Neue Aufgaben
Moderator: Menekaner [Mod]
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Hazar Sevinc Bashir
Ich hatte mir ein wenig mehr Euphorie gewünscht, als ich Kadir meine Entscheidung mitgeteilt hatte.
Ein wenig mulmig war mir schon, und gerade sein Verhalten trug dazu bei.
Ich fragte mich natürlich unweigerlich, ob das alles so richtig war.
‚Nein, keine Zweifel aufkommen lassen‘, schalt ich mich selber gedanklich.
War es die richtige Entscheidung gewesen?
Hätte ich irgendwas anders machen sollen?
Hätte ich länger warten sollen?
War das nicht genau das, was er gewollt hatte?
Die Nacht war kurz gewesen, ich hatte mich mal wieder von meinen Gedanken leiten lassen, und kaum Ruhe gefunden.
Auch am nächsten Tag, kreisten meine Gedanken immer wieder um die gleichen Fragen.
Diese konnte jedoch eigentlich nur Kadir beantworten.
Und doch scheute ich mich davor, den Weg zu ihm anzutreten.
Was wenn ich recht hatte und er mich doch nicht mehr wollte?
Was wenn ich am Ende doch falsch gelegen hatte?
Kreisende, Quälende Gedanken, immer das gleiche, ohne an eine Antwort zu kommen.
Erst als der Abend kam stand er bei mir vor der Türe.
Ein Lächeln auf den Lippen, mit einer großen Kiste beladen.
Hach dieses Lächeln, da war es wieder.
Und alle meine Sorgen waren wie weg gewischt.
Auch wenn meine Neugier auf seine Kiste und den darin verborgenen Inhalt natürlich längst geweckt war und ich gespannt war wie ein Flitzebogen, was er da mitgebracht hatte, musste das erstmal warten.
Aaminah war wütend.
Wütend über das was sie erlebt hatte, und sorgenvoll.
Zahra, Khalida, der Markt…
Zahra war schwer verletzt und Aaminah sorgte sich, jedoch als wir erfuhren, dass Kadir sie auf dem Markt gesehen hatte, war es irgendwie seltsam.
Und dann erzählte Aaminah noch von einer Unterschwelligen Drohung von Khalida.
Was war nur los?
Warum hatte Zahra auf einmal Angst vor uns?
Weil wir uns sorgten?
Wir waren sie nicht suchen gegangen, weil ich wusste, dass sie Zeit wollte, Zeit um über Amar zu kommen, Zeit um ihre Gedanken und Gefühle zu ordnen.
Und gerade ich konnte zu gut verstehen, was das bedeutet.
Wie lange hatte ich selber gebraucht um mir sicher zu sein was ich wollte?
Wie lange hatte ich Kadir immer wieder auf Abstand gehalten, weil ich Angst hatte?
Aiwa, ich hatte Glück. Ein Mann der mich liebt und mir die Zeit gibt, die ich brauchte, der trotz allem immer für mich da war, wenn ich das nur zuließ.
Oh, Eluive sei es gedankt.
Ich wünschte, meine Cousine hätte auch so viel Glück wie ich.
Ich gönnte ihr den besten Mann auf der Welt, wenn es Amar war, dann sollte es so sein, wenn es Sharif werden sollte, war das auch in Ordnung.
Egal was sie tat, Hauptsache sie konnte Glücklich werden.
Kadir…
Schon wieder drehten sich meine Gedanken um ihn.
Und nachdem Zahra und Aaminah ins Bett gegangen waren, hatten wir endlich ein klein wenig Zeit für uns.
Und das bedeutete, dass er endlich sein Geheimnis um die Kiste lüftete.
Ein Fächer…
Wolkenformationen aus aufgesticktem Perlmutt ziehen sich wie Nebel über den Tagblauen Samt.
Wie schön er war.
Ich war so überrascht.
Er schaffte es aber auch immer wieder, mich völlig zu überraschen.
Und nein, das war noch nicht genug.
Er packte weiter aus der Kiste aus.
Süßigkeiten… Blumen…
So viele, so schöne Blumen, aber am Ende kam das schönste aller Geschenke.
Ein großer Rucksack voll mit Büchern.
Von Liebesgeschichten über Magisches Wissen, alles war dabei.
Bunt gemischt.
Mein Herz begann höher zu schlagen.
Dieser Mann…
Was machte er nur?
Der Fächer war schon ein wundervolles Geschenk, aber er musste auch noch übertreiben.
Ich konnte nicht anders.
Ich musste ihm um den Hals fallen.
Er überhäufte mich mit Geschenken, einfach weil er bei so vielen Sachen an mich denken musste.
Seine Gedanken gehörten mir.
Ich war seine ständige Begleiterin geworden, ob ich nun anwesend war oder nicht.
Ein so schönes Gefühl.
In einem Meer aus Blumen, duftend und wunderschön anzusehen, drückte er mich an sich.
Nicht fordernd, mir noch alle Entscheidungen lassend, einfach seine Arme um mich legend.
Ein süßes Angebot, das ich zu gerne annahm.
Mir gehört sein Herz.
Ein wenig mulmig war mir schon, und gerade sein Verhalten trug dazu bei.
Ich fragte mich natürlich unweigerlich, ob das alles so richtig war.
‚Nein, keine Zweifel aufkommen lassen‘, schalt ich mich selber gedanklich.
War es die richtige Entscheidung gewesen?
Hätte ich irgendwas anders machen sollen?
Hätte ich länger warten sollen?
War das nicht genau das, was er gewollt hatte?
Die Nacht war kurz gewesen, ich hatte mich mal wieder von meinen Gedanken leiten lassen, und kaum Ruhe gefunden.
Auch am nächsten Tag, kreisten meine Gedanken immer wieder um die gleichen Fragen.
Diese konnte jedoch eigentlich nur Kadir beantworten.
Und doch scheute ich mich davor, den Weg zu ihm anzutreten.
Was wenn ich recht hatte und er mich doch nicht mehr wollte?
Was wenn ich am Ende doch falsch gelegen hatte?
Kreisende, Quälende Gedanken, immer das gleiche, ohne an eine Antwort zu kommen.
Erst als der Abend kam stand er bei mir vor der Türe.
Ein Lächeln auf den Lippen, mit einer großen Kiste beladen.
Hach dieses Lächeln, da war es wieder.
Und alle meine Sorgen waren wie weg gewischt.
Auch wenn meine Neugier auf seine Kiste und den darin verborgenen Inhalt natürlich längst geweckt war und ich gespannt war wie ein Flitzebogen, was er da mitgebracht hatte, musste das erstmal warten.
Aaminah war wütend.
Wütend über das was sie erlebt hatte, und sorgenvoll.
Zahra, Khalida, der Markt…
Zahra war schwer verletzt und Aaminah sorgte sich, jedoch als wir erfuhren, dass Kadir sie auf dem Markt gesehen hatte, war es irgendwie seltsam.
Und dann erzählte Aaminah noch von einer Unterschwelligen Drohung von Khalida.
Was war nur los?
Warum hatte Zahra auf einmal Angst vor uns?
Weil wir uns sorgten?
Wir waren sie nicht suchen gegangen, weil ich wusste, dass sie Zeit wollte, Zeit um über Amar zu kommen, Zeit um ihre Gedanken und Gefühle zu ordnen.
Und gerade ich konnte zu gut verstehen, was das bedeutet.
Wie lange hatte ich selber gebraucht um mir sicher zu sein was ich wollte?
Wie lange hatte ich Kadir immer wieder auf Abstand gehalten, weil ich Angst hatte?
Aiwa, ich hatte Glück. Ein Mann der mich liebt und mir die Zeit gibt, die ich brauchte, der trotz allem immer für mich da war, wenn ich das nur zuließ.
Oh, Eluive sei es gedankt.
Ich wünschte, meine Cousine hätte auch so viel Glück wie ich.
Ich gönnte ihr den besten Mann auf der Welt, wenn es Amar war, dann sollte es so sein, wenn es Sharif werden sollte, war das auch in Ordnung.
Egal was sie tat, Hauptsache sie konnte Glücklich werden.
Kadir…
Schon wieder drehten sich meine Gedanken um ihn.
Und nachdem Zahra und Aaminah ins Bett gegangen waren, hatten wir endlich ein klein wenig Zeit für uns.
Und das bedeutete, dass er endlich sein Geheimnis um die Kiste lüftete.
Ein Fächer…
Wolkenformationen aus aufgesticktem Perlmutt ziehen sich wie Nebel über den Tagblauen Samt.
Wie schön er war.
Ich war so überrascht.
Er schaffte es aber auch immer wieder, mich völlig zu überraschen.
Und nein, das war noch nicht genug.
Er packte weiter aus der Kiste aus.
Süßigkeiten… Blumen…
So viele, so schöne Blumen, aber am Ende kam das schönste aller Geschenke.
Ein großer Rucksack voll mit Büchern.
Von Liebesgeschichten über Magisches Wissen, alles war dabei.
Bunt gemischt.
Mein Herz begann höher zu schlagen.
Dieser Mann…
Was machte er nur?
Der Fächer war schon ein wundervolles Geschenk, aber er musste auch noch übertreiben.
Ich konnte nicht anders.
Ich musste ihm um den Hals fallen.
Er überhäufte mich mit Geschenken, einfach weil er bei so vielen Sachen an mich denken musste.
Seine Gedanken gehörten mir.
Ich war seine ständige Begleiterin geworden, ob ich nun anwesend war oder nicht.
Ein so schönes Gefühl.
In einem Meer aus Blumen, duftend und wunderschön anzusehen, drückte er mich an sich.
Nicht fordernd, mir noch alle Entscheidungen lassend, einfach seine Arme um mich legend.
Ein süßes Angebot, das ich zu gerne annahm.
Mir gehört sein Herz.
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Kadir Bashir
Haroun wollte gerade gehen als es klopfte. Wer das wohl sein würde? Kadirs Augen strahlten vor Freude als er Rashid erblickte. "Wo warst du? Wie geht es dir?" Soviele Fragen gingen ihm im Kopf umher aber er wollte ihn nicht gleich überfordern.
Sie setzten sich und Rashid war irgendwie zurück haltend. Jemand hatte ihn also überzeugt das es besser war zurück zu kommen. Faaith? Er hielt sich wie so oft sehr bedeckt. So gern er ihn mochte aber diese Undurchlässigkeit machte das ganze recht anstrengend. "Wie geht es Hazar" Eigentlich wollte Kadir noch gar nichts erzählen, wollte viel lieber wissen wo Rashid gewesen war und wie es ihm erging. Wieso er weg gelaufen war... Was war so schlimm das er nicht darüber reden konnte? War es wirlich nur die Tatsache um Faaith? Kadir wurde das Gefühl nicht los das ihm etwas verschwiegen wurde aber er konnte doch niemanden zwingen ihm etwas zu erzählen.
So blieb ihm also nichts anderes übrig als ihm mit funkelnden Augen zu erzählen wie gut es Hazar ging und das sie sich in ihn verliebt hatte. Die Worte auszusprechen waren noch immer so unwirklich für ihn, fühlten sich aber so gut an... Rashid druckste irgendwie herum... "Das freut mich... sie wird dir eine gute Frau sein". Ja das würde sie aber woran dachte Rashid noch?
Kadir erzählte ihm von der Bibliothek. Eigentlich ging er davon aus, dass Rashid dies freuen und interessieren würde aber die reaktion war seltsam. Er war gerade bei den Ifrey aber nicht um Hazar zu suchen.... er war bei Zahra, hat die Verbände gewechselt. Seine Schilderung klang merkwürdig "Quetschwunden... überall Striemen" Hörte er da etwas unterschwelliges heraus?
Ihm blieb nicht viel Zeit darüber nach zu denken denn es klopfte. Schmunzelnd trat er zur Tür, es war eine der Zeiten in denen gerne Hazar vor der Tür stand und genau so war es... Natürlich nutzte sie den Schlüssel nicht, es war noch etwas zu hell und vermutlich hatte sie die Stimmen gehört. Kadir wäre es egal gewesen. Wenn es nach ihm ging könne jeder erfahren das er sie liebt.
Rashid erhob sich... Hazar bekam das ungute Gefühl das Rashid wegen ihr gehen wollte. Seltsam war das ganze schon. Eben hatte er noch nach ihr gefragt und nun wo sie hier ist, machte er sich aus dem Staub.
Kaum das die Tür zu war, legte Kadir seine Arme um Hazar. Sie sollte sich nicht schuldig fühlen. Rashid war eben Rashid, zum nachdenken brachte ihn das dennoch. Hatte sie recht und er wollte die beiden nicht zusammen sehen? Wieso? Er hatte ihm geholfen das er heute an dem Punkt stand wo er steht. Er verdrengte die Gedanken schnell. Ein Blick auf das bezaubernde Wesen in seinen Armen genügte.
Sie war ihm nicht nachtragend, dass seine Reaktion so seltsam gewesen war. Und auch über den gestrigen Tag sagte sie kein Wort.
Er war anwesend als es Familieninterne Dinge zu klären gab. Er versuchte den nötigen Abstand zu halten und Hazar dennoch das Gefühl zu geben da zu sein wenn sie ihn brauchte. Trotz allem fühlte es sich komisch an. Jetzt in seinen Armen war alles gut. Die Zeit schien still zu stehen. Wie sich ihre Brust langsam hob und senkte, bei jedem Atemzug. Ihr Kopf an seiner Brust. "Er kann immer noch zu ihm gehen" Liebevoll sah er zu ihr hinab. Er hatte bereits einen Boten zu Zafer geschickt mit der Bitte über Hazar zu reden. Er wollte diese Frau nie wieder verlieren. Nein, er wollte den Rest seines Lebens mit ihr verbringen und am liebsten in dieser Position.
"ich wäre gerne mit dabei", etwas das Zafer zu entscheiden hatte und nicht er. Von seiner Seite aus würde sie ihm die Kraft geben die Verhandlungen zu überstehen. Der Gedanke daran machte ihn ganz schön mulmig. Es war der erste Brautpreis den er verhandeln musste und dann noch sein eigener, für die Frau die er über alles liebte... schicksal...
