Im Wandel der Ereignisse
- Svetlana Ethered
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Im Wandel der Ereignisse
24. Eluviar 255
Manchmal scheint einem das Leben übel mitzuspielen.
Übel..
Das passende Wort und die passende Bezeichnung für diese Situation.
Svetlana stand auf dem Balkon in Adoran, durch die verwachsenen wilden Pflanzen am Geländer, ein wenig vor allzu neugierigen Blicken geschützt.
Ihr Blick wanderte durch die kleinen Lücken auf die Straße hinab, während der milde, Adoraner Stadtwind durch ihr offenes Haar wehte.
Die blond gefärbten Haare, das zarte Fliederfarbene Kleid, das ihre Rundungen betonte, die Tasse Tee in der Hand.
Seltsam, hier zu stehen, so fremd und doch so vertraut.
Severin war seinen Pflichten schon früh am Tag nachgegangen, hatte sie im Haus zurück gelassen.
Seine Worte hatten sie zum Schmunzeln gebracht, als er gegangen war.
„Bis nachher Lana, stell nicht zu viel Unsinn an…“
Sie hob die Tasse Tee an, trank einen kleinen Schluck und stellte die Tasse dann auf das Balkongeländer.
Ihr war schon beim Aufstehen flau im Magen gewesen, daher hatte sie nur Severin beim Frühstück zugesehen, und hatte sich mit dem Kräutertee begnügt.
Die Übelkeit wollte einfach nicht weg gehen.
Ihre Hände legten sich auf ihren Bauch, dabei betasteten die Finger den feinen Silberring an ihrem linken Finger.
Strichen über den Saphir, der eingefasst in der Mitte die Schönheit vollendete, und ein leichtes Lächeln legte sich dabei wie automatisch auf ihre Lippen.
Sie konnte gar nichts gegen dieses Lächeln tun.
Es war einfach da.
Nie hätte sie gedacht, dass sie diesen Schritt wagen würde.
Sie wollte nie heiraten, sich nie binden.
Ihre Freiheit genießen, dorthin ziehen, wo sie der Wind und das Schiff hintrieben.
Aber gelandet war sie auf La Cabeza, und neuerdings betrachtete sie ebenso Adoran als Heimat.
Severin hatte es ihr leicht gemacht.
Keine Verpflichtungen, die flüchtige Affäre war gewachsen, war zu etwas geworden, vor dem sie nicht mehr flüchten wollte.
Der freche Adoraner, der, dank einiger Cabezianer, der Insel wirklich eine Weile den Rücken gekehrt hatte, war zu mehr geworden, als nur jemand, der für einige kurze Stunden, oder einige Nächte da war.
Sie wussten beide, wie gefährlich ihr Spiel war.
Weder würde sie in Adoran gerne gesehen sein, noch er auf Cabeza.
Und doch fanden sie immer wieder einen Weg.
Dieses Haus, auch wenn sie es am Anfang gar nicht gemocht hatte, war zu einem Wohlfühlort geworden.
Sie hatte den Keller eingerichtet, die obere Etage trug ihre Handschrift.
Es war eine schöne Mischung aus seiner Geradlinigkeit und ihrem Chaos geworden.
Die Übelkeit wurde stärker.
Sie konnte das Würgen gerade noch zurück halten, und wandte sich eilig um, und entließ ihren Mageninhalt lautstark in einen Eimer.
„Verfluchter Mist...“, murrte sie zwischen zwei Würge-Attacken.
Ihr Körper krampfte sich zusammen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Krämpfe in der Bauchgegend…
Hatte sie sich etwa nun doch irgendwas eingefangen?
Manchmal scheint einem das Leben übel mitzuspielen.
Übel..
Das passende Wort und die passende Bezeichnung für diese Situation.
Svetlana stand auf dem Balkon in Adoran, durch die verwachsenen wilden Pflanzen am Geländer, ein wenig vor allzu neugierigen Blicken geschützt.
Ihr Blick wanderte durch die kleinen Lücken auf die Straße hinab, während der milde, Adoraner Stadtwind durch ihr offenes Haar wehte.
Die blond gefärbten Haare, das zarte Fliederfarbene Kleid, das ihre Rundungen betonte, die Tasse Tee in der Hand.
Seltsam, hier zu stehen, so fremd und doch so vertraut.
Severin war seinen Pflichten schon früh am Tag nachgegangen, hatte sie im Haus zurück gelassen.
Seine Worte hatten sie zum Schmunzeln gebracht, als er gegangen war.
„Bis nachher Lana, stell nicht zu viel Unsinn an…“
Sie hob die Tasse Tee an, trank einen kleinen Schluck und stellte die Tasse dann auf das Balkongeländer.
Ihr war schon beim Aufstehen flau im Magen gewesen, daher hatte sie nur Severin beim Frühstück zugesehen, und hatte sich mit dem Kräutertee begnügt.
Die Übelkeit wollte einfach nicht weg gehen.
Ihre Hände legten sich auf ihren Bauch, dabei betasteten die Finger den feinen Silberring an ihrem linken Finger.
Strichen über den Saphir, der eingefasst in der Mitte die Schönheit vollendete, und ein leichtes Lächeln legte sich dabei wie automatisch auf ihre Lippen.
Sie konnte gar nichts gegen dieses Lächeln tun.
Es war einfach da.
Nie hätte sie gedacht, dass sie diesen Schritt wagen würde.
Sie wollte nie heiraten, sich nie binden.
Ihre Freiheit genießen, dorthin ziehen, wo sie der Wind und das Schiff hintrieben.
Aber gelandet war sie auf La Cabeza, und neuerdings betrachtete sie ebenso Adoran als Heimat.
Severin hatte es ihr leicht gemacht.
Keine Verpflichtungen, die flüchtige Affäre war gewachsen, war zu etwas geworden, vor dem sie nicht mehr flüchten wollte.
Der freche Adoraner, der, dank einiger Cabezianer, der Insel wirklich eine Weile den Rücken gekehrt hatte, war zu mehr geworden, als nur jemand, der für einige kurze Stunden, oder einige Nächte da war.
Sie wussten beide, wie gefährlich ihr Spiel war.
Weder würde sie in Adoran gerne gesehen sein, noch er auf Cabeza.
Und doch fanden sie immer wieder einen Weg.
Dieses Haus, auch wenn sie es am Anfang gar nicht gemocht hatte, war zu einem Wohlfühlort geworden.
Sie hatte den Keller eingerichtet, die obere Etage trug ihre Handschrift.
Es war eine schöne Mischung aus seiner Geradlinigkeit und ihrem Chaos geworden.
Die Übelkeit wurde stärker.
Sie konnte das Würgen gerade noch zurück halten, und wandte sich eilig um, und entließ ihren Mageninhalt lautstark in einen Eimer.
„Verfluchter Mist...“, murrte sie zwischen zwei Würge-Attacken.
Ihr Körper krampfte sich zusammen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Krämpfe in der Bauchgegend…
Hatte sie sich etwa nun doch irgendwas eingefangen?
- Svetlana Ethered
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28 Eluivar 256
Der Abend in Rahal hatte an ihrer Beherrschung gezehrt.
Sophies Erniedrigung, der Streit in diesem Zusammenhang mit Nel, all das war in ihrer sowieso schon genervten Grundstimmung mächtig in die Hose gegangen.
Auch wenn sie es, so hoffte sie, den Eindruck erweckt haben mochte, dass sie ruhig und still war. Der Zorn brodelte in ihr.
Zwei Gründe waren ausschlaggebend, sich diesem Zorn nicht hinzugeben.
Althan und Severin.
Althan, weil er davon predigte, und sie nicht im Geringsten darauf erpicht war, ihm Recht zu geben, und Severin… Hachjeh, der Adoraner.
Was sollte sie auch tun?
Im Knast landen?
Den Galgen riskieren?
Verdammt, sie mochte Sophie, und sie wollte ihr und Nameha beistehen, aber ein bisschen musste sie auch daran denken, wie es weiter gehen sollte.
Beherrschung war etwas, was sie sich immer wieder auferlegte, auferlegen musste.
Den Abend verbrachte sie in Adoran.
Severin brachte sie auf andere Gedanken, brachte sie dazu, ihre Wut verrauchen zu lassen.
Der nächste Morgen war, wie die letzten, von Übelkeit und Krämpfen geprägt.
Sie wachte auf, Severin schlief noch.
Völlig friedlich, mit einem gewissen Ausdruck der Zufriedenheit auf seinen Zügen.
Leise beugte sie sich zu ihm herab, hauchte ihm einen Kuss auf die Schläfe und stand auf.
Sie mochte diesen Ausdruck auf seinem Gesicht. Es bedeutete, dass er den Abend genauso genossen hatte, wie sie selber.
Der Abend in Rahal hatte an ihrer Beherrschung gezehrt.
Sophies Erniedrigung, der Streit in diesem Zusammenhang mit Nel, all das war in ihrer sowieso schon genervten Grundstimmung mächtig in die Hose gegangen.
Auch wenn sie es, so hoffte sie, den Eindruck erweckt haben mochte, dass sie ruhig und still war. Der Zorn brodelte in ihr.
Zwei Gründe waren ausschlaggebend, sich diesem Zorn nicht hinzugeben.
Althan und Severin.
Althan, weil er davon predigte, und sie nicht im Geringsten darauf erpicht war, ihm Recht zu geben, und Severin… Hachjeh, der Adoraner.
Was sollte sie auch tun?
Im Knast landen?
Den Galgen riskieren?
Verdammt, sie mochte Sophie, und sie wollte ihr und Nameha beistehen, aber ein bisschen musste sie auch daran denken, wie es weiter gehen sollte.
Beherrschung war etwas, was sie sich immer wieder auferlegte, auferlegen musste.
Den Abend verbrachte sie in Adoran.
Severin brachte sie auf andere Gedanken, brachte sie dazu, ihre Wut verrauchen zu lassen.
Der nächste Morgen war, wie die letzten, von Übelkeit und Krämpfen geprägt.
Sie wachte auf, Severin schlief noch.
Völlig friedlich, mit einem gewissen Ausdruck der Zufriedenheit auf seinen Zügen.
Leise beugte sie sich zu ihm herab, hauchte ihm einen Kuss auf die Schläfe und stand auf.
Sie mochte diesen Ausdruck auf seinem Gesicht. Es bedeutete, dass er den Abend genauso genossen hatte, wie sie selber.
Zuletzt geändert von Svetlana Ethered am Donnerstag 13. Juni 2013, 06:48, insgesamt 1-mal geändert.
- Svetlana Ethered
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1. Schwalbenkunft 256
Die letzten Tage war sie wieder nur in Adoran gewesen.
Sie verbrachte ihre Zeit oftmals damit, nach Bajard zu Reisen, zu sehen, ob die Feinschmiedin anwesend war.
Bisher hatte sie noch kein Glück gehabt, aber irgendwann würde sie Kanina schon erwischen.
Die morgendliche Übelkeit hatte ein wenig an Intensität verloren, aber sie war noch immer da.
Den Tag über ging es, wenngleich das ziehen im Bauch blieb.
Sie hatte eine Heilerin aufgesucht.
Sie hatte eine schreckliche Vermutung, aber sie wollte die Bestätigung.
Eine gründliche Untersuchung folgte.
Irgendwann lies die alte Heilerin von ihr ab und grinste sie fröhlich an.
„Tja meine Liebe, es ist alles in Ordnung“, sagte sie und linste auf den Verlobungsring an Lanas Hand.
„Du trägst ein Kind der Liebe unter deinem Herzen“.
Einige Male nickte die Alte und gab ihr einen Beutel mit Kräutern, mit der Erklärung, dass sie sich Tee daraus aufschütten sollte, so würde die Übelkeit aufhören.
Lanas Gesichtszüge entgleisten für einige Momente, und starrte den Kräuterbeutel an.
„ja, g… danke… was… was bekommt ihr?“
Die Alte winkte ab.
„Nichts, nichts, komm einfach wieder, wenn du Probleme hast, Kindchen. Dein erstes?“
Verdattert nickte Lana.
„Na, ich helf dir da schon, wir bekommen das Kind schon gesund auf Eluives schöne Welt“.
Wieder nur ein nicken.
Mit zittrigen Knien erhob sich die Piratin von der Untersuchungsliege.
„Ich werde wieder kommen. Schönen Tag noch… Und…. Danke“.
Mit diesen Worten wanderte sie aus der Heilerstube.
‚Verdammt, was mach ich?‘ Dachte sie bei sich, während ihre Füße sie, wie automatisch zu Severins Haus trugen.
‚Sag‘ ichs ihm und wir entscheiden gemeinsam? Scheiße, ich will doch gar keine Kinder! Wir haben doch nie drüber gesprochen. Lass ich’s einfach so weg machen? Soll ich ihm überhaupt irgendwas sagen? Verfluchte Scheisse, warum ich?‘
Die Gedanken überschlugen sich, während sie mit zitternden Fingern die Türe aufschloss und ins Haus schlüpfte.
Ihr erster Griff ging gen Rumflasche, setzte sich mit ihr auf das Sofa. Dann jedoch, stellte sie die Flasche auf den Tisch, betrachtete sie einige Momente und atmete tief durch.
Mit fahrigen Bewegungen strich sie sich durchs Gesicht, schob die Haare nach hinten.
Sie würde mit Severin reden müssen.
Die letzten Tage war sie wieder nur in Adoran gewesen.
Sie verbrachte ihre Zeit oftmals damit, nach Bajard zu Reisen, zu sehen, ob die Feinschmiedin anwesend war.
Bisher hatte sie noch kein Glück gehabt, aber irgendwann würde sie Kanina schon erwischen.
Die morgendliche Übelkeit hatte ein wenig an Intensität verloren, aber sie war noch immer da.
Den Tag über ging es, wenngleich das ziehen im Bauch blieb.
Sie hatte eine Heilerin aufgesucht.
Sie hatte eine schreckliche Vermutung, aber sie wollte die Bestätigung.
Eine gründliche Untersuchung folgte.
Irgendwann lies die alte Heilerin von ihr ab und grinste sie fröhlich an.
„Tja meine Liebe, es ist alles in Ordnung“, sagte sie und linste auf den Verlobungsring an Lanas Hand.
„Du trägst ein Kind der Liebe unter deinem Herzen“.
Einige Male nickte die Alte und gab ihr einen Beutel mit Kräutern, mit der Erklärung, dass sie sich Tee daraus aufschütten sollte, so würde die Übelkeit aufhören.
Lanas Gesichtszüge entgleisten für einige Momente, und starrte den Kräuterbeutel an.
„ja, g… danke… was… was bekommt ihr?“
Die Alte winkte ab.
„Nichts, nichts, komm einfach wieder, wenn du Probleme hast, Kindchen. Dein erstes?“
Verdattert nickte Lana.
„Na, ich helf dir da schon, wir bekommen das Kind schon gesund auf Eluives schöne Welt“.
Wieder nur ein nicken.
Mit zittrigen Knien erhob sich die Piratin von der Untersuchungsliege.
„Ich werde wieder kommen. Schönen Tag noch… Und…. Danke“.
Mit diesen Worten wanderte sie aus der Heilerstube.
‚Verdammt, was mach ich?‘ Dachte sie bei sich, während ihre Füße sie, wie automatisch zu Severins Haus trugen.
‚Sag‘ ichs ihm und wir entscheiden gemeinsam? Scheiße, ich will doch gar keine Kinder! Wir haben doch nie drüber gesprochen. Lass ich’s einfach so weg machen? Soll ich ihm überhaupt irgendwas sagen? Verfluchte Scheisse, warum ich?‘
Die Gedanken überschlugen sich, während sie mit zitternden Fingern die Türe aufschloss und ins Haus schlüpfte.
Ihr erster Griff ging gen Rumflasche, setzte sich mit ihr auf das Sofa. Dann jedoch, stellte sie die Flasche auf den Tisch, betrachtete sie einige Momente und atmete tief durch.
Mit fahrigen Bewegungen strich sie sich durchs Gesicht, schob die Haare nach hinten.
Sie würde mit Severin reden müssen.
Zuletzt geändert von Svetlana Ethered am Donnerstag 13. Juni 2013, 07:26, insgesamt 1-mal geändert.
- Svetlana Ethered
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2 Schwalbenkunft 256
Es dämmerte.
