selim ihm Starthilfe, den Rest sollte er allein schaffen. Mit Mühe hielt er sich in der Luft, bis die heimische Höhle in Sicht war.
Erschöpft schleppte er sich in die Höhle, zu seiner Mutter.
Die Silberschuppen vorn voll Gras und Erde und irgendwo an der Seite steckte ein Armbrustbolzen.
Torgal Hammergrund

Beitrag von Torgal Hammergrund »

Ein verfluchter verdammter verrückter Tag.. wie sollte es auch anders sein immerhin hatte Hauptmann Toschgrum ihn an die Oberfläche geschickt... zu dem Hauptmann der Langbeiner in der von ihnen teils wieder errichteten Stadt sollte er gehen, sich erkundigen. Und was Toschgrum sagte das wurde getan, immerhin war er das Hauptmann und einer mit recht schlagkräftigen oder eher stachligen Argumenten. Also ging es los... in die verfluchte Alatar geschaffene Abendsonne... so etwas grelles furchtbares... die Strafe der Langbeiner, aber so war sie die Oberwelt. Varuna eine Stadt die noch mit anzusehen war unter den Langbeinerstädten immerhin hatte hier zwergische Hand und zwergischer Stein sein Mitwirken. Dennoch waren die Gardisten in den groben Blechdosen - anders konnte man aus zwergischer sicht die Schmiedekunst welche da getragen wurde nicht beschreiben – ein großer Wehmutstropfen, den Hauptmann wollten sie zuerst nicht gesehen haben, gaben keine zufriedenstellenden Antworten und rückten erst wiederwillig mit der Information raus das der Hauptmann am Grafenschloss sei.

Der wie immer bis an die Bartspitzen gerüstete Zwerg – anders durfte man die Oberwelt nicht betreten, denn hier konnte man niemanden trauen – durfte bald froh darüber sein das er seine Rüstung nie ablegte. Doch erst mal verdarb ihn die Sicht auf zwei bartlose filigrane Milchgesichter mit spitzen Ohren – die Zweifelsohne vom Bestrafen für freches Verhalten herrührten, das war gewiss – das Gemüt, zwei Elfen vor dem Grafenschloss und dazu noch eine pampige Wache welche nicht recht freundlich antworten wollte. Zu den unangenehmen Gelbhäuten gesellten sich dann auch noch Halboger, zumindest konnte man meinen das sie die halbe Statur eines Ogers hatten, zumindest hatten jene eine tiefe von Kraft beseelte Stimme und trugen Rüstungen, zwar auch diese groben Dosen, dennoch war die Gesellschaft jenes Clans Hinrah unter der Führung dem der sich als Falk vorstellte erst mal noch deutlich angenehmer als die der Elfen.

Dann kam auch jener Hauptmann Aradan irgendwas, führte sie ins Schloss und brachte sie zu einem Langbein Führer Adrian irgendwas, auf hohen ‚Holz’stühlen sollten sie Platz nehmen an einer Tafel mit den Milchgesichtern ... es musste wahrlich dringlich sein wenn man den Khaz-Aduir so was zumutete. Torgal ließ es sich die ganze Runde über nicht nehmen seinen Unmut den Spitzohren mitzuteilen und seine Kommentare zu anmaßenden Bemerkungen abzugeben –schließlich konnte es nicht sein das dieser Riese das HEILIGE von Cirmias geschaffene Gebirge als UNHEILSgebirge bezeichnete... die Füße abschlagen sollte man den Leuten für solche Bemerkungen -. Aus dem Inhaltlichen konnte sich Torgal zum Glück raushalten schließlich hatte er als einfacher Wächter ohne Ehre und entsprechenden Bart in seinem Volke wenig zu sagen – das mussten die Langbeiner aber nicht wissen denn an jenen konnte man sich schließlich auch noch als der niedrigste Zwerg aufspielen da man 5 mal so viel wert war - , und daher kam es ihm gerade Recht das Anggosch auch anwesend war, welcher die Entscheidungen traf.

