Veränderung und Vorbereitung
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Gast
Es war soweit: Ein weiterer Schritt zur Vollendung von Althans Plan wurde erfüllt. Sophie hatte den Vertrag unterschrieben; einen bindenden Vertrag, den lediglich der Tod brechen konnte. Die Beichte im Tempel Rahals hatte sie erfüllt, nach dem Wunsch des Magisters, und zwei Wochenläufe an Zeit der Buße wurden ihr aufgetragen. Spärlich bekleidet in einer feinen Robe und Sandalen sollte die junge Frau in Rahal verweilen, und der Schwarzen Armee sowie dem Tempel dienlich sein. Das war die erste Bedingung. Die zweite fiel ihr ungleich schwerer: Ihre Tochter sollte in Ramnus' Obhut übergeben werden. Verspätet erreichte sie die Nachricht ihres älteren Bruders, dass er mit Larissa auf Reisen wäre, und diese andauern würde. Es gäbe keine rechtzeitige Möglichkeit zur Rückkehr. “Man wird sich einigen können“, dachte sich Sophie, und schritt nach einem tiefen Durchatmen in Richtung Ordensburg.
Ramnus schien mit der Einigung einverstanden zu sein: Sobald Larissa wieder in heimatlichen Gefilden wäre, sollte sie ihm zur Obhut geführt werden. Es gab keine lange Besprechung, und Sophie wurde durch eine Art unterirdischen Gang geführt, der Katakomben ähnelte. Ihre Atmung verlief nervös, die Luft war stickig, und sie spürte ihren Leib zittern, wenngleich sie darum bemüht war, keine Schwäche zu zeigen. Sie hatte sich für diesen Schritt entschieden, und er sollte erfüllt werden. Es gab kein Zurück mehr. Die Höhle, in der Form eines aufgerissenen Schlangenmauls mit spitzen Zähnen, wurde passiert, und ein Kreisweg führte die Gruppe zu einer Art Hügelspitze. Dort wartete die Maestra. Sophie hatte nie eine solch schaurige Gestalt gesehen; sie glich einer menschlichen Schlange. Ihr Gesicht war offenbar zu kaum einer emotionalen Regung fähig, und sie wirkte gelangweilt bei den Ausführungen der potentiellen Studiosa, und eines weiteren Kandidaten an ihrer Seite.
Ein Dolch lag hinter ihr in einer Kohlepfanne. Ein großes Pentagramm samt Bannkreis aus Blut ebneten den Weg zum Altar, wo die Maestra saß, und nachdem sie ihr Anliegen vorgetragen hatte – in der Schwarzen Burg zu lernen, und ihr altes Ketzer-Leben hinter sich zu lassen – erschien ihr ein Buch, das tatsächlich aus dem Inneren der schlangenartigen Führungskraft der Arkorither kam. Sophie blinzelte, sah mehrmals hin, und traute ihren grünen Augen nicht; dieses fürchterliche Bild – ihre Nervosität wurde deutlicher, und sie spürte ihr Herz regelrecht im Halse schlagen. “Hoffentlich frisst sie mich nicht“, formten ihre Lippen einen lautlosen Gedanken, den sie mit einem Kopfschütteln vertrieb: “Reiß' dich zusammen, Sophie. So etwas ist nicht möglich. Oder?“ Viel Zeit, um darüber nachzudenken, blieb ihr nicht. Ein letztes Mal musste sie den Regeln des Ordens zustimmen, und ihren Weg mit einer Unterschrift aus Blut finalisieren. Sie schnitt sich mit der Klinge des heißen Dolchs aus der Kohlepfanne tief in die rechte Hand, drückte sie zur Faust zu, und verfolgte nachdenklich, wie das warme Blut zwischen ihren Fingerspitzen rann.
Die Dolchklinge wurde großzügig benetzt, ehe die zitternde Linke mit der blutigen Spitze des provisorischen Federkiels ihren verschnörkelten Namen ins Buch schrieb: Sophie Louise Tangran. Nun gab es kein Zurück mehr; ihr Name sickerte durch die Seite, verschwand darin, und das Buch schien sie als Mitglied der Arkorither zu akzeptieren. Nervös verneigte sie sich, brachte den blutigen Dolch zurück, und wurde gebeten, ihre Kleidung abzulegen, als Zeichen dafür, ihr altes Leben zu vernichten. Der Saum wurde verbrannt, während ihr Schamröte in die Wangen stieg, und sie mit den Armen unbeholfen ihre Blöße zu verbergen versuchte. Im Grunde war sie sich ihres Körpers relativ selbstsicher. Die Mischung aus Nervosität, regelrechter Todesangst und den vielen Blicken auf ihrem Leib trieb ihr jedoch nur allzu leicht die Verlegenheit ins blasse Gesicht.
[img]http://s1.directupload.net/images/130616/nm4xkqnw.jpg[/img]
Plötzlich überkam die Kälte ihre nackte Statur, und sie verspürte Atemnot. Röchelnd weitete sie die Augen, führte ihre Fingerspitzen an die Kehle, und schnappte bei bebendem Brustkorb nach Luft. Verspätet realisierte sie, wie sich langsam ein pechschwarzer Mantel aus den Schatten unter ihr manifestierte, und sich schlangenartig um ihren Körper schwang; wie eine zweite Haut. Ein erlöstes Gefühl überkam die junge Studiosa, als wieder Luft ihre Lunge füllte, und sie betrachtete den seltsamen Saum gleichwohl mit Ehrfurcht, wie Faszination.
[img]http://s7.directupload.net/images/130616/vsqlmjkj.jpg[/img]
Der Pakt war besiegelt. Und der Weg in eine neue Chance, in ein neues Leben, wurde ihr geebnet. Sie musste sich daran gewöhnen, und viele Selbstzweifel forderten ihr Gemüt. Jedoch war dieser Schritt der wohl wichtigste bisher. Ein Schritt, der nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte – einer regelrechten Neugeburt gleich. “Sophie Tangran ist tot“, hallten erneut Adrians Worte durch ihren Kopf. Wie Recht er doch hatte. Das Tor zu einem neuen Leben wurde durchschritten; unter dem gewählten Decknamen:
[img]http://s14.directupload.net/images/130616/f9rpy7ny.jpg[/img]
Sarahfina Blanche, die Weiße Schlange.
Ramnus schien mit der Einigung einverstanden zu sein: Sobald Larissa wieder in heimatlichen Gefilden wäre, sollte sie ihm zur Obhut geführt werden. Es gab keine lange Besprechung, und Sophie wurde durch eine Art unterirdischen Gang geführt, der Katakomben ähnelte. Ihre Atmung verlief nervös, die Luft war stickig, und sie spürte ihren Leib zittern, wenngleich sie darum bemüht war, keine Schwäche zu zeigen. Sie hatte sich für diesen Schritt entschieden, und er sollte erfüllt werden. Es gab kein Zurück mehr. Die Höhle, in der Form eines aufgerissenen Schlangenmauls mit spitzen Zähnen, wurde passiert, und ein Kreisweg führte die Gruppe zu einer Art Hügelspitze. Dort wartete die Maestra. Sophie hatte nie eine solch schaurige Gestalt gesehen; sie glich einer menschlichen Schlange. Ihr Gesicht war offenbar zu kaum einer emotionalen Regung fähig, und sie wirkte gelangweilt bei den Ausführungen der potentiellen Studiosa, und eines weiteren Kandidaten an ihrer Seite.
Ein Dolch lag hinter ihr in einer Kohlepfanne. Ein großes Pentagramm samt Bannkreis aus Blut ebneten den Weg zum Altar, wo die Maestra saß, und nachdem sie ihr Anliegen vorgetragen hatte – in der Schwarzen Burg zu lernen, und ihr altes Ketzer-Leben hinter sich zu lassen – erschien ihr ein Buch, das tatsächlich aus dem Inneren der schlangenartigen Führungskraft der Arkorither kam. Sophie blinzelte, sah mehrmals hin, und traute ihren grünen Augen nicht; dieses fürchterliche Bild – ihre Nervosität wurde deutlicher, und sie spürte ihr Herz regelrecht im Halse schlagen. “Hoffentlich frisst sie mich nicht“, formten ihre Lippen einen lautlosen Gedanken, den sie mit einem Kopfschütteln vertrieb: “Reiß' dich zusammen, Sophie. So etwas ist nicht möglich. Oder?“ Viel Zeit, um darüber nachzudenken, blieb ihr nicht. Ein letztes Mal musste sie den Regeln des Ordens zustimmen, und ihren Weg mit einer Unterschrift aus Blut finalisieren. Sie schnitt sich mit der Klinge des heißen Dolchs aus der Kohlepfanne tief in die rechte Hand, drückte sie zur Faust zu, und verfolgte nachdenklich, wie das warme Blut zwischen ihren Fingerspitzen rann.
Die Dolchklinge wurde großzügig benetzt, ehe die zitternde Linke mit der blutigen Spitze des provisorischen Federkiels ihren verschnörkelten Namen ins Buch schrieb: Sophie Louise Tangran. Nun gab es kein Zurück mehr; ihr Name sickerte durch die Seite, verschwand darin, und das Buch schien sie als Mitglied der Arkorither zu akzeptieren. Nervös verneigte sie sich, brachte den blutigen Dolch zurück, und wurde gebeten, ihre Kleidung abzulegen, als Zeichen dafür, ihr altes Leben zu vernichten. Der Saum wurde verbrannt, während ihr Schamröte in die Wangen stieg, und sie mit den Armen unbeholfen ihre Blöße zu verbergen versuchte. Im Grunde war sie sich ihres Körpers relativ selbstsicher. Die Mischung aus Nervosität, regelrechter Todesangst und den vielen Blicken auf ihrem Leib trieb ihr jedoch nur allzu leicht die Verlegenheit ins blasse Gesicht.
[img]http://s1.directupload.net/images/130616/nm4xkqnw.jpg[/img]
Plötzlich überkam die Kälte ihre nackte Statur, und sie verspürte Atemnot. Röchelnd weitete sie die Augen, führte ihre Fingerspitzen an die Kehle, und schnappte bei bebendem Brustkorb nach Luft. Verspätet realisierte sie, wie sich langsam ein pechschwarzer Mantel aus den Schatten unter ihr manifestierte, und sich schlangenartig um ihren Körper schwang; wie eine zweite Haut. Ein erlöstes Gefühl überkam die junge Studiosa, als wieder Luft ihre Lunge füllte, und sie betrachtete den seltsamen Saum gleichwohl mit Ehrfurcht, wie Faszination.
[img]http://s7.directupload.net/images/130616/vsqlmjkj.jpg[/img]
Der Pakt war besiegelt. Und der Weg in eine neue Chance, in ein neues Leben, wurde ihr geebnet. Sie musste sich daran gewöhnen, und viele Selbstzweifel forderten ihr Gemüt. Jedoch war dieser Schritt der wohl wichtigste bisher. Ein Schritt, der nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte – einer regelrechten Neugeburt gleich. “Sophie Tangran ist tot“, hallten erneut Adrians Worte durch ihren Kopf. Wie Recht er doch hatte. Das Tor zu einem neuen Leben wurde durchschritten; unter dem gewählten Decknamen:
[img]http://s14.directupload.net/images/130616/f9rpy7ny.jpg[/img]
Sarahfina Blanche, die Weiße Schlange.
Zuletzt geändert von Gast am Sonntag 16. Juni 2013, 16:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
Moral versus Forschungsdrang versus Gefühle
25. Schwalbenkunft, Jahr 256
Mittlerweile ist einige Zeit vergangen, seitdem mein Leben im Westreich begonnen hat. Der Mann, den ich damals als 'Hurensohn' und 'Dreckskerl' beschimpft hatte, den ich unbedingt töten wollte - auf welche Weise auch immer -, hat mich in ein neues Kapitel meines Daseins geführt: Clericus Althan. Ein Kapitel, das nötig war, begonnen zu werden. Ich sah keinen Sinn, weiterhin ein Leben an der Academia Arcana zu führen, noch als vermeintlich neutral gesinnte Bajarderin. Die Worte Magistra Taruvals hallten mir durch den Kopf, wenngleich einige Zeit seit unserer letzten Begegnung vergangen war: "Nur zu, Secunda Tangran. Wenn Ihr zu den dummen Bajardern gehören wollt, die ihr Leben mit Saufen und Ficken verbringen, tut dies. Für mich wäre das nichts." Und sie hatte Recht. Ich habe mich viel zu lange auf die vermeintlichen Traditionen dieses nutzlosen Fischerdorfs eingelassen, was mir einen entsprechenden Ruf gebracht hat. Das hat ein Ende. "Sophie Tangran ist tot", vernehme ich Adrians bekräftigende Stimme in Gedanken und sehe zurück, als ich die Stufen zur Küche nach unten nehmen will. Er liegt im Bett und schläft. Ich kann mir bei dem Anblick ein Lächeln nicht abringen und halte inne, während ich meinen Morgenmantel anlege - ein Mann, der mich als Frau respektiert, und nicht für Bettgeschichten ausnutzt. Es fühlt sich ungewohnt an. Wenn ich ihn ansehe, wenn er mich ansieht, mich in die Arme nimmt, mich küsst. Mein Herz rast, ich verspüre Glück, Sehnsucht, Liebe. Moment; sind solche Gefühle im Westreich nicht fehl am Platz? Was für einen Nutzen haben sie, um dem Herrn zu dienen? Höchstwahrscheinlich keinen, oder? Wenn ich mich wohl fühle, und mir die Zweisamkeit Kraft gibt, kann man doch von einem Nutzen sprechen? Möchte Alatar wirklich nicht, dass sich Seine Diener erholen und gelegentlich dem Genuss frönen? Ist der Glaube tatsächlich darauf ausgelegt, ununterbrochen Bauklötzchen zu stapeln, ohne einmal innezuhalten, zu entspannen, und neue Kräfte zu schöpfen? Ich hatte keine Gelegenheit, um mich ausführlicher mit dem ehrenwerten Clericus über solche Gedanken zu unterhalten. Die Informationen, die ich erhalten habe, kratzten an der Oberfläche, und ich durfte ein kleines Buch dazu schreiben, was Interessenten Alatariens helfen sollte, einen groben Überblick über Gebote, Ziele des Reiches und seine Hierarchie zu finden. Ich habe eine Abschrift vom Büchlein meiner Ordensschwester im Hort des Wissens gereicht; vielleicht stehen die hilfreichen Informationen bald jedem zur Verfügung.
Forschungseintrag Nr. 135: Ersticken
Ich habe lange keine Informationen in diesem Buch eingetragen, und bin verwundert, dass es noch existiert. Die Academia Arcana hat mir moralische Restriktionen aufgesetzt, die es nicht zu brechen galt. Woher sollten meine Kollegen wissen, was für ein kranker Geist in meinem Inneren schlief? Fakt ist: Diese Barriere hat für mich jegliche Forschung, seit dem Abschluss, sinnlos und langweilig gemacht. Im Grunde fröne ich gerne der Praxis und schreibe meine Ergebnisse dokumentierend nieder. Hätte ich die Idee geäußert, jemanden zu entführen, um die Illusion des Erstickens an einem menschlichen Wesen zu testen, hätte man mir an der Academia höchstwahrscheinlich den Vogel gezeigt.