Sie lag ruhig im Bett, die blond gefärbten Haare lagen ein wenig wirr auf dem Kopfkissen verteilt.
Neben ihr lag Severin, völlig friedlich und zufrieden.
Er war eingeschlafen, und so vernahm man nichts weiter von ihm, als ein tiefes, ruhiges Atmen.
Sie lag in seinem Arm, sie konnte die Muskeln seines Oberarms spüren.
Ruhig schob sie ihre Hände auf ihren Bauch, und sah zum Baldachin hinauf.
Seine Treue und seine Art, einfach zu ihr zu stehen und das mit zu tragen, was sie entschied, war überwältigend.
Sie hatte damit gerechnet das er... Ja, womit hatte sie gerechnet?
Das er schreien würde?
Das er es nicht wahr haben wollen würde?
Das er sie fragte, ob es von ihm war?
Sie hatte sich viel damit beschäftigt, wie sie damit zurecht kommen würde, hatte mit sich gehadert, hatte ihm die Entscheidung abnehmen wollen, einfach schweigen wollen.
Sie hatte überlegt, dafür zu sorgen, dass sie das Kind verlor, ohne das er davon erfahren hätte.
Letztlich war jeder Gedanke beschämend gewesen.
Und sie konnte ihm, wie sie heute wieder einmal gemerkt hatte, sowieso nichts verheimlichen.
Nach einigem herumgedruckse und dem Versuch, ab zu lenken, hatte sie ihm die Rumflasche gegeben und ihm in den einfachsten Worten gesagt, dass sie schwanger sei.
„Bist du sicher?“
„Die Heilerin war sich sicher!“
Er hatte sie in den Arm genommen, und ihr aufs Haar geküsst, als sie ihm gestanden hatte, dass sie überlegt hatte, dafür zu sorgen, dass sie es verlieren würde.
Auch diese Entscheidung hätte er mitgetragen.
Doch letztlich wollte sie nicht alleine entscheiden. Es war ihr Körper, aber es war auch sein Kind, das sich entwickeln würde.
Seine Reaktion hatte sie beruhigt.
„Mädchen, der Moment in dem ich weglaufen und dich alleine lassen werde, war vor zwei Minuten“
Ein Lächeln schlich sich auf ihre Züge.
Der verrückte Adoraner.
Ihr Blick wendete sich vom Baldachin zur Seite zu ihm, während ihre Hände noch immer auf ihrem, noch flachen, Bauch lagen.
„Dann wirst du es bekommen…. Ihn bekommen“, waren seine Worte, auf die Frage hin, was er wollte.
Ihn… ein zweiter, verrückter Adoraner?
Ein amüsiertes grinsen huschte über ihre Lippen.
Das war letztlich egal, jedenfalls noch.
Andere Fragen geisterten in ihrem Kopf herum, fragen, welche sie ihm an den Kopf geworfen hatte.
Was wenn die Toro ruft?
Mache ich es, wie mit Esteban? Soll das Kind einfach mit? Von klein auf als Pirat erzogen werden?
Meuterei, Raub und Mord?
Oder Adoraner Stadtluft, bei seinem Vater?
Was, wenn sie wieder auf dumme Gedanken kommen würde?
Was würde passieren, wenn sie sich ihrem Freiheitsdrang hingab?
Verdammt…
Und das schlimmste an allem… Er hatte auf alles eine Antwort.
Er würde, wochen-, gar Monatelang auf das Kind aufpassen, wenn sie mit der Toro unterwegs war.
Sie strich sich noch einmal über den Bauch, drehte sich dann auf die Seite und schmiegte sich an ihn.
Ein leises, nur zu typisches, brummen erklang von ihm, als er den Arm fester um sie legte, sie an sich heran zog.
Mit einem flüchtigen Lächeln auf den Lippen, schlief nun auch sie ein.
Alles Weitere würde die Zeit zeigen.
Es dämmerte.
Sie lag ruhig im Bett, die blond gefärbten Haare lagen ein wenig wirr auf dem Kopfkissen verteilt.
Neben ihr lag Severin, völlig friedlich und zufrieden.
Er war eingeschlafen, und so vernahm man nichts weiter von ihm, als ein tiefes, ruhiges Atmen.
Sie lag in seinem Arm, sie konnte die Muskeln seines Oberarms spüren.
Ruhig schob sie ihre Hände auf ihren Bauch, und sah zum Baldachin hinauf.
Seine Treue und seine Art, einfach zu ihr zu stehen und das mit zu tragen, was sie entschied, war überwältigend.
Sie hatte damit gerechnet das er... Ja, womit hatte sie gerechnet?
Das er schreien würde?
Das er es nicht wahr haben wollen würde?
Das er sie fragte, ob es von ihm war?
Sie hatte sich viel damit beschäftigt, wie sie damit zurecht kommen würde, hatte mit sich gehadert, hatte ihm die Entscheidung abnehmen wollen, einfach schweigen wollen.
Sie hatte überlegt, dafür zu sorgen, dass sie das Kind verlor, ohne das er davon erfahren hätte.
Letztlich war jeder Gedanke beschämend gewesen.
Und sie konnte ihm, wie sie heute wieder einmal gemerkt hatte, sowieso nichts verheimlichen.
Nach einigem herumgedruckse und dem Versuch, ab zu lenken, hatte sie ihm die Rumflasche gegeben und ihm in den einfachsten Worten gesagt, dass sie schwanger sei.
„Bist du sicher?“
„Die Heilerin war sich sicher!“
Er hatte sie in den Arm genommen, und ihr aufs Haar geküsst, als sie ihm gestanden hatte, dass sie überlegt hatte, dafür zu sorgen, dass sie es verlieren würde.
Auch diese Entscheidung hätte er mitgetragen.
Doch letztlich wollte sie nicht alleine entscheiden. Es war ihr Körper, aber es war auch sein Kind, das sich entwickeln würde.
Seine Reaktion hatte sie beruhigt.
„Mädchen, der Moment in dem ich weglaufen und dich alleine lassen werde, war vor zwei Minuten“
Ein Lächeln schlich sich auf ihre Züge.
Der verrückte Adoraner.
Ihr Blick wendete sich vom Baldachin zur Seite zu ihm, während ihre Hände noch immer auf ihrem, noch flachen, Bauch lagen.
„Dann wirst du es bekommen…. Ihn bekommen“, waren seine Worte, auf die Frage hin, was er wollte.
Ihn… ein zweiter, verrückter Adoraner?
Ein amüsiertes grinsen huschte über ihre Lippen.
Das war letztlich egal, jedenfalls noch.
Andere Fragen geisterten in ihrem Kopf herum, fragen, welche sie ihm an den Kopf geworfen hatte.
Was wenn die Toro ruft?
Mache ich es, wie mit Esteban? Soll das Kind einfach mit? Von klein auf als Pirat erzogen werden?
Meuterei, Raub und Mord?
Oder Adoraner Stadtluft, bei seinem Vater?
Was, wenn sie wieder auf dumme Gedanken kommen würde?
Was würde passieren, wenn sie sich ihrem Freiheitsdrang hingab?
Verdammt…
Und das schlimmste an allem… Er hatte auf alles eine Antwort.
Er würde, wochen-, gar Monatelang auf das Kind aufpassen, wenn sie mit der Toro unterwegs war.
Sie strich sich noch einmal über den Bauch, drehte sich dann auf die Seite und schmiegte sich an ihn.
Ein leises, nur zu typisches, brummen erklang von ihm, als er den Arm fester um sie legte, sie an sich heran zog.
Mit einem flüchtigen Lächeln auf den Lippen, schlief nun auch sie ein.
Alles Weitere würde die Zeit zeigen.
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Severin Ethered
- Beiträge: 4
- Registriert: Dienstag 1. September 2015, 12:53
Der Blick wanderte kurz über die Maserung der Türe, ehe der Schlüssel sich ins Schloss schob. Ein leises klacken, die Scharniere gingen ihrer Arbeit nach und die Türe schwang auf. Dahinter der Raum den er so sehr ins Herz geschlossen hatte, hingen doch so viele Geschichten bereits damit zusammen. Leise knarzte das Leder als er den Mantel von Schultern schob, nur um ihn über den Kleiderhaken zu werfen. Kaum das die Tür geschlossen wurde, herrschte Stille im Raum. Das Wetter war gut, warm, angenehm, so das der Kamin nicht ständig brannte und auf diese Weise auch das prasseln des Feuers fehlte. Die Vögel zwitscherten fröhlich durch die Bäume und die Sonne warf ihr eigenes Licht durch die Fenster. Efeu- und Wein-ranken, die sich dem Spiel des Windes hingaben, zauberten mit ihren Schatten, ein feines Mosaik auf den so weichen Teppich.
Ein runzeln der Stirn als er die Rumflasche entdeckte, verschlossen, unangetastet, ebenso die Dose mit Wildkraut. Beides dicht am Sofa, welches noch verborgen lag von einem Regal. Ein weiterer Schritt und der Blick auf das Sofa wurde frei. Mit den Fingern kratzte er sich am Kinn, im ungestutzten Bart, besah sich die Frau die dort lag. Ihre wilde, blonde, Mähne die ungebändigt ihr Gesicht verdeckte. Einige Momente vergingen ehe er sich dem friedlichen Anblick entziehen konnte um den Weg zu ihr zu wagen. Seitlich rutschte er auf das Sofa um neben ihr Platz zu nehmen, ihr Haar zu ordnen. Eher unbeabsichtigt schenkte er ihrem scheinbar unruhigen Schlaf ein jähes Ende. Er liebte diese Frau ohne Frage, ihre Guten und Schlechten Eigenschaften und wenn sie in etwas richtig schlecht war, dann darin ihm etwas zu verheimlichen. Gut.. Kochen.. kochen war dicht auf aber darum ging es nicht, etwas anderes lag ihr auf dem Herzen.
So hatte er einige Augenblicke später die Rumflasche in der Hand und den Blick zur Tür gerichtet. Zehn Schritt, schnellte es ihm durch den Kopf und gleich darauf, wie die Dame seines Herzens ihn auf halber Strecke mit der Pistole niederstreckte. Hatte sie das gerade überhaupt wirklich gesagt ? Schwanger ? Ja scheinbar genau das ! Leise quitschend löste sich der Korken aus dem Flaschenhals, ehe er einen guten Teil der Flasche hinab kippte. Ächzend, sich schüttelnd, stellte er die Flasche ab um dann wieder seine Sinne zu sammeln und sich zu konzentrieren. Ihr war anzusehen wie unsicher sie war, wie viel Unbehagen sich gerade in ihr ausbreitete.
Er hatte sich unlängst entschieden und das nicht weil der Anstand es von ihm erwartete, sondern weil sein inneres nichts anderes zuließ. So lag er wenig später mit ihr in den Armen im Bett. Die Stimmen waren nicht mehr als ein Wispern das verstummte, als die ersten Regentropfen an diesem Abend, auf die Dachziegel tropften. Eine einzelne Kerze auf dem Schreibtisch verströmte ihr Licht und sorgte dafür das er ihr Anlitz betrachten konnte. Sein Handrücken strich über ihre Wange, berührte ihre Haut während ihm wieder eine Frage ins Bewusstsein schoss, eine die er sich seit Tagen stellte.
Für alles finden wir Worte, jederzeit. Für Wut, Trauer, Hass, Schmerz, mögen sie noch so klein sein, wir finden fast endlose Bezeichnungen dafür um es jederzeit auszudrücken oder uns gar auszuweinen. Einfach nur, um zu nörgeln. Doch er war still geworden in der letzten Zeit und das war der Grund für diese Frage: Wie beschreiben wir eigentlich Glück ?
Ein Kuss auf ihre Stirn ehe er sie fest in die Arme zog. Er wusste was er gefunden hatte ohne es beschreiben zu können.
Ein runzeln der Stirn als er die Rumflasche entdeckte, verschlossen, unangetastet, ebenso die Dose mit Wildkraut. Beides dicht am Sofa, welches noch verborgen lag von einem Regal. Ein weiterer Schritt und der Blick auf das Sofa wurde frei. Mit den Fingern kratzte er sich am Kinn, im ungestutzten Bart, besah sich die Frau die dort lag. Ihre wilde, blonde, Mähne die ungebändigt ihr Gesicht verdeckte. Einige Momente vergingen ehe er sich dem friedlichen Anblick entziehen konnte um den Weg zu ihr zu wagen. Seitlich rutschte er auf das Sofa um neben ihr Platz zu nehmen, ihr Haar zu ordnen. Eher unbeabsichtigt schenkte er ihrem scheinbar unruhigen Schlaf ein jähes Ende. Er liebte diese Frau ohne Frage, ihre Guten und Schlechten Eigenschaften und wenn sie in etwas richtig schlecht war, dann darin ihm etwas zu verheimlichen. Gut.. Kochen.. kochen war dicht auf aber darum ging es nicht, etwas anderes lag ihr auf dem Herzen.
So hatte er einige Augenblicke später die Rumflasche in der Hand und den Blick zur Tür gerichtet. Zehn Schritt, schnellte es ihm durch den Kopf und gleich darauf, wie die Dame seines Herzens ihn auf halber Strecke mit der Pistole niederstreckte. Hatte sie das gerade überhaupt wirklich gesagt ? Schwanger ? Ja scheinbar genau das ! Leise quitschend löste sich der Korken aus dem Flaschenhals, ehe er einen guten Teil der Flasche hinab kippte. Ächzend, sich schüttelnd, stellte er die Flasche ab um dann wieder seine Sinne zu sammeln und sich zu konzentrieren. Ihr war anzusehen wie unsicher sie war, wie viel Unbehagen sich gerade in ihr ausbreitete.
Er hatte sich unlängst entschieden und das nicht weil der Anstand es von ihm erwartete, sondern weil sein inneres nichts anderes zuließ. So lag er wenig später mit ihr in den Armen im Bett. Die Stimmen waren nicht mehr als ein Wispern das verstummte, als die ersten Regentropfen an diesem Abend, auf die Dachziegel tropften. Eine einzelne Kerze auf dem Schreibtisch verströmte ihr Licht und sorgte dafür das er ihr Anlitz betrachten konnte. Sein Handrücken strich über ihre Wange, berührte ihre Haut während ihm wieder eine Frage ins Bewusstsein schoss, eine die er sich seit Tagen stellte.
Für alles finden wir Worte, jederzeit. Für Wut, Trauer, Hass, Schmerz, mögen sie noch so klein sein, wir finden fast endlose Bezeichnungen dafür um es jederzeit auszudrücken oder uns gar auszuweinen. Einfach nur, um zu nörgeln. Doch er war still geworden in der letzten Zeit und das war der Grund für diese Frage: Wie beschreiben wir eigentlich Glück ?
Ein Kuss auf ihre Stirn ehe er sie fest in die Arme zog. Er wusste was er gefunden hatte ohne es beschreiben zu können.
- Svetlana Ethered
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- Registriert: Dienstag 21. August 2012, 04:55
6. Schwalbenkunft 256
Der Raum war lediglich durch Kerzen, Fackeln und das Feuer im Kamin erhellt.
Nicht, das es kalt war, im Gegenteil.
Doch die Dunkelheit des Kellers wurde nur so vertrieben.
Die Schling- und Kletterpflanzen am Wasserbecken reckten sich nach dem Licht, auch wenn es eigentlich viel zu wenig war, um für eine Pflanze auszureichen.
Sie hatte sich ein ausgiebiges Bad gegönnt, und war froh, sich hier nicht verstecken zu müssen. Sich nicht verhüllen zu müssen, damit keiner die Makel des Leibes sah, wenn man es denn so nennen konnte.
Die Tätowierungen waren eher Zierde, und sie mochte sie sehr gerne. Und sie liebte es, wenn Severin über die Rosenranke strich, einfach nur, um das Bild zu begutachten, auch wenn er jeden Millimeter Haut schon auswendig kannte.
Der Rücken und der fehlende Finger, zeugten, zumindest dort, wo sie herkam, deutlich davon, wer sie war.
Eine Gesetzlose, die dumm genug gewesen war, sich erwischen zu lassen.
Und das sogar mehrfach.
Damals war sie noch jung und dumm gewesen. Und vor allem sesshaft.
Ihre Zeit als Piratin hatte angefangen, nachdem sie zum Tode verurteilt werden sollte, aber ein glücklicher Zufall dafür gesorgt hatte, dass sie entkommen konnte.
