Reges Treiben in Düstersee - Eindrücke der Handwerker

Antworten
Gast

Reges Treiben in Düstersee - Eindrücke der Handwerker

Beitrag von Gast »

Schweißperlen liefen ihr über die Stirn, bahnten sich den Weg über die Wangen, die Nase, den Mund.
Es schmeckte salzig, sie wollte ausspucken, doch die Arbeit war wichtiger.
Immer wieder musste sie Kohle nachlegen, die Hitze der Esse machte ihr schwer zu schaffen.
Laut hallte es durch den Raum als der Hammer auf das Metall traf.
Ein unangenehmes, lautes und schrilles Klirren, Funken sprühten, und dann ein ebenso lautes
doch eher wohltuend klingendes Zischen als das heiße Metall in das Wasserfass getaucht wird.

Die Gefahr daran, im Keller zu arbeiten, war dass man die Zeit vergaß.
Kein Fenster, kein Sonnenstrahl, kein Mondschein, konnte einen erinnern,
wie lange man nun gearbeitet hatte. Doch es war lange... sehr lange...

Und doch war es nicht das Ende. Vielleicht gerade mal der Anfang.
Doch es musste fortschreiten. Man musste nun gemeinsam arbeiten. Für das Reich.

Sie belud ihre Packpferde, welche sich unter dem Gewicht doch stark zu sträuben begannen.
Doch mit etwas Futter, einigen Tätscheleien, mögen sie auch mehr mitleidig als ermunternd gewesen sein,
ließen sich die Tiere dann mit ihr auf den folgenden Marsch ein.
Nur eine kleine Rast musste eingelegt werden, ehe sie noch am selben Abend Düstersee erreichten...

Sie war nicht die einzige, bei weitem nicht.
Die Handwerker des ganzen Reiches, meist jedoch Rüst- und Feinschmiede, fanden sich an jenem Abend in Düstersee ein.
Doch auch für Schreiner, Bauern, Schneider, fand sich etwas zu tun.
Eine jede Hand wurde benötigt, eine jede gebraucht, und eine jede freudig begrüßt.

In der örtlichen Schmiede wurden die riesigen Formen gelagert, die Öfen angefacht.
Heißes Metall floss in jede Ecke der Form, jede Verzierung, welche noch so abstoßend auf die Feinde wirken mochte.
Die gefertigten Metallspitzen wurden von den Gewitzteren zum Aufstellen von Fallen genutzt.
Palisaden wurden von den Schreinern zusammengezimmert um die Feinde auf Distanz zu halten.
Ein jeder fand seine Arbeit...

Wieder lief ihr der Schweiß. Sie wusste wofür, ebenso wie die anderen schuftenden Seelen neben ihr.
Ein unbekanntes aber starkes und ebenso wohltuendes Gefühl breitete sich in ihr aus.
Zusammenhalt. Eine Familie. Stärke und Macht. Ein Gefühl, das uns alle zu etwas Fürchterlichem macht.
Etwas fürchterlich Gefährlichem. Sie schmunzelte.

Als das Metall erkaltet, wurden die Formen gewendet. Mit gemeinsamen Kräften, Zugmaschinen,
deren Lederriemen durch die Schneider gefertigt, mehr Flexibilität bieteten und das hochhieven der schweren Tore
etwas vereinfachte. Stolz blickte ein jeder auf das gemeinsame Werk, als die Tore angebracht,
mit gefährlichen und bedrohlich wirkenden Spitzen gespickt wurden.
Mechanismen wurden klug angebracht, erklärt, gezeigt, getestet.

So viele tapfere Krieger, Handwerker, fanden sich ein, dass die drei Tore Düstersees schnell gestellt werden konnten.
Doch damit nicht genug. Nein, mit dieser Familie, dieser Streitmacht, diesem Zusammenhalt, wird der Feind fallen.
An unseren Toren scheitern und dahingeschlachtet. Womit? Ein leichtes...

Tage, Nächte. Ein jeder fand eine Unterkunft in Düstersee.
Zum einen waren viele zu geschwächt um nach Rahal zurück zu reiten,
zum anderen wollte ein jeder sich zu Sonnenaufgang wieder an die Arbeit machen.
Sie schlief gut. Erstaunlich gut. Es war dieses Gefühl...

Die Schreiner brachten große Holzblöcke bei, klug gesägt und geschliffen, und setzten sie,
vor aller anderer Helfer Augen, geschickt zusammen, bis etwas entstand, das so furchterregend und zerstörerisch,
dass es einem jeden ein bösartiges Lächeln auf die Lippen legte.

Die Pläne wurden vor einigen Sonnenläufen den Handwerkern zugetragen. Ein jeder brachte seine Ideen ein.
Auch Tarina hatte sich mit ihrer Schneiderin Brynn lange darüber unterhalten und diskutiert.
Neuerungen entstanden bei den Spitzen der Ballisten, den Riemen an den Katapulten und die Munition für eben jene.
Doch auch weitere ihr bis dahin unbekannte Veränderungen, eine jede zu unserem Vorteil.
Man sah, dass ein jeder sich Gedanken machte und produktiv zusammenarbeitete. Die perfekten Mordwaffen waren gebaut.
Zudem leicht ab und aufzubauen, geschickt durchdacht, um den Feind in die Enge treiben zu können.
Es geht nicht nur um Verteidigung. Es geht auch um Angriff. Um das Unerwartete. Sie werden fallen.