[s]Schritt 1: Wahl des Opfers[/s]
Schritt 1: Suche nach dem Testobjekt
Ich streife durch Alatarien und die Umgebung Düstersees, um eine Testperson für mein Experiment zu finden. Ja, es soll ein Mensch sein. Am besten irgendein saufender, stinkender Bettler, dem ein Arm fehlt, und der keinen Nutzen für den Herrn hat. Ich habe betörende Düfte aufgetragen, und mein Leib ziert ein körperbetontes Miederkleid, das mehr Brust zeigt, als verhüllt. Unkonventionelle Experimente erfordern unkonventionelle Forschungsmethoden. "Sie war so schön mit ihrer großen Brust, mich packte bei ihrem Anblick die Lust. Ich hab' an Land nie 'ne schön're Frau gekannt", sang im Laufe der späten Nacht ein älterer Mann, vermutlich um die sechszig Jahre alt, mit schiefer Stimme und einer deutlichen Alkoholfahne im Tonfall. Er verließ das 'Schwarze Ross' nahe Düstersee und war anscheinend auf dem Weg, seine musikalischen Ergüsse ganz Alatarien mitzuteilen. Ich kokettierte mit ihm, lächelte ihn versonnen an, und formte einen Schmollmund. "Wohin des Weges?", fragte ich ihn, und fühlte mich dreckig. Das sollte Adrian nicht erfahren, wenngleich ich den alten Sack auf der Stelle geblitzt hätte, hätte er seine Pfoten nach mir ausgestreckt und nicht beim Glotzen belassen. Anfassen darf fortan nur noch einer. Ich stemmte die Hände in die Hüften und beugte mich vor, um möglichst viel Ausschnitt zu zeigen. Ich konnte regelrecht riechen, wie dem notgeilen Alten das Wasser im Mund zusammenlief, nahm ihn bei der Hand - ihm fehlte ein Bein und die Augenklappe ließ das Klischee eines alten, verzweifelten Piraten aufkeimen -, und führte ihn langsam mit. Immer wieder schlug ich mit einem verspielten, warnenden "Na, na" seine Hände weg, wenn er versuchte, mich zu begrapschen. Vor den Toren der dunklen Arkoritherburg angekommen, schlug ich einen anderen Tonfall ein. Der nutzlose Kerl würde den Orden sowieso nicht lebend verlassen.
[s]Schritt 2: Mal sehen, ob er an der Illusion verreckt[/s]
Schritt 2: Illusion versus Realität
Ich riss dem alten Mann einen Beutel von seinem Gürtel, auf der Suche nach Wertsachen. Er bemerkte es nicht, und starrte fasziniert auf meine Brust. Nicht einmal der neuen, erdrückenden Umgebung schien er sich gewahr zu werden. Ich hatte ihn in den Kerker- und Forschungsbereich der Arkoritherburg geführt. Überall lagen Knochen bedauernswerter Forschungsobjekte herum, und es roch Ekel erregend nach fauligem Fleisch und Eingeweiden. Die wenigen Fackeln warfen ihr spärliches Licht auf die dunklen Wände. "Oh, 'u bischt beschtimmt ei'e verruchte Drecksssau", lallte er mir ins Ohr, und ich musste bei seinem Mundgeruch würgen. Nicht nur das, sondern auch das Bild einer jungen Frau, das ich in seinem Beutel fand, die die Züge des alten Mannes trug, und in meinem Alter war, ließ mich stocken. Seine Tochter? Es reichte dieser flüchtige Moment, um mich zweifeln zu lassen. Was, wenn jemand meiner Kleinen den Vater nehmen würde? Bemitleidend starrte ich den alten Mann an, der anfing, penetrant zu werden. Ich ließ mir durch das Haar streicheln, er fasste meine Schulter an, und ich wirkte weiterhin wie paralysiert. "Nein", stieß ich knurrend aus meiner Kehle, trat nach dem alten Mann, er riss die Augen auf, und taumelte mit seinem polternden Holzbein rücklings in die Zelle.
[s]Schritt 3: Der Hurensohn soll endlich ersticken![/s]
Schritt 3: Illusionsmagie bei berauschtem Geist
"Ah, so 'n Missststück biss'u also, Süße; 'u stehst auf Fesselspielchen", sprach er gebrochen zu mir, zeigte sein Klischee-Zahnlückengrinsen und wippte mit den buschigen, ergrauten Brauen. Ich drückte die Zellentür scheppernd zu, und atmete durch, endlich nicht länger der Nähe von dem stinkenden Kerl ausgeliefert zu sein. Beim nächsten Mal verzichte ich auf Erotik als Lockmittel für potentielle Forschungsobjekte, das war eine beschissene Idee! Nachdem ich den Beutel abgelegt hatte, und den Gedanken an die Kohlestift-Zeichnung seiner Tochter in dem Kettenamulett vertrieb, konzentrierte ich mich auf das Klangbild des alten Mannes, der sich an die Gitterstäbe der Zelle gekrallt, und mit Speichel auf den Mundwinkeln zu erwarten schien, dass irgendein aufregendes Sexspielchen beginnen würde. Es ist schwer, die Struktur eines Menschen im Lied auszumachen, der betrunken ist. Die Klänge wirken verfälscht, und wenn man gezielt einen Wahrnehmungssinn manipulieren möchte, muss man raten, weil sie wegen des Rauschgifts fast identisch ertönen. Ich nehme das Bild eines Pfirsichs zur besseren Vorstellung des magischen Sachverhalts her: Das Fruchtfleisch ist der Klang des Rauschgifts, des Alkohols, es sieht gleich aus und schmeckt auch so; ich möchte jedoch den Kern im Lied erfassen, der von dieser gleichklingenden Schicht umhüllt wird. Also überhöre ich mühevoll die lüsternen Äußerungen des Mannes, konzentriere mich auf die Klänge des Rauschgiftes, und entziehe sie mühsam dem ursprünglichen Klangbild des Objekts, als würde ich mich langsam durch das Fruchtfleisch beißen. Es bleiben zwar Reste am Kern - egal, wie 'sauber' ich das Gift, das 'Fruchtfleisch', entferne - am natürlichen Klangbild haften, aber so fällt es mir viel leichter, seine Sinne zu manipulieren.
[s]Schritt 4: Oh Gott, ist das lustig![/s]
Schritt 4: Erfolg
Bevor der alte Mann durch das schwindende Rauschgift in seinem Körper realisieren kann, was mit ihm geschieht, entdecke ich im Lied die Knotenpunkte, die sein Gehirn mit der Reflexfunktion seiner Atemwege verbinden. Der Mensch muss nicht übers Atmen nachdenken, das übernimmt der Körper automatisch. Nun folgt die Entscheidungsfrage: Eine Illusion ist unrealistisch. Der Mann wird eigentlich nicht ersticken, sondern lediglich das Gefühl verspüren. Tatsächlich arbeitet sein Körper instinktiv weiter. Reicht es demnach aus, etwas in seinem Kopf zu verändern, um ihn an der vermeintlichen Atemnot sterben zu lassen? Zur Veranschaulichung: Knotenpunkte verbinden unser Gehirn mit Vital- und Sinnesfunktionen unseres Körpers: Sei es das Atmen oder der Drang, das Scheißhaus aufzusuchen. Man kann sich das Ganze als Seile vorstellen, die von einem Gehirn ausgehen, und es mit den erwähnten Funktionen verbinden. Die Knotenpunkte gewähren die Stabilität der Verbindung. Ich lockere im Lied langsam den Knotenpunkt, der die Reflexfunktion des Atmens gewährleistet, und betrachte unter meiner Konzentration, ins Lied einzugreifen, den Mann. Ein Würgen erklingt, er fasst sich bei geweiteten Augen an die Kehle und sinkt auf die Knie. "Du hässliches Miststück", zischt er mir heiser entgegen und ich muss grinsen. Oh Herr, macht das Spaß! Das hat der Lüstling sicher nicht erahnt; eine Arkoritherin im vollbusigen Schafspelz, sozusagen. Er röchelt, und Speichel rinnt an seinen Mundwinkeln herab. Es wirkt so, als würden unsichtbare Hände seinen Hals umschlossen halten und für ein tatsächliches Ersticken sorgen. "Ich reiß' dich in Stücke", hechelt er mir erneut entgegen und ich muss abermals unter dem Anflug sadistischer Lust grinsen. "Verreck', Arschloch", raune ich zurück und verstärke die Illusion im Lied, indem ich den bildlichen Knoten gänzlich lockere. Der alte Mann sinkt zu Boden, Schaum umhüllt seinen Mund, er kotzt, und dreht sich auf allen Vieren winselnd im Kreis. "Wo ist meine Tochter, lass' mich wenigstens meine Tochter... Argh", fleht er, und erneut muss ich bei aufkeimendem Mitleid stocken. Aber es ist zu spät. Nicht die Illusion des Erstickens hat dafür gesorgt, dass der alte Mann langsam und qualvoll sein Leben aushaucht, sondern die schiere Panik, die seinen Organismus durch die psychische Überforderung gebremst hat. Das Gehirn lenkt alles, wirklich alles, was wir tun. Wir sind Maschinen, die von dem Ding in unserem Kopf geführt werden. Arbeiten Reflexfunktionen anders, als gewohnt, schalten wir in Panik um, weil wir gegen den Tod ankämpfen. Der Mensch ist erbärmlich, das Leben wird von einem bestimmten Faktor geführt, der sich 'Glück' nennt. Die Einen haben es, und leben ruhiger, die Anderen nicht, und quälen sich durch. Eine ganz einfache, vom Schicksal geführte Rechnung. Der Mann hatte kein Glück. Ich war erstens, nicht die erhoffte Hure, zweitens, hatte er wenig Selbstvertrauen, um hinter die Illusion zu blicken, und starb offensichtlich an der schieren Panik. Das Leben ist echt beschissen!
[s]Schritt 5: Müllentsorgung à la Arkorither[/s]
Schritt 5: Leichenbestattung
Ich hebe den toten, nach Kotze und Alkohol stinkenden, Leib des alten Mannes an, und schultere den mageren Kerl. Anschließend findet er sein Grab im dreckigen Fluss unter der Brücke zur Arkorither-Burg. Oh, die Piranhas darunter scheinen hungrig zu sein.
Eintrag Ende.
25. Schwalbenkunft, Jahr 256
Mittlerweile ist einige Zeit vergangen, seitdem mein Leben im Westreich begonnen hat. Der Mann, den ich damals als 'Hurensohn' und 'Dreckskerl' beschimpft hatte, den ich unbedingt töten wollte - auf welche Weise auch immer -, hat mich in ein neues Kapitel meines Daseins geführt: Clericus Althan. Ein Kapitel, das nötig war, begonnen zu werden. Ich sah keinen Sinn, weiterhin ein Leben an der Academia Arcana zu führen, noch als vermeintlich neutral gesinnte Bajarderin. Die Worte Magistra Taruvals hallten mir durch den Kopf, wenngleich einige Zeit seit unserer letzten Begegnung vergangen war: "Nur zu, Secunda Tangran. Wenn Ihr zu den dummen Bajardern gehören wollt, die ihr Leben mit Saufen und Ficken verbringen, tut dies. Für mich wäre das nichts." Und sie hatte Recht. Ich habe mich viel zu lange auf die vermeintlichen Traditionen dieses nutzlosen Fischerdorfs eingelassen, was mir einen entsprechenden Ruf gebracht hat. Das hat ein Ende. "Sophie Tangran ist tot", vernehme ich Adrians bekräftigende Stimme in Gedanken und sehe zurück, als ich die Stufen zur Küche nach unten nehmen will. Er liegt im Bett und schläft. Ich kann mir bei dem Anblick ein Lächeln nicht abringen und halte inne, während ich meinen Morgenmantel anlege - ein Mann, der mich als Frau respektiert, und nicht für Bettgeschichten ausnutzt. Es fühlt sich ungewohnt an. Wenn ich ihn ansehe, wenn er mich ansieht, mich in die Arme nimmt, mich küsst. Mein Herz rast, ich verspüre Glück, Sehnsucht, Liebe. Moment; sind solche Gefühle im Westreich nicht fehl am Platz? Was für einen Nutzen haben sie, um dem Herrn zu dienen? Höchstwahrscheinlich keinen, oder? Wenn ich mich wohl fühle, und mir die Zweisamkeit Kraft gibt, kann man doch von einem Nutzen sprechen? Möchte Alatar wirklich nicht, dass sich Seine Diener erholen und gelegentlich dem Genuss frönen? Ist der Glaube tatsächlich darauf ausgelegt, ununterbrochen Bauklötzchen zu stapeln, ohne einmal innezuhalten, zu entspannen, und neue Kräfte zu schöpfen? Ich hatte keine Gelegenheit, um mich ausführlicher mit dem ehrenwerten Clericus über solche Gedanken zu unterhalten. Die Informationen, die ich erhalten habe, kratzten an der Oberfläche, und ich durfte ein kleines Buch dazu schreiben, was Interessenten Alatariens helfen sollte, einen groben Überblick über Gebote, Ziele des Reiches und seine Hierarchie zu finden. Ich habe eine Abschrift vom Büchlein meiner Ordensschwester im Hort des Wissens gereicht; vielleicht stehen die hilfreichen Informationen bald jedem zur Verfügung.
Forschungseintrag Nr. 135: Ersticken
Ich habe lange keine Informationen in diesem Buch eingetragen, und bin verwundert, dass es noch existiert. Die Academia Arcana hat mir moralische Restriktionen aufgesetzt, die es nicht zu brechen galt. Woher sollten meine Kollegen wissen, was für ein kranker Geist in meinem Inneren schlief? Fakt ist: Diese Barriere hat für mich jegliche Forschung, seit dem Abschluss, sinnlos und langweilig gemacht. Im Grunde fröne ich gerne der Praxis und schreibe meine Ergebnisse dokumentierend nieder. Hätte ich die Idee geäußert, jemanden zu entführen, um die Illusion des Erstickens an einem menschlichen Wesen zu testen, hätte man mir an der Academia höchstwahrscheinlich den Vogel gezeigt.
[s]Schritt 1: Wahl des Opfers[/s]
Schritt 1: Suche nach dem Testobjekt
Ich streife durch Alatarien und die Umgebung Düstersees, um eine Testperson für mein Experiment zu finden. Ja, es soll ein Mensch sein. Am besten irgendein saufender, stinkender Bettler, dem ein Arm fehlt, und der keinen Nutzen für den Herrn hat. Ich habe betörende Düfte aufgetragen, und mein Leib ziert ein körperbetontes Miederkleid, das mehr Brust zeigt, als verhüllt. Unkonventionelle Experimente erfordern unkonventionelle Forschungsmethoden. "Sie war so schön mit ihrer großen Brust, mich packte bei ihrem Anblick die Lust. Ich hab' an Land nie 'ne schön're Frau gekannt", sang im Laufe der späten Nacht ein älterer Mann, vermutlich um die sechszig Jahre alt, mit schiefer Stimme und einer deutlichen Alkoholfahne im Tonfall. Er verließ das 'Schwarze Ross' nahe Düstersee und war anscheinend auf dem Weg, seine musikalischen Ergüsse ganz Alatarien mitzuteilen. Ich kokettierte mit ihm, lächelte ihn versonnen an, und formte einen Schmollmund. "Wohin des Weges?", fragte ich ihn, und fühlte mich dreckig. Das sollte Adrian nicht erfahren, wenngleich ich den alten Sack auf der Stelle geblitzt hätte, hätte er seine Pfoten nach mir ausgestreckt und nicht beim Glotzen belassen. Anfassen darf fortan nur noch einer. Ich stemmte die Hände in die Hüften und beugte mich vor, um möglichst viel Ausschnitt zu zeigen. Ich konnte regelrecht riechen, wie dem notgeilen Alten das Wasser im Mund zusammenlief, nahm ihn bei der Hand - ihm fehlte ein Bein und die Augenklappe ließ das Klischee eines alten, verzweifelten Piraten aufkeimen -, und führte ihn langsam mit. Immer wieder schlug ich mit einem verspielten, warnenden "Na, na" seine Hände weg, wenn er versuchte, mich zu begrapschen. Vor den Toren der dunklen Arkoritherburg angekommen, schlug ich einen anderen Tonfall ein. Der nutzlose Kerl würde den Orden sowieso nicht lebend verlassen.