Wenn sie heute daran dachte, musste sie unweigerlich grinsen.
Der gestrige Abend hatte wieder gezeigt, wie gerne sie hier war.
Wie gerne sie ungezwungen war, und wie sehr sie es liebte, auf Cabeza zu sein.
Erst stand das verrückte Vögelchen vor der Türe, dann folgte Lessio, und zum Schluss hatte Severin den gehassten Weg angetreten.
Ein Abend auf Cabeza mit Severin und ohne Streit oder Zankereien.
Der Umstand, dass sie Severin das erste Mal hatte auf gewisse Art und Weise, unsicher werden sehen, machte ihr durchaus sorgen.
Sie wusste selber, wie befremdlich die Situation war, wie gewöhnungsbedürftig alles werden würde.
Unsicher… Was das das richtige Wort?
Nervös?
Sie hatte bei Kanina den Ring fertigen lassen, so, dass er ihn auf Cabeza und in Adoran tragen konnte.
Es war schwer gewesen, etwas zu finden, was dem Ganzen gerecht wurde, aber gleichzeitig so unauffällig war, das es auch in Adoran bestand hatte.
Letztlich war sie zufrieden. Sie mochte den Ring, und sie würde ihn an seinem Finger gerne sehen.
Behutsam, als wäre er ein Schatz, holte sie ihn aus dem kleinen, samtenen, Beutelchen, strich über die kühle Oberfläche.
‚Svetlana Ethered‘, ging es ihr durch den Kopf, welchen sie sogleich schüttelte.
‚Wer hätte das gedacht?‘
„Denk nie wieder darüber nach, das ich dich alleine lassen könnte“, hatte er gesagt, und ihr wieder einmal auf seine Charmante Art und Weise seine Liebe gezeigt.
„Wehe dir, du versteckst dein Kind in Adoran…“
„Weißte, was das gute an Kindern ist? Man muss sie nicht gießen, die wachsen von alleine, auch wenn man sie füttern muss…“
„Wir kriegen die Kinder schon groß…“
„Tante Meha bringt den Kindern das schießen schon bei…“
‚Verrücktes Huhn‘, dachte sie, grinste und schob den Ring zurück an seinen Herkunftsort.
Die Liebe füllt alles. Sie kann nicht
Inhalt eines Wunsches sein –
weil sie in sich ein Ziel ist.
Sie kann nicht betrügen, da sie
nicht mit Besitz verbunden ist.
Sie kann nicht gefangen gehalten
werden, weil sie wie ein Fluss ist
und die Barrieren überfluten wird.
Wer versucht, die Liebe in Gefangen-
schaft zu halten, der muss die Quelle
abschneiden, die sie nährt und in
diesem Fall wird das Wasser, das du
aufgestaut hast, verfaulen.
Paulo Coelho „Die Hexe von Portobello“
Der Raum war lediglich durch Kerzen, Fackeln und das Feuer im Kamin erhellt.
Nicht, das es kalt war, im Gegenteil.
Doch die Dunkelheit des Kellers wurde nur so vertrieben.
Die Schling- und Kletterpflanzen am Wasserbecken reckten sich nach dem Licht, auch wenn es eigentlich viel zu wenig war, um für eine Pflanze auszureichen.
Sie hatte sich ein ausgiebiges Bad gegönnt, und war froh, sich hier nicht verstecken zu müssen. Sich nicht verhüllen zu müssen, damit keiner die Makel des Leibes sah, wenn man es denn so nennen konnte.
Die Tätowierungen waren eher Zierde, und sie mochte sie sehr gerne. Und sie liebte es, wenn Severin über die Rosenranke strich, einfach nur, um das Bild zu begutachten, auch wenn er jeden Millimeter Haut schon auswendig kannte.
Der Rücken und der fehlende Finger, zeugten, zumindest dort, wo sie herkam, deutlich davon, wer sie war.
Eine Gesetzlose, die dumm genug gewesen war, sich erwischen zu lassen.
Und das sogar mehrfach.
Damals war sie noch jung und dumm gewesen. Und vor allem sesshaft.
Ihre Zeit als Piratin hatte angefangen, nachdem sie zum Tode verurteilt werden sollte, aber ein glücklicher Zufall dafür gesorgt hatte, dass sie entkommen konnte.
Wenn sie heute daran dachte, musste sie unweigerlich grinsen.
Der gestrige Abend hatte wieder gezeigt, wie gerne sie hier war.
Wie gerne sie ungezwungen war, und wie sehr sie es liebte, auf Cabeza zu sein.
Erst stand das verrückte Vögelchen vor der Türe, dann folgte Lessio, und zum Schluss hatte Severin den gehassten Weg angetreten.
Ein Abend auf Cabeza mit Severin und ohne Streit oder Zankereien.
Der Umstand, dass sie Severin das erste Mal hatte auf gewisse Art und Weise, unsicher werden sehen, machte ihr durchaus sorgen.
Sie wusste selber, wie befremdlich die Situation war, wie gewöhnungsbedürftig alles werden würde.
Unsicher… Was das das richtige Wort?
Nervös?
Sie hatte bei Kanina den Ring fertigen lassen, so, dass er ihn auf Cabeza und in Adoran tragen konnte.
Es war schwer gewesen, etwas zu finden, was dem Ganzen gerecht wurde, aber gleichzeitig so unauffällig war, das es auch in Adoran bestand hatte.
Letztlich war sie zufrieden. Sie mochte den Ring, und sie würde ihn an seinem Finger gerne sehen.
Behutsam, als wäre er ein Schatz, holte sie ihn aus dem kleinen, samtenen, Beutelchen, strich über die kühle Oberfläche.
‚Svetlana Ethered‘, ging es ihr durch den Kopf, welchen sie sogleich schüttelte.
‚Wer hätte das gedacht?‘
„Denk nie wieder darüber nach, das ich dich alleine lassen könnte“, hatte er gesagt, und ihr wieder einmal auf seine Charmante Art und Weise seine Liebe gezeigt.
„Wehe dir, du versteckst dein Kind in Adoran…“
„Weißte, was das gute an Kindern ist? Man muss sie nicht gießen, die wachsen von alleine, auch wenn man sie füttern muss…“
„Wir kriegen die Kinder schon groß…“
„Tante Meha bringt den Kindern das schießen schon bei…“
‚Verrücktes Huhn‘, dachte sie, grinste und schob den Ring zurück an seinen Herkunftsort.
Die Liebe füllt alles. Sie kann nicht
Inhalt eines Wunsches sein –
weil sie in sich ein Ziel ist.
Sie kann nicht betrügen, da sie
nicht mit Besitz verbunden ist.
Sie kann nicht gefangen gehalten
werden, weil sie wie ein Fluss ist
und die Barrieren überfluten wird.
Wer versucht, die Liebe in Gefangen-
schaft zu halten, der muss die Quelle
abschneiden, die sie nährt und in
diesem Fall wird das Wasser, das du
aufgestaut hast, verfaulen.
Paulo Coelho „Die Hexe von Portobello“
- Svetlana Ethered
- Beiträge: 425
- Registriert: Dienstag 21. August 2012, 04:55
13 Schwalbenkunft 256
Die Einladungen waren verteilt, Jaron informiert, der Kuchen bestellt, der Rum (vieeel Rum) war abgefüllt, und, um es zu zu geben, auch einige Flaschen Met und Wein, für Severin und Gäste die keinen… es gab keinen der keinen Rum trank. Egal… das Essen war bestellt.
Das Hochzeitsgewand mit dem passenden Zubehör hing im Schrank.
Es war soweit also alles vorbereitet.
Sie hatten die Nacht am Strand verbracht. Eng angekuschelt in die Hängematte und aneinander, hatten sie die halbe Nacht einfach über alles Mögliche geredet.
Wie sie es immer taten, war die Arbeit, und das wofür beide standen, kein Thema gewesen. Nur so funktionierte es.
Ihr war klar, dass sie nie gegen die Gräfin vorgehen sollte, und ihm war klar, nie nach dem zu fragen, was sie tat, wenn sie alleine war.
Leise Warnungen waren das einzige, was sie teilten.
„Misch dich nicht in den Krieg zwischen Rahal und den Menekanern ein…“
Er hatte lediglich genickt und gesagt, dass er nicht vor hatte sich einzumischen.
Aber wer weiß, auf welche Ideen die Gräfin noch kommen würde.
Die hellen Sonnenstrahlen kitzelten die Nase, als sie langsam die Augen aufschlug.
Die Papageien und Wellensittiche sangen und krächzten eine typisch, Cabezianische Melodie, das Meer funkelte und Glitzerte im Licht der aufgehenden Sonne.
Noch immer lagen Severins Arme eng umschlugen um ihren Leib.
Selbst im Schlaf mangelte es ihm nicht an der gewissen Portion Charme.
Die Hängematte wackelte und schauckelte, als sie versuchte, sich vorsichtig aus der Umarmung zu befreien, was den Mann ihres Herzens dazu brachte, ebenso auf zu wachen.
Ein verschlafenes, träges Lächeln legte sich auf seine Züge, als er sie sah. Erst dann blinzelte er einige Male und sein Blick huschte durch die Umgebung.
Für ihn eine Seltenheit, hier am Strand auf zu wachen.
Das treiben ist eher gemäßigt, morgens auf Cabeza.
Einige Schnaps- besser gesagt Rumleichen lagen auf den Bänken am Marktplatz, und das unmelodische Schnarchen begleitete die Töne der Inselvögel.
Für den heutigen Morgen, mussten sie sich mit Brot und Tee zufrieden geben, und nicht zu vergessen, die angebrochene Pfirsichtsaftflasche, die Severin mitgebracht hatte.
Sie konnten nun einfach mal ein wenig freie Zeit genießen, Zeit, die oftmals selten genug war.
Die Einladungen waren verteilt, Jaron informiert, der Kuchen bestellt, der Rum (vieeel Rum) war abgefüllt, und, um es zu zu geben, auch einige Flaschen Met und Wein, für Severin und Gäste die keinen… es gab keinen der keinen Rum trank. Egal… das Essen war bestellt.
Das Hochzeitsgewand mit dem passenden Zubehör hing im Schrank.
Es war soweit also alles vorbereitet.
Sie hatten die Nacht am Strand verbracht. Eng angekuschelt in die Hängematte und aneinander, hatten sie die halbe Nacht einfach über alles Mögliche geredet.
Wie sie es immer taten, war die Arbeit, und das wofür beide standen, kein Thema gewesen. Nur so funktionierte es.
Ihr war klar, dass sie nie gegen die Gräfin vorgehen sollte, und ihm war klar, nie nach dem zu fragen, was sie tat, wenn sie alleine war.
Leise Warnungen waren das einzige, was sie teilten.
„Misch dich nicht in den Krieg zwischen Rahal und den Menekanern ein…“
Er hatte lediglich genickt und gesagt, dass er nicht vor hatte sich einzumischen.
Aber wer weiß, auf welche Ideen die Gräfin noch kommen würde.
Die hellen Sonnenstrahlen kitzelten die Nase, als sie langsam die Augen aufschlug.
Die Papageien und Wellensittiche sangen und krächzten eine typisch, Cabezianische Melodie, das Meer funkelte und Glitzerte im Licht der aufgehenden Sonne.
Noch immer lagen Severins Arme eng umschlugen um ihren Leib.
Selbst im Schlaf mangelte es ihm nicht an der gewissen Portion Charme.
Die Hängematte wackelte und schauckelte, als sie versuchte, sich vorsichtig aus der Umarmung zu befreien, was den Mann ihres Herzens dazu brachte, ebenso auf zu wachen.
Ein verschlafenes, träges Lächeln legte sich auf seine Züge, als er sie sah. Erst dann blinzelte er einige Male und sein Blick huschte durch die Umgebung.
Für ihn eine Seltenheit, hier am Strand auf zu wachen.
Das treiben ist eher gemäßigt, morgens auf Cabeza.
Einige Schnaps- besser gesagt Rumleichen lagen auf den Bänken am Marktplatz, und das unmelodische Schnarchen begleitete die Töne der Inselvögel.
Für den heutigen Morgen, mussten sie sich mit Brot und Tee zufrieden geben, und nicht zu vergessen, die angebrochene Pfirsichtsaftflasche, die Severin mitgebracht hatte.
Sie konnten nun einfach mal ein wenig freie Zeit genießen, Zeit, die oftmals selten genug war.
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Severin Ethered
- Beiträge: 4
- Registriert: Dienstag 1. September 2015, 12:53
Der Mund wurde trocken, die Finger zitterten sanft. Wann war er das letzte Mal derart nervös gewesen ? Elendig ungeduldig, krampften die Finger um den Schwertgurt. Wieder und wieder glitt der Daumen dabei über die feine Punzierung, als wollte er das Muster vernichten. Tausende Gedanken trieben seine Aufmerksamkeit in alle Richtungen, bis davon nur noch ein kläglicher Rest übrig war. Eine wage Erinnerung an das was gerade vor seinen Augen ablief. Doch etwas holte ihn wieder ins hier und jetzt zurück, eine Bewegung um ihn herum, die seine Neugier weckte. Ein Blick über die Schulter, doch es war nur Meha. Erst bei der neuerlichen Drehung bemerkte er seinen Fehler und stockte schlagartig. Wenn sie sich sonst schon Mühe gab mit ihren Kleidern, wie sollte er dann nun dieses hier beschreiben ? Wie sollte er sich überhaupt jemals daran satt sehen können ? Goldene Steinchen, zu einem feinen Mosaik auf ihr Kleid gestickt, die weiße Muschel auf ihrer Brust, welche alles zusammen hielt. Wo sollte er überhaupt zuerst hinsehen ?! Allmählich meldete sich der Atemreiz, hatte er doch seit Beginn nicht mehr Luft holen können. Ihre Augen suchten seinen Blick und endliche fiel ein Großteil der Anspannung von ihm ab. Ein sanftes Lächeln auf beiden Gesichtern war es ihm nun deutlich einfacher seine Konzentration zu finden, um der Zeremonie aufmerksam zu folgen.
Wenig später und doch gefühlte Jahre, unter dem krach feuernder Pistolen, hatte er sie in die Arme gezogen. Ihre Hände ruhten auf seiner Brust und die Lippenpaare berührten sich in einem sehnsüchtigen Kuss. Endlich war das Eheband besiegelt. Ein letzter vertrauter Blick ehe sich beide sicher waren, dass die Gäste nun lange genug gewartet hatten. Wie zahlreich sie überhaupt erschienen waren. Wie gesittet sie sich bisher benommen hatten. Immer wieder regten sich seine Nackenhaare im Misstrauen. Darauf gefasst das noch irgendetwas passieren würde, mit dem er nicht rechnen würde. Doch es passierte rein gar nichts. Ausgelassen wurden die Flaschen geköpft und die Teller beladen. Geschenke und Glückwünsche wurden verteilt, genauso ausgiebig wie der gruselige Segen einer gewissen Mahu. Wo zur Hölle sollte dieser Schädel denn bitte hin ?!
Wie viel Anspannung von ihm fiel, spürte er erst als er glücklich und zufrieden in seinem Stuhl am Kopf der Tafel saß. Die Sonne versank langsam am Horizont während noch der ein oder andere Vogel seine Bahnen über dem Meer zog. Eine zarte Brise spielte derweil mit den Palmblättern und dem Geäst des Dschungels. Das klirren von Gläsern, dass ausgelassene Lachen oder das poltern von Flaschen auf die Tafel, erzeugte dabei seine ganz eigene Melodie. Zeit für eine Pfeife...
Was auch immer er erwartet hatte, was auch immer er sich erhofft hatte, es war entweder nicht eingetroffen oder fern ab davon, übertroffen wurden. So verabschiedete sie sich erst lange Stunden später, damit er sie nach Hause und über die Schwelle tragen konnte. Leise fiel die Schlafzimmertüre ins Schloss, sorgsam wurde sie aufs Bett gelegt ehe er sich die Zeit nahm sie nochmal genau zu betrachten. Erst ihre Worte rissen ihn aus seiner Trance während sich ein gar ertapptes Lächeln auf seinen Zügen bildete.
Ganz sicher, so lang dieser Tag auch schon dauerte, ein jähes Ende würde er nicht finden, davon waren beide überzeugt.