Das erste Packpferd wurde bereits entlastet, als ihm die Unmengen an Eisenbarren vom Rücken genommen wurden,
welche zum Guss der Türen dienten. Das zweite wurde ebenso eilig abgepackt und die Taschen der Garde übergeben.
Provost Deavon kam einige Tage zuvor in Tarinas Laden, ein Auftrag, vom Alka persönlich.
Ein fähiger Schmied soll Waffen für die Garde schmieden. Scharf, wendig und tödlich müssen sie sein.
Und so lohnte sich der Schweiß, die Tagelange Schufterei im Keller, denn ein jeder tapfere Mann,
selbst ob fähiger Krieger der Garde, oder ein kampfbereiter Handwerker, hatte nun ausreichend Rüstwerk
um sich im Kampf würdig zu erweisen.

Gemeinsam wurden noch einige Tage Verbesserungen ausgefeilt, immer wieder kamen neue Ideen auf,
immer wieder wurde eine sinnvolle und hilfreiche Veränderung vorgenommen.
Doch sie waren bereit, die Waffen geschärft, die Kriegsmaschinen gebaut, die Tore versiegelt, die Fallen gespannt.
Die Herzen und der Wille stark.

Heil Alathar!
Heinrich Hammerschmied
Beiträge: 22
Registriert: Dienstag 6. Dezember 2011, 04:41

Beitrag von Heinrich Hammerschmied »

Nichts ahnend sahs Heinrich Hammerschmied bei einer lustigen Bierrunde mit einigen Kollegen in der Freien Handwerker Zunft.
Es klingelte und Nachdem geöffnet wurde war schnell klar das ein Schmied gesucht sei
So wurde Heinrich gerufen und vor ihm standen dann auch schnell die zwei dunkel gekleidete Gestalten
, einer schweigsam scheinbar eine wache. Die andere stellte sich als eine gewisse Leutnant Scarlett Lilien,
Heinrich war schon gut betrunken und ihm war nicht ganz klar was die Frau meinte als sie nach Toren
verlangte und er sie morgen zur Vermessung treffen solle, daher machte er den Termin aus und verabschiedete
die beiden auch wieder. Er gesellte sich wieder zu den anderen und leerte noch einige Krüge
ehe er ins Bett fiel.

Am nächsten Tag wurde er wie besprochen von Scarlett Lilien zur ersten Abendstunde abgeholt.
Gemeinsam reisten sie bis nach Düstersee. Die Frau sprach nicht viel und schien nicht all zu freundlich
Heinrich schien dies aber nicht zu stören da er immer für ein gutes Geschäft zu haben ist, In Düstersee
angekommen begutachteten sie den ersten Torbogen. Als ihm die anderen Torbögen gezeigt wurden für die die Tore zu fertigen
sind wurde ihm schon etwas Bange, doch ließ er sich nicht beirren und vermaß jedes der Drei Eingänge aufs genauste.
Vor der Verabschiedung wurde er noch darauf hingewiesen das er getötet werde wenn er Fehler beim Tor mache. Darauf wurde noch ein
Liefertermin ausgemacht. Zwei tage. Wie das zu schaffen sei war ihm unklar, doch versprach er pünktlich zu liefern.


Wieder in der Zunft begann er sofort mit der Arbeit und machte einige Zeichnungen. Kurz darauf stand er am Amboss
Nach dem er sich dann Massive Metallstangen Schmiedete , gönnte er sich keine pause und begann mit dem ziehen
des Drahtes der zum verlöten der Konstruktion gedacht ist.
Ein Legierung verschiedenster Metalle macht die Drähte besonders stabil.
Erstmal im Garten ausgelegt war schnell zu sehen das es ein großes Tor werden wird. Fünf schritt breit und so hoch wie zwei Männer.

Einige Stangen waren mit löchern versehen, im Abstand von etwa einer Armstärke, durch die alle aufrechten Stangen geführt wurden
Nachdem er alle Stangen ausgelegt und in einander gesteckt hatte verzurrte er alle Streben mit dem Draht und schmolz diesen
dann mit einer Rotglühenden Zange zusammen. Als er dann das erste Tor endlich fertig hatte,
hämmerte er noch sein Siegel in die Ecke unten rechts. Da war auch schon der erste Tag ins Land gestrichen
so bleibt nur noch ein Tag um zwei weitere Tore zu fertigen. Kaum vorstellbar wie dies
zu schaffen sei, Hilfe wird er sich wohl suchen müssen.

Mit den ersten Lichstrahlen ist bereits hämmern in der Schmiede der Zunft
zu hören. Bis die sonne hoch am Himmel steht verstummt dieses hämmern nicht. Erst zur Mittagszeit trug Heinrich seine
frisch geschmiedeten Stangen in den Garten. Nach einer kurzen Mahlzeit machte er sich dann ans Werk und steckte wieder die Stangen ineinander um die Konstruktion
im Garten zu einem großen Tor zusammen zu fügen, erneut wird alles fest verdrahtet und mit einer
glühenden Zange fest zusammen gelötet. Zufrieden mit seinem Werk aß er zu Abend. Nach seiner großen Mahlzeit traf er im Eingang des Zunftgebäudes seinen Schmiedekollegen Samuel Estago,
Nachdem er ihm die Situation erklärt hat, war er mehr als nur bereit ihm dabei zu helfen
den Termin einhalten und die Tore liefern zu können..

Gemeinsam machten sie sich ans Werk und fertigten das letzte Tor noch bevor es
vollkommen dunkel war.
Froh das er den Termin halten kann machte sich Heinrich auf um mit dem Kutscher über den
Transport zu sprechen. Nach dem die Verhandlung abgeschlossen und die Tore nochmal kontrolliert wurden , legte er sich erschöpft zur ruhe um am nächsten Tag mit neuer kraft die Tore zu liefern und aufzustellen zu können.
Zuletzt geändert von Heinrich Hammerschmied am Mittwoch 3. Juli 2013, 19:42, insgesamt 1-mal geändert.
Antworten