Ihre Hände legten sich liebevoll an seine Wangen. Der gelöste Schleier bot ihm die Möglichkeit ihr wunderschönes Gesicht zu betrachten. Der Gedanke, dass wenn sie offiziell verlobt waren, er sie sehen durfte und ohne Angst ihre Hand halten durfte löste ein wohliges Kribbeln aus. Hazar senkte ihre Hände mit einem verschmilzten und verlegenen Blick zugleich. Was dachte sie nur? Wie oft hatte er sich das eigentlich in den letzten Wochen gefragt? Zu oft. "ich will das mit den Gedanken auch lernen". "Oh Kadir..." ihr waren die Gedanken also peinlich. Obwohl er es war der vor ihr stand? Sie konnte ihm alles erzählen, es gab nichts wofür sie sich schämen musste.
Jetzt hingegen war er noch viel neugieriger als zuvor. Da stand sie, sah ihn an. Sag es doch... was ging in deinem Kopf umher, schwirrte durch den seinen. Er hatte einen verdacht aber ihn aussprechen? Nein. Was wenn er sich irrte? Viel Zeit zum Nachdenken blieb ihm nicht. Hazar stellte sich auf ihre Zehenspitzen und ehe er sich versah, spürte er ihre sanften Lippen für den hauch eines Moments auf den seinen. Wow... die ganze Zeit über, während er sie in seinen Armen hielt, wollte er genau das tun. Nach dem letzten Mal traute er sich jedoch nicht und hielt sich zurück. Jetzt wusste er, es hatte ihr damals gefallen. Wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte sie nicht gerade seine Lippen geküsst.
Ihre wange röteten sich... wie süß sie war, wenn sie so verlegen vor ihm stand. Sie wird mutiger und eines Tages wird sie sich für nichts mehr vor ihm schämen müssen, schon gar nicht vor solch wunderschönen Dingen. Vor ihr stand der Mann der sie liebt, dachte sie wirklich er würde schlecht von ihr denken nur weil sie ihrem Gefühl nach gab? Er selbst wusste doch wie schwer es war sich zurück zu halten. So schwer....
Sie löste sich aus seinen Armen. Ahh nun war es an ihr die Flucht zu ergreifen. Er schmunzelte, lies sie aber los. Es würde Zeit brauchen und die wollte er ihr lassen. Sie reichte ihm einen Nachttrunk wegen dem sie extra gekommen war. Kokos mit Rum... wieder ein schmunzeln. Jeden tag aufs neue bekam er gezeigt wieso er diese Frau liebt.
Als sie sein Haus verlies stand er da, richtete den Blick auf die Tür und seufzte. Es war so schwer sie ziehen zu lassen. Jeden Tag aufs neue... aber es musste sein, sie würde noch früh genug neben ihm, in seinen Armen einschlafen und am morgen erwachen. Ein Lächeln... ein letzter Gedanke... der Gang ins Bett. Wovon er wohl träumen würde?
Sie setzten sich und Rashid war irgendwie zurück haltend. Jemand hatte ihn also überzeugt das es besser war zurück zu kommen. Faaith? Er hielt sich wie so oft sehr bedeckt. So gern er ihn mochte aber diese Undurchlässigkeit machte das ganze recht anstrengend. "Wie geht es Hazar" Eigentlich wollte Kadir noch gar nichts erzählen, wollte viel lieber wissen wo Rashid gewesen war und wie es ihm erging. Wieso er weg gelaufen war... Was war so schlimm das er nicht darüber reden konnte? War es wirlich nur die Tatsache um Faaith? Kadir wurde das Gefühl nicht los das ihm etwas verschwiegen wurde aber er konnte doch niemanden zwingen ihm etwas zu erzählen.
So blieb ihm also nichts anderes übrig als ihm mit funkelnden Augen zu erzählen wie gut es Hazar ging und das sie sich in ihn verliebt hatte. Die Worte auszusprechen waren noch immer so unwirklich für ihn, fühlten sich aber so gut an... Rashid druckste irgendwie herum... "Das freut mich... sie wird dir eine gute Frau sein". Ja das würde sie aber woran dachte Rashid noch?
Kadir erzählte ihm von der Bibliothek. Eigentlich ging er davon aus, dass Rashid dies freuen und interessieren würde aber die reaktion war seltsam. Er war gerade bei den Ifrey aber nicht um Hazar zu suchen.... er war bei Zahra, hat die Verbände gewechselt. Seine Schilderung klang merkwürdig "Quetschwunden... überall Striemen" Hörte er da etwas unterschwelliges heraus?
Ihm blieb nicht viel Zeit darüber nach zu denken denn es klopfte. Schmunzelnd trat er zur Tür, es war eine der Zeiten in denen gerne Hazar vor der Tür stand und genau so war es... Natürlich nutzte sie den Schlüssel nicht, es war noch etwas zu hell und vermutlich hatte sie die Stimmen gehört. Kadir wäre es egal gewesen. Wenn es nach ihm ging könne jeder erfahren das er sie liebt.
Rashid erhob sich... Hazar bekam das ungute Gefühl das Rashid wegen ihr gehen wollte. Seltsam war das ganze schon. Eben hatte er noch nach ihr gefragt und nun wo sie hier ist, machte er sich aus dem Staub.
Kaum das die Tür zu war, legte Kadir seine Arme um Hazar. Sie sollte sich nicht schuldig fühlen. Rashid war eben Rashid, zum nachdenken brachte ihn das dennoch. Hatte sie recht und er wollte die beiden nicht zusammen sehen? Wieso? Er hatte ihm geholfen das er heute an dem Punkt stand wo er steht. Er verdrengte die Gedanken schnell. Ein Blick auf das bezaubernde Wesen in seinen Armen genügte.
Sie war ihm nicht nachtragend, dass seine Reaktion so seltsam gewesen war. Und auch über den gestrigen Tag sagte sie kein Wort.
Er war anwesend als es Familieninterne Dinge zu klären gab. Er versuchte den nötigen Abstand zu halten und Hazar dennoch das Gefühl zu geben da zu sein wenn sie ihn brauchte. Trotz allem fühlte es sich komisch an. Jetzt in seinen Armen war alles gut. Die Zeit schien still zu stehen. Wie sich ihre Brust langsam hob und senkte, bei jedem Atemzug. Ihr Kopf an seiner Brust. "Er kann immer noch zu ihm gehen" Liebevoll sah er zu ihr hinab. Er hatte bereits einen Boten zu Zafer geschickt mit der Bitte über Hazar zu reden. Er wollte diese Frau nie wieder verlieren. Nein, er wollte den Rest seines Lebens mit ihr verbringen und am liebsten in dieser Position.
"ich wäre gerne mit dabei", etwas das Zafer zu entscheiden hatte und nicht er. Von seiner Seite aus würde sie ihm die Kraft geben die Verhandlungen zu überstehen. Der Gedanke daran machte ihn ganz schön mulmig. Es war der erste Brautpreis den er verhandeln musste und dann noch sein eigener, für die Frau die er über alles liebte... schicksal...
Ihre Hände legten sich liebevoll an seine Wangen. Der gelöste Schleier bot ihm die Möglichkeit ihr wunderschönes Gesicht zu betrachten. Der Gedanke, dass wenn sie offiziell verlobt waren, er sie sehen durfte und ohne Angst ihre Hand halten durfte löste ein wohliges Kribbeln aus. Hazar senkte ihre Hände mit einem verschmilzten und verlegenen Blick zugleich. Was dachte sie nur? Wie oft hatte er sich das eigentlich in den letzten Wochen gefragt? Zu oft. "ich will das mit den Gedanken auch lernen". "Oh Kadir..." ihr waren die Gedanken also peinlich. Obwohl er es war der vor ihr stand? Sie konnte ihm alles erzählen, es gab nichts wofür sie sich schämen musste.
Jetzt hingegen war er noch viel neugieriger als zuvor. Da stand sie, sah ihn an. Sag es doch... was ging in deinem Kopf umher, schwirrte durch den seinen. Er hatte einen verdacht aber ihn aussprechen? Nein. Was wenn er sich irrte? Viel Zeit zum Nachdenken blieb ihm nicht. Hazar stellte sich auf ihre Zehenspitzen und ehe er sich versah, spürte er ihre sanften Lippen für den hauch eines Moments auf den seinen. Wow... die ganze Zeit über, während er sie in seinen Armen hielt, wollte er genau das tun. Nach dem letzten Mal traute er sich jedoch nicht und hielt sich zurück. Jetzt wusste er, es hatte ihr damals gefallen. Wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte sie nicht gerade seine Lippen geküsst.
Ihre wange röteten sich... wie süß sie war, wenn sie so verlegen vor ihm stand. Sie wird mutiger und eines Tages wird sie sich für nichts mehr vor ihm schämen müssen, schon gar nicht vor solch wunderschönen Dingen. Vor ihr stand der Mann der sie liebt, dachte sie wirklich er würde schlecht von ihr denken nur weil sie ihrem Gefühl nach gab? Er selbst wusste doch wie schwer es war sich zurück zu halten. So schwer....
Sie löste sich aus seinen Armen. Ahh nun war es an ihr die Flucht zu ergreifen. Er schmunzelte, lies sie aber los. Es würde Zeit brauchen und die wollte er ihr lassen. Sie reichte ihm einen Nachttrunk wegen dem sie extra gekommen war. Kokos mit Rum... wieder ein schmunzeln. Jeden tag aufs neue bekam er gezeigt wieso er diese Frau liebt.
Als sie sein Haus verlies stand er da, richtete den Blick auf die Tür und seufzte. Es war so schwer sie ziehen zu lassen. Jeden Tag aufs neue... aber es musste sein, sie würde noch früh genug neben ihm, in seinen Armen einschlafen und am morgen erwachen. Ein Lächeln... ein letzter Gedanke... der Gang ins Bett. Wovon er wohl träumen würde?
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Kadir Bashir
Das Gespräch mit Rashid hatte ihr ganz schön zugesetzt. Das er sie jetzt alleine lassen musste gefiel ihm nicht aber welche Wahl hatte er schon? Vieles ging ihm selbst im Kopf herum doch am meisten machte er sich Sorgen um Hazar. So verfasste er einen Brief, den er noch am selben Abend zum Ifreyviertel brachte. Niemand hatte ihn gesehen. Er befestigte den Brief an einem Stein, nicht zu groß aber auch nicht zu klein, er musste schließlich auf ihrem Balkon landen.
Salam meine liebe Hazar,
Unser unglückliches Zusammentreffen heute lies mir keine Ruhe. Ich hoffe Eluive hat dich mit schönen Träumen beschenkt so das du schlafen kannst. Laß nicht immer alles zu nah an dich heran. Dein Herz ist so rein das es schon fast zerbrechlich wirkt. Zuviele Gedanken richten dich zu Grunde. Ich bin froh das ich dich in diesem Zustand fand und dir so, hoffentlich, das Gefühl geben konnte das ich da bin. Ich werde immer da sein Hazar! Meine Wortwahl tut mir von Herzen leid. Du weißt was ich fühle und mir wünsche all das verwirrte mich so. Rashid ist eben Rashid...
So lange wir uns über unsere Gefühle im Klaren sind, die selben Wünsche haben, so lange ist alles gut. Ich liebe dich und ich werde immer bei dir sein. Deine Hand halten und dir die Stärke geben die du brauchst um weiter zu wachsen. Du wirst über all dem stehen denn gemeinsam können wir jede Hürde überwinden.
Träum süß mein hellster Stern
Salam meine liebe Hazar,
Unser unglückliches Zusammentreffen heute lies mir keine Ruhe. Ich hoffe Eluive hat dich mit schönen Träumen beschenkt so das du schlafen kannst. Laß nicht immer alles zu nah an dich heran. Dein Herz ist so rein das es schon fast zerbrechlich wirkt. Zuviele Gedanken richten dich zu Grunde. Ich bin froh das ich dich in diesem Zustand fand und dir so, hoffentlich, das Gefühl geben konnte das ich da bin. Ich werde immer da sein Hazar! Meine Wortwahl tut mir von Herzen leid. Du weißt was ich fühle und mir wünsche all das verwirrte mich so. Rashid ist eben Rashid...
So lange wir uns über unsere Gefühle im Klaren sind, die selben Wünsche haben, so lange ist alles gut. Ich liebe dich und ich werde immer bei dir sein. Deine Hand halten und dir die Stärke geben die du brauchst um weiter zu wachsen. Du wirst über all dem stehen denn gemeinsam können wir jede Hürde überwinden.
Träum süß mein hellster Stern
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Hazar Sevinc Bashir
Als ich am nächsten morgen aufwachte, war mir klar, was ich tun würde.
Kadirs Worte waren einerseits eine grosse Hilfe gewesen auf der andern Seite, sagte er mir gerne, das ich mich nicht verunsichern lassen sollte.
Was also tun?
Ich hatte jedenfalls nicht vor, denKopf in den Sand zu stecken. Ich würde mich jetzt durchprobieren.
Das, was ich am wenigsten wollte, war, dass irgendwas zwischen Kadir und Rashid stand, wegen mir.
Seine worte lösten irgendwas in mir aus, das ich es mir viel zu sehr zu herzen nahm. Aber ich musste wahrscheinlich einfach nur, wie Kadir gesagt hatte, so weiter machen wie bisher.
Er hatte mir meine bisherigen erfolge unter die Nase gehalten, und er hatte recht.
Vielleicht setzte ich mich selber zu sehr unter druck, weil ich alles richtig machen wollte?
Was war denn richtig?
Kopf hoch halten, sehen was passieren würde.
Rashid würde jedenfalls nichts ändern an der tatsache, das ich bei Kadir bleiben wollte.
Da konnte er sich auf den Kopf stellen. Wenn ich ehrlich war, konnte ich mir gut vorstellen das ich auf dem Prüfstand stand.
Konnte er ja gerne tun.
Mal sehen, was noch kommen würde.
Was an diesem Abend bezeichnend war, war die Tatsache, das die hälfte der Bashirs bei uns im haus verweilte.
Kadir wegen mir und Rashid und Nazeeya wegen Zahra.
Aber es war schön zu sehen, das beide Familien zusammen rückten.
So sollte es sein und das machte es für mich einfacher, alle wichtigen Personen um mich zu haben.
Kadirs Worte waren einerseits eine grosse Hilfe gewesen auf der andern Seite, sagte er mir gerne, das ich mich nicht verunsichern lassen sollte.
Was also tun?
Ich hatte jedenfalls nicht vor, denKopf in den Sand zu stecken. Ich würde mich jetzt durchprobieren.