Wenig später und doch gefühlte Jahre, unter dem krach feuernder Pistolen, hatte er sie in die Arme gezogen. Ihre Hände ruhten auf seiner Brust und die Lippenpaare berührten sich in einem sehnsüchtigen Kuss. Endlich war das Eheband besiegelt. Ein letzter vertrauter Blick ehe sich beide sicher waren, dass die Gäste nun lange genug gewartet hatten. Wie zahlreich sie überhaupt erschienen waren. Wie gesittet sie sich bisher benommen hatten. Immer wieder regten sich seine Nackenhaare im Misstrauen. Darauf gefasst das noch irgendetwas passieren würde, mit dem er nicht rechnen würde. Doch es passierte rein gar nichts. Ausgelassen wurden die Flaschen geköpft und die Teller beladen. Geschenke und Glückwünsche wurden verteilt, genauso ausgiebig wie der gruselige Segen einer gewissen Mahu. Wo zur Hölle sollte dieser Schädel denn bitte hin ?!
Wie viel Anspannung von ihm fiel, spürte er erst als er glücklich und zufrieden in seinem Stuhl am Kopf der Tafel saß. Die Sonne versank langsam am Horizont während noch der ein oder andere Vogel seine Bahnen über dem Meer zog. Eine zarte Brise spielte derweil mit den Palmblättern und dem Geäst des Dschungels. Das klirren von Gläsern, dass ausgelassene Lachen oder das poltern von Flaschen auf die Tafel, erzeugte dabei seine ganz eigene Melodie. Zeit für eine Pfeife...
Was auch immer er erwartet hatte, was auch immer er sich erhofft hatte, es war entweder nicht eingetroffen oder fern ab davon, übertroffen wurden. So verabschiedete sie sich erst lange Stunden später, damit er sie nach Hause und über die Schwelle tragen konnte. Leise fiel die Schlafzimmertüre ins Schloss, sorgsam wurde sie aufs Bett gelegt ehe er sich die Zeit nahm sie nochmal genau zu betrachten. Erst ihre Worte rissen ihn aus seiner Trance während sich ein gar ertapptes Lächeln auf seinen Zügen bildete.
Ganz sicher, so lang dieser Tag auch schon dauerte, ein jähes Ende würde er nicht finden, davon waren beide überzeugt.
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Severin Ethered
- Beiträge: 4
- Registriert: Dienstag 1. September 2015, 12:53
Mehrmals blinzelte er, noch den Schlaf völlig in den Augen. Die Kerzen an der Wand spendeten genug Licht um ihre Silhouette neben sich zu erkennen. Der Blick wanderte durchs Zimmer, am Boden zwei Weingläser und eine leere Flasche. Hatten sie sich die auch noch gegönnt ? Die Gedanken an letzte Nacht, zauberten ihm ein Lächeln auf die Lippen. Ein Seufzen ertönte, ein Laut des Protestes ihrerseits, schloss er sie doch in die Arme. Die Finger seiner und ihrer Hand ineinander verschränkt, betrachtete er die Ringe, die beide zierten. Nichts von all dem vermochte sie aus dem Schlaf zu reißen. Endlich war auch von ihr die Anspannung der letzten Tage gefallen. Ob sie in der Zeit unruhig geschlafen hatte ? Was für eine dumme Frage, natürlich hatte sie das! Er hatte nicht vor sie zu wecken, besah er sich einfach ihr friedliches Gesicht. Die Strähnen das halbe Antlitz verbergend, spiegelte diese wilde Mähne doch so einiges wieder. Die Standuhr gab die Zeit preis und so verzog er die Mundwinkel. Kurz vor Mittag und es war Zeit die Schäden zu bereinigen, bevor er nach Adoran reisen würde. So schob er die Decke zurück um die Lippen auf ihren Bauch zu legen. Ein sanfter Kuss ehe er sich von dem so gemütlichen Lager lösen konnte. Die Kleidung sorgsam und leise eingesammelt, machte er sich auf leisen Sohlen davon.
Er wollte ihr noch etwas Schlaf gönnen und sich selber um die Reste des gestrigen Abends kümmern. So sammelte er am Strand Geschirr und Gläser ein, sorgte sich um die Reste von Glimmstängeln und anderem Gedöns. Im Gedanken an die Reise, zögerte er mit dieser Arbeit die Schifffahrt doch gerne noch etwas hinaus. Sein Magen rumorte unter dem Einfluss von Alkohol und dem ganzen Essen des gestrigen Abends.
Letzten Endes trugen ihn die Schritte dann aber doch in den Hafen. Einen kleinen Zettel hatte er hinterlassen, ihr wenigstens schon das „Frühstück“ angerichtet, wusste er doch um ihre Kochkünste. Sie sollte nicht ganz Leer ausgehen an diesem Mittag, während er den Weg zurück beschritt. Wirklich selten hatte er solch gute Laune gehabt. Eine die ihm selbst die Übelkeit der Seefahrt nicht nehmen konnte. Zwar bleich um die Nase doch mit einem Lächeln im Gesicht, wäre es schwer geworden etwaigen Fragen aus dem Weg zu gehen. Zu offensichtlich war die gute Laune, die er offen zur schau stellte.
So hoffte er doch nur noch dass reich gedeckte Tablett und die feinen Zeilen auf dem Stück Papier würden ihre Enttäuschung über ein leeres Bett mildern.
Er wollte ihr noch etwas Schlaf gönnen und sich selber um die Reste des gestrigen Abends kümmern. So sammelte er am Strand Geschirr und Gläser ein, sorgte sich um die Reste von Glimmstängeln und anderem Gedöns. Im Gedanken an die Reise, zögerte er mit dieser Arbeit die Schifffahrt doch gerne noch etwas hinaus. Sein Magen rumorte unter dem Einfluss von Alkohol und dem ganzen Essen des gestrigen Abends.
Letzten Endes trugen ihn die Schritte dann aber doch in den Hafen. Einen kleinen Zettel hatte er hinterlassen, ihr wenigstens schon das „Frühstück“ angerichtet, wusste er doch um ihre Kochkünste. Sie sollte nicht ganz Leer ausgehen an diesem Mittag, während er den Weg zurück beschritt. Wirklich selten hatte er solch gute Laune gehabt. Eine die ihm selbst die Übelkeit der Seefahrt nicht nehmen konnte. Zwar bleich um die Nase doch mit einem Lächeln im Gesicht, wäre es schwer geworden etwaigen Fragen aus dem Weg zu gehen. Zu offensichtlich war die gute Laune, die er offen zur schau stellte.
So hoffte er doch nur noch dass reich gedeckte Tablett und die feinen Zeilen auf dem Stück Papier würden ihre Enttäuschung über ein leeres Bett mildern.
- Svetlana Ethered
- Beiträge: 425
- Registriert: Dienstag 21. August 2012, 04:55
17. Schwalbenkunft 256
Als sie die Augen aufschlug lag sie alleine im Bett.
Ehe sie irgendwas anderes tun konnte oder wollte, hob sie die die Hand, betrachtete den funkelnden Ring an ihrer Hand.
Da war es wieder, dieses Lächeln.
Wenn sie an die letzten Tage dachte, so konnte sie auch nicht anders, als Lächeln.
Wie nervös sie gewesen war.
Sie war nervös gewesen, als sie mit ihm über die Zukunft geredet hatte, sie war richtig nervös gewesen, als sie ihm unterbreitet hatte, das sie schwanger war, aber die letzten Tage hatten alles übertroffen.
Wie ein wilder Tiger im Käfig war sie um Namehas Teppichfransen gelaufen.
Das amüsierte Grinsen auf den Lippen der Freundin machte sie wahnsinnig. Wenn der blöde Vogel ihr in die Quere kam, schnaufte sie leise, nur um ihren Weg dann fort zu setzen.
Meha hatte eine Engelsgeduld.
Sie munterte Lana auf, auch wenn sie ihr den Rum verwehrte.
„Dein zukünftiger Gatte schlägt mich, wenn ich dir Alkohol gebe..“, waren ihre Worte gewesen.
Wieder ein leises schnaufen.
Als es dann so weit war, sich um zu ziehen stieg die Anspannung ins Unermessliche.
Das Kleid saß perfekt, die feinen Verschnürungen ließen alles halten und gaben doch so viel Preis.
Die Schneiderin war eine Perfektionistin.
Und das war gut so, wollte sie doch Severin mit diesem Kleid überraschen.
Meha half ihr, die Haare hoch zu stecken, so das man auch genügend vom Kleid sehen konnte, und es nicht von der langen Mähne verdeckt wurde.
Der Schmuck, passend zum Kleid in einem sanften Goldton rundete ihr Aussehen ab.
Und dann dieser Blumenstrauß.
Meha hatte ihn ihr gegeben, nachdem alles fertig war.
Der Weg zum Strand war so unendlich lang.
Und sogleich lief sie Alessio, Jacq und Sebastiano über den Weg.
Alle staunten, und in typischer Alessio Manier, wurde erst mal ein gieriger Blick über das knappe Kleid geworfen.
Das feiste Grinsen auf dem Gesicht des Hünen wischte für einige Momente die Nervosität ein wenig ab, so dass sie, dem sich umziehenden Piraten doch noch einen kleinen Spruch hinterher jagen konnte.
Was musste sich der Kerl auch hinter ihr nackig machen.
„Hübscher Hintern Großer…“, sie konnte es sich nicht verkneifen.
„Gracias Belleza“, er zwinkerte ihr zu, und somit war alles gesagt.
Die vier liefen vor, und Lana musste ihre Schritte verlangsamen.
Ihr Herz schlug wild.
Was wenn er doch…?
Nein….!
Ist es….. ?
Ja…!
Ein tiefes und sich wiederholendes ein- & wieder ausatmen erfolgte, ehe sie mit zittrigen Knien und schweißnassen Händen ihren Weg fortsetzte.
Eilig huschte ihr Blick umher, bis ihr Blick die stattliche Gestalt ihres Mannes traf.
Er war genauso nervös wie sie.
Sie wusste es, sie konnte ihm die Anspannung ansehen, sie konnte förmlich fühlen, wie wild sein Herz schlug.
Langsam tappste sie die Treppen hinauf. Alles andere war unwichtig.
Die Piraten, Aki und Leona, die Tiere, die Geräusche, alles um sich herum nahm sie kaum wahr.
Nur seinen Blick.
Als sie vor ihm stand, und sich beide sicher waren, dass sie da waren, dass sie genau das hier wollten, und sich auf beiden Lippen ein verliebtes Lächeln legte, wandten sie sich zu Jaron um.
Natürlich konnte Jaron sich einen winzig kleinen Seitenhieb gen Severin nicht verkneifen, aber so lange es nur das war, war alles gut.
Selbst Aki saß ruhig auf seinem Platz.
[17:30:57] Jaron Sylva: Es mögen sou n'paar Differenzen zwischen uns stehen.. dock et jibt nichts, wat Eide nich Überbrücken könnten.Un'in eurem Fall *sieht von Sev zu Svet* ha'n mer einen, der ouch ouf Cabeza schwer wiegt.
Deswech'n frache ick dick hier un'heute, unter dne Ouchen voun Pereras Pack
[17:31:52] Svetlana Prem: *ein sachtes nicken, und dabei legt sich das all-bekannte Lächeln des tages wieder*
[17:31:54] Svetlana Prem: *auf ihre Lippen*
[17:32:15] Jaron Sylva: Ob'u de Svetlana hier zuo deener Frouwe nehm'willst, ihr nich irjendwelche Floußen voun'er
[17:32:20] Jaron Sylva: Jötterhure in'en Kopp setzt..
[17:32:36] Jaron Sylva: Se achtest un'schützst, mit allem, wat'e hast - selbst deinem Leben
[17:33:02] Jaron Sylva: Wenn'em sou s'.. dann sach'et - lout unkräftig, meen Bester.
[17:33:34] Jaron Sylva: *sieht Sev an, forschend und erwartungsvoll*
[17:33:42] Severin Ethered: *Eine kurze Pause nur, ehe er nickt und mit fester Stimme spricht*
[17:33:49] Severin Ethered: Ja, ich will.
[17:34:12] Jaron Sylva: *ein zufriedenes Lächeln, nickt.*
[17:34:17] Jaron Sylva: *und wendet sich Svet zu*
[17:34:53] Jaron Sylva: Nur'er Klabouder weiß, welcher Wind dick zuo'em Mann jeweht hat...aber'sou s'et eben mit'er Liebe!
[17:35:27] Jaron Sylva: Willste'em Severin hier zuo deener Linken
[17:35:28] Svetlana Prem: *ein schmunzeln huscht über ihre Züge*
[17:35:53] Jaron Sylva: Eene joute Frouwe sein, ihn ouf'en Bouden der Tatsachen zurück houl'n, wenn
[17:36:01] Jaron Sylva: 'e Weisheit voun uns Seeleuten jefracht s'..
[17:36:26] Jaron Sylva: Un'ihm beiseite steh'n, wnen'er Ärcher hat, wie et einer Frouwe Pereras zu Jesicht steht?
[17:36:47] Svetlana Prem: *mit ungewohnt leiser und sanfter Stimmlage antwortet sie Jaron*
[17:36:49] Svetlana Prem: Ja, ich will
Jaron fuchtelte mit zwei angesteckten Tabackröllchen um die beiden herum ehe sie ihnen das Krautstänbgelchen zwischen die Lippen schob.
Das war das Ende der Zeremonie.
Sie durften sich endlich küssen.
Und dieser Kuss sagte mehr, als Worte es vermocht hätten.
Von beiden fiel ein Teil der Anspannung ab, die sie in den letzten Tagen begleitet hatte.
Ihr Blick suchte seinen, kurze, sanfte Berührungen, ehe der Lärm der knallenden Pistolen sie ins Hier und Jetzt zurückholten.
Feiern, saufen, fressen, ausgelassene Stimmung, es war von allem reichlich vorhanden.
Sie freute sich so sehr, dass alles ruhig geblieben war, auch wenn Aki sich während der Zeremonie weg geschlichen hatte.
Als Mahu am Strand auftauchte, zog sich für einen Moment ihr Magen zusammen.
Das konnte etwas Gutes, aber auch etwas Schlechtes bedeuten.
Sie vollzog ein Ritual mit vibrierenden Knochen und dem gruseligen Äffchenschädel, das ohne Frage an einem Kopfschuss gestorben war.
Letztlich drückte Mahu ihr den Schädel als Hochzeitsgeschenk in die Hand.
Gut, wie es sich für eine gute Piratin gehörte, legte sie den Schädel zwischen die beiden Kuchenteller, und bedankte sich.
Wer weiss auf was für Ideen Mahu sonst noch kommen würde, wenn sie sich als Voodoo Priesterin ungeehrt fühlte. Und hey, alles nur nicht heute.
Umarmungen, Herzliche Glückwünsche, Geschenke, alle Gratulierten, selbst Gracia, die Inselprinzessin war gekommen, um mit zu feiern.
Ihre Compañeros!
Als er sie über die Türschwelle trug und sie aufs Bett drapierte, schlich sich ein schelmisches Lächeln auf ihre Lippen.
Sie mochte diesen Ausdruck auf seinem Gesicht.
Er zeigte, mehr als jedes Wort, wie sehr er sie liebte.
Als sie die Augen aufschlug lag sie alleine im Bett.
Ehe sie irgendwas anderes tun konnte oder wollte, hob sie die die Hand, betrachtete den funkelnden Ring an ihrer Hand.
Da war es wieder, dieses Lächeln.
Wenn sie an die letzten Tage dachte, so konnte sie auch nicht anders, als Lächeln.
Wie nervös sie gewesen war.
Sie war nervös gewesen, als sie mit ihm über die Zukunft geredet hatte, sie war richtig nervös gewesen, als sie ihm unterbreitet hatte, das sie schwanger war, aber die letzten Tage hatten alles übertroffen.
Wie ein wilder Tiger im Käfig war sie um Namehas Teppichfransen gelaufen.
Das amüsierte Grinsen auf den Lippen der Freundin machte sie wahnsinnig. Wenn der blöde Vogel ihr in die Quere kam, schnaufte sie leise, nur um ihren Weg dann fort zu setzen.
Meha hatte eine Engelsgeduld.
Sie munterte Lana auf, auch wenn sie ihr den Rum verwehrte.
„Dein zukünftiger Gatte schlägt mich, wenn ich dir Alkohol gebe..“, waren ihre Worte gewesen.