[s]Schritt 2: Mal sehen, ob er an der Illusion verreckt[/s]
Schritt 2: Illusion versus Realität
Ich riss dem alten Mann einen Beutel von seinem Gürtel, auf der Suche nach Wertsachen. Er bemerkte es nicht, und starrte fasziniert auf meine Brust. Nicht einmal der neuen, erdrückenden Umgebung schien er sich gewahr zu werden. Ich hatte ihn in den Kerker- und Forschungsbereich der Arkoritherburg geführt. Überall lagen Knochen bedauernswerter Forschungsobjekte herum, und es roch Ekel erregend nach fauligem Fleisch und Eingeweiden. Die wenigen Fackeln warfen ihr spärliches Licht auf die dunklen Wände. "Oh, 'u bischt beschtimmt ei'e verruchte Drecksssau", lallte er mir ins Ohr, und ich musste bei seinem Mundgeruch würgen. Nicht nur das, sondern auch das Bild einer jungen Frau, das ich in seinem Beutel fand, die die Züge des alten Mannes trug, und in meinem Alter war, ließ mich stocken. Seine Tochter? Es reichte dieser flüchtige Moment, um mich zweifeln zu lassen. Was, wenn jemand meiner Kleinen den Vater nehmen würde? Bemitleidend starrte ich den alten Mann an, der anfing, penetrant zu werden. Ich ließ mir durch das Haar streicheln, er fasste meine Schulter an, und ich wirkte weiterhin wie paralysiert. "Nein", stieß ich knurrend aus meiner Kehle, trat nach dem alten Mann, er riss die Augen auf, und taumelte mit seinem polternden Holzbein rücklings in die Zelle.
[s]Schritt 3: Der Hurensohn soll endlich ersticken![/s]
Schritt 3: Illusionsmagie bei berauschtem Geist
"Ah, so 'n Missststück biss'u also, Süße; 'u stehst auf Fesselspielchen", sprach er gebrochen zu mir, zeigte sein Klischee-Zahnlückengrinsen und wippte mit den buschigen, ergrauten Brauen. Ich drückte die Zellentür scheppernd zu, und atmete durch, endlich nicht länger der Nähe von dem stinkenden Kerl ausgeliefert zu sein. Beim nächsten Mal verzichte ich auf Erotik als Lockmittel für potentielle Forschungsobjekte, das war eine beschissene Idee! Nachdem ich den Beutel abgelegt hatte, und den Gedanken an die Kohlestift-Zeichnung seiner Tochter in dem Kettenamulett vertrieb, konzentrierte ich mich auf das Klangbild des alten Mannes, der sich an die Gitterstäbe der Zelle gekrallt, und mit Speichel auf den Mundwinkeln zu erwarten schien, dass irgendein aufregendes Sexspielchen beginnen würde. Es ist schwer, die Struktur eines Menschen im Lied auszumachen, der betrunken ist. Die Klänge wirken verfälscht, und wenn man gezielt einen Wahrnehmungssinn manipulieren möchte, muss man raten, weil sie wegen des Rauschgifts fast identisch ertönen. Ich nehme das Bild eines Pfirsichs zur besseren Vorstellung des magischen Sachverhalts her: Das Fruchtfleisch ist der Klang des Rauschgifts, des Alkohols, es sieht gleich aus und schmeckt auch so; ich möchte jedoch den Kern im Lied erfassen, der von dieser gleichklingenden Schicht umhüllt wird. Also überhöre ich mühevoll die lüsternen Äußerungen des Mannes, konzentriere mich auf die Klänge des Rauschgiftes, und entziehe sie mühsam dem ursprünglichen Klangbild des Objekts, als würde ich mich langsam durch das Fruchtfleisch beißen. Es bleiben zwar Reste am Kern - egal, wie 'sauber' ich das Gift, das 'Fruchtfleisch', entferne - am natürlichen Klangbild haften, aber so fällt es mir viel leichter, seine Sinne zu manipulieren.
[s]Schritt 4: Oh Gott, ist das lustig![/s]
Schritt 4: Erfolg
Bevor der alte Mann durch das schwindende Rauschgift in seinem Körper realisieren kann, was mit ihm geschieht, entdecke ich im Lied die Knotenpunkte, die sein Gehirn mit der Reflexfunktion seiner Atemwege verbinden. Der Mensch muss nicht übers Atmen nachdenken, das übernimmt der Körper automatisch. Nun folgt die Entscheidungsfrage: Eine Illusion ist unrealistisch. Der Mann wird eigentlich nicht ersticken, sondern lediglich das Gefühl verspüren. Tatsächlich arbeitet sein Körper instinktiv weiter. Reicht es demnach aus, etwas in seinem Kopf zu verändern, um ihn an der vermeintlichen Atemnot sterben zu lassen? Zur Veranschaulichung: Knotenpunkte verbinden unser Gehirn mit Vital- und Sinnesfunktionen unseres Körpers: Sei es das Atmen oder der Drang, das Scheißhaus aufzusuchen. Man kann sich das Ganze als Seile vorstellen, die von einem Gehirn ausgehen, und es mit den erwähnten Funktionen verbinden. Die Knotenpunkte gewähren die Stabilität der Verbindung. Ich lockere im Lied langsam den Knotenpunkt, der die Reflexfunktion des Atmens gewährleistet, und betrachte unter meiner Konzentration, ins Lied einzugreifen, den Mann. Ein Würgen erklingt, er fasst sich bei geweiteten Augen an die Kehle und sinkt auf die Knie. "Du hässliches Miststück", zischt er mir heiser entgegen und ich muss grinsen. Oh Herr, macht das Spaß! Das hat der Lüstling sicher nicht erahnt; eine Arkoritherin im vollbusigen Schafspelz, sozusagen. Er röchelt, und Speichel rinnt an seinen Mundwinkeln herab. Es wirkt so, als würden unsichtbare Hände seinen Hals umschlossen halten und für ein tatsächliches Ersticken sorgen. "Ich reiß' dich in Stücke", hechelt er mir erneut entgegen und ich muss abermals unter dem Anflug sadistischer Lust grinsen. "Verreck', Arschloch", raune ich zurück und verstärke die Illusion im Lied, indem ich den bildlichen Knoten gänzlich lockere. Der alte Mann sinkt zu Boden, Schaum umhüllt seinen Mund, er kotzt, und dreht sich auf allen Vieren winselnd im Kreis. "Wo ist meine Tochter, lass' mich wenigstens meine Tochter... Argh", fleht er, und erneut muss ich bei aufkeimendem Mitleid stocken. Aber es ist zu spät. Nicht die Illusion des Erstickens hat dafür gesorgt, dass der alte Mann langsam und qualvoll sein Leben aushaucht, sondern die schiere Panik, die seinen Organismus durch die psychische Überforderung gebremst hat. Das Gehirn lenkt alles, wirklich alles, was wir tun. Wir sind Maschinen, die von dem Ding in unserem Kopf geführt werden. Arbeiten Reflexfunktionen anders, als gewohnt, schalten wir in Panik um, weil wir gegen den Tod ankämpfen. Der Mensch ist erbärmlich, das Leben wird von einem bestimmten Faktor geführt, der sich 'Glück' nennt. Die Einen haben es, und leben ruhiger, die Anderen nicht, und quälen sich durch. Eine ganz einfache, vom Schicksal geführte Rechnung. Der Mann hatte kein Glück. Ich war erstens, nicht die erhoffte Hure, zweitens, hatte er wenig Selbstvertrauen, um hinter die Illusion zu blicken, und starb offensichtlich an der schieren Panik. Das Leben ist echt beschissen!
[s]Schritt 5: Müllentsorgung à la Arkorither[/s]
Schritt 5: Leichenbestattung
Ich hebe den toten, nach Kotze und Alkohol stinkenden, Leib des alten Mannes an, und schultere den mageren Kerl. Anschließend findet er sein Grab im dreckigen Fluss unter der Brücke zur Arkorither-Burg. Oh, die Piranhas darunter scheinen hungrig zu sein.
Eintrag Ende.
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Gast
Forschungseintrag Nr. 136: Umgebungsenergien in Lebewesen
Schritt 1: Suche nach dem Testobjekt
In der Wissenschaft des Liedes ist es so: Alles besteht aus dem Lied der [s]Schöpferhure[/s] Eluive. Gras, Baum, See, Gebirge, selbst Regale oder Klingen. Im Grunde könnte sich der Magier den Kauf von Waffen und Rüstzeug sparen, indem er das Lied zu - ja - Waffen und Rüstzeug formt. Irgendwie. Aber es funktioniert nicht. Es ist ein mir unbekanntes Phänomen. Vielleicht sind die Konstrukte von Rüstzeug dermaßen komplex, dass man sie nicht detailliert genug erfassen und nachformen kann; wer weiß. Vermutlich sind Schmiede die wahren Liedkundigen. So! Testobjekt: Ich kämpfe gegen den Drang an, mir einen weiteren notgeilen Bettler alsOpfer Testperson zu schnappen, und grüble. Was hasse ich, neben gefühlten neunzig Prozent der Welt, sonst noch, außer nutzlose Straßenpenner; da wird sich wohl etwas finden lassen? Ich stehe vor dem Haus meines Mannes, und rauche das letzte Bisschen vom cabezianischen Tabakstängel auf, blase nachdenklich den Rauch in die Luft, und als ich den Stummel aus meinen Fingern schnipse, kommt mir der Einfall: Ein knuffiger Welpe! Oh Gott, ich hasse Hunde! Kläffen, wedeln mit dem Schwanz, hecheln dich an, [s]sie sind einfach nur scheiße[/s] und haben für Alatar sowieso keinen Nutzen! Als Panther würde er, wie ich es tue, ohnehin bestimmt Katzen präferieren! Also mach' ich mich des Nachts auf, und such' mir einen Köter. Da steht ein verlassener Bauernhof, oder dessen Besitzer liegt gerade in den Fellen - wie auch immer, eine Handvoll Hundewelpen mit buschigem, hellem Fell und herabhängenden Schlappohren nähert sich mir. Ich rümpf die Nase und halte meinen Zorn im Zaum. Oh, wie schön wäre jetzt ein kerniger Kettenblitz, damit die nervigen Kläffer ihre kleinen Fressen halten. Ich mach' ganz auf liebes Frauchen, weite meine Augen, gehe in die Hocke und glotz einen besonders anhänglichen Welpen an, der aus großen Kulleraugen hechelnd und erwartungsvoll mit dem Schwänzchen wedelnd zu mir hoch sieht. Ich schwöre bei Alatar. Wenn das niedliche Vieh eine Katze wäre, würde ich nun glatt einen Rückzieher machen. Wie goldig! Ich sehe mich prüfend um, schnapp' mir das Hündchen, und eile via Sphärenreise zur Arkoritherburg zurück. [s]Das Drecksvieh hat mich vollgekackt![/s]
Schritt 2: Vorbereitung
Ich sperre den Welpen in eine Forschungszelle der Schwarzen Burg ein, verschränke die Arme unter der Brust, und starre ihn an. Abermals glotzt mich das Vieh aus großen Augen erwartungsvoll an, aber ich bin sauer. Es stinkt gewaltig nach Scheiße und ein Blick auf meine schöne, mit Hundekot besudelte Arkoritherrobe verstärkt meinen Hass auf das dumme Tier. Ich schließe die Augen und greife ins Lied ein. Das Klangbild der meisten Vierbeiner ist relativ identisch. Zumindest der Organismus: Funktionen der Gedärme, Ausscheidungsreflexe, Herz- und Kreislaufsysteme etc. pp.. Unterschiede gibt es im Hirn. Katzen und Hunde folgen unterschiedlichen Klangphasen, die bei den dummen Kläffern mehr mit Treue und Anhänglichkeit, und bei Katzen mit Egoismus zu tun haben. Das ist jedoch bekannt. Genau kann das aber niemand sagen; wir sind Liedkundige, keine Wahrsager oder Gedankenleser.
Schritt 3: Magen-Darm-Probleme sind ein Witz dagegen!
[s]Mir fällt echt keine bessere Überschrift ein.[/s]
Ziel ist Folgendes: Wenn wirklich jeder Furz aus dem Lied besteht, dann auch die im Körper gebildete Wärme. Ich müsste in der Lage sein, den Köter erfrieren, oder innerlich verbrennen zu lassen. Verbrennen klingt lustiger, also wählen wir das. Ich hatte es angekündigt, zu erforschen, ob ich selbst solche tiefer liegenden Klangkonstrukte wie die der Magensäure beeinflussen kann. Konzentriert befasse ich mich mit dem Tier. Es fällt nicht leicht, weil mich das penetrante Bellen ständig aus der Meditation bringt. [s]Noch ein Geräusch, und ich mach' Gulasch aus dem Scheißvieh![/s] Irgendwann hab' ich den Faden entdeckt, leise und kaum vernehmbar, zwischen widerlichen Klängen von Darm und Magen. Es hat ja niemand behauptet, Innereien wären ansehnlich; sie klingen auch im Lied beschissen. Langsam lasse ich die Temperatur ansteigen, spüre, wie die Klänge regelrecht trommeln, und die Magensäure im Körper des Hundes erhitzt sich langsam aufs Unerträgliche. Das Tier fängt an zu winseln, kotzt und scheißt den Boden voll, und windet sich in merklicher Qual. "Gut, du hast dein Ergebnis, Sophie, es ist möglich, Feuerelement - daher Hitze als Ausformung des Feuers - in Lebewesen zu manipulieren. Voller Erfolg. Und nun hör' auf", höre ich meine innere Vernunft sagen, aber sie klingt wie ein Vierzehnjähriger im Stimmbruch. Ich überhöre die nervige Warnung, grinse amüsiert, und lasse meiner kranken, sadistischen Ader freien Lauf. Immer mehr Hitze aus der Umgebung - den Fackeln an den Wänden, zum Beispiel - entziehend und in dem Körper des Köters anhäufend. Die Magensäure frisst sich ihren Weg aus Haut und Fell, und plötzlich höre ich ein unappetitliches "Platsch". Das war wohl mal ein Hund, na ja. Ich nenn's mal Erfolg.
Eintrag Ende.