Das, was ich am wenigsten wollte, war, dass irgendwas zwischen Kadir und Rashid stand, wegen mir.
Seine worte lösten irgendwas in mir aus, das ich es mir viel zu sehr zu herzen nahm. Aber ich musste wahrscheinlich einfach nur, wie Kadir gesagt hatte, so weiter machen wie bisher.
Er hatte mir meine bisherigen erfolge unter die Nase gehalten, und er hatte recht.
Vielleicht setzte ich mich selber zu sehr unter druck, weil ich alles richtig machen wollte?
Was war denn richtig?
Kopf hoch halten, sehen was passieren würde.
Rashid würde jedenfalls nichts ändern an der tatsache, das ich bei Kadir bleiben wollte.
Da konnte er sich auf den Kopf stellen. Wenn ich ehrlich war, konnte ich mir gut vorstellen das ich auf dem Prüfstand stand.
Konnte er ja gerne tun.
Mal sehen, was noch kommen würde.
Was an diesem Abend bezeichnend war, war die Tatsache, das die hälfte der Bashirs bei uns im haus verweilte.
Kadir wegen mir und Rashid und Nazeeya wegen Zahra.
Aber es war schön zu sehen, das beide Familien zusammen rückten.
So sollte es sein und das machte es für mich einfacher, alle wichtigen Personen um mich zu haben.
Zuletzt geändert von Hazar Sevinc Bashir am Freitag 19. Juli 2013, 20:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Kadir Bashir
Ich wünschte ich könnte ich Worte fassen wie sehr ich sie liebe. Hier liege ich, allein in meinem Bett und das einzige an das ich denken kann ist sie. Ihr Lachen, ihre roten Wangen, ihr schmunzeln, ihre freche Art, wie sie sich bewegt. Es ist als würde mein Unterbewusstsein alles wie ein Schwamm aufsaugen. Genau für diese Momente.
Heute war einer jener Tage an dem wir uns zurück halten mussten. Artig lies sie ein Kissen zwischen uns frei. Verstohlene Blicke... sie nicht zu berühren... Wann Zafer wohl Zeit finden würde? Hatte er mein Schreiben schon erhalten? Wie süß es war, dass selbst sie inzwischen wollte, dass ich mit Zafer rede. Sie will sich nicht mehr verstecken. Zunehmend fällt es auch ihr schwerer.
Mit jedem Tag der vergeht wird mir bewusst, dass sie mich wirklich liebt. Sie hat sich für mich entschieden... sie wird meine Frau werden. Macht sie sich wirklich sorgen darüber, dass sie mich auf Dauer nicht "schwach" machen könnte? Wenn sie nur ahnen würde welche Wirkung sie auf mich hat. Ob es etwas neues gibt, fragte Aaminah. Oh ja... unsere Herzen hatten sich getroffen und würden einander nie wieder los lassen. Der Entschluß war gefallen, dass wir gemeinsam alt werden wollten. ABER ich musste still halten. Welch Glück das ich erst habe Hazar antworten lassen. Es wäre nicht klug gewesen mit ihnen zu reden, ehe Zafer etwas weiß.
So lange Rashid dort war, war es merkwürdig... ich hatte für mich entschieden Rashid Rashid sein zu lassen und nicht weiter darüber nach zu denken. Hazars Sorge das sie sich zwischen uns stellen könne ist rührend aber unbegründet. Er wird immer mein Vetter bleiben und sie immer die Frau die ich liebe. Wenn der Zeitpunkt kommt an dem ich auf den Tisch hauen muss, so wird es geschehen aber nur um eben jene Kluft nicht aufkommen zu lassen. Wer weiß, vielleicht würde sich nun wo alles geklärt war auch sein Verhalten wieder bessern.
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Ein Blick, ein Lächeln und mit einem mal dunkelrot gefärbte Wangen und ihr Blick senkte sich. Irgendwann... aiwa irgendwann würde ich erfahren welcher Gedanke ihr diese Röte ins Gesicht getrieben hatte. Ich würde sie nicht drängen, ich wusste wie schwer ihr diese Dinge fallen. Ich hätte einen verdacht äussern können aber dann wäre sie nur noch verlegener geworden und so lies ich es auf sich beruhen.
Wenn sie bereit war würde ich alles erfahren.
Sollte ich zu ihr? Ich könnte den Balkon hinauf klettern... Seufzend lies ich mich zurück sacken... keine gute Idee. Wenn Zafer mich erwischt, wäre jegliche Verhandlung schon im Voraus zum Scheitern verurteilt und ich wollte sie schließlich nicht verlieren. Mein Stern, meine Heimat, meine Hazar, meine zukünftige Frau...
Wie schön jene Worte klingen... Meine Augen fielen zu und Eluive beschenkte mich mit einem wundervollen Traum.
- [img]http://u.jimdo.com/www8/o/sdb361a1c783a6875/img/i8b917385adaea29b/1309191715/std/image.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Kadir Bashir am Donnerstag 18. Juli 2013, 13:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Hazar Sevinc Bashir
Meinem Bewegungsdrang war noch lange nicht zur völligen Zufriedenheit nachgegeben, aber ich musste einfach ein wenig laufen.
Er war so süß.
Ich war gerade in seinem Haus angekommen, und hatte es mir ein wenig gemütlich gemacht, als die Haustüre ein weiteres Mal aufging.
Er war offenbar genauso überrascht wie ich, aber ein spitzbübisches Lächeln zierte nach einigen Momenten seine Züge.
Wie sehr ich dieses Lächeln liebte.
Eine Überraschung habe er für mich und wollte mich so oder so holen kommen, um mich zu entführen, und so packte er meine Hand und zog mich aus dem Haus.
Ich folgte ihm quer durchs Bashirgelände, ehe mich Richtung Strand ein Weg aus beidseitig in den Sand gesteckten Fackeln erwartete, und Kadir mir den Vortritt lies.
Um jede Fackel herum, waren behelfsmäßig kleine Sterne in den Sand gemalt, so das die Mitte des Sternes die Fackel war.
Das alleine lies mein Herz schon höher schlagen.
Er konnte so süß sein.
Vorsichtig schritt ich den Weg entlang, durch die flackernden Fackeln, völlig gebannt nach vorne sehend. Was hatte sich dieser verrückte Mann nur ausgedacht?
Als der Weg breiter wurde, gab das tanzende Licht einen Teppich preis.
Geschmückt mit Kerzen, Blumen, Kissen und einem stattlichen Picknickkorb.
Ich blieb stehen.
Ich musste alles in mich aufsaugen, jedes Detail, jede Kleinigkeit.
Das leise Rauschen des Meeres, die fast untergegangene Sonne, die Blumen, einfach alles.
[img]http://up.picr.de/15228416kk.jpg[/img]
„Willst du hier stehen bleiben?“ Erklang der neckische Satz hinter mir.
Aiwa, ich wollte hier stehen bleiben, wollte alles genießen, wollte den Moment in mein Gehirn brennen, dafür sorgen, dass ich nie wieder vergaß.
Nach einigen Momenten schritt ich dann weiter auf den Teppich zu, nur um mich vorsichtig auf eines der Kissen nieder zu lassen.
Es war unbeschreiblich schön, und wie zu erwarten, hatte er sich etwas dabei gedacht.
Als er begann, leise und einfühlsam zu sprechen, war ich völlig von seinen Worten gebannt.
Diese Stelle war keinesfalls unbedacht gewählt.
Auf der Gegenüberliegenden Seite hatte er mir seine Gefühle gestanden, seinen Traum erzählt.
Ein Moment, der damals so verwirrend war, mit so viel Angst in meinem Inneren verbunden war.
Hier, genau hier hatte ich ihm nach der Hochzeit von Malaika und Gassur gesagt, dass ich meine Entscheidung getroffen hatte.
Meine Wahl für mein Herz und damit für ihn.
„Hier hast du mir gesagt das du Gefühle hast,es war wie ein Traum Hazar... darum und nur darum
habe ich so reagiert wie ich reagiert hatte. Du hast eine Entscheidung getroffen, aber ich hatte dich nie gefragt Hazar, ich hatte nie gefragt ob du an meiner Seite sein willst. Ich hatte dir versprochen nicht ohne deine Einwilligung zu Zafer zu gehen, das ich dir Zeit gebe, aiwa…
Und als es soweit war, war es wie selbstverständlich.“
Mein Herz schlug deutlich schneller, ich konnte nicht anders, als regungslos zu verharren, auf seine Worte zu warten
“Hazar Sevinc Blüte der Ifrey…
Willst du dein Leben mit mir teilen? Mit mir gemeinsam alt werden? Dich von mir nerven, trösten und ärgern lassen und vor allem von mir geliebt werden?“
Wie hätte ich nein sagen können?
Es war doch für mich schon klar. Und doch auch für ihn war es klar.
Aber es war keine Selbstverständlichkeit.
Ich hatte an dem Abend, als ich ihm alles gestanden hatte, ein mulmiges Gefühl gehabt, ich hatte eine andere Reaktion erwartet, aber ich konnte verstehen, wieso er so gewesen war.
Auch er musste erst mal alles für sich verarbeiten.
Ich war nicht die einzige, die es langsam angehen lassen wollte, die sich sicher sein wollte. Auch wenn er seine Gefühle viel schneller ergründet hatte, als ich.
Auf meine leise Antwort hin, beugte er sich vor und hauchte mir einen Kuss auf die Wange, ganz brav, auf den Schleier.
Er war so voller Tatendrang.
Ich konnte ihm regelrecht ansehen, dass er noch mehr ausheckte.
„Ich muss noch etwas mit dir besprechen..“
Oha, jetzt würde es kommen.
Verrückter Kerl…
Er stand, grinsender weise auf und schlenderte voran.
Voran in ein leeres Haus.
Ich konnte seine Vorfreude spüren.
Ausnahmsweise war er es, der durch den Raum lief und mir alles zeigte.
„Ich möchte hier mit dir neu anfangen, alles andere hinter mir lassen, damit du dich wohl fühlst.“, hach, er konnte ja so süß sein.
Oben war Platz für das Schlafzimmer, einige Kleiderschränke, und es gab einen kleinen Balkon, von dem aus man aufs Meer sehen konnte.
Unten Platz für die Küche, einen Essbereich, vielleicht sogar das ein oder andere Bücherregal, gefüllt mit Büchern die nicht für die Bibliothek passend waren, einige meiner Schriften…
Seine Vorfreude war ansteckend, sein lächeln bescherte mir ein angenehmes Kribbeln im Bauch.
‚Erst mit Zafer reden….‘ ging es mir durch den Kopf.
„Es wird alles noch eine Weile dauern“, sagte ich und er nickte.
Aiwa, es würde dauern, da waren wir uns beide einig, aber das war eine Zukunftsvision, die mir mehr als gefiel.
„Du bist verrückt..“, ich konnte nicht anders, ich musste es ihm sagen. Und er nahm mich in den Arm und flüsterte mir leise zu: „Aiwa, nach dir“
Da war es wieder.
Das rasante Herzklopfen, das Zittern der Hände, das Kribbeln im Bauch.
Ich würde mich nie an dieses Gefühl gewöhnen.
Drei kleine Worte und es war, als hätte er meine ganze Welt verdreht.
Ich hatte alles richtig gemacht.
Und diese Momente zeigten mir immer und immer wieder, warum.
Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden.
Clemens Brentano
Er war so süß.
Ich war gerade in seinem Haus angekommen, und hatte es mir ein wenig gemütlich gemacht, als die Haustüre ein weiteres Mal aufging.
Er war offenbar genauso überrascht wie ich, aber ein spitzbübisches Lächeln zierte nach einigen Momenten seine Züge.
Wie sehr ich dieses Lächeln liebte.
Eine Überraschung habe er für mich und wollte mich so oder so holen kommen, um mich zu entführen, und so packte er meine Hand und zog mich aus dem Haus.
Ich folgte ihm quer durchs Bashirgelände, ehe mich Richtung Strand ein Weg aus beidseitig in den Sand gesteckten Fackeln erwartete, und Kadir mir den Vortritt lies.
Um jede Fackel herum, waren behelfsmäßig kleine Sterne in den Sand gemalt, so das die Mitte des Sternes die Fackel war.
Das alleine lies mein Herz schon höher schlagen.
Er konnte so süß sein.
Vorsichtig schritt ich den Weg entlang, durch die flackernden Fackeln, völlig gebannt nach vorne sehend. Was hatte sich dieser verrückte Mann nur ausgedacht?
Als der Weg breiter wurde, gab das tanzende Licht einen Teppich preis.
Geschmückt mit Kerzen, Blumen, Kissen und einem stattlichen Picknickkorb.
Ich blieb stehen.
Ich musste alles in mich aufsaugen, jedes Detail, jede Kleinigkeit.
Das leise Rauschen des Meeres, die fast untergegangene Sonne, die Blumen, einfach alles.
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„Willst du hier stehen bleiben?“ Erklang der neckische Satz hinter mir.
Aiwa, ich wollte hier stehen bleiben, wollte alles genießen, wollte den Moment in mein Gehirn brennen, dafür sorgen, dass ich nie wieder vergaß.
Nach einigen Momenten schritt ich dann weiter auf den Teppich zu, nur um mich vorsichtig auf eines der Kissen nieder zu lassen.
Es war unbeschreiblich schön, und wie zu erwarten, hatte er sich etwas dabei gedacht.
Als er begann, leise und einfühlsam zu sprechen, war ich völlig von seinen Worten gebannt.
Diese Stelle war keinesfalls unbedacht gewählt.
Auf der Gegenüberliegenden Seite hatte er mir seine Gefühle gestanden, seinen Traum erzählt.
Ein Moment, der damals so verwirrend war, mit so viel Angst in meinem Inneren verbunden war.
Hier, genau hier hatte ich ihm nach der Hochzeit von Malaika und Gassur gesagt, dass ich meine Entscheidung getroffen hatte.
Meine Wahl für mein Herz und damit für ihn.
„Hier hast du mir gesagt das du Gefühle hast,es war wie ein Traum Hazar... darum und nur darum
habe ich so reagiert wie ich reagiert hatte. Du hast eine Entscheidung getroffen, aber ich hatte dich nie gefragt Hazar, ich hatte nie gefragt ob du an meiner Seite sein willst. Ich hatte dir versprochen nicht ohne deine Einwilligung zu Zafer zu gehen, das ich dir Zeit gebe, aiwa…
Und als es soweit war, war es wie selbstverständlich.“
Mein Herz schlug deutlich schneller, ich konnte nicht anders, als regungslos zu verharren, auf seine Worte zu warten
“Hazar Sevinc Blüte der Ifrey…
Willst du dein Leben mit mir teilen? Mit mir gemeinsam alt werden? Dich von mir nerven, trösten und ärgern lassen und vor allem von mir geliebt werden?“
Wie hätte ich nein sagen können?