Vieles wurde gesagt vieles anmaßende vieles erschreckendes und Interessantes...bis im Schlossgarten Aufregung ausbrach und alle mit gezogenen Waffen nach draußen stürmten unter Lärm der Wachen und Gardisten. Dem gestandenen Zwergen hielt nichts daran in der Hektik wie im automatischen Ablaufe nach seiner massiven mit Schutzrunen versehnen Armbrust zu greifen welche sich unter lauten Knartschen mit dem herum reißen der Kurbel spannte und dann mit einem Klacken die Sehne einrastete .. der Bolzen wart schnell eingelegt in das gewaltige Geschützwerk und so preschte der Zwerg den anderen hinterher nach draußen.

Dem einem ihm verbliebenden Auge offenbarte sich nun ein Geschöpf das obwohl seines sehr jungen Alters alle bisherigen Wesen die der Zwerg sah bei weitem überragte, ein Drache, der erste den er je sah. Vom silbrigen Glanz reflektierten die Schuppen jenes majestätischen Geschöpfes das schwache noch verbliebende Abendlicht. Die weiten kräftigen Schwingen schossen das wasser aus dem Teich mit kindhafter Leichtigkeit umher. Dem Zwerg stand der Schock in den Knochen und daher konnte er sich nur in eines Retten in seiner Nervosität.. dem zwergischen Mut und den Angriff, so war die gespannte und geladene Armbrust schnell im Hintergrund erhoben und laut wurde gebrüllt um die eigenen Knie aufrecht zu erhalten. Übrigens war dies nicht die einzige Schusswaffe die bereits auf dem Drachen gerichtet war.. denn der Hauptmann hatte die Wachen des Schlosses eben jenes handeln befohlen. In diesen Momenten wo Torgal innerlichen Emotionen überfluteten, welche Angst, Mut, Neugierde und vieles mehr vermischten und ihn dennoch sehr nervös hielten, hatten alle anderen Anwesenden wohl nur bei ihm angst das ER voreilige schießen könnte und nicht jene Dutzenden Gardisten. So war es ein kapitaler Fehler von jenem Falk Hinrah das er in dieser angespannten Lage dem Zwergen seine riesige Klinge auf die Armbrust legen wollte, denn damit ging ein Zucken durch den Zwerg welcher abdrückte und den Haken von der Sehne löste. Die gesamte gespeicherte kraft des Zwergen welche in der Armbrust lag entlud sich und schleuderte den Bolzen nach vorne sein riesiges Ziel entgegen... und traf, ohne Zweifel, dennoch zeigte das Wesen keine Reaktion. Die glänzenden Schuppen waren nicht geborsten und der Bolzen steckte fest wie in Sand. Aufgeregt fuhr Torgal herum versuchte seine Armbrust von der Klinge zu lösen und sie erneut zu spannen um Sicherheit zu erlangen bereit zu sein so man kämpfen müsste der törichte Tiedländer sah das aber wohl anders und schlug ihm die Armbrust aus den Händen mit seiner riesigen goldschimmernden Klinge.

Das war die Erklärung eines Kampfes, niemand, absolut niemand schlug einem Zwergen die Waffe aus der Hand ohne Folgen, die Griff zu der breitblättrigen Kampfaxt kam schnell so wie der Sprung zurück und der anschließende Antritt nach vorne. Der im Nahkampf nur einigermaßen geschulte Zwerg welcher die Axt mehr aus Intuition führte denn als Erfahrung und Übung, hatte natürlich trotz seiner mindestens hünenhaften Kraft keine Chance gegen den Kampferprobten riesenklingschwingenden Tiefländer dessen Beinpanzerung die der Zwerg mit seiner Axt aus einfachen Stahl traf, Aus nicht weniger als reinem Diamant bestand und somit den mit großer Kraft geführten Angriff mit einem Kratzer Überstand. Im Gegenzug traf der Riese mit der Breitseite seines Schwertes den Zwergen von Oben drückte ihn etwas herunter und so konnte Torgal von herannahenden Wachen niedergerungen werden. Trotz Turmschilder und ihrer schweren groben Rüstungen konnten die beiden Wachen den wild schreienden fluchenden außer sich vor Wut geratenden Zwerg kaum halten, welcher sich mit aller Kraft wehrte.