Wieder ein leises schnaufen.
Als es dann so weit war, sich um zu ziehen stieg die Anspannung ins Unermessliche.
Das Kleid saß perfekt, die feinen Verschnürungen ließen alles halten und gaben doch so viel Preis.
Die Schneiderin war eine Perfektionistin.
Und das war gut so, wollte sie doch Severin mit diesem Kleid überraschen.
Meha half ihr, die Haare hoch zu stecken, so das man auch genügend vom Kleid sehen konnte, und es nicht von der langen Mähne verdeckt wurde.
Der Schmuck, passend zum Kleid in einem sanften Goldton rundete ihr Aussehen ab.
Und dann dieser Blumenstrauß.
Meha hatte ihn ihr gegeben, nachdem alles fertig war.
Der Weg zum Strand war so unendlich lang.
Und sogleich lief sie Alessio, Jacq und Sebastiano über den Weg.
Alle staunten, und in typischer Alessio Manier, wurde erst mal ein gieriger Blick über das knappe Kleid geworfen.
Das feiste Grinsen auf dem Gesicht des Hünen wischte für einige Momente die Nervosität ein wenig ab, so dass sie, dem sich umziehenden Piraten doch noch einen kleinen Spruch hinterher jagen konnte.
Was musste sich der Kerl auch hinter ihr nackig machen.
„Hübscher Hintern Großer…“, sie konnte es sich nicht verkneifen.
„Gracias Belleza“, er zwinkerte ihr zu, und somit war alles gesagt.
Die vier liefen vor, und Lana musste ihre Schritte verlangsamen.
Ihr Herz schlug wild.
Was wenn er doch…?
Nein….!
Ist es….. ?
Ja…!
Ein tiefes und sich wiederholendes ein- & wieder ausatmen erfolgte, ehe sie mit zittrigen Knien und schweißnassen Händen ihren Weg fortsetzte.
Eilig huschte ihr Blick umher, bis ihr Blick die stattliche Gestalt ihres Mannes traf.
Er war genauso nervös wie sie.
Sie wusste es, sie konnte ihm die Anspannung ansehen, sie konnte förmlich fühlen, wie wild sein Herz schlug.
Langsam tappste sie die Treppen hinauf. Alles andere war unwichtig.
Die Piraten, Aki und Leona, die Tiere, die Geräusche, alles um sich herum nahm sie kaum wahr.
Nur seinen Blick.
Als sie vor ihm stand, und sich beide sicher waren, dass sie da waren, dass sie genau das hier wollten, und sich auf beiden Lippen ein verliebtes Lächeln legte, wandten sie sich zu Jaron um.
Natürlich konnte Jaron sich einen winzig kleinen Seitenhieb gen Severin nicht verkneifen, aber so lange es nur das war, war alles gut.
Selbst Aki saß ruhig auf seinem Platz.
[17:30:57] Jaron Sylva: Es mögen sou n'paar Differenzen zwischen uns stehen.. dock et jibt nichts, wat Eide nich Überbrücken könnten.Un'in eurem Fall *sieht von Sev zu Svet* ha'n mer einen, der ouch ouf Cabeza schwer wiegt.
Deswech'n frache ick dick hier un'heute, unter dne Ouchen voun Pereras Pack
[17:31:52] Svetlana Prem: *ein sachtes nicken, und dabei legt sich das all-bekannte Lächeln des tages wieder*
[17:31:54] Svetlana Prem: *auf ihre Lippen*
[17:32:15] Jaron Sylva: Ob'u de Svetlana hier zuo deener Frouwe nehm'willst, ihr nich irjendwelche Floußen voun'er
[17:32:20] Jaron Sylva: Jötterhure in'en Kopp setzt..
[17:32:36] Jaron Sylva: Se achtest un'schützst, mit allem, wat'e hast - selbst deinem Leben
[17:33:02] Jaron Sylva: Wenn'em sou s'.. dann sach'et - lout unkräftig, meen Bester.
[17:33:34] Jaron Sylva: *sieht Sev an, forschend und erwartungsvoll*
[17:33:42] Severin Ethered: *Eine kurze Pause nur, ehe er nickt und mit fester Stimme spricht*
[17:33:49] Severin Ethered: Ja, ich will.
[17:34:12] Jaron Sylva: *ein zufriedenes Lächeln, nickt.*
[17:34:17] Jaron Sylva: *und wendet sich Svet zu*
[17:34:53] Jaron Sylva: Nur'er Klabouder weiß, welcher Wind dick zuo'em Mann jeweht hat...aber'sou s'et eben mit'er Liebe!
[17:35:27] Jaron Sylva: Willste'em Severin hier zuo deener Linken
[17:35:28] Svetlana Prem: *ein schmunzeln huscht über ihre Züge*
[17:35:53] Jaron Sylva: Eene joute Frouwe sein, ihn ouf'en Bouden der Tatsachen zurück houl'n, wenn
[17:36:01] Jaron Sylva: 'e Weisheit voun uns Seeleuten jefracht s'..
[17:36:26] Jaron Sylva: Un'ihm beiseite steh'n, wnen'er Ärcher hat, wie et einer Frouwe Pereras zu Jesicht steht?
[17:36:47] Svetlana Prem: *mit ungewohnt leiser und sanfter Stimmlage antwortet sie Jaron*
[17:36:49] Svetlana Prem: Ja, ich will
Jaron fuchtelte mit zwei angesteckten Tabackröllchen um die beiden herum ehe sie ihnen das Krautstänbgelchen zwischen die Lippen schob.
Das war das Ende der Zeremonie.
Sie durften sich endlich küssen.
Und dieser Kuss sagte mehr, als Worte es vermocht hätten.
Von beiden fiel ein Teil der Anspannung ab, die sie in den letzten Tagen begleitet hatte.
Ihr Blick suchte seinen, kurze, sanfte Berührungen, ehe der Lärm der knallenden Pistolen sie ins Hier und Jetzt zurückholten.
Feiern, saufen, fressen, ausgelassene Stimmung, es war von allem reichlich vorhanden.
Sie freute sich so sehr, dass alles ruhig geblieben war, auch wenn Aki sich während der Zeremonie weg geschlichen hatte.
Als Mahu am Strand auftauchte, zog sich für einen Moment ihr Magen zusammen.
Das konnte etwas Gutes, aber auch etwas Schlechtes bedeuten.
Sie vollzog ein Ritual mit vibrierenden Knochen und dem gruseligen Äffchenschädel, das ohne Frage an einem Kopfschuss gestorben war.
Letztlich drückte Mahu ihr den Schädel als Hochzeitsgeschenk in die Hand.
Gut, wie es sich für eine gute Piratin gehörte, legte sie den Schädel zwischen die beiden Kuchenteller, und bedankte sich.
Wer weiss auf was für Ideen Mahu sonst noch kommen würde, wenn sie sich als Voodoo Priesterin ungeehrt fühlte. Und hey, alles nur nicht heute.
Umarmungen, Herzliche Glückwünsche, Geschenke, alle Gratulierten, selbst Gracia, die Inselprinzessin war gekommen, um mit zu feiern.
Ihre Compañeros!
Als er sie über die Türschwelle trug und sie aufs Bett drapierte, schlich sich ein schelmisches Lächeln auf ihre Lippen.
Sie mochte diesen Ausdruck auf seinem Gesicht.
Er zeigte, mehr als jedes Wort, wie sehr er sie liebte.
- Svetlana Ethered
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- Registriert: Dienstag 21. August 2012, 04:55
01. Cirmiasum 256
Als sie aufwachte war es warm und ein wenig stickig.
Sie strampelte die Decke ein wenig weiter herab, so das sie nicht mehr bis zu Hüfte unter jener lag.
Severin hatte, trotz seines Schlafes, noch immer die Arme um ihren Leib geschlungen, die Hände lagen unverändert auf ihrem Bauch, als wolle er genau spüren was da drinnen vor sich geht.
Sie versuchte sich vorsichtig zu lösen, um ein wenig mehr Platz für sich und ihn zu bekommen, aber nicht mal jetzt dachte er daran, das geschehen zu lassen, sondern brummte nur und zog sie weiter an sich.
Ein leises seufzten entrann ihrer Kehle, jedoch gleichzeitig ein schmunzeln.
So ein Dickkopf.
Gedanklich ließ sie den vergangenen Abend noch einmal Revue passieren.
Sie wollte eigentlich nur auf den Markt um Süßigkeiten und ein Podest zu kaufen.
Und vielleicht noch ein paar, etwas weitere Kleider, wenn man begann ihre Schwangerschaft zu sehen. Der Schreiner sollte später kommen, also war Fabienne’s Süßwarenstand der erste, auf den Lana zusteuerte.
Benito hatte sich zwischendurch von der kleinen Stella zum Blumenkaufen abkommandieren lassen, was Lana mit einem amüsierten Schmunzeln immer mal wieder beobachtete.
Severin schwirrte auch hier herum, kaufte sein lang ersehntes Besteck und sie…. Wartete!
Keine Getränke ohne Alkohol… Wie schade. Dafür hatte sie einen ganzen Beutel voll gemischter, süßer, klebriger Bonbons erstanden, von denen sie sich direkt eins in den Mund schob, als sie sich wieder herum drehte.
Der Klapps von Benito auf ihren Hintern, wurde größtenteils ignoriert, auch wenn Severin das ganze ganz aufmerksam beobachtet hatte.
Aber sie war schließlich nicht hier, um Stress zu machen.
Und sie hatte viel zu gute Laune.
Sie drehte sich von Fabienne’s Stand weg, lies den Blick schweifen, und betrachtete einen Moment die Schlange vor dem Schneiderstand.
Nee, da würde sie sich nicht anstellen, so lange hatten die Kleider auch noch Zeit.
Bis… ihr ein freundlich lächelnder Vaughain in den Weg trat.
Achjeh, das Regiment.
Und Lilian, und Mariella, und Thelor.
Das konnte ja heiter werden.
Vaughain wollte wissen, was sie hier tue. Ganz ehrlich und Wahrheitsgetreu antwortete sie:
„Bonbons kaufen. Ausserdem brauche ich ein Podest aus Mahagoni, ungefähr Hüfthoch“, und hielt ihm, freundlich wie sie war, auch noch den Bonbonbeutel hin, um ihm eins anzubieten.
Fatal, nicht mal das wurde ihr geglaubt.
Sie wurde gebeten, das Gespräch in Ruhe weiter zu führen, an einem etwas unbelebteren Ort.
Ihr Blick streifte durch die Gegend, und noch hatten Aki und Benito sich nicht eingemischt.
Gut, dann eben ein anderer Ort. Den dargereichten Arm nahm sie an, und folgte dem Korporal.
Immerhin konnte sie so ihre beiden Kumpanen aus der ganzen Nummer heraus halten.
Falsch Gedacht.
Es kam wie es kommen musste.
Sie lies sich vom Markt weg führen, und das ganze versammelte Pack folgte.
Nach und nach, Benito und Aki, die zivilen Regimentler….
Die Gräfin und der ganze Rest mit Rang und Namen, oder halt auch nicht.
Als Vaughain ihr erst das Kopftuch von den Haaren riss, murrte sie.
Als er dann noch die Kette abriss um sie sich genauer zu betrachten, schien es für Aki zu viel zu werden.
Er mischte sich ein.
Vollidiot…
Still bleiben und Less nach Hause bringen, das sollte er tun, und nicht sich einmischen.
Aber, so loyal wie sie zu den ihren Stand, so bekam sie gleiches mit gleicher Münze zurückgezahlt.
Letztlich wurden sie alle drei mitgenommen, was versprach, ein lustiges Verhör zu werden.
In der Zelle angekommen, untersuchte man die drei Gefangenen genau.
Naja, zumindest das Weibsbild bei ihr war genau, selbst der Dolch im Stiefelschaft war ihr aufgefallen.
Gut, erst einmal ruhig bleiben, wer wusste schon, was noch kommen würde.
Erst wurde Benito verhört… Dann Aki, während sie einfach völlig gelassen in der Zelle stand.
Die einzige Gefühlsregung, die sie sich nicht verkneifen konnte war, als sie die Dermarkes mit den Regimentlern tuscheln sah.
Eine Verräterin der eigenen Reihen. Niemand mochte Verräter…
„Halt’s Maul Florentine“, zischend und mit einem fixierenden Blick auf die Rothaarige, die dann kurz danach raus geschickt wurde.
Die ehemalige Bürgermeisterin… Giftmischerin… in Adoran. Wie das Leben so spielt. Hatte sie sich doch von Lilian belabern lassen.
Nungut, jeder wie er meinte.
Soll sich die Hexe hier doch wohl fühlen. Die Rahaler würden das schon machen.
Erschreckender Weise, dass sie in Rahal freundlicher Empfangen wurden, obgleich sie genauso gegen deren Gesetze verstoßen hatte.
Aber gut, die vorgetäuschte Ehre und Tugendhaftigkeit der Adoraner war ja bekannt.
Als sie zum Verhör geholt wurde, war der Saal schon leerer geworden.
Ein kurzer Blick zu Mariella und Severin, wobei sie letzteren überhaupt gar nicht hier sehen wollte.
Verdammt, konnte er nicht einfach nach Hause gehen ?
Obgleich sie ihm kaum Beachtung schenkte, wusste sie, wie nervös er war. Sie kannte ihren Mann.
Und diese Situation war mehr als beschissen.
Sie hatte ihm mehrfach versprechen müssen, die Gräfin in Ruhe zu lassen, aber wer konnte schon ahnen, dass sie beim Süßigkeiten kaufen verhaftet werden würde?
Freundlich wie er war, machte Vaughain mit einem leisen Räuspern auf sich aufmerksam.
Zeit, ihre Aufmerksamkeit voll und ganz ihm zu widmen.
[22:41:25] Vaughain: Dass ich euch gefallen würde, glaube ich euch.
[22:41:39] Vaughain: *er blinzelt ausgesprochen lieblich aber scheint auch voll und ganz von sich überzeugt*
[22:41:46] Svetlana Ethered: das liegt an eurem Ego Vaughain, aber ich glaube euch auch, das ihr gerne die Peitsche in der Hand habt
[22:42:01] Vaughain: Dann und wann.
[22:42:08] Vaughain: Immer eine Frage meiner Kundschaft,
[22:42:13] Vaughain: Wollt ihr sie einmal auskosten?
[22:42:23] Svetlana Ethered: Wenn wir danach ein Glas Milch zusammen trinken?
[22:42:38] Vaughain: Wer weiß ob ihr danach noch sitzen könnt.
[22:42:58] Svetlana Ethered: Oh, macht euch mal keine sorgen
[22:43:06] Svetlana Ethered: ich bin hart im nehmen
[22:43:08] Severin Ethered: *Der Daumen streicht über die Punzierung der Schwertscheide..*
[22:43:15] Severin Ethered: *doch kaum nachahmend, einfach nur irgendwie*
[22:43:30] Vaughain: Mhm ..
[22:43:42] Vaughain: *er schnalzt mit der Zunge und lehnt sich zurück, wieder nur ein .. bezeichnender Blick*
[22:43:45] Vaughain: *der jener Aussage folgt*
[22:44:01] Vaughain: Ganz bestimmt sogar.
[22:44:11] Vaughain: *etwas leiser ... versonnener ... was er da wohl wieder denkt*
[22:44:13] Svetlana Ethered: *sie lächelt ihm zu*
[22:44:54] Vaughain: *ein tiefer Atemzug, eine Spur Ernsthaftigkeit kehrt in sein Antlitz zurück*
[22:44:59] Svetlana Ethered: *lehnt sich dann wieder zurück an die Rückenlehne des Stuhles*
[22:45:06] Vaughain: Und was mache ich nun mit euch?
[22:45:21] Vaughain: Abgsehen davon, euch in meinen Keller zu zerren?
[22:45:21] Svetlana Ethered: Tja
[22:45:32] Svetlana Ethered: ist das nun Strafe oder Belohnung?
[22:45:50] Vaughain: Vielleicht ein wenig von beidem.