Es war doch für mich schon klar. Und doch auch für ihn war es klar.
Aber es war keine Selbstverständlichkeit.
Ich hatte an dem Abend, als ich ihm alles gestanden hatte, ein mulmiges Gefühl gehabt, ich hatte eine andere Reaktion erwartet, aber ich konnte verstehen, wieso er so gewesen war.
Auch er musste erst mal alles für sich verarbeiten.
Ich war nicht die einzige, die es langsam angehen lassen wollte, die sich sicher sein wollte. Auch wenn er seine Gefühle viel schneller ergründet hatte, als ich.
Auf meine leise Antwort hin, beugte er sich vor und hauchte mir einen Kuss auf die Wange, ganz brav, auf den Schleier.
Er war so voller Tatendrang.
Ich konnte ihm regelrecht ansehen, dass er noch mehr ausheckte.
„Ich muss noch etwas mit dir besprechen..“
Oha, jetzt würde es kommen.
Verrückter Kerl…
Er stand, grinsender weise auf und schlenderte voran.
Voran in ein leeres Haus.
Ich konnte seine Vorfreude spüren.
Ausnahmsweise war er es, der durch den Raum lief und mir alles zeigte.
„Ich möchte hier mit dir neu anfangen, alles andere hinter mir lassen, damit du dich wohl fühlst.“, hach, er konnte ja so süß sein.
Oben war Platz für das Schlafzimmer, einige Kleiderschränke, und es gab einen kleinen Balkon, von dem aus man aufs Meer sehen konnte.
Unten Platz für die Küche, einen Essbereich, vielleicht sogar das ein oder andere Bücherregal, gefüllt mit Büchern die nicht für die Bibliothek passend waren, einige meiner Schriften…
Seine Vorfreude war ansteckend, sein lächeln bescherte mir ein angenehmes Kribbeln im Bauch.
‚Erst mit Zafer reden….‘ ging es mir durch den Kopf.
„Es wird alles noch eine Weile dauern“, sagte ich und er nickte.
Aiwa, es würde dauern, da waren wir uns beide einig, aber das war eine Zukunftsvision, die mir mehr als gefiel.
„Du bist verrückt..“, ich konnte nicht anders, ich musste es ihm sagen. Und er nahm mich in den Arm und flüsterte mir leise zu: „Aiwa, nach dir“
Da war es wieder.
Das rasante Herzklopfen, das Zittern der Hände, das Kribbeln im Bauch.
Ich würde mich nie an dieses Gefühl gewöhnen.
Drei kleine Worte und es war, als hätte er meine ganze Welt verdreht.
Ich hatte alles richtig gemacht.
Und diese Momente zeigten mir immer und immer wieder, warum.
Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden.
Clemens Brentano
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Kadir Bashir
- Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.
Seit Tagen schon fühlte ich mich als würde ich auf Wolken schweben. Diese unbeschreibliche Frau hatte eine unbeschreibliche Wirkung auf mich. Mit jeder Stunde, jedem Tag der verstrich freute ich mich mehr darauf, dass sie meine Frau werden würde. Zafer hatte zwar noch immer keine Zeit gefunden aber all das waren Formalitäten die bei uns dazu gehören. Das wichtigste hatte ich bereits, ihr Herz, ihre Liebe und das für immer.
Den ganzen Tag über hatte ich überlegt was ich tun könnte um ihr auch nur annähernd zu zeigen was sie mir bedeutet. Es dauerte nicht lange und ich hatte die Idee... und die Zeit dazu sie umzusetzen. Ich machte mich sogleich auf den Weg zu Malaika um sie zu bitten einen Teppich und Kissen für mich zu machen. Der nächste Weg führte zu Naischa. Ich brauchte Blumen, Unmengen von Blumen. Die Fackeln hatte ich, Eluive sei dank, schon vor einiger Zeit hergestellt. Das köstliche Essen nahm ich aus dem Haus mit und machte mich mit all den Sachen auf den Weg ans Wasser, nahe unseres Viertels. Mit je einem Schritt Abstand stellte ich die Fackeln auf, so dass ein kleiner Weg von den Häusern zum Wasser entstand. Am Ende des Wegs hatte ich den Teppich ausgelegt und einige Kissen darauf drapiert, es sollte schließlich auch gemütlich sein.
All das Essen und Trinken welches ich eingepackt hatte, stand schön angerichtet in dem kleinen Picknickkorb. Die Blumen verteilte ich, samt der Kerzen rings um den Teppich herum. Viel mehr Arbeit war es die kleinen Sterne in den Sand zu malen. Wie einfach es bei ihr aussah, sie wäre damit um Längen schneller fertig gewesen aber sie war schließlich auch eine Hadri und ich nur ein Salzschürfer.
Als alles fertig war, betrachtete ich es. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals, ich war so aufgeregt und eigentlich gab es doch gar keinen Grund dazu
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Ich musste noch einmal schnell nach Hause und wollte mich direkt auf den Weg, zum Haus der Ifrey, machen. Als ich jedoch meine Tür passierte fiel mein Blick auf diese bildschöne Frau, die in meiner Küche wuselte. Sie summte vor sich hin. Wenn ich nicht bereits so einen Lärm gemacht hätte, hätte ich sie einfach still betrachtet. Ihr langes schwarzes Haar fiel über ihre Schultern, der Schleier lag irgendwo bei ihrem Kopftuch auf der Theke. Mein Herz klopfte immer schneller als ich ihr sagte dass ich sie eigentlich gerade abholen wollte um ihr etwas zu zeigen. Ich wusste ja wie neugierig sie war und so dauerte es keine 10 Sekunden bis sie um die Theke gelaufen war und noch im Gehen ihren Schleier samt Kopftuch umlegte. Meine kleine neugierige Hazar...
Ohne darüber nach zu denken kam sie mit mir. Als wir den Torbogen erreicht hatten blieb ich stehen. Die Fackeln brannten alle und hüllten den Sand in ein leuchtendes gelbes und rotes Licht. Im zarten Lichtschein konnte man die Sterne erkennen, die beholfen in den Sand gemalt waren. Ihr die Sterne vom Himmel holen...
Sie blieb stehen "du bist verrückt Kadir" oh ja ich war verrückt, ich bin verrückt... verrückt nach ihr. Nur langsam ging sie weiter und setzte sich letztendlich auf eines der Kissen.
Ihre großen Augen strahlten mich an. So sah also Glück aus. In ihren Augen konnte ich es sehen, in ihrer Nähe konnte ich es fühlen und ich würde es nicht wieder gehen lassen.
Wir waren uns bewusst über unsere Gefühle und wohin jene führen würden. Wir hatten darüber gesprochen das ich zu Zafer gehen und um ihren Preis handeln würde, dass sie eine Bashir werden würde aber all das kam so fließend, dass ich das Gefühl hatte ich hatte etwas wichtiges vergessen. Etwas das diese liebreizende Blüte verdient hatte. Dicht vor ihr sitzend lies ich mein Herz sprechen. Ich sagte ihr was ich fühle...
„Hazar Sevinc Bluete der Ifrey willst du dein Leben mit mir teilen? Mit mir gemeinsam alt werden? Dich von mir nerven, trösten und ärgern lassen und vor allem von mir geliebt werden?“
Ihre Hand lag in meiner, als wollte sie mir Kraft geben all das einfach fliesen zu lassen. Ihr Blick ruhte, mit funkelnden Augen auf mir. Sie hatte recht, sie hatte so vieles bereits gelernt. Sie schreckte vor solchen Worten, solchen Fragen, nicht einfach mehr zurück. Senkte nicht verlegen den Kopf und schon gar nicht versuchte sie die Flucht zu ergreifen.
„Aiwa, Kadir, ich möchte nichts lieber als das“... nichts lieber als das, hallte es immer und immer wieder in meinem Kopf, in meinem Herzen, in meinem Magen. Überall spürte ich dieses kribbeln, überall in mir spürte ich ihre Anwesenheit, ihre Liebe...
Ich konnte nicht anders als ihr einen sanften Kuss auf ihre Wange zu hauchen. Nichts großes aber auch nicht so klein als hätte es keine Bedeutung gehabt. Es tat ihr so leid was sie mir alles zugemutet hatte. Es war eine schwere Zeit gewesen aber wenn ich sie nun hier so vor mir betrachtete und mir vorstellte, dass sie meine Frau werden wird, dann hat sich all das gelohnt. Und genau aus diesem Grund musste ich es ihr zeigen...
Sie sah mich etwas ungläubig an, ganz nach der Devise „was kommt denn jetzt noch“. Ich war eben immer für eine Überraschung gut und hierbei war ich wirklich gespannt auf ihr Gesicht, auf ihre Reaktion. Es war ein Haus frei geworden. Ein Haus das näher am Ifreyviertel lag als das meine. Es war etwas größer, schöner geschnitten und genau das richtige zu Hause. Als wir die Tür betraten packte mich die Euphorie, die ich schon spürte als ich am Nachmittag alleine hier war. Dies war der Ort an dem ich gemeinsam mit ihr neu anfangen wollte. Es sollte unser zu Hause werden, nicht meines in das sie einfach mit einziehen würde. Unseres...
Die Vergangenheit hinter sich lassen. Mit ihr zusammen neu anfangen, ein wundervolles Leben beginnen. Hier konnte sie sich mit einbringen, ihre Ideen, ihre Wünsche. Ihr zu Hause, unseres...
- „Wenn dir der Mensch begegnet, mit dem du deine Vergangenheit vergisst, bedeutet er deine Zukunft"
Dies war die erste richtige Entscheidung die wir gemeinsam getroffen hatten. Nebst der Tatsache das wir den Rest unseres Lebens gemeinsam verbringen wollten.
Ich streckte die Hand nach ihr aus und zog sie ganz dicht an mich, in meine Arme. Dort wo ich sie spüren wollte, dort wo ich sie jetzt in diesem Moment haben wollte. Ganz nah bei mir
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Geduld... manchmal leicht, manchmal schwer. Jetzt gerade schwer... meine Hand löste ihren Schleier. Kein Zucken, kein regen. Sie hob den Kopf etwas an und unsere Blicke trafen sich. Tausend kleine Ameisen liefen mir über die Haut. Mein Herzschlag beschleunigte sich. Meine Hand ruhte still unter ihrem Kinn. Herz oder Verstand? Herz oder Verstand? Schnell erkannte mein Verstand die Ironie und entschied sich seinem Gefühl zu folgen. Ich legte meine Lippen sanft auf die ihren. Kein Fordern, kein Drängen, nichts überstürzen... doch mit jeder Sekunde die verging und meine Lippen auf den ihren ruhten spürte ich wie das Verlangen größer wurde. Sie küssen... jetzt, hier... all meine Liebe in diesen Kuss legen... Ich musste mich lösen... jetzt, ehe es zu spät war und ich zu weit ging.
Mein Herz schien aus meiner Brust zu springen, meine Hände zitterten. Noch nie zuvor war dieses Gefühl, dieses Verlangen so stark gewesen... was war anders? Die Träumerei? Die Euphorie? Die Vorfreude? Mir blieb keine Wahl, ich musste sie fort schicken, nach Hause... unabhängig davon das es in der Tat spät geworden war wollte ich einfach nicht riskieren, dass meine Schwäche den Sieg darüber errang. Noch nicht, Geduld Kadir, Geduld... gib ihr Zeit...
„Du musst gehen“ hauchte ich mit bebender Stimme und hoffte, sie würde es nicht falsch verstehen. Ein Biss auf ihre Unterlippe, ein sachtes Nicken, tiefes ein und ausatmen. Was ging in ihrem Kopf vor? Hätte ich es doch wagen sollen? Nein Kadir, es war richtig so gewesen... die Zeit hierfür war noch nicht gekommen. Geduld...
„Morgen will ich deine Träume hören“ sie würde also wieder kommen. Die Hoffnung ebbte auf, dass sie es genau so verstanden hatte wie es gemeint war. Auf dem Balkon sah ich ihr nach, wie sie in der Nacht verschwand. Tiefes ein und ausatmen. Wie gut die Nachtluft tat. Sie würde mich beruhigen, mich auf den Boden zurück holen... Es lohnt sich... das warten wird sich lohnen, so wie es sich gelohnt hat auf ihr Herz zu warten...
Zuletzt geändert von Kadir Bashir am Freitag 19. Juli 2013, 21:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Hazar Sevinc Bashir
Ich ließ mich ins Bett fällen.
Es war schon sehr spät aber meine Müdigkeit war wie weggeblasen.
Irgendwas stimmte nicht. Auf dem Markt der Kaluren war er schon still gewesen, und auf dem Heimweg bat Imraan mich noch um einen Gefallen, also brauchte ich ein wenig länger.
Und doch führte mich mein Weg, weg von dem interessanten Gespräch mit Imraan und hin zu Kadir.
Nicht nur, weil ich sehen wollte, was er aus dem Haus gemacht hatte, sondern um noch einige Momente mit ihm alleine zu haben.
Auch wenn Shyra sehr direkt ausgesprochen hatte, was wir so noch nicht zu zeigen wagten. Noch müssten wir in der öffentlichkeit aufpassen, noch hatten keine Verhandlungen stattgefunden und es gehörte sich nun mal nicht in unserer Kultur.
Als ich bei ihm ankam, war er noch stiller als auf dem Markt.
Er lächelte nicht, war ganz in sich gekehrt.
Wo war mein Kadir?
Was war passier?
Er sprach nicht mit mir, teilte nicht seine Sorgen mit mir, was ich nicht verstand. Hatte es etwas mit mir zu tun?
Welch egoistischer Gedanke, es konnte sich nicht alles um mich drehen, und doch hatte ich Sorge, irgendwas falsch gemacht zu haben.
Die Einladung für Yora...
Die Blicke zu Imraan, weil er genau so neugierig war, wie ich...
Das ich mich während der Verlosung neben den Hadcharim gestellt hatte, um Naischa nicht komplett die Sicht zu nehmen, wenn ich mich neben Kadir und damit direkt vor Sie stellte.