[s]Bäh, ekelhaft. Wer macht jetzt die Sauerei weg?[/s]
Schritt 1: Suche nach dem Testobjekt
In der Wissenschaft des Liedes ist es so: Alles besteht aus dem Lied der [s]Schöpferhure[/s] Eluive. Gras, Baum, See, Gebirge, selbst Regale oder Klingen. Im Grunde könnte sich der Magier den Kauf von Waffen und Rüstzeug sparen, indem er das Lied zu - ja - Waffen und Rüstzeug formt. Irgendwie. Aber es funktioniert nicht. Es ist ein mir unbekanntes Phänomen. Vielleicht sind die Konstrukte von Rüstzeug dermaßen komplex, dass man sie nicht detailliert genug erfassen und nachformen kann; wer weiß. Vermutlich sind Schmiede die wahren Liedkundigen. So! Testobjekt: Ich kämpfe gegen den Drang an, mir einen weiteren notgeilen Bettler als
Schritt 2: Vorbereitung
Ich sperre den Welpen in eine Forschungszelle der Schwarzen Burg ein, verschränke die Arme unter der Brust, und starre ihn an. Abermals glotzt mich das Vieh aus großen Augen erwartungsvoll an, aber ich bin sauer. Es stinkt gewaltig nach Scheiße und ein Blick auf meine schöne, mit Hundekot besudelte Arkoritherrobe verstärkt meinen Hass auf das dumme Tier. Ich schließe die Augen und greife ins Lied ein. Das Klangbild der meisten Vierbeiner ist relativ identisch. Zumindest der Organismus: Funktionen der Gedärme, Ausscheidungsreflexe, Herz- und Kreislaufsysteme etc. pp.. Unterschiede gibt es im Hirn. Katzen und Hunde folgen unterschiedlichen Klangphasen, die bei den dummen Kläffern mehr mit Treue und Anhänglichkeit, und bei Katzen mit Egoismus zu tun haben. Das ist jedoch bekannt. Genau kann das aber niemand sagen; wir sind Liedkundige, keine Wahrsager oder Gedankenleser.
Schritt 3: Magen-Darm-Probleme sind ein Witz dagegen!
[s]Mir fällt echt keine bessere Überschrift ein.[/s]
Ziel ist Folgendes: Wenn wirklich jeder Furz aus dem Lied besteht, dann auch die im Körper gebildete Wärme. Ich müsste in der Lage sein, den Köter erfrieren, oder innerlich verbrennen zu lassen. Verbrennen klingt lustiger, also wählen wir das. Ich hatte es angekündigt, zu erforschen, ob ich selbst solche tiefer liegenden Klangkonstrukte wie die der Magensäure beeinflussen kann. Konzentriert befasse ich mich mit dem Tier. Es fällt nicht leicht, weil mich das penetrante Bellen ständig aus der Meditation bringt. [s]Noch ein Geräusch, und ich mach' Gulasch aus dem Scheißvieh![/s] Irgendwann hab' ich den Faden entdeckt, leise und kaum vernehmbar, zwischen widerlichen Klängen von Darm und Magen. Es hat ja niemand behauptet, Innereien wären ansehnlich; sie klingen auch im Lied beschissen. Langsam lasse ich die Temperatur ansteigen, spüre, wie die Klänge regelrecht trommeln, und die Magensäure im Körper des Hundes erhitzt sich langsam aufs Unerträgliche. Das Tier fängt an zu winseln, kotzt und scheißt den Boden voll, und windet sich in merklicher Qual. "Gut, du hast dein Ergebnis, Sophie, es ist möglich, Feuerelement - daher Hitze als Ausformung des Feuers - in Lebewesen zu manipulieren. Voller Erfolg. Und nun hör' auf", höre ich meine innere Vernunft sagen, aber sie klingt wie ein Vierzehnjähriger im Stimmbruch. Ich überhöre die nervige Warnung, grinse amüsiert, und lasse meiner kranken, sadistischen Ader freien Lauf. Immer mehr Hitze aus der Umgebung - den Fackeln an den Wänden, zum Beispiel - entziehend und in dem Körper des Köters anhäufend. Die Magensäure frisst sich ihren Weg aus Haut und Fell, und plötzlich höre ich ein unappetitliches "Platsch". Das war wohl mal ein Hund, na ja. Ich nenn's mal Erfolg.
Eintrag Ende.
[s]Bäh, ekelhaft. Wer macht jetzt die Sauerei weg?[/s]
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Gast
Forschungseintrag Nr. 137: Speichern von magischen Energien
Schritt 1: Das passende Gefäß
Die Menekaner hatten gegen das Rahalische Reich gesiegt. Das war Fakt. Nun wird viel für einen Rückschlag geplant, schließlich möchte man Grenzwarth zurückerobern. Verständlich. Ich schaue aus dem Fenster, lehne mich zurück, atme tief durch, und habe das Gefühl, jeden Moment zusammenzubrechen. Der Tag war lang; ein neues Mitglied verhilft fortan dem Orden zu mehr Macht, es galt, dem zugehörigen Ritual beizuwohnen, und das Gespräch, um Möglichkeiten, einem Liedkundigen den Zugriff auf das Lied zu verwehren, brachte mich an die Grenzen meiner mentalen Belastbarkeit. Sollte die Adepta etwa das Grundwissen ihres Studiums verlernt haben!? Was für eine blöde Frage! Natürlich verreckt man, wenn die Verbindung zum Lied verloren geht! Es ist ein verfluchter Fakt! Oder etwa nicht? Ich habe ihr bereits geraten, den Clericus aufzusuchen. Wenn sich Liedmanipulation bei Liedkundigen unterbinden lässt, dann via Fluch, Ritual, Siegel. Es ärgert mich; der Blondine muss man jede Kleinigkeit aus der Nase ziehen. Warum hat sie mir nicht einfach verraten, für wen, wofür und weshalb sie so etwas wissen möchte!? [s]Manchmal könnte ich ihr das hübsche Gesicht blutig aufkratzen, an ihren Zöpfen ziehen, ihr die Kleidung vom Leib reißen, und sie kopfüber an die Decke hängen.[/s] Nein, Sophie, weg mit dem sadistischen Grinsen! Schluss! [s]Rede ich schon wieder mit mir selbst?[/s] Ach ja: Das passende Gefäß für die Speicherung magischer Energien? Im Grunde geht alles, aber nehmen wir eine Glaskugel her.
Schritt 2: Wahl der Energien
Man bündelt eine Ansammlung möglichst reiner Energieteilchen in der Kugel. Möchte man eine Feuerwelle bewirken, wenn die Kugel aufplatzt, gilt es, die von der Urquelle oder der Umgebung entzogene Energie von kleinsten Unreinheiten zu befreien. Je sauberer das Element, umso einfacher geschieht die...
Schritt 3: Anhäufung und Stabilisierung der gespeicherten Energie
Selbstverständlich ist es unverzichtbar, dass der Magier durch kontinuierliches Hinzufügen von Energien für Stabilität sorgt. Ein großes Manko der Liedmanipulation, ist ihre Flüchtigkeit. Lässt man eine Kerzenflamme größer werden, fährt sie bald wieder auf ihre Ursprungsgröße zurück. Ruft man Elementare herbei, lösen sie sich langsam wieder in ihre Elementarteilchen auf. Reißt man ein Loch im Boden, verschließt es sich langsam wieder. [s]Die Schöpferhure[/s] Eluive ist stets darum bemüht, den Ursprungszustand wiederherzustellen, und macht die Manipulationen ihres Liedes nach einer Weile zunichte. Die magischen Geschosse werden keine Ausnahme bilden: Wenn kein Liedkundiger in der Nähe ist, um die Kugeln regelmäßig mit neuer Energie zu "füttern", befreien sich die gestauten Energien langsam wieder, und werden Eins mit der Atmosphäre. Für einen Abschuss sollte es jedoch reichen, schließlich sind Katapulte fix. Und auch meinersturen geheimnisvollen Adepta wäre ein Behälter mit gespeicherter Energie nützlich. Wenn sie wirklich dafür sorgen will, dass jemand vergisst, wie er wirkt, kann sie durch ein solches Konstrukt selbst Illusionsmagie ansammeln. Warum helfe ich ihr eigentlich, obwohl sie mir immer noch nicht genannt hat, wofür!? [s]Verdammte Scheiße! Ich werd' ihr wehtun, bis sie auf Knien um Gnade fleht.[/s] Ich muss irgendwie dieses blöde Fratzen-Grinsen loswerden. Der Spiegel sagt gerade: "Dir fehlen nur noch die Teufelshörner, Sophie." Au, meine Hand. Glas kaputtschlagen tut weh. Trotzdem: Erfolg!
Eintrag Ende.
Forschungseintrag Nr. 138: Finden von Möglichkeiten, Liedkundigen das Wirken zu verwehren.Ohne, dass sie verrecken.
Schritt 1: Es ist ein Albtraum!
Bevor ich wahnsinnig werde, fange ich an, mein Notizheft mit Zeichnungen von niedlichen Kaninchen zu füllen. Wenn ich hier nicht bald rausgehe, schlag' ich mir die nächste Nacht um die Ohren, weil ich wieder etwas finden werde, woran ich experimentieren, ausprobieren, dokumentieren kann, und muss. Kaum zu Glauben. Zur Zeit der Arcana hörte ich mich gelangweilt über solche Personen spotten, und nun gehöre ich selbst zu diesen "Forschern". Gibt es wirklich einen Weg, Menschen von ihrer Fähigkeit des Wirkens, loszureißen, ohne sie sterben zu lassen? [s]Ist das nicht im Grunde die größte gequirlte Scheiße, die je irgendjemand verzapft hat!?[/s] Wie eine Wahnsinnige gehe ich die Bücher im Untergeschoss der Arkoritherburg durch. "Ich will das jetzt wissen, verflucht!", schreie ich wie ein kleines Mädchen herum, das unbedingt ein Erdbeertörtchen haben will. [s]Hier und jetzt, und überhaupt, und immer. Erdbeertörtchen sind toll![/s] "Oh bitte, irgendwo muss es doch stehen!", flehe ich, und höre einen verärgerten Magus von oben rufen: "Ruhe da unten!" Ich sehe hoch, knurre bloß, und versuche mich zu beruhigen. Ich knie auf dem Boden, stütze meinen Po auf den Fersen ab, mit meiner bügellosen Brille auf der Nasenspitze, Zwicker genannt - lustiges Wort - und blättere mich, schwer atmend, durch Seiten über Illusionsmagie. Nichts zu finden. [s]Gottverdammt, Kysira, warum hast du mir diesen Floh ins Ohr gesetzt!?[/s] Das spärliche Kerzenlicht und die Dunkelheit machen alles nur noch schwerer. Ich raufe mir die Haare, stürme verzweifelt aus der Burg hinaus, und fummle an meinem ledernen Glimmstängel-Etui in der Rocktasche herum. Aber es ist leer! Umso missmutiger eile ich zu Neylas Taverne. Dem Herrn sei Dank hat sie noch geöffnet, und umso dankbarer bin ich ihm, dass Adrian hinzukommt. Er schafft es, mich zu beruhigen, als er mich nach einer Flasche Rum nach Hause führt. Ich liebe diesen Mann. Ich wäre ohne ihn verloren. Im Schlaf plagen mich dennoch Stimmen. Penetrante flüsternde Stimmen, die in einem Hörsaal zu sitzen scheinen, und dem Dozenten widersprechen:
"Weiterleben, nachdem man einem Liedkundigen die Möglichkeit des Wirkens genommen hat? Humbug!
"Doch, das geht."
"Doch, das geht."
"Tut es nicht!"
"Tut es nicht."
Forschung aktuell gescheitert.
Eintrag Ende.
Schritt 1: Das passende Gefäß
Die Menekaner hatten gegen das Rahalische Reich gesiegt. Das war Fakt. Nun wird viel für einen Rückschlag geplant, schließlich möchte man Grenzwarth zurückerobern. Verständlich. Ich schaue aus dem Fenster, lehne mich zurück, atme tief durch, und habe das Gefühl, jeden Moment zusammenzubrechen. Der Tag war lang; ein neues Mitglied verhilft fortan dem Orden zu mehr Macht, es galt, dem zugehörigen Ritual beizuwohnen, und das Gespräch, um Möglichkeiten, einem Liedkundigen den Zugriff auf das Lied zu verwehren, brachte mich an die Grenzen meiner mentalen Belastbarkeit. Sollte die Adepta etwa das Grundwissen ihres Studiums verlernt haben!? Was für eine blöde Frage! Natürlich verreckt man, wenn die Verbindung zum Lied verloren geht! Es ist ein verfluchter Fakt! Oder etwa nicht? Ich habe ihr bereits geraten, den Clericus aufzusuchen. Wenn sich Liedmanipulation bei Liedkundigen unterbinden lässt, dann via Fluch, Ritual, Siegel. Es ärgert mich; der Blondine muss man jede Kleinigkeit aus der Nase ziehen. Warum hat sie mir nicht einfach verraten, für wen, wofür und weshalb sie so etwas wissen möchte!? [s]Manchmal könnte ich ihr das hübsche Gesicht blutig aufkratzen, an ihren Zöpfen ziehen, ihr die Kleidung vom Leib reißen, und sie kopfüber an die Decke hängen.[/s] Nein, Sophie, weg mit dem sadistischen Grinsen! Schluss! [s]Rede ich schon wieder mit mir selbst?[/s] Ach ja: Das passende Gefäß für die Speicherung magischer Energien? Im Grunde geht alles, aber nehmen wir eine Glaskugel her.
Schritt 2: Wahl der Energien
Man bündelt eine Ansammlung möglichst reiner Energieteilchen in der Kugel. Möchte man eine Feuerwelle bewirken, wenn die Kugel aufplatzt, gilt es, die von der Urquelle oder der Umgebung entzogene Energie von kleinsten Unreinheiten zu befreien. Je sauberer das Element, umso einfacher geschieht die...
Schritt 3: Anhäufung und Stabilisierung der gespeicherten Energie
Selbstverständlich ist es unverzichtbar, dass der Magier durch kontinuierliches Hinzufügen von Energien für Stabilität sorgt. Ein großes Manko der Liedmanipulation, ist ihre Flüchtigkeit. Lässt man eine Kerzenflamme größer werden, fährt sie bald wieder auf ihre Ursprungsgröße zurück. Ruft man Elementare herbei, lösen sie sich langsam wieder in ihre Elementarteilchen auf. Reißt man ein Loch im Boden, verschließt es sich langsam wieder. [s]Die Schöpferhure[/s] Eluive ist stets darum bemüht, den Ursprungszustand wiederherzustellen, und macht die Manipulationen ihres Liedes nach einer Weile zunichte. Die magischen Geschosse werden keine Ausnahme bilden: Wenn kein Liedkundiger in der Nähe ist, um die Kugeln regelmäßig mit neuer Energie zu "füttern", befreien sich die gestauten Energien langsam wieder, und werden Eins mit der Atmosphäre. Für einen Abschuss sollte es jedoch reichen, schließlich sind Katapulte fix. Und auch meiner
Eintrag Ende.
Forschungseintrag Nr. 138: Finden von Möglichkeiten, Liedkundigen das Wirken zu verwehren.
Schritt 1: Es ist ein Albtraum!