Der schon lang vergessene Drache kam der sich keilenden Gruppe immer näher und nur der Zwerg bemerkte jenen nicht. Die Wachen ließen als sie den Drachen sahen vor Schreck von dem Zwergen ab welcher sich grummelnd erhob, Anggosch war nun auch da und zeterte was. Doch ehe sich Torgal umsehen konnte hatte ihn schon die gewaltige Klaue des Drachen an der ganzen Rüstung gepackt und erhob ihn in die Lüfte. Geistesgegenwärtig packte Torgal noch rechtzeitig seine gespannte aber ungeladene Armbrust vom Boden und konnte einen Bolzen einlegen ehe ihm heiße Luft aus den Nasenlöchern des Drachen entgegenwehte da der Drache ihn nun Aug in Aug blickte. Was den Zwergen vor Angst paralysierte, schreien aus reiner Verzweiflung konnte er noch wie zuvor aus der gewaltigen Lunge rühren aber nicht mehr.

Erst als der Drache seinen Blick abwandte konnte der Zwerg sich wieder rühren und feuerte sogleich die Armbrust auf den Drachen aus kürzester Distanz ab, wie von Hexerei verglühte und verbrannte der Bolzen jedoch kurz nach dem verlassen der Armbrust, dann warf der Drache den Zwerg schon unsanft zu Boden und wandte sich anderen Dingen zu. Torgal der noch nicht alles realisieren konnte, brauchte lange bis er wieder geistig zu sich kam und so musste er erst mal seinen Trinkschlauch Zwergenbier vollends leeren um überhaupt aufzustehen. Bestimmt und spürbar unfreundlich auch wenn noch freundlich sprechend wurden die Zwerge dann ‚hinausgeworfen’ eh ‚begleitet’. Anggosch wies Torgal an die Wachen zu unterrichten in Nilzadan und Patroullien auch bis in die entlegendsten Winkel zu führen. Und jenes tat er auch als er wieder in Nilzadan an kam... der Abend allerdings musste mit mehr wie 10 Krügen Zwergenbier enden um ihn überhaupt zu verarbeiten...
Caillean Hinrah

Beitrag von Caillean Hinrah »

Im Rat wurde diskutiert statt ernsthaft Plaene geschmiedet. So wandte sich Caillean Hinrah ihrer fast allumfassenden Tagesbeschaeftigung nach.

Dem Essen.

Draussen wurde Geschrei laut und ein tierisches Bruellen erklang.

Von Falk beordert drinnen zu bleiben, doch zu schwach um ihrer Neugier nachzugeben schlich sie in die Gartenanlage.

Drachen!

Gleich zwei!

Irgendwo zeterte und bruellte ein Zwerg.

Ihr Augenmerk richtete sich auf Falk. Ihr Gefaehrte stand voellig ruhig zwischen den beiden Silberdrachen.

Der Eine war wohl Selim, Selines Sohn, von dem Falk ihr erzaehlt hatte.
Aber was sahen ihre Augen?! Falk kniete sich demutsvoll vor einen der Zwei? Unmoeglich! Nicht doch! Nicht nachdem...

Sie kauerte sich ungesehen in die Hecke. Dachte sie. doch der andere Silberdrache stand hinter ihr. Thronte direkt ueber ihr und senkte seinen Kopf um zu schnuppern.

Ein jammervolles Winseln entstieg ihrer Kehle. In der Ferne bruellte Falk ueber ihr verstorbenes Kind und die Erinnerung schnitt in ihr Herz. Quallvoll schrie sie auf. Die Nerven lagen zerfetzt in ihren Gehirnwindungen und sie war Starr vor Angst. Voellig ueberwaeltigt vergass sie zu gar zu atmen.

Adrian hob sie hoch und sie hing schlaff in seinen Armen als sie eine kurze Ohnmacht ereilte. Auf einem Bett rollte sie sich instinktiv zusammen und Falk war sogleich an ihrer Seite. Herzte und kuesste ihr blasses Gesicht.

Niemand ausser Falk verstand es und es waere zu muehsam es zu erklaeren. Sie hatte es einmal Liella zu erklaeren versucht, doch war es der Elfe wohl unbegreiflich wie ein silberdrache schuld war dass sie aufs brutalste ihr Ungeborenes verlor.

Sobald sie den Schatten ueber sich sah fuehlte sie sich um Jahre zurueckversetzt .... flog in der Erinnerung des Drachen.. beschuetzte mit seinem ganzen Herzblut die Menschen, bis sie ihn verrieten, waehrend er die Stadt verteidigte.
Verletzt und geschwaecht durch den Kampf mit dem schwarzen Drachen, kam er in dem Gelege an. Seine Gefaehrtin und das Gelege zerfetzt, niedergeschlachtet. der Geruch von Magie lag in der Luft.