Vielleicht war er wirklich böse?
Vielleicht war aber auch etwas anderes passiert, von dem ich nichts ahnte?
Nur mühsam hatte er sich ein schmunzeln abringen können, ganz im Gegensatz zu sonst, wo er eigendlich ein recht fröhlicher Mann war.
vor allem, wenn ich da war, hatte er nie schlechte laune gehabt, nicht nachdem klar war, das wir unser Leben teilen wollten.
Ich würde ihn morgen besuchen, würde fragen, was los war. Aber die fortgeschrittene Stunde, und die Tatsache, das ich schon lange hätte wieder zu Hause sein sollen, waren unabdingbar und sorgten dafür, das ich die Vernunft walten ließ.
Noch konnte ich nicht hier bleiben. Noch nicht.
Ich fiel in einen unruhigen Schlaf.
Heute würde ich nicht so gut schlafen, wie die letzten Nächte.
Zuletzt geändert von Hazar Sevinc Bashir am Montag 22. Juli 2013, 21:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Kadir Bashir
„wer sich in Frage stellt muss die Antworten ertragen“Anke Maggauer-Kirsche
Ein schreckliches Gefühl das sich in meiner Brust breit macht. Ich will es nicht. Ich will es nicht in meinem Kopf, nicht in meiner Brust, ich will es gar nicht. Woher stammt es? Wozu ist es da? Wieso jetzt? Sollte nicht alles gut sein? Noch vor wenigen Tagen war ich der glücklichste Mann des Landes und heute? Heute wollte ich nur noch alleine sein. Jetzt wo ich es war gefiel mir dieser Zustand jedoch auch nicht. Natürlich hatte Hazar vorhin direkt bemerkt das etwas nicht stimmte. Wie gut sie mich doch kannte… erschreckend? Schön? Schwer zu zuordnen, was an meinem Wirrwarr im Kopf liegen konnte. Ich versuchte Schlaf zu finden aber an Schlaf war nicht zu denken, denn sobald ich die Augen schloss spielten meine Gedanken verrückt und diese Bilder… Mein Verstand spielte mir einen Streich, mir das einzugestehen war nicht so einfach.
Es war schon so spät als sie kam. Hätte ich ihr etwas sagen sollen? Hätte ich sie fragen und direkt darauf ansprechen sollen? Aber was genau sollte ich ihr sagen? Das ich das Gefühl habe nicht gut genug für sie zu sein? Das ich mich fehl am Platz gefühlt hatte? Das ich nicht verstand wieso sie bei der Auslosung direkt neben Imraan und nicht neben mir stand? Ich war ein erwachsener Mann ich sollte mich nicht mit solchen Dingen befassen, die eigentlich so albern sind. Wieso versteht mein Herz das nicht?
Er war ein guter Freund, vielleicht der beste und ich mochte ihn. Ich hatte gehofft das sie sich gut verstehen würden und nun wo es so war zweifelte ich an mir? Imraan wollte doch gar keine Frau… aber Hazar war auch nicht irgendeine Frau. Ich wollte mich auch nicht verlieben und doch hatte ich keine Chance ihrem Charme und ihrem Wesen zu entgehen. Schon nach dem Kennenlernen war ein seltsamer Beigeschmack vorhanden, völlig irrational. Schnell wieder verworfen…
Heute als die Thyrin bei uns stand und sie sich gemeinsam über das Lied, die Magie, die Ahnen unterhielten fühlte ich mich unwohl. Ich schwieg, sollten sie mal reden. Ich verstand nichts davon. Ich bin ein einfacher Salzschürfer, gut Handelsminister, Oberhaupt meiner Familie, schön und gut, kein Omar, kein Liedweber, kein Hadrachim…
Mir entgingen die Blicke von Imraan nicht. Ob sie was zu bedeuten hatten, schwer zu sagen. Woher sollte ich auch wissen was in seinem Kopf vorging, ich war zu sehr mit meinem eigenen beschäftigt. Sie lachte, sie mochte ihn. War es nicht gut das sie meinen Freund mag? Sie wollten sich treffen um das Thema zu vertiefen… Imraan, die Thyrin und Hazar, sofern bei unserem Treffen mit den Thyren keine Zeit dafür blieb. Ich wollte dort nur noch fort aber die Auslosung war noch nicht vorüber. Wir standen alle beisammen als es los ging. Als ich irgendwann zur Seite blickte standen die beiden etwas Abseits… ein seltsamer Anblick. Interprätiere ich zu viel hinein?
Ich war froh als es vorbei war und Hazar und ich uns auf den Weg zurück machten. Kurz vor dem Pass trafen wir auf Imraan, natürlich begleitete er uns und es sprach auch nichts dagegen. Er war mein Freund… Als er sie jedoch fragte ob sie sich in der Alchemie auskennen würde und ihm Tränke mischen kann klinkte ich mich aus. Mir reichte es für den heutigen Tag, ich wollte alleine sein. Ich ritt Schnur stracks nach Hause. Ablenkung, das war was ich brauchte und so machte ich mich daran die Schränke aufzustellen. Während ich das Haus einrichtete, in dem wir gemeinsam wohnen wollten plagten mich all diese Gedanken… ergab das Sinn? Sie sagte mir doch, dass sie mit mir den Rest meines Lebens verbringen möchte. Wieso sollte sich das nun geändert haben? Nur weil sie nun Imraan kennengelernt hatte? Weil er sie verstand, sie von ihm so viel lernen konnte…
Ich war gerade dabei die Vorhänge aufzuhängen als ich ihre Stimme hörte. Zwiespalt… froh darüber sein das sie hier ist, bei mir.. sie sehen wollen und doch allein sein wollen. Ich war zurück haltend, kurz angebunden. Selbst als ihre Hand auf meiner Brust ruhte konnte ich kaum reagieren. Sie in die Arme schließen… wieso habe ich es nicht einfach getan? Weil ich mir selbst im Weg stand. Weil meine Gefühle verrücktspielen. Weil die Angst, die Frau zu verlieren die ich so sehr liebe, mich keinen klaren Gedanken mehr fassen lies. Woher kommen all jene Zweifel? Wieso schüchterte mich all das ein?
Es machte keinen Sinn… ich konnte nicht schlafen. Jeder einzelne Gedanke in diesem Bett trieb mich zum Wahnsinn. So beschloss ich aufzustehen und das Haus, unser Haus, fertig einzurichten. Egal wie einfach nur ablenken, ablenken und keine Gedanken mehr an diesen Mist vergeuden. Ich würde früh genug daran erinnert werden, spätestens wenn sie mich wieder fragen würde was los sei… Ich wollte und konnte nicht unehrlich zu ihr sein. Selbst wenn ich mir schon jetzt ihren Blick vorstellen konnte…
„Meide das Urteilen über dich selbst und vor allem das Vergleichen deiner selbst mit andern. Vergleiche dich nur mit der Vollkommenheit.
Leo (Lew) Nikolajewitsch Graf Tolstoi
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Kadir Bashir
Wie gut das das geklärt war. Er hätte gleich mit Hazar reden sollen aber es war so spät gewesen und er wollte nicht das sie Ärger bekam, wenn sie noch später nach Hause kommen würde. Sie war so süß gewesen... wie sie ihn ansah als er als Grund für seine schlaflose Nacht sein neues Bett vorschob. Prompt packte sie ihn an der Hand und führte ihn nach oben.
Er war sich nicht sicher was sie vor hatte aber schliesslich vertraute er ihr. "Du sollst dich schon mal dran gewöhnen". Die Worte gefielen ihm. Sie zog den Vorhang beiseite, hob ihn für Kadir offen und setzte sich auf die Kissen. Ehe er sich versah legte sie sich einfach zurück und sah ihn an. Die Gedanken in seinem Kopf rotierten noch immer. Er wollte sich am liebsten an sie schmusen, sie fest halten aber irgendwas hielt ihn ab. So legte er sich erst einmal einfach zurück, hatte hier aber nicht mit Hazar gerechnet. Kaum das er lag rückte sie näher, schmiegte ihren Kopf an seine Schulter und ihre Hand auf seine Brust.
"Dich atmen hören. Dich fühlen. Dich lieben. In deiner Nähe ertrinken wollen."
Kribbeln, Herzklopfen, wohlige Schauer... da waren sie, die Gefühle die er so mochte, wenn sie in seiner Nähe war. Die Gefühle die er nie wieder missen wollte. Genieß es, versuchte er sich immer wieder in den Kopf zu rufen aber er wusste, so lange jene Sache nicht aus der Welt war würde er es nicht genießen können, nicht so wie sonst und das hatte sie nicht verdient. Natürlich fragte sie erneut was los sei mit ihm. Kurzes Schweigen, ein seufzen... wie findet man nur die richtigen Worte um diese Gefühle wieder zu geben, die so dumm waren. "Ich werde nicht mehr fragen"... nein, sie sollte ruhig fragen und er wollte es ihr doch auch sagen aber wie.
Er fing einfach an zu erzählen, druckste hier und da noch etwas rum. Sie verstand schnell um was es geht, sah ihn überrascht an "Bist du eifersüchtig auf Imraan?". War er das? Nein, es war doch keine Eifersucht. Oder doch? Natürlich gab es für alles, was ihm am gestrigen Tage seltsam vor kam, ganz harmlose Erklärungen. Wie vermutet war nichts davon Absicht von ihr gewesen oder mit dem Hintergedanken geschehen, dass sie Interesse an ihm hatte. Sie mochte Imraan, genau das was Kadir ja bezwecken wollte aber lieben, lieben tut sie nur ihn.
Mit einem mal waren ihm all die Worte unangenehm, peinlich, die ganzen Zweifel an sich selbst, die Selbstdarstellung. Er hatte ihr immer versprochen das er ihr ihre Freiheit lässt, gerade im Bezug auf ihre Ausbildung. Es war ihm wichtig, nur so würde sie jemals erkennen wie wertvoll sie war. Er würde ihr niemals Steine in den Weg legen und er wusste, dass Imraan ihr vieles beibringen konnte. Er kannte sich so selbst nicht. Hatte er einfach nur Angst sie zu verlieren? Es verletzte sie, dass er an ihr zweifelte aber das tat er nicht. Es war nicht zu erklären. Er wollte es vergessen, er wollte sie in den Armen halten und genießen das sie bei ihm war.
Sie stellte ihm frei Imraan zu erzählen wie es um beide steht. Vielleicht würde er ihm beim nächsten mal wirklich erzählen, dass er sie liebt, dass sie auf Zafer warten... Jetzt aber bat er sie das all das nicht mehr zwischen ihnen stehen würde. Sie hob den Kopf und sah ihn mit diesem bezaubernden lächeln an "Ich weiß schon gar nicht mehr über was wir gesprochen hatten". Womit hatte er diese Frau nur verdient? Jeden Tag aufs neue wurde ihm bewusst, wie sehr er sie liebt, wie gerne er mit ihr zusammen ist und das er keinen Tag mehr ohne sie sein will.
Bald schon würde sie hier jede Nacht neben ihm schlafen und er war sich sicher, das die Nächte ab dann nur noch besser werden würden. Liebevoll streichelte er mit den Fingern über ihren Hals, ihre Schultern. Sie schloss ihre Augen und genoß diese Nähe zwischen ihnen. "Daran könnte ich mich gewöhnen"... das sollte sie ruhig denn es würde sich nie ändern. Im Gegenteil. Wen sie erst einmal seine Frau war... er schmunzelte. Auch ihr lag ein schmunzeln auf den Lippen als sie entgegnete, dass wohl noch so 1 oder 2 Sachen geben würde die ihr auch gefallen könnten. Wie immer kein Wort darüber was es war. Wie fies sie doch sein konnte.
Doch statt einer Antwort auf seine Frage, hob sie den Kopf und berührte für den Hauch einer Sekunde mit ihren Lippen die seinen. Ein Kuss... kurz und doch lang genug um seinen Herzschlag zu beschleunigen. Da war er wieder, der Wunsch sie zu küssen... Geduld, bald.
Er wollte sie nicht gehen lassen und doch wusste er das es Zeit für sie war. Wollte sie eigentlich nur mit ihm hier liegen damit er einschlafen würde. Er bezweifelte, dass ihr die heimliche Flucht gelungen wäre aber der Gedanke dahinter gefiel ihm. Er würde alles dafür geben, neben ihr einschlafen zu dürfen...
Noch eine letzte Umarmung ehe sie sich in Richtung Tür drehte. Sag es, hämmerte es in seinem Kopf, sag es ihr. Geh, halt sie fest und sag ihr das sie nicht gehen soll. Er hasste die Vernunft. Wo war sie gestern gewesen? Wieso hielt sie ihn gerade jetzt auf? Hazar hatte den Schritt schon über die Schwelle gemacht, als ihm leise über die Lippen kam "geh nicht"... die Tür fiel ins Schloss und er seufzte leise...
Er war sich nicht sicher was sie vor hatte aber schliesslich vertraute er ihr. "Du sollst dich schon mal dran gewöhnen". Die Worte gefielen ihm. Sie zog den Vorhang beiseite, hob ihn für Kadir offen und setzte sich auf die Kissen. Ehe er sich versah legte sie sich einfach zurück und sah ihn an. Die Gedanken in seinem Kopf rotierten noch immer. Er wollte sich am liebsten an sie schmusen, sie fest halten aber irgendwas hielt ihn ab. So legte er sich erst einmal einfach zurück, hatte hier aber nicht mit Hazar gerechnet. Kaum das er lag rückte sie näher, schmiegte ihren Kopf an seine Schulter und ihre Hand auf seine Brust.
"Dich atmen hören. Dich fühlen. Dich lieben. In deiner Nähe ertrinken wollen."
Kribbeln, Herzklopfen, wohlige Schauer... da waren sie, die Gefühle die er so mochte, wenn sie in seiner Nähe war. Die Gefühle die er nie wieder missen wollte. Genieß es, versuchte er sich immer wieder in den Kopf zu rufen aber er wusste, so lange jene Sache nicht aus der Welt war würde er es nicht genießen können, nicht so wie sonst und das hatte sie nicht verdient. Natürlich fragte sie erneut was los sei mit ihm. Kurzes Schweigen, ein seufzen... wie findet man nur die richtigen Worte um diese Gefühle wieder zu geben, die so dumm waren. "Ich werde nicht mehr fragen"... nein, sie sollte ruhig fragen und er wollte es ihr doch auch sagen aber wie.