[22:45:57] Svetlana Ethered: Zuckerbrot und Peitsche
[22:46:00] Svetlana Ethered: da wären wir wieder
[22:46:09] Vaughain: *allerdings führt er den Gedanken nicht weiter aus, es folgt eine einladende Geste mit der rechten Hand*
[22:46:18] Svetlana Ethered: Aber um die Ernsthaftigkeit eurer frage noch einmal aufzugreifen
[22:46:31] Svetlana Ethered: ich weiß es nicht
[22:46:49] Svetlana Ethered: ich möchte allerdings die Vorschriften sehen, wo Süßigkeiten kaufen verboten sind
[22:47:04] Vaughain: Piraterie ist verboten.
[22:47:26] Svetlana Ethered: Aye
[22:47:35] Vaughain: *er sieht dann in Richtung Gräfin und Severin und räuspert sich*
Was für ein Verhör…
Sie konnte nicht immer die Klappe halten, auch wenn es wahrscheinlich an manchen Stellen vernünftiger gewesen wäre.
Aber dieser Kerl…
Am liebsten würde sie ihre Hände um seinen Hals legen und einmal kräftig zudrücken.
Wobei sie ganz ehrlich zugeben musste, das sie nicht damit gerechnet hätte, dass er auf ihre Provokationen so gelassen reagieren würde.
Das sie die Peitsche mehrfach erwähnt hatte, lag einzig und alleine daran, dass sie austesten wollte, wie sie ihn ein zu schätzen hatte.
Leonie hatte ihr ein Bild von Vauhgain vor gegeben, dass sie eher hätte auf einen Aggressiven Typ Mensch gebracht hätte, als auf…. Das…..!
Nungut, irgendwann würde sie ihn mal auf neutralem Boden wieder sehen.
[22:55:23] Svetlana Ethered: Oh, was weiß ich was hier Vorschrift ist, ich hab mich immer von hier
[22:55:33] Svetlana Ethered: fern gehalten, ich kenne nur den ein oder anderen aus Bajard
[22:55:39] Svetlana Ethered: nicht wahr?
[22:55:52] Mariella von Dornwald: Generell eine sehr kluge Entscheidung. Dumm, dass Ihr heute davon abgewichen seid.
[22:56:18] Svetlana Ethered: Jeder macht Fehler
[22:56:57] Mariella von Dornwald: Sicherlich. Das macht uns zu Menschen. Seid nur nicht so dumm, diesen Fehler zu wiederholen. Ich
[22:57:20] Mariella von Dornwald: will Euch hier nicht haben. Euch und Euer Pack. Dieses eine Mal wird die Tugend der Gnade
[22:57:41] Mariella von Dornwald: den Vorzug bekommen. Beim nächsten Mal folgt die Gerechtigkeit. Wie mir scheint hätte
[22:57:53] Svetlana Ethered: *Ihre Mundwinkel zucken zu einem kurzen lächeln empor*
[22:58:04] Mariella von Dornwald: unser Korporal größtes Interesse, sich intensiver mit Euch zu befassen. Auch das werde ich für den
[22:58:11] Mariella von Dornwald: Fall der Fälle im Hinterkopf behalten.
[22:58:22] Svetlana Ethered: Korporal schon...
[22:58:49] Svetlana Ethered: *kurz linst sie zu Vaughain*
[22:58:50] Vaughain: *der lächelt nunmehr einfach nur, lieblich und offen ... als könnte er kein Wässerchen trüben*
[22:58:53] Svetlana Ethered: *dann wieder zu Mariella*
Entlassen…
Gnade vor Recht…
Sie musste sich wirklich ihre Worte verkneifen.
Severin war mit aufgestanden, ein kurzer Blick reichte, um sie zum stumm bleiben zu verurteilen.
Jetzt ein frecher Kommentar und sie würde doch hier bleiben müssen.
Auch wenn es auf der Zunge brannte.
Wirklich brannte.
Nichts anmerken lassen, einfach das Spiel mitspielen.
Unten angekommen, stellte sie sich ganz brav neben den Korporal, als wäre sie überhaupt völlig zu Unrecht da.
Kein Versuch eine Dummheit zu begehen, auch wenn es schwer fiel.
Er blickte, genau wie sie nach vorne. Beobachtete das Treiben, wie die anderen beiden aus den Zellen geholt wurden.
Ohne das sie damit gerechnet hätte, holte er aus, und schlug ihr auf den Hintern.
Ihr Blick ruckte zur Seite.
Hatte er das gerade wirklich getan?
Sie rieb sich über die getroffene Stelle am Hinterteil. Verdammt, hatte der Kerl einen Schlag drauf.
Es brannte und so wie es sich anfühlte, gab das einen netten Abdruck.
Dumm nur für ihn, dass die Gräfin in diesem Moment herunter gekommen war.
Severin im Schlepptau, beide hatten gesehen und gehört, wo seine Hand gelandet war.
Unter anderen Umständen….
Er wurde nach oben zitiert, was auch immer die beiden da zu bereden hatten, war ihr egal.
Als er wieder kam, setzte sich die freundliche Eskorte in Bewegung. Auf zu den Reichsgrenzen, um das Pack los zu werden.
Das Ende der Eskorte bestand aus Vaughain und ihr.
Leises getuschel, damit es keiner mitbekam.
[23:13:01] Svetlana Ethered: [leise] wir sehen uns noch
[23:13:07] Vaughain: *dann und wann schielt er beiseite, auch wenn er seine Hände diesmal bei sich behält*
[23:13:11] Vaughain: [leise] Versprochen?
[23:13:25] Svetlana Ethered: [leise] aye, sicher
[23:13:38] Vaughain: [leise] Da wird mir gleich recht warm ums ..... Herz.
[23:13:45] Svetlana Ethered: [leise] Lügner
[23:13:50] Vaughain: [leise] Selber
[23:13:59] Svetlana Ethered: *schnalzt leise mit der Zunge*
[23:14:05] Svetlana Ethered: [leise] niemals
Unter anderen Umständen…
Schon wieder dieser angefangene Satz.
Sie würde darauf warten, ihn nochmal alleine zu sehen.
Der Schlag auf den Hintern würde nochmal zur Sprache kommen, aber das nächste Mal abseits von Regiment und Reich.
Dieses Mal war er im Vorteil.
Nächstes Mal würden die Karten neu gemischt werden.
Ein kurzes Gespräch mit Aki und Benito, ehe sie sich auf den Weg nach Cabeza machten.
Aki wollte nach Less sehen, und so lud sie Benito auf einen Rum ein.
Auch wenn sie keinen Alkohol trinken sollte, so brauchte sie jetzt einen guten Schluck Cabezianischen Rum.
Kaum das sie den Anlegesteeg verlassen hatten, sah sie Severin schon am Hafen stehen.
„Beweg deinen Hintern auf der Stelle hier hin...“, herrschte er.
Die Gefühlsregung zwischen Sorge und Wut war ihm deutlich anzusehen.
Und doch schloss er sie erleichtert in die Arme.
Der restliche Abend, auch wenn er kurz war, war recht friedlich.
Benito, Aki, Severin und sie, die immer mal wieder eine neue Sitzposition finden musste.
„Vergesst meine Hand nicht, wenn ihr euch das nächste Mal setzt“, verdammt, wie recht er gehabt hatte.
Und zu allem Überfluss, musste Severin auch noch sein Revier markieren. Ein fremder Handabdruck, das ging gar nicht.
Adoraner… Alle Verrückt….
Als sie aufwachte war es warm und ein wenig stickig.
Sie strampelte die Decke ein wenig weiter herab, so das sie nicht mehr bis zu Hüfte unter jener lag.
Severin hatte, trotz seines Schlafes, noch immer die Arme um ihren Leib geschlungen, die Hände lagen unverändert auf ihrem Bauch, als wolle er genau spüren was da drinnen vor sich geht.
Sie versuchte sich vorsichtig zu lösen, um ein wenig mehr Platz für sich und ihn zu bekommen, aber nicht mal jetzt dachte er daran, das geschehen zu lassen, sondern brummte nur und zog sie weiter an sich.
Ein leises seufzten entrann ihrer Kehle, jedoch gleichzeitig ein schmunzeln.
So ein Dickkopf.
Gedanklich ließ sie den vergangenen Abend noch einmal Revue passieren.
Sie wollte eigentlich nur auf den Markt um Süßigkeiten und ein Podest zu kaufen.
Und vielleicht noch ein paar, etwas weitere Kleider, wenn man begann ihre Schwangerschaft zu sehen. Der Schreiner sollte später kommen, also war Fabienne’s Süßwarenstand der erste, auf den Lana zusteuerte.
Benito hatte sich zwischendurch von der kleinen Stella zum Blumenkaufen abkommandieren lassen, was Lana mit einem amüsierten Schmunzeln immer mal wieder beobachtete.
Severin schwirrte auch hier herum, kaufte sein lang ersehntes Besteck und sie…. Wartete!
Keine Getränke ohne Alkohol… Wie schade. Dafür hatte sie einen ganzen Beutel voll gemischter, süßer, klebriger Bonbons erstanden, von denen sie sich direkt eins in den Mund schob, als sie sich wieder herum drehte.
Der Klapps von Benito auf ihren Hintern, wurde größtenteils ignoriert, auch wenn Severin das ganze ganz aufmerksam beobachtet hatte.
Aber sie war schließlich nicht hier, um Stress zu machen.
Und sie hatte viel zu gute Laune.
Sie drehte sich von Fabienne’s Stand weg, lies den Blick schweifen, und betrachtete einen Moment die Schlange vor dem Schneiderstand.
Nee, da würde sie sich nicht anstellen, so lange hatten die Kleider auch noch Zeit.
Bis… ihr ein freundlich lächelnder Vaughain in den Weg trat.
Achjeh, das Regiment.
Und Lilian, und Mariella, und Thelor.
Das konnte ja heiter werden.
Vaughain wollte wissen, was sie hier tue. Ganz ehrlich und Wahrheitsgetreu antwortete sie:
„Bonbons kaufen. Ausserdem brauche ich ein Podest aus Mahagoni, ungefähr Hüfthoch“, und hielt ihm, freundlich wie sie war, auch noch den Bonbonbeutel hin, um ihm eins anzubieten.
Fatal, nicht mal das wurde ihr geglaubt.
Sie wurde gebeten, das Gespräch in Ruhe weiter zu führen, an einem etwas unbelebteren Ort.
Ihr Blick streifte durch die Gegend, und noch hatten Aki und Benito sich nicht eingemischt.
Gut, dann eben ein anderer Ort. Den dargereichten Arm nahm sie an, und folgte dem Korporal.
Immerhin konnte sie so ihre beiden Kumpanen aus der ganzen Nummer heraus halten.
Falsch Gedacht.
Es kam wie es kommen musste.
Sie lies sich vom Markt weg führen, und das ganze versammelte Pack folgte.
Nach und nach, Benito und Aki, die zivilen Regimentler….
Die Gräfin und der ganze Rest mit Rang und Namen, oder halt auch nicht.
Als Vaughain ihr erst das Kopftuch von den Haaren riss, murrte sie.
Als er dann noch die Kette abriss um sie sich genauer zu betrachten, schien es für Aki zu viel zu werden.
Er mischte sich ein.
Vollidiot…
Still bleiben und Less nach Hause bringen, das sollte er tun, und nicht sich einmischen.
Aber, so loyal wie sie zu den ihren Stand, so bekam sie gleiches mit gleicher Münze zurückgezahlt.
Letztlich wurden sie alle drei mitgenommen, was versprach, ein lustiges Verhör zu werden.
In der Zelle angekommen, untersuchte man die drei Gefangenen genau.
Naja, zumindest das Weibsbild bei ihr war genau, selbst der Dolch im Stiefelschaft war ihr aufgefallen.
Gut, erst einmal ruhig bleiben, wer wusste schon, was noch kommen würde.
Erst wurde Benito verhört… Dann Aki, während sie einfach völlig gelassen in der Zelle stand.
Die einzige Gefühlsregung, die sie sich nicht verkneifen konnte war, als sie die Dermarkes mit den Regimentlern tuscheln sah.
Eine Verräterin der eigenen Reihen. Niemand mochte Verräter…
„Halt’s Maul Florentine“, zischend und mit einem fixierenden Blick auf die Rothaarige, die dann kurz danach raus geschickt wurde.
Die ehemalige Bürgermeisterin… Giftmischerin… in Adoran. Wie das Leben so spielt. Hatte sie sich doch von Lilian belabern lassen.
Nungut, jeder wie er meinte.
Soll sich die Hexe hier doch wohl fühlen. Die Rahaler würden das schon machen.
Erschreckender Weise, dass sie in Rahal freundlicher Empfangen wurden, obgleich sie genauso gegen deren Gesetze verstoßen hatte.
Aber gut, die vorgetäuschte Ehre und Tugendhaftigkeit der Adoraner war ja bekannt.
Als sie zum Verhör geholt wurde, war der Saal schon leerer geworden.
Ein kurzer Blick zu Mariella und Severin, wobei sie letzteren überhaupt gar nicht hier sehen wollte.
Verdammt, konnte er nicht einfach nach Hause gehen ?
Obgleich sie ihm kaum Beachtung schenkte, wusste sie, wie nervös er war. Sie kannte ihren Mann.
Und diese Situation war mehr als beschissen.
Sie hatte ihm mehrfach versprechen müssen, die Gräfin in Ruhe zu lassen, aber wer konnte schon ahnen, dass sie beim Süßigkeiten kaufen verhaftet werden würde?
Freundlich wie er war, machte Vaughain mit einem leisen Räuspern auf sich aufmerksam.
Zeit, ihre Aufmerksamkeit voll und ganz ihm zu widmen.
[22:41:25] Vaughain: Dass ich euch gefallen würde, glaube ich euch.
[22:41:39] Vaughain: *er blinzelt ausgesprochen lieblich aber scheint auch voll und ganz von sich überzeugt*
[22:41:46] Svetlana Ethered: das liegt an eurem Ego Vaughain, aber ich glaube euch auch, das ihr gerne die Peitsche in der Hand habt
[22:42:01] Vaughain: Dann und wann.
[22:42:08] Vaughain: Immer eine Frage meiner Kundschaft,
[22:42:13] Vaughain: Wollt ihr sie einmal auskosten?
[22:42:23] Svetlana Ethered: Wenn wir danach ein Glas Milch zusammen trinken?
[22:42:38] Vaughain: Wer weiß ob ihr danach noch sitzen könnt.
[22:42:58] Svetlana Ethered: Oh, macht euch mal keine sorgen
[22:43:06] Svetlana Ethered: ich bin hart im nehmen
[22:43:08] Severin Ethered: *Der Daumen streicht über die Punzierung der Schwertscheide..*
[22:43:15] Severin Ethered: *doch kaum nachahmend, einfach nur irgendwie*
[22:43:30] Vaughain: Mhm ..
[22:43:42] Vaughain: *er schnalzt mit der Zunge und lehnt sich zurück, wieder nur ein .. bezeichnender Blick*
[22:43:45] Vaughain: *der jener Aussage folgt*
[22:44:01] Vaughain: Ganz bestimmt sogar.
[22:44:11] Vaughain: *etwas leiser ... versonnener ... was er da wohl wieder denkt*
[22:44:13] Svetlana Ethered: *sie lächelt ihm zu*
[22:44:54] Vaughain: *ein tiefer Atemzug, eine Spur Ernsthaftigkeit kehrt in sein Antlitz zurück*
[22:44:59] Svetlana Ethered: *lehnt sich dann wieder zurück an die Rückenlehne des Stuhles*
[22:45:06] Vaughain: Und was mache ich nun mit euch?
[22:45:21] Vaughain: Abgsehen davon, euch in meinen Keller zu zerren?
[22:45:21] Svetlana Ethered: Tja
[22:45:32] Svetlana Ethered: ist das nun Strafe oder Belohnung?
[22:45:50] Vaughain: Vielleicht ein wenig von beidem.
[22:45:57] Svetlana Ethered: Zuckerbrot und Peitsche
[22:46:00] Svetlana Ethered: da wären wir wieder
[22:46:09] Vaughain: *allerdings führt er den Gedanken nicht weiter aus, es folgt eine einladende Geste mit der rechten Hand*
[22:46:18] Svetlana Ethered: Aber um die Ernsthaftigkeit eurer frage noch einmal aufzugreifen
[22:46:31] Svetlana Ethered: ich weiß es nicht
[22:46:49] Svetlana Ethered: ich möchte allerdings die Vorschriften sehen, wo Süßigkeiten kaufen verboten sind
[22:47:04] Vaughain: Piraterie ist verboten.