Bevor ich wahnsinnig werde, fange ich an, mein Notizheft mit Zeichnungen von niedlichen Kaninchen zu füllen. Wenn ich hier nicht bald rausgehe, schlag' ich mir die nächste Nacht um die Ohren, weil ich wieder etwas finden werde, woran ich experimentieren, ausprobieren, dokumentieren kann, und muss. Kaum zu Glauben. Zur Zeit der Arcana hörte ich mich gelangweilt über solche Personen spotten, und nun gehöre ich selbst zu diesen "Forschern". Gibt es wirklich einen Weg, Menschen von ihrer Fähigkeit des Wirkens, loszureißen, ohne sie sterben zu lassen? [s]Ist das nicht im Grunde die größte gequirlte Scheiße, die je irgendjemand verzapft hat!?[/s] Wie eine Wahnsinnige gehe ich die Bücher im Untergeschoss der Arkoritherburg durch. "Ich will das jetzt wissen, verflucht!", schreie ich wie ein kleines Mädchen herum, das unbedingt ein Erdbeertörtchen haben will. [s]Hier und jetzt, und überhaupt, und immer. Erdbeertörtchen sind toll![/s] "Oh bitte, irgendwo muss es doch stehen!", flehe ich, und höre einen verärgerten Magus von oben rufen: "Ruhe da unten!" Ich sehe hoch, knurre bloß, und versuche mich zu beruhigen. Ich knie auf dem Boden, stütze meinen Po auf den Fersen ab, mit meiner bügellosen Brille auf der Nasenspitze, Zwicker genannt - lustiges Wort - und blättere mich, schwer atmend, durch Seiten über Illusionsmagie. Nichts zu finden. [s]Gottverdammt, Kysira, warum hast du mir diesen Floh ins Ohr gesetzt!?[/s] Das spärliche Kerzenlicht und die Dunkelheit machen alles nur noch schwerer. Ich raufe mir die Haare, stürme verzweifelt aus der Burg hinaus, und fummle an meinem ledernen Glimmstängel-Etui in der Rocktasche herum. Aber es ist leer! Umso missmutiger eile ich zu Neylas Taverne. Dem Herrn sei Dank hat sie noch geöffnet, und umso dankbarer bin ich ihm, dass Adrian hinzukommt. Er schafft es, mich zu beruhigen, als er mich nach einer Flasche Rum nach Hause führt. Ich liebe diesen Mann. Ich wäre ohne ihn verloren. Im Schlaf plagen mich dennoch Stimmen. Penetrante flüsternde Stimmen, die in einem Hörsaal zu sitzen scheinen, und dem Dozenten widersprechen:
"Weiterleben, nachdem man einem Liedkundigen die Möglichkeit des Wirkens genommen hat? Humbug!
"Doch, das geht."
"Doch, das geht."
"Tut es nicht!"
"Tut es nicht."
Forschung aktuell gescheitert.
Eintrag Ende.
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 27. Juni 2013, 03:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
27. Schwalbenkunft 256
Manch einer sagte Schläge auf den Kopf würden das Denkvermögen erhöhen, oder auch in der Nacht, wenn man träumte konnte sich der Alleine auf sonderbare Weise offenbaren. Althan hatte eine solche Offenbarung erfahren und so setzte er die kommenden Tage alles, nunja fast alles, in die Tat um.
Wie ein komplexes Netz woben sich die Handlungsstränge, berührten Personen und Orte wurden miteinander verbunden. Während er sich zurücklehnte, nur zusehen musste wie sich die Verknüpfungspunkte festigen... ja, dabei breitete sich auf seine Lippen ein selbstgefälliges Lächeln aus.
Diese Art des Widerstandes war weitaus gemeiner und bösartiger als alles was er bisher mit unterstützt hatte. Etwas hatte sich verändert, der Feind war nun unsichtbar und sie sahen nur noch das was sie sehen und hören sollten. Alle gemeinsam hatten sie Pläne ersonnen, um den Besatzern den größtmöglichen Schaden zu bescheren und keinerlei Spur führte ins Reich, nur wüste Vermutungen ausstoßend tappten sie im Dunkeln.
Ja, er lächelte sie an und fand sogar einige denen er Respekt zollte bei den Menekanern, doch es waren wenige. Mit jenen wenigen schloss er eine Art Kontakt, eine Verbindung ein Anfang und zwar über die Bücher, welche er auf dem Markt feilgeboten hatte. Schon früh hatte er gelernt, seinen Freunden wie den Höheren Respekt zu zollen, doch ebenso auch seinen Feinden. Mochten sie auch dem Irrglauben folgen und Eluive anbeten, offen würde er nichts dagegen ausrichten, die Saat seiner Worte würde tiefer gehen und die Erkenntnis würde sie überkommen und erschüttern. Er bevorzugte eindeutig jene mit denen er reden konnte, die ihm gegenüber einen gewissen Respekt und ihre Art der Höflichkeit und Anstand an den Tag lagen, jene waren ihm deutlich lieber, waren sie doch weitsichtiger als die Anderen ihres Volkes, die vor Hass und Hochmut nur so sprühten. Ob sie wussten wie nahe sie Ihm waren, wenn der Hass aus ihnen sprach? In jedem Menschen ruhte die Saat Alatars und keiner schien dagegen gefeit auch so sehr sie es beteuerten.
Er hatte gesehen, wie der Hass in den Augen jener loderten als sie das gekaufte Buch verbrannt hatten und was viele der Seinen überrascht hatte war seine Ruhe dabei gewesen, doch dann hatten sie es verstanden... seine Ruhe, sein Lächeln... das Seine Augen aber nicht erreichte.
Diese Narren... dieser selbstgefällige Menekaner, arrogant und hochmütig, diese unbedeutende Eluivepriesterin, kleine Heuchlerin, die im Tempel ihre Stimme erhob um Eluive ihr Loblied darzubieten, verwandelten sich in ein Rudel Hyänen die geifernd auf ein Buch spuckten und auf der Asche tanzten. Am liebsten hätte er laut aufgelacht, über die Art wie sich sich dem Volke präsentierten.
Kleingeister nicht fähig über den Tellerrand hinauszublicken getrieben von ihrem Hass auf etwas was sie nicht im Ansatz verstanden hatten. Ja, nach außen hin taten sie auf gerecht, ehrenwert und mitfühlend, ganz den Worten Eluive folgend und doch konnten sie ihr wahres Gesicht nicht verbergen, alle hatten es gesehen. Die Wirklichkeit hatte gestern gezeigt, dass sie über ihre Fassade hinauswachsen konnten und grausamer für Umstehende erscheinen konnten als zu der Grausamkeit zu dem er offen stand. Zufrieden grinsend lehnte er sich zurück und atmete langsam durch, ja... er brauchte nur zu warten, manche Dinge erledigten sich von ganz allein.
Khalida war auch so ein Handlungsstrang, der sich ihm aber darin entzog, dass sie einfach ging, wenn ihr seine Worte zu viel wurden. Das war für ihn kein richtiger Sieg, wie er enttäuscht feststellte, mochte er doch das Wortgefecht mit dieser kleinen Person.
Boten waren unterwegs zu dem Emir und seinem Statthalter, ein weiterer Handlungsstrang den er verfolgte, doch keiner große Bedeutung beimaß. Ein bösartiges Lächeln umspielte seine Lippen bei dem Gedanken, sie würden genau das zu sehen bekommen was sie sehen sollten.
Bis dahin würde er hier ausharren, seine Position festigen und Grenzwarth nicht verlassen, denn immerhin gehörte es für ihn immer noch zum Reich Alatars.
Bald würden die Wachen geschwächt sein, und alle Vorbereitungen der Tage und Wochen sich auf einen Tag konzentrieren, doch bis dahin galt es zu warten... vielleicht sollte er wieder einmal den Osten besuchen. Sie befragen welchen Unsinn sie angestellt hatte, was sie berührt oder untersucht hatte, um so gestraft zu werden? Nachdenklich schürzte er die Lippen und streckte die langen Beine aus in die Flammen des Kamins sehend. Die junge Menekanerin Hazar hatte ihm erzählt, dass die Bibliothek verschlossen gewesen war, was wenn sie gestorben war... andererseits hatte er ihr verboten zu sterben, einfach so... sie würde doch nicht wagen, ihn zu enttäuschen?
Doch zuvor musste er sich mit den Anderen treffen, es galt sich abzusprechen was die kommenden Tage für die Besetzer Grenzwarths geplant war und wie man weiter vorgehen würde.
Er nahm das Buch auf was bis dahin aufgeschlagen auf seinen Schoß geruht hatte, gestern fertig gestellt und heute nochmals überprüft war wieder ein Teil der Geschichte des Reiches verwahrt.
In einem nach geronnenen Blut aussehenden Einband, auf den in goldenen Lettern „Kryndlagor“ stand und es fand seinen Platz in seiner Bibliothek.
Es war an der Zeit, dass er sich mehr den Seinen in Rahal zuwandte, er würde jene suchen, die er auf Seinen Pfad geführt hatte, um herauszufinden ob sie sich weiter entwickelt hatten oder es einen Stillstand gab... Stillstand wurde nicht geduldet, denn es galt als Rückschritt!
Manch einer sagte Schläge auf den Kopf würden das Denkvermögen erhöhen, oder auch in der Nacht, wenn man träumte konnte sich der Alleine auf sonderbare Weise offenbaren. Althan hatte eine solche Offenbarung erfahren und so setzte er die kommenden Tage alles, nunja fast alles, in die Tat um.
Wie ein komplexes Netz woben sich die Handlungsstränge, berührten Personen und Orte wurden miteinander verbunden. Während er sich zurücklehnte, nur zusehen musste wie sich die Verknüpfungspunkte festigen... ja, dabei breitete sich auf seine Lippen ein selbstgefälliges Lächeln aus.
Diese Art des Widerstandes war weitaus gemeiner und bösartiger als alles was er bisher mit unterstützt hatte. Etwas hatte sich verändert, der Feind war nun unsichtbar und sie sahen nur noch das was sie sehen und hören sollten. Alle gemeinsam hatten sie Pläne ersonnen, um den Besatzern den größtmöglichen Schaden zu bescheren und keinerlei Spur führte ins Reich, nur wüste Vermutungen ausstoßend tappten sie im Dunkeln.
Ja, er lächelte sie an und fand sogar einige denen er Respekt zollte bei den Menekanern, doch es waren wenige. Mit jenen wenigen schloss er eine Art Kontakt, eine Verbindung ein Anfang und zwar über die Bücher, welche er auf dem Markt feilgeboten hatte. Schon früh hatte er gelernt, seinen Freunden wie den Höheren Respekt zu zollen, doch ebenso auch seinen Feinden. Mochten sie auch dem Irrglauben folgen und Eluive anbeten, offen würde er nichts dagegen ausrichten, die Saat seiner Worte würde tiefer gehen und die Erkenntnis würde sie überkommen und erschüttern. Er bevorzugte eindeutig jene mit denen er reden konnte, die ihm gegenüber einen gewissen Respekt und ihre Art der Höflichkeit und Anstand an den Tag lagen, jene waren ihm deutlich lieber, waren sie doch weitsichtiger als die Anderen ihres Volkes, die vor Hass und Hochmut nur so sprühten. Ob sie wussten wie nahe sie Ihm waren, wenn der Hass aus ihnen sprach? In jedem Menschen ruhte die Saat Alatars und keiner schien dagegen gefeit auch so sehr sie es beteuerten.
Er hatte gesehen, wie der Hass in den Augen jener loderten als sie das gekaufte Buch verbrannt hatten und was viele der Seinen überrascht hatte war seine Ruhe dabei gewesen, doch dann hatten sie es verstanden... seine Ruhe, sein Lächeln... das Seine Augen aber nicht erreichte.
Diese Narren... dieser selbstgefällige Menekaner, arrogant und hochmütig, diese unbedeutende Eluivepriesterin, kleine Heuchlerin, die im Tempel ihre Stimme erhob um Eluive ihr Loblied darzubieten, verwandelten sich in ein Rudel Hyänen die geifernd auf ein Buch spuckten und auf der Asche tanzten. Am liebsten hätte er laut aufgelacht, über die Art wie sich sich dem Volke präsentierten.
Kleingeister nicht fähig über den Tellerrand hinauszublicken getrieben von ihrem Hass auf etwas was sie nicht im Ansatz verstanden hatten. Ja, nach außen hin taten sie auf gerecht, ehrenwert und mitfühlend, ganz den Worten Eluive folgend und doch konnten sie ihr wahres Gesicht nicht verbergen, alle hatten es gesehen. Die Wirklichkeit hatte gestern gezeigt, dass sie über ihre Fassade hinauswachsen konnten und grausamer für Umstehende erscheinen konnten als zu der Grausamkeit zu dem er offen stand. Zufrieden grinsend lehnte er sich zurück und atmete langsam durch, ja... er brauchte nur zu warten, manche Dinge erledigten sich von ganz allein.
Khalida war auch so ein Handlungsstrang, der sich ihm aber darin entzog, dass sie einfach ging, wenn ihr seine Worte zu viel wurden. Das war für ihn kein richtiger Sieg, wie er enttäuscht feststellte, mochte er doch das Wortgefecht mit dieser kleinen Person.
Boten waren unterwegs zu dem Emir und seinem Statthalter, ein weiterer Handlungsstrang den er verfolgte, doch keiner große Bedeutung beimaß. Ein bösartiges Lächeln umspielte seine Lippen bei dem Gedanken, sie würden genau das zu sehen bekommen was sie sehen sollten.
Bis dahin würde er hier ausharren, seine Position festigen und Grenzwarth nicht verlassen, denn immerhin gehörte es für ihn immer noch zum Reich Alatars.
Bald würden die Wachen geschwächt sein, und alle Vorbereitungen der Tage und Wochen sich auf einen Tag konzentrieren, doch bis dahin galt es zu warten... vielleicht sollte er wieder einmal den Osten besuchen. Sie befragen welchen Unsinn sie angestellt hatte, was sie berührt oder untersucht hatte, um so gestraft zu werden? Nachdenklich schürzte er die Lippen und streckte die langen Beine aus in die Flammen des Kamins sehend. Die junge Menekanerin Hazar hatte ihm erzählt, dass die Bibliothek verschlossen gewesen war, was wenn sie gestorben war... andererseits hatte er ihr verboten zu sterben, einfach so... sie würde doch nicht wagen, ihn zu enttäuschen?
Doch zuvor musste er sich mit den Anderen treffen, es galt sich abzusprechen was die kommenden Tage für die Besetzer Grenzwarths geplant war und wie man weiter vorgehen würde.
Er nahm das Buch auf was bis dahin aufgeschlagen auf seinen Schoß geruht hatte, gestern fertig gestellt und heute nochmals überprüft war wieder ein Teil der Geschichte des Reiches verwahrt.
In einem nach geronnenen Blut aussehenden Einband, auf den in goldenen Lettern „Kryndlagor“ stand und es fand seinen Platz in seiner Bibliothek.
Es war an der Zeit, dass er sich mehr den Seinen in Rahal zuwandte, er würde jene suchen, die er auf Seinen Pfad geführt hatte, um herauszufinden ob sie sich weiter entwickelt hatten oder es einen Stillstand gab... Stillstand wurde nicht geduldet, denn es galt als Rückschritt!
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 27. Juni 2013, 16:51, insgesamt 2-mal geändert.
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Gast
02. Cirmiasum 256
Was wisst ihr schon, was ich die Tage und Nächte empfinde,
über euch denke, wenn ich lächelnd rede, für euch sichtbar,
wenn ich freundlich plaudere, und nicht ahnt, dass ich nur die Fassade aufrechterhalte,
mühsam, und mit mir auferlegter Disziplin, wenn in mir Sein heller Zorn erwacht,
und mich ich mich frage wie lange ich es noch ertragen kann und muss.
Was ahnt ihr schon, von was ich träume, in jenen Nächten, wenn die Zukunft Seines
Reiches düster scheint, der Ketzer viele, doch Seine Art uns im Glauben zu prüfen,
viele fühlen sich allein, einsam wie eine Nacht im Winter, die ewig dauert.
