Das Kaminfeuer knistert leise und füllt den Raum mit Wärme. Kiara sitzt mit angezogenen Beinen vor der Wärmespendenden Quelle und geht ihren Gedanken, wie so üblich, nach. Seid mehreren Tagen ist Sie wieder zuhause. Unten war beinahe alles ausgeräumt. Ausser dem kleinen Kamin und wenigen Möbeln war nichts weiter übrig geblieben. Vor einiger Zeit war noch alles mit Leben gefüllt. Doch für eine Person alleine ist das Haus zu groß. Bei Leon zuhause war alles anders. Das Haus ist recht klein aber dennoch fühlt sich Kiara stets wohl. Vielleicht wäre es besser, sich doch etwas kleineres zuzulegen. Düstersee ist ein schöner Ort. Und wer weiss, vielleicht würde sich Kiara dort besser fühlen und die Gedanken an die Vergangenheit vergessen. Eine gute Ablenkung hatte sie ja bereits. Auch wenn dies nicht sehr oft der Fall war. Blitzartig schoss ihr Leonardo durch den Kopf. Sowohl Leon als auch Sophie sind der Meinung, dass er ihr gut tut. Er bringt sie auf andere Gedanken und schafft es sogar ihr hin und wieder ein Lächeln zu entlocken. Dabei ist das Lächeln mehr als selten geworden. Sie sollte mal wieder Leon besuchen oder sogar mal Sophie. Mit einem leisen seufzen erhebt Kiara sich, geht in die Küche und macht sich erst einmal daran, dass ganze Geschirr vor sichtig in Leinen zu wickeln und wegzupacken. Zwischendurch nimmt Sie einen Schluck Rum zu sich, schnappt sich die Kessel, packt diese Weg und widmet sich dem Rest der Küche.
Erschöpft legt sie sich vor den Kamin und beobachtet das Feuer, wie sie über das bereits verkohlte Holz züngeln. Die Küche war bereits leer geräumt. Das Wohnzimmer ist als nächstes dran. Jedoch erst Morgen. Die Sonne ist schon vor einigen Stunden untergegangen. Insgeheim hoffte Kiara, dass Leonardo noch vorbei sehen würde. Es waren schon mehrere Tage vergangen und noch immer hört sie nichts von ihm. Kopfschüttelnd stand die Junge Kriegerin auf. Sie war müde und ging hinunter in den Keller, um sich dort einem warmen Bad hinzugeben. Sie würde es versuchen und sich ein neues Leben in Düstersee aufbauen. Doch als aller erstes, würde sie ihre Sachen zusammen räumen, sich einen Sack mit Kleidung schnappen und für ein paar Tage zu Leon fahren. In dem großen Haus würde man nur durchdrehen. Kiara war es zwar gewohnt in einem großen Haus zu leben. Aber das war etwas ganz anderes. Dort lebte sie mit ihrer Mutter, ihrem Vater und Leon zusammen. Das Haus strotzte nur vor Leben über. Und hier? In Rahal meidete sie die Umgebung und das einzige, was noch das Haus mit Leben füllte, waren ein paar kleine Pflanzen.
Nach fast zwei Stunden, stieg Kiara aus dem Bad. Hundemüde packte sie einige frische Kleidungsstücke zusammen und legte sich auf das große, weisse Bärenfell. Morgen früh würde sie erst einmal ein paar Brötchen fertig machen und zu Leon fahren.
Auf den Weg zu einem neuen Leben
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Kiara Thanel
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