Ein Hafen

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Caillean Hinrah

Ein Hafen

Beitrag von Caillean Hinrah »

Mit stetigem Hacken arbeitet Caillean sich vorwärts, tiefer immer tiefer gings ins Erdreich um Erze zu finden.
Hufgetrappel vernahm sie und so hob sie die Hand zum Gruss und betrachetet den Mann neugierig.

"Ich komme auf Geheiss des Grafen" und überreichte ihr eine Pergamentrolle, feines Pergament, gewachst und gesiegelt.

"Ein Hafen!"

In knappen kurzen Worten ordnete sein Hochwohlgeboren, Graf Adrian von Hohenfels an, dass in Berchgard unverzügllich mit dem Bau eines Hafens begonnen werden sollte.. Sie schrieb ihm eine bejahende Antwort, dass jedoch erst der Hausbau der Heilerin fertiggestellt werden müsse, zum Zwecke und zum Wohle der Varuner Bürger.

Voll fiebriger Aufregung arbeitete sie weiter. Das würde den Handell erleichtern und verstärken. Doch auch Gesindel wie Diebe und Herumtreiber würde es anlocken....
Sie würde mit Gardist von Schwarzbruch beizeiten darüber reden. Er war öfters im Dorf als der Hauptmann. Für sie war einer so gut wie der andere, gehörten sclhliesslich alle zur Garde.
Was für ein Freudenfest würde das Geben. Achje, die arme Gwyn, sie kam aus dem Holzhacken und dem Hobeln der Bretter gar nicht mehr raus. Sie würde ihre Arbeit ruhen lassen und helfen Holz zu besorgen.
Falk Hinrah

Beitrag von Falk Hinrah »

Es war so weit, nach langer, anstrengender Vermessungsarbeit war zwischen Bank, Stall und Wachhaus endlich eine Stelle gefunden an der das Gefälle stark genug, und der Untergrund fest genug war um einen Hafen zu errichten der auch auf lange Sicht nicht verschlammen oder versanden würde.
Schon hatten Falk und Culann von einem Floß aus die ersten dünnen Pfähle in den festen Boden getrieben um die Eckpunkte des Hafens fest zu legen. Während Culann die Pfähle gut fest hielt und Grim und Rodero vom Ufer aus das Floß an seiner Position hielten schlug Falk mit dem wchtigen Hammer die Pfähle immer tiefer in den steinigen Lehmgrund. Einige hinderliche Felsbrocken waren mit festen Tauen und der gemeinsamen Muskelkraft der Bewohner Berchgards aus dem Hafenbecken gezogen worden. Nun konnte die wirkliche Arbeit losgehen.

Bis zum Nabel stand Falk an diesem warmen Frühlingstag im kalten Wasser der See, um seine Füsse nicht viel mehr als eine dünne Lederschickt geschlungen die mit Draht zusammen genäht worden war um ihm auf dem glitschigen Lehm den richtigen Halt zu geben, in seiner Hand eine Schaufel. Ähnliche Schaufeln waren auch in den Händen der anderen zu sehen, vor allem die Bergarbeiter des Clans die sich mit graben auskannten arbeiteten kräftig mit.
Kurz glitt sein Blick zu Caillean die mit nicht viel mehr als einem kurzen Rock und einem ärmellosen Hemd bekleidet im kalten Wasser stand, unter anderen Umständen hätte er ihr Lehm bekleckertes Gesicht und die vom kalten Wasser und der harten Arbeit rosigen Wangen sofort geküsst, doch die Arbeit war weit in Verzug geraten und sie mussten sich eilen.

Der Graf würde nicht mehr viel Geduld mit ihnen haben und die Tatsache dass die Erde bebte und sich feurige Risse mitten in Berchgard auftaten würde ihnen keinen all zu grossen Aufschub bringen. Jetzt mussten sie schnell sein, schnell und vor allem gut. Und dazu war Falk fest entschlossen, sie würden beweisen dass sie auch unter Zeitdruck gut und kräftig anpacken konnten.

Immer tiefer hoben sie das Hafenbecken aus, das Wasser um sie herum schon braun vom Schlamm denn sie bewegen mussten nahm ihnen die Sicht doch mit den Füssen konnten sie die Löcher tasten die sie aushoben. Zum Glück war der Lehmboden fest genug um nicht einfach in seine alte Position zurück zu rutschen. Immer höher türmten sich die Lehmhügel an den Stellen über die schliesslich der Steg führen sollte.