Ich sehe aus dem Fenster, starre in die Nacht und fühle mich allein wie ein Stein, der gerade
auf den Grund des Meeres gefallen ist, allein und doch nicht allein, denn Er ist bei mir.
Er und die Gläubigen des Reiches, die ich nicht allein lassen will, nicht enttäuschen.
Dennoch selbstgewählte Einsamkeit...
Was begreift ihr schon, wie ich oft kämpfen muss, um ein Leben in Freude, um glückliche
Momente, und um die Hoffnung, dass mein Leben nicht umsonst ist, ich Ihm gerecht werde
versuche die Gläubigen zu mehren?
Was wird von mir hier einst bleiben, wenn ich nichts mehr fühlen kann, wenn ich nichts mehr spüre,
wenn was ich versuche aufrecht zu erhalten, diese Fassade, zu brechen droht, weil ich
nicht mehr kann,
nicht mehr will,
nicht mehr mag?
Dann erst anfange wirklich zu kämpfen, bis zum Tode sind derer Ketzer auch viele, einige mitnehmend?
Dennoch wissend, jenes wird nicht zu Seinem Plan gehören, doch was wenn ich meine Beherrschung
vergesse und einfach bin.
In dem Wissen, dass es nicht zum Ziel führt bin ich weiter stark, für mich und alle Anderen.
Niemand kann in mich hineinsehen, nur Er.
Was wisst ihr schon, was ich die Tage und Nächte empfinde,
über euch denke, wenn ich lächelnd rede, für euch sichtbar,
wenn ich freundlich plaudere, und nicht ahnt, dass ich nur die Fassade aufrechterhalte,
mühsam, und mit mir auferlegter Disziplin, wenn in mir Sein heller Zorn erwacht,
und mich ich mich frage wie lange ich es noch ertragen kann und muss.
Was ahnt ihr schon, von was ich träume, in jenen Nächten, wenn die Zukunft Seines
Reiches düster scheint, der Ketzer viele, doch Seine Art uns im Glauben zu prüfen,
viele fühlen sich allein, einsam wie eine Nacht im Winter, die ewig dauert.
Ich sehe aus dem Fenster, starre in die Nacht und fühle mich allein wie ein Stein, der gerade
auf den Grund des Meeres gefallen ist, allein und doch nicht allein, denn Er ist bei mir.
Er und die Gläubigen des Reiches, die ich nicht allein lassen will, nicht enttäuschen.
Dennoch selbstgewählte Einsamkeit...
Was begreift ihr schon, wie ich oft kämpfen muss, um ein Leben in Freude, um glückliche
Momente, und um die Hoffnung, dass mein Leben nicht umsonst ist, ich Ihm gerecht werde
versuche die Gläubigen zu mehren?
Was wird von mir hier einst bleiben, wenn ich nichts mehr fühlen kann, wenn ich nichts mehr spüre,
wenn was ich versuche aufrecht zu erhalten, diese Fassade, zu brechen droht, weil ich
nicht mehr kann,
nicht mehr will,
nicht mehr mag?
Dann erst anfange wirklich zu kämpfen, bis zum Tode sind derer Ketzer auch viele, einige mitnehmend?
Dennoch wissend, jenes wird nicht zu Seinem Plan gehören, doch was wenn ich meine Beherrschung
vergesse und einfach bin.
In dem Wissen, dass es nicht zum Ziel führt bin ich weiter stark, für mich und alle Anderen.
Niemand kann in mich hineinsehen, nur Er.
Zuletzt geändert von Gast am Dienstag 2. Juli 2013, 10:28, insgesamt 3-mal geändert.
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Gast
04. Cirmiasum 256
Ein kurzer Besuch nur, bestätigt was er schon geahnt hatte, dass Florentine in der Bibliothek arbeiten würde. Er wusste nicht, ob er Lilians Worten glauben konnte, doch vermutete, dass es nur eine Frage der Zeit sein könnte, bis Florentine ins Regiment eintreten würde. Eine ungestörte Unterhaltung war schwer möglich, er wusste, dass jederzeit jemand hereinkommen konnte, der sich an Nassis erinnerte.
So war das Gespräch mit Lilian nur leise, versucht die alte Vertrautheit hervorzurufen und dennoch war alles anders. Sie unterhielten sich eher wie alte Freunde, etwas was ihn befremdlicher erschien heute mehr als zuvor. Er brachte sie in Verlegenheit und sah sie erröten, in solchem verhalten sah er wieder das junge Mädchen in ihr, welches ihm einst so gefallen hatte.
Fühlte er sich sicher, weil er wusste, dass der Alleine bei ihm war? Fürchtete er deswegen keine Menekaner mehr und ging immer höhere Risiken ein?
Was... fürchtest du dann?
Eine einfache Frage auf die er ihr keine Antwort geben konnte, oder nicht wollte. Ein Blick nur der vielleicht erahnen lies was in ihm vorging ehe er sich abwandte und ging.
Ihn beschäftigte ihre Frage auf den ganzen langen Ritt zurück nach Düstersee...
"Ich fürchte mich davor allein zu sein, von Menschen, die mir etwas bedeuten, abgelehnt zu werden. Ich fürchte mich davor mich zu öffnen, sei es nun Schritte in ihre Richtung zu machen oder ihnen zu vertrauen, da man leichter verletzt werden kann und enttäuscht, wie so oft.
Das alles hält mich davon ab, zu vertrauen. Ich stelle mich nicht dieser Angst und versuche nicht das Beste daraus zu machen. Das Risiko ist zu groß, selten die Freude, dass man so genommen wird wie man ist."
Die Täuschung der Menekaner hatte für mich an jenen Abend auch ein Ende gefunden und so ritt ich die ganze Nacht durch die Wüste bis ich in der Morgendämmerung die Häuser sehen konnte, das sanfte Rauschen des Meeres zu meiner Linken, der Geruch der ersten Feuer in jener Stadt stach in meine Nase und irgendwo hörte man das Schreien eines Lamas oder den einsame Schrei eines Falken, ich lächelte. Symbol meiner Familie, stand er als Zeichen für uns frei und ungebunden zu sein. Ich lies meinen Blick schweifen und trieb meinen Hengst näher an die Mauer heran, wachsam sah ich mich um, doch bis auf eine einsame Gestalt am Steg schien es ruhig zu sein.
Mein Blick wanderte über die Gestalt, deren lose Stoffhose und das bauchfreie Oberteil, welches doch mehr ihre Rundungen betonte als verhüllte. Schmunzelnd lies ich meinen Blick über ihren Körper wandern, während ich sie dort beim Angeln beobachtete, dass es so einfach sein würde eine der Ihren zu entführen hätte ich nun nicht gedacht, doch Alatar schien meinem Tun wohlgesonnen. Mein Blick wanderte weiter und ich entdeckte den Waffengurt den sie neben sich gelegt hatte. Ich sammelte mich zum Gebet und feine Nebelschleier verdichteten sich wurden grau, dann schwarz bis sie sich zu einem großen Panther manifestierten der mit dunkelrot glühenden Augen die Menekanerin betrachtete.
Schweigend, allein meine Geste lies ihn zu ihr schleichen und sich zwischen ihr und der Waffe positionierend. Meine Konzentration wurde abgelenkt als ich hinter mir eine verärgerte Frauenstimme vernehmen konnte, wundervoll... bei Alatar, schliefen diese Yazirweiber, denn nicht um diese Zeit, nein natürlich nicht... sie musste mich bei meiner Entführung stören. Verärgert sah ich zu ihr, dann nach vorn. Jetzt erkannte ich die Frau dort am Steg, Khalida!
Zuerst dachte sie, dass jene Frau sie meinte doch dann sah sie mich und sie erschrak, naja vielleicht auch wegen dem Panther der ihr gerade ziemlich nahe kam und seine Pranke auf den Waffengurt legte.
Ihre ruckartige Bewegung brachte sie ins Wasser und wenn ich doch das Weib hinter mir im Rücke wusste, konnte ich nicht anders ich ging über den Steg und zog ihre Waffe aus der Scheide. Klitschnass, die Augen voller Zorn sah sie mich an, während ich mir die Zeit nahm, soviel muss sein, meine Augen anzüglich über ihre nun kaum verhüllten Reize gleiten zu lassen, meine Mundwinkel konnten nicht anders sie wanderten nach oben. Ja, so gefiel sie mir doch am Besten. Während die Raubkatze Khalida weiter in Schach hielt wandte ich mich Anisha zu. Gerade im Begriff den Bogen zu spannen und auf mich zu zielen, gab ich ihr zu bedenken, dass wenn sie den Bogen spannen würde, mein Panther Khalida zerfetzen wird. Sie hielt inne, einen kurzen Augenblick den ich nutzte um mich ihr zu nähern, den Säbel in der rechten nicht einsetzend, versetzte ich ihr nur einen Stoß mit der linken Hand, um sie aus dem Gleichgewicht bringen zu wollen. Hinter ihm war Khalida am schimpfen und zetern, würde ich auch an ihrer Stelle wenn vor mir ein Panther, das Wasser bis zur Brust und meiner Waffe beraubt wäre.
Gerüstet und mit ihren Waffen wäre sie dem Raubtier vielleicht gewachsen gewesen doch nicht in ihrem augenblicklichen Zustand, jenes machte ich Anisha mehr als deutlich. Doch dann war ich der Kindereien müde, mein Plan sie zu entführen war fehlgeschlagen, doch ich hatte ja ihre Waffe dafür erbeutet, so sah ich Anisha intensiv an und lies seine Macht durch mich hindurch in ihren Körper strömen, mit dem Ergebnis, dass sie spürte wie Alatar mir seine Gunst erwies und ihre Glieder langsam taub werden lies. Ich rief den Panther zu mir und sah zu, dass ich davon kam, denn die Sonne ging auf und gewiss würden bald einige nach den Frauen sehen. Ich entließ den Panther und zog mich auf den Hengst, der unruhig tänzelte als ich den Säbel anhob um ihn dann seitlich in meinen Waffengurt zu schieben, ich lachte, ja ich lachte und sah zurück.
Salopp fiel mein Gruß gen beide aus, die pitschnasse Khalida, die ihrer zu Boden gesunkenen Cousine nicht half, sondern nach dem Bogen griff. Nun, ich spürte es war Zeit aufzubrechen ich drehte den Hengst herum und drückte ihn in die Seiten er sprang eine halbe Drehung und galoppierte an. Rasch gewannen wir Abstand, ein Pfeil flog an mir vorbei, zerriss die Robe und prallte an der Kettenrüstung ab. Noch drei weitere Galoppsprünge und ich war außer Reichweite.
Die Zeit des Hinhaltens war für ihn nun endlich vorbei... er lies die Zügel schießen und galoppierte am Strang entlang weiter immer weiter bis hinauf zu den Bergen und nach Düstersee.
Ein kurzer Besuch nur, bestätigt was er schon geahnt hatte, dass Florentine in der Bibliothek arbeiten würde. Er wusste nicht, ob er Lilians Worten glauben konnte, doch vermutete, dass es nur eine Frage der Zeit sein könnte, bis Florentine ins Regiment eintreten würde. Eine ungestörte Unterhaltung war schwer möglich, er wusste, dass jederzeit jemand hereinkommen konnte, der sich an Nassis erinnerte.
So war das Gespräch mit Lilian nur leise, versucht die alte Vertrautheit hervorzurufen und dennoch war alles anders. Sie unterhielten sich eher wie alte Freunde, etwas was ihn befremdlicher erschien heute mehr als zuvor. Er brachte sie in Verlegenheit und sah sie erröten, in solchem verhalten sah er wieder das junge Mädchen in ihr, welches ihm einst so gefallen hatte.
Fühlte er sich sicher, weil er wusste, dass der Alleine bei ihm war? Fürchtete er deswegen keine Menekaner mehr und ging immer höhere Risiken ein?
Was... fürchtest du dann?
Eine einfache Frage auf die er ihr keine Antwort geben konnte, oder nicht wollte. Ein Blick nur der vielleicht erahnen lies was in ihm vorging ehe er sich abwandte und ging.
Ihn beschäftigte ihre Frage auf den ganzen langen Ritt zurück nach Düstersee...
"Ich fürchte mich davor allein zu sein, von Menschen, die mir etwas bedeuten, abgelehnt zu werden. Ich fürchte mich davor mich zu öffnen, sei es nun Schritte in ihre Richtung zu machen oder ihnen zu vertrauen, da man leichter verletzt werden kann und enttäuscht, wie so oft.
Das alles hält mich davon ab, zu vertrauen. Ich stelle mich nicht dieser Angst und versuche nicht das Beste daraus zu machen. Das Risiko ist zu groß, selten die Freude, dass man so genommen wird wie man ist."
Die Täuschung der Menekaner hatte für mich an jenen Abend auch ein Ende gefunden und so ritt ich die ganze Nacht durch die Wüste bis ich in der Morgendämmerung die Häuser sehen konnte, das sanfte Rauschen des Meeres zu meiner Linken, der Geruch der ersten Feuer in jener Stadt stach in meine Nase und irgendwo hörte man das Schreien eines Lamas oder den einsame Schrei eines Falken, ich lächelte. Symbol meiner Familie, stand er als Zeichen für uns frei und ungebunden zu sein. Ich lies meinen Blick schweifen und trieb meinen Hengst näher an die Mauer heran, wachsam sah ich mich um, doch bis auf eine einsame Gestalt am Steg schien es ruhig zu sein.
Mein Blick wanderte über die Gestalt, deren lose Stoffhose und das bauchfreie Oberteil, welches doch mehr ihre Rundungen betonte als verhüllte. Schmunzelnd lies ich meinen Blick über ihren Körper wandern, während ich sie dort beim Angeln beobachtete, dass es so einfach sein würde eine der Ihren zu entführen hätte ich nun nicht gedacht, doch Alatar schien meinem Tun wohlgesonnen. Mein Blick wanderte weiter und ich entdeckte den Waffengurt den sie neben sich gelegt hatte. Ich sammelte mich zum Gebet und feine Nebelschleier verdichteten sich wurden grau, dann schwarz bis sie sich zu einem großen Panther manifestierten der mit dunkelrot glühenden Augen die Menekanerin betrachtete.
Schweigend, allein meine Geste lies ihn zu ihr schleichen und sich zwischen ihr und der Waffe positionierend. Meine Konzentration wurde abgelenkt als ich hinter mir eine verärgerte Frauenstimme vernehmen konnte, wundervoll... bei Alatar, schliefen diese Yazirweiber, denn nicht um diese Zeit, nein natürlich nicht... sie musste mich bei meiner Entführung stören. Verärgert sah ich zu ihr, dann nach vorn. Jetzt erkannte ich die Frau dort am Steg, Khalida!
Zuerst dachte sie, dass jene Frau sie meinte doch dann sah sie mich und sie erschrak, naja vielleicht auch wegen dem Panther der ihr gerade ziemlich nahe kam und seine Pranke auf den Waffengurt legte.