Er ueberdauerte die Jahrhunderte und sein Herz dass schon ganz Schwarz geworden war, von Hass und Rachsucht zerfressen, suchte er die Nachkommen auf und beglich die Blutschuld.

Ein Drachenleben ist mehr wert als Generationen von euch skrupellosen Menschen.

So Fand er Caillean, schwanger, gluecklich, zufrieden. Eine Nachfahrin der Sorcere.... keine maechtigen Magier mehr, aber geschickte Handwerker. Auch der Name hatte sich leicht veraendert in Sorciel ... doch er fand sie und nahm ihr mit einem Hieb alles wovon sie in dem Moment traeumte. Entliess sie danach nach langer Gefangenschaft frei und liess sie in dem Glauben fuer immer seiner kaltbluetigen Gnade ausgeliefert zu sein.

"Egal wo du hingehst... ich werde dich finden. Und wenn dein KInd ihr erstens Sproessling erwartet wird ihnen dasselbe wiederfahren"

Fuer sie war es ein Fluch. Blutschuld. Doch in einem tiefen Winkel ihres Herzens verstand sie ihn.

Sie verlor das Kind und lebte nunmehr in Furcht vor Drachen. Zumal sie
erneut schwanger war....
Kyrsanth

Beitrag von Kyrsanth »

Mal geduldig, mal neugierig, mal protestierend lauschte er den mahnenden Worten seiner Mutter und denen der Elfe.
Dann sagte seine Mutter jedoch etwas entscheidendes:
„Kyrsanth.. versprich mir bei deinen Flugübungen in der Nähe der heimischen Höhle zu bleiben.“
Er versprach es. Was aber war Nähe? Bis hinunter zum Tal? Noch zwei Bergketten weiter?
Für ihn sollte Nähe nun sein, alles was interessant genug war, es zu untersuchen und zu lernen. Wenn man von den alten Drachen ausging, die große Entfernungen mit ein paar wenigen Flügelschlägen überbrückten, könnte Nähe auch ganz schön fern liegen.

Die Elfe zeigte ihm ein Geheimnis, welches ihn überraschte, gar staunen ließ. Sie wolle ihn näher kennen lernen, sagte sie und zeige ihm deshalb etwas mehr von sich selbst.
Alarmglocken dröhnten in seinem Kopf. Er war jung, aber nicht dumm. Hatte Mutter neben Selim eine neue Aufpasserin für ihn gefunden?
Kurzerhand floh er mit holprigen Flügelschlägen und versteckte sich unter einem Felsvorsprung. Die Elfe war zu überrascht, um ihm sogleich zu folgen und so verlor sich seine Spur für sie.
Sich nun in Sicherheit wähnend, voller Tatendrang, hob er sich in den Himmel, dieses Mal eine andere Richtung nehmend.

Seltsame Lichter unter ihm.. ganz anders als die, die er über Varuna sah. Von ihnen angezogen senkte er sich neugierig hinab, einen guten Landeplatz suchend.
Die Luft, die ihn trug, wollte ihn höher ziehen, mit hastigen Flügelschlägen kämpfte er sich hinunter. Zu schnell.. viel zu steil. Mit der Brust voran klatschte er auf den Boden, den Hals gestreckt, den Kopf nach vorn... und rutschte. Sein Maul stieß durch Tür und Rahmen des Tempels und durch das Mauerwerk wurde seine Rutschpartie schließlich gebremst.
Erschrocken wollte er zurück robben, jedoch ohne Erfolg.. er steckte fest.
Schnaubend, einige Rauchwölkchen produzierend starrte er dann auf eine kleine Ansammlung Zweibeiner, die sich im Tempel aufhielten.
Er war sich sicher.. gerne würden sie sich mit ihm unterhalten, so er sich aus seiner mißlichen Lage hätte befreien können. So aber starrten sie ihn an, zitterten, beteten und manche schrien gar panisch.