Lange schon schluch Gwynedeth ohne Pause grosse Mengen Zedernholz das als einziges geeignet war da es im Wasser nicht aufquellen, sondern durch das viele Harz in ihm lange vom ewig beissenden Wassr verschont werden würde.
Stamm um Stamm türmte sich am Ufer auf und bald würde Gwyn anfangen aus den Meisten glatte Planken zu sägen und diese sauber zu hobeln. Sicherlich eine genau so anstrengende Arbeit wie die die auf die Männer zukam. Poller mit dem Durchmesser von Grims Bauch würden in den Grund getrieben werden müssen um letztlich das Gerüst des Steges auf ihnen zu errichten.

Bei den Gedanken an die viele Arbeit wurde ihm fast schwindelig, aber binnen 4 Tagen würden sie alles fertig haben müssen. Also wischte er sich über die Glatze die langsam wieder erste Stoppel zeigte und packte die Schaufel fester. Ein Aufmunterndes "Das wäre doch gelacht!" donnerte über den werdenden Hafen und schon war er wieder ganz vertieft in seiner Arbeit.
Caillean Hinrah

Beitrag von Caillean Hinrah »

Durch das ganz Chaos das herrschte hatte sie den Hafen zunächst aus den Augen verloren. Doch alle packten mit an, damit der Hafen bald stehen würde. Sie spürte ein Kribbeln im Nacken und spürte ohne hinzusehen Falks Blick auf sich ruhen. Zaghaft und irgendwie scheu dreht sie sich um. Ein wölfischer Zug liegt um seinen Mund, als er sie betrachtet, kommt es ihr so vor, als würde er sie mit Haut und Haaren verschlingen wollen. In ihrem Bauch flatterte es wohlbekannt. Sie lächelte ihm zu, einladend und so hungrig wie nur verheiratete Frauen lächeln können. Es tat gut zu spüren, dass er sie immer noch so ansah, und dass sie darauf reagierte...

Energisch schüttelte sie den Kopf. Gwyn lachte heiter ob ihres Gesichtsausdrucks. "Cailly hör auf sowas zu denken!" kam es von ihrrer Nichte Aisling. "Was denn?" fragt sie betont unschuldig und spritzte mit Schlamm. Sie wühlte jeden Tag in der Erde. Schlamm macht ihr nichts aus, Grinsend holte sie weiter die Planken heran und nagelte sie fest, ungeschickt zu nächst doch nach hundert Nägelt oder mehr traf sie Punkt genau und zufriden mit sich selber griff sie nach dem nächsten.

Sie überschatttete ihre Augen. Wie auch beim Hausbau arbeitet man hier zusammen, und hier im Kreise ihrer Familie, ihres Clans.... fand ihr Herz Frieden vor dem Terror, der draussen herrschte... draussen ausserhalb dieses Zirkels von geliebten Menschen und drei Tiefländern.

Sinnend betrachtete sie Kahor, der wie Falk und die anderen mit freiem Oberkörper arbeitete Weiter ins Dorf rein standen junge Dämchen und seufzten und hauchten bei dem Anblick der schwitztenden Männer.
Dumme Gänse so dachte sie. Schwitzende Männer sind doch nicht attraktiv...!!! IHr Blick fiel auf ihren Gatten.... Meine Güte was für Muskeln!! Seufz! Aua! Sie hielt sich den pochenden Daumen. Verflixt tat das weh. Aisling kicherte als sie herüber sah. Lektion für heute.. tagträume nicht von deinem Gatten mit einem Hammer in der Hand!

Wesentlich konzentrierte verrichtet sie ihre Aufgaben bis man sich in gemütlicher Runde am Feuer traf und Met trank.
Aisling Hinrah

Beitrag von Aisling Hinrah »

Tschak! Splitter flogen durch die Gegend, als eine scharfe Axt sich ins Holz grub. Noch ein paar weitere Schläge und der Zedernstamm würde von Ästen befreit sein. Nur einige wenige Aststummel verblieben, an denen man die Seile befestigen könnte und schon könnten die starken Kaltblüter wieder ein paar der festen Stämme aus dem Wald ziehen, auf das man sie auf den Karren laden konnte. Schwitzen keuchte Aisling leicht. Die Arbeit war nicht einfach, aber es würde sich lohnen. Und später würde sie ja ein Bad im Fluss nehmen, wenn sie dabei helfen würde, den Lehm vom Flussbett aufzusammeln, auf das die Anlegestelle tief genug für Schiffe wäre. Es war eine Heidenarbeit, aber es würde ihnen wohl auch viel gutes tun... könnten sie dadurch doch einige Orte ohne langen Ritt über Land erreichen. Mit glitzernden Augen dachte die junge Frau auch an Besucher von anderen Orten, die nun wohl vermehrt ins Dorf kamen - und wohl auch den Laden der Hinrah sehen würden. Aye, der Hafen war eine feine Sache. Er würde dem Dorf viel gutes tun. Mit einem letzten Schlag mit der kleineren Handaxt entfernte sie den letzten Ast. Dann lenkte sie ein Pferd an dessen Ende, wo sie Seile an den Baum festsurrte und am Zuggestell befestigte. Mit einem leisen Schnalzen zuckte sie am Zügel und mächtige Muskeln setzten sich in Bewegung, den Stamm über den Holzweg aus dem Wald zu ziehen.
Gwynedeth