Ihre ruckartige Bewegung brachte sie ins Wasser und wenn ich doch das Weib hinter mir im Rücke wusste, konnte ich nicht anders ich ging über den Steg und zog ihre Waffe aus der Scheide. Klitschnass, die Augen voller Zorn sah sie mich an, während ich mir die Zeit nahm, soviel muss sein, meine Augen anzüglich über ihre nun kaum verhüllten Reize gleiten zu lassen, meine Mundwinkel konnten nicht anders sie wanderten nach oben. Ja, so gefiel sie mir doch am Besten. Während die Raubkatze Khalida weiter in Schach hielt wandte ich mich Anisha zu. Gerade im Begriff den Bogen zu spannen und auf mich zu zielen, gab ich ihr zu bedenken, dass wenn sie den Bogen spannen würde, mein Panther Khalida zerfetzen wird. Sie hielt inne, einen kurzen Augenblick den ich nutzte um mich ihr zu nähern, den Säbel in der rechten nicht einsetzend, versetzte ich ihr nur einen Stoß mit der linken Hand, um sie aus dem Gleichgewicht bringen zu wollen. Hinter ihm war Khalida am schimpfen und zetern, würde ich auch an ihrer Stelle wenn vor mir ein Panther, das Wasser bis zur Brust und meiner Waffe beraubt wäre.
Gerüstet und mit ihren Waffen wäre sie dem Raubtier vielleicht gewachsen gewesen doch nicht in ihrem augenblicklichen Zustand, jenes machte ich Anisha mehr als deutlich. Doch dann war ich der Kindereien müde, mein Plan sie zu entführen war fehlgeschlagen, doch ich hatte ja ihre Waffe dafür erbeutet, so sah ich Anisha intensiv an und lies seine Macht durch mich hindurch in ihren Körper strömen, mit dem Ergebnis, dass sie spürte wie Alatar mir seine Gunst erwies und ihre Glieder langsam taub werden lies. Ich rief den Panther zu mir und sah zu, dass ich davon kam, denn die Sonne ging auf und gewiss würden bald einige nach den Frauen sehen. Ich entließ den Panther und zog mich auf den Hengst, der unruhig tänzelte als ich den Säbel anhob um ihn dann seitlich in meinen Waffengurt zu schieben, ich lachte, ja ich lachte und sah zurück.
Salopp fiel mein Gruß gen beide aus, die pitschnasse Khalida, die ihrer zu Boden gesunkenen Cousine nicht half, sondern nach dem Bogen griff. Nun, ich spürte es war Zeit aufzubrechen ich drehte den Hengst herum und drückte ihn in die Seiten er sprang eine halbe Drehung und galoppierte an. Rasch gewannen wir Abstand, ein Pfeil flog an mir vorbei, zerriss die Robe und prallte an der Kettenrüstung ab. Noch drei weitere Galoppsprünge und ich war außer Reichweite.
Die Zeit des Hinhaltens war für ihn nun endlich vorbei... er lies die Zügel schießen und galoppierte am Strang entlang weiter immer weiter bis hinauf zu den Bergen und nach Düstersee.
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 4. Juli 2013, 20:19, insgesamt 7-mal geändert.
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[FSK 18] 8. Cirmiasum 256; Forschungseintrag Nr. 139
Forschungseintrag Nr. 139: Luftelement im menschlichen Körper
Schritt 1: Grundgedanke und Objektfindung
Die Ansammlung von Feuerelement im Körper eines Lebewesen habe ich bereits erfolgreich getestet. War zwar nur ein dämlicher Köter, aber das Forschungsergebnis war eindeutig. Das Vieh ist wegen einer starken inneren Erhitzung gestorben. Für den aktuellen Test benötige ich wieder einen Menschen. Tieren beim Sterben zuzusehen, ist langweilig, deshalb soll's diesmal ein Mensch sein! Eine junge Frau, vielleicht. So einen alten Bock hatte ich kürzlich. Ich mach' mich, als cabezianisches Blumenmädchen namens Sandra verkleidet, samt veränderter Klangstruktur - viel jünger aussehend, gebräunt, und mit langen, schwarzen Strähnen, die geflochten sind -, auf den Weg zu meiner alten Wohnstätte auf der südlichen Schurkeninsel, und gable Maria auf. Hach Maria, arme Maria. Zarte 18 Jahre jung und vermutlich schon von gefühlten hundert Kerlen, und Frauen gekauft worden. Minfay muss stolz auf sie sein. Damals hätte ich sie beneidet, aber mittlerweile tut sie mir leid. Kein Ziel im Leben, und die einzige Möglichkeit, an Kohle heranzukommen, ist, ihren Körper zu verkaufen. Zugegeben, das Mädel ist heiß: Große Brüste, schulterlanges, rotbraunes Haar, blaue Augen, hübsch gebräunt und mit einem rauchigen, cabezianischen Akzent. Sie freut sich, als ich sie ebenfalls mit einem Akzent der Insel anspreche. Hab' lange genug dort gelebt, um glaubhaft zu klingen: "Bonsoir mademoiselle, möchtest du ein paar Blumén kaufen?", frage ich sie mit einem herzlichen Lächeln, das mir sprichwörtlich die Sonne aus dem Hintern scheinen lässt. [s]Gott, wie ich Menschen hasse![/s] Die Kleine beißt an, erwidert mein Lächeln, und schüttelt leicht den Kopf. "No, gracias", antwortet sie betrübt. Verdammt, ich habe keine Lust auf lange Unterhaltungen und will dieses depressive Stück Elend eigentlich nur so schnell wie möglich zur Arkoritherburg bringen!
Schritt 2: Aufbau des Experiments
Man sagt, Menschen, die das Zeitliche segnen, würden sich ein letztes Mal herzhaft in die Hosen scheißen. [s]Der Mensch ist offenbar ein großer Witz. Das Leben generell widert mich an! Die Götter müssen gelacht haben, als sie uns erschufen.[/s] Ich werde nachher sehen, was davon wahr ist. Aber erst einmal muss ich die Cabezianerin hier zur Schwarzen Burg bringen. "Mon ami, du siehst nisch' bien aus, möchtest du kommen mit mirr, so dass wir redén können?", frage ich sie, und setze das warmherzigste Lächeln auf, wozu ich fähig bin, und mir wird schlecht vor lauter, geheuchelter Freundlichkeit. "Si, gerne", stimmt sie zu, überraschenderweise, aber naiv war sie schon immer, und ich führe sie durch den Dschungel an eine Stelle, wo uns nicht einmal die talentiertesten, cabezianischen Voyeure finden würden. Das dauert mir viel zu lange! Ich schließe die Augen, konzentriere mich auf die Klangstrukturen in Marias Körper, die ihr Gehirn mit ihrer Optik verbinden. Zwischen Gehirn und Sinn wirken Knotenpunkte im Lied wie ein Wegweiser. Sie klingen individuell, und erleichtern somit eine Manipulation. Rasch ist der Knoten, der das imaginäre Seil zwischen Gehirn und Optik hält, gefunden, und ich lockere ihn auf arkanem Wege, indem ich Klangfragmente entziehe. Marias nervigen, nicht enden wollenden Wortfluss im Hintergrund ignoriere ich. [s]Bevor ich richtig wütend werde und der unverschämt hübschen Edeldirne die Kehle aufschlitze![/s] Die vollbusige, cabezianische Schönheit fasst sich erschrocken an die Augen und stöhnt: "Dios! Ich sehe nichts mehr! Sandra, hilf mir!" [s]Oh, und wie ich dir helfen werde, du nutzloser Haufen Dreck![/s] "Oh no, c'est terriblement", verkünde ich meine geheuchelte Verwunderung und muss grinsen. "I-Ich werrde dirr 'elfen, mon ami, halte durrch", raune ich ihr zu, und tu' so, als wäre ich absolut panisch. Ich provoziere einen weiteren Sphärenriss, und ziehe sie unsanft hindurch. Hin und wieder sorge ich dafür, dass Eluive den imaginären Knoten zwischen Gehirn und Optik nicht wieder fest verschließt, da auch solche Manipulationsmagie nicht von ihrem Willen zum Ursprungslied verschont bleibt. Der Eingriff in Marias Psyche gefällt der verfluchten Schöpferin demnach ganz und gar nicht. In der Schwarzen Burg angekommen, trete ich Maria in eine Zelle des unterirdischen Gefängnisses und sie fällt mit dem Bauch auf den Boden. "Autsch, was war das?", fragt mich die dumme Nuss. "Dein Ende", kichere ich leise, und sehe die Panik in ihren aufgerissen Augen, während sie vor mir kniet. Ein herrliches Gefühl der Macht, das mich sadistische Dominanz empfinden lässt, breitet sich in meinem Inneren aus, und sich befriedigend anfühlt.
[s]Schritt 3: Menschen machen sich vor dem Tod in die Hosen[/s]
Schritt 3: Manipulation von Luftelement im menschlichen Körper
Während der jungen cabezianischen "Señorita" die Tränen über die Augen kullern, lecke ich mir die Lippen. Sie sollte mir dankbar sein, dass ich ihrem Leben gerade einen Sinn als Experiment gebe. Außer für aufregende Bettgeschichten ist sie nämlich sowieso nicht zu gebrauchen, und Alatar sieht es bestimmt auch so! Ich schließe meine Augen, überhöre, um Konzentration aufzubauen, das nervige, leise Wimmern der Gefangenen, und tauche im Lied wieder in ihr Klangbild ein. Ich vernehme viele Fragmente des Luftelements. Offenbar hat sie vor lauter Nervosität Blähungen gekriegt, was den Gestank in ihrer Nähe erklären würde. Nach und nach entziehe ich der Umgebung um meiner Gefangenen herum mehr reine Fragmente des Luftelements, was sie panisch nach Luft schnappen lässt, als bekäme sie zu wenig Sauerstoff, und manifestiere diese im Inneren ihres Körpers, menge sie an. Die Strukturen des reinen Elements werden deutlicher, und ich muss amüsiert kichern, als ich meine Augen öffne und Maria ansehe. Das arme Ding ist aufgeblasen, die Augen sind panisch geweitet, Arme und Beine wirken wie stark angeschwollen, und ihr Bauch sieht aus, als hätte sie einen großen Kugelfisch verschluckt. Sie quietscht, lässt weitere Tränen fließen, und scheint nach Hilfe schreien zu wollen. Allerdings wäre gerade eine Maus lauter, die man zertritt. Zudem verdeutlicht mir der Geruch nach Scheiße, dass sie offenbar tatsächlich ihre Hosen zum Auffangen ihres Mageninhalts missbraucht hat. Heißt das, sie stirbt nun, oder hat sie einfach verdammt viel Angst? Ich höre das unappetitliche Geräusch, als würde eine Stoffkugel platzen, die mit zu viel Luft gefüllt wurde, und von dem hübschen, cabezianischen Freudenmädchen ist nicht mehr viel übrig, als ein blutiger Fleischhaufen auf dem Boden. [s]Hoppla, hab' mich nicht beherrschen können![/s] Gerade möchte ich den Nebenraum samt großem Pentakel betreten, um zwei Wichte zu beschwören, die die Sauerei aufwischen sollen, als ich innehalte, einen blutroten Arkoritherdolch aus meiner Gürtelschnalle ziehe, und diesen lächelnd betrachte. An diesem Dolch wird das Blut all meiner Opfer kleben. "Danke, Schwester Maya", murmle ich versonnen, respektvoll, und tauche die rote Klinge in die Mischung aus Blut und Gedärm, was von meinem Experiment verblieben ist. Ich zittere beim Anblick der schimmernden Klinge, zügle meine Blutlust jedoch, und verstaue sie sorgsam, nachdem der rote Lebenssaft getrocknet ist. Anschließend entsorgen zwei Wichte den "Müll", und erfreuen sich eines kannibalischen Mahls. Beneidenswert. Ob die ehrenwerte Maestra so etwas auch appetitlich finden würde? Ich frag' sie lieber nicht...
Durchführung erfolgreich.
Schritt 1: Grundgedanke und Objektfindung
Die Ansammlung von Feuerelement im Körper eines Lebewesen habe ich bereits erfolgreich getestet. War zwar nur ein dämlicher Köter, aber das Forschungsergebnis war eindeutig. Das Vieh ist wegen einer starken inneren Erhitzung gestorben. Für den aktuellen Test benötige ich wieder einen Menschen. Tieren beim Sterben zuzusehen, ist langweilig, deshalb soll's diesmal ein Mensch sein! Eine junge Frau, vielleicht. So einen alten Bock hatte ich kürzlich. Ich mach' mich, als cabezianisches Blumenmädchen namens Sandra verkleidet, samt veränderter Klangstruktur - viel jünger aussehend, gebräunt, und mit langen, schwarzen Strähnen, die geflochten sind -, auf den Weg zu meiner alten Wohnstätte auf der südlichen Schurkeninsel, und gable Maria auf. Hach Maria, arme Maria. Zarte 18 Jahre jung und vermutlich schon von gefühlten hundert Kerlen, und Frauen gekauft worden. Minfay muss stolz auf sie sein. Damals hätte ich sie beneidet, aber mittlerweile tut sie mir leid. Kein Ziel im Leben, und die einzige Möglichkeit, an Kohle heranzukommen, ist, ihren Körper zu verkaufen. Zugegeben, das Mädel ist heiß: Große Brüste, schulterlanges, rotbraunes Haar, blaue Augen, hübsch gebräunt und mit einem rauchigen, cabezianischen Akzent. Sie freut sich, als ich sie ebenfalls mit einem Akzent der Insel anspreche. Hab' lange genug dort gelebt, um glaubhaft zu klingen: "Bonsoir mademoiselle, möchtest du ein paar Blumén kaufen?", frage ich sie mit einem herzlichen Lächeln, das mir sprichwörtlich die Sonne aus dem Hintern scheinen lässt. [s]Gott, wie ich Menschen hasse![/s] Die Kleine beißt an, erwidert mein Lächeln, und schüttelt leicht den Kopf. "No, gracias", antwortet sie betrübt. Verdammt, ich habe keine Lust auf lange Unterhaltungen und will dieses depressive Stück Elend eigentlich nur so schnell wie möglich zur Arkoritherburg bringen!