In diesen Tumult mischten sich Schwingenschlag, Beben und dann.. die Stimme seiner Mutter. Woher bei den ältesten Drachen wußte sie wo er war?
Eine glückliche Fügung mochte man meinen, denn allein hätten die Zweibeiner es nicht vermocht, ihn im Ganzen aus seiner Lage zu befreien. So schoben sie nun von vorn, während seine Mutter ihn von hinten zog.

Auf dem Heimflug dachte er über die Worte der einen Zweibeinerin nach:
„Wenn du einen Tempel sehen möchtest, dessen Türen größer sind.. solch einen findest du in der Nähe Bajards.“ Den leicht gehässigen Unterton in ihrer Stimme vermochte er nicht zu deuten, war ihm doch Gehässigkeit fremd.
„Komm mich mal besuchen, im Norden der Stadt.. und wenn deine Mutter es erlaubt.. hier hättest du einen Spielkameraden.“
Das wollte er gern tun.. einzig galt es seine Mutter davon zu überzeugen, dass ein Spielkamerad doch etwas Gutes ist.
Akyrlaer

Beitrag von Akyrlaer »

Immer wenn man dachte, man hat alles schon gesehen wird man überrascht. Ich meine, he, Du hast die Welt bereist von Nord nach Süd, von Ost nach West, ein gutes Jahr Deines Lebens warst Du allein auf Schiffen unterwegs. Du hast eine Stadt brennen und wieder auferstehen sehen. Du hast ein Kind groß gezogen, Du hast gefühlt wie der letzte Lebensfunke Deiner Meisterin in Deinen Armen erlischt. Du hast mit Dämonen gerungen und Kreaturen deren Magen größer war als Du selbst das Fell über die Ohren gezogen, Du warst auf einer Insel voller Orken, einer Insel voller Sand und einer Insel voller Eis. Und irgendwann denkst Du, daß die Welt Dir nicht mehr viel zu bieten hat. Das Dich so schnell nichts mehr aus der Fassung bringt. Das Du auf alle Eventualitäten vorbereitet bist. Und dann passiert Dir so etwas.
Du bist ganz normal mitten in der Nacht auf Streife. So wie meist. Dann wirst Du gerufen, Du denkst Dir schon, daß wenn es schon wieder ein randalierender, sturzbetrunkener Seemann ist Du ihn seine eigenen Eingeweide fressen läßt. Und dann passiert Dir sowas:
Du kommst zum Tempel, bist innerlich schon angefressen, denn Du weißt, daß gerade einige Templer zugegen sind und denkst Dir, daß irgendwas dort drinnen wohl ganz gehörig schief gegangen ist. Ist es aber nicht, denn als Du näher trittst erkennst Du den Grund weshalb Du hier bist: Es ist ein Riesenarsch.
Genau genommen ein riesiger, beschuppter Arsch, an dem noch ein kompletter Drache inklusive Schwanz dran hängt und dieser Drache steckt in der Eingangstür Deines Tempels fest und kommt weder vor noch zurück.
Während Du Dir das dann ansiehst und im Kopf die Liste der Dir bekannten Rauschkräuter durch gehst und Dich fragst, ob Du heute welche von ihnen genommen hast, landet etwas noch viel größeres vor Dir, nämlich die Mutter des Drachen und nein, sie traut Dir nicht. Alles was sie will ist ihr Junges zurück und sie hat kein Problem damit, notfalls die Tempelfront ein zu reißen um ihn da heraus zu bekommen.
Es gab Zeiten, da hätte einen das schwer beeindruckt. Da waren Drachen mystisch, das es sie wirklich gab, das wußte man nicht. Sie waren ein wenig wie Kobolde, Irrlichter und Faune. Man hatte Geschichten von ihnen gehört, aber wirklich einen gesehen, nein. Aber man wurde älter und irgendwann einmal klaut man so einem Tier doch glatt ein Ei und seitdem gab es im Schloß ein neues Haustier. Schon verrückt.
Aber das hilft Dir jetzt auch nicht weiter, denn die Drachenmutter will Dich nicht vorbei lassen, also redest Du mit ihr, versuchst sie zu überzeugen, daß Du ihr helfen willst. Sie will, daß Du ihr versprichst, ihrem Jungen nichts zu tun und Du garantierst ihr, ihm kein Haar zu krümmen. Blödes Vieh. Als ob Drachen Haare hätten. Aber sie schluckt es und so stehst Du nun vor diesem riesigen Ungetüm, das im Eingangsbereich Deines Tempels fest steckt und kannst es immer noch nicht fassen.
Hinter Dir die Templer, in ihre Gebete versunken, hoffend, daß der Herr alles schon richten wird. Gut, es hilft ja nichts. Also krempeln Du und die beiden neben Dir die Ärmel hoch und zusammen mit der Drachenmutter schafft ihr es schließlich mit vereinten Kräften den Jungdrachen aus der Eingangstür zu drängen. Die Tür sah vielleicht aus. Nun ja.
Wenigstens ein gutes hatte der Abend dann doch noch gehabt. Der Vorschlag, daß der neugierige Drachenjunge sich doch wenn er einen Tempel sehen wollte es nahe Bajard versuchen sollte, da die Eingangstür zur Kapelle dort breiter war hatte etwas. Ebenso, daß er wieder kehren wollte.
Versonnen blickte die junge Frau in den Nachthimmel, den Silhouetten der beiden Drachen nach, die in der Dunkelheit entschwanden. Sie warf einen Blick zurück zu den beiden angehenden Templern, die den Herren für das Wunder priesen, daß er sie vor dem Drachen beschützt hatte. Sie wirkten glücklich. Irgendwie brachte sie es nicht übers Herz, ihnen die Wahrheit zu sagen und so ging ihr Blick wieder hoch zum Himmel. Auch Drachenmütter haben es schwer. Irgendwie beruhigte der Gedanke sie.
Tayard Vahris