[22:47:26] Svetlana Ethered: Aye
[22:47:35] Vaughain: *er sieht dann in Richtung Gräfin und Severin und räuspert sich*
Was für ein Verhör…
Sie konnte nicht immer die Klappe halten, auch wenn es wahrscheinlich an manchen Stellen vernünftiger gewesen wäre.
Aber dieser Kerl…
Am liebsten würde sie ihre Hände um seinen Hals legen und einmal kräftig zudrücken.
Wobei sie ganz ehrlich zugeben musste, das sie nicht damit gerechnet hätte, dass er auf ihre Provokationen so gelassen reagieren würde.
Das sie die Peitsche mehrfach erwähnt hatte, lag einzig und alleine daran, dass sie austesten wollte, wie sie ihn ein zu schätzen hatte.
Leonie hatte ihr ein Bild von Vauhgain vor gegeben, dass sie eher hätte auf einen Aggressiven Typ Mensch gebracht hätte, als auf…. Das…..!
Nungut, irgendwann würde sie ihn mal auf neutralem Boden wieder sehen.
[22:55:23] Svetlana Ethered: Oh, was weiß ich was hier Vorschrift ist, ich hab mich immer von hier
[22:55:33] Svetlana Ethered: fern gehalten, ich kenne nur den ein oder anderen aus Bajard
[22:55:39] Svetlana Ethered: nicht wahr?
[22:55:52] Mariella von Dornwald: Generell eine sehr kluge Entscheidung. Dumm, dass Ihr heute davon abgewichen seid.
[22:56:18] Svetlana Ethered: Jeder macht Fehler
[22:56:57] Mariella von Dornwald: Sicherlich. Das macht uns zu Menschen. Seid nur nicht so dumm, diesen Fehler zu wiederholen. Ich
[22:57:20] Mariella von Dornwald: will Euch hier nicht haben. Euch und Euer Pack. Dieses eine Mal wird die Tugend der Gnade
[22:57:41] Mariella von Dornwald: den Vorzug bekommen. Beim nächsten Mal folgt die Gerechtigkeit. Wie mir scheint hätte
[22:57:53] Svetlana Ethered: *Ihre Mundwinkel zucken zu einem kurzen lächeln empor*
[22:58:04] Mariella von Dornwald: unser Korporal größtes Interesse, sich intensiver mit Euch zu befassen. Auch das werde ich für den
[22:58:11] Mariella von Dornwald: Fall der Fälle im Hinterkopf behalten.
[22:58:22] Svetlana Ethered: Korporal schon...
[22:58:49] Svetlana Ethered: *kurz linst sie zu Vaughain*
[22:58:50] Vaughain: *der lächelt nunmehr einfach nur, lieblich und offen ... als könnte er kein Wässerchen trüben*
[22:58:53] Svetlana Ethered: *dann wieder zu Mariella*
Entlassen…
Gnade vor Recht…
Sie musste sich wirklich ihre Worte verkneifen.
Severin war mit aufgestanden, ein kurzer Blick reichte, um sie zum stumm bleiben zu verurteilen.
Jetzt ein frecher Kommentar und sie würde doch hier bleiben müssen.
Auch wenn es auf der Zunge brannte.
Wirklich brannte.
Nichts anmerken lassen, einfach das Spiel mitspielen.
Unten angekommen, stellte sie sich ganz brav neben den Korporal, als wäre sie überhaupt völlig zu Unrecht da.
Kein Versuch eine Dummheit zu begehen, auch wenn es schwer fiel.
Er blickte, genau wie sie nach vorne. Beobachtete das Treiben, wie die anderen beiden aus den Zellen geholt wurden.
Ohne das sie damit gerechnet hätte, holte er aus, und schlug ihr auf den Hintern.
Ihr Blick ruckte zur Seite.
Hatte er das gerade wirklich getan?
Sie rieb sich über die getroffene Stelle am Hinterteil. Verdammt, hatte der Kerl einen Schlag drauf.
Es brannte und so wie es sich anfühlte, gab das einen netten Abdruck.
Dumm nur für ihn, dass die Gräfin in diesem Moment herunter gekommen war.
Severin im Schlepptau, beide hatten gesehen und gehört, wo seine Hand gelandet war.
Unter anderen Umständen….
Er wurde nach oben zitiert, was auch immer die beiden da zu bereden hatten, war ihr egal.
Als er wieder kam, setzte sich die freundliche Eskorte in Bewegung. Auf zu den Reichsgrenzen, um das Pack los zu werden.
Das Ende der Eskorte bestand aus Vaughain und ihr.
Leises getuschel, damit es keiner mitbekam.
[23:13:01] Svetlana Ethered: [leise] wir sehen uns noch
[23:13:07] Vaughain: *dann und wann schielt er beiseite, auch wenn er seine Hände diesmal bei sich behält*
[23:13:11] Vaughain: [leise] Versprochen?
[23:13:25] Svetlana Ethered: [leise] aye, sicher
[23:13:38] Vaughain: [leise] Da wird mir gleich recht warm ums ..... Herz.
[23:13:45] Svetlana Ethered: [leise] Lügner
[23:13:50] Vaughain: [leise] Selber
[23:13:59] Svetlana Ethered: *schnalzt leise mit der Zunge*
[23:14:05] Svetlana Ethered: [leise] niemals
Unter anderen Umständen…
Schon wieder dieser angefangene Satz.
Sie würde darauf warten, ihn nochmal alleine zu sehen.
Der Schlag auf den Hintern würde nochmal zur Sprache kommen, aber das nächste Mal abseits von Regiment und Reich.
Dieses Mal war er im Vorteil.
Nächstes Mal würden die Karten neu gemischt werden.
Ein kurzes Gespräch mit Aki und Benito, ehe sie sich auf den Weg nach Cabeza machten.
Aki wollte nach Less sehen, und so lud sie Benito auf einen Rum ein.
Auch wenn sie keinen Alkohol trinken sollte, so brauchte sie jetzt einen guten Schluck Cabezianischen Rum.
Kaum das sie den Anlegesteeg verlassen hatten, sah sie Severin schon am Hafen stehen.
„Beweg deinen Hintern auf der Stelle hier hin...“, herrschte er.
Die Gefühlsregung zwischen Sorge und Wut war ihm deutlich anzusehen.
Und doch schloss er sie erleichtert in die Arme.
Der restliche Abend, auch wenn er kurz war, war recht friedlich.
Benito, Aki, Severin und sie, die immer mal wieder eine neue Sitzposition finden musste.
„Vergesst meine Hand nicht, wenn ihr euch das nächste Mal setzt“, verdammt, wie recht er gehabt hatte.
Und zu allem Überfluss, musste Severin auch noch sein Revier markieren. Ein fremder Handabdruck, das ging gar nicht.
Adoraner… Alle Verrückt….
Zuletzt geändert von Svetlana Ethered am Montag 1. Juli 2013, 09:14, insgesamt 1-mal geändert.
- Svetlana Ethered
- Beiträge: 425
- Registriert: Dienstag 21. August 2012, 04:55
10. Cirmiasum 256
Ihr Korsett konnte sie vergessen.
‚Verfluchter Mist‘, murmelte sie vor sich hin, während das Korsett den Luftweg durch den halben Raum nahm und irgendwo auf dem Boden landete.
Ab jetzt würde es in Adoran gefährlicher werden.
Die, doch recht gute, Verkleidung schwand.
Ihre neue Angewohnheit war es, ihre Hände auf ihren Bauch zu legen.
Hatte sie das beim Verhör auch getan?
War es aufgefallen?
Ein leises seufzten erklang.
Die kleine Wölbung des Bauches war noch gut zu verstecken, allerdings für die meisten ihrer Kleider, die ja doch recht Figurbetont waren, war das schon zu viel.
Leonie musste dringend wieder auftauchen, immerhin hatten sie abgesprochen, das Lana bei ihr einkaufen würde.
Tja, ansonsten musste sie doch eine andere Schneiderin aufsuchen.
Vielleicht sollte sie in Adoran nochmal diese Adelige aufsuchen.
Wenn etwas auf Cabeza passiert, dann alles gleichzeitig.
Scheint wohl irgendeine plage zu sein.
Jose war wieder da, völlig abgehalftert, dreckig, erschöpft, aber lebend.
Als sie im Gouvaneursbüro die Karten studierte, klopfte es, und er stand einfach so in der Türe.
Langer Bart, lange Haare, verdreckte, Blutbeschmierte Klamotten.
Als sie erkannte, wer da wirklich in der Türe stand, hastete sie los und fiel ihm um den Hals.
Egal was passiert war, egal welche Worte gefallen waren, egal wie viel Enttäuschung zwischen den beiden gestanden hatte, er lebte.
Das alleine zählte, Pack ist Pack…
Aus irgendwelchen undefinierbaren Gründen, war nicht nur sie irgendwie Gefühlsmässig am Rande des Abgrundes.
Gute Tage folgten auf schlechten Tagen, gute Laune die im nächsten Moment wieder der schlechten wich.
Mal flog irgendwas durch die Gegend, mal kümmerte sie sich fast liebevoll um die, sonst so vernachlässigten Blumen in ihrer Wohnung.
Mal hasste sie es Schwanger zu sein, mal freute sie sich darüber.
So war es wohl bei jeder Frau.
Die einzigen Momente, in denen sie nicht darüber nachdachte, war, wenn Severin neben ihr lag, die Arme um sie, die Hände auf ihrem Bauch.
Er spürte nur allzu gut, wie der Bauch langsam wuchs, und wie sehr viel intensiver ihre wechselhaften Launen waren.
Nicht, das sie sonst die Ausgeglichenheit in Person wäre, nein, aber die Schwangerschaft verstärkte das ganze doch immens.
Aber, er konnte damit umgehen.
Jedes Mals, wenn sie wieder einmal wutschnaubend oder total frustriert in seinem Haus wütete, lächelte er, und nahm sie in den Arm. Ob sie wollte oder nicht.
Der nächste der seltsame Gewohnheiten entwickelte war Aki…
„Ich will doch sehen, wie dein Bauch wächst…“
Er machte ihr Pfannkuchen, versorgte sie mit Erdbeeren und Saft und schenkte ihr zwei Kleider, die, für die Schwangerschaft perfekt waren.
Genug Platz um den Bauch, locker geschnitten und angenehm zu tragen.
Und einen kleinen Teddybär, für die Zeit, wenn das Kind auf der Welt war.
Auch wenn sie bei Gesprächen immer und immer wieder aufpassen musste, wie sie reagierte, und obwohl sie es eigentlich gewohnt war, das Aki sich, für einen Kerl, sehr wechsellaunig verhielt, so war das in der letzten Zeit noch irgendwie schlimmer geworden.
Obgleich sie wahnsinnig froh war, das diese Zeit des Stumpfsinnes, des nichts-fühlens vorbei war.
Sie hatte schon schmunzeln müssen bei ihrem letzten Gespräch.
Aki war verliebt, jedenfalls lag die Vermutung nahe, auch wenn er es vehement abstritt.
Vielleicht hatte er es sich nur selber nicht eingestanden.
Ihre Gedanken schweiften weiter.
Was hatte sie der Geschichten Abend im goldenen Lamm doch für Nerven gekostet.
Erst Aki und Severin, die kurz davor waren, sich beim alleinigen Anblick des anderen, sich zu prügeln und dann auch noch Vaughain.
Alle anderen waren gegangen, der Schankraum leerte sich zusehens, auch sie wollte nicht mehr lange bleiben. Severin wollte nur seine Mahlzeit beenden, und dann würden sie gehen…
Bis…
Vaughain sich zu ihnen setzte.
Sie konnte nicht mal wirklich bequem sitzen, das Korsett schnürte Luft und Haltung ein, aber es gehörte zu ihrer Tarnung.
Jedenfalls noch.
Das helle, lilane Kleid, fiel locker um ihre Hüften, mit Babybauch wäre das nicht passiert.
Severin versuchte immer und immer wieder, teilweise mit recht seltsamen Kommentaren, die Aufmerksamkeit des Korporals von ihr weg, auf sich selber zu ziehen, was allerdings nur mässig gelang.
Oh, wenn Severin nicht da wäre….
Diese Gelegenheit…
Zwei Schritte, nur zwei Schritte Entfernung zwischen ihnen.
Aber nein, in Gegenwart des Leibwächters der Gräfin war nicht daran zu denken.
Also, mal wieder, gute Miene zum bösen Spiel.
Aber immerhin hatte Vaughain sie offensichtlich nicht erkannt.
Ein gutes Zeichen, ihre Verkleidung war gut.
Ihr Korsett konnte sie vergessen.
‚Verfluchter Mist‘, murmelte sie vor sich hin, während das Korsett den Luftweg durch den halben Raum nahm und irgendwo auf dem Boden landete.
Ab jetzt würde es in Adoran gefährlicher werden.
Die, doch recht gute, Verkleidung schwand.
Ihre neue Angewohnheit war es, ihre Hände auf ihren Bauch zu legen.
Hatte sie das beim Verhör auch getan?
War es aufgefallen?
Ein leises seufzten erklang.
Die kleine Wölbung des Bauches war noch gut zu verstecken, allerdings für die meisten ihrer Kleider, die ja doch recht Figurbetont waren, war das schon zu viel.
Leonie musste dringend wieder auftauchen, immerhin hatten sie abgesprochen, das Lana bei ihr einkaufen würde.
Tja, ansonsten musste sie doch eine andere Schneiderin aufsuchen.
Vielleicht sollte sie in Adoran nochmal diese Adelige aufsuchen.
Wenn etwas auf Cabeza passiert, dann alles gleichzeitig.
Scheint wohl irgendeine plage zu sein.
Jose war wieder da, völlig abgehalftert, dreckig, erschöpft, aber lebend.
Als sie im Gouvaneursbüro die Karten studierte, klopfte es, und er stand einfach so in der Türe.
Langer Bart, lange Haare, verdreckte, Blutbeschmierte Klamotten.
Als sie erkannte, wer da wirklich in der Türe stand, hastete sie los und fiel ihm um den Hals.
Egal was passiert war, egal welche Worte gefallen waren, egal wie viel Enttäuschung zwischen den beiden gestanden hatte, er lebte.
Das alleine zählte, Pack ist Pack…
Aus irgendwelchen undefinierbaren Gründen, war nicht nur sie irgendwie Gefühlsmässig am Rande des Abgrundes.
Gute Tage folgten auf schlechten Tagen, gute Laune die im nächsten Moment wieder der schlechten wich.
Mal flog irgendwas durch die Gegend, mal kümmerte sie sich fast liebevoll um die, sonst so vernachlässigten Blumen in ihrer Wohnung.
Mal hasste sie es Schwanger zu sein, mal freute sie sich darüber.
So war es wohl bei jeder Frau.
Die einzigen Momente, in denen sie nicht darüber nachdachte, war, wenn Severin neben ihr lag, die Arme um sie, die Hände auf ihrem Bauch.
Er spürte nur allzu gut, wie der Bauch langsam wuchs, und wie sehr viel intensiver ihre wechselhaften Launen waren.
Nicht, das sie sonst die Ausgeglichenheit in Person wäre, nein, aber die Schwangerschaft verstärkte das ganze doch immens.
Aber, er konnte damit umgehen.
Jedes Mals, wenn sie wieder einmal wutschnaubend oder total frustriert in seinem Haus wütete, lächelte er, und nahm sie in den Arm. Ob sie wollte oder nicht.
Der nächste der seltsame Gewohnheiten entwickelte war Aki…
„Ich will doch sehen, wie dein Bauch wächst…“
Er machte ihr Pfannkuchen, versorgte sie mit Erdbeeren und Saft und schenkte ihr zwei Kleider, die, für die Schwangerschaft perfekt waren.
Genug Platz um den Bauch, locker geschnitten und angenehm zu tragen.
Und einen kleinen Teddybär, für die Zeit, wenn das Kind auf der Welt war.
Auch wenn sie bei Gesprächen immer und immer wieder aufpassen musste, wie sie reagierte, und obwohl sie es eigentlich gewohnt war, das Aki sich, für einen Kerl, sehr wechsellaunig verhielt, so war das in der letzten Zeit noch irgendwie schlimmer geworden.
Obgleich sie wahnsinnig froh war, das diese Zeit des Stumpfsinnes, des nichts-fühlens vorbei war.