Beitrag von Gwynedeth »

Erst als sie merkt wie sehr nun ihre Knie schmerzen gönnt sie sich eine Pause. Mühsam versucht sie sich zu erheben, aber es vermag ihr nicht zu gelingen. So blieb sie denn im Gras knien, über und über mit Holzspänen bedeckt. Schon seit einigen Tagen war sie nun dabei die Zedernstämme zu Planken zu zersägen und zu hobeln. Die Nächte kurz gehalten stand sie dieser Tage schon vor Sonnenaufgang auf und ging erst sehr spät als sie vor Erschöpfung nicht mal mehr den Hobel bewegen konnte zu Bett. So war es schon immer mit ihr, wenn sie einmal angefangen hat, hört sich so schnell nicht auf zu arbeiten. Auch ein Charakterzug, den sie sicher von ihrem Vater geerbt hat. Oft hat sie ihn als Kind bei der Arbeit beobachtet… Nichts anderes schien mehr um ihn zu existieren, voller Konzentration und Sorgfalt bei jedem Stück dass er fertigte..Sie blinzelt in die untergehende Sonne und legt den Kopf in den Nacken während ihre Gedanken abschweifen…

Als ihr jemand die Hand auf die Schulter legt und ihr einen Krug Wasser hinhält, schirmt sie mit der Hand die Sonne ab und blickt auf in das lächelnde Gesicht Cailleans. Dankbar blickt sie sie an und fasst mit beiden Händen den Krug und leert ihn fast zur Hälfte. Dann wischt sie sich mit dem Handrücken über den Mund und sieht über die Baustelle. Die Männer haben bereits viel geschafft, sie würde sich beeilen müssen, das Holz zu sägen… Seufzend sah sie zu dem nicht geringer werdenden Stapel der Zedern…

Den restlichen Inhalt des Kruges kippt sie sich kurzentschlossen über den Kopf, um sich nach der schweisstreibenden Arbeit ein wenig Abkühlung zu gönnen. Aisling und Caillean sehen sich kurz an und grinsen auf einmal recht komisch… Dann merkt sie nur noch wie sie von hinten gepackt und über die Schulter geworfen Richtung Wasser getragen wird. Vorbei an den schmunzelnden Gesichtern Roderos, Falks, Grims und Kahors schien nun klar, wer sie da gen Wasser trug. Sie kicherte und schlug ihm mit den Fäusten auf den Rücken und strampelte, doch er liess sich nicht erweichen… Schnell schmiss Gwyn ihre Säge zu Falk, die sie immer noch in den Händen hielt und ergab sich dann in ihr Schicksal. Culann nahm sie nun von der Schulter und trug sie auf seinen Armen, ging mit ihr weiter ins Wasser, bis sie merkte, dass sich ihr Rock langsam aber sicher von unten durchnässt. Ein warnendes Grinsen umspielt ihre Lippen wird aber sogleich von einem erschreckten Blick vertrieben als Culann sie auf einmal loslässt und sie unvorbereitet ins Wasser platscht. Lautes Gröhlen ihrer Freunde, die sich inzwischen am Ufer versammelt haben, schlug ihr entgegen als ihr Kopf aus dem kalten Wasser auftauchte. Als Culann sich dann umdrehte um vor den anderen grinsend eine leichte Verbeugung anzudeuten stieß sich Gwyn blitzschnell aus dem Wasser und ehe Culann sich zu ihr umdrehen konnte hing sie an seinem Hals und strampelte mit den Beinen um ihm aus dem Gleichgewicht zu bringen. Mit einem erschreckten prusten Culanns platschten die beiden nun erneut ins Wasser. Kichernd und ausser Atem stiegen die beiden nun aus dem Wasser und blickten erst sich und dann die umstehenden Clansmitglieder schelmisch an… Caillean und Aisling traten sofort einen Schritt zurück, sie schienen zu ahnen was nun anstand. Aber Falk, Grim Rodero und Kahor waren schneller, sie hatten sie bereits umstellt. Strampelnd und kreischend wurden nun auch Aisling und Caillean ins kalte Wasser geworfen.