Er fing einfach an zu erzählen, druckste hier und da noch etwas rum. Sie verstand schnell um was es geht, sah ihn überrascht an "Bist du eifersüchtig auf Imraan?". War er das? Nein, es war doch keine Eifersucht. Oder doch? Natürlich gab es für alles, was ihm am gestrigen Tage seltsam vor kam, ganz harmlose Erklärungen. Wie vermutet war nichts davon Absicht von ihr gewesen oder mit dem Hintergedanken geschehen, dass sie Interesse an ihm hatte. Sie mochte Imraan, genau das was Kadir ja bezwecken wollte aber lieben, lieben tut sie nur ihn.
Mit einem mal waren ihm all die Worte unangenehm, peinlich, die ganzen Zweifel an sich selbst, die Selbstdarstellung. Er hatte ihr immer versprochen das er ihr ihre Freiheit lässt, gerade im Bezug auf ihre Ausbildung. Es war ihm wichtig, nur so würde sie jemals erkennen wie wertvoll sie war. Er würde ihr niemals Steine in den Weg legen und er wusste, dass Imraan ihr vieles beibringen konnte. Er kannte sich so selbst nicht. Hatte er einfach nur Angst sie zu verlieren? Es verletzte sie, dass er an ihr zweifelte aber das tat er nicht. Es war nicht zu erklären. Er wollte es vergessen, er wollte sie in den Armen halten und genießen das sie bei ihm war.
Sie stellte ihm frei Imraan zu erzählen wie es um beide steht. Vielleicht würde er ihm beim nächsten mal wirklich erzählen, dass er sie liebt, dass sie auf Zafer warten... Jetzt aber bat er sie das all das nicht mehr zwischen ihnen stehen würde. Sie hob den Kopf und sah ihn mit diesem bezaubernden lächeln an "Ich weiß schon gar nicht mehr über was wir gesprochen hatten". Womit hatte er diese Frau nur verdient? Jeden Tag aufs neue wurde ihm bewusst, wie sehr er sie liebt, wie gerne er mit ihr zusammen ist und das er keinen Tag mehr ohne sie sein will.
Bald schon würde sie hier jede Nacht neben ihm schlafen und er war sich sicher, das die Nächte ab dann nur noch besser werden würden. Liebevoll streichelte er mit den Fingern über ihren Hals, ihre Schultern. Sie schloss ihre Augen und genoß diese Nähe zwischen ihnen. "Daran könnte ich mich gewöhnen"... das sollte sie ruhig denn es würde sich nie ändern. Im Gegenteil. Wen sie erst einmal seine Frau war... er schmunzelte. Auch ihr lag ein schmunzeln auf den Lippen als sie entgegnete, dass wohl noch so 1 oder 2 Sachen geben würde die ihr auch gefallen könnten. Wie immer kein Wort darüber was es war. Wie fies sie doch sein konnte.
Doch statt einer Antwort auf seine Frage, hob sie den Kopf und berührte für den Hauch einer Sekunde mit ihren Lippen die seinen. Ein Kuss... kurz und doch lang genug um seinen Herzschlag zu beschleunigen. Da war er wieder, der Wunsch sie zu küssen... Geduld, bald.
Er wollte sie nicht gehen lassen und doch wusste er das es Zeit für sie war. Wollte sie eigentlich nur mit ihm hier liegen damit er einschlafen würde. Er bezweifelte, dass ihr die heimliche Flucht gelungen wäre aber der Gedanke dahinter gefiel ihm. Er würde alles dafür geben, neben ihr einschlafen zu dürfen...
Noch eine letzte Umarmung ehe sie sich in Richtung Tür drehte. Sag es, hämmerte es in seinem Kopf, sag es ihr. Geh, halt sie fest und sag ihr das sie nicht gehen soll. Er hasste die Vernunft. Wo war sie gestern gewesen? Wieso hielt sie ihn gerade jetzt auf? Hazar hatte den Schritt schon über die Schwelle gemacht, als ihm leise über die Lippen kam "geh nicht"... die Tür fiel ins Schloss und er seufzte leise...
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Zuletzt geändert von Kadir Bashir am Dienstag 23. Juli 2013, 12:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Hazar Sevinc Bashir
„Wäre es dir lieber, wenn ich ein Liedweber oder so wäre?“
„Ihr wart so vertraut gestern…“
„Hazar ich pass da nicht hin... ich kann neda mit reden ich kenn mich mit all dem nicht aus, ich bin ein einfacher Salzschürfer…“
„Er kann dir bieten was ich dir neda bieten kann und du kannst daraus lernen was du brauchst“
Bereute er seine Entscheidung? Ich musste ihn fragen.
„Wenn ich an mich denke und mein Herz reden lasse dann nicht, neda. Stelle ich mein Herz hinten an und höre auf meine Vernunft wäre er der perfekte Mann an deiner Seite Hazar Und wenn er einige Zeit mit dir verbracht hat legt er sicher auch das Vorhaben ab, keine Frau zu wollen…“
Ich hatte ihm versprochen, dass dieses Gespräch nicht zwischen uns stehen würde, und doch konnte ich nicht anders, als an seine Worte zu denken.
Natürlich war mir klar gewesen, dass irgendetwas passiert war, dass er nicht mit mir teilen wollte, das dafür sorgte, dass er sich von mir distanzierte.
Nun war er es, der die Flucht ergriff.
Eifersucht.
Er hatte mir Imraan angepriesen als wäre er selber so viel weniger wert.
Ich konnte es nicht glauben, ich war wirklich schockiert über seine Worte.
Imraan war vom Blut und seiner Ausbildung ein hochgestellter Mann, gar keine Frage, auch dass sich einige Natifahs in seiner Nähe seltsam verhielten, wie Kadir es nannte, das konnte ich auch durchaus glauben.
Er war nee, freundlich, höflich und durchaus ansehnlich.
Aber was sollte das an den Gefühlen ändern, die ich für Kadir in mir trug?
Hatte ich ihm irgendwie vermittelt, dass es mir auf den Rang eines Mannes ankam?
Rein logisch betrachtet, natürlich, war es schön einen gut positionierten Mann an seiner Seite zu wissen, alleine für solche Rang-Positionierungen wurden Zweckehen geschlossen.
Aber darauf kam es mir doch nicht an.
Das Kadir eine gute Position inne hatte und gleichzeitig der Mann war, an den ich mein Herz verschenkt hatte, war eher Zufall gewesen.
Haroun wäre auch eine gute Partie gewesen, stellvertretendes Oberhaupt und vielleicht irgendwann Oberhaupt der Familie.
Aber es wäre nicht das richtige gewesen, warum sollte sich meine Entscheidung jetzt ändern?
“Noch bist du frei Hazar, und noch kann jeder zu Zafer gehen…Und Imraan ist nicht irgendwer…”
Manchmal gesellte sich zu dem Sturkopf auch noch ein Dummkopf hinzu.
Irreale Gedanken, absurde Ängste.
Ich kannte es zu gut, viele meiner Ängste hatte ich mir selber eingeredet.
Viel hatte ich durch zu viele Grübeleien aufs Spiel gesetzt.
Eifersucht war nur etwas, das sich ein Mann erlauben konnte.
Einer Blüte stand das nicht zu, wie gut aber kannte ich das mulmige Gefühl im Bauch, wenn man über eine andere Person spricht, hatte ich doch Kadir mit Pazia an seiner Seite kennen gelernt.
Und jedes Mal wenn die Hochzeit zum Thema wurde, fühlte es sich seltsam an.
Aber er hätte gedurft.
„Ein Mann darf so viele Frauen haben, wie er sich leisten kann, und du hast kein Recht dir irgendwas zu wünschen...“ Rashids Worte waren nur ehrlich gewesen.
Ich schob den Gedanken beiseite.
Wenn es einmal so sein sollte, musste ich damit leben, musste damit zurechtkommen, meinen Kadir zu teilen.
Aber solange es nicht soweit war, solange brauchte ich nicht darüber nach zu denken.
„Ihr wart so vertraut gestern…“
„Hazar ich pass da nicht hin... ich kann neda mit reden ich kenn mich mit all dem nicht aus, ich bin ein einfacher Salzschürfer…“
„Er kann dir bieten was ich dir neda bieten kann und du kannst daraus lernen was du brauchst“
Bereute er seine Entscheidung? Ich musste ihn fragen.
„Wenn ich an mich denke und mein Herz reden lasse dann nicht, neda. Stelle ich mein Herz hinten an und höre auf meine Vernunft wäre er der perfekte Mann an deiner Seite Hazar Und wenn er einige Zeit mit dir verbracht hat legt er sicher auch das Vorhaben ab, keine Frau zu wollen…“
Ich hatte ihm versprochen, dass dieses Gespräch nicht zwischen uns stehen würde, und doch konnte ich nicht anders, als an seine Worte zu denken.
Natürlich war mir klar gewesen, dass irgendetwas passiert war, dass er nicht mit mir teilen wollte, das dafür sorgte, dass er sich von mir distanzierte.
Nun war er es, der die Flucht ergriff.
Eifersucht.
Er hatte mir Imraan angepriesen als wäre er selber so viel weniger wert.
Ich konnte es nicht glauben, ich war wirklich schockiert über seine Worte.
Imraan war vom Blut und seiner Ausbildung ein hochgestellter Mann, gar keine Frage, auch dass sich einige Natifahs in seiner Nähe seltsam verhielten, wie Kadir es nannte, das konnte ich auch durchaus glauben.
Er war nee, freundlich, höflich und durchaus ansehnlich.
Aber was sollte das an den Gefühlen ändern, die ich für Kadir in mir trug?
Hatte ich ihm irgendwie vermittelt, dass es mir auf den Rang eines Mannes ankam?
Rein logisch betrachtet, natürlich, war es schön einen gut positionierten Mann an seiner Seite zu wissen, alleine für solche Rang-Positionierungen wurden Zweckehen geschlossen.
Aber darauf kam es mir doch nicht an.
Das Kadir eine gute Position inne hatte und gleichzeitig der Mann war, an den ich mein Herz verschenkt hatte, war eher Zufall gewesen.
Haroun wäre auch eine gute Partie gewesen, stellvertretendes Oberhaupt und vielleicht irgendwann Oberhaupt der Familie.
Aber es wäre nicht das richtige gewesen, warum sollte sich meine Entscheidung jetzt ändern?
“Noch bist du frei Hazar, und noch kann jeder zu Zafer gehen…Und Imraan ist nicht irgendwer…”
Manchmal gesellte sich zu dem Sturkopf auch noch ein Dummkopf hinzu.
Irreale Gedanken, absurde Ängste.
Ich kannte es zu gut, viele meiner Ängste hatte ich mir selber eingeredet.
Viel hatte ich durch zu viele Grübeleien aufs Spiel gesetzt.
Eifersucht war nur etwas, das sich ein Mann erlauben konnte.
Einer Blüte stand das nicht zu, wie gut aber kannte ich das mulmige Gefühl im Bauch, wenn man über eine andere Person spricht, hatte ich doch Kadir mit Pazia an seiner Seite kennen gelernt.
Und jedes Mal wenn die Hochzeit zum Thema wurde, fühlte es sich seltsam an.
Aber er hätte gedurft.
„Ein Mann darf so viele Frauen haben, wie er sich leisten kann, und du hast kein Recht dir irgendwas zu wünschen...“ Rashids Worte waren nur ehrlich gewesen.
Ich schob den Gedanken beiseite.
Wenn es einmal so sein sollte, musste ich damit leben, musste damit zurechtkommen, meinen Kadir zu teilen.
Aber solange es nicht soweit war, solange brauchte ich nicht darüber nach zu denken.
-
Kadir Bashir
Wie so oft folgte nach einem sehr guten Tag, ein seltsamer Tag. Das der gestrige Tag so laufen würde wie er lief, damit hatte Kadir nicht gerechnet. Er war noch völlig euphorisch von ihrem Besuch bei Shyra im HHG. Sie konnten frei sein, frei über sich und ihre Gefühle reden. Hier kannte man die Sitten nicht, nahm sie nicht so streng wie in Menek’Ur. So konnte Hazar ohne Bedenken direkt neben ihm sitzen oder auch seine Hand greifen, die er ihr helfend hingestreckt hatte um aufzustehen.
Er war sich sicher, dass auch Shyras Worte einen positiven Einfluss auf Hazar gehabt hat. Sie war eine Frau, sie konnte noch mal auf einer ganz anderen Ebene mit ihr reden und obwohl sie in vielerlei Hinsicht die gleichen Worte wählte wie es Kadir immer tat, war es jemand anderes der hier mit ihr sprach. Er hoffte das durch dieses Treffen Hazars Bedenken aus der Welt geschafft waren. Sie war so nervös, dass man sie nicht mögen würde. So ein Unsinn…, war sie doch ein so entzückendes Wesen.
In seinen Gedanken tapste er die Treppen hinab als er ein Schreiben auf dem Tisch entdeckte. Die Brauen in die Höhe gezogen drehte er es in seiner Hand. Von Hazar… wann hatte sie das Pergament vorbei gebracht?
Salam Alaikum Kadir
Aaminah ist seit zwei Tagen verschwunden.
Ich bin ausgeritten, sie zu suchen.
Mach dir keine Sorgen, ich habe meine Familie informiert und die Sekban.

Er drehte das Pergament erneut… das war alles? Ausgeritten? Alleine? Diese sture Natifah… Kadir machte sich sofort nach dem er das Schreiben gefunden hatte auf den Weg zum Stall um sein Pferd zu holen. Er musste sie finden, er konnte sie doch nicht alleine nach Aaminah suchen lassen. Als er um die Ecke bog hörte er Stimmen vor dem Familienhaus der Bashir.
„Kann ich euch helfen?“ fragte er in die Runde, bestehend aus Faaith, Khalida und Zia. Sie suchten nach Hazar. Sie also auch… Natürlich sie hatte ja geschrieben das sie die Sekban informiert hatte. Wieso suchten sie ausgerechnet hier?
Es bliebt nicht wirklich Zeit darüber nach zu denken. Khalida fragte ihn ob er sie bei der Suche begleiten wollte. Natürlich wollte er. Hier ging es schließlich um die Frau die er liebt. Sie machten sich auf den Weg nach Bajard. Das ihre Suche so schnell ein Ende finden würden hatten sie scheinbar alle nicht gedacht. Kaum in Bajard angekommen, trafen sie vor den Toren Hazar.