Beitrag von Tayard Vahris »

Während es in aller Ruhe und mit aller gebotenen Konzentration einen Auftrag höchster Priorität - zumal er von der Führung des Tempels selbst kam - zu erfüllen galt, ertönte plötzlich ein Knall, das Geräusch von berstendem Stein, gefolgt von dem Klirren von Metall. Ein hastiger Blick des Catulus in Richtung des Tempelportals folgte. Er traute seinen Augen kaum, denn durch die linke der beiden Pforten spähte das Vorderteil, der Kopf und der Hals einer Creatur, die er zuvor noch nie gesehen hatte. Nur aus Büchern kannte er dergleichen, doch ein solches Monstrum wirklich vor sich zu haben und nur davon zu lesen, waren offenkundig zwei völlig verschiedene Angelegenheiten. Doch der Catulus bewahrte Ruhe, denn nichts galt es zu fürchten, im Tempel des Einen und Wahren Herrn. Langsam führte er seine Arme vor die Brust und überkreuzte sie dort, die Finger krümmte er, bis sie krallenartig seine Schultern berührten. So ging er langsam auf die Knie, senkte sein Haupt und schloss die Augen. Mit monotoner, doch klarer und für seine Verhältnisse überraschend deutlicher Stimme begann er zu sprechen, wobei der Brustton der Überzeugung nicht zu überhören war.

"Wahrer und Einziger Herr, erhöre das Flehen Deiner Diener! Eine finstere Kreatur bedroht Dein Heiligtum und Deine Ergebenen. Dein Tempel in Deiner Stadt wird angegriffen, das Tor erschüttert und zerborsten. Unser Leben, das wir Dir allein geweiht haben, unser Dienst, der allein unter Deinem Zeichen steht, unsere irdische Zukunft, die allein Dir gehört, errette dies vor den Fängen des unbarmherzigen Monstrums. Verbanne es dorthin, oh Herr, von wo es gekommen ist.

Erhöre unsere Bitte, Wahrer und Einziger, die wir dem Wahren und Einem Glauben und Deiner Heiligen Kirche dienen. Zerschmettere, was Dein Heiligtum bedroht, zerstöre, was Deine Stadt angreift, vernichte, was Deinem Werk und Deinem Willen trotzt! So strecke Deinen Arm, halte Deine Hand hinab und fege fort, was in Deinem Willen keinen Platz hat. Reinige die Tore Deines Tempels, oh Herr, von üblem Gezücht und von dunkler Gefahr, auf dass Deine ergebenen Diener frohlocken und die Bürger Deiner Stadt den Einen und Einzigen Namen noch mehr huldigen und preisen. Walte und wache, oh Herr, und banne die Gefahr!"