Sie hatte schon schmunzeln müssen bei ihrem letzten Gespräch.
Aki war verliebt, jedenfalls lag die Vermutung nahe, auch wenn er es vehement abstritt.
Vielleicht hatte er es sich nur selber nicht eingestanden.
Ihre Gedanken schweiften weiter.
Was hatte sie der Geschichten Abend im goldenen Lamm doch für Nerven gekostet.
Erst Aki und Severin, die kurz davor waren, sich beim alleinigen Anblick des anderen, sich zu prügeln und dann auch noch Vaughain.
Alle anderen waren gegangen, der Schankraum leerte sich zusehens, auch sie wollte nicht mehr lange bleiben. Severin wollte nur seine Mahlzeit beenden, und dann würden sie gehen…
Bis…
Vaughain sich zu ihnen setzte.
Sie konnte nicht mal wirklich bequem sitzen, das Korsett schnürte Luft und Haltung ein, aber es gehörte zu ihrer Tarnung.
Jedenfalls noch.
Das helle, lilane Kleid, fiel locker um ihre Hüften, mit Babybauch wäre das nicht passiert.
Severin versuchte immer und immer wieder, teilweise mit recht seltsamen Kommentaren, die Aufmerksamkeit des Korporals von ihr weg, auf sich selber zu ziehen, was allerdings nur mässig gelang.
Oh, wenn Severin nicht da wäre….
Diese Gelegenheit…
Zwei Schritte, nur zwei Schritte Entfernung zwischen ihnen.
Aber nein, in Gegenwart des Leibwächters der Gräfin war nicht daran zu denken.
Also, mal wieder, gute Miene zum bösen Spiel.
Aber immerhin hatte Vaughain sie offensichtlich nicht erkannt.
Ein gutes Zeichen, ihre Verkleidung war gut.
- Svetlana Ethered
- Beiträge: 425
- Registriert: Dienstag 21. August 2012, 04:55
24. Cirmiasum 256
Brot, Less Marmelade, Tee und Saft.
Erschreckend wie der Frühstückstisch aussah. Severin würde schmunzeln, wenn er das sehen würde.
Lana ließ sich auf den Lieblingsküchenstuhl sinken, direkt vor dem Kamin auch snn dieser ob der Jahreszeit nicht befeuert war.
Sie hatte ihren Mann ein paar tage nicht gesehen, war nicht in Adoran gewesen, stattdessen hatte sie sich auf der Insel und in Bajard aufgehalten.
Und, wie der gestrige Tag gezeigt hatte, tat sie gut daran.
Zwei Leben zu vereinen war nicht immer so leicht, aber Severin wusste im Zweifelsfall wo und wie er Sie finden konnte.
Sie streifte durch Bajard, auf der suche nach diesem kleinen Mistkerl von Boten, der seine Arbeit nicht richtig gemacht hatte, sondern nur das Gold eingesteckt hatte.
Innerlich fluchend suchte sie jede Gasse und jeden Winkel dieses Götterverlassenen Kaffes ab.
Kampfgeräusche....
Sie schlenderte näher und begutachtete das ganze eine weile still.
Die beiden Männer schienen sie erst nicht zu bemerken, viel zu vertieft darin, dem anderen eins aus zu wischen.
Ihr Blick streifte durch die Umgebung und ein neuerliches, innerliches fluchen.
Keiner zum wetten da.
Wobei.... Auf welchen der beiden Piraten hätte Sie auch wetten sollen?
Ob der gemeinsame Nachname der Grund der Prügelei war?
Ein interessantes Bild war es schon, ein klein wenig ähnlichkeit war zu erkennen, wenn man genau hin sah, aber das Auftreten der beiden war durchweg anders.
Leo war eher der Typ wie sie, nett ins Gesicht lächeln und dann hinterrücks die Waffe ziehen, jedenfalls nach der Einschätzung die Lana von ihm hatte.
Carlos war eher der offensichtichere typ.
Jedenfalls wenn man die beiden gegenüber stellte.
Erst in Alessios Taverne begannen die beiden sich über den gemeinsamen Nachnamen zu unterhalten.
Interessant.
Lana schwieg, und beobachtete die beiden.
Die Viento Brüder.....
Versprach interesant zu werden.
Brot, Less Marmelade, Tee und Saft.
Erschreckend wie der Frühstückstisch aussah. Severin würde schmunzeln, wenn er das sehen würde.
Lana ließ sich auf den Lieblingsküchenstuhl sinken, direkt vor dem Kamin auch snn dieser ob der Jahreszeit nicht befeuert war.
Sie hatte ihren Mann ein paar tage nicht gesehen, war nicht in Adoran gewesen, stattdessen hatte sie sich auf der Insel und in Bajard aufgehalten.
Und, wie der gestrige Tag gezeigt hatte, tat sie gut daran.
Zwei Leben zu vereinen war nicht immer so leicht, aber Severin wusste im Zweifelsfall wo und wie er Sie finden konnte.
Sie streifte durch Bajard, auf der suche nach diesem kleinen Mistkerl von Boten, der seine Arbeit nicht richtig gemacht hatte, sondern nur das Gold eingesteckt hatte.
Innerlich fluchend suchte sie jede Gasse und jeden Winkel dieses Götterverlassenen Kaffes ab.
Kampfgeräusche....
Sie schlenderte näher und begutachtete das ganze eine weile still.
Die beiden Männer schienen sie erst nicht zu bemerken, viel zu vertieft darin, dem anderen eins aus zu wischen.
Ihr Blick streifte durch die Umgebung und ein neuerliches, innerliches fluchen.
Keiner zum wetten da.
Wobei.... Auf welchen der beiden Piraten hätte Sie auch wetten sollen?
Ob der gemeinsame Nachname der Grund der Prügelei war?
Ein interessantes Bild war es schon, ein klein wenig ähnlichkeit war zu erkennen, wenn man genau hin sah, aber das Auftreten der beiden war durchweg anders.
Leo war eher der Typ wie sie, nett ins Gesicht lächeln und dann hinterrücks die Waffe ziehen, jedenfalls nach der Einschätzung die Lana von ihm hatte.
Carlos war eher der offensichtichere typ.
Jedenfalls wenn man die beiden gegenüber stellte.
Erst in Alessios Taverne begannen die beiden sich über den gemeinsamen Nachnamen zu unterhalten.
Interessant.
Lana schwieg, und beobachtete die beiden.
Die Viento Brüder.....
Versprach interesant zu werden.
Zuletzt geändert von Svetlana Ethered am Mittwoch 24. Juli 2013, 14:18, insgesamt 1-mal geändert.
- Svetlana Ethered
- Beiträge: 425
- Registriert: Dienstag 21. August 2012, 04:55
*doppelt*
Zuletzt geändert von Svetlana Ethered am Mittwoch 24. Juli 2013, 06:43, insgesamt 1-mal geändert.
-
Benedict Weber
27 Cirmiasum 256
Unerfolgreich…
Das Wort des gestrigen Tages.
Severin hatte beschlossen, Adoran Adoran sein zu lassen, und ein paar Tage auf die Insel zu kommen.
Ein vorhaben, welches sie durchaus für angemessen hielt, sie konnte ein paar Tage mit ihrem Mann gut gebrauchen.
Sie war gerade dabei für ihn etwas zu essen warm zu machen (kochen konnte sie immer noch nicht), als es an der Türe klopfte.
Ihre Spionin…
Hatte sie doch etwas herausgefunden.
Sie brachte ihrem Mann das Essen, der jenes eher skeptisch als erfreut betrachtete, wusste er doch um ihre „Kochkünste“, dann verteilte sie Getränke (herrjeh, fast schon Mütterlich), und lies sich auf dem Stuhl neben Severin nieder.
Sie lies die junge Frau einfach erzählen, was sie so heraus gefunden hatte, auch wenn Severin zuhörte, sie wusste, dass er schweigen würde.
Ausserdem musste ihr gegenüber nicht wissen, dass sie mit einem Adoraner verheiratet war.
Man musste nicht jedem alles auf die Nase binden.
Die Kernpunkte des ganzen waren recht einfach dargestellt:
Nichts Neues!
Langweilig, aber auch nichts Neues!
Gut, so tief war das Interesse dann doch nicht.
DAS allerdings war wirklich interessant.
Mit welcher Flotte wollte er durch die Riffe kommen?
Wie wollte er überhaupt die Riffe umfahren? Das Geheimnis war gut gehütet, nicht mal alle Piraten kannten den Kurs, den man nehmen musste.
Der alte Käpt’n und der Fährmann, hatte noch jemand den Kurs im Kopf?
Vielleicht Jaron, aber beim Rest sah es eher mau aus.
Sicherlich gäbe es Mittel und Wege, aber war es den Adoranern zu zu trauen?
Wenn sie bedachte, was sie alles von Lilian gehört hatte…. Ja, doch.
Ihre Gedanken in dem Moment wurden allerdings jäh unterbrochen, als ihre Spionin das Sahnehäubchen der Informationsflut auf den Tisch brachte.
Verfluchter Idiot.
Hatte mal wieder Kopf und Kragen riskiert und dieses Mal verloren.
Irgendwann musste es so kommen, und doch war sie wütend.
Gut, nichts anmerken lassen, und gute Miene zum bösen Spiel machen.
Sie würde sich in Ruhe damit befassen.
Mit der Aufgabe, die Augen und Ohren offen zu halten, und einem Etui voller Tabakröllchen machte sich die dunkel gekleidete wieder auf den Weg.
Severin war sichtlich wenig angetan von dem was er beim Essen zu hören bekommen hatte.
Aber gut, damit musste er leben.
Er wusste auf was er sich eingelassen hatte, als er den Bund der Ehe mit ihr eingegangen war.
Die beiden machten sich auf den Weg. Erst wollte Lana bei Serafina vorbei gehen, die Tabakröllchen vorbei bringen, aber die „Herrin“, wie ihr Knecht sie nannte, war gerade mit dem Umbau des Hofes beschäftigt.
Na toll, konnte sie so was nicht schreiben?
Der ganze Weg umsonst.
Nichts was zu ihrer Laune beitrug, mit Rückenschmerzen und erstaunlich lauf-faul murrte sie vor sich hin.
Aber, ein gutes hatte es, jetzt war es nicht mehr weit bis zu Less.
Lana wollte nach ihr sehen, wollte wissen, ob die Information über Aki schon bei ihr angekommen war.
Und das verheulte Gesicht der Bäuerin, als sie ankamen, zeigte, sie wusste es.
„Kann ich euch helfen?“ Der bis dato unbekannte blieb freundlich, jedoch wollte Lana nur die Türe aufgemacht bekommen.
„Du nicht, ich will zu Less“, charmant wie immer sah sie den Knecht ruhig an.
Nach einigem hin und her öffnete er dann doch die Türe und lies sie durch.
Severin blieb ein wenig hinten stehen und tauschte einige kurze Worte mit Marek, während Lana die Bäuerin einfach in den Arm nahm.
Ein kurzes Gespräch, in dem Less und Severin feststellten (zum vermehrten Male), dass sie Lana einfach nicht davon abhalten konnten, ihren Dickkopf durch zu setzen.
Sie würde nachsehen gehen, wie sie Aki da herausholen konnte.
Zumindest mal nachsehen gehen.
Mit dem Versprechen, vorsichtig zu sein, ging es an den Rückweg.
Bei Tag wäre es sowieso unsinnig was zu tun….
Unerfolgreich…
Das Wort des gestrigen Tages.
Severin hatte beschlossen, Adoran Adoran sein zu lassen, und ein paar Tage auf die Insel zu kommen.
Ein vorhaben, welches sie durchaus für angemessen hielt, sie konnte ein paar Tage mit ihrem Mann gut gebrauchen.
Sie war gerade dabei für ihn etwas zu essen warm zu machen (kochen konnte sie immer noch nicht), als es an der Türe klopfte.
Ihre Spionin…
Hatte sie doch etwas herausgefunden.
Sie brachte ihrem Mann das Essen, der jenes eher skeptisch als erfreut betrachtete, wusste er doch um ihre „Kochkünste“, dann verteilte sie Getränke (herrjeh, fast schon Mütterlich), und lies sich auf dem Stuhl neben Severin nieder.
Sie lies die junge Frau einfach erzählen, was sie so heraus gefunden hatte, auch wenn Severin zuhörte, sie wusste, dass er schweigen würde.
Ausserdem musste ihr gegenüber nicht wissen, dass sie mit einem Adoraner verheiratet war.
Man musste nicht jedem alles auf die Nase binden.
Die Kernpunkte des ganzen waren recht einfach dargestellt:
- Vaughain war mit dem Regiment verheiratet…
Nichts Neues!
- Er trank keinen Alkohol (sondern Milch) und holt sich keine Frauen in’s Bett
Langweilig, aber auch nichts Neues!
- Er kam aus Rahal und war mal mit Ahad Swynedd verbandelt
Gut, so tief war das Interesse dann doch nicht.
- Er plante gegen Cabeza vor zu gehen und das Piratenpack aus zu merzen
DAS allerdings war wirklich interessant.
Mit welcher Flotte wollte er durch die Riffe kommen?
Wie wollte er überhaupt die Riffe umfahren? Das Geheimnis war gut gehütet, nicht mal alle Piraten kannten den Kurs, den man nehmen musste.
Der alte Käpt’n und der Fährmann, hatte noch jemand den Kurs im Kopf?
Vielleicht Jaron, aber beim Rest sah es eher mau aus.
Sicherlich gäbe es Mittel und Wege, aber war es den Adoranern zu zu trauen?
Wenn sie bedachte, was sie alles von Lilian gehört hatte…. Ja, doch.
Ihre Gedanken in dem Moment wurden allerdings jäh unterbrochen, als ihre Spionin das Sahnehäubchen der Informationsflut auf den Tisch brachte.
- Aki hängt in Rahal am Pranger
Verfluchter Idiot.
Hatte mal wieder Kopf und Kragen riskiert und dieses Mal verloren.
Irgendwann musste es so kommen, und doch war sie wütend.
Gut, nichts anmerken lassen, und gute Miene zum bösen Spiel machen.
Sie würde sich in Ruhe damit befassen.
Mit der Aufgabe, die Augen und Ohren offen zu halten, und einem Etui voller Tabakröllchen machte sich die dunkel gekleidete wieder auf den Weg.
Severin war sichtlich wenig angetan von dem was er beim Essen zu hören bekommen hatte.
Aber gut, damit musste er leben.
Er wusste auf was er sich eingelassen hatte, als er den Bund der Ehe mit ihr eingegangen war.
Die beiden machten sich auf den Weg. Erst wollte Lana bei Serafina vorbei gehen, die Tabakröllchen vorbei bringen, aber die „Herrin“, wie ihr Knecht sie nannte, war gerade mit dem Umbau des Hofes beschäftigt.
Na toll, konnte sie so was nicht schreiben?
Der ganze Weg umsonst.
Nichts was zu ihrer Laune beitrug, mit Rückenschmerzen und erstaunlich lauf-faul murrte sie vor sich hin.
Aber, ein gutes hatte es, jetzt war es nicht mehr weit bis zu Less.
Lana wollte nach ihr sehen, wollte wissen, ob die Information über Aki schon bei ihr angekommen war.
Und das verheulte Gesicht der Bäuerin, als sie ankamen, zeigte, sie wusste es.
„Kann ich euch helfen?“ Der bis dato unbekannte blieb freundlich, jedoch wollte Lana nur die Türe aufgemacht bekommen.
„Du nicht, ich will zu Less“, charmant wie immer sah sie den Knecht ruhig an.
Nach einigem hin und her öffnete er dann doch die Türe und lies sie durch.
Severin blieb ein wenig hinten stehen und tauschte einige kurze Worte mit Marek, während Lana die Bäuerin einfach in den Arm nahm.
Ein kurzes Gespräch, in dem Less und Severin feststellten (zum vermehrten Male), dass sie Lana einfach nicht davon abhalten konnten, ihren Dickkopf durch zu setzen.
Sie würde nachsehen gehen, wie sie Aki da herausholen konnte.
Zumindest mal nachsehen gehen.
Mit dem Versprechen, vorsichtig zu sein, ging es an den Rückweg.
Bei Tag wäre es sowieso unsinnig was zu tun….
Zuletzt geändert von Benedict Weber am Samstag 27. Juli 2013, 12:54, insgesamt 1-mal geändert.