Schritt 2: Aufbau des Experiments
Man sagt, Menschen, die das Zeitliche segnen, würden sich ein letztes Mal herzhaft in die Hosen scheißen. [s]Der Mensch ist offenbar ein großer Witz. Das Leben generell widert mich an! Die Götter müssen gelacht haben, als sie uns erschufen.[/s] Ich werde nachher sehen, was davon wahr ist. Aber erst einmal muss ich die Cabezianerin hier zur Schwarzen Burg bringen. "Mon ami, du siehst nisch' bien aus, möchtest du kommen mit mirr, so dass wir redén können?", frage ich sie, und setze das warmherzigste Lächeln auf, wozu ich fähig bin, und mir wird schlecht vor lauter, geheuchelter Freundlichkeit. "Si, gerne", stimmt sie zu, überraschenderweise, aber naiv war sie schon immer, und ich führe sie durch den Dschungel an eine Stelle, wo uns nicht einmal die talentiertesten, cabezianischen Voyeure finden würden. Das dauert mir viel zu lange! Ich schließe die Augen, konzentriere mich auf die Klangstrukturen in Marias Körper, die ihr Gehirn mit ihrer Optik verbinden. Zwischen Gehirn und Sinn wirken Knotenpunkte im Lied wie ein Wegweiser. Sie klingen individuell, und erleichtern somit eine Manipulation. Rasch ist der Knoten, der das imaginäre Seil zwischen Gehirn und Optik hält, gefunden, und ich lockere ihn auf arkanem Wege, indem ich Klangfragmente entziehe. Marias nervigen, nicht enden wollenden Wortfluss im Hintergrund ignoriere ich. [s]Bevor ich richtig wütend werde und der unverschämt hübschen Edeldirne die Kehle aufschlitze![/s] Die vollbusige, cabezianische Schönheit fasst sich erschrocken an die Augen und stöhnt: "Dios! Ich sehe nichts mehr! Sandra, hilf mir!" [s]Oh, und wie ich dir helfen werde, du nutzloser Haufen Dreck![/s] "Oh no, c'est terriblement", verkünde ich meine geheuchelte Verwunderung und muss grinsen. "I-Ich werrde dirr 'elfen, mon ami, halte durrch", raune ich ihr zu, und tu' so, als wäre ich absolut panisch. Ich provoziere einen weiteren Sphärenriss, und ziehe sie unsanft hindurch. Hin und wieder sorge ich dafür, dass Eluive den imaginären Knoten zwischen Gehirn und Optik nicht wieder fest verschließt, da auch solche Manipulationsmagie nicht von ihrem Willen zum Ursprungslied verschont bleibt. Der Eingriff in Marias Psyche gefällt der verfluchten Schöpferin demnach ganz und gar nicht. In der Schwarzen Burg angekommen, trete ich Maria in eine Zelle des unterirdischen Gefängnisses und sie fällt mit dem Bauch auf den Boden. "Autsch, was war das?", fragt mich die dumme Nuss. "Dein Ende", kichere ich leise, und sehe die Panik in ihren aufgerissen Augen, während sie vor mir kniet. Ein herrliches Gefühl der Macht, das mich sadistische Dominanz empfinden lässt, breitet sich in meinem Inneren aus, und sich befriedigend anfühlt.
[s]Schritt 3: Menschen machen sich vor dem Tod in die Hosen[/s]
Schritt 3: Manipulation von Luftelement im menschlichen Körper
Während der jungen cabezianischen "Señorita" die Tränen über die Augen kullern, lecke ich mir die Lippen. Sie sollte mir dankbar sein, dass ich ihrem Leben gerade einen Sinn als Experiment gebe. Außer für aufregende Bettgeschichten ist sie nämlich sowieso nicht zu gebrauchen, und Alatar sieht es bestimmt auch so! Ich schließe meine Augen, überhöre, um Konzentration aufzubauen, das nervige, leise Wimmern der Gefangenen, und tauche im Lied wieder in ihr Klangbild ein. Ich vernehme viele Fragmente des Luftelements. Offenbar hat sie vor lauter Nervosität Blähungen gekriegt, was den Gestank in ihrer Nähe erklären würde. Nach und nach entziehe ich der Umgebung um meiner Gefangenen herum mehr reine Fragmente des Luftelements, was sie panisch nach Luft schnappen lässt, als bekäme sie zu wenig Sauerstoff, und manifestiere diese im Inneren ihres Körpers, menge sie an. Die Strukturen des reinen Elements werden deutlicher, und ich muss amüsiert kichern, als ich meine Augen öffne und Maria ansehe. Das arme Ding ist aufgeblasen, die Augen sind panisch geweitet, Arme und Beine wirken wie stark angeschwollen, und ihr Bauch sieht aus, als hätte sie einen großen Kugelfisch verschluckt. Sie quietscht, lässt weitere Tränen fließen, und scheint nach Hilfe schreien zu wollen. Allerdings wäre gerade eine Maus lauter, die man zertritt. Zudem verdeutlicht mir der Geruch nach Scheiße, dass sie offenbar tatsächlich ihre Hosen zum Auffangen ihres Mageninhalts missbraucht hat. Heißt das, sie stirbt nun, oder hat sie einfach verdammt viel Angst? Ich höre das unappetitliche Geräusch, als würde eine Stoffkugel platzen, die mit zu viel Luft gefüllt wurde, und von dem hübschen, cabezianischen Freudenmädchen ist nicht mehr viel übrig, als ein blutiger Fleischhaufen auf dem Boden. [s]Hoppla, hab' mich nicht beherrschen können![/s] Gerade möchte ich den Nebenraum samt großem Pentakel betreten, um zwei Wichte zu beschwören, die die Sauerei aufwischen sollen, als ich innehalte, einen blutroten Arkoritherdolch aus meiner Gürtelschnalle ziehe, und diesen lächelnd betrachte. An diesem Dolch wird das Blut all meiner Opfer kleben. "Danke, Schwester Maya", murmle ich versonnen, respektvoll, und tauche die rote Klinge in die Mischung aus Blut und Gedärm, was von meinem Experiment verblieben ist. Ich zittere beim Anblick der schimmernden Klinge, zügle meine Blutlust jedoch, und verstaue sie sorgsam, nachdem der rote Lebenssaft getrocknet ist. Anschließend entsorgen zwei Wichte den "Müll", und erfreuen sich eines kannibalischen Mahls. Beneidenswert. Ob die ehrenwerte Maestra so etwas auch appetitlich finden würde? Ich frag' sie lieber nicht...
Durchführung erfolgreich.
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12. Cirmiasum 256
Wieder einmal mehr als zwanzig der Ketzer Menekaner, Zwerge, Elfen und Menschen uns gegenüber, diesmal nicht allein wie damals in Bajard, sondern Sophie neben ihn verkleidet als ein Blumenmädchen von La Cazeba.
Wie er es hasste, den Lockvogel zu spielen und diesmal nicht nur ihn betreffend wenn es schief ging sondern auch jemand, der sich hier so vielversprechend entwickelte. Also winken, lächeln und sich als ein gar köstliches, leicht zu fangenes Mahl präsentieren, bei Alatar... war ihm schlecht!
Das Ziel war erreicht, als er sich umdrehte das zeternde Blumenmädchen mit sich zerrend bewegten sich die ersten und folgten sie ihm wenige Augenblicke später. Er sprang über eine der im Boden versteckten Fallen während er mit ihr dem Tempel entgegenstrebte. Die schwere Eisentüre wurde zugeknallt, abgeschlossen und verriegelt, dann drohte er der versammelten Mannschaft dort draußen mit Tod und Verdammnis durch Alatar. Als er ihre Rufe hörte, dass das Osttor zugefallen war konnte er sich ein höhnisches Grinsen nicht verkneifen nun saßen die Ratten in der Falle.
Das Zetern schon lange aufgegeben sah sie ihn an, konnte anhand seiner Mimik erkennen, dass es gelungen war. Seine Hand griff nach dem Täschchen mit den Phiolen einmal Menekanerblut und einmal Zwergenblut, er nickte ihr zu und sie öffnete ein Portal durch welches sie außerhalb Düstersees gelangten.
Sophie rannte zu den Katapulten, die unablässlich ihre giftige Last nach Düstersee hineinwarfen und er rannte zu der Gruppe Rabendiener, Drahkon und drei ihm Unbekannte. Das Ritual begann, in dieser Zusammenstellung wohl seit langer Zeit wieder das Erste, vier Raben und ein Templer hatten sich versammelt um gemeinsam mit dem Blut ihrer Feinde Tod und Verderben auf sie regnen zu lassen...
Irgendwann viel später gehörte er zu dem Tross der gen Grenzwarth marschierte, Düstersee brannte und der Feind hatte sich scheinbar zurückgezogen. Er blutete, das Ritual hatte ihn vollkommen erschöpft und dennoch spürte er davon wenig, der helle Zorn loderte in ihm und er wollte sie nur noch aus Grenzwarth verjagen, sein Heim... sein Zuhause.
Erst als Grenzwarth fest in Reichshand war gönnte er sich die Ruhe und setzte sich auf seine Holzbank vor die Bibliothek. Schloss die Augen, öffnete sie wieder und sein Kopf dröhnte. Stumm sah er sich um, er spürte wie das Leben aus seinem Körper wich, es war gut... er war bereit sich von Ihm vor den Toren prüfen zu lassen, Einlass finden in Nileth Azur.
Freunde wiedersehen, seinen Vater und seine Weggefährten.
Doch er starb nicht, eine kleine Ratte hatte beschlossen ihm zu helfen. Er war zu erschöpft um nach seiner Waffe zu greifen zu müde als sich jene verwandelte und zu einem jungen Mann wurde. Er war dem jungen Mann dankbar, dass er nicht versuchte ihn anzufassen, er hasste es berührt zu werden. Er blieb auf Abstand, sorgte dass seine Wunden sich schlossen und blieb bei ihm. Es wurde ein langer Abend und lange nachdem der Fremde und Fiona ihn verlassen hatten, fragte er sich... was würde der Panther tun, wenn er wieder zu Kräften kam, Mitgefühl war ihm fremd. Doch der Mann hinter dem Templer würde es nicht vergessen, eines Tages würde er ein Leben verschonen, um seine Schuld zu begleichen.
So blieb er in Grenzwarth und schaffte es gemeinsam mit Magistra Taruval (die er noch dringen heftig schütteln musste bis ihr die Zähne klapperten!) und Trabant Drugar (eifriger Blutspender in dem Säuberungsritual der Magistra und des Templers in Grenzwarth) den Brunnen am Marktplatz und den Teich hinter seiner Bibliothek zu entgiften.
Zufrieden sah er den kommenden Tagen entgegen. Bald konnte er wieder im Teich angeln und baden, die Wasserversorgung des Grenzdorfes war wieder sicher gestellt.
Mühsame und kleine Schritte waren es anfangs, doch er war zuversichtlich. Irgendwie würde es weiter gehen, denn es ging immer irgendwie weiter.
Sich erheben, noch ein Schritt und noch einer... härter und stärker als zuvor. Maya war wieder da und er fühlte sich durch ihre Anwesenheit lebendiger als zuvor, wahrscheinlich wusste sie es nicht einmal, doch auf ihre Art gab sie ihm den Antrieb das zu tun was getan werden musste. So machte er sich auf den Weg und besuchte Gläubige, sprach mit ihnen, war da und packte mit an. Er wollte ihnen ein Vorbild sein und ihnen zeigen, dass sie immer auf ihn zählen konnten. Er würde immer da sein und sie nicht im Stich lassen. Er war stolz auf das was sie geleistet hatten. Er würde nicht nur Reden schwingen und dann wieder gehen, nein er blieb... er gehörte zu ihnen... ja, er gehörte hierher.
Wieder einmal mehr als zwanzig der Ketzer Menekaner, Zwerge, Elfen und Menschen uns gegenüber, diesmal nicht allein wie damals in Bajard, sondern Sophie neben ihn verkleidet als ein Blumenmädchen von La Cazeba.
Wie er es hasste, den Lockvogel zu spielen und diesmal nicht nur ihn betreffend wenn es schief ging sondern auch jemand, der sich hier so vielversprechend entwickelte. Also winken, lächeln und sich als ein gar köstliches, leicht zu fangenes Mahl präsentieren, bei Alatar... war ihm schlecht!
Das Ziel war erreicht, als er sich umdrehte das zeternde Blumenmädchen mit sich zerrend bewegten sich die ersten und folgten sie ihm wenige Augenblicke später. Er sprang über eine der im Boden versteckten Fallen während er mit ihr dem Tempel entgegenstrebte. Die schwere Eisentüre wurde zugeknallt, abgeschlossen und verriegelt, dann drohte er der versammelten Mannschaft dort draußen mit Tod und Verdammnis durch Alatar. Als er ihre Rufe hörte, dass das Osttor zugefallen war konnte er sich ein höhnisches Grinsen nicht verkneifen nun saßen die Ratten in der Falle.
Das Zetern schon lange aufgegeben sah sie ihn an, konnte anhand seiner Mimik erkennen, dass es gelungen war. Seine Hand griff nach dem Täschchen mit den Phiolen einmal Menekanerblut und einmal Zwergenblut, er nickte ihr zu und sie öffnete ein Portal durch welches sie außerhalb Düstersees gelangten.
Sophie rannte zu den Katapulten, die unablässlich ihre giftige Last nach Düstersee hineinwarfen und er rannte zu der Gruppe Rabendiener, Drahkon und drei ihm Unbekannte. Das Ritual begann, in dieser Zusammenstellung wohl seit langer Zeit wieder das Erste, vier Raben und ein Templer hatten sich versammelt um gemeinsam mit dem Blut ihrer Feinde Tod und Verderben auf sie regnen zu lassen...
Irgendwann viel später gehörte er zu dem Tross der gen Grenzwarth marschierte, Düstersee brannte und der Feind hatte sich scheinbar zurückgezogen. Er blutete, das Ritual hatte ihn vollkommen erschöpft und dennoch spürte er davon wenig, der helle Zorn loderte in ihm und er wollte sie nur noch aus Grenzwarth verjagen, sein Heim... sein Zuhause.
Erst als Grenzwarth fest in Reichshand war gönnte er sich die Ruhe und setzte sich auf seine Holzbank vor die Bibliothek. Schloss die Augen, öffnete sie wieder und sein Kopf dröhnte. Stumm sah er sich um, er spürte wie das Leben aus seinem Körper wich, es war gut... er war bereit sich von Ihm vor den Toren prüfen zu lassen, Einlass finden in Nileth Azur.
Freunde wiedersehen, seinen Vater und seine Weggefährten.
Doch er starb nicht, eine kleine Ratte hatte beschlossen ihm zu helfen. Er war zu erschöpft um nach seiner Waffe zu greifen zu müde als sich jene verwandelte und zu einem jungen Mann wurde. Er war dem jungen Mann dankbar, dass er nicht versuchte ihn anzufassen, er hasste es berührt zu werden. Er blieb auf Abstand, sorgte dass seine Wunden sich schlossen und blieb bei ihm. Es wurde ein langer Abend und lange nachdem der Fremde und Fiona ihn verlassen hatten, fragte er sich... was würde der Panther tun, wenn er wieder zu Kräften kam, Mitgefühl war ihm fremd. Doch der Mann hinter dem Templer würde es nicht vergessen, eines Tages würde er ein Leben verschonen, um seine Schuld zu begleichen.
So blieb er in Grenzwarth und schaffte es gemeinsam mit Magistra Taruval (die er noch dringen heftig schütteln musste bis ihr die Zähne klapperten!) und Trabant Drugar (eifriger Blutspender in dem Säuberungsritual der Magistra und des Templers in Grenzwarth) den Brunnen am Marktplatz und den Teich hinter seiner Bibliothek zu entgiften.
Zufrieden sah er den kommenden Tagen entgegen. Bald konnte er wieder im Teich angeln und baden, die Wasserversorgung des Grenzdorfes war wieder sicher gestellt.
Mühsame und kleine Schritte waren es anfangs, doch er war zuversichtlich. Irgendwie würde es weiter gehen, denn es ging immer irgendwie weiter.
Sich erheben, noch ein Schritt und noch einer... härter und stärker als zuvor. Maya war wieder da und er fühlte sich durch ihre Anwesenheit lebendiger als zuvor, wahrscheinlich wusste sie es nicht einmal, doch auf ihre Art gab sie ihm den Antrieb das zu tun was getan werden musste. So machte er sich auf den Weg und besuchte Gläubige, sprach mit ihnen, war da und packte mit an. Er wollte ihnen ein Vorbild sein und ihnen zeigen, dass sie immer auf ihn zählen konnten. Er würde immer da sein und sie nicht im Stich lassen. Er war stolz auf das was sie geleistet hatten. Er würde nicht nur Reden schwingen und dann wieder gehen, nein er blieb... er gehörte zu ihnen... ja, er gehörte hierher.
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 12. Juli 2013, 21:14, insgesamt 3-mal geändert.