Die Überfahrt war schwierig,
die raue See verlangte viel und so mancher wurde von ihr genommen.
Kylian hasste die See. Überall nur Wasser und es stank auf dem Schiff erbärmlich nach Schweiß und verfaultem Fisch.
"Ein paar Tage noch", so waren die Worte des Kapitäns als Kylian ihn fragte wie lange die Überfahrt noch dauern würde.
So hockte er nun in seiner Kammer unter Deck. Das Schiff schwankte stark und kylian musste nicht das erste Mal gegen die Übelkeit die in ihm aufstieg ankämpfen. Bald würde er da sein, bald würde er wieder festen Boden unter den Füßen haben und bald könnte er wieder frische Luft atmen.
Nach einigen Tagen, Kylian konnte nicht sagen wie viele es genau waren da er sein Zeitgefühl schon lange verloren hatte, konnte man am Himmel die Möwen sehen und es formte sich am Horizont ein dunkelwirkender Schatten.
Endlich, endlich Land.
Das Land auf das Kylian so lange gewartet hatte. durch Erzählungen und Bücher hatte er sich auf der Überfahrt über diese Lande namens Alathair schlau gemacht und war voller Hoffnung hier nun endlich Fuß fassen zu können.
Doch jetzt, nachdem sich der schatten in ein üppiges Grün überragt von Bergen und Gebirgen zeichnete, war die Freude auf festen Boden unter den Füßen so groß, dass er ganz vergaß wo genau er Fuß fassen sollte. Und wie.
Eher unfreundlich und recht grob wurde er von Bord gelassen. sein Hab und Gut warf man einfach über Bord so das Kylian es fangen musste damit es nicht ins Wasser fällt.
Es war ein schöner Sommertag und die Sonne stach im in die Augen so dass er diese zukneifen musste.
Von der Überfahrt ganz benommen streckte er sich und es war ein schönes Gefühl sich endlich wieder frei bewegen zu können.
Bajard war eine wirklich schöne Stadt. Die Fischer an den Docks zogen gerade ihre Netze ein und man konnte die Möwen hören, die wohl darauf hofften eine Fisch oder eine Krabbe erbeuten zu können.
Kylian machte sich auf den Weg und schlenderte durch die Stadt.
Erst jetzt, wo er angekommen war, schossen ihm wieder Gedanken durch den Kopf. Gedanken die ihn ins Grübeln brachten. Wo solle er hin?
Er hatte nie wirklich darüber nachgedacht was er machen sollte wenn er Bajard erreichen würde. Doch jetzt wo er da war bekam er fast schon ein wenig Angst, denn er wusste nicht wo er hin soll, wo er gebraucht wird.
Ein eher mittelmäßig begabter Feinschmied, der noch so viel zu lernen hatte. Das Handwerk kam von der Familie doch hatte sein Vater nie die rechte Zeit ihm genügend beizubringen. nur die Einfachsten Dinge gelangen eher schlecht als recht.
So streifte er also durch die Stadt und hoffte auf etwas, dass ihm weiterhelfen könnte.
Recht weit im Süden der Stadt machte er halt vor einem Haus. Vielmehr ein kleines Geschäft so wie es schien. Auf einem Schild war ein Edelstein zu erkennen und darunter stand "Feinschmiede von Martin This"
Ein Funke von Hoffnung stieg in Kylian auf und zugleich packte ihn die Anspannung.
Hier gab es also einen Feinschmied, doch würde dieser ihn anlernen können? würde dieser ihm überhaupt auf Kylians anliegen eingehen?
Zweifel krochen in Kylian hoch und er wurde sichtlich nervös. Das wäre zu schön um wahr zu sein.
Mit einem Tiefen Atemzug sammelte er allen Mut und läutete die Glocke die neben dem Zaun Tor hing...