Ihm fiel ein Stein vom Herzen. Er hätte nicht ertragen wenn ihr etwas passiert wäre. Hazar berichtete darüber das sie mit Cedric gesprochen hatte. Er wolle Ausschau halten, niemand in Bajard hatte etwas gesehen. Einziger Anhaltspunkt, ein blonder Mann mit Bart. Sie machten sich auf den Weg nach Adoran, hingegen Faaith sich in Grenzwarth umhören wollte. Doch auch hier hatte sie niemand gesehen und niemand wusste etwas. Er bat die Leute die sie trafen ihn zu informieren wenn ihnen etwas zu Ohren kommen würde.
Grenzwarth… sie mussten nach Grenzwarth. Würden sie hier fündig werden? Binnen weniger Minuten waren die Wachen erledigt gewesen. Ansonsten war es hier wie ausgestorben. Niemand hier den sie hätten fragen können. Sie hatten sich alle in ihren Löchern verkrochen. War hier etwas im Busch? Eine junge Frau ritt vorbei, die von Imraan gelöschert wurde, aber wirklich wissen tat auch sie nichts. Sie beschlossen zurück zu reiten. Kadir sollte die Boten ausschicken, Hazar dafür sorgen, dass Aaminahs Gemächer durchsucht werden würden. Jeder erhielt eine Aufgabe und sie machten sich auf dem schnellsten Wege zurück.
Kaum zu Hause instruierte er seine Boten und war heil froh als Hazar in der Tür stand. Während er ihr etwas Kokosmilch eingoss und etwas zu Essen auf den Tisch stellte ging sie nach oben um sich umzuziehen. Als sie die Treppen hinab stieg stockte ihm der Atem… so schön… die Hose, die locker ihre Beine umspielten, ein Top welches ihren Bauch frei lied, die Kette die er ihr geschenkt hatte. Er musste sich konzentrieren, es war nicht richtig. Er konnte nicht in so einer Sitatuion so von ihr in den Bann gezogen werden. Nicht jetzt…
Sie redeten kurz, wichtiger war wohl, dass er sie dabei in den Armen hielt und ihr Mut zu sprach. Sie sollte wissen das er sie nicht alleine lassen und ihr beistehen würde. „Was würde ich nur ohne dich machen Kadir“. Jener Gedanke war unnötig, denn sie hatte ihn und er würde sie nicht mehr ziehen lassen. Sie musste nach Hause, böse war er ihr nicht. War ihre Frage wirklich ernst gemeint? Sie war verwirrt und voller Sorge, keine Gedanken darüber machen.
Sie eilte zurück zum Familienhaus der Ifrey. Kadir wollte nur kurz noch etwas zusammen räumen und sich dann ebenfalls auf den Weg machen. In dieser Nacht würde er Hazar auf gar keinen Fall alleine lassen. Es war niemand sonst da und er wusste, dass Hazar verrückt werden würde. Er würde ihr beistehen. Ihre erste gemeinsame Nacht hatte er sich anders vorgestellt aber es machte nichts. Er würde alles für diese Frau tun und so machte er sich auf den Weg zu den Ifrey.
Sie hatte ihm den Balkon gezeigt… ein Blick nach rechts, einer nach links und ehe man sich versah war er hinauf geklettert und klopfte an Hazars Tür.
Er war sich sicher, dass auch Shyras Worte einen positiven Einfluss auf Hazar gehabt hat. Sie war eine Frau, sie konnte noch mal auf einer ganz anderen Ebene mit ihr reden und obwohl sie in vielerlei Hinsicht die gleichen Worte wählte wie es Kadir immer tat, war es jemand anderes der hier mit ihr sprach. Er hoffte das durch dieses Treffen Hazars Bedenken aus der Welt geschafft waren. Sie war so nervös, dass man sie nicht mögen würde. So ein Unsinn…, war sie doch ein so entzückendes Wesen.
In seinen Gedanken tapste er die Treppen hinab als er ein Schreiben auf dem Tisch entdeckte. Die Brauen in die Höhe gezogen drehte er es in seiner Hand. Von Hazar… wann hatte sie das Pergament vorbei gebracht?
Salam Alaikum Kadir
Aaminah ist seit zwei Tagen verschwunden.
Ich bin ausgeritten, sie zu suchen.
Mach dir keine Sorgen, ich habe meine Familie informiert und die Sekban.
Er drehte das Pergament erneut… das war alles? Ausgeritten? Alleine? Diese sture Natifah… Kadir machte sich sofort nach dem er das Schreiben gefunden hatte auf den Weg zum Stall um sein Pferd zu holen. Er musste sie finden, er konnte sie doch nicht alleine nach Aaminah suchen lassen. Als er um die Ecke bog hörte er Stimmen vor dem Familienhaus der Bashir.
„Kann ich euch helfen?“ fragte er in die Runde, bestehend aus Faaith, Khalida und Zia. Sie suchten nach Hazar. Sie also auch… Natürlich sie hatte ja geschrieben das sie die Sekban informiert hatte. Wieso suchten sie ausgerechnet hier?
Es bliebt nicht wirklich Zeit darüber nach zu denken. Khalida fragte ihn ob er sie bei der Suche begleiten wollte. Natürlich wollte er. Hier ging es schließlich um die Frau die er liebt. Sie machten sich auf den Weg nach Bajard. Das ihre Suche so schnell ein Ende finden würden hatten sie scheinbar alle nicht gedacht. Kaum in Bajard angekommen, trafen sie vor den Toren Hazar.
Ihm fiel ein Stein vom Herzen. Er hätte nicht ertragen wenn ihr etwas passiert wäre. Hazar berichtete darüber das sie mit Cedric gesprochen hatte. Er wolle Ausschau halten, niemand in Bajard hatte etwas gesehen. Einziger Anhaltspunkt, ein blonder Mann mit Bart. Sie machten sich auf den Weg nach Adoran, hingegen Faaith sich in Grenzwarth umhören wollte. Doch auch hier hatte sie niemand gesehen und niemand wusste etwas. Er bat die Leute die sie trafen ihn zu informieren wenn ihnen etwas zu Ohren kommen würde.
Grenzwarth… sie mussten nach Grenzwarth. Würden sie hier fündig werden? Binnen weniger Minuten waren die Wachen erledigt gewesen. Ansonsten war es hier wie ausgestorben. Niemand hier den sie hätten fragen können. Sie hatten sich alle in ihren Löchern verkrochen. War hier etwas im Busch? Eine junge Frau ritt vorbei, die von Imraan gelöschert wurde, aber wirklich wissen tat auch sie nichts. Sie beschlossen zurück zu reiten. Kadir sollte die Boten ausschicken, Hazar dafür sorgen, dass Aaminahs Gemächer durchsucht werden würden. Jeder erhielt eine Aufgabe und sie machten sich auf dem schnellsten Wege zurück.
Kaum zu Hause instruierte er seine Boten und war heil froh als Hazar in der Tür stand. Während er ihr etwas Kokosmilch eingoss und etwas zu Essen auf den Tisch stellte ging sie nach oben um sich umzuziehen. Als sie die Treppen hinab stieg stockte ihm der Atem… so schön… die Hose, die locker ihre Beine umspielten, ein Top welches ihren Bauch frei lied, die Kette die er ihr geschenkt hatte. Er musste sich konzentrieren, es war nicht richtig. Er konnte nicht in so einer Sitatuion so von ihr in den Bann gezogen werden. Nicht jetzt…
Sie redeten kurz, wichtiger war wohl, dass er sie dabei in den Armen hielt und ihr Mut zu sprach. Sie sollte wissen das er sie nicht alleine lassen und ihr beistehen würde. „Was würde ich nur ohne dich machen Kadir“. Jener Gedanke war unnötig, denn sie hatte ihn und er würde sie nicht mehr ziehen lassen. Sie musste nach Hause, böse war er ihr nicht. War ihre Frage wirklich ernst gemeint? Sie war verwirrt und voller Sorge, keine Gedanken darüber machen.
Sie eilte zurück zum Familienhaus der Ifrey. Kadir wollte nur kurz noch etwas zusammen räumen und sich dann ebenfalls auf den Weg machen. In dieser Nacht würde er Hazar auf gar keinen Fall alleine lassen. Es war niemand sonst da und er wusste, dass Hazar verrückt werden würde. Er würde ihr beistehen. Ihre erste gemeinsame Nacht hatte er sich anders vorgestellt aber es machte nichts. Er würde alles für diese Frau tun und so machte er sich auf den Weg zu den Ifrey.
Sie hatte ihm den Balkon gezeigt… ein Blick nach rechts, einer nach links und ehe man sich versah war er hinauf geklettert und klopfte an Hazars Tür.
-
Hazar Sevinc Bashir
Ich hatte das Haus noch einmal komplett abgesucht.
Bis auf die Privatzimmer und den Männerschlafraum.
Nichts.
Langsam begann ich die Stille zu hassen.
Mit hängenden Schultern wanderte ich zu meinem Zimmer zurück.
Immerhin die Klingel würde ich hören, wenn etwas wäre.
Als es an meiner Balkontüre klopfte, zuckte ich zusammen.
Was?
Wer..?
Ach…
Ich öffnete die Türe und Kadir stand mit einem verschmitzten Lächeln mitten auf meinem Balkon.
Verrückter Bashir.
Mein verrückter Bashir.
Eilig winkte ich, damit ihn niemand sah und schloss, mit einem vorsichtigen Blick nach draußen die Türe wieder.
Niemand hatte etwas gesehen.
Wir wussten beide, dass sich das nicht gehörte, aber es war nicht so, dass wir irgendetwas anstellen wollten, sondern er war einfach da, um mich zu beruhigen.
Und das hatte ich bitter nötig.
Was war nur los mit meiner Familie?
Zahra verirrte sich in der Wüste und fiel in den alten Minenschacht, Aaminah war Spurlos verschwunden.
Kaum ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.
Ich konnte mich kaum ausschließen.
Aber wenn die Katze im Hause gewesen wäre, müsste Kadir mich nicht beruhigen und sich so sorgen um mich.
Ich war völlig aufgeschmissen ohne meine Familie.
Gerade jetzt in dieser Situation fühlte ich mich hilflos ohne sie, und konnte deswegen noch weniger verstehen, warum man seinen Dickkopf durchsetzen musste, und dafür den sicheren Halt seiner Familie riskierte und letztlich verlor.
Aber das war nicht mein Problem.
Ich hatte andere Probleme.
Kaum das wir uns begrüßt hatten, lief ich wie ein Tiger im Käfig durch mein Zimmer.
An still sitzen, essen oder gar schlaf, war nicht zu denken.
Kadir sah sich das eine ganze Weile lang geduldig an, ehe er zu mir kam, und seine Arme um mich legte.
[img]http://up.picr.de/15293435hf.jpg[/img]
Er beruhigte mich, redete mir gut zu, wir würden sie finden, es ginge ihr bestimmt gut.
Ich konnte gar nicht ausdrücken, wie dankbar ich ihm war.
Er hatte alles stehen und liegen gelassen für mich, alle seine Boten entsendet.
Die Höhe der Belohnung hatte er festgelegt, jedoch versicherte ich ihm, dass er das Gold aus der Familienkasse bekommen würde.
Irgendwann brachte er mich dazu, mich doch endlich hin zu setzen.
Er sorgte sich um meinen Schlaf, wollte über diesen wachen.
Wieder einmal ein Beweis, dass meine Wahl genau richtig gewesen war.
Ich liebte diesen Mann.
Wir setzten uns an die kleinen Tische, ich lehnte mich an ihn und er hielt mich einfach fest.
Irgendwann wurden meine Lider schwer.
Nur einen kurzen Moment die Augen zu machen, dann würde alles wieder gehen…
Als ich aufwachte, lag ich in meinem Bett.
Die Anstrengung und Anspannung des Tages hatte seinen Tribut gefordert und mein Körper war diesem nachgekommen.
Besonders lange hatte ich nicht geschlafen, noch war die Sonne nicht aufgegangen.
Kadir schlief.
Er hatte sein Wort gehalten, hatte mich nicht alleine gelassen.
Wir hatten alles riskiert.
Ich wollte mich aus dem Bett stehlen, löste die Umarmung, und er wachte, blinzelnd auf.
Total verwuschelte Haare, den Schlaf noch in den Augen.
„Schlaf weiter, ich mache uns Frühstück“, raunte ich ihm leise zu, worauf hin ich ein lächeln erntete und er sachte nickte, und irgendwas Unverständliches vor sich in murmelte.
Dieser Anblick lies mich für einige Momente Abstand von meinen Sorgen nehmen, und das Glück, das Eluive mir schenkte, genießen.
Während der Mann meines Herzens wieder friedlich schlummerte, machte ich mich fertig und bereitete das Frühstück zu.
Noch war keiner Wach, noch konnte Kadir ungesehen das Haus verlassen, aber nicht, ohne zumindest was im Magen zu haben.
Das ich keinen Appetit hatte, war dabei nebensächlich.
Als der Mocca auf dem Tisch und das Essen auf großen Tellern verteilt und alles hübsch angerichtet, schlenderte ich nach oben um Kadir zu wecken.
Erst Frühstücken, dann Aaminahs Zimmer durchsuchen.
Zuletzt geändert von Hazar Sevinc Bashir am Donnerstag 25. Juli 2013, 18:40, insgesamt 1-mal geändert.
-
Kadir Bashir
Geborgenheit ist ein Leben in zwei Seelen…
© Elmar Kupke
Es gab kein Wort das auch nur annähernd ausdrücken könnte wie und was ich fühlte. Es war riskant gewesen auf ihren Balkon zu klettern und zu klopfen. So oft hatten wir Scherze darüber gemacht, so oft stand ich kurz davor es zu tun und habe meinen Verstand walten lassen, doch gestern, gestern musste ich es tun.
Sie war die Frau die ich über alles liebe. Ist es nicht normal das man alles für diese Person tun würde, auch wenn es vielleicht nicht richtig erscheinen mag? Wer sollte darüber urteilen? Es war niemand zu Hause. Dieses große Haus stand leer und Hazar war allein. Alleine mit ihren Ängste, ihrer Sorge um Aaminah. Es gab keine andere Wahl als jene die ich getroffen hatte, nämlich bei ihr zu sein und das die ganze Nacht.