So und weiter betete der junge Diener Alatars in einem Fort. Für ihn war es nur wenig Zeit, die verging, nicht konnte er sagen, wie lange sein Bitten tatsächlich gewährt hatte. Und in der Tat ... als der Catulus seine Konzentration brach, die Augen öffnete und sich erhob, war das Untier fortgefegt. Einige Gardisten, die herbeigeeilt waren, hatten offenbar gar nicht eingreifen müssen, zumal keinerlei Spur eines Kampfes und vor allem keine Leichen ersichtlich waren. So hatte der Herr selbst gewirkt. Voll Freude stimmte Tayard, als er dies erst begriffen hatte, in eine Lobpreisung des Herren ein.

"Frohlocket, lobet und preiset den Einen, den Wahren Herrn! In dieser Stunde und an diesem Tage zeigte Er uns Seine Wahre Macht! Hinfort fegte er das Ungetüm, das Sein Heiligtum bedrohte. Kein Tropfen Blut, kein Tropfen Schweiß Seiner Diener musste fallen. Der Wahre Herr ist groß, lobet und preiset ihn, huldigt seinem Wirken, denn Sein Schutz und Sein Schirm wachen über uns, wachen über dieser Stadt, wachen über die ganze Welt! So wird Er auch jene hinfortfegen, die sich künftig in Seinen und Seiner Diener Weg zu stellen wagen! Freut Euch, der Herr steht an unserer Seite! Jetzt und hier, immer und überall, in Seiner Wahren Herrlichkeit!"

Erst später sollte ein Bericht an den Tetrarchen abgefasst und für diesen hinterlegt werden.

Auszug aus dem Bericht an den Erhabenen Tetrarchen: (...) Konkret handelte es sich um einen Angriff des Tempels durch ein mir bislang unbekanntes Ungetuem, das wohl ein Drache gewesen sein musste. Als besagte Frau und meine Person daraufhin unseren Herren um Hilfe anflehten, ward das Ungeheuer in der Tat gebannt und der Tempel durch die Macht des Herrn allein gerettet, lediglich das linke Portal des Tempels wurde aus der Verankerung gerissen, das Mauerwerk beschaedigt. (...)
Kyrsanth

Beitrag von Kyrsanth »

Unendlich erschien es ihm, als wolle sie gar nicht mehr aufhören, nie wieder schweigen, nie wieder etwas anderes erzählen. Seine Mutter! Von der Macht berichtete sie ihm, nach der die Zweibeiner streben, von ihrer Hinterlist, ihrem Wunsche sie, die Drachen für ihre Zwecke einzusetzen. Ihm schwirrte der Kopf. Macht? Gier? Ausnutzen? So etwas hatte er bisher nicht kennengelernt, dies war ihm fremd.
Als er hoffte, sie seie am Ende ihrer Mahnungen angelangt, sprach sie die Worte:
„Versprich mir Kyrsanth ihre großen Städte nicht mehr zu besuchen.“
Im Verlaufe des Gespräches kam er um jenes Versprechen zwar herum, jedoch blieben ihre Worte in seinem Gedächtnis.. zumindest vorerst.
Als auch sie der Meinung war, er sei genug gemahnt, zeigte sie ihm die Orte wo er sich gefahrlos aufhalten dürfe. Es waren nicht viele, genau drei. Nur in Begleitung dürfe er dorthin, nur mit Selim, seinem Bruder, oder seiner Mutter selbst.
„Nun mein Sohn werde ich dir ein Dorf zeigen, deren Menschen dir schaden würden“ so sprach sie dann und flog mit ihm zum Gebirge bei Berchgrad.

Neugierig betrachtete er die unten so friedlich wirkenden Häuser. Erst als seine Mutter ihn aufforderte Heim zu fliegen, wandte er den Blick ab, wollte sich ihr zuwenden. Zu hastig diese Bewegung, seine Beine rutschten über den Rand das Gewicht verlagerte sich nach vorn und so rutschte er unaufhaltsam Berchgard entgegen. Ein Stück noch über Gras und erst im Sand über der Mine kam er zum Stillstand.. zur Freude einer Zweibeinerin, die sogleich verstecken mit ihm spielen wollte.. vermutete er, da sie die Beine in die Hand nahm und hinter der Ecke eines Hauses verschwand.
Ehe er jedoch ihr nachkam, war seine Mutter neben ihm, sich umblickend, ihn mit einem Flügel schützend. Sie war es auch, die das Versteckspiel gewann.. sie fand die junge Frau.