Nachdem sie sich dann alle noch etwas länger im Wasser aufgehalten, getobt und geschwommen hatten zogen sie sich erschöpft aus dem Wasser um sich dann am Feuer noch ein wenig trocknen zu lassen. Dieser Abend war eine willkommene Abwechslung für alle gewesen, morgen würden sie wieder ausgeruht und frisch ans Werk gehen.

Glücklich kuschelte sich Gwyn an ihren Culann und nippte an ihrem Wein um dann noch mit den anderen gemeinsam den Abend ausklingen zu lassen.
Aisling Hinrah

Beitrag von Aisling Hinrah »

Mühsam schleppte Aisling mit anderen zusammen die langen Planken an. Es war eine Heidenarbeit, diese anzubringen und festzunageln. Aber der Steg wuchs langsam in die Länge und er konnte auch schon als solcher bezeichnet werden. Nicht mehr lange und er war fertig. Schon machten sich die Dorfleute Gedanken zu dem, wie er fertig aussehen sollte, was noch zu einem Hafen gehörte. Auch Gwyn teilte ihre Gedanken dazu mit, war sie es doch, die dabei die schwerste Arbeit hatte. Wo der Clan konnte, erleichterten sie Gwyn ihre Last. Aber auch andere Handwerker waren lange am werkeln. Nägel wurden hergestellt und auch andere Metallarbeiten, die zum Bau gebraucht wurden. Sich den Schweiss abwischend lächelte sie dankbar zu demjenigen, der ihr eine Kelle mit Wasser reichte. Bald würden sie wohl Pause machen und Essen fassen. Bei einem Blick auf das, was sie an diesem Tage schon erreicht hatten, nickte die junge Frau zufrieden und packte wieder mit an. Aye, das Essen hatten sie sich wahrlich verdient.
Caillean Hinrah

Beitrag von Caillean Hinrah »

Lächelnd bedeckte sie ihre Augen, um das gleissende Licht, die von der Wasseroberfläche reflecktierten Sonnenstrahlen, abzuhalten, so gut eben ging... Sie hatte schon ganz wunde Finger von der ganzen Hämmereii und wenn die Arbeit getan war, wurde geschmiedet oder nach Erzen geschürft oder die Kinder die zur Pflege in ihrer OBhut waren - naja fast - plagten sie mit lustigen streichen.

Das Leben war ruhig, doch schwer in Berchgard, harte körperliche Arbeit liess die einwohner und die Bergarbeiter der Berchgarder Mine ihren Alltag bestimmen.

Caillean, 21, jung und in der Blüte ihre jungen Lebens sah aufs Wasser hinaus und blinzelte. Schon in ihrer Vorstellung ...die stolzen schiffe mit den riesigen Segeln,die elegant auf den Wellen ritten.... raubte ihr den Atem. Was für ein Anblick würde das werden, die blinzelnd grellen Segel in volllem Wind.... Der Handel würde aufblühen in Berchgard. Sie nickte... ganz bestimmt.
Falk Hinrah

Beitrag von Falk Hinrah »

Viel zu spät brachte der Seiler die gewünschten Taue, angeblich hatte es Probleme dabei gegeben die fest gedrehten Flaxfasern mit Zedernharz ein zu reiben da ob des steigenden Frühlings die Bäume erst wieder in vollen Saft kommen mussten.
Für Falk war in dieser Ausrede klar die typisch menschliche Faulheit zu sehen die er bisher eigentlich nur bei seinen Clansmitgliedern und einigen wenigen Frenden nicht gefunden hatte. Aber seis drum, an diesem kalten Frühlingsabend, in triefendem Regen machten sich Culann und Falk, fest in Mäntel aus gewachchster Wolle gehüllt, auf den Weg zum Hafen um diesen endlich fertig zu stellen.
Leicht wippend auf den starken Zedernplanken und vom Wind gepeitscht zogen sie die starken Taue zwischen den Pollern und nagelten sie nicht zu stramm gezogen fest.

Mit Falks Hilfe gelang Culann auf die beiden hohen Poller an den Seewärts gewandten Ecken des Hafens und mit geübter Hand befestigte er dort sturmfeste Laternen mit besonders grossem Öltank. Die Lichter würden auch des Nachts Schiffen sicher den Weg in das kleine Bergbaudorf weisen.

Schnell eilten die beiden Männer zurück ins Dorf, den Wind mochte Falk noch so geniessen, den eiskalten Frühlingsregen würde er lieber durch das Fenster und mit seiner Frau in den Armen beobachten.
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