Erst sah sie mich überrascht an aber in ihren Augen konnte ich sehen, das sie froh darüber war, dass ich wirklich hier war. Wie von einem Skorpion gestochen lief sie im Zimmer hin und her und machte mich total hibbelig. Ich konnte mir diesen Zustand nicht länger ansehen, ging zu ihr und schloss einfach meine Arme um sie. Fest umschlossen machte sie nicht die Anstalt flüchten zu wollen, im Gegenteil. Sie schmiegte sich dicht an meine Brust und lies sich langsam beruhigen. Es dauerte eine Weile, bis ich sie endlich dazu brachte, dass sie sich doch hinsetzen sollte. Sie musste sich ausruhen, sie war niemandem eine Hilfe, wenn sie nicht ruhig an die Sache heran ging.
Wir setzten uns zu den Kissen und dem kleinen Tisch in ihrem Zimmer. Reden, einfach nur reden, gleich über was, Hauptsache sie konnte für einen Moment die Gedanken um Aaminah schweifen lassen und sich nicht von ihrer Sorge auffressen lassen. Es gab nichts wichtigeres als Hazar in diesem Moment und es war schön zu sehen, dass meine Anwesenheit dazu beitrug, dass sie langsam wirklich ruhiger wurde.
Wie so oft lehnte sie ihren Kopf an meine Schulter und ich legte schützend den Arm um sie. Ich würde sie nie wieder los lassen und gleich was kommen mag, ich würde immer für sie da sein. Für mich gab es nichts wichtigeres als diese Frau und das sollte sie wissen und spüren.
Irgendwann, mitten beim Reden merkte ich wir ihre Lider immer schwerer wurden und ihr Kopf leicht sackte. Sie war eingeschlafen… lächelnd sah ich zu ihr hinab. Wie schön sie doch war. Wie konnte es einem jeden Tag aufs Neue so bewusst werden? Ich wartete noch… so kurz nach dem Einschlafen würde sie direkt wieder aufwachen wenn ich sie nun bewegen würde. Ich ließ etwas Zeit verstreichen, erhob mich vorsichtig, ihren Kopf mit dem Arm stützend. Ich ließ den Arm um ihren Oberkörper und einen legte ich unter sie. Ganz vorsichtig hob ich sie von ihrem Kissen, wie von selbst schmiegte sie sich dabei an mich. Als wäre es eine Selbstverständlichkeit.. Wie leicht sie war… ich musste schmunzeln, hatte sie davor doch immer recht energisch verneint, dass sie leichter war als ein Salzsack. Aber sie war nicht nur leichter, sie war wärmer und viel schöner in den Armen zu halten.
Vorsichtig legte ich sie in ihr Bett und legte mich daneben. Sie drehte sich sofort um, schmiegte ihren Kopf an meine Brust und ich legte den Arm liebevoll um sie. Ich hatte gar nicht vor einzuschlafen. Ich wollte wach bleiben, sie beobachten, sie beschützen aber je weiter die Nacht voran schritt desto schwerer wurden auch meine Lider bis ich schließlich eingeschlafen war. Ich schlief wie ein Stein, wie könnte ich auch nicht, ich hatte schließlich meine Rani neben mir und in meinen Armen liegen. Gab es etwas schöneres?
Als die ersten Sonnenstrahlen ihr Zimmer erhellten wachte sie auf. Ich bekam davon erst etwas mit, als sie versuchte sich vorsichtig aus meinen Armen zu befreien. Blinzelnd sah ich zu ihr. War das ein Traum? Träumte ich? „Schlaf weiter, ich mache Frühstück“ hauchte sie leise. Noch weit entfernt von der Realität nickte ich und schloss meine Augen wieder. Ich weiß nicht wie viel Zeit verstrich ehe sie wieder kam um mich zu wecken, was ich wusste war, dass ich nie wieder anders geweckt werden wollte.
Als ich meine Augen langsam öffnete, blickte ich in ihr wunderschönes Gesicht. Liebevoll lächelte sie mich an und fuhr mir, für einen kurzen Moment, sanft mit der Hand über die Wange.
Ich musste noch immer träumen… dann will ich bitte nie wieder aufwachen…
Ich setzte mich auf und brauchte einen Moment um zu realisieren wo ich war und das all das kein Traum gewesen war. Wir machten uns schnell auf den Weg in die Küche. Für den Fall das nun jemand wach werden würde, war ich einfach schon verdammt früh zu Besuch hier um nach Hazar zu sehen. Es war gut gegangen, niemand hatte mit bekommen das ich hier war. Keine Konsequenzen… Und ihr ging es ein klein wenig besser. Das alleine reichte um mir zu bestätigen, dass es die richtige Entscheidung gewesen war.
Ich machte mich nach dem Frühstück direkt auf den Weg nach Hause. Ich war noch total von diesem wunderschönen Gefühl benebelt. Wie sollte ich in Zukunft darauf verzichten können neben ihr einzuschlafen und aufzuwachen? Ich wollte nichts anderes mehr. Es gab nichts schöneres… niemand der nicht neben der Person eingeschlafen und wieder aufgewacht war, die er liebte, würde dieses Gefühl je nachvollziehen können.
Wenn ich doch nur wüsste wo Zafer steckt…
Unsere Seelen
wurden Freunde
in Liebe
und Verbundenheit
wachsen weiter
ineinander
finden
Licht
Geborgenheit
© Hans-Christoph Neuert
[/signature]
© Elmar Kupke
Es gab kein Wort das auch nur annähernd ausdrücken könnte wie und was ich fühlte. Es war riskant gewesen auf ihren Balkon zu klettern und zu klopfen. So oft hatten wir Scherze darüber gemacht, so oft stand ich kurz davor es zu tun und habe meinen Verstand walten lassen, doch gestern, gestern musste ich es tun.
Sie war die Frau die ich über alles liebe. Ist es nicht normal das man alles für diese Person tun würde, auch wenn es vielleicht nicht richtig erscheinen mag? Wer sollte darüber urteilen? Es war niemand zu Hause. Dieses große Haus stand leer und Hazar war allein. Alleine mit ihren Ängste, ihrer Sorge um Aaminah. Es gab keine andere Wahl als jene die ich getroffen hatte, nämlich bei ihr zu sein und das die ganze Nacht.
Erst sah sie mich überrascht an aber in ihren Augen konnte ich sehen, das sie froh darüber war, dass ich wirklich hier war. Wie von einem Skorpion gestochen lief sie im Zimmer hin und her und machte mich total hibbelig. Ich konnte mir diesen Zustand nicht länger ansehen, ging zu ihr und schloss einfach meine Arme um sie. Fest umschlossen machte sie nicht die Anstalt flüchten zu wollen, im Gegenteil. Sie schmiegte sich dicht an meine Brust und lies sich langsam beruhigen. Es dauerte eine Weile, bis ich sie endlich dazu brachte, dass sie sich doch hinsetzen sollte. Sie musste sich ausruhen, sie war niemandem eine Hilfe, wenn sie nicht ruhig an die Sache heran ging.
Wir setzten uns zu den Kissen und dem kleinen Tisch in ihrem Zimmer. Reden, einfach nur reden, gleich über was, Hauptsache sie konnte für einen Moment die Gedanken um Aaminah schweifen lassen und sich nicht von ihrer Sorge auffressen lassen. Es gab nichts wichtigeres als Hazar in diesem Moment und es war schön zu sehen, dass meine Anwesenheit dazu beitrug, dass sie langsam wirklich ruhiger wurde.
Wie so oft lehnte sie ihren Kopf an meine Schulter und ich legte schützend den Arm um sie. Ich würde sie nie wieder los lassen und gleich was kommen mag, ich würde immer für sie da sein. Für mich gab es nichts wichtigeres als diese Frau und das sollte sie wissen und spüren.
Irgendwann, mitten beim Reden merkte ich wir ihre Lider immer schwerer wurden und ihr Kopf leicht sackte. Sie war eingeschlafen… lächelnd sah ich zu ihr hinab. Wie schön sie doch war. Wie konnte es einem jeden Tag aufs Neue so bewusst werden? Ich wartete noch… so kurz nach dem Einschlafen würde sie direkt wieder aufwachen wenn ich sie nun bewegen würde. Ich ließ etwas Zeit verstreichen, erhob mich vorsichtig, ihren Kopf mit dem Arm stützend. Ich ließ den Arm um ihren Oberkörper und einen legte ich unter sie. Ganz vorsichtig hob ich sie von ihrem Kissen, wie von selbst schmiegte sie sich dabei an mich. Als wäre es eine Selbstverständlichkeit.. Wie leicht sie war… ich musste schmunzeln, hatte sie davor doch immer recht energisch verneint, dass sie leichter war als ein Salzsack. Aber sie war nicht nur leichter, sie war wärmer und viel schöner in den Armen zu halten.
Vorsichtig legte ich sie in ihr Bett und legte mich daneben. Sie drehte sich sofort um, schmiegte ihren Kopf an meine Brust und ich legte den Arm liebevoll um sie. Ich hatte gar nicht vor einzuschlafen. Ich wollte wach bleiben, sie beobachten, sie beschützen aber je weiter die Nacht voran schritt desto schwerer wurden auch meine Lider bis ich schließlich eingeschlafen war. Ich schlief wie ein Stein, wie könnte ich auch nicht, ich hatte schließlich meine Rani neben mir und in meinen Armen liegen. Gab es etwas schöneres?
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Als die ersten Sonnenstrahlen ihr Zimmer erhellten wachte sie auf. Ich bekam davon erst etwas mit, als sie versuchte sich vorsichtig aus meinen Armen zu befreien. Blinzelnd sah ich zu ihr. War das ein Traum? Träumte ich? „Schlaf weiter, ich mache Frühstück“ hauchte sie leise. Noch weit entfernt von der Realität nickte ich und schloss meine Augen wieder. Ich weiß nicht wie viel Zeit verstrich ehe sie wieder kam um mich zu wecken, was ich wusste war, dass ich nie wieder anders geweckt werden wollte.
Als ich meine Augen langsam öffnete, blickte ich in ihr wunderschönes Gesicht. Liebevoll lächelte sie mich an und fuhr mir, für einen kurzen Moment, sanft mit der Hand über die Wange.
Ich musste noch immer träumen… dann will ich bitte nie wieder aufwachen…
Ich setzte mich auf und brauchte einen Moment um zu realisieren wo ich war und das all das kein Traum gewesen war. Wir machten uns schnell auf den Weg in die Küche. Für den Fall das nun jemand wach werden würde, war ich einfach schon verdammt früh zu Besuch hier um nach Hazar zu sehen. Es war gut gegangen, niemand hatte mit bekommen das ich hier war. Keine Konsequenzen… Und ihr ging es ein klein wenig besser. Das alleine reichte um mir zu bestätigen, dass es die richtige Entscheidung gewesen war.
Ich machte mich nach dem Frühstück direkt auf den Weg nach Hause. Ich war noch total von diesem wunderschönen Gefühl benebelt. Wie sollte ich in Zukunft darauf verzichten können neben ihr einzuschlafen und aufzuwachen? Ich wollte nichts anderes mehr. Es gab nichts schöneres… niemand der nicht neben der Person eingeschlafen und wieder aufgewacht war, die er liebte, würde dieses Gefühl je nachvollziehen können.
Wenn ich doch nur wüsste wo Zafer steckt…
Unsere Seelen
wurden Freunde
in Liebe
und Verbundenheit
wachsen weiter
ineinander
finden
Licht
Geborgenheit
© Hans-Christoph Neuert
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Hazar Sevinc Bashir
Aaminahs Zimmer war nicht Hilfreich gewesen.
Kein Anhaltspunkt auf einen Termin oder den Mann, mit dem sie gesehen wurde.
Blond, bärtig, Bajarder Akzent und kommt scheinbar aus Schwingenstein….
Aus dem Alumenischen Reich?
Während ich auf den Stufen zum Bashirhaus saß und auf Marek wartete, dachte ich über alles noch mal nach.
Was wenn das ganze so gedacht wäre, wie es geklappt hat?
Wir hatten einige der Wachmänner getötet, die in Grenzwarth ihren Dienst getan haben.
War es das, was dieser Kerl wollte?
Den Krieg neu entfachen?
Ging es meiner Cousine gut?
Lebte sie überhaupt noch?
„Hazar, sowas darfst du neda denken“, murmelte ich mir selber zu.
Oh, Eluive, behüte meine Cousine und bring sie sicher in den Schoß der Familie zurück.
Ein leises seufzten entfuhr meiner Kehle.
Es war zum verrückt werden.
Ich hatte die halbe Nacht nicht geschlafen, war mitten drin aus dem Haus geschlichen um meinem Tatendrang auf der Jagd noch nach zu gehen, nur um nicht zu Hause zu sitzen und einfach nichts zu tun.
Ich wusste, dass ich zu jeder Tages- und Nachtzeit zu Kadir konnte, und das er für mich da war, aber auch er brauchte seinen Schlaf, auch wenn der sture Bashir das nie zugeben würde.
Als ich morgens wieder nach Menek’Ur kam, ritt ich fast Imraan über den Haufen, was mir jetzt noch leid tat, aber es war zum Glück nichts passiert.
Und wieder jagen.
Hauptsache nicht herum sitzen…
Hauptsache irgendwas tun.
Die Dämonen fielen unter Schlägen und Zaubern.
Ich war vollkommen erschöpft, als ich zu Hause ankam, aber das erste Mal seit Tagen nicht mehr so verkrampft.
Ich hatte kaum die Kräuter einsortiert da stand Djamji neben mir, und bald darauf klingelte es, und Kadir kam zu besuch.
Es tat so gut, wieder mehrere Leute im Haus zu haben.
Als Sabeena und Zahra auch noch kamen und wir alle gemeinsam am Tisch saßen, war ich halbwegs zufrieden.
Auch wenn Kadir und ich im Gespräch unterbrochen wurden, war ich froh, dass sie da waren.
Für Sabeena war es ein harter Schlag.
Erst hatte sie Yaamal verloren und nun war Aaminah verschwunden.
Kaum das sie sich mal wieder im Familienhaus zeigte, kamen die nächsten schlechten Nachrichten, was mir natürlich unendlich leid tat, aber wir mussten es ihr sagen.
Eluive, schick sie nach Hause, lass sie gesund nach Hause kehren…