Recht schnell kamen die Bürger aus den Häusern und der näheren Umgebung, denn die Landung der Beiden war nicht unbemerkt geblieben. Er konnte sich nicht satt sehen, wußte nicht, wohin er zuerst schauen sollte, wem zuerst zuhören. Und nun lernte er, was seine Mutter ihm nicht gesagt hatte. Sie wurden willkommen geheißen! Niemand machte Anstalten, sie anzugreifen. Die Stimmen derer die sprachen klangen freundlich und ehrlich, zumindest in seinen Ohren. Wie auch schon zuvor in Rahal, wo sie ihm halfen, als er feststeckte, obwohl seine Mutter ihm sagte, er solle nicht alles glauben.
Trotz der Freundlichkeit der Berchgarder und derer die sich dazu gesellten, drängte seine Mutter zum Aufbruch. So nahm er Abschied und hob sich nach mehreren Versuchen in die Luft und folgte seiner Mutter.

Die Aufregung über das Erlebte ließ ihn nicht einschlafen und so verließ er die Höhle, die kalte Luft der Nacht in sich einatmend. Nur noch einmal kurz den einen Ort ansehen, den Mutter ihm gezeigt hatte.
Er wähnte sich allein und sah sich um. Bis er Schwingenschlag vernahm und ein deutliches Knacken hinter sich. Der Gedanke an seine Mutter ließ ihn zunächst erschrocken still verharren. Doch sie war es nicht. Als er sich umwandte blitzten die Schuppen eines roten Drachen hinter einem Baum im Mondlicht auf. Sie war etwa so groß wie er selbst.
Stolz stellte er sich vor: „Ich bin Kyrsanth und ich bin ein Silberdrache!“ So wie er es heute von seiner Mutter gelernt hatte.
Nachdem sie, Kelyrsha ihre anfängliche Scheu überwunden hatte, beschlossen sie, zusammen zu fliegen. Vergessen, die mahnenden Worte seiner Mutter. „Wo kommst du denn her?“
Sie wußte es nicht. Sie deutete mit dem Kopf in alle Richtungen. Sie kam also von Überall.
Überall wollte er sich gern ansehen.
Leif Bunjam

Beitrag von Leif Bunjam »

Ein Gedanke war es der Leif aus seinem Traum hochschrecken ließ. Dieses mächtige heilige Wesen hatte Ihn berührt. Leif befühlte seinen Kopf wo Kyrsanth Ihn angestupst hatte.
Kyrsanth unterhielt sich einwenig mit Leif, nachdem er von dem Zwergen und dem Weibe seines Jarls abließ. Ob er jemals wieder ein solches Gespräch führen durfte? Und wen Ja, überwas würden sie sich unterhalten, über Klingen, über uns Zweibeiner. Was für ein Thema wählt man überhaupt wenn man sich mit einem solchen heiligen Geschöpf unterhielt?

Leif hatte schon einige Drachen gesehen, Jedoch waren Sie alle dem bösen Verfallen. Im Kampfe unter dem Wasser erlegte er erst kürzlich gemeinsam mit dem Clan einen Wasserdrachen.
Aber nichts von den Drachen die er bisher gesehen hatte war vergleichbar mit diesem hier. Jung, unbeholfen, neugierig. Leif seufzte schwer, es war das erste mal das er Lielle, diese Elfenhexe beneidete. Sie konnte mit diesen Wesen, laut Ihren eigenen Worten, sehr oft ein Gespräch führen Sie konnte sich an dem Wissen der Drachen bedienen. “Kein Wunder das Elfen weise sind, haben Ja gütige Drachen bei sich hausen” Ohne diese wären die Elfen sicher aufgeschmissen und all Ihre Weisheit verloren, so dachte es sich Leif zumindest. Zumindest würde Leif sich ab und an mal an Liella wenden umzuerfahren wie es dem Jungen Drachen ergeht, den dieser hatte es Leif Irgendwie angetan.

Auf jedenfall war die Begegnung mit dem Jungen Drachen, ein sehr prägend Ereignis. Leif konnte zur Abwechslung mal zwei Drachen begegnen in des Grafen Schlosses die nicht dem bösen und dem Wahnsinn verfallen